• #31
Weil man das eben erlebt und mit den Folgen zu kämpfen hat, sowohl als Kind als auch als Partner.

Da bin ich, kommt auch sehr selten, bei realwoman.
Hier schreiben zu viele, die das Wort Gewalt in allen Schattierungen kennen, auch zu viele ehemalige Kinder - die natürlich nie etwas mitbekommen haben...
Daher die Antworten.

Ja, @A.nie, Du bekommst nicht das zu hören, was Du wolltest. Aber Du wolltest doch unsere Einschätzung?
Du hast die Frage gestellt, ob Ihr in einer aggressiven Beziehung lebt.
Dann klar JA. so wie Ihr streitet. Beide, mit Worten, mit Zickigkeit, mit Drohgebärden, mit Austicken, mit Schreierei.
DAS ist Aggression.
Was die meisten von uns auch wissen und zum guten Teil aus Erfahrung, so ein Streitverhalten steigert sich. Mehr, öfters, lauter, irgendwann gibt es nicht mehr nur Androhungen... Irgendwann schlägt eine*r zu.
Meine Mutter ist auch anfangs erst verbal auf meinen Vater losgegangen, und hat irgendwann zugeschlagen. Sie ihn. Seine Aggression hat er dann an mir abgelassen.

Wenn Du es ernst meinst, dass Ihr gute Eltern sein wollt, dann zieht dringend die Notbremse.

Es ist übrigens sehr selten, dass die Forist*innen sich so einig sind.

Ja, und als Randbemerkung, bei Aggressionen ist meine Toleranzgrenze sehr niedrig, mein Radar sehr feinfühlig. Da habe ich meinen Trigger. Siehe oben.

W, 51
 
A

A.nie

Gast
  • #32
An alle nein das wollte ich nicht hören. Ich kann akzeptieren dass ich genauso ein Problem habe. Ich habe geschrieben dass ich merke dass auch ich an mir arbeiten muss. Wenn hier aber Jemand ein Beispiel macht mit Frauen die im Frauenhaus ihre Kinder schlagen geht mir das zu weit.
 
  • #33
Wenn hier aber Jemand ein Beispiel macht mit Frauen die im Frauenhaus ihre Kinder schlagen geht mir das zu weit.
Es trifft auf Dich ja nicht zu. Du schlägst Deinen Mann nicht, Du schlägst Deine Kinder nicht. Du brauchst Dir diesen Schuh nicht anzuziehen.
Das Beispiel sollte zeigen, dass in einer gewalttätigen Beziehung oft beide (!) zumindest gewaltbereit sind und es sich entsprechend hochschaukelt. So wie bei euch, wo ihr euch gegenseitig nichts schenkt. Zu offener Gewalt ist es bei euch ja noch nicht gekommen.
Ihr beide schafft das!!
ErwinM, 51
 
  • #34
Liebe Fs,

ob Du eine temperamentvolle Beziehung hast, oder doch eine aggressive musst Du entscheiden.

Ein Coaching zum Kommunikationsverhalten ist gut, wenn ihr etwas verändern wollt.

Grenzen zu ziehen, ist ebenfalls wichtig. Wo ist Deine Grenze?
Ist zu schreien okay? Sind Beleidigungen noch in Ordnung? Was ist mit Drohungen oder mal ein kleiner Klapse oder auch mal ein großer im Eifer?

Klar ist halt, wenn Du Deine Grenze erst sehr weit außen beim Klaps setzt, dann sind eben Gebrüll und Drohung noch umfasst.

Ein Freund kann nicht ertragen, wenn er angebrüllt wird. Er trennte sich konsequent von Leuten, die beim Streit schreien. Auch das ist in Ordnung.

... und schau mal an, warum Du auf Konfrontationskurs gehst...
 
  • #35
er sagt er geht jetzt bevor er mir eine reinhaut.
Sowas zu sagen ist natürlich auch aller unterste Schublade. Sowas würde ich mir such von niemandem sagen lassen. Ich bin mir bewusst, dass es durchaus Menschen gibt denen man am liebsten eine rein hauen könnte. Trotzdem macht man es natürlich trotzdem nicht. Wenn man nur den Gedanken hat ihn allerdings nicht in die Tat umsetzt und auch nicht sagt ist es ja nicht so schlimm. Derjenige wo behauptet er hätte noch ein nie so einen Gedanken hat der lügt. Man sagt ja auch mal dem könnte ich den Hals umdrehen. Trotzdem macht man das natürlich nicht
 
  • #36
Liebe FS, du hast ein Kind und ein weiteres Kind ist auch unterwegs. Ihr seid beide gestresst und du möchtest einen Rat. Bei eurem Streit ging es konkret um den Keller. Es ist normalerweise so, dass man sehr viel hortet, was man nicht braucht. Alles landet in den Keller und wird dann vergessen. Du könntest zum Beispiel mit deinem Mann zusammen den Keller aufräumen, in dem Du vieles, was du nicht benötigst, entsorgst. Dann habt Ihr plötzlich viel Platz im Keller und alles ist überschaubar und das sorgt dafür, dass es euch besser geht. Google Marie Kondo Methode. Das kann euch bestimmt helfen.
 
  • #37
Auch das Anbrüllen ist eine Form von Gewalt. Mein Vater hat immer meine Mutter und uns Kinder angebrüllt, wenn was war. Geschlagen hat er uns nicht, aber wie dein Mann damit gedroht. Das alles war fast noch schlimmer, als körperliche Gewalt. Ähnlich schildert das Kafka im Brief an seinen Vater. Viele wissen gar nicht, dass Brüllen auch Gewalt bedeutet. Das hat nichts mit Temperament zu tun was du da schilderst in dem Grad. Das ist eine Atmosphäre der Angst und des Terrors, die ihr zusammen aufbaut.

noch heute erstarre ich vor Angst, wenn jemand schreit Und ich fühle mich direkt in meine Kindheit zurückversetzt, wo man hilflos und ohnmächtig ausgeliefert ist. Für Eure Kinder: Ich würde ein zwei Sitzungen bei professioneller Hilfe machen, wo Euch Beiden (auch die) Methoden beigebracht werden, adäquat zu streiten. Zum Beispiel zehn mal ein und ausatmen bevor man überhaupt was sagt. Ich hoffe eure Kinder bekommen diese schlimmen Streits nicht mit.
W32
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #38
.. ob Du eine temperamentvolle Beziehung hast, oder doch eine aggressive musst Du entscheiden.

Nun, Sie hat diese Frage hier gestellt, und folgendes beschrieben.

umlegt. Ich weiß dass ich manchmal nicht damit klarkomme wenn Er meine Meinung nicht akzeptiert Gestern ging es um unseren unordentlichen Keller - er sagt mir das normal - ich zicke - die Situation schaukelt sich hoch - er schreit - ich schreie - er sagt rede normal und akzeptiert aber nicht das was ich zu ihm sage - ich rase vor Wut - bis er mega aggro auf mich zu stürmt und kurz vor meinem Gesicht stehen bleibt und brüllt - ich erhebe aus Angst meine Faust - er sagt er geht jetzt bevor er mir eine reinhaut

Nur gefallen ihr die Antworten nicht.

Das Beispiel mit dem Frauenhaus ist unpassend, und das Bild verzerrend, völlig daneben.

Aber die andern Gedanken der Forist*innen werden ja genauso weggewischt.

Mehr als ein lapidares, ok ich weiß... kommt nicht.
Ansonsten sehe ich weder Einsicht noch Änderungswillen.

Sie ist hier kein Opfer, sondern genauso aggressiv wie ihr Partner - eine Spirale, die vor allem für das Umfeld, abhängige Kinder, toxisch ist, Traumata auslösen kann.

Und das will sie nicht sehen.

W, 51
 
  • #39
Bei mir schießen noch oft die Tränen und ich würde mich am liebsten irgendwo in der Ecke verkriechen. Ich bin eine taffe erwachsene Frau und habe nicht so schnell Angst, aber wenn jemand laut brüllt, dann sitzt es immer tief. Mir ist meine Reaktion extrem peinlich und das ist, glaube ich, sogar noch schlimmer, weil man gelernt hat, eigene Gefühle zu unterdrücken und sie als was schwaches wahrzunehmen. Ich habe schon vieles aus meinem Leben verarbeitet, aber diese Geschichte ist leider noch immer da.
 
  • #40
1.) Die FS hat sich VERTEIDIGT, indem sie ihre Faust gehoben hat. ER ist auf sie zugestürmt. Eine Frau hat das RECHT sich zu verteidigen und zu schützen!!

2.) Eine Trennung ist nicht SCHLECHT für Kinder. Viele nutzen dies noch als Ausrede um in ihrer Bequemlichkeit zu bleiben. Psychologische Untersuchungen haben bereits schon LANGE ergeben, dass Kinder, bei denen die Eltern sich getrennt haben und sich die Situation entspannt haben, PSYCHISCH DEUTLICH STABILER SIND als Kinder, die in einer toxischen oder gewalttätigen Elternbeziehung aufwachsen.

3.) Eine Trennung ist wichtig für die FS. Sie ist schwanger und hat ein Kind. Das wichtigste ist, dass sich die Situation entspannt. Die wird nicht gelingen, wenn sie räumlich bei einander bleiben.


Alles Gute FS!
 
  • #41

Liebe FS,
kein Mensch erhebt aus Angst die Faust. Eine Faust ballen und sie heben ist eine aggressive Geste, eine Drohung.
Das hat Dein Mann richtig erkannt und stellt die Beziehung infrage, bevor es zwischen euch zu Prügelorgien vor den Kindern kommt.

Ich bin eine sehr ausgeglichene Person. ...... Bei uns läuft etwas schief aber wir sind beide trotzdem sehr gute Eltern.
Auch hier verkennst Du die Realität/hast ein falsches Selbstbild. Du bist ganz und garkeine ausgeglichene Person, wenn Du im Streit Deinem Partner mit der Faust drohst.
Mit einem falschen Selbstbild und Rausrederei kannst Du aber nichts ändern.

Ihr habt temperamentvolle Streitigkeiten, die kurz vor körperlicher Gewalt stehen, schreit euch an, weil ihr keinerlei Beherrschung habt und über viele Jahre ein "Streitmuster" kultiviert habt, welches Du als temperamentvoll beschönigst.

Doch, ihr seid schlechte Eltern, denn euer kleines Kind kann nicht verstehen, dass das alles nur aufgeblasener Hahnenkampf zwischen 2 rücksichtslosen und sozial beschränkt kompetenten Erwachsenen ist. Es ängstigt sich zu Tode und fragt sich möglicherweise, ob es schuld ist am Geschehen.
Und euer ungeborenes Kind badet in Deinen Stresshormonen während ihr rumtobt. Das wirkt auf die Entwicklung seines vegetativen Nervensystems und zwar nicht im positiven Sinne, dass es ein belastbarer Mensch wird, weil es vor der Geburt schon so viel Irrsinn aushalten musste.
Ich weiß, wovon ich rede - ich hatte solche Eltern, die genauso uneinsichtig waren und darum nichts ändern konnten. Und ja, es wirkt bis heute nach, obwohl ich mittlerweile eine alte Frau bin.

Und im Übrigen bin ich auch komplett gegen Gewalt..... aufeinmal ist man eine Schlägerin und schlechte Mutter. Das finde ich sehr schade.
Ja, die Theorie und die Praxis. In der Theorie bist Du ein ausgeglichener Mnesch und gegen Gewalt und Auseinandersetzungen - die Praxis sieht leider anders aus.
Wenn Du wirklich was ändern willst, dann solltest Du weniger empfindlich gegen Kritik und weniger beratungsresistent sein.

Jeder Mensch mit geringfügiger Lebenserfahrung weiß, dass eine geballte Faust eine hochemotionale Drohgebärde ist und dass Du allein nicht mehr die Kontrolle über die Situation hast. Dein Gegenüber ist dann nämlich auch im emotionalen Grenzbereich und ihr könnt beide für garnichts mehr garantieren. Sowas kann ganz schnell in körperliche Übergriffe abgleiten. Indem Du Dich dieser Realität verweigerst, erhöhst Du das Risiko.
Also hör auf hier rumzuzicken, wenn Dir was gesagt wird, sondern raff Deine Ausgeglichenheit (an die außer Dir hier keine glaubt, so wie Du Dich gibst) zusammen, wenn Du die Posts liest und beantwortest.
 
  • #42
Ich bin eine taffe erwachsene Frau und habe nicht so schnell Angst, aber wenn jemand laut brüllt, dann sitzt es immer tief. Mir ist meine Reaktion extrem peinlich und das ist, glaube ich, sogar noch schlimmer, weil man gelernt hat, eigene Gefühle zu unterdrücken und sie als was schwaches wahrzunehmen.

Ich bekomme da auch immer noch Beklemmungen, Jahrzehnte später.
Aber, es ist mir nicht peinlich. Ich akzeptiere es.
Durchatmen, ggf. Realitätsbezug herstellen - es ist jetzt.

Das musste ich aber auch erst lernen, genau wie Gefühle nicht zu unterdrücken, sondern tatsächlich zu fühlen. Auch die sog. negativen, wie Angst, Wut (ist nicht Zorn oder Aggression)
Gefühle aber auch wie Sicherheit, oder Vertrauen können.

Und ich stehe auch dazu, wen ich beim Kennenlernen als aggressiv, unbeherrscht empfinde, den lerne ich nicht weiter kennen.

Man kann Meinungsverschiedenheiten anders klären.

W, 51
 
A

A.nie

Gast
  • #43
hallo Zusammen, danke für die Antworten. Ich danke Euch für die Einschätzungen. Ich bin selbst schockiert dass ich auch nicht besser bin als mein Mann. Das habe ich gestern auch im Gespräch mit Ihm gemerkt. Ich bin nicht ignorant sondern fällt es mir einfach schwer mit die Seele in einem Forum aus dem Leib zu schreiben. Das ist das erste Mal dass ich so etwas mache weil ich gestern so verzweifelt war.Ich habe die Dinge die Ihr geschrieben habt mitgenommen und werde diese bewerten und verarbeiten. Ich bin mir bewusst dass ich die Verantwortung für mein Handeln übernehme und dass es ganz bescheuert und kein bisschen besser als das Verhalten meines Mannes ist wie ich mich verhalte. Das habe ich nur leider nie ganz so gesehen. Wir haben uns gesagt dass wir beide unsere Probleme nun mit professioneller Hilfe angehen weil auch wenn so ein Streit alle zwei Monate passiert ist das zu viel. Und anders wie hier manche schreiben habe ich uneingeschränkt den Willen mich zu verändern da ich überhaupt nicht so sein möchte.
 
  • #44
Ich bin mir bewusst dass ich die Verantwortung für mein Handeln übernehme und dass es ganz bescheuert und kein bisschen besser als das Verhalten meines Mannes ist wie ich mich verhalte

Diese Erkenntnis ist doch super und der erste Schritt zur Besserung.

Denn ich denke auch nach eurem letzten Streit wäre es im nächsten Streit zur gewalttätigen Eskalation gekommen.

Man kann andere nicht verändern, man kann nur sich selbst und sein Verhalten ändern und damit eine andere Reaktion beim Gegenüber bestenfalls bewirken.

Ich drücke euch die Daumen.
 
  • #45
Ich bekomme da auch immer noch Beklemmungen, Jahrzehnte später.
Aber, es ist mir nicht peinlich. Ich akzeptiere es.
Durchatmen, ggf. Realitätsbezug herstellen - es ist jetzt.
Mir ist nicht peinlich, dass ich da zusammenzucke oder weinen muss, sondern peinlich, wenn es in der Öffentlichkeit passiert. Ich hatte Praktikum im Krankenhaus und eines Tages hat mich ein Pfleger angebrüllt. Wir hatten Teambesprechung und er hat sich wegen irgendeiner Situation aufgeregt und immer lauter geworden, ich habe ihn gebeten, ein bisschen runter zukommen, er meinte daraufhin, dass er sich aufregen kann wie er will, ich soll meine Klappe halten und ich werde noch sehen, wie er sein kann, dabei hat er sich leicht zum mir gebeugt und Zeigefinger in meine Richtung ausgestreckt. Vielleicht war es ein Fehler von mir, als Praktikantin einen Pfleger zurechtzuweisen, aber der Mann ist zwei Meter gross, war im Umgang mit Patienten auch nicht immer zart, ausserdem war ich in seinem Alter und fand sein Verhalten dazu recht unprofessionell. Ich bin dann leider richtig in Tränen ausgebrochen. Er ist dann aus dem Zimmer raus, die Kolleginnen haben versucht zu schlichten, der ist halt so, der hatte schon mal Burnout und arbeitet nur Teilzeit usw. Ich habe mich dann gefangen und habe gemeint, dass ich verstehe, Pflegeberufe ist extrem hart, aber ich sehe nicht ein, dafür bestraft zu werden und sollte sich solche Situation wiederholen, werde ich Beschwerde einlegen. Der Pfleger hat sich dann am nächsten Tag für ganze Woche krank gemeldet und als ich ihn nächsten Mal sah, hat man ihm schon gemerkt, dass er nicht wusste, wie er jetzt mit mir umgehen soll. Entschuldigt hat er sich nicht, aber er hat versucht möglichst professionell aufzutreten und ich habe auch kein Drama daraus gemacht.
Aber es war halt in dem Moment, wo ich aufgelöst war, unangenehm, so vor der versammelter Mannschaft. Ich fand das auch nicht unbedingt erwachsen, das meine ich.
 
  • #46
Ich bin eine sehr ausgeglichene Person. Das hat mit den Kindern nicht zutun, es ist eine Sache die zwischen meinem Partner und mir passiert. Bei uns läuft etwas schief aber wir sind beide trotzdem sehr gute Eltern.

Für mich klingt in Deinem Ausgangsposting wenig nach "ausgeglichener Person". Die Beziehung ist offensichtlich von beiden Seiten von Aggressionen geprägt. Zwei Kindern gegenüber unverantwortlich.

Wenn Du ihm die Faust zeigst, ist das in der Regel mutig, er dürfte körperlich überlegen sein, hat aber in dem Fall wohl besonnen reagiert. Holt euch Hilfe bei einer Paar-/Familienberatung.

Oft ist sogar eine Trennung das beste. Selbst wenn man Kinder hat. Kinder stecken eine Trennung normalerweise recht gut weg.

So wie die FS das beschreibt, ist zu befürchten, dass sie auch mit den Kindern entsprechend umgehen. Das ist dann eher ein Fall fürs Jugendamt...
 
  • #47
So wie die FS das beschreibt, ist zu befürchten, dass sie auch mit den Kindern entsprechend umgehen. Das ist dann eher ein Fall fürs Jugendamt...
Die Jugendämter sind chronisch unterbesetzt und haben ganz andere Problemfälle um die sie sich kümmern müssen. Sofern die Kinder gut versorgt (Essen, Trinken, saubere Kleidung u. Whg) und nicht geschlagen werden, werden die da nix unternehmen und nur müde lächeln.

In dem Fall wäre eher eine räumliche Trennung auf Zeit sinnvoll, damit beide erstmal durchatmen können, an sich arbeiten und überlegen wie es weitergehen könnte. Vielleicht mit professioneller Unterstützung.
 
  • #48
Ich bin selbst schockiert dass ich auch nicht besser bin als mein Mann...... Das habe ich nur leider nie ganz so gesehen.

Entspann Dich. Das zu sehen ist der erste Schritt, es ändern zu können. Wenn Du Dir einredest, dass Du ein sehr ausgeglichener Mensch bis, dann kannst Du keinen Ändereungsbedarf sehen und dann bleibt alles wie es ist.

Wir haben uns gesagt dass wir beide unsere Probleme nun mit professioneller Hilfe angehen
Richtiger Ansatz. Du hast hier auf Kritik sehr heftig reagiert. Dabei will Dir keiner was Böses, sondern Dir zeigen, dass es bei euch nicht gut läuft und zwar bei beiden nicht.
Wenn ihr in eine qualifizierte Beratung geht, wo man euch nicht nach dem Mund redet, dann wirst Du Dir manche unangenehmen Dinge anhören müssen. Das ist Auge in Auge noch schwieriger auszuhalten als in so einem anonymen Forum. Daher solltest du Dir immer sagen "keiner will mir Übles, ich selber will, dass es sich ändert".

Wenn Du die Kommentare aufmerksam gelesen hast, dann wird Dir auffallen, dass hier einige schreiben, dass sie derartig eskalierende Streitigkeiten auf ihren Elternhäusern kennen und dass es noch als Erwachsene was mit ihnen macht. Das kannnst Du für deine kinder nicht wolllen und das allein sollte Dir zeigen: es ist wert diesen unbequemen Weg zur Veränderung zu gehen.
 
  • #49
habe ich uneingeschränkt den Willen mich zu verändern da ich überhaupt nicht so sein möchte.
Das ist genau die richtige Einstellung dazu. Und anscheinend hat Dein Mann ja auch den Willen, dass sich was ändert. Dann schafft man es auch, irgendwann hinzukriegen, sich auf ruhige Weise zu unterhalten. Der Partner ist ja nicht "der Feind in der Beziehung", sondern hat bei einem Streit gerade selbst ein Problem und kann es nicht gut kommunizieren.

Viel Erfolg bei der Therapie! Es würde sich vielleicht auch lohnen, sich mehr mit sich selbst und der eigenen Kindheit zu befassen. Da gibt es ja anscheinend auch was, das schieflief, wenn Konflikte bislang so angegangen wurden.
 
A

A.nie

Gast
  • #50
Ok ich werde es anders formulieren. Ausgeglichen war das falsche Wort und seit gestern habe ich einiges an Erkenntnis dazugekommen. Ich bin ursprünglich eine Person der Freundlichkeit sehr wichtig ist und diese Faustsituation ist das erste Mal passiert. Ich schäme mich dafür! Ich habe mich als Opfer gesehen, ja! Ich habe nicht aufgehört rumzuzicken als er mich darum bat. Es gibt keinen Grund ich habe mich daneben verhalten. Und ja gestern morgen wusste ich nicht mehr wer hier verrückt ist. Er oder ich. Wie konnte es soweit kommen. Bevor unser Kleiner da war war das nicht so. Und jetzt dachten wir wir hatten einen guten Weg gefunden. Der reicht aber nicht. Ich muss genauso etwas tun das weiß ich. Wenn man mir aber mit einer Einschätzung unserer elterlichen Fähigkeiten kommt und das Jugendamt erwähnt weil wir Partnerschaftliche Probleme haben finde ich das eine Unverschämtheit. Wir haben einen Fehler den gehen wir an weil wir uns lieben und unserem Kind da auch nicht zumuten wollen. Deshalb stellt man fragen. Ich habe vorher schon geschrieben dass wir unserem Sohn bedingungslose Liebe geben und weder mein Mann noch ich den Kleinen je auch nur angeschrien haben. So eine Vorverurteilung treibt mir die Tränen ins Gesicht. Das hat nichts mehr mit einer objektiven Einschätzung zutun!
 
D

Dianthus

Gast
  • #51
Die Bereitschaft von dir und deinem Mann euer Streitverhalten zu zivilisieren ist sehr gut!
Reflektieren und Rückmeldungen anderer annehmen ist meist hilfreich aber sehr oft schwer.

Wenn man mir aber mit einer Einschätzung unserer elterlichen Fähigkeiten kommt und das Jugendamt erwähnt weil wir Partnerschaftliche Probleme haben finde ich das eine Unverschämtheit.
Nur um dich Aufzuklären:
Partnerschaftskonflikte können unter Umständen eine Inobhutnahme von Kindern erlauben. Sie können also eine Kindeswohlgefährdung nach 1666 BGB bedingen, die ein Eingriff in das Elternrecht legitimiert.
Ob das bei euch so gravierend ist kann ich nicht einschätzen, aber der Hinweis war keine Unverschämtheit. Vielmehr hat eine angemessene Aufklärung über das Gefährdungspotentials eures Verhaltens stattgefunden.
In der Regel wird das JA euch aber dabei helfen einen guten Rahmen für euren Streit zu finden. Dafür sind ja die Erziehungsberatungsstellen da.
Als präventives Angebot :)
 
  • #52
Die Jugendämter sind chronisch unterbesetzt und haben ganz andere Problemfälle um die sie sich kümmern müssen. Sofern die Kinder gut versorgt (Essen, Trinken, saubere Kleidung u. Whg) und nicht geschlagen werden, werden die da nix unternehmen und nur müde lächeln.

Kann sein, ist aber sehr traurig.

Wenn man mir aber mit einer Einschätzung unserer elterlichen Fähigkeiten kommt und das Jugendamt erwähnt weil wir Partnerschaftliche Probleme haben finde ich das eine Unverschämtheit.

Du kannst da Deine Sichtweise haben und von mir aus bin ich auch unverschämt.
Wenn Kinder damit psychisch geschädigt werden, dass die Eltern lautstark ihre "temperamentvolle Streitkultur" pflegen und beinahe körperlich werden, so wie Du es auch beschreibst, dann hat das für mich nichts mehr mit dem zu tun, was ich mir unter liebevollen Eltern vorstelle. Nicht umsonst nässen Kinder ja zum Teil, wenn Eltern sich dauernd anbrüllen. Da geht es nicht darum, das Kind nicht anzubrüllen. Und "partnerschaftliche Probleme" werden automatisch "familiäre Probleme", wenn ein Kind vorhanden ist.

Gerade deswegen ist Deine Folgerung, an der Beziehung dringend etwas zu tun, ja völlig richtig und dringend.
 
A

A.nie

Gast
  • #53
Die Bereitschaft von dir und deinem Mann euer Streitverhalten zu zivilisieren ist sehr gut!
Reflektieren und Rückmeldungen anderer annehmen ist meist hilfreich aber sehr oft schwer.


Nur um dich Aufzuklären:
Partnerschaftskonflikte können unter Umständen eine Inobhutnahme von Kindern erlauben. Sie können also eine Kindeswohlgefährdung nach 1666 BGB bedingen, die ein Eingriff in das Elternrecht legitimiert.
Ob das bei euch so gravierend ist kann ich nicht einschätzen, aber der Hinweis war keine Unverschämtheit. Vielmehr hat eine angemessene Aufklärung über das Gefährdungspotentials eures Verhaltens stattgefunden.
In der Regel wird das JA euch aber dabei helfen einen guten Rahmen für euren Streit zu finden. Dafür sind ja die Erziehungsberatungsstellen da.
Als präventives Angebot :)

Ja das glaube ich gerne dass es sowas gibt. Und wenn wir uns einmal in zwei Monaten so streiten ist das schlimm für alle. Das verharmlose ich nicht. Da kenne ich andere Familien da ist sowas normal und das will ich nicht. Ich möchte nicht dass unser kleiner sieht wie wir uns Anfeinden. ABER mir auf diesem Level mit dem Jugendamt zu kommen ist echt hart. Das ist für mich ehrlichgesagt auch eine ultimative Übertreibung. Ja er bekommt unseren Streit mit und ja es ist schlimm für Ihn und ich möchte nicht dass es so weitergeht deshalb schreibe ich hier. Wir sind nicht perfekt und wir müssen daran arbeiten. Diese Erkenntnis und alles was bei uns falsch läuft ist schon schlimm und traurig genug...
 
  • #54
ABER mir auf diesem Level mit dem Jugendamt zu kommen ist echt hart. Das ist für mich ehrlichgesagt auch eine ultimative Übertreibung.
Das JA interessiert sich leider für solche „harmlosen“ Fälle nicht. Heißt aber nicht, dass eine Einschaltung eine ultimative Übertreibung wäre.

Die ersten Jahre eines Kindes sind die wichtigsten Jahre überhaupt. Das kann man in jedem Erziehungsratgeber nachlesen. Diese entscheiden maßgeblich darüber wie sie die Welt sehen, sich entwickeln und mit anderen Menschen umgehen werden. Wenn sie früh lernen, dass man Probleme mit Anbrüllen löst, werden sie später nicht anders handeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #55
Ich habe vorher schon geschrieben dass wir unserem Sohn bedingungslose Liebe geben und weder mein Mann noch ich den Kleinen je auch nur angeschrien haben. So eine Vorverurteilung treibt mir die Tränen ins Gesicht. Das hat nichts mehr mit einer objektiven Einschätzung zutun!
Bedinungslose Liebe geben zu wollen und bedingungslose Liebe zu geben ist nicht ein und dasselbe. Man kann auch Liebe "antun", indem man das Kind mit der Liebe erdrückt oder es "gut meint". Es ist kein Geheimnis, dass Eltern oft über das Ziel hinausschiessen.
Was dein Fall angeht - dir haben mehrere Personen geschrieben, was Elterngewalt macht und tut mir leid, aber Kindes wohl geht über deine verletzte Eitelkeit. Und dass schreibe ich dir als Mutter, die elterliche Streitkultur in die eigene Partnerschaft übertragen hat. Und auch gemeint hat, "ein bisschen streiten schadet ja nicht". Mein Sohn ist seit dem 14 Lebensjahr mehr oder weniger in psychotherapeutischer Behandlung, hat mehrere Schulen abgebrochen und mittlerweile mit seinen 19 zeigt null Wille, irgendwas aus seinem Leben zu machen. Die Schwere, die ich an ihm wahrnehme, ist manchmal mit Händen zu greifen. Er hat buchstäblich einiges in sich hineingefressen. Meine Tochter ist taffer und Gott sei Dank ihrer Offenheit schwappt es aus ihr raus, so dass es wenigstens so an Emotionen raus kommt. Den kompletten Schaden werde ich aus ihnen nie rausbekommen, ich hoffe nur, dass sie trotzdem halbwegs vernünftige Beziehungen schaffen.
 
  • #56
Ich möchte auch sagen, dass sich auf diese Weise anbrüllende Eltern auf jeden Fall Schaden beim Kind hinterlassen. Ich kenne einige Leute, die das später entweder so weiter in ihren Beziehungen handhaben oder eine komplizierte Beziehung zu den Eltern haben. Ich denke, Kinder spüren sowas auch dann, wenn sie nicht mal direkt dabei sind, diese aggressiven Stimmungen. Zu sagen, das hätte mit den Kindern nichts zu tun, ist sehr blauäugig. Meine Mutter ist auch gern ausgetickt, hat Sachen an die Wand geworden und geschrien. Mein Vater niemals. Ich denke, das ist mit ein Grund, warum ich mich eng an meinen Vater angeschlossene habe und zu meiner Mutter ein schwierigeres Verhältnis habe. Diese Unberechenbarkeit war mir nicht geheuer und hat mich abgestoßen, obwohl sie mir nie was getan hätte. Aber es ist gut, dass du Hilfe suchst und das Problem erkannt hast.
 
  • #57
Hallo werte Fragestellerin,
ich möchte Dir zunächst einmal dazu gratulieren, dass Du Dich an das Forum hier gewandt hast. Und eine zweite Gratulation ergeht von mir an Dich, dass Du weiterhin im Dialog mit uns hier geblieben bist, auch wenn es hart war und ist. Das schafft längst nicht jeder Fragesteller.
Ich habe so meine Vermutung, was Dich bei Deinem Mann so triggert: Kann es sein, dass Du Dich nicht ernstgenommen und als ebenbürtig von ihm betrachtet fühlst? Du hast ja geschrieben, er würde Deine Meinung nicht akzeptieren und das würde Dich zur rasenden Wut treiben. In dem Zusammenhang hat man Dir geschrieben, dass Du seine Meinung auch nicht akzeptieren würdest und dass Du wolltest, dass Dein Mann Deine Meinung übernähme. Ob das wirklich so ist, das wurde bislang nicht von Dir bestätigt oder kommentiert. Und ich vermute daher, dass es eigentlich auch so sein kann, dass er Deine Meinung nicht akzeptiert, sondern möchte, dass Du seine Meinung übernimmst, ohne Dir wirklich Gehör zu schenken. So in dem Sinne, dass er Dir sagt, der Keller sei nicht aufgeräumt und damit meint, dass es Deine Schuld sei und dass Du dafür zuständig wärest, weil Du ja gerade ohnehin nichts zu tun hättest (da gerade nicht im Beruf). Ich habe nämlich nichts davon gelesen, dass er in der Sache Keller kompromissbereit gewesen wäre in dem Sinne, dass er Deine Meinung nicht nur anhört, sondern auch tatsächlich zusammen mit seiner als Basis für einen Kompromiss genommen hätte. In dem Fall wäre es klar, dass Du über das Herumzicken versucht hast, Dir Gehör zu verschaffen. (Das ist aber die falsche Methode, um bei Männern irgendetwas zu erreichen. Im Gegenteil, damit lassen Männer Frauen auflaufen.) Ich vermute stark, dass Du Dich immer weiter hochschaukelst, je mehr Du den Eindruck hast, dass Deine Meinung ohnehin nicht wichtig ist. Das ist wie bei einem Paketzusteller, der sein Paket loswerden will, aber keiner nimmt sich des Pakets an. Also klingelt er immer wieder und kommt so lange vorbei, bis endlich jemand das Paket (die Botschaft) in Empfang nimmt.
Vermutlich hat sich bei Euch mit dem Beginn der Elternschaft das Kräftegleichgewicht verschoben. Als Du noch gearbeitet hast, hat er mehr Respekt vor Dir gehabt und hat sich also nur manchmal verbal nicht beherrschen können. Jetzt erwartet er, dass Du den Laden zu Hause schmeißt, aber gibt Dir dafür keine Anerkennung und erkennt auch nicht, dass Du erschöpft bist. Kann das sein?
 
  • #58
Wenn man mir aber mit einer Einschätzung unserer elterlichen Fähigkeiten kommt und das Jugendamt erwähnt weil wir Partnerschaftliche Probleme haben finde ich das eine Unverschämtheit...... Ja er bekommt unseren Streit mit und ja es ist schlimm für Ihn und ich möchte nicht dass es so weitergeht

Du kannst eure elterlichen Fähigkeiten nicht von euren Partnerschaftsproblemen trennen, denn Du erkennst richtig: euer Kind bekommt das mit, es wirkt heftig auf seine Entwicklung. Da könnt ihr euer Kind noch so bedingungslos lieben - ihr könnt es nicht ausradieren. Du machst Dich durch diese Sicht der Dinge auf einem Auge blind.

Auch euer Partnerschaftsstreit gehört zur Elternschaft für beide Kinder untrennbar dazu. Indem Du Dich dieser Erkenntnis verweigerst und dem Irrglauben der strikten Trennung hingibst machst Du einen sehr großen Fehler. Euer Kind und auch ihr lebt in einer Welt und in dieser findet jedes familäre Erleben statt, der Spass genauso wie der Streit - ihr werdet immer als Eltern für euer Kind von diesem wahrgenommen. Es gibt keine lieben Eltern (mit dem das Kind zu tun hat) und kein streitendes Paar (mit dem das Kind nichts zu tun hat).

Du hast ja geschrieben, die Probleme haben zugenommen seit Kind1 da ist - wundert keinen, denn Kinder machen nicht nur Spass sondern sind eine Belastung, eine besonders hohe, wenn 2 Erwachsene Probleme mit ihrer Impulskontrolle haben. Und wenn Kind 2 dazukommt, dann verdoppeln sich die Belastungen nicht, sondern sie multiplizieren sich für euch.

Gerade wenn ihr beide ein Problem mit der Impulskontrolle habt und so ein Leben für euer Kind nicht wollt (Beifall), dann ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass genau dieses unerfreuliche Verhalten eben auch Teil der Elternsschaft ist/zu euren elterlichen Fähigkeiten gehört.

So geladen, wie Du hier in einem Internetforum auf Kritik reagierst glaube ich nicht ansatzweise, dass Deine gestörte Impulskontrolle nur Deinem Mann gegenüber existiert - sorry, aber dafür bin ich zu alt und habe zu viel Lebenserfahrungen gesammelt. Möglicherweise hast Du Dich einem Baby/Kleinkind gegenüber noch im Griff, was aber wenn vom Kind massiverer Widerstand kommt?
Musst Du mir nicht beantworten, aber mach Dir einfach mal im stillen Kämmerchen, wo Du Dich niemandem gegenüber rechtfertigen musst Gedanken darüber.

Ich habe so meine Vermutung, was Dich bei Deinem Mann so triggert:
Nicht nur ihr Mann triggert sie. Sie geht hier bei jeder Kritik ab wie eine Rakete - frei von erwachsener Souveranität und ein echtes Hindernis für eine Paarberatung.
Da steckt ein ganz erhebliches Problem außerhalb ihrer Ehe dahinter - bei ihr.
 
  • #59
Bei mir schießen noch oft die Tränen und ich würde mich am liebsten irgendwo in der Ecke verkriechen. Ich bin eine taffe erwachsene Frau und habe nicht so schnell Angst, aber wenn jemand laut brüllt, dann sitzt es immer tief. Mir ist meine Reaktion extrem peinlich und das ist, glaube ich, sogar noch schlimmer, weil man gelernt hat, eigene Gefühle zu unterdrücken und sie als was schwaches wahrzunehmen. Ich habe schon vieles aus meinem Leben verarbeitet, aber diese Geschichte ist leider noch immer da.

Man muss als Erwachsene EINMAL an dem Punkt sein das man begriffen hat man selbst ist verantwortlich für sein Umfeld. Ich kam ebenfalls aus destruktiver Kindheit lange nicht zur Ruhe (Vater Alkoholkrank).

In meiner früheren Beziehung habe ich mir lange unbewusst selber mein emotionales Grab geschaffen um nur ja meine Ruhe zu bewahren. Mein Ex kannte leider auch keine Streitkultur, wenn er überfordert war wurde er laut. Das richtete sich noch nicht mal immer gegen mich aber die Stimmung im Haus war für mich unerträglich.

Der schmerzhafte Weg jahrelanger Versuche und Gespräche ändern nichts am unterschiedlichen Temperament und Mangel an Einsicht. Wenn das Gegenüber am brüllen nichts findet man aber selber mit viel weniger Intensität erschüttert ist muss man für sich selbst entscheiden.
 
  • #60
Ja das glaube ich gerne dass es sowas gibt. Und wenn wir uns einmal in zwei Monaten so streiten ist das schlimm für alle. Das verharmlose ich nicht. Da kenne ich andere Familien da ist sowas normal und das will ich nicht. Ich möchte nicht dass unser kleiner sieht wie wir uns Anfeinden. ABER mir auf diesem Level mit dem Jugendamt zu kommen ist echt hart. Das ist für mich ehrlichgesagt auch eine ultimative Übertreibung. Ja er bekommt unseren Streit mit und ja es ist schlimm für Ihn und ich möchte nicht dass es so weitergeht deshalb schreibe ich hier. Wir sind nicht perfekt und wir müssen daran arbeiten. Diese Erkenntnis und alles was bei uns falsch läuft ist schon schlimm und traurig genug...

In meiner Kindheit kam einmal der Punkt, an den ich mich erinnern kann. Und das war die Zeit als ich ca 13 war. Wir waren als Familie im Urlaub und es gab so schlimmen Streit das ich vermittelt habe zwischen meinen Eltern. Meine Mutter war irgendwo im Park unterwegs und ich bin zwischen denen hin und her gerissen und gelaufen. Worum es ging, weiß ich nicht mehr.

Zuhause auch diese Streits.

Mit 15 war dann mein Vater einige Monate alleinerziehend mit mir, dann bin ich zu meiner Mutter abgehauen.

HEFTIG wurde es mit zunehmendem Alter für mich, als so nach und nach das Ausmaß meiner psychiatrischen Narben mein Leben durcheinander gebracht hat.

MEIN Umfeld suche ich mir jetzt selbst aus, damals konnte ich das nicht.
 
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