N

nachdenkliche

Gast
  • #1

Ist Liebe auch vom Willen abhängig?

Liebe ist ja ein Gefühl welches kommt und sich auch wieder verflüchtigt. Ich habe aber mal gelesen, dass es auch vom Willen gesteuert wird,ob ich meinen Partner dauerhaft liebe. Wenn ich es einfach geschehen lasse,trenne ich mich von meinem Partner oder wechsele warm,was ich sehr grausam finde. Mein Partner,der mich noch liebt,den lasse ich dann fassungslos zurück. Mir ist es gerade so ergangen,dass ich verlassen wurde. Wie kann ich mich wieder auf einen Mann einlassen,ihm vertrauen,wenn ich immer damit leben muss,dass es von einem zum anderen Tag zuende sein kann?
 
  • #2
Nein, ich denke nicht, dass sie vom Willen abhängig ist. Das passiert einfach. Du kannst deshalb nie darauf vertrauen, dass Dich jemand nicht irgendwann plötzlich verlässt, weil er Dich nicht mehr liebt oder sich in eine andere verliebt hat. Ein sehr guter Film dazu ist "Wolke neun" von Andreas Dreesen.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Ganz wichtig, es braucht Zeit, Monate oder im extrem Fall Jahre. Stürze dich nicht in eine neue Beziehung, das geht zwar und es machen auch viele so, weil es bequem ist, es hilft abzuschalten. Nur verdrängst du auch damit die wichtige Phase der Verarbeitung, wo du über dich nachdenken und reflektieren kannst. Was habe ich falsch gemacht, was kann ich besser machen in Zukunft usw.

Und wenn Gefühle nicht nachlassen wollen, hilft ein wenig "Gedankenhygiene" blödes Wort, aber soll heißen, sobald du an "ihn" denkst, schiebst du den Gedanken wieder weg und denkst an was anderes, gebe dich nicht ständig den Tagträumen mit ihm hin.

Und da hilft dann auch, aktiv zu sein, raus zu gehen, Unternehmungen oder auch Nachtleben, was du eben gerne tust.
 
  • #4
Liebe FS,

Liebe ist immer auch eine Entscheidung für eine Person. Man hat mit dem Willen ganz bestimmt einen Einfluss darauf sich für den Partner zu entscheiden. Man weiß einfach was man an dem Partner hat und sagt "ja" dazu. Es gibt natürlich Menschen, die sehr gefühlsgeleitet sind und unter Liebe den ständigen Kick/sex. Anziehung verstehen.... Das sind aber meistens Menschen, die keine dauerhaften Beziehungen auf die Reihe kriegen. Ich gebe dir den Tipp, dich zukünftig an unkomplizierte Männer zu halten. Such dir besser einen Mann, der offen über seine Gefühle und alles mit dir reden kann. Kommunikation ist der Schlüssel für eine gelungene Beziehung.

Dir alles Gute!
 
  • #5
Ich habe aber mal gelesen, dass es auch vom Willen gesteuert wird,ob ich meinen Partner dauerhaft liebe.
Das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so. Die Gedanken sind ein Schlüssel zu unser Psyche.
Liebe ist im wesentlichen die Summe aus sexueller Anziehung, Vertrauen, und Loyalität. Daher sind große Teile der Liebe tatsächlich bewußt durch Gedanken und durch den eigenen Willen steuerbar.
Was für viele Menschen schwer steuerbar ist, sind alle Arten der Abhängigkeit, wie z.B. auch die sexuelle Abhängigkeit. Aber auch das ist oft nur eine Frage der Gedanken, bzw. der eigenen Programmierung.
 
R

Rosenduft

Gast
  • #6
Im Leben gibt es keine Garantie. Weder für die Liebe noch für die Gesundheit usw. Mit der Zeit wird der Schmerz nachlassen.
Kümmere Dich nun erst mal um Dich, damit Du wieder eine Basis hast. Irgendwann wirst auch Du wieder einen Menschen (Mann) begegnen dem Du vertrauen kannst.
Hat er wenigstens die Beziehung ordentlich beendet, oder bist Du eiskalt verlassen worden. Das wäre dann nochmal ein Punkt der extra gemein wäre. Kopf hoch, Krone richten, weiter geht´s...
 
  • #7
Liebe geben und empfangen ist etwas sehr besonderes und für jeden Menschen individuell EINMALIG... Man kann nur das geben, was man im Herzen hat.. z.B. man spürt den Willen aus dem Single Dasein rauszukommen, aber die Liebe kann man doch nicht mit dem Willen steuern oder doch ?
 
G

Gast

Gast
  • #8
Ja, ich denke schon. Bei mir ist das auf jeden Fall so. Ich bin ein extremer Wollenstyp und wenn ich mich in eine Beziehung stürze, dann immer mit dem Hintergrund, dass es für immer heben muss und dann arbeite ich auch an mir. Das heißt, ich investiere alles in eine Beziehung, bin bereit, alle Kompromisse einzugehen und auch das Sexualleben partout aufrecht zu erhalten. Ich denke schon, dass ich viel mehr tue und bereit bin zu ändern, als andere, denn ich hatte nur zwei sehr lange Beziehungen in meinem Leben und sollte ich nochmal einen Partner finden, dann sollte das die letzte große Liebe sein!

Nachteilig ist, dass ich unter Umständen 10 Jahre von der emotionalen Ablösung brauche. Allerdings lebe ich auch so im Alltag. Ich erreiche alle Ziele, die ich möchte und sei es erst nach 10 Jahren, lediglich aufgrund dessen, weil ich einen enorm starken Willen habe und nicht vorher aufgebe, bis ich das erreicht habe, was ich möchte.

Willen allein reicht aber nicht, sondern auch Ausdauer, Kraft, emotionale Stärke, Charakter, Selbstbeherrschung! In einer sehr langen Beziehung macht man unter Umständen sehr gemütliche Phasen durch, die einen an den Rande seiner Substanz bringen. Nichts, dem sich jeder so einfach entgegenstellen möchte. Die meisten flüchten, wenn sie psychisch mit etwas unangenehmen getroffen werden.
 
G

Gast

Gast
  • #9
Liebe Nachdenkliche,

Liebe ist ja ein Gefühl welches kommt und sich auch wieder verflüchtigt.

bitte entschuldige vielmals, dass ich es so ohne Umschweife sage, aber das ist wirklich Unsinn! Was immer Du für "Liebe" hältst, verwechselst Du es mit etwas anderem, das von Liebe sehr weit entfernt ist.Liebe kommt und geht nicht.Liebe bleibt.Und Liebe verflüchtigt sich auch niemals.Vielleicht wäre es eine Idee für Dich, dem hinterherzuspüren, was Du für Liebe hältst... ? Verliebtheit, Begehren, Anziehung, Wertschätzung, starke Sympathie kombiniert mit vielen Gemeinsamkeit, Gewohnheit... ?

Wie kann ich mich wieder auf einen Mann einlassen,ihm vertrauen,wenn ich immer damit leben muss,dass es von einem zum anderen Tag zuende sein kann?

Das kannst Du, in dem Du erwachsen wirst, auch in Deinem Inneren, und Dir vergegenwärtigst, dass es im Leben NIEMALS für irgendetwas eine SICHERHEIT gibt! Auch Dein Kind kann morgen tot sein... das Leben ist wie es ist.Werde erwachsen und nimm' das Leben an, so wie es ist.Dann fällt es Dir leicht, Dinge und Menschen anzunehmen, die Dir gut tun... alles Liebe!
 
  • #10
Liebe verflüchtigt sich nicht. Nur das Verliebtsein geht weg. Menschen, die ich geliebt habe, liebe ich auch noch. Aber ich will nicht mehr mit ihnen zusammen sein und mit Sex hat das auch gar nichts zu tun.
Ich habe aber mal gelesen, dass es auch vom Willen gesteuert wird,ob ich meinen Partner dauerhaft liebe
Na wenn dann in dem Sinne, dass man sich klarmacht, was Liebe ist. Eben nicht Aufregung oder Schmetterlinge usw. Die man auch braucht, das will ich nicht bestreiten. Wenn man jemanden liebt und er sexuell nicht passt, dann wird das nichts mit dem Willen und dem Steuern, es sein denn, man gibt das Sexleben, so wie man es sich wünscht, auf und gibt sich mit dem zufrieden, was einen nicht befriedigt.
Mir ist es gerade so ergangen,dass ich verlassen wurde. Wie kann ich mich wieder auf einen Mann einlassen,ihm vertrauen,wenn ich immer damit leben muss,dass es von einem zum anderen Tag zuende sein kann?
Das musst Du erstmal mit der Zeit analysieren. Vielleicht hat Dein Partner sich am Anfang und während der Beziehung verstellt, weil er wollte, dass es klappt? Und dann hat er festgestellt, dass er doch anders ist, als er jemanden traf, der besser zu passen schien?
Wie alt seid ihr und wie lange wart ihr zusammen? Wenn es eine langjährige Beziehung ist, hat Dein Freund vielleicht die Schmetterlinge vermisst und meint, das müsste sein.
Ob es schon lange so war, dass er nach was Neuem gesucht hat, weil ihm die Beziehung langweilig geworden ist, kannst nur Du rausfinden. Frage Dich, ob es Anzeichen gab, wo Du zu vertrauensselig warst und ob Du dazu neigst zu denken "wenn für mich alles in Ordnung ist, dann ist auch er glücklich". Das ist nicht bzgl. Egoismus gemeint, sondern ein dominanter Charakterzug. Manchmal muss man erst lernen, dass man andere in irgendeiner Form überrennt und sie dann nichts entgegnen, weil sie soviel Kraft nicht haben, sondern im Geheimen ihr Ding machen.
 
  • #11
Doch, es ist möglich, dass sich zwei Menschen bewußt für einander entscheiden. ich habe aber inzwischen ein paar Bausteine dafür ausgemacht, die ganz offensichtlich förderlich dafür sind:

1. Man muß am Anfang richtig aufeinander "geflogen" sein. Also die extrem starke Anziehung der "Liebe auf den ersten Blick". Die gemeinsame Erinnerung daran hilft in mauen Phasen ungemein! Wenn einer von beiden am Anfang erst überzeugt werden mußte, hält er bei einer Kriese genau diesen Überzeugungsweg für einen Irrweg, den er gegangen ist; er sieht wieder die Fehler, die ihn am Anfang abhielten.

2. Zu 1. muß eine hohe Übereinstimmung von OBJEKTIVIERBAREN Kriterien kommen. Gesellschaftschicht, Bildung, optische "Punktzahl", etc. Diskepanzen in diesen Bereichen sind in Kriesen (vorgeschobene) Trennungsgründe.

3. Man muß den Willen haben, OBJEKTIV für einander attraktiv zu bleiben. Auch wenn es gerade gar nichts bringt, weil man gerade eine Bruder-Schwester Phase duchlebt. Nur durch OBJEKTIVE Attraktivität findet man den Weg zurück zur Leidenschaft.

Du kannst deshalb nie darauf vertrauen, dass Dich jemand nicht irgendwann plötzlich verlässt, weil er Dich nicht mehr liebt oder sich in eine andere verliebt hat. Ein sehr guter Film dazu ist "Wolke neun" von Andreas Dreesen.

Da meine Frau in der Charite' behandelt wurde (Nanopartikel, damals noch experimental), tauchte ich auf einer Adressenliste von jungen Hinterbliebenen auf, die Herr Dreesen für Interviews/Recherchen zu "Halt auf freier Strecke" nutzte. Daher kenne ich ihn persönlich und wir kamen auch auf den vorhergehenden "cloud nine" zu sprechen.

Interessant daran: Irgendwann sagte ich "Wir wären im Alter von Inge und Werner noch viel länger verheiratet gewesen" und er antwortete "30 Jahre verheiratet klingt im Film erstmal viel, aber ich habe bewußt Protagonisten gewählt, die rechnerisch doch erst mit Ende 30 (Inge) und Anfang 40 (Werner) heirateten. Für ein Paar wie euch wäre die Szene von Inge mit Karl einfach unrealistisch!"

V.m44
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #12
Liebe verflüchtigt sich nicht. Nur das Verliebtsein geht weg. Menschen, die ich geliebt habe, liebe ich auch noch. Aber ich will nicht mehr mit ihnen zusammen sein und mit Sex hat das auch gar nichts zu tun.

Na wenn dann in dem Sinne, dass man sich klarmacht, was Liebe ist. Eben nicht Aufregung oder Schmetterlinge usw. Die man auch braucht, das will ich nicht bestreiten. Wenn man jemanden liebt und er sexuell nicht passt, dann wird das nichts mit dem Willen und dem Steuern, es sein denn, man gibt das Sexleben, so wie man es sich wünscht, auf und gibt sich mit dem zufrieden, was einen nicht befriedigt.

Das musst Du erstmal mit der Zeit analysieren. Vielleicht hat Dein Partner sich am Anfang und während der Beziehung verstellt, weil er wollte, dass es klappt? Und dann hat er festgestellt, dass er doch anders ist, als er jemanden traf, der besser zu passen schien?
Wie alt seid ihr und wie lange wart ihr zusammen? Wenn es eine langjährige Beziehung ist, hat Dein Freund vielleicht die Schmetterlinge vermisst und meint, das müsste sein.
Ob es schon lange so war, dass er nach was Neuem gesucht hat, weil ihm die Beziehung langweilig geworden ist, kannst nur Du rausfinden. Frage Dich, ob es Anzeichen gab, wo Du zu vertrauensselig warst und ob Du dazu neigst zu denken "wenn für mich alles in Ordnung ist, dann ist auch er glücklich". Das ist nicht bzgl. Egoismus gemeint, sondern ein dominanter Charakterzug. Manchmal muss man erst lernen, dass man andere in irgendeiner Form überrennt und sie dann nichts entgegnen, weil sie soviel Kraft nicht haben, sondern im Geheimen ihr Ding machen.
Deine Fragen möchte ich gern beantworten. Ich bin 60 ,also durchaus erwachsen geworden,mein Partner war 50..das war allerdings nicht das Problem,was ich ihm auch glaube. Wir lebten in einer Fernbeziehung und konnten uns nur alle paar Wochen sehen. Bis zum letzten Tag versicherte er mir,dass alles in Ordnung ist und ich glaubte ihm. Am letzten Tag meines besuchs entdeckte ich,dass er in ähnlichen Foren eine neue Partnerin suchte. Er war einfach zu feige und wollte mit nicht weh tun,gab er dann zu. Am Tag zuvor,sagte er mir sogar noch ich sollte selbstverständlich das nächste mal wieder kommen..das war für mich das unfassbare so hartnäckig zu lügen. Meine ganze Geschichte Ist hier auch unter Trennung \ Fernbeziehung zu finden..er hat die Vorstellung die ich von Männern hatte sehr beschädigt..das ist auch in dieser Frage mein Problem.
 
  • #13
Oh, dann hab ich das ganz falsch eingeschätzt.
Eine Fernbeziehung, die ich auch schon hatte, erfordert noch mal ein anderes Vertrauen, finde ich. Jeder kann ja machen, was er will, ohne dass er befürchten muss, entdeckt zu werden. Ich denke, es ist eine Charakterfrage, ob einer dann lügt und die Situation ausnutzt. Ich hab bei meinem Ex gemerkt, wenn was ist. Als es zu Ende ging, war es wie eine unsichtbare Wand zwischen uns. Als hätte man sich gefühlsmäßig schon entfernt und nur noch die Hülle aufrecht erhalten. Ich weiß bis heute nicht genau, ob er sich anderweitig verliebt hatte. Gesucht hat er jedenfalls nicht, er sagte, es gäbe niemanden und er wollte nach kurzer Zeit die Beziehung wiederbeleben.
Ich weiß nicht, ob man alle diese ausweichenden Charaktere wirklich erkennen kann. Ich hatte vor kurzem arbeitsmäßig mit einer Frau zu tun, die ihre Lügen selber immer geglaubt hat. Wenn sie dann vor mir stand, kam das alles mit einer Überzeugung, dass ich ein paar Mal umgefallen bin und ihr wieder geglaubt habe. Was sie allerdings machte, war dauernd ausweichen, wenn es brenzlig wurde. An ihrer Nervosität hab ich dann gemerkt, dass das gerade nicht sein kann.
Ich verstehe, denke ich, was Du meinst mit dem Willen. Wenn man will, sind die Umstände egal und der Partner hält zu einem? Das ist so eine Sache, manche Menschen können das anscheinend nicht. Insofern denke ich, Liebe allein reicht nicht. Es müssen auch die Umstände stimmen.
Lügen sind für mich auch das schlimmste, weil man keine Chance hat. Auch der Erhalt der Idylle, indem man schweigt, obwohl der andere ja schon was spürt, ist schrecklich, denn das bringt einen davon ab, sich selbst zu trauen.
Ich glaube aber, man kann sich da nur auf sein Gefühl verlassen und lernen, wie sich die Menschen so verraten. Ich glaube zwar nicht, dass man dann alle erkennen kann, aber bei der Analyse entdeckt man ja im Nachhinein Anzeichen. Z.B. wenn die Aktivitäten des anderen abnehmen.
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #14
Oh, dann hab ich das ganz falsch eingeschätzt.
Eine Fernbeziehung, die ich auch schon hatte, erfordert noch mal ein anderes Vertrauen, finde ich. Jeder kann ja machen, was er will, ohne dass er befürchten muss, entdeckt zu werden. Ich denke, es ist eine Charakterfrage, ob einer dann lügt und die Situation ausnutzt. Ich hab bei meinem Ex gemerkt, wenn was ist. Als es zu Ende ging, war es wie eine unsichtbare Wand zwischen uns. Als hätte man sich gefühlsmäßig schon entfernt und nur noch die Hülle aufrecht erhalten. Ich weiß bis heute nicht genau, ob er sich anderweitig verliebt hatte. Gesucht hat er jedenfalls nicht, er sagte, es gäbe niemanden und er wollte nach kurzer Zeit die Beziehung wiederbeleben.
Ich weiß nicht, ob man alle diese ausweichenden Charaktere wirklich erkennen kann. Ich hatte vor kurzem arbeitsmäßig mit einer Frau zu tun, die ihre Lügen selber immer geglaubt hat. Wenn sie dann vor mir stand, kam das alles mit einer Überzeugung, dass ich ein paar Mal umgefallen bin und ihr wieder geglaubt habe. Was sie allerdings machte, war dauernd ausweichen, wenn es brenzlig wurde. An ihrer Nervosität hab ich dann gemerkt, dass das gerade nicht sein kann.
Ich verstehe, denke ich, was Du meinst mit dem Willen. Wenn man will, sind die Umstände egal und der Partner hält zu einem? Das ist so eine Sache, manche Menschen können das anscheinend nicht. Insofern denke ich, Liebe allein reicht nicht. Es müssen auch die Umstände stimmen.
Lügen sind für mich auch das schlimmste, weil man keine Chance hat. Auch der Erhalt der Idylle, indem man schweigt, obwohl der andere ja schon was spürt, ist schrecklich, denn das bringt einen davon ab, sich selbst zu trauen.
Ich glaube aber, man kann sich da nur auf sein Gefühl verlassen und lernen, wie sich die Menschen so verraten. Ich glaube zwar nicht, dass man dann alle erkennen kann, aber bei der Analyse entdeckt man ja im Nachhinein Anzeichen. Z.B. wenn die Aktivitäten des anderen abnehmen.
Ich danke dir void! Mir sind all die Jahre schon immer dinge aufgefallen und habe meinen Partner immer gezielt angesprochen..immer sehr behutsam..er sagte nur,ich solle mir doch nicht so viele Gedanken machen.ich war dann natürlich wieder beruhigt..aber diese latente Traurigkeit und sogar Abschiedsschmerz war immer da..das hat mich so sehr verletzt,dass ich ihm jetzt geschrieben habe,dass ich auch eine Freundschaft für mich nicht mehr sinnvoll finde,weil mir das nicht mehr gut tut..
 
  • #15
Eine Beziehung braucht ständige Pflege. So das man jeden Tag sagen kann:"Ja, ich will diesen Menschen, und seine Liebe zu mir."
Wenn es heimlich kriselt, kann es eines Tages zum Bruch kommen. So wie ein Auto, das bewegt = belastet wird. Aber nicht geprüft und gepflegt, bis es ausfällt, oder "bis das der TÜV uns scheidet"
Trennungsgründe: z.B. Probleme und Belastungen, die der Partner/in unnötig erzeugt. Aber auch noch darauf besteht, anstatt seine Ursache zu bekämpfen.
Oder wenn die Beziehung nicht mehr interessant ist, das Gefühl dafür eingeschlafen, und man auf weitere Episoden verzichtet.
Also löst man das Problem, in dem man sich z.B. vom Verursacher trennt, weil man keine andere Lösung weiss. Um die eigene, restliche, kostbare Lebenszeit anders zu verbringen.
Wie führt man eine erfolgreiche = anhaltende Beziehung ? In dem man sie haben will - jeden Tag aufs Neue. Und sie so gestaltet, daß Beide sie behalten und fortsetzen wollen.
 
  • #16
Ich glaube auch, eine Freundschaft mit jemandem, der so gelogen hat, ist nicht gut. Wenn Du das nun nicht zufällig entdeckt hättest, besteht ja eventuell auch die Gefahr, dass er Dich betrogen hätte.
Ich hab nach dem Scheitern meiner Fernbeziehung viel drüber nachgedacht, ob Fernbeziehung einfach für viele gar nicht geht. Sie sehnen sich nach Nähe und können mit ihrem Willen gar nicht bekämpfen, dass sie das Bedürfnis haben. Ich hab mir das versucht vorzustellen wie einer, der Abstand braucht. Wenn der den nicht bekommt, dann steht er auch irgendwann neben sich und ist geistesabwesend, muss raus aus der Situation.
Ich denke, wenn man auch verletzt ist durch einen Vertrauensmissbrauch, so ist es meist so, dass das Weltbild nicht mehr ganz so erschüttert ist, wenn man es sich aufdröselt, wovor man die Augen so ein bisschen verschlossen hat. Dann wird das alles nicht mehr wie hartes Schicksal. Aber ehe man dazu bereit ist, muss man erstmal durch die Trauerphase. Denn es ist ja ein Stück Illusion, die für was sehr Schönes gehalten wurde und woran man sich sehr erfreut hat, die kaputt gegangen ist. Egal, wie dumm und vorhersehbar andere das auch finden, es war da, man hat es gebraucht, nun ist es weg und man ist traurig. Diesem Verlustgefühl muss man auch Zeit geben.
 
G

Gast

Gast
  • #17
Hallo,

ich denke, man sollte sich bewusst machen, dass man nie einen Menschen liebt, sondern grundsätzlich nur das Bild, dass man von dem Menschen hat. Es ist uns nunmal unmöglich, einen Menschen komplett zu erfassen, die meisten Menschen sind dazu noch nicht mal bei sich selbst in der Lage.

Da wir also nur das Bild lieben, haben wir darauf natürlich auch in einem gewissen Rahmen Einfluss. Welche Aspekte eines Menschen lassen wir auf uns wirken, wie bewerten wir sie und wie bauen wir das Bild zusammen?

Aber das Bild wird natürlich auch vom anderen geprägt, sonst wäre es uns ja ein leichtes, jeden Menschen zu lieben. Ändert sich das Verhalten oder lernen wir neue Dinge über einen Menschen, so ändert sich unser Bild von ihm. Und dann bewerten wir den Menschen neu. Dabei kann es auch passieren, dass wir entdecken, dass wir dieses neue Bild nicht mehr lieben.

Es kann aber auch sein, dass wir uns selbst ändern und das zu neuen Bewertungen des vorhandenen Bidles führt. Beide Möglichkeiten sind eine der Ursachen, warum Beziehungen oft an Veränderungen im Leben straucheln.

Wenn ich heute auf meine ehemaligen Beziehungen zurückblicke, dann gibt es da welche, wo ich erkennen, warum ich damals den Menschen geliebt habe, und dieses Gefühl heraufbeschwören kann, aber heute liebe ich ihn nicht mehr. Und es gab Beziehungen, wo ich heute erkennen, dass ich ein falsches Bild von dem Menschen hatte, etwas nicht gesehen habe, was wichtig gewesen ist.

Meiner Meinung nach kann eine Liebe nur dann stabil sein, wenn man zum einen ein möglichst klares und umfassendes Bild vom anderen hat und andererseits die Veränderungen nicht zu extrem und zu abrupt sind, so dass der Partner eine Möglichkeit hat, diese nachvollziehen zu können.
 
  • #18
Das passiert einfach. Du kannst deshalb nie darauf vertrauen, dass Dich jemand nicht irgendwann plötzlich verlässt, weil er Dich nicht mehr liebt oder sich in eine andere verliebt hat.

Einspruch. Sich nicht in eine andere zu verlieben ist sehr wohl vom Willen abhängig, nämlich dem Willen zur Treue. Wer treu ist, nimmt eine dritte Person gar nicht als einen Menschen wahr, in den er sich verlieben könnte.

Und wenn es doch einmal passiert, daß ich mit einer anderen Frau etwas anfangen möchte, dann lebe ich diese Wünsche kurzerhand mit meiner eigenen Gefährtin aus. Sie ist dann zwar erstmal überrascht, weiß nicht woher das so plötzlich kommt, nimmt es aber gerne an, und alles ist wieder in bester Ordnung.
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #19
Hallo,

ich denke, man sollte sich bewusst machen, dass man nie einen Menschen liebt, sondern grundsätzlich nur das Bild, dass man von dem Menschen hat. Es ist uns nunmal unmöglich, einen Menschen komplett zu erfassen, die meisten Menschen sind dazu noch nicht mal bei sich selbst in der Lage.

Da wir also nur das Bild lieben, haben wir darauf natürlich auch in einem gewissen Rahmen Einfluss. Welche Aspekte eines Menschen lassen wir auf uns wirken, wie bewerten wir sie und wie bauen wir das Bild zusammen?

Aber das Bild wird natürlich auch vom anderen geprägt, sonst wäre es uns ja ein leichtes, jeden Menschen zu lieben. Ändert sich das Verhalten oder lernen wir neue Dinge über einen Menschen, so ändert sich unser Bild von ihm. Und dann bewerten wir den Menschen neu. Dabei kann es auch passieren, dass wir entdecken, dass wir dieses neue Bild nicht mehr lieben.

Es kann aber auch sein, dass wir uns selbst ändern und das zu neuen Bewertungen des vorhandenen Bidles führt. Beide Möglichkeiten sind eine der Ursachen, warum Beziehungen oft an Veränderungen im Leben straucheln.

Wenn ich heute auf meine ehemaligen Beziehungen zurückblicke, dann gibt es da welche, wo ich erkennen, warum ich damals den Menschen geliebt habe, und dieses Gefühl heraufbeschwören kann, aber heute liebe ich ihn nicht mehr. Und es gab Beziehungen, wo ich heute erkennen, dass ich ein falsches Bild von dem Menschen hatte, etwas nicht gesehen habe, was wichtig gewesen ist.

Meiner Meinung nach kann eine Liebe nur dann stabil sein, wenn man zum einen ein möglichst klares und umfassendes Bild vom anderen hat und andererseits die Veränderungen nicht zu extrem und zu abrupt sind, so dass der Partner eine Möglichkeit hat, diese nachvollziehen zu können.
Ein interessanter Aspekt! Ich tu mich unglaublich schwer, mich emotional von meinem ehemaligen Partner zu lösen und das nach fast 8 Wochen.Aber...wir hatten ja eine Fernbeziehung und konnten uns nur selten sehen.Deswegen habe ich ihn sicherlich nicht so ganau gekannt.Er war
 
  • #20
Ganz sicher hat das viel mit Einstellungen (Willen) zu tun. Wenn jemand mit der Einstellung in eine Beziehung geht, dass er nicht für eine monogame Beziehung gemacht ist, sie eigentlich nicht will, sich aber drauf einlaesst, weil die Alternative garkeine Beziehung wäre, dann ist diese Beziehung immer instabiler gegen innere und äußere Störungen, als wenn man eine monogame Einstellung hat.

Insofern ist für mich der Willen immer maßgebend. Wenn ich grundsätzlich nur in Lebensabschnittspartnerschaften denke, dann bemühe ich mich nicht Beziehungsprobleme zu lösen, sondern gehe. Wenn ich etwas reflektierter bin, fällt mir auf, dass die Lebensabschnitte immer kurzlebiger werden.
 
Top