• #61
Wenn sie früh lernen, dass man Probleme mit Anbrüllen löst, werden sie später nicht anders handeln.
Diesen kausalen Zusammenhang gibt es so nicht. Das Kind kann genausogut oder häufiger ängstlich und depressiv werden, wie man aus den Kommentaren derjenigen die es erlebt haben hier unschwer erkennen kann.
Wobei ich die ängstlich-depressive Lebenshaltung viel schlimmer finde, weil sie unbemerkt bleibt und sich verfestigt. Agression erzeugt Gegenreaktionen anderer und ist immer die Chance zur eigenen Kurskorrektur für ein Kind sobald es alt genug ist, das zu verstehen und sein Verhalten für das eigene Leben zu wählen..
 
  • #62
Man kann Meinungsverschiedenheiten anders klären.
Nicht mit jedem Menschen.
Es gibt auch solche, bei denen man so massiv angegriffen oder auch in beziehungen nach und nach abgewertet (siehe Nachbarthread zum Thema "Verzeihen", Faktor Narzissmus) und beschädigt wird, so das man sich dann eben trennen müsste.

Solche Menschen werden immer, auch beim Thema "Kelleraufräumen" immer mit allem kämpfen , was sie haben, alles einsetzen. Rücksichtslos und völlig unangemessen. Immer auch die Beziehung.

Aber das Trennen geht nicht so einfach, gerade solche Narzissten und Egomanen wissen unbewusst um ihre Eigenschafen und versuchen, Bindungen und Abhängigkeiten zu schaffen, durch die Trennungen unwahrscheinlich werden.

Im Ergebnis gibt es dann sowas, wie hier im Falle von @A.ni

Ich vermute,es ist so , dass ER an SIE (die FS) gebunden ist und sie nutzt ihre Macht aus, damit ER sich sich nicht trennen kann. Die Kinder könnten dafür ein Indiz sein, muss aber nicht.

Die FS sagt einfach immer "nein", und fertig. Egal, worum es geht, aknn auch Kleleraufräumen sein.

Wenn sie das so durchzieht, kann er nichts machen, außer sich trennen. Umgeekhrt geht das auch.

Sein Ausweg ist hier scheint dann verbale und angedrohte Gewalt, weil er andere Möglichkeiten realistisch nicht hat.
Vielleicht ist er aber auch einfach nur ein blödes Arschloch.
 
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  • #63
Du hast gefragt, "ist mein Partner gewalttätig" und hast geschrieben von Wut Deinerseits. (Rasend vor Wut!) Klar, warum das Forum hier auf eine immerhin schlechte Streitkultur Eurerseits schliesst. Wenn Du solche Fragen mit Gewaltandeutung stellst, musst Du Dich nicht wundern.
 
  • #64
Ich verstehe nur nicht warum da immer unterschieden wird wer zu schlägt.
Ich verstehe nicht, warum du da nicht unterscheiden willst.
Es ist völlig klar, dass es auch gewalttätige Frauen gibt, die ihre Partner schlagen. Dafür muss der Partner nicht auch ein Aggressor sein.
Genauso umgekehrt, kann eine Frau nicht den geringsten Beitrag geleistet haben an der regelmäßigen Aggressivität des Partners.
Nur weil @Andreas1965 mal irgendwas gelesen hat, ist das noch lange nicht die Regel. Es gibt natürlich Leute, die ihr Weltbild damit bestätigt sehen wollen.

Natürlich gibt es auch psychische Gewalt, die jemand zur Aggressivität triggern könnte. Es wäre jedoch völliger Blödsinn, die psychische Gewalt den Frauen zuzuordnen und die physische den Männern, oder umgekehrt.
Diese Schubladen funktionieren wie immer nicht.

Die FS hat nicht die Hand gegen ihren Partner erhoben. Sie hat seinen Angriff, nämlich das auf sie Zukommen, das sich vor ihr Aufbauen und das Anbrüllen, in Erwartung von Gewalt notfalls abwehren wollen.
Im Moment des hitzigen Streits, war es auch das Ziel ihres Partners sie einzuschüchtern, um sich durchzusetzen.

Es gibt grundaggressive Menschen, die ihre Gefühlswelt nicht steuern können. Menschen, die Grenzen überschreiten und auch überschreiten wollen. Menschen, die ihre Komplexe durch vermeintliche Macht über Andere ausgleichen wollen.

Mir ist aufgefallen, dass man folgende Sätze oft bei diesen Menschen findet: "Du hast mich provoziert, so dass es irgendwann den Schalter umlegt". Genau diese Aussage hört man immer wieder von Menschen, die sich selbst nicht unter Kontrolle haben, oder auch Lust am Ausrasten haben. Die angebliche Provokation, ist dann eine völlig normale Handlungsweise. Es kann ja nicht sein, dass ein Streit den nun mal viele Pärchen haben, sich einer so "provoziert" fühlt, dass er zuschlägt. Da hat eben eindeutig der Schläger ein Problem mit sich und nicht die Person, die ihren Standpunkt klar machen will.
Zu diesem grundaggressiven Verhalten gehören auch gerne die Beleidigungen.
Was man auch oft in der Konstellation findet, ist der Ausspruch: "Ich fühlte mich in die Ecke gedrängt".
Dieses Verhalten ist natürlich äußerst schwach. Derjenige ist ja kein Tier, welches man in eine Ecke drängen könnte und welches dann zubeißt.

Ich tippe bei so einem Verhalten schlicht auf fehlenden Respekt. Der Partner ist zu sehr Gewohnheit, als dass der Aggressor befürchtet, dass ihm der Partner davon gehen könnte. Gerade wenn der Angegriffene sich immer wieder versöhnt.
Natürlich liegt aber bei so einer "Streitkultur" wie beschrieben grundsätzlich fehlender gegenseitiger Respekt vor.

bestimmte Situationen zu vermeiden, bei denen du weisst, dass er da gern austickt
Ich bin dagegen sein eigenes Verhalten soweit zurückzunehmen, damit der Andere bloß nicht "austickt".
 
  • #65
Ich bin dagegen sein eigenes Verhalten soweit zurückzunehmen, damit der Andere bloß nicht "austickt".
So habe ich nicht gemeint. Jeder von uns hat schwache Punkte, wo wir es nicht gern sehen, wenn jemand darauf reitet. Meine Tochter hat gerade einen aktuellen Wortwitz, den sie momentan täglich an mir ausprobiert. Auf meine Bitte es zu unterlassen reagiert sie nicht, sie findet es soo witzig. Wahrscheinlich werde ich bald "austicken", obwohl es ziemlich lange dauert, bis ich austicke, auch wenn es hier nicht den Anschein macht, ich bin eine von ehe ruhigen. Oder wenn jemand nicht mag, dass er angefasst wird und da kommt einer, der recht touchy ist und sagt, hey, du bist ja steif, sei locker blabla, dann wird er bald merken, wie steif der andere tatsächlich ist.
Ein anderer Beispiel. Wenn ein Mann seine Ruhe braucht, weil er gestresst ist oder ihn irgendwas bedrückt, Frau aber sich kümmern will und ihn mit Fragen nervt, was denn los ist, dann ist es so eine Situation, wo er austicken könnte und Frau später meint, was hast du denn, ich habe nichts gemacht.
Selbstverständlich gibt es Menschen, die sich grundsätzlich nicht in Griff haben und zu meiden wären. Da die FS 17 Jahre mit dem Mann zusammen ist, gehe ich davon aus, dass er nicht zu solchen Menschen gehört. Und wenn doch, dann hätte sie auch bestimmte Defizite, an denen sie arbeiten soll, was der Forum versucht, ihr zu vermitteln.
 
  • #66
Die FS hat nicht die Hand gegen ihren Partner erhoben. Sie hat seinen Angriff, nämlich das auf sie Zukommen, das sich vor ihr Aufbauen und das Anbrüllen, in Erwartung von Gewalt notfalls abwehren wollen.
Im Moment des hitzigen Streits, war es auch das Ziel ihres Partners sie einzuschüchtern, um sich durchzusetzen.

Liebe Schnuppe,
Leider ist es hier doch anders, die Aggressionen sehe ich auf ihrer Seite, mit Deeskalierungsversuchen seinerseits.

Die geschilderte Situation, - mit der Ergänzung vorher, das sie nicht gut damit umgehen kann, wenn er anderer Meinung ist -
War, dass um den unordentlichen Keller ging. Er redete NORMAL, sie reagierte mit Gezicke, dann schaukelte es sich hoch, es geht mit sich steigendem Gebrüll WEITER, er versucht eine Deeskalation, in dem er normale Lautstärke fordert, sie aber weiter sauer ist, weil er "ihre Meinung nicht akzeptiert" .
Also schreit sie weiter - "sie rast vor Wut" (!!!) Bis er auf sie zugeht, sie ihm mit der Faust droht - und er dann aus der Situation geht, weil er selbst einräumt, dass er sonst die Beherrschung verliert.

Im Fazit, wenn Ihr etwas nicht passt, wird sie zickig.
Wenn man dann ihre Meinung nicht akzeptiert, und nicht tut, was sie möchte, wird sie zickiger, schreit, und tickt dann aus. "Rasen vor Wut" ist Kontrollverlust.

Ihr Mann hat Deeskalation versucht, er ist dann auch an seine Grenzen gekommen, laut geworden - und hat dann den Streit abgebrochen, nach ihrer Drohung mit der Faust.
Ich nehme ihr die Angst nicht ab. Wer erst rast vor Wut gegen einen anderen Menschen, erschrickt vielleicht, wenn dann ein Echo kommt. Aber die Faust war die Steigerung des verbalen Rasens, keine Angst, sondern eine aggressive Drohgebärde.

Wenn die Beiden, vor allem sie, nun aufwacht, ihre Anteile sieht, und therapeutische Unterstützung in Anspruch nehmen, ist es ein guter Schritt.

Aber das Thema Impulskontrolle, Akzeptanz anderer Meinungen ist schwerpunktmäßig ihr Thema, das hat man bei ihren Reaktionen auf die Posts hier lesen können.

Hier im Besonderen würde ich gerne seine Seite lesen.

W, 51
 
  • #67
und ihn ... nervt, was denn los ist, dann ist es so eine Situation, wo er austicken könnte und Frau später meint, was hast du denn, ich habe nichts gemacht.
Selbstverständlich gibt es Menschen, die sich grundsätzlich nicht in Griff haben und zu meiden wären. Da die FS 17 Jahre mit dem Mann zusammen ist, gehe ich davon aus, dass er nicht zu solchen Menschen gehört. Und wenn doch, dann hätte sie auch bestimmte Defizite, an denen sie arbeiten soll, was der Forum versucht, ihr zu vermitteln.
Ergänzend fällt für mich darunter auch die Situation
ich zicke - ...- er schreit - ich schreie - er sagt rede normal ... - ich rase vor Wut - bis er mega aggro auf mich zu stürmt...
Wenn einer schon sagt, er will nicht angeschrien werden und man sollte seine Lautstärke dämpfen, wäre es genau diese Situation, wenn der andere dann dennoch weiter rumbrüllt und schreit, dass er denjenigen nervt; hier sollte derjenige bevor er weiter schreit, diese Wut nehmen und gehen, um runterzukommen von der Wut; oder derjenige aus der Situation gehen, der nicht weiter angeschrien werden will und denjenigen allein vor sich hintoben lassen, bis dieser sich abreagiert hat, nur sollte dann derjenige der weiter jemanden anschreien will, um seine Wut an ihm auszulassen, Verständnis haben, wenn dieser gehen möchte, weil er die volle Wut nicht anhören will, und diesen auch dann gehen lassen(!) und nicht weiter auf volle Lautstärke und volle Emotionen ihm nachlaufen und es noch bis zum Ende ausdiskutieren wollen.
 
  • #68
@Lionne69 Ich kann hier den Mann auch nicht einfach unter gewalttätig verbuchen....Ich meine der ist jahrelang nicht ausgeflippt.
Ein gewalttätiger Mensch bleibt doch nicht so lange unauffällig und...er kontrolliert nicht mal den Stopp wenn man so verbal auf ihn losgeht


Ich habe auch niemand verprügelt...ok einmal mit 11 Jahren...Kinder nicht touchiert...nichts
Aber am letzten Tag meiner Ehe ist mein Exmann über jede verbale Grenze gegangen, das waren Qualen....
Meine Faust wollte wirklich.....
Da er die Tür abgeschlossen hatte, flog diese nun aus der Zarge.
Freundinnen lachen eher wenn sie das hören, und es kamen schon Sprüche, ob ich da Hulkgrün war...
Ich habe eben nicht das Gesicht, sondern die Tür genommen, aber ich glaube den Schritt auf ihn zu, hatte ich auch ....

Dennoch wurde ich nie gewalttätig ausgeführt oder gewalttätig gesehen.

Und wenn der Mann hier ähnlich verzweifelt war...hat auch er sich gerade noch bremsen können
 
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  • #69
Ursprünglich lautete der Titel deines Threads etwa "Ist unsere Beziehung gewalttätig oder nur temperamentvoll?" (Genau erinnere ich mich nicht, aber die Änderung zu "Ist mein Partner gewalttätig?" ist mir aufgefallen.
Du schreibst, du "rast vor Wut", beschreibe doch mal näher, wie das im Anlassfall aussieht. Was tust du, wenn er den chaotischen Keller moniert, wie genau "rast du vor Wut"?
Wenn ich das lese, habe ich eine Furie vor Augen, die außer sich ist, die Faust hebt, als wolle sie dem Partner eine aufs Maul hauen - und die sich dann wundert, wenn er sagt: Ich gehe, bevor ich zurückschlage.
Was für eine Streitkultur, nämlich gar keine.
So wie du dich hier darstellst, sehe ich dich auch als Dramaqueen, unfähig zur Deeskalation, sorry. Ein wenig Selbstreflexion, Nachdenken über die eigenen Anteile wäre dringend angeraten.
 
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