• #1

Ist man als Single ein fünftes Rad am Wagen?

Bei mir sieht es gerade so aus, dass wirklich alle Bekannten/Freunde langsam einen Partner haben und mich bei Paaren oft wie das fünfte Rad am Wagen fühle. Neulich habe ich mich sehr über eine gute Freundin geärgert. Als Singles haben wir beide Pläne geschmiedet was wir alles noch unternehmen wollen. Es ging nicht hauptsächlich um Partnersuche sondern um Aktivitäten.

Seitdem sie nun (seit 6 Monaten) wieder einen Freund hat, wird nur noch die "wir-Form" genutzt. Alles dreht sich um ihren Freund und alleine schaffen wir es fast gar nicht mehr uns zu treffen. Neulich hatten wir seit langem wieder eine Aktivität geplant und ich war verblüfft, als ihr Freund nach einer Stunde auch auftauchte, weil er an ihr klammert. Ich sehe mich ihm gegenüber als Konkurrentin, obwohl ich das nicht möchte.

Ich habe wirklich nichts gegen Paare und auch keine Probleme mich mit ihnen zu verabreden. Nur habe ich eher ein Problem, wenn ich mich nicht an Gesprächen beteiligen kann, weil diese Paare über gewisse Dinge sprechen wo ich nicht mitreden kann oder mir das Gefühl gegeben wird, dass ich störe oder unerwünscht bin.

Kennt ihr diese Ausgrenzung bei Paaren und dieses übertriebene Pärchenverhalten oder habt ihr Freundinnen verloren, da diese sich nicht mehr für euch interessiert haben?
Bin ich zu streng, wenn ich einmal mit dieser Freundin alleine etwas unternehmen und Frauengespräche führen möchte?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
In gewissem Maße finde ich normal, dass sich erstmal alles nur um die Beziehung dreht. Also wenn jemand frisch zusammen ist, kann es durchaus vorkommen, dass derjenige nur noch "wir" denkt. Da hängt der Himmel ja noch voller Geigen.
Ich kann verstehen, dass es blöd für Dich ist, als Außenstehende daneben zu sitzen, während sich das Paar über Insider unterhält oder Planungen zu zweit macht. Würde ich mir auch nicht groß antun. Ich kann Dir aber sagen, dass sich das meist total drehen wird. Denn später sind die Leute drauf aus, sich mit den anderen und nicht mit dem Partner zu unterhalten, wenn sie in Gesellschaft sind. Mit dem Partner ist alles irgendwie gesagt und man freut sich, andere endlich mal wiederzusehen und mit denen zu reden, was bei ihnen los ist. Zwar gibt es auch Menschen, die sauer werden, wenn sich der Partner zu viel mit anderen auf einer Party unterhält, aber meist gewinnt doch derjenige, der sich "rumtreibt" auf ner Party, und nicht derjenige, der den anderen an sich ketten will.

Nützt Dir nun jetzt nichts. Aber Du kannst nichts machen.
Kennt ihr diese Ausgrenzung bei Paaren und dieses übertriebene Pärchenverhalten oder habt ihr Freundinnen verloren, da diese sich nicht mehr für euch interessiert haben?
Naja, was heißt "verloren". Es geht auseinander, wenn einer andere Interessen hat.
Bin ich zu streng, wenn ich einmal mit dieser Freundin alleine etwas unternehmen und Frauengespräche führen möchte?
Du bist nicht zu streng, Du läufst mit Deinem Interesse nur ins Leere. Damit was unternommen wird und sich ein Gespräch ergibt, müssen es ja BEIDE wollen, und bei Dir willst nur Du.
 
  • #3
Ich möchte dir gerne die Sicht aus dem vergebenen Part schildern:
Natürlich habe ich als Single mehr mit Freundinnen unternommen - und so hart es klingt, mein Mann ist die Nr. 1 und müsste ich mich entscheiden mit wem ich meinen freien Tag verbringen möchte, fällt die Wahl auf meinen Mann.

Allerdings würde ich ihn nie mitbringen wenn ich mit einer Freundin verabredet bin. Man ist immer noch eine eigenständige Person und dieses Klammern ist schrecklich!
Wenn ich mit einer Freundin unterwegs bin, hat sie meine volle Aufmerksamkeit.

Aber ehrlich gesagt, wirst du dich wohl darauf einstellen müssen, dass du sie nicht mehr so oft sehen wirst.
Du fasst es natürlich als unfair auf und dass sie dich im Stich lässt - aber so läuft es nun mal ab. Du wirst es erst nachvollziehen können wenn du selbst einen Partner hast.

Versuch nicht sauer auf deine Freundin zu sein und sag ihr, dass du dir wünschst mal wieder einen richtigen Mädelsabend zu verbringen - ohne Freund....

Alles Gute!
 
  • #4
Bin ich zu streng, wenn ich einmal mit dieser Freundin alleine etwas unternehmen und Frauengespräche führen möchte?
Natürlich nicht !

Kennst du 'manna manna' aus der Sesamstraße ? Guck dir das mal bei youtube an, das ist ein Klassiker.
Den erlebe ich zweimal pro Woche.
Ich skype mit meiner Freundin in Venedig. So um neun oder halb zehn kommt Männe nach Hause. Erst latscht er im Hintergrund rum, ruft mir 'ciao cara !' zu, latscht durchs Bild, setzt sich dann dazu und will mitquatschen.
Meine Freundin sagt schon, wenn er an der Tür ist, was ich nicht hören kann, 'jetzt kommt die Nervensäge' ( rompipalle, wörtlich Eierkaputtmacher, falls es jemanden interessiert ).

Beim letzten mal war sie gerade dabei, mir was schön Indiskretes, Sexuelles über eine Freundin zu erzählen...schade, ich weiß jetzt leider nicht, was es da Schönes gibt :)

Im Sommer haben wir uns in Berlin getroffen, wo ihr Sohn wohnt und auch meine Tochter, tja, sie hatte Männe wieder nicht abhängen können, wir waren dann also die Tage zu dritt unterwegs.

Der ist einfach immer dabei.
Hm...weiß nicht recht, ob mich das stört.
Meinetwegen hätte er ruhig hören können, welchen sexuellen Obsessionen die unbekannte Frau frönt.
Aber wenn wir zu dritt unterwegs sind, ist es für mich schon anstrengender, weil dann zwei in einer Sprache, die ich noch nicht mühelos beherrsche, ohne Punkt und Komma auf mich einreden.
Und das tun sie, sind ja Italiener.

Ich habe noch ein anderes Problem: der Mann ist ein Beau, deutlich schöner als ich und deutlich schöner als seine Frau. Ehrlich gesagt, hemmt mich das. Ich will auf gar keinen Fall, dass auch nur der leiseste Verdacht entsteht, ich könne mich wegen der Aufmerksamkeit geschmeichelt fühlen oder in ihn verliebt sein.
Ich beuge dem durch kumpelhaftes Gebaren vor, aber locker bin ich nicht.
Ausschließen tun sie mich nicht, und ich fühle mich null wie das dritte Rad am Wagen.
Sie gehen z.B. nur dann Hand-in-Hand, wenn auch mein Freund dabei ist, was aber nicht so oft vorkommt. Er kann kein Italienisch und da macht es keinen Spaß. Mir auch nicht, denn das ist noch anstrengender, weil ich übersetzen muss.

w 50
 
  • #5
Liebe FS,

ich kann Dich so gut vertehen. Und ja, man ist das 5. Rad am Wagen.
Ich habe das mit meinen ehemals besten Freundinnen auch erleben müssen. Kaum war ein Typ in ihr Leben getreten, hatten sie keine Zeit mehr für mich und auch kaum noch Interesse. Ich bin dermaßen verletzt durch dieses Verhalten. Sollten die Damen aber mal Probleme in ihren Beziehungen bekommen, stehe ich garantiert nicht mehr zur Verfügung.

Nimm es Dir nicht zu Herzen. Irgendwann gibt es einen Absturz von Wolke 7. Es ist nur die Frage, ob Du dann noch Interesse an solchen "Freunden" hast. So ein Verhalten spricht Bände und ich muss auch meiner Vorrednerin wiedersprechen. Nein, für so etwas hat man auch kein Verständnis, wenn man selbst in einer Beziehung ist. Ich habe mich zu meinen Freunden immer loyal verhalten.

Liebe Grüße
 
  • #6
Ich fühlte mich in meinen Single-Zeiten nie als fünftes Rad am Wagen. Ich hatte null Probleme, mit Pärchen abzumachen.

Es gibt Freundschaften, die kommen und gehen, und es gibt die, die Jahrzehnte überdauern. Bei den Menschen, die mir echt wichtig sind und die ich sehr gern habe, bin ich grenzenlos grosszügig. Wenn eine Freundin grad völlig von ihrem neuen Freund vereinnahmt ist, soll sie es geniessen, der Rausch der ersten Verliebtheit dauert ja nicht ewig, ich bin auch nachher noch da. Umgekehrt bin ich froh, wenn eine Freundin es mir nachsieht, wenn ich mal zu wenig Zeit für sie habe.

Frau 51
 
  • #7
Du hast definitiv den falschen (biederen) Freundeskreis!

Ich kenne es eigentlich so, dass Leute ihren Partner daheim lassen, z.B. wenn man in die Disko geht. Manche müssen ja auch früh aufstehen.

Ich finde es dagegen schlimm, wenn Paare immer einen Solo-Mann dabei haben, und diesen dann mit irgendjemanden zu verkuppeln versuchen. Mir würden solche Paare auf die Nerven gehen.

Ich bin als Singlefrau deswegen lieber alleine unterwegs. Auch nicht alle meine Freunde müssen gerade wissen, mit wem ich gerade was am Laufen habe und auch nicht jeder weiß es. Das gibt nur Ärger, wenn man ins Gespräch kommt.
 
  • #8
Ich habe auch nie Probleme gehabt, als Single mit Paaren auszugehen. Habe mich auch nie als 5. Rad am Wagen gefühlt. In meinem Freundeskreis wird auch der neue Partner integriert und es gibt auch keinen Grund sich ausgeschlossen zu fühlen. Wir gehen alle immer zusammen aus, und sollte es mal Redebedarf geben, dann verabredet man sich eben alleine.

Eins ist aber Fakt, das habe ich im letzten Jahr mit meinem neuen Partner bemerkt:

Wenn man beruflich so eingespannt ist, dass man sich nur am Wochenende sieht, dann sind meine Prioritäten auch klar beim Partner. Auf den will ich einfach nicht verzichten an meinen freien Tagen.
Wenn also ein Treffen mit Freunden am Wochenende ansteht, dann bring ich den einfach mit, und es hat in meinem Freundeskreis auch keiner was dagegen, im Gegenteil, so handhaben wir das seit 20 Jahren, das ist für uns normal.
 
  • #9
Als Langzeitsingle kann ich deinen Beobachtungen und Eindrücken zu 100% zustimmen. Ich habe zu allen Freundinnen, die mittlerweile verheiratet, sind nur wenig Kontakt. Man wird halt nicht mehr einbezogen, wenn man der einzige Single unter Paaren ist. Wenn Kinder kommen, wird es nochmal eine Spur schwieriger. Die Themen drehen sich bei meinen Freundinnen nur noch um Kinder, deren Ausscheidungen und Pärchenthemen wie Haus, Hund, Mutterschutz, Kita. Als einziger kinderloser Single kann man da nicht mitreden. Dieses Problem habe ich nicht nur mit Freundinnen, sondern auch innerhalb meiner eigenen Familie. Meine Tanten und Eltern wissen auch wenig mit mir anzufangen, weil ich eben keine eigene Familie habe und allein lebe. Mit meinem Cousin, der gerade ein Kleinkind hat und gebaut hat, wird dagegen mehr gesprochen.
Ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass besonders gut situierte und beruflich erfolgreiche Singles bei den Familien nicht mehr so gern gesehen sind. Da kommt der Neid ins Spiel. Offen zugeben würde natürlich niemand, dass man der Singlefreundin den beruflichen Erfolg und ihre finanzielle Unabhängigkeit neidet. Ein typisch deutsches Problem. Mütter tendieren hier eben doch noch zum Heimchen am Herd oder werden lediglich zur Teilzeit-Zuverdienerin neben Kindererziehung und Haushalt. Der Mann ist der Ernährer und wenn er zuwenig verdient und eben kein gewisser Standard mehr gehalten werden kann, entsteht der Neid auf die Singlefrau. Manche verachten sie auch, weil sie keine Verpflichtungen habe und den ganzen Tag machen könne was sie wolle. Typische Klischees halt.
Das ungefragte Mitbringen von Partnern und Kindern kenne ich. Ich finde es unerhört und auch respektlos, dass zuvor nicht mal abgesprochen wird, dass der Freund mitkommt oder auftauchen könnte.
Singlefrauen suchen die Nähe zu Singlefrauen, um wieder loszuziehen, damit ein neuer Mann gefunden wird. Ist der gefunden, ist das Interesse an der Freundin weg. Ich kann verstehen, dass du enttäuscht bist. Bei Frauen um die 30 herrscht Torschlusspanik. Ich denke, das Hauptinteresse der Frauen liegt immer noch darin, sich einen geeigneten Mann zu angeln und eine Familie zu gründen. Wer das nicht schafft, ist außen vor. Frauen, die eher "männliche Züge" aufweisen, in dem sie beruflich voranpreschen sind auch unter ihresgleichen nicht gerne gesehen.
Ich habe habe nur noch 2 gute Freundinnen, die ich regelmäßig sehe. Beide sind nicht auf Partnersuche und haben viele Interessen wie Reisen, Sport und Politik. Sie haben als Dauerthema nicht Dating, Heiraten, Kinder.
Ich habe mich auch in einigen Vereinen angemeldet, mache Sport und reise viel. Auf Einladungen von Paaren warte ich nicht und ich sage auch solche Treffen meistens ab, weil ich weiß, wie es abläuft.
 
  • #10
Das kommt sicher darauf an, ob Du Dich selbst als unkomplett empfindest.

Diese Frauen kennt jeder, die sofort an den Mann klammern, wenn sie einen gefunden haben. Der nächste Schwung Freundinnen fällt weg, wenn Kinder kommen...
So ist das im Leben, dafür kommen neue Freunde dazu. Vielleicht passt die Freundschaft in ein paar Jahren wieder.
Suche Dir jetzt neue Freunde.

Ich sage Dir ehrlich, dass ich das auch immer nicht verstehe. Natürlich hat man Anfangs überwiegend Augen für den Partner.
Jedoch sehe Ich, dass Frauen alle ihre eigenen Interessen, Freunde sie aufgeben für den Mann. Männer treffen sich dagegen weiterhin regelmäßig alleine mit ihrem besten Kumpel.
 
  • #11
Ja, liebe FS, ich finde dich hier etwas »zu streng«. Im Leben durchlaufen wir alle verschiedene Phasen, z.B. wirst du bei frisch gebundenen Freunden und Freundinnen evtl. auch erleben, dass sie Eltern werden. Von dem Augenblick an drehen sich die Gespräche (dort) meist um Windeln, Kinderkrankheiten, Entwicklungsfortschritte der Kleinen usw.

Für ein junges Paar, frisch verliebt oder ganz neue Eltern, verschiebt sich nun einmal das Interessensgebiet. Manche Paare (oder enge frühere Freunde/Freundinnen) schaffen es, dich als Single in ihr Leben einzubeziehen, doch wirst du selbst das meist ablehnen, weil es eine Welt ist, in der du dich nicht bewegst.

Das ist manchmal enttäuschend, vor allem für die (scheinbar) Zurückgelassenen, doch würdet ihr vermutlich wieder zueinander finden, wenn ihr euch in späteren Jahren erneut begegnet: dann, wenn die Kinder aus dem Haus sind, evtl. früher, falls die Beziehung in die Brüche gegangen ist oder aus noch ganz anderen Gründen.

Orientiere dich neu, manchmal kann das ganz erfrischend sein.
 
  • #12
Ich denke, das ist ein typisches Frauenphänomen. Männerfreundschaften sind ja anders. Wir reden ja nicht über so viele Sachen, die uns emotional betreffen. Und was beim Fußball, in der Politik oder im Beruf passiert, ist unabhängig davon, ob man jetzt eine Partnerin hat oder nicht. Frauen unterhalten sich ja viel lieber über Themen, zu denen sie einen emotionalen Bezug haben. Wenn dann ein neuer Partner da ist, oder später mal Kinder - dann gibt's immer weniger Berührungspunkte zur Singlefreundin

Ich habe habe nur noch 2 gute Freundinnen, die ich regelmäßig sehe.
Naja, wenn man zwei wirklich gute Freunde hat, dann ist man nicht so schlecht aufgestellt.
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  • #13
Aus meiner Single-Zeit kenne ich diese Situstionen gut, liebe Fragestellerin! Ich muss aber sagen, dass nicht alle meine Freundinnen, die vergeben waren, so tickten. Es gibt meiner Erfahrung nach 2 Arten von Menschen: Erstens die, die sich nur wohl fühlen mit Menschen, die in der exakt gleichen Lebensphase stecken wie sie. Sind sie relativ frisch verliebt, haben sie lauter Paare, die ebenfalls noch nicht so lang zusammen sind, als Freunde. Kommen dann die Kinder, ist man selbstverständlich nur mehr mit anderen Jungfamilien unterwegs.

Es gibt aber noch die zweite Sorte von Menschen, die bei der Wahl ihrer Freundschaften einzig auf den Menschen schauen und nicht auf dessen Lebensphase! Solche Freundinnen solltest du dir suchen. Leider scheinst du sie nämlich nicht zu haben.

W, 43
 
  • #14
Ich bin überrascht, dass es hier Beiträge gibt, bei denen man denken muss, dass die Schreiberin nicht versteht, wie es ist, wenn man frisch verliebt ist oder eine Beziehung hat, bei der man alles dafür tut, weil man sich so nach Libee sehnt.

Klar ist es doof, wenn man als Freundin "übrigbleibt", aber verstehen kann ich das mit etwas Abstand und der Erfahrung, selbst eine Beziehung zu haben, in der ich mich geliebt fühlte, schon. Manche Menschen sind so froh, endlich wen gefunden haben, dass sie alles für ihn tun bzw. alles vergessen, was sonst noch los ist.

Als Lückenbüßer würde ich mich nun gar nicht einschieben lassen. Aber die Freundschaft, so wie sie war, ist halt dann zu Ende, und ich bin der Person nicht böse, weil sie meint, sie würde gerade an ihrem Glück schmieden.
Jeder will doch Partnerglück, zumindest, solange er glaubt, dass es das für ihn gibt, wie er es sich wünscht.
Und ich versteh auch jeden, der sich zurückgesetzt fühlt als Freund oder Freundin, aber ich finde das völlig normal, dass man als Freund/Freundin eben nicht mehr die Rolle wie vorher spielt. Würde man selbst genauso sein wie vorher? Fänd man es okay, wenn man selbst hinter den Freunden des Partners rangieren würde? Das ist doch auch oft ein Kritikpunkt bei Frauen, dass sie sagen, dass der Mann sich weiterhin mit den Freunden trifft und sie das Gefühl haben, hinter den Kumpels zu kommen. Es ist vermutlich ein schwieriges Unterfangen, dem Freund/Freundin das Gefühl zu geben, alles sei wie vorher, während man gleichzeitig dem Partner vermitteln will, er sei der wichtigste Mensch vor allen anderen. Und die Zeit ist begrenzt, die man hat für Partner UND/ODER Freunde.

Nochmals - ich bin absolut nicht dafür, Lückenbüßer oder Kummerkastentante zu werden. Aber ich denke nicht, dass alle Menschen, die sich darüber aufregen, dass ein Freund/Freundin kaum noch Zeit hat, so viel anders handeln würden, wenn sie sich endlich von einer Person geliebt fühlten.
 
  • #15
Liebe Fragstellerin,

Ich kann Deine Zeilen zu 100% bestätigen.
Bei mir ist es mittlerweile so, dass ich fast nur noch männliche Freunde habe. Diese sind da nicht ganz so krass unterwegs. Mein bester Freund hat seiner Freundin dazu eine klare Ansage gemacht. Er sagt immer, ich war vorher da. Seine Freundin hat aber auch kein Problem mit mir und so können wir uns alle vierzehn Tage mal treffen. Das ist richtig schön.

Wenn mal ein Treffen mit den Mädels anliegt, dann wird das zeitlich so gelegt, dass keine Paarzeit verloren geht. (Mittwochnachmittag geht, da ist der Micha beim Training)
Und selbst da melden sich die Partner noch und fragen, wann die Holde heimkommt. Die Frauen sitzen dann schon oft wie auf heißen Kohlen beim Kaffee.

Wenn ich dann mal meinen Unmut darüber äußere, bekomme ich auch zu hören, wenn ich mal jemanden habe, würde ich auch so reagieren. Stimmt nicht. Ich war zehn Jahre verheiratet. Und für Freundinnen stand meine Tür immer offen. Wegen Kleinkind konnte ich zwar nicht so häufig weg, aber dann wurde ich eben besucht.

Du kannst aber wirklich sicher sein, sowie es Beziehungsprobleme gibt, fällt den Menschen Deine Telefonnummer sofort wieder ein.

Was mir auch aufgefallen ist, die neuen Partner der Freundinnen sehen mich als Single Frau nicht ganz so gerne. Manchmal denke ich, sie haben Angst, ich könnte ihre Partnerin auf dumme Gedanken bringen.

Single sein ist zwar sehr schön, aber manchmal doch irgendwie recht einsam. Ich finde das wirklich sehr schade. Aber das ist halt eben wohl der Lauf der Zeit.
 
  • #16
Als Langzeitsingle kann ich deinen Beobachtungen und Eindrücken zu 100% zustimmen.
Und ich kann deinen zustimmen, wenn auch nicht zu 100%, weil bei mir die Sachlage etwas anders war, denn ich hatte ein Kind, war aber auch wirklich viele Jahre unbemannt.

Auch ich kenne die Singlefreundinnen, die mich vorrangig benutzten, um nicht allein auf Männerpirsch gehen zu müssen.
Und die sich nach erfolgreicher Jagd wieder keinen Deut für mich interessierten.

Auch ich habe den Neid der anderen Frauen auf meinen Beruf und die damit verbundene Annehmlichkeiten verspürt, sehr gerne ummantelt mit der Sorge um mein Wohlergehen und erst recht das meiner Tochter.

Auch ich kenne das ungefragte Mitbringen von Männern und Kindern, so dass man u.U. nicht weiß, wo man die am Tisch unterbringen soll.

Hmmm, die letzten beiden Sachen haben aber mit meinem eigenen Singledasein nichts zu tun.
Ich denke auch nicht, dass der Umstand, dass du wenige Freundinnen hast, genauso wie ich, etwas damit zu tun hat.
Die anderen Frauen, die mit den Kindern und Männern haben auch wenige Freundinnen, sie merken es nur nicht, denn sie haben viele Zweckbündnisse. Irgendwie muss man die harten Nachmittage mit den Kleinen nämlich rumkriegen und wenn man sich da zusammentut, ist es sehr viel angenehmer. Die Kinder balgen sich im Garten und die Mütter können in der Zwischenzeit auf der Terrasse Kaffee trinken.
Ich hatte eine Freundin, die als Vollzeithausfrau sehr gut vernetzt war und mich, wenn ich freihatte oder am Sonntag, teilhaben ließ.
Als der Bedarf wegfiel, weil die Kinder nicht mehr mitwollten, so mit 12 vielleicht, gingen diese Beziehungen auseinander.
Und viele Ehen ein paar Jahre später.
Diese Frau gehört übrigens zu denen, die nun wieder ein Netzwerk mit Zweckfreundinnen hat, ja, sie gehen gemeinsam auf Männerpirsch.

Sind nicht alle Beziehungen, gleich welcher Art irgendwie Zweckbündnisse ?
Mit Sportpartnern ganz sicher.
Aber auch die zu deinen beiden Freundinnen, denn die geben dir das, was dir wichtig ist. Wenn eine von ihnen sich in eine andere Richtung entwicklen würde, sagen wir, sie hat nach einem Nahtoderlebnis nur noch Sprituelles im Sinn, wird es mit ihr auseinander gehen, weil es nicht mehr passt.
Bei mir ist es die italienische Freundin, die einzige Frau, mit der ich viel Zeit verbringe, die ich öfter sehe, als die beiden anderen Frauen hier vor Ort die ich als Freundinnen bezeichne. Sie bedient meine ausgeprägte Venedig-Affinität und ich ihren Lokalpatriotismus. DAS ist unsere Ebene.
Klar, muss es auch menschlich passen, aber ohne gemeinsame Interessen wird das eben nichts.
Und dass deine Freundinnen ihre neuen Freunde und / oder Familien, Kinder am wichtigsten finden, dürfte niemanden überraschen.
Sie sind deswegen weder tumb noch mies und du auch nicht, wenn du nur über Reisen, Sport und Politik reden willst.

Wie so oft in diesem Forum das Fazit: es passt halt nicht.

w 50
 
  • #17
Ja, das kenne ich auch. Nicht nur von jungen Frauen, sondern selbst erlebt bei einer guten Freundin in einem Alter von über 40 Jahren.

Wir beide geschieden, ich damals bewusst und gewollt Alleinerziehende eines Sohnes. Sie mit zwei Kindern, aber ungewollt Single. Sie gab genau das nicht zu, aber ich merkte ihr an, dass sie liebend gerne wieder einen Partner hätte. Sie suchte online und über eine seriöse Plattform fand sie einen ganz netten. Lustigerweise aus dem Nachbarort.

Kaum waren sie zusammen fand unsere Freundschaft immer weniger statt. Unser monatliches 4 Frauen-Treffen nicht mehr, wurde von ihrer Seite oft genug abgesagt, sie konzentrierte sich nur noch auf Pärchen und Bekannte/Freunde, die der Neue mitbrachte.

Selbst unser 2 Weiber-Kaffee einmal in der Woche weil auch unsere Jungs Klassenkameraden und heute noch best friends sind, kam nicht mehr zustande.

Ich habe das Gespräch gesucht und gesagt, dass ich ihr Verhalten verstehen könnte wäre sie ein Teenager der gerade die erste Liebe erlebt. Ihre Antworten waren ausweichend, vermutlich vor schlechtem Gewissen, und dann kam die für mich alles entscheidende Aussage: "Meine Freundin Ilona sehe ich auch nur einmal im Jahr!"

Alles klar!, darauf habe ich mich komplett zurückgezogen und auch von ihrer Seite kam nichts mehr. Bis auf ein "Hallo" wenn wir uns zufällig im Ort über den Weg laufen. Die ganze Geschichte ist inzwischen auch mehr als 4 Jahre her. Der Zug ist abgefahren, denn man verliert den Draht zueinander hat man keinen Kontakt.

Abschließen kann ich persönlich immer gut wenn ich merke, ich interessiere den Anderen zwischenmenschlich nicht (mehr).

Meine langjährigste Freundin ist auch seit 5 Jahren in einer neuen Beziehung, ich selbst auch seit ein paar Monaten, und mit ihr habe ich dieses Problem nicht. Wir leben unser Leben, sind uns aber trotzdem viel wert, der Kontakt ist da, wird gesucht. Einmal im Monat face to face, bei Bedarf per Fon und regelmäßig per WA.

Heute spreche ich nur noch von "Lebensabschnittsgefährten". Wahre Freunde sind die, die es aus der Vergangenheit in die Zukunft schaffen. Daher konzentriere dich auf die Menschen, für die du trotz ihrer Partnerschaft wichtig bist. Alle Anderen abhaken. Wie ich immer sage: Ein einziger verlässlicher Freund oder Freundin im Leben reichen vollkommen aus. Mehr benötigt der Mensch nicht.
 
  • #18
Liebe FS,

ähnliche Erfahrungen wie in anderen Kommentaren habe ich auch gemacht. Bin auch schon eine Weile Single, der einzige Single in der Familie. Teilweise werde ich gar nicht mehr gefragt wie es männertechnisch bei mir aussieht, da der Fragesteller mit keiner anderen Antwort rechnet als in den letzten Jahren. Wenn ich mich mit einer Freundin verabrede, erwarte ich auch, dass vorher angekündigt wird, falls der Partner mitgebracht wird. Ich tue mich auch mit verpartnerten Frauen teilweise schwer, weil nur noch über den Partner gesprochen wird oder über die Kinder, der Partner ist dann auch – interessanter Weise – nur noch sekundär interessant. Und sowas wie „Der Micha ist Mittwoch beim Training, da hätte ich also Zeit für dich“ kenn ich auch :)

Was ich ebenfalls schwierig finde ist, dass sich vergebene Frauen oft stark auf ihren neuen Partner fokussieren solange dieser da ist. Ist die Partnerschaft zerbrochen, darf man als Freundin wieder herhalten. Da fühlt man sich manchmal wie ein Besen, der aus dem Schrank geholt wird, wenn er gebraucht wird. Zum Glück sind nicht alle meine Freundinnen mit Partner so, aber eine schlägt mit diesem "Besenverhalten" gerade ganz schön über die Stränge. Zumal ihr neuer Freund (sind mittlerweile 1 Jahr zusammen) im Freundeskreis grundsätzlich nicht sehr beliebt ist. Macht die Sache nicht besser bei gemeinsamen Treffen. Zumal ich es grundsätzlich wichtig finde, Freundschaften für Partnerschaften nicht aufzugeben.

Ich kann dich verstehen und es ist ein blödes Gefühl. Ich würde - sofern das Verhalten deiner Freundin(innen) sich komplett verändert hat - sie darauf ansprechen. Ansonsten empfehle ich dir deinen sozialen Kreis zu erweitern. MeetUp App nutzen, reisen, Kumpels treffen etc. Man lernt schnell neue Leute kennen und unter 10 neu kennengelernten Menschen versteckt sich oft mindestens eine Person, mit der eine neue gute Freundschaft entsteht. Dies ist meine Erfahrung. Lass dich nicht unterkriegen :)
 
  • #19
Hmmm - zum Glück sind wir Männer da viel unkomplizierter.
Wie das nun bei uns - also Freundin und mir läuft?
Ganz einfach - es gibt Parties etc, da kommen eh alle. Wer Partner hat, bringt den mit. Wer nicht - oder wenn er oder sie keine Lust hat, dann eben alleine.
Will sie mit Freundinnen und /oder Schwester alleine etwas unternehmen - kein Thema. Ich muss da auch nicht anrufen - macht sie dann schon, wenn ich sie abholen soll. Ich als Mann lege sogar wert darauf, dass sie ihre Kontakte pflegt. Auch, weil wir Männer bei irgendwelchen Events gerne mal zusammen stehen und Autos, Fussball etc besprechen. Und die meisten von uns auch nicht tanzen wollen.
Als Singlemann hatte ich die beschriebenen Probleme so nicht. Klar, wer frisch liiert ist, will das auch mal ausleben. Ist unter Männern auch ok - der kommt von selber wieder, wenn er nicht mehr über Handtaschen sprechen mag.
 
  • #20
Liebe Irina, ich denke, es ist immer so, dass man seine beste Freundin irgendwie verliert, wenn sie liiert ist. Die Wochenenden verbringt man eben meistens mit seinem Partner und im Singleleben geht man einfach mehr aus - als Paar macht man öfter auch mal "was Gemütliches", schon alleine, weil man ja nicht mehr auf der Suche ist.
Zudem sind Freundinnen auch immer irgendwie leichte Konkurrientinnen - bewusst oder unbewusst.
Trotzdem kannst du deiner Freundin sagen, dass du sie, wenn du sie schon weniger siehst, wenigstens ALLEINE sehen willst ohne Freund.
Das muss drin sein.
Ihre Interessen haben sich geändert - noch schlimmer wird es, wenn sie ein Kind bekäme - dann ist sie in einem Paralleluniversum.
Such dir einige andere Freunde - ansonsten hilft nur die Flucht nach vorne: Lade alle zu Dir ein! Dann folgen Gegeneinladungen.
Wenn du ihren Freund ablehnst, wird sie dich noch weniger kontaktieren - oder erst, wenn es schwierig wird.
 
  • #21
Kennt ihr diese Ausgrenzung bei Paaren und dieses übertriebene Pärchenverhalten oder habt ihr Freundinnen verloren, da diese sich nicht mehr für euch interessiert haben?
Bei Frauen ist das üblich. Wahre Freundschaft gibt es nur unter Männern, bei Frauen eher selten anzutreffen. Frauenfreundschaften sind häufig von Neid und Mißgunst, Eifersucht geprägt.

Deine von Dir beschriebene Freundin ist keine Freundin, sondern lediglich eine gute Bekannte. Erst wenn sie von ihrem Freund in den Wind geschossen wird, wird sie wieder Zeit für Dich haben. Weil sie sonst alleine und einsam ist.

Essentiell ist es im Leben, echte Freundschaften zu pflegen!
 
  • #22
Ich habe das mit meinen ehemals besten Freundinnen auch erleben müssen. Kaum war ein Typ in ihr Leben getreten, hatten sie keine Zeit mehr für mich und auch kaum noch Interesse.
Sowas kenne ich aus meiner Singlezeit auch und ich muss mich leider anschließen- wahre Frauenfreundschaften sind sehr selten. Unbewusst schwingt immer ein wenig Konkurrenz mit.

Ich stehe nun auf der anderen Seite und habe einen sehr attraktiven Partner über 1,90m, Akademiker, gefunden.

Seitdem reagieren meine Singlefreundinnen sehr verschnupft. Ich treffe mich trotz Partner noch wöchentlich mit ihnen, aber ich werde anders behandelt als früher.

Ich werde gar nicht mehr gefragt, ob ich mit ausgehen will, Männerproblemchen werden lieber mit anderen Singles besprochen und über meine Beziehung mag ich mit den Singles auch nicht wirklich reden, da mir da schon Neid entgegen schlägt.

Wie ihr wisst, bin ich bei meinen fest verpartnerten Freunden auch fehl am Platz, weil die mit ihren Kids beschäftigt sind.

Mein Fazit: Ab 30 gehen sehr viele Freundschaften auseinander, einfach weil jeder seinen Weg geht und es dann nicht mehr passt.
Der Egoismus nimmt zu, jeder schaut, dass er voran kommt. Entweder mit der Karriere oder der Familie.

Ich habe mir auch angewöhnt, meine Freunde nur noch als "Bekannte" zu betiteln. Dann bin ich nicht mehr so enttäuscht, wenn nicht mehr viel von der Seite kommt.
 
  • #23
Erstens die, die sich nur wohl fühlen mit Menschen, die in der exakt gleichen Lebensphase stecken wie sie. Sind sie relativ frisch verliebt, haben sie lauter Paare, die ebenfalls noch nicht so lang zusammen sind, als Freunde. Kommen dann die Kinder, ist man selbstverständlich nur mehr mit anderen Jungfamilien unterwegs.

Es gibt aber noch die zweite Sorte von Menschen, die bei der Wahl ihrer Freundschaften einzig auf den Menschen schauen und nicht auf dessen Lebensphase! Solche Freundinnen solltest du dir suchen. Leider scheinst du sie nämlich nicht zu haben.
@goethe09 : ja in diese Richtung habe ich auch gedacht, dass wir nur dadurch zusammengefunden haben, da wir beide Single waren. Ich habe diese Freundin durch eine andere Freundin kennengelernt und es gab natürlich auch von ihrer Seite immer die jammerei von wegen Single und sie möchte einen Partner.

Ich vermute einfach mal, dass ich ihr als Mensch nicht so wichtig bin. Für andere nimmt sie sich Zeit (auch den ganzen Samstag). Das erzählt sie mir immer wieder mal.
 
  • #24
Natürlich war ich als Single öfters on Tour, aber verpartnert vernachlässige ich meine Freunde trotzdem nicht. Bei einen Treffen gehört ihnen selbstverständlich auch meine Aufmerksamkeit! Sie nehmen sich Zeit für mich und ich für Sie - Interaktion.
Mein Partner würde nie "zufällig" um die Ecke geschnipst kommen oder dazwischen quatschen wenn ich telefoniere!

Mich interessieren genauso die Neuigkeiten meiner Single Freunde, wie die der frisch gebackenen Eltern oder der frisch Verliebten. Das hat mich auch als Single interessiert.

Als Single bin ich natürlich dahin geschmolzen, wenn mir eine Freundin von ihren neuen tollen Freund vorschwärmte, aber eifersüchtig war ich nie. Auch nicht auf Beförderungen oder Geldseegen von Freunden.

Was sind denn das für "Freundschaften", bei den man nicht in der Lage ist seinen Freunden Glück und Erfolg zu gönnen!

Wenn mir eine Freundin mitteilen würde das sie sich zurückgestellt fühlt und deine Beispiele nennt, würde ich mir als Gegenpart schon einen Kopf machen.
Wenn etwas dran ist, würde wohl ein schönes Mädels WE planen und vorschlagen.

Manchmal kann man unbewusst jemanden abdrängen ohne das sich böse Absichten dahinter verbergen, sprich mit deiner Freundinnen offen darüber. Eine wahre Freundin würde deine Worte oder deine Empfindung auch ernst nehmen und ihren Freund zukünftig zu Hause lassen.
 
  • #25
Klar ist es doof, wenn man als Freundin "übrigbleibt", aber verstehen kann ich das mit etwas Abstand und der Erfahrung, selbst eine Beziehung zu haben, in der ich mich geliebt fühlte, schon. Manche Menschen sind so froh, endlich wen gefunden haben, dass sie alles für ihn tun bzw. alles vergessen, was sonst noch los ist.
@void: mir ist bewusst, dass meine Freundin jetzt nicht mehr so viel Zeit hat und der Freund an erster Stelle steht. Aus meiner Sicht erwarte ich nicht viel. Wir sehen uns nicht mal einmal die Woche sondern vielleicht jede 3 Wochen einmal.

Und sie bekommt es nicht mal da hin ihrem Freund zu sagen, dass er sie einfach später abholen soll. Wir hatten kaum Zeit für Gespräche und da kam er schon wieder dazu. Vorher wusste ich das nicht, sonst wäre ich gar nicht zu dieser Verabredung gekommen. Fühle mich einfach im Moment nicht wertgeschätzt.
 
  • #27
Trotzdem kannst du deiner Freundin sagen, dass du sie, wenn du sie schon weniger siehst, wenigstens ALLEINE sehen willst ohne Freund.
Das muss drin sein.
@Tini_HH : ich habe ihr das schon gesagt und an diesem besagten Abend wollte ich mit ihr nochmal in Ruhe sprechen. Doch dann kam der Freund dazu.

Kurz nochmal zur Vervollständigung: Generell weiss ich, dass der Partner jetzt die größere Rolle spielt und sie gern Zeit zu zweit verbringen wollen. Nur mir gegenüber ist es auch von ihm nicht fair, wenn er ihr nicht die Möglichkeit gibt, dass wir uns alleine treffen.
Er scheint mich auch nicht zu mögen, da er mit mir kein Wort wechselt, obwohl ich mich bemühe ein Gespräch zu dritt aufrechtzuerhalten. Er redet dann nur mit ihr oder ich rede mit ihr. Und in dieser Situation fühle ich mich sehr unwohl.
 
  • #28
Hallo FS,

die Situation kenne ich auch und habe ich erlebt. Sobald ein neuer Mann da ist, ziehen sich diese Frauen dann zurück. Frage mich dann auch, ob diese Leute dann generell keine Freunde im Leben brauchen. Der Partner ersetzt diese auch irgendwie für die Frauen mit.

Und wenn er zu diesem besagten Treffen dazukommt und die Freundin nicht vorher sagen kann, dass ihr euch einmal einen Mädelsabend machen wollt, dann ist das nicht mehr ok.
Verstehe deine Freundin nicht. Aber vermutlich ist es keine richtige Freundin, sondern eine Zweckfreundschaft.
 
  • #29
@Tini_HH : ich habe ihr das schon gesagt und an diesem besagten Abend wollte ich mit ihr nochmal in Ruhe sprechen. Doch dann kam der Freund dazu.

Kurz nochmal zur Vervollständigung: Generell weiss ich, dass der Partner jetzt die größere Rolle spielt und sie gern Zeit zu zweit verbringen wollen. Nur mir gegenüber ist es auch von ihm nicht fair, wenn er ihr nicht die Möglichkeit gibt, dass wir uns alleine treffen.
Er scheint mich auch nicht zu mögen, da er mit mir kein Wort wechselt, obwohl ich mich bemühe ein Gespräch zu dritt aufrechtzuerhalten. Er redet dann nur mit ihr oder ich rede mit ihr. Und in dieser Situation fühle ich mich sehr unwohl.

Wenn er dich nicht leiden kann, soll er zu Hause bleiben. Man muss nicht alle mögen, aber Freunde des Partners bewusst ignorieren und bei Gesprächen abzudrängen, geht gar nicht! Hat er Angst du setzt ihr Flausen ins Ohr oder was soll sein unhöfliches Verhalten gegenüber dir?

Das würde mir als seine Partnerin ehrlichweise auch peinlich sein, wenn mein Partner sich nicht benehmen kann.

Das muss sie doch mitbekommen?
Natürlich weiß man nicht was sie ihren Freund über dich erzählt hat.
Das ganze hört sich nicht nach einer tiefen Freundschaft an, eher nach einer übrig gebliebenen Single- Zweckgemeinschaft.

Ich würde meiner Freundin schon sagen das ich mich unwohl oder als regelrechter Störfaktor bei einen (aufeinander) Treffen zu Dritt fühle.
Wenn ein ehrliches Gespräch mit deiner Freundin zu nichts führt. Versuch neue Kontakte zu knüpfen und sieh sie lediglich als Bekannte an.

Du hast bessere Freundinnen verdient, die deine Anwesenheit und Zeit zu schätzen wissen.
 
  • #30
Wir sehen uns nicht mal einmal die Woche sondern vielleicht jede 3 Wochen einmal.
Mein Eindruck ist, dass Frauen mehr an einer Beziehung hängen als der Mann. Vielleicht ist da auch der Druck größer, endlich nicht mehr Single zu sein? Jedenfalls weiß ich von einigen meiner ... Bekanntinnen, dass die viel, viel mehr zurückstecken in ihren Beziehungen. Alles wird getan, dass der Mann in die Beziehung eingebunden wird, also wenn er schon mal Zeit hat, dann sagt die Frau ganz sicher nicht "hab schon was vor". Wenn der Mann mal irgendwann am WE eine Feier hat, dann gibt es endlich ne Lücke, wo "Freundinnen" reinpassen. Ansonsten sind sie wohl paarzeitmäßig so dermaßen unterversorgt, obwohl ich das gar nicht so finden kann, aber ich bin auch unabhängiger geworden.

Also wenn ihr euch alle 3 Wochen mal seht, kann ich Dir aus meinem Bekanntenkreis sagen, ist das wahnsinnig oft. Wenn Kinder da sind, ist das schon utopisch. Was anderes ist es, wenn die Männer mitkommen können, also alle zusammen zum Bowling gehen z.B.
Und sie bekommt es nicht mal da hin ihrem Freund zu sagen, dass er sie einfach später abholen soll.
Halte ich auch für einen Teil des "Hauptsache, er bleibt"-Programms.
Fühle mich einfach im Moment nicht wertgeschätzt.
Kann ich gut verstehen. Aber ich würde es nicht persönlich nehmen, denn einen Partner zu haben, ist doch das größte Glück für viele. Und was Freundschaft ist, wissen viele irgendwie auch nicht, es sind einfach Bekannte. Und schlecht ist das auch nicht, wenn die alle ohne nachzudenken bei dir mit anpacken, wenn irgendwas zu bauen ist zu Hause.
Die Themen sind auch anders von Singles und von Nicht-Singles. Also es fällt schon mal ein wichtiger Grund weg, weswegen man reden wollte. Die, die sich nur "wegen Dir" mit Dir treffen, und nicht nur einfach über ihre Themen reden wollen, also die, die sich für Dich und Dein Leben echt interessieren, sind auch wirklich selten. Man denkt das immer nur, weil man sich für "befreundet" hält. Für mich ist einen guten Freund zu finden was genauso seltenes, wie einen guten Partner zu finden. Bei vielen entdeckt man nur irgendwann, dass die ganze Zeit verglichen und konkurriert wurde oder man nur als Lückenfüller da war oder dass der andere die "Freundschaft" schon sehr lange ganz anders sieht als man selbst oder dass man nun "erwachsen" wurde und nur noch der Partner wichtig ist. Was soll's. Ich denke, wenn Du jetzt das Gefühl hast, dass Du nicht wertgeschätzt wirst, war das Gefühl vorher, wertgeschätzt zu werden, auch nur eine Illusion. Du warst nützlich und es war angenehm, sich mit Dir die Zeit zu vertreiben. Nun ist was interessanteres da.