• #1

Ist man nach 20 Jahren Singeldasein beziehungsunfähig?

Hallo,
Ich bin seit 20 Jahren Single aber nicht aus Überzeugung. Ich war fast ebenso lange mit meinem vermeintlichen Traummann zusammen u. auch verheiratet.
Ich habe nach der Scheidung erst mal lernen müssen auf eigenen Beinen zu stehen und mich selbst zu behaupten.
Wenn ich jetzt Männer kennen lerne zählt immer nur das eine SEX nicht für mich aber für den Mann.
Klar, ich lasse mir die Butter nicht mehr so schnell vom Brot nehmen und sage was ich denke aber eine Partnerschaft muss doch trotzdem möglich sein oder bin ich da zu selbständig für den Mann von heute?
Hausmütterchen war ich noch nie und werde es mit über 50 auch nicht mehr.
 
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  • #2
Mir geht es ähnlich wie dir, auch wenn es bei mir nicht so lange ist. Ich glaube nicht, dass man beziehungsunfähig wird.

Ich brauche weder einen Mann, der mich nur sehen will, wenn er Lust auf Sex hat, noch jemanden, der sich bei mir einnisten will, weil er eine Dumme sucht, die ihm Essen, Haushalt und Wäsche macht.

Pure Anwesenheit ist für mich keine Bereicherung meines Lebens, wenn ich dafür nur mehr Arbeit habe.

Es ist nicht einfach jemanden zu finden, wo die Einstellung passt und in den man dann sich auch verliebt. Für mich sind das aber Grundvoraussetzungen, andernfalls bin ich allein glücklicher.

Als ich letztens mal wieder etwas traurig in meinem Garten saß, hörte ich, wie der eine Nachbar seine Frau vor deren Gästen runterputzte.

Zehn Minuten später hörte ich die andere Nachbarin weinend und klagend im Garten stehen, weil auch sie von ihrem Mann offenbar permanent kritisiert wird.

Ich war entsetzt. Nicht über die Männer, sondern die Frauen, was sie sich bieten ließen. Beide sind gut situiert, voll berufstätig und gut verdienend und ziehen ein Kind groß. Beide hatte ich als selbstsicher wahrgenommen, das bringt schon deren Job mit sich.

Erstaunlicherweise sind deren Männer bei mir eher unsicher, sie können mir kaum in die Augen sehen.

Ich dachte immer, beide führen recht gute Beziehungen... Aber basierend darauf, dass Frau sich grundlos unterordnet und kleinmachen lässt?
Nein, da war ich wieder ernüchtert und froh über mein Singledasein.
 
  • #3
Meine Erfahrung: Wenn eine Frau schon über sich selbst sagt
ich lasse mir die Butter nicht mehr so schnell vom Brot nehmen und sage was ich denke aber eine Partnerschaft muss doch trotzdem möglich sein oder bin ich da zu selbständig für den Mann von heute?
,
ist das ein Euphemismus für streitsüchtig, "kampfemanzipiert", auf dem (vermeintlichen) eigenen Recht bestehend und einfach ungemütlich.

Mit solchen Frauen kann ich als Frau nicht befreundet sein und könnte mir, wäre ich ein Mann, nie im Leben eine Beziehung vorstellen.

Vielleicht liegt also darin das Problem?
 
  • #4
In einer Beziehung gibt es doch immer einen Part der sich unterordnet.Ist nur die Frage wie man damit umgeht.Es sollte doch schon auf Vertrauen basieren und nicht auf Macht.Frauen wollen aber doch keinen Mann der sich alles gefallen lässt und Männer mögen keine sehr dominanten Frauen die dauernd nur contra geben und grundlos zum Drachen werden.Ich glaube nicht das du Beziehungsunfähig bist.Vielleicht hast du noch keinen getroffen der mit dir auf Augenhöhe ist.bzw. klar kommt.
 
  • #5
ein Euphemismus für streitsüchtig, "kampfemanzipiert", auf dem (vermeintlichen) eigenen Recht bestehend und einfach ungemütlich.

Solch ein auserlesener Schwachsinn....

Ich kenne eine Reihe von emanzipierten Frauen, die sich selbst als Feministinnen sehen. Das sind selbstsichere, in sich ruhende, sozial äußerst kompetente Personen, die verlässlich sind, absprachefähig, entspannt - das wird von vielen Männern sehr geschätzt.

Klar, sie sind keine Mäuschen, die anbetend zu egal wem hoch sehen. Aber welcher ernst zu nehmende Mann will denn das für eine dauerhafte Partnerschaft?

Liebe Blaubärin, wenn es bei Dir nicht klappt, kann das viele Gründe haben. Kannst Du nicht locker sein? Nicht flirten? Wenn Du einen Mann kennen lernst, kippt anscheinend sein anfängliches Interesse an Dir als Person 'rüber in ein Interesse an einer Affäre.
Wann? Weshalb? Denk mal nach über diese Beziehungsanbahnungen - gibt es Muster? Oder läuft es immer ganz unterschiedlich? Wenn Du magst, schildere mal den Ablauf detailliert, dann kann Dir besser geraten werden.
 
  • #6
Klar, ich lasse mir die Butter nicht mehr so schnell vom Brot nehmen und sage was ich denke... oder bin ich da zu selbständig für den Mann von heute?
und
ist das ein Euphemismus für streitsüchtig, "kampfemanzipiert", auf dem (vermeintlichen) eigenen Recht bestehend und einfach ungemütlich.

Ihr beschreibt den selben Sachverhalt von unterschiedlichen Seiten.

Das Verhalten und soziale Fähigkeiten müssen wir laufend trainieren, damit wir sie nicht verlieren. Dann wirken wir merkwürdig auf andere, ganz typisch ist die merkwürdige alte Katzenfrau.

Was sicher der Fall ist, liebe FS, Du musstest Dich in den letzten 20 Jahren mit niemanden absprechen. Du hast jahrzehntelang genau Dein Ding gemacht, außer Du hast eine sehr enge Freundschaft geführt oder in einer WG gelebt. Du hast Dich um Dich selbst gekümmert.

Für Dich wäre eine Partnerschaft eine große Veränderung im Leben. Und es kann schon sein, dass Du in Deinen Strukturen und Gewohnheiten inzwischen so eingefahren bist, dass Du Dir es garnicht mehr vorstellen kannst, dieses Leben mit diesen Strukturen und Gewohnheiten aufzubrechen. Nichts ist schwieriger als alte Gewohnheiten aufzugeben.

Ich versuche es mit einem Beispiel:
angenommen Du bist Langschläferin und er ist Frühaufsteher. Sonntagmorgen willst Du ausschlafen, Du hörst ihn aber schon morgens um 7 durch die Wohnung schleichen. Er ist leise, richtet den Frühstückstisch und gibt sich Mühe, du bist aber genervt und zudem sauer, weil er Deine Zeitung gelesen hat und Du keine zerlesene Zeitung mehr lesen willst. Außerdem hat er das falsche Kaffeeservice verwendet
Oder er hänkt seine Jacke an der Garderobe immer an den Haken, den Du ausschließlich für Deinen Schlüsselbund verwendest.

Für Dich kann das Verhalten des Partners eine unangenehme Einschränkung bedeuten. Das ist das 1. Problem.

Das 2. Problem ist, dass Du vielleicht den Benefit für Dich in einer Beziehung nicht siehst.

Du musst schon selbst wissen, wann es für Dich mit einem Mann schöner wäre. Du hast bestimmt für alles, was zu 2 eigentlich schöner ist, schon eine gute Lösung für Dich ohne Mann gefunden.

Es gibt dann wenig Motivation, sich auf die Unannehmlichkeiten mit einer 2. Person einzulassen.
 
  • #7
Ich glaube, das Problem sind nicht die 20 Jahre Single-Dasein, sondern dass du offensichtlich keine gute Meinung über Männer hast und überall in deiner Umgebung dafür Bestätigung suchst.
Glaubst du z.B. wirklich, dass du die gesamte Beziehung deiner Nachbarinnen beurteilen kannst, nachdem du EIN oder ein paar kurze Gespräche mitbekommen hast? Wer weiß, wie sich diese Frauen davor gegenüber ihren Männern verhalten haben?
Siehst du in deiner Umgebung keinen einzigen Mann, der gut mit seiner Frau umgeht oder sogar einen Mann, der versucht, seiner Frau immer alles recht zu machen und von ihr kaum was zurückbekommt?
Ich denke, solange du deine Aufmerksamkeit auf all die Negativ-Beispiele lenkst, siehst du die guten Männer überhaupt nicht bzw. spüren diese früher oder später, dass du ein negatives Männerbild hast und nehmen Abstand. Das mache ich als Frau genauso, wenn ich auf Männer treffe, die sich häufig schlecht über andere Frauen oder Frauen allgemein äußern.

w,34
 
  • #8
Liebe Blaubärin,
ich bin auch schon lange single und halte mich selbst mittlerweile auch für beziehungsunfähig. Alleine schon resultierend aus mehreren äusserst schlechten Erfahrungen. Ich habe keine Probleme Männer kennen zu lernen jedoch fühle ich mich innerlich gefühlsmässig tot. Es regt sich nichts mehr - weder Zuneigung noch Sympathie, ich erwiedere keine Avancen, flirte nicht, date nicht. Ich selber finde es sehr schlimm da ich mich immer öfter einsam fühle. Auch bin ich keineswegs eine Emanze oder sehr dominant. Ich glaube einfach das man aufgrund von Erfahrungen (meine waren eine Katastrophe und der letzte hat es geschafft mich zu zerbrechen) innerlich dicht macht und das dann irgendwann nicht mehr ändern kann.
 
  • #9
Interessant, habe gerade Deine Frage nach dem Profilcheck kommentiert. Und auch hier wieder: Du kommst sehr hart rüber. Über dieses Thema ist hier schon ellenlang diskukiert worden, mit fehlt in Deiner Frage schlicht und einfach - ja was? Empathie, Sympathie, Wärme, Bitte und Danke. Es kling alles so nach "Ich, ich, ich". Sorry, wenn ich Dich falsch einschätze, aber das ist nun mal meine Schlussfolgerung, die ich aus Deinen harten Zeilen ziehe.
ErwinM, 48
 
  • #10
Lass Dir hier nichts einreden von wegen negatives Männerbild. Ich finde gerade im Netz muss man hellwach sein. Lies doch mal die Zuschriften von den Damen die sich hier naiv in eine Liebesbeziehung stürzen und dann ein Problem nach dem anderen haben.
Du bist nicht beziehungsunfähig sondern die Herrn über 50 sind
keine geeigneten Kandidaten. Die haben in der Regel eine gescheiterte Beziehung oder mehrere und wollen sich bei den Damen nur noch die Rosinen rauspicken.
 
  • #11
Wo ist das Problem mit Sex? Das ist eben Teil einer Beziehung und an irgendeinem Punkt auch Teil der Kennenlernphase. Nur weil ein Mann Sex mit dir will, heißt das nicht, dass er sonst nicht an dir interessiert ist.

Date doch, hab Spaß dabei und lass passieren, was passiert. Waren es nur ein paar nette Dates, super, dann hattest du eine schöne Zeit. Wart ihr zusammen im Bett und es ist nach ein paar Wochen vorbei, auch super, dann hattest du ein paarmal (hoffentlich) guten Sex.

Hier scheint so ein bisschen durch, als würdest du dich mit Sex bewusst zurückhalten, um den Mann irgendwie zu testen, wie ernst er es meint. Meine Meinung ist, dass das nicht funktioniert, wie du auch selbst gemerkt hast. Wenn Interesse da ist, hat die Frau in der Regel auch Lust auf den körperlichen Teil. Wenn sie das in der Kennenlernphase ablehnt, schließe ich daraus, dass sie entweder körperlich nicht interessiert (genug) ist, mit Sex Spielchen spielt oder versucht, ihre eigene Lust versucht, zu regulieren. Das alles brauche ich nicht und ziehe mich dann in aller Regel zurück.
 
  • #12
Hallo Blaubär,

ich denke schon, dass man die Fähigkeit zur Beziehung verlernen kann. Je nach den Beeinträchtigungen der Vor-Beziehungen ist das ja ein Prozess von Aktion und Reaktion und Schlussfolgerung: Nee, lass mal, nix Beziehung mehr für mich....

Ich bin auch Single, habe mich nach 1. Scheidung durchgewurstelt, meine Tochter groß bekommen, wie so viele Frauen. Irgendwie ging es immer weiter und es kam der Wunsch nach einer neuen Beziehung. Gesucht, gefunden, in's Klo gepackt (sorry..) - Große Liebe, große Katastrophe. Sehenden Auges ins Desaster.
Ende durch seinen Tod.
Nun ist wieder der Punkt erreicht, wo ich meine Lebensplanung nochmal überdenke. Sehnsucht ist da, bleibt immer... ABER:

Ich hatte zwei "Fails" - jede auf ihre Art - die mich nun, mit 59, bestenfalls nach einer WE Beziehung oder getrennt-wohnen-gemeinsam-lieben-Beziehung suchen lassen.

Man verfestigt die No-Go's, weil sie so tief erschütternd waren.
Und die Wünsche, Sehnsüchte,Träume und der ganze "Courths-Mahler-Kram" etc., die sind dann "saure Trauben", weil man aufgrund der eigenen Anspruchshaltung und Vermeidungsstrategie, eh nicht mehr "drankommt".

Also in meinem Fall: Bevor ich nochmals die Hausfrau und Betüddlerin gebe und dem Mann alles hinterherräume, oder mich finanziell und emotional völlig ausblute (Alki) , bleibe ich lieber die hier auch zitierte "Mad Cat Woman" - das passt ! ;)
Für mich.

ist das ein Euphemismus für streitsüchtig, "kampfemanzipiert", auf dem (vermeintlichen) eigenen Recht bestehend und einfach ungemütlich.
Das ist ja nun arg daneben interpretiert - sich nicht ausnutzen lassen bedeutet ja keinesfalls, kampfemanzipiert zu sein.

Es heisst nur, dass man Mechanismen durchschaut, die sich in Beziehungen bilden können und daraus gelernt hat.
Wirklich emanzipierte Frauen sind - mit wenigen Ausnahmen vielleicht - alles andere als Zicken. Weil sie ihren Weg gefunden haben und gehen.

Wer aber wirklich auch nach längerer Single-Zeit wieder eine Beziehung/Partnerschaft will, der wird sicher auch Möglichkeiten finden, sich selber zu ändern,anzupassen, kompromissbereit zu sein. Zu werden.

Ich gehöre definitiv nicht dazu. Dazu sind meine Erfahrungen für mich zu prägend gewesen, und da bin ich bei Blaubär -
ich lasse mir die Butter nicht mehr so schnell vom Brot nehmen und sage was ich denke

Damit können halt viele Männer nicht zurechtkommen, sie sind anders gestrickt und wollen eher die klassische (für sie...) Bequemlösung.
Und - ganz wichtig - sie können oder wollen nicht alleine sein , während Frauen das ganz gut hinbekommen.
 
  • #13
Hallo,
eine Antwort fällt mir deiner Beschreibung (die auch nicht sehr viel enthält) schwer.

Ich denke, nach 20 Jahren Alleinsein ist man sicherlich eingerostet und entwickelt seine Eigenheiten. Aber wenn jemand kommt, der einen wirklich gefällt, ist das am Ende nicht ganz so wichtig, wenn man diese Partnerschaft wirklich möchte. Es liegt an einem selber, ob man alles wegblockt und sich nicht auf etwas einlassen möchte. Dazu gehört sicherlich auch der Sex, den Du sehr negativ interpretierst. Der Punkt ist aber, wenn Du den ganz nach hinten schiebst und dies lebst, dann werden sich viele Männer in der Kennenlernphase von dir abwenden. Nicht, weil Sie dich nicht als Mensch mögen, sondern weil sie merken, dass Du mit diesem Punkt anscheinend entweder ein Problem hast oder nicht offen dafür bist. Als Mensch merkt man vieles, auch wenn es nicht ausgesprochen wird. Letztendlich wirst Du selber wissen, wie Du den Punkt für dich interpretieren kannst.

Wenn ich als Mann eine Frau kennen lerne und ich mich anfange, für sie zu interessieren, dann hat sie einiges, was mich anzieht. Dazu gehört Wärme, Freundlichkeit, Leichtigkeit und ein gemeinsamer Draht, dass man sich gut versteht, unterhalten und über die gleichen Witze lachen kann. Ich mag durchaus aktive und vor allem intelligente Frauen, aber die Formulierung "Ich lass mir nicht die Butter vom Brot nehmen" ist für mich eher abtörnend und zu hart. Ich möchte keinen Kampf mit einer Frau austragen - schon gar nicht zu Beginn - sondern eine schöne und aufregende Zeit mit ihr verbringen. Einfach eine Person, mit der ich gerne zusammen bin. Dieser Satz z.B. gehört definitiv nicht dazu. Vielleicht hilft es dir ja weiter. Ich wünsche es dir.
 
  • #14
Nur weil der Mensch lange Zeit als Single lebt wird er nicht zwangsläufig beziehungs- oder kompromissunfähig. Für mich sind das eher die Männer und Frauen die in einer Partnerschaft leben, sich aber gar nicht danach verhalten. Also trotz festem Partner auf Teufel komm raus flirten und fremdgehen.

Ganz im Gegenteil habe ich großen Respekt vor Singles jeder Art. Z. B. Verwitweten, Geschiedenen und auch Alleinerziehenden. Die müssen jeden Tag ihren Mann oder ihre Frau stehen, in allen Situationen und jeder Lebenslage, können sich selten auf Andere verlassen und schon gar nicht in einer traurigen Minute an der Schulter des Partners anlehnen. Das härtet im positiven Sinne ab und festigt einen starken Charakter noch mehr. Ohne Partner verblödet man aber nicht und stumpft emotional auch nicht ab. Gefühle ruhen ganz einfach nur, um irgendwann wieder erweckt zu werden. So geschieht es bei mir aktuell, ich genieße das sehr!

Alles das und selbstverständlich auch das fortgeschrittene Alter führen dazu, dass man weiß was man will und ganz besonders was man definitiv nicht mehr will.

ich lasse mir die Butter nicht mehr so schnell vom Brot nehmen
Ich setz' noch einen drauf, denn ich lasse mir selbst das Brot nicht wegnehmen oder madig machen. Dafür stehe ich jeden Morgen auf und gehe zur Arbeit um meinem Sohn und mir ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Einen Partner brauche ich dafür nicht. Es gibt nur zwei/drei wirklich wichtige Menschen in meinem Leben, gegenseitig können wir uns blind aufeinander verlassen. Was brauche ich 1000 Facebook-Freunde oder Hunderte an WA-Kontakten. Unwichtig wie sonst was!

Deshalb bleib wie du bist und sei stolz auf dich. Wer meint ein Problem mit dir zu haben soll doch wegbleiben. Oder?
 
  • #15
Danke für die Rückmeldungen.
Sieht so aus als ob ich als "harter Knochen " rüber komme.
 
  • #16
Du bist Langschläferin und er ist Frühaufsteher.

Wenn man damit nicht kompatibel ist, hat das ja nichts mit Beziehungsunfähigkeit aufgrund des Langzeitsingleseins zu tun. Das ist ja vor allem eine Frage der Kompromissbereitschaft.

Wenn bei mir der Frühaufsteher leise wäre und Frühstück macht, wäre ich sehr glücklich mit ihm. Er kann auch einfach nur sich leise beschäftigen und mich in Ruhe lassen. Würde er hingegen von mir erwarten, dass ich auch sonntags 6 Uhr aufstehe und mich durch Ningeln unter Druck setzen, würde ich mir das nicht geben. Zumindest würde ich dann niemals mit ihm zusammenziehen.

Wenn man ein gewisses Alter erreicht hat und einige Erfahrungen gemacht hat, weiss man vor allem, was man nicht mehr will. Und man lernt, seinen eigenen Grundbedürfnisse (wie Schlaf) wichtig zu nehmen und sich diesbezüglich nicht unterzuordnen. Denn das ist letztlich ein Gewinn für eine Beziehung. Denn wenn ich permanent unausgeschlafen bin, geht es mir schlecht und ich werde aggressiv. Für niemanden ein Gewinn.

Wart ihr zusammen im Bett und es ist nach ein paar Wochen vorbei, auch super, dann hattest du ein paarmal (hoffentlich) guten Sex.

Ich weiss nicht, wie es der FS geht, aber genau das kann ich nicht. Wenn mir ein Mann gefällt und wenn mir der Sex mit ihm gefällt, dann verliebe ich mich in ihn. Und dann ist es alles andere als super, wenn er dann nicht mehr als Sex will.

Und bei einem Mann, der mir nicht gut gefällt, kann auch der Sex nicht gut sein. Da ist vielleicht das erste Mal spannend, weil neu... aber dann hab da keine Lust mehr auf ihn, weil mich eben irgendwas an ihm stört. Sei es nur, dass die Chemie nicht 100% passt, auch wenn er sonst nett ist und gut aussieht. Wenn ich dann weiterhin mit ihm Sex habe, macht mir das keinen wirklichen Spaß.

Hinzu kommt die Doppelmoral vieler Männer. Sie schätzen zwar Frauen, mit denen Spaß haben kann und die leicht zu haben sind, aber für eine Beziehung werden diese Frauen dann gern ausgeschlossen. Denn wer will riskieren, dass die Kumpels da auch schon mal dran waren ?

Viele Männer in Singlebörsen sind auch auf weniger seriösen Seiten angemeldet. Aber wehe, Frauen machen das...

Es sollte doch schon auf Vertrauen basieren und nicht auf Macht.Frauen wollen aber doch keinen Mann der sich alles gefallen lässt und Männer mögen keine sehr dominanten Frauen die dauernd nur contra geben und grundlos zum Drachen werden.

Soweit die Theorie. Dabei fehlt aber die Konstellation, das viele Männer gerne Macht haben und gerne Frauen haben, die sich widerspruchslos unterordnen, z.b. während sie Haushalt und alles machen. Das ist bequem. Für den Mann. Auf Kosten der Frau. Und genau das, muss ich nicht mehr haben.
 
  • #17
20 Jahre ohne Partner sind eine Ewigkeit. Das ist ungefähr ein Viertel Leben.

Es gibt Untersuchungen, dass die Erwartungen an einen zukünftigen Partner immer weiter steigen, je länger jemand Single ist. Nach einpaar Jahren haben die meisten Menschen schwer zu erfüllende Erwartungen.

Ich schreibe das, obwohl ich auch ein bisschen im Glashaus sitze und immerhin 5 oder 6 Jahre Single bin. Das hatte auch damit zu tun, dass ich in kurzer Zeit beruflich 5x quer durch Deutschland umziehen musste und dadurch soziale Beziehungen engebüsst hatte, dann erstmal krank war, usw...

Es gibt auch das Problem mit dem "Wachstum" und "Stabilität". Menschen in einer Partnerschaft müssen irgendwo eine Balance zwischen "Wachstum" und "Stabilität" finden. Wachsen beide zuviel, dann wächst sich das oft auseinander und die Partnerschaft geht in die Brüche. Steht "Stabilität" im Vordergrund einer Beziehung dann ist die Beziehung zwar weniger gefährdet. Es bedeutet aber auch persönliche "Stagnation".

Und dann kommt da jemand daher, der/die sich jahrelang oder auch Jahrzehnte nur aufs eigene Wachstum konzentriert hat und soll eine stabile Partnerschaft führen. Das mag unter Umständen funktionieren. Aber einfach wird das auf keinen Fall.

Ich habe z.B. vor einiger Zeit eine Dame kennengelernt, die in vielerlei Hinsicht gut zu mir gepasst hätte. Ich schreibe wohlgemerkt "hätte", weil ich mir die ganzen Maken und die ganzen Kompromisse nicht "einkaufen" wollte. Es hat sich dann nicht richtig angefühlt.

Und dieses difuse Gefühl hat natürlich auch mit der eigenen Entwicklung und dem Verkümmern bestimmter Fähigkeiten zu tun.

Wenn man genau weiß, dass man alleine super klar kommt, dann überlegt man schon, was man für eine Partnerschaft alles "opfern" müsste.

Dass es natürlich in einer Beziehung auch jede Menge Vorteile gibt. Das steht nach so langer Zeit nicht mehr so im Vordergrund.
 
  • #18
Hm, ich habe in meinem Leben schon einige Beziehungen geführt, mit Menschen, die vor mir mehrere Jahre Single waren. Ich glaube, es kommt hier nicht drauf an, ob es 20 Jahre oder nur 5 waren.

Ich bin ein sehr sozialer Mensch, mache gerne Dinge mit anderen Menschen zusammen, brauche täglichen Austausch und Erlebnisse, bzw. auch Nähe. So auch mit meinem Partner. Den möchte ich um mich haben, ich will nicht mit meinen Freunden in den Urlaub fahren, sondern mit dem Partner. Ich will nicht alleine in einer Wohnung leben, sondern mit meinem Partner.Ich würde mich anders sonst überhaupt nicht wohlfühlen. Ein solches Modell hat trotzdem den Raum, dass sich jeder um seine Interessen kümmern kann, und das jeder seinen eigenen Freundeskreis haben kann (diese halte ich zum Beispiel bis auf wenige Berührungspunkte total strikt getrennt). Ich muss mir also Partner suchen, die dazu passen.

Ein Mensch, der lange alleine gelebt hat, ist es auch gewohnt, total viele Dinge alleine zu tun, ständig seine Ruhe zu brauchen, was ein Mensch wie ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Er fühlt sich zwar ab und an mal einsam, aber eine Beziehung mit einem solchen Menschen gestaltet sich meistens derart, dass man die Einsamkeitslücken füllen darf, aber ansonsten möchte der Mensch lieber gerne sein eigenes Ding drehen. Sowas ist für mich keine Beziehung, und ich habe kaum Kompromissfähigkeit erleben dürfen. Das ist auch keine Abwertung, es liegt ja nicht am Wollen, sonder am Können. Diesen Menschen würde mein Lebensentwurf schlicht zu viel werden. Darauf kann man niemandem einen Vorwurf machen.

Was ich damit sagen will ist: niemand ist meiner Meinung nach wirklich Beziehungsunfähig. Man muss nur den passenden Menschen finden, und die gibts nun mal nicht an jeder Straßenecke.
 
  • #19
Mein jetziger Partner ist 51 Jahre alt und hatte in seinem Leben zwei Beziehungen. Eine noch als Abiturient bis ins Studentenalter und eine weitere etwas später. Er war mindestens 10 Jahre, wenn nicht länger Single, als wir uns kennenlernten.

Ich selbst lebte bis dahin auch schon 12 Jahre alleine (nur mit einer Langzeitaffäre, also quasi als Single) und wundere mich über mich selbst, wie problemlos wir beide uns sozusagen synchronisiert haben. Allerdings haben wir das seltene Glück, wirklich sehr gut zueinander zu passen. Wir hatten noch nie Probleme, die entstehen, wenn man nicht zueinander passt. Dann wird nämlich alles zur Qual, Beziehungsfähigkeit hin oder her.

Und: mir gingen genau Deine Gedanken durch den Kopf. Und ich wundere mich immer noch, wie unglaublich beziehungsfähig dieser Mann ist, wie er die Nähe und Verbundenheit geniesst und wie anpassungsfähig und -willig er ist. Und ich auch.

Vielleicht ist die Beziehungsfähigkeit eine Grundanlage, die nicht verkümmert, nur weil man keine Beziehung hat.

Es gibt auch viele Beziehungsunfähige, die eine Beziehung haben und dadurch auch keine besseren Partner werden.

Aber: ich finde es prinzipiell gut, dass Du Dir darüber Gedanken machst. Ich habe mir auch überlegt, ob ich einem Mann eine Partnerin sein kann, mit der er glücklich wird.
 
  • #20
. Das hatte auch damit zu tun, dass ich in kurzer Zeit beruflich 5x quer durch Deutschland umziehen musste und dadurch soziale Beziehungen engebüsst hatte, dann erstmal krank war, usw...

Ich denke jeder, der längerfristig Single ist, hat dafür Gründe, die wenigstens sind es, weil sie allein sein wollen. Bei mir gab es zB.nach meiner langen Beziehung jemanden, in den ich sehr verliebt war, irgendwas komisches zwischen Affäre und Beziehung hatte. Wirklich zusammen waren wir nicht, demnach war ich wohl Single, mein Herz trotzdem besetzt. Da lief ganz großes Drama bestimmt 5J lang.

Danach folgten in drei Jahren 3 Beziehungensversuche, die ich aber nicht wirklich als Beziehung bezeichne, weil sie keine 3 Monate dauerten. Und vor drei Jahren lernte ich jemanden kennen, in den ich mich langsam verliebte, ich mir Hoffnungen machte, er aber liiert war und letztlich gar nichts lief. Dennoch beschäftigt mich der Mann immer noch emotional, auch wenn es besser wird.

Bin ich nun seit 10 Jahren hoffnungsloswr Langzeitsingle? Echte Beziehungen hatte ich ja keine...

Ich will nicht alleine in einer Wohnung leben, sondern mit meinem Partner

Nach meiner langen Beziehung hab ich gesagt, dass ich nie wieder mit jemandem zusammenziehen will. Daran änderten auch die anderen Männer danach nichts, egal wie verliebt ich war. Aber nun plötzlich bei dem letzten hätte ich es mir schön vorstellen können. Lag aber einfach an ihm und seinen persönlichen Eigenschaften. Er ist sehr hilfsbereit, fleißig, sehr ordentlich, kümmert sich um seine Belange und zwar sofort. Alles für ihn selbstverständlich, so dass ich die bisherigen Probleme mit ihm nicht hätte.

Ich denke, wenn man dem richtigen begegnet, passt es auch mit einer Beziehung. Und wenn man dem richtigen nicht begegnet, sucht man Gründe, warum es nicht passt, obwohl einfach nicht gefunkt hat. Ich kann und will mich nicht über den Verstand auf jemanden einlassen, nur weil alle Umstände passen. Ich will mich verlieben. Wenn das nicht passiert, bleib ich lieber alleine.
 
  • #21
Partnerschaft ist gewöhnlich eine Art Handel.

Die eine Seite interessiert sich z.B. besonders für Sex und die andere Seite besonders für eine Beziehung. Und dann können die Personen halt wie bei jedem anderen Geschäft auch einen Weg suchen, unter welchen Regelungen man vielleicht miteinander handelseinig werden könnte, so dass diese dann bereit sind, dem jeweils anderen das Gewünschte gerne zu erfüllen, weil man selber ja auch das Gewünschte erhält.

Und je weniger man dabei bereit ist, dem jeweiligen Gegenüber das Gewünschte gerne zu leisten, desto weniger wird dieser dann motiviert sein, umgekehrt das Gewünschte ebenfalls gerne zu liefern.

Das ist halt wie bei jedem Geschäft. Wenn ein Mieter über die Mietzahlungen herummault und die Zahlungen nur nach eigenem Belieben vornimmt, braucht er sich auch nicht zu wundern, wenn der Vermieter dann umgekehrt auch nicht mehr begeistert die Wohnung zur Verfügung stellen möchte.

Wenn die FS daher von Vorherein den Wünschen des Gegenübers nach Sex eher negativ gegenüber eingestellt ist und sich auch nicht um die Erfüllung der Wünsche des Gegenübers auch nicht besonders bemühen möchte, dann sollte Sie eigentlich Verständnis dafür haben, dass der Gegenüber dann genausowenig sich um die Erfüllung ihrer Wünsche nach Beziehung bemühen möchte. Wer wenig leisten bzw. bieten möchte, muss halt auch mit entsprechend wenig Gegenleistung zufrieden sein.
 
  • #22
Vielleicht noch ein Gedanke: Eine Frau, die:
  • Allzu kämpferisch auftritt
  • sehr dominant ist
  • das Gefühl vermittelt, dass sie niemanden braucht
  • ein latentes Misstrauen gegenüber Männern vermittelt
ist für die meisten Männer ungefär so attraktiv, wie für Frauen ein Mann, der
  • nichts auf die Reihe bekommt
  • zu allem ja und Amen sagt
  • mit hängenden Schultern dasteht
  • das Gefühl vermittelt, eine Mutti und keine Frau zu suchen
Diese harte Schale, die die FS hier vermittelt, kann doch sehr hinderlich bei der Partnersuche sein. Oft werden solche Frauen von Männern dann gar nicht als potentielle Partnerinnen wahrgenommen.
 
T

Toi et moi

Gast
  • #23
Hm, eine berechtigte Frage. Solche Fragen stelle ich mir auch immer. Mein Problem ist die Ziellosigkeit in den Beziehungen jenseits von 50. Wohin soll das ganze führen? Es fehlt ein Ziel, es fehlt auch die emotionale Bindung. Die Vergangenheit holt mich immer ein. Eine Beziehung hatte ich schon für sehr lange Zeit und am Ende habe ich mich verraten gefühlt und der Mann hat mir immer gesagt, dass er mich liebt. Irgendwie legt man sich nach so einer Trennung einen sehr dicken Schutzpanzer zu. Bloß nicht noch einmal verletzt werden. Das ist für mich die höchste Priorität. Eigentlich eine sehr traurige Entwicklung, dabei war ich immer in meinem Leben sehr mutig. Ich kann niemanden vertrauen und bin sehr vorsichtig geworden. Angst ist im Moment mein größter Feind und ich versuche dagegen zu steuern. Das naive und kindische in mir sagt, versuche es noch mal, es wird schon und die erwachsene ich sagt, lass es da draußen ist nichts. Das ist mein Problem.
 
  • #24
Liebe Blaubär, ich glaube, wir alle mit unseren gescheiterten Beziehungen hinter uns sind nicht besonders beziehungsfähig. Sonst hätten wir es nicht vermasselt. Es gibt sie, die paar wenigen Paare, die seit ewigen Zeiten zusammen echt glücklich sind. Die machen irgendetwas gut im Leben, die kennen einen Trick, den ich noch nicht durchschaut habe.

Mit dem Älterwerden wird man ja auch nicht unbedingt pflegeleichter. Ich finde es dennoch lohnend, Beziehungsfähigkeit zu üben. Üben, sich auf jemanden anderen wirklich einzulassen, versuchen, von fixen Vorstellungen abzurücken, sich auf andere Lebensentwürfe einzulassen, Andersartigkeiten anzuerkennen. Sich selber treu bleiben darf man trotzdem. Und wenn es mal wieder nicht hinhaut - so what. Ich finde es nicht schlimm, keine Beziehungsexpertin zu sein.

Frau 50
 
  • #25
Hallo Frau Blaubär

Lieber ein Harter Knochen als hart und knochig.

Bin selber seit über 15 Jahren Single und mir ist eine Frau lieber, die sich nicht "die Butter vom Brot nehmen läßt" als eine die losläuft und Butter kauft, wenn ich nur erwähne, dass die Butter alle ist.

Mein Single Dasein ist auch nicht gewollt, einfach nur eine Folge meines Lebens, aber so ist es halt.

m/45
 
  • #26
... mich selbst zu behaupten.
... zählt immer nur das eine SEX nicht für mich aber für den Mann.
Klar, ich lasse mir die Butter nicht mehr so schnell vom Brot nehmen und sage was ich denke...

Für mich gehört Sex zu einer Beziehung. Für Frauen, die nicht 20 Jahre Ehe und dann 20 Jahre Singledasein hinter sich haben, in der Regel auch schon in der früheren Kennenlernphase. Darüber hinaus klingst Du für mich sehr anstrengend. Aus meiner Sicht ist es völlig logisch, dass Du Probleme hast, einen Partner zu finden und ich sehe Dich schon als beziehungsunfähig in Bezug auf das, was für viele Männer eine Beziehung ausmacht.
 
  • #27
Wer 20 Jahre Single am Stück hinter sich hat, dabei nicht furchtbar unglücklich mit seinem Singledasein war, sich eine gewisse Unabhängigkeit erarbeitet hat und diese nicht aufgeben möchte, muss im Grunde das selbe tun wie jemand, der eine Familie gründen will:
Sich überlegen, was genau er eigentlich sucht.
Wer seinen Freiraum braucht, versucht eben mal LAT. Vielleicht ist das genau das, was er will.
Das Problem, das ich hier sehr oft sehe- man will die eierlegende Wollmilchsau. Das Ganze ohne Risiko. Seine eigenen Macken möchte man aber akzeptiert wissen. Fehler verzeihen? Ich bin doch nicht wahsinnig. Aber meine eigenen Fehler, die darf man mir gerne nachsehen. Und so gehts halt meistens nicht. Je mehr ich hier lese, desto weniger wundert es mich, wie wenige glückliche und lächelnde Menschen ich sehe.
Und an so einigen Formulierungen kann man klar erkennen - sorry, aber wer derart anspruchsvoll fordert, bleibt mit seinen Vorstellungen doch besser alleine oder kauft sich einen Roboter.
Also - einfach probieren, was geht. Versuch macht klug. Auch nach 20 Jahren.
 
  • #28
Erstaunlich welch hohe anstrengede Forderungen fast alle Männer, die hier ihre Meinung kund getan haben, an die Frauen haben--., nämlich die Forderung an Frau, dass sie gefälligst keine Forderung zu stellen hat, und nur deswegen Single ist.

WÜ50
 
  • #29
in Bezug auf das, was für viele Männer eine Beziehung ausmacht.

Heißt im Umkehrschluss, dass Sex der wesentliche Grund für die Beziehung ist ?

Genauso einen Mann brauche ich nämlich nicht. Denn dann fühlt man sich benutzt und nur als an beliebiger Protagonist damit er kostenlosen Sex haben kann.

Mit dem richtigen Mann habe ich bestimmt gerne Sex und auch viel Sex und bestimmt auch ungewöhnlichen Sex. Aber wenn ich das Gefühl habe, dass ich beliebig austauschbar bin und er diesen nur mit mir hat, weil ihm dazu mein Körper gefällt und ich als Person ihm mehr oder weniger egal bin, dann muss ich das nicht haben.

Denn so liefs die letzte Zeit in meiner Ehe. Er behandelte mich den ganzen Tag über schlecht indem er mir dumme Sprüche an den Kopf warf und interessierte sich nicht für mich. Jede Zärtlichkeit musste in Sex münden. Einfach nur mal umarmen liebevoll sein ging nicht.

Wenn er dann nachts gg 12 von der Arbeit kam, aß er einen Joghurt schaut noch etwas fern, ging duschen und wollte dann Sex. Schlichtweg weil es seiner Entspannung und seinem besseren Einschlafen diente.

Dass er dazu meinen Schlaf störte und mich weckte, er mich danach mit seinem Schnarchen belohnte, interessierte ihn nicht.

Es war ihm nicht klar zu machen, was mich daran störte. Er verstand nicht, dass ich dann irgendwann keinen Bock auf Sex mehr mit ihm hatte.

Aber es geht auch anders, so dass ich auf einen Mann der so tickt, getrost verzichten kann.
 
  • #30
nämlich die Forderung an Frau, dass sie gefälligst keine Forderung zu stellen hat
Ne, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.
Keine Forderung - oder keinen Anspruch - das ist langweilig. In meinem Bekanntenkreis tickt auch keine Frau so, dass sie einem Mann, der so gar keinen Anspruch hat, Respekt entgegenbringt.
Überzogene Forderungen / Ansprüche allerdings führen schnell dazu, dass der Kandidatenkreis sehr sehr klein wird. Sich teilweise sogar widersprechen.
Frauen, die einen sportlichen Mann haben wollen, werden damit leben müssen, dass solche Männer auch Sport treiben. Frauen, die einen erfolgreichen Manager haben wollen, müssen damit leben, dass er viel arbeitet.
Keinerlei Ansprüche ist sicherlich weder für Mann noch Frau der richtige Weg - aber die Ansprüche, die man hat an der Realität auszurichten kann sehr sinnvoll sein.
Wird ja auch den Männern geraten - so in dem abwertenden Stil: Du mit 50 bekommst eben kein Model mehr ab.
Übertriebene Anforderungen / Ansprüche führen automatisch zur Beziehungsunfähigkeit - ganz einfach, weil irgendwann das Level erreicht ist, das so gut wie keiner mehr erfüllen kann - und der, der kann, der will dann so jemanden nicht.
 
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