• #1

Ist Neustart mit 33 zu waghalsig?

Guten Abend.
seit 3 Jahren bin ich in einer Beziehung. Wir leben auch zusammen aber ich bin nicht glücklich. Unglücklich kann ich mich allerdings aber auch nicht zwingend nennen... Mein Partner ist ein sehr bodenständiger, treuer Mann. Ich weiß, er würde alles in seiner Macht stehende für mich tun. Ich muss mir bei ihm keine Sorgen machen, dass er mich "von heute auf morgen" für eine Andere verlässt. Jetzt denken sicher alle: "Bist Du verrückt, lass den bloß nicht gehen?!"... Aber es fühlt sich oft "falsch" an. Ich bin sehr ehrgeizig und möchte immer ein wenig mehr. Er ist dafür eher mit wenig zufrieden. Ich bin sehr strukturiert, er ist eher der Typ "ich mach das schon noch irgendwie irgendwann". Das finanzielle geht bei uns auch auseinander. Ich kann gut mit Geld umgehen, habe mir ein paar schöne Dinge geleistet (Neuwagen, etc.), er hat noch Altlasten von Früher und nicht wirklich "Besitz". Unser Humor ist oft so unterschiedlich und ich habe teilweise Zukunftsängste mit ihm, weil ich nicht weiß, wie das finanziell mal werden soll. Ich muss mich um vieles kümmern, weil er nicht das "Wissen" hat oder sich nicht "einliest"... Dann bin ich wirklich der festen Überzeugung, dass eine Trennung für uns beide das Beste ist. Und dann überkommt mich die Angst, mit 33 Jahren ein Leben mit Partner und mal Kinder wegzuschmeißen. Er würde sofort eine Familie mit mir gründen wollen. Ich habe so Angst, das "wegzuwerfen" und kinderlos und einsam dazustehen. Ich bin nicht unattraktiv und lerne schnell Männer kennen, hatte aber vor meiner jetzigen Beziehung knapp 4 Jahre kein schönes Singleleben. Falsche Männer kennengelernt oder sie mir zum Teil sicher auch selbst gesucht.

Wie geht es euch damit, wenn ihr gewollt oder auch ungewollt mit 33, 34, 35 etc nochmal bei "null" anfangt?

Ich hab zur Zeit das Gefühl ich muss mich zwischen einer unerfüllten Partnerschaft entscheiden oder einer "einsamen" Zukunft. In meinem Freundeskreis sind alle vergeben, verheiratet, gründen gerade Familie. Die eigene Familie fragt bei jedem Besuch, wann es denn mal Enkel gibt. Ich will gerne Kinder, aber ich kann es mir mit diesem Partner einfach nicht vorstellen. So sehr ich es mir auch wünschen würde.

Diese Situation besteht seit über 1 Jahr. Es wurden Sorgen auch schon mehrmals in der Beziehung angesprochen. Aber man kann und sollte einen Menschen eben auch nicht soweit verändern müssen, bis er "passend" ist...
Mal gibt es Tage, wo ich froh bin ihn zu haben, dann gibt es Tage - die sind leider überwiegender als die guten Tage - wo ich nicht mal Heim will, wenn er da ist. Ich könnte mir keine Hochzeit vorstellen und schaue unbewusst auch nach anderen Männern (würde aber niemals fremdgehen!)
Naja und dann denke ich an die letzten Jahre und wie viel Idioten ich kennengelernt hatte, wie oft ich traurig war und teilweise auch einsam. Und dann kann ich mir eine Trennung nicht mehr vorstellen. Ein Teufelskreis
 
  • #2
Du bist ERST 33. Es ist nie zu spät für einen Neuanfang. Und glücklich sein ist aus meiner Sicht das oberste Gebot. Aber Du kannst auch niemanden für Dein Glück verantwortlich machen. Das obliegt Dir selbst
 
  • #3

Bist Du alleine mit Dir glücklich? Kannst Du glücklich sein?
Oder suchst Du (wie so viele) einen Partner, der Dich glücklich machen soll? So funktioniert das nicht!


Jetzt denken sicher alle: "Bist Du verrückt, lass den bloß nicht gehen?!"...

Was andere denken ist erst mal völlig egal!


Dann bin ich wirklich der festen Überzeugung, dass eine Trennung für uns beide das Beste ist. Und dann überkommt mich die Angst, mit 33 Jahren ein Leben mit Partner und mal Kinder wegzuschmeißen. Er würde sofort eine Familie mit mir gründen wollen. Ich habe so Angst, das "wegzuwerfen" und kinderlos und einsam dazustehen.
Ich hab zur Zeit das Gefühl ich muss mich zwischen einer unerfüllten Partnerschaft entscheiden oder einer "einsamen" Zukunft.

Typisch. Ich bin unglücklich in der Beziehung aber trenne mich nicht, weil ich Angst vor dem Neuen, dem Ungewissen, der Trennung, der Mehrarbeit und vor allem Angst vor dem Alleinsein haben.

Du hast noch genug Zeit für ein Kind. Viele Bekannte haben sich in deinem Alter getrennt, einen neuen Partner gefunden und recht schnell stellte sich der Nachwuchs ein.

In meinem Freundeskreis sind alle vergeben ...

Ich könnte mir keine Hochzeit vorstellen und schaue unbewusst auch nach anderen Männern

Du checkst den Markt schon ab?
 
  • #4
Wir leben auch zusammen aber ich bin nicht glücklich.
Ich gebe dieser Beziehung keine Chance, das wichtigste ist in einer Beziehung glücklich zu sein, glücklich sein kommt von Liebe getragen, die fehlt hier, alles Verstand was ich hier lese.
Bist Du verrückt, lass den bloß nicht gehen?!"... Aber es fühlt sich oft "falsch" an. Ich bin sehr ehrgeizig und möchte immer ein wenig mehr.
Was andere denken und sagen ist völlig unwichtig, es geht darum, was du fühlst, höre auf deinen Bauch.
Und dann überkommt mich die Angst, mit 33 Jahren ein Leben mit Partner und mal Kinder wegzuschmeißen. Er würde sofort eine Familie mit mir gründen wollen. Ich habe so Angst, das "wegzuwerfen" und kinderlos und einsam dazustehen.
Du solltest in erster Linie und ausschließlich auf dich achten und nicht diese Nebensächlichkeiten als wichtigster Punkt sehen.
Wie geht es euch damit, wenn ihr gewollt oder auch ungewollt mit 33, 34, 35 etc nochmal bei "null" anfangt?
Lieber das, als bei einem Partner bleiben, der nicht passt und nicht gut tut.
Die eigene Familie fragt bei jedem Besuch, wann es denn mal Enkel gibt. Ich will gerne Kinder, aber ich kann es mir mit diesem Partner einfach nicht vorstellen. So sehr ich es mir auch wünschen würde.
Noch mal guter Tipp von mir, tue es nicht und höre nicht auf deine Familie, die dir Druck machen, der größte Fehler deines Lebens.
Ich könnte mir keine Hochzeit vorstellen und schaue unbewusst auch nach anderen Männern (würde aber niemals fremdgehen!)
Das sind alles Zeichen dafür, dass du es nicht machen sollst, lass dir auch hier nichts anderes sagen, höre wirklich und ausschließlich auf dein Bauch, alles andere wirst du bitter, bitter bereuen.
 
M

morslucis

Gast
  • #5
Mal gibt es Tage, wo ich froh bin ihn zu haben, dann gibt es Tage - die sind leider überwiegender als die guten Tage - wo ich nicht mal Heim will, wenn er da ist. Ich könnte mir keine Hochzeit vorstellen und schaue unbewusst auch nach anderen Männern (würde aber niemals fremdgehen!)
Naja und dann denke ich an die letzten Jahre und wie viel Idioten ich kennengelernt hatte, wie oft ich traurig war und teilweise auch einsam. Und dann kann ich mir eine Trennung nicht mehr vorstellen. Ein Teufelskreis
Unterm Strich ist dein einziger Grund bei ihm zu bleiben deine Angst vorm Alleinsein.
Ziemlich dünn als Basis für eine Beziehung, meinst du nicht?
Lass ihn ziehen, auf dass er eine Frau findet, die ihn so akzeptiert wie er ist, und die MIT IHM Kinder haben will.
Emotional bist du längst getrennt.
Auch du wirst in deinem Alter mit aktuellem Kinderwunsch schnell einen Mann finden, der ebenso materiell und auf das (sichere) abarbeiten von Lebenszielen eingestellt ist.

m34
 
  • #6
Ich bin sehr ehrgeizig und möchte immer ein wenig mehr. Er ist dafür eher mit wenig zufrieden
Wenn Du einen ebenfalls ehrgeizigen Mann hättest, wer würde sich dann um mögliche Kinder kümmern, mehr im Haushalt machen, wenn der andere seinen Ehrgeiz lebt, die Beziehung "zusammenhalten", wenn man sich nicht oft sehen kann? Ich denke, wenn Männer sehr ehrgeizig sind, ziehen sie sofort die Energie aus der Beziehung oder vielmehr stecken gar nicht erst so viel rein, dass wegen ihnen die Beziehung gefestigt wird.
Ich bin sehr strukturiert, er ist eher der Typ "ich mach das schon noch irgendwie irgendwann"
Wenn man jemanden um irgendwas bittet und er hört nicht mal zu und sagt "irgendwann" und das heißt "nie", dann würde mich das sehr nerven. Aber wenn Du grenzüberschreitend versuchst, ihn zu verbiegen, dann machst Du den Fehler. Also es kommt drauf an, bei welchen Themen er es sagt.
habe teilweise Zukunftsängste mit ihm, weil ich nicht weiß, wie das finanziell mal werden soll. Ich muss mich um vieles kümmern, weil er nicht das "Wissen" hat oder sich nicht "einliest"
Schlecht. Aber auch hier die Frage: Willst Du ihn bearbeiten, dass er Karriere machen soll? Bedenke, dass er dann nicht mehr so viel bis kaum Energie in die Beziehung stecken könnte. Es kommt für mich drauf an, ob er wirklich ein Stoffel ist, der denkt "die macht schon" und sich zurücklehnt, oder ist er mit Leib und Seele ein Fast-Hausmann mit gewissem Untalent zu Steuererklärungen und dergleichen.

Also mE musst Du erstmal möglichst objektiv durchdenken, ob es den Mann, den Du Dir wünschst, überhaupt geben kann. Die Machertypen sitzen niemals zu Hause und hüten das Kind, weil die Mutter überlastet ist oder selbst wieder in den Beruf finden will. Die Machertypen haben einen Job, für den sie leben, wo der Macher unentbehrlich ist. Vielleicht gibt es Ausnahmen, wenn der Mann alles erreicht hat und denkt, er könnte eine Auszeit vom Job gebrauchen und Kind betreuen. Dann würde ich aber vermuten, dass er schon an die 50 ist.
Guck Dir ganz genau die Beziehungen Deiner Freundinnen an. Wer hat da die Heimhüterolle und wie ist der Partner. Sind die so wie Du gestrickt oder bist Du eher wie die Männer Deiner Freundinnen drauf.

Es ist ne schwierige Sache. Willst Du zu viel oder ist Dein Partner wirklich zu wenig kompatibel mit Dir? Warum stört Dich seine Ehrgeizlosigkeit - weil Du Angst hast, am Hungertuch nagen zu müssen, alles allein regeln zu müssen, oder weil Du unehrgeizige Männer unsexy findest?
Wenn er jetzt noch mit Finanzkram gut zurechtkäme und nicht Du immer alles regeln müsstest, wäre er dann ein Traumpartner oder stimmt noch was ganz anderes nicht (sexuelle Kompatibilität, sich über geistanregende Themen unterhalten können, beim Humor hast Du es ja schon geschrieben, dass es hakt).
 
  • #7
Wenn du Kinder willst, dann mach jetzt Schluss! Bekomme keine Kinder innerhalb einer unzufriedenen Beziehung. Deine Kinder würden darunter leiden. Und du auch.

Meine Mutter hat meinen Vater geheiratet, obwohl sie ihn nicht liebte und er überhaupt nicht zu ihr passte. Wohl aus Torschlusspanik. Sie sind zwar immer noch verheiratet, aber die Ehe war ein Desaster von Anfang an, und meine Mutter liess ihren Frust an mir aus. Das ist sicher ein Extrembeispiel, aber dennoch rate ich jedem, nicht aus Torschlusspanik mit jemandem Kinder zu bekommen.

Ich habe mich mit 32 scheiden lassen und es nie bereut. Wollte ursprünglich mal Kinder mit meinem Ex. Heute bin ich extrem froh, dass ich keine habe. Mit 33 bist du noch nicht zu alt, den Richtigen zu finden. Aber warte nicht länger. Das bringt nichts.

Übrigens macht ein Kind eine unglückliche Beziehung niemals besser.
 
  • #8
Wenn Du nicht mehr nach Hause möchtest, ist die Sache gestorben.

Es ist eine der allerwichtigsten Entscheidungen im Leben, mit wem mann/frau Kinder haben möchte.

Ernsthaft - lieber keine Kinder als in einer Beziehung, die jetzt schon eine solch schlimme Schieflage hat. Du wirst ziemlich sicher alleine da stehen, dann lieber ganz alleine ohne Partner. Dieser Mann ist jetzt noch verschuldet, Du übernimmst Aufgaben für ihn als sei er halbwüchsig - wohin soll das führen?

Nur Mut, vertrau Deiner Stärke!
 
  • #9
Dann bin ich wirklich der festen Überzeugung, dass eine Trennung für uns beide das Beste ist. Und dann überkommt mich die Angst, mit 33 Jahren ein Leben mit Partner und mal Kinder wegzuschmeißen.

Im Kern wird sich jemand in eurem Alter nicht mehr ändern. Im Grunde hast Du also nur die Wahl, ihn so wie er ist, lebenslang zu nehmen. Wenn das in Dir keine Begeisterung auslöst, wird sich das in 10 Jahren nicht ändern. Mag sein, dass Du dann zwei Kinder hast und einen Partner, den Du lieber loswerden willst. Ich finde, das sind auch keine schönen Aussichten. Ich an Deiner Stelle würde darauf schauen, dass die Beziehung wirklich sehr gut funktioniert, bevor ich Kinder haben möchte, und vor diesem Hintergrund eine Beziehung beenden, wenn ich unbedingt Kinder will.
 
  • #10
Guck Dir ganz genau die Beziehungen Deiner Freundinnen an. Wer hat da die Heimhüterolle und wie ist der Partner. Sind die so wie Du gestrickt oder bist Du eher wie die Männer Deiner Freundinnen drauf.
Ich kann bei dem Beitrag von FS keine Liebe erkennen, ihr Bauchgefühl bestätigt das, genau das ist das unwohle Bauchgefühl bei ihr, wenn die Männer der Freundinnen aufmerksam sind, gut und liebevoll mit der Partnerin umgehen, ist alles okay, das vermisse ich bei FS.
 
  • #11
Hallo,
Da ich auch 33 bin und Single, antworte ich dir mal aus meinem Leben:
Ich bin nicht bei Null. Punkt!
Ich finde es furchtbar, Singles so darstehen zu lassen, als hätten sie nichts erreicht, weil man mit 33 nicht verheiratet ist und Kinder hat. Also: falsche Denkweise! Es ist nie zu spät GLÜCKLICH ZU SEIN!
Frage dich nicht ob du mit jemand anderen glücklicher wärest, und ob du schnell einen hast, sondern ob du ohne Ihn glücklicher bist als mit!
Diese Frage durften sich übrigens auch zwei meiner besten Freundinnen stellen, die mit 30 geheiratet haben und mit 32 “wieder bei 0 anfingen”.
Und ja, ich kann ja nur von mir sprechen, die Partnersuche für mich ist schwierig, viele (unglücklich) vergeben, viele wollen nichts ernstes, viele haben Angst, dass ich ihnen sofort ein Kind andrehe...aber eben, auch ich kriege noch regelmässig Nummern zugesteckt ...daher, wenn ich mir erwas Mühe geben würde sehe ich 33 als ein tolles Alter, weil sich Männer von 27-42 für mich interessieren...ich kenne auch genug Leute, wo es kein halbes Jahr gedauert hat...
 
  • #12
Was ist waghalsig?
Zu neuen Ufern aufzubrechen, wenn die bisherigen einfach nicht gut sind und keinerlei Glück versprechen
oder
wie dieses oft beschriebene Kaninchen vor der Schlange sitzen zu bleiben und dem Unglück seinen Lauf zu lassen????
 
  • #13
Hallo FS,

auch wenn es hart klingt, aber ich sehe keinerlei Chance für euch zwei. Du hast ein paar Dinge aufgezählt, die mir selbst auch nicht gefallen würden. Zum einen schätzt/respektierst du ihn nicht, euer Humor ist unterschiedlich (das darf man nicht unterschätzen), du willst ihn nicht heiraten und keine Kinder, du willst nicht heim wenn er zu Hause ist.

Mit 33 hast du noch Zeit jemanden zu finden. In ein paar Jahren wird es schwieriger werden, wenn du bleibst.

Mich würde interessieren auf welcher Basis du die Beziehung eingegangen bist. Warst du verliebt oder bist du rational in die Beziehung. Wolltest du ihn so richtig, oder war er derjenige der um sich gekämpft hat? Ich vermute, dass du eher in die Beziehung bist, weil du Pech mit anderen Männern hattest. Er gab dir die Sicherheit und du weisst, dass er bei dir bleibt. Das reicht jedoch nicht in meinen Augen.
 
  • #14
Was würde dein Partner denken, wenn er deine Frage lesen würde?
"Ich weiß das unsere Beziehung mies ist, möchte aber trotzdem bei ihr bleiben, weil ich keine andere abbekomme, nicht daran arbeiten möchte oder es mir egal ist" oder "Die Schieflage war mir nicht bewusst (wie bei vielen Männern), dann sollten wir daran arbeiten oder uns trennen. Ich möchte keine Frau, die solche starken Zweifel an unserer Beziehung hat"?
Wenn Antwort 1 zutrifft, liebt ihr euch beide nicht und es ist eine Zweckgemeinschaft.
Wenn die zweite Antwort zutrifft: Hat er das verdient?
Wenn du Kinder mit ihm zeugst, wird die Liebe nicht plötzlich mehr, sondern du wirst oft darüber nachdenken, ob du denn nur wegen der Kinder mit ihm zusammenbleiben solltest.
 
  • #15
Wie geht es euch damit, wenn ihr gewollt oder auch ungewollt mit 33, 34, 35 etc nochmal bei "null" anfangt?
Liebe Matilda
Ich bin 35, Single, kinderlos und würde jederzeit lieber Single sein wollen als in einer Partnerschaft, wie du sie schilderst. Und ich würde auch mit 39 Jahren noch so entscheiden, oder mit 41. Ich lasse mich nicht von irgendeiner biologischen Uhr und dem Bedürfnis nach sozialer Anpassung in einer öden Beziehung halten.
Ich will gerne Kinder, aber ich kann es mir mit diesem Partner einfach nicht vorstellen. So sehr ich es mir auch wünschen würde.
Das ist nicht der Richtige, Ende der Diskussion.
Ich habe so Angst, das "wegzuwerfen" und kinderlos und einsam dazustehen.
Hm. Was genau wirfst du weg, wenn du dich jetzt trennst? Überlege dir das mal. Ich finde nämlich nichts grausliger als die Art von Einsamkeit, die daher rührt, dass man sich permanent mit den falschen Menschen umgibt. Ich hatte als Jugendliche oft das Gefühl, mich aus Opportunismus "irgendwem" und "irgendwo" anschliessen zu müssen. So was macht unglücklich und unsichtbar, also immerhin ging es mir so. Wie schön, sich als Erwachsene seine engsten Vertrauten sorgfältiger auszusuchen und sich nicht auf den Kreis der unmittelbar verfügbaren Menschen beschränken zu müssen.
Ein Leben an der Seite eines Mannes, den ich nicht liebe, oben drauf mit leidenschaftslos gezeugten Kindern, die dem ungeliebten Mann ähneln, würde sich für mich mit Sicherheit einsamer anfühlen, als die gelegentliche Einsamkeit des Singlelebens.
 
  • #16
Was würde dein Partner denken, wenn er deine Frage lesen würde?

Aus männlicher Sicht: ich würde mir sehr, sehr ausgenutzt vorkommen. Und ich würde mir wünschen, dass eine Partnerin wie die FS den Platz frei macht für eine Frau, die mich wirklich liebt und mit der ich eine Familie gründen möchte. Eigentlich ist die FS der Prototyp von Frau, die kein Mann haben will. Sie weiß genau, dass sie ihn nicht wirklich liebt und nicht wirklich glücklich ist mit ihm, aber irgendwie einen Samenspender für ihre Kinder braucht.

...ich habe teilweise Zukunftsängste mit ihm, weil ich nicht weiß, wie das finanziell mal werden soll.

ist doch eindeutig. Es passt eigentlich nichts. Der Mann ist nicht ehrgeizig genug, er verdient zu wenig, nur ihre Familie erwartet endlich Enkel. Wie es finanziell werden soll? Kann man in dem Thread zum Dauerstudenten mit Kindergärtnerin nachlesen. Wie kann frau nur so offenen Auges in eine Katastrophe hineinrennen...

Jetzt denken sicher alle: "Bist Du verrückt, lass den bloß nicht gehen?!"

denken da wohl nur Frauen, die keineswegs ehrgeizig sind, sondern sich mit dem erstbesten Mann zufrieden geben, Hauptsache, es gibt endlich Enkel. Völlig bescheuerte Torschlusspanik, sorry.
 
  • #17
Hallo FS!
Schade dass Du nicht erwähnst, wie Euer Sexualleben läuft bzw ob es überhaupt noch existiert.

Ich kenne ansonsten das Gefühl sehr gut. Ich habe eine Beziehung nach 6 Jahren beendet, ich war damals 35. Allerdings war meine Familiengründung längst abgeschlossen, ich hatte bzw habe 2 Söhne aus früherer Ehe.
Unser ganzes Umfeld ist vom Glauben abgefallen, anscheinend waren wir beispielhaft für eine perfekte Beziehung.

Weißt Du was mir bei der Entscheidung geholfen hat? Meine Liebe zu diesem Partner, die allerdings längst nur noch schwesterlicher Natur war. Ich wusste, dass es nach der Trennung für mich in mancherlei Hinsicht schwieriger werden würde, auch finanziell etc. Aaaaaber: Ich fand dass er eine Frau an seiner Seite verdient, die ihn genau so liebt und begehrt wie er ist. Die hat er übrigens gefunden-ich dagegen bin nun über 5 Jahre lang Single. Das ist es mir wert gewesen-ich war mir treu und hatte in den letzten Jahren unzählige Glücksmomente, von denen ich früher nur träumen konnte.
Was mir noch half, auf Deinen Satz hin, dass Du manchmal gar nicht nach Hause magst: Eine Eheberaterin erzählte mir damals aus ihrer Praxis. Sie würde die Paare (getrennt voneinander) fragen, wie sich die Vorstellung anfühlen würde, alleine zu leben. Ohne den anderen. Wenn eine(r) der beiden dann anfangen würde regelrecht ins Schwärmen zu geraten, wie er oder sie die Wohnung gestalten würde, die Musik spielen würde die der noch-Partner nicht mag, wie er oder sie die Zukunft gestalten würde....dann, ja dann wüsste sie, dass es eine Trennungstherapie wird und diese Beziehung nicht mehr zu retten sei. Wenn die Vorstellung alleine zu leben fast schon glücklich macht!

Nach der Art und Weise wie Du schreibst würde ich fast sagen, Gib ihn frei und machs Dir zuhause so hübsch wie Du es möchtest. 33 ist wirklich noch sehr jung, da geht noch soooooo viel!
Alles Gute!
 
  • #18
Lieben Dank, für eure ehrlichen Anworten.

Anscheinend kam es in meiner Fragestellung rüber, also wollte ich jetzt dringend Kinder. Dem ist nicht so und meine Frage war auch nicht ob ich meinen jetzigen Partner zum "kinderkriegen" noch "ausnutzen sollte". Dem ist keinesfalls so. Ich wollte meine Gedanken nur offen mitteilen, dass ich grundsätzlich schon Interesse in Zukunft an Familie habe, es mir in der jetzigen Situation nicht vorstellen kann und dass man zum Teil von Außen sehr "unter Druck gesetzt" wird. Ob es die Familie oder gar manchen Freunde sind, die einem sagen "na aber wieder jemand neuen finden, mit dem es passt, wird doch immer schwieriger." Oder "der nächste hat wieder eine andere "Macke", ob das dann besser ist?"
"Willst du echt mal alleine sein im Alter, ohne Kinder?"... natürlich dürfte man sich davon nicht beeinflussen lassen, es passiert aber trotz allem. Leider.

Die Liebe war am Anfang da. Verliebt, über einige Dinge blind hinweggesehen, die mir "nüchtern" sofort sauer aufgestoßen wären. Die kommen jetzt schwer zum Vorschein. An der Loyalitat von ihm unserer Beziehung und mir ggü scheitert es nicht und das ist durchaus auch ein Aspekt, den ich schmerzlich zurücklassen würde. Seine Sorgen, die im Laufe der Beziehung zu meinen wurden, weil ich sie ernster genommen habe als er, würde ich nicht vermissen.

Die Entscheidung, eine Trennung zu vollziehen ist tief im Inneren wahrscheinlich - wie viele von euch auch klugerweise allein durch meinen einen Text schon bemerkt haben - für mich schon entschieden. Aber verzeiht mir, wenn es trotz allem für mich eine schwere Entscheidung ist mit Angst vor der Zukunft, Angst es zu bereuen...
 
  • #19
Liebe FS, deine Fragestellung ist die falsche: du solltest nicht überlegen, ob ein Neuanfang mit 33 »zu waghalsig« ist, du solltest dringend überlegen, wie du ein zufriedener Single werden kannst, alles unternehmen, um deine Angst alleine zu sein, abzubauen. Single sein kann wundervoll sein, wenn man/frau etwas mit sich anfangen kann.

Und dann »wagst« du dich nicht in einen Neuanfang, du purzelst hinein, weil er unausweichlich ist! Denn als zufriedene (ich benutze bewusst den Begriff »glücklich« vorerst nicht) Alleinlebende fällst du auf. Du brauchst keinen Mann, um dich vollständig zu fühlen, du bist es auch so.

Männer (zumindest die in meinem Umfeld) machen einen großen Bogen um bedürftige Frauen, denn die klammern, die strahlen aus, dass sie ihn brauchen, nur um nicht weiter alleine zu sein. Aber genau diese Männer freuen sich über eine selbstbewusste Frau, die ihnen das Gefühl gibt, sie seien die Sahnehaube obendrauf! Da fängt dann das Glück an, auch mit 33+!
 
  • #20
Ich bin nicht bei Null. Punkt!
Also: falsche Denkweise! Es ist nie zu spät GLÜCKLICH ZU SEIN!
Für mich sind das die beiden entscheidenden Kernaussagen die du mal durchdenken solltest, liebe FS.

Man steht doch im Leben nie bei Null, weil man auf Erfahrungen und Erlebnisse blicken kann. Und ein Single ist doch nicht auf sein Singledasein zu reduzieren.

Ich habe vor einigen Jahren mal einen lang ersehnten und hart erarbeiteten Job wieder hingeschmissen. Da hörte ich auch so diese "Oh Gott, wie kannst du nur, jetzt fängst du wieder bei null an.". Und ich dachte damals schon, dass dem nicht so ist. Ich war um viele Erfahrungen reicher, wusste sehr genau, was ich nicht möchte und hab mich deshalb ganz neu sortiert und ausgerichtet.
So wie sich das anhört würde dir das bezüglich deiner Beziehung auch gut tun.
 
  • #21
Ich kann mich nur hundertprozentig dem Post von Lebens_lust anschliessen, der die ganze Situation aus der Männersicht beleuchtet. Trenne dich von deinem Freund, liebe FS, alles andere ist in höchstem Maße unfair. Du liebst ihn nicht mehr, halte ihn nicht weiter in der Beziehung fest, schon gar nicht, weil irgendwelche Leute Kommentare von sich geben. Schau dir mal diese Leute in deinem Umfeld genauer an: Sind deren Beziehungen wirklich glücklich? Warum wollen sie dir ihr eigenes Lebensmodell aufdrücken?
Ja, du willst mal Familie, aber doch nicht mit einem Mann, den du nicht wirklich liebst. Das wäre nicht nur dem Mann gegenüber unfair, sondern auch den Kindern. Die spüren doch, dass Mama den Papa nicht wirklich schätzt. Eine gruselige Vorstellung, das werden dann die beziehungsgestörten Menschen von morgen, über die in solchen Foren wie hier im Jahre 2040 geschrieben wird...
Natürlich ist die Vorstellung, sich wieder in den Single-Markt werfen zu müssen, nicht sehr verlockend, aber ganz ehrlich, es bleibt dir doch einfach nichts anders übrig.
 
  • #22
Ich verstehe dich nicht.
Du sagst, du kannst mit diesem mann keibe zukunft vorstellen. Wo liegt dann das Problem? Es kann ja nur besser werden als es jetzt ist! Ihr passt eben nicht zusammen. Ich finde es egoistisch von dir, ihm vorzuspielen, daß alles gut ist, wenn das gar nicht stimmt.
Ich wurde mich mit so einem Hintergrund sicherlich trennen, denn alleine sein ist besser, als mut einem nicht passenden partner zu leben. Es würde dich nur frustrieren und du wurdest dich immer fragen: war es das?
Also kannst du in Wirklichkeit nur gewinnen. Lass das erstmal sacken.
Niemand kann garantieren dass du einen passenden parner finden wirst und kinder mit ihm machen wirst. Aber Du sagtest selbst: mit deinem aktuellen Partner ist das nicht drin. Also hast du selbst die Antwort gegeben. Habe den Mut dies einzusehen.
 
  • #23
Ich wollte meine Gedanken nur offen mitteilen, dass ich grundsätzlich schon Interesse in Zukunft an Familie habe, es mir in der jetzigen Situation nicht vorstellen kann und dass man zum Teil von Außen sehr "unter Druck gesetzt" wird.

Ich würde das dann gedanklich trennen.

Den Druck von außen, Familie haben zu müssen, solltest Du nicht annehmen. Es ist Dein Leben. Wenn Dein Umfeld auf die Idee kommt, Du müsstest dringend eine Bank überfallen, wirst Du das ja auch nicht tun(?)

Für Deine Beziehung solltest Du überlegen, ob Du sie auf Dauer so willst. Im Grunde ist doch das erste Ziel aus meiner Sicht eine erfüllende Beziehung. Darauf aufbaúend kann man dann gemeinsam über Kinder nachdenken. Bei Dir scheint aktuell die Grundlage zu fehlen. Dann würde ich mir Kinder im Moment sparen. Die bekommst Du nicht, um der Umwelt irgendetwas zu beweisen oder irgendwelche Wünsche zu erfüllen.
Für einige Frauen hier sind Kinder an sich schon der Sinn des Lebens. Die bekommen die dann ohne Rücksicht auf die Umstände und kalkulieren ein, dass sie die ziemlich sicher alleine großziehen. Auch das kann frau natürlich tun. Mir persönlich tun dann immer die Kinder leid, aber das ist meine persönliche Sicht...
 
  • #24
Nimm es mir nicht übel, aber die Tatsache wird sein, dass du in heutiger Zeit auch nochmal mit 60 neu anfangen musst! Realistischerweise werden die meisten heute Unverheirateten irgendwann mit 70 alt und einsam sein, sofern sie noch leben und gesund sind. Ich würde mir dann lieber alleine ein schönes Leben machen. Das kann für heutige Verhältnisse schöner und erfüllender sein.

Wie lange halten denn Beziehungen heutzutage im Schnitt? Es ist eher gutgläubig und naiv, zu denken, dass eine Beziehung 30 Jahre hält, das haben ja teils unsere eigenen Eltern nicht mehr geschafft. Und bei den meisten kriselt es heute schon mit Anfang 30. Vor allem sexuell und in der Kinderfrage gibt es kein Pardon!
Auch dass du nur noch diesen Sexpartner willst und keine Steigerung mehr, keine neue Erfahrung, ist unwahrscheinlich!

Dein Typ ist eher Durchschnitt. Wie jeder andere auch. Fraglich, ob du einen völlig anderen, aktiveren Mann triffst. Eher nicht, der wird sich die Freiheit gönnen.

Dann bin ich wirklich der festen Überzeugung, dass eine Trennung für uns beide das Beste ist. Und dann überkommt mich die Angst, mit 33 Jahren...
Dann ist eine Trennung das Beste! Ängste sollte man sich abgewöhnen, denn sie hindern einen am schönen Leben.

Wie geht es euch damit, wenn ihr gewollt oder auch ungewollt mit 33, 34, 35 etc nochmal bei "null" anfangt?
Ich will ehrlich sein: Wahrscheinlich wirst du wie jede andere Frau sehr verzweifelt, weil sie Single und kinderlos ist. Du hast, wie jede Frau deine Zeit mit den schlechten Männern verbracht.
Doch dein Schicksal so hinzutristen geht nicht lange gut. Mit 40 oder 50 kommt irgendwann ein viel schlimmerer Knall.
Du musst in den sauren Apfel beißen und Single werden und auf die Suche nach einem besseren Mann gehen. Nur wenn du denkst, du bleibst einsam, dann wird das zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung, weil du nichts dafür tust und mit deiner Entscheidungsfindung zu lange vor dich hinauschiebst und überlegst. Das ist dein Problem.

Alle Verheirateten und Familiengründer werden in 10 Jahren auch wieder geschieden sein und alleinerziehend! Die Zeit tickt bei jedem. Sie träumen nur und reden sich das alles schön, aber glaub mir, irgendwann kommt das Erwachsen auch für sie.

Ich will gerne Kinder, aber ich kann es mir mit diesem Partner einfach nicht vorstellen. So sehr ich es mir auch wünschen würde.
Dann ist die Entscheidung getroffen. Schnelle Entscheidungstreffung = schneller Erfolg. Du zappelst nur rum und redest viel, statt Nägel mit Köpfen zu amchen. Du hättest schon nächstes Wochenende jemand kennenlernen können, aber dafür muss man taff, stark und klever sein. Das bleibt dir nicht erspart. So ist das Leben. Wer in seiner Beziehung bleibt, obwohl er was anders will, aber Angst vor dem Alleinsein hat, ist feige.
 
  • #25
Hi,
ich bin ebenfalls 33 aber ein Mann.
Ich vertrete hier aber eine andere Ansicht der Dinge als wie die meisten hier!

- Wichtigster Punkt vorweg ist, hör auf Dir selber Ängste einzureden. Dies kann nur zu falschen Entscheidungen führen. Hast Du mit Ihm jemals über deine Ängste gesprochen, ohne das er sich gleich so fühlt als setzt Du ihm die Pistole auf die Brust?

- Hör auf Dir die folgende frage zu stellen: WAS WÄRE WENN?
Diese frage stellen sich Frauen sowie auch Männer zu gerne. Es führt nur zu einem, zu absolut NICHTS, man macht sich selbst nur verrückt und es kommt immer anders als wie man sich es denkt.

Zum anderen merkt man anhand deines Textes, das Finanzielle und die Unsicherheit spielt eine ganz gewaltige Rolle?
>>Hat meiner Ansicht in einer Liebesbeziehung nichts zu suchen! Alles andere ist für mich eine Geschäftliche Übereinkunft, kommt aber leider in unserer Gesellschaft häufig vor. NUR WER WILL DAS IN WIRKLICHKEIT?<<

Die Schulden von deinem Freund hat er ja in die Beziehung mitgebracht, so wie man es aus dem Text entnimmt? Also warst DU von Anfang an im Bilde was Sache bei ihm ist. Legst es jetzt aber negativ für Ihn aus, das ist keineswegs fair ihm gegenüber.
Es geht schließlich nur um sche… Geld. Sowas bekommt man gebacken und das in einem überschaubaren Zeitraum.
Wenn man in dieser Zeit zu seinem Partner steht, hebt man die Beziehung schon allein auf eine ganz anderes Level.
Aber wer will das heute noch, einen Kompromiss eingehen für denjenigen wo man vorgibt zu lieben?

Sagst selbst, Du warst vier Jahre allein, nur Arschl…. in der Zeit in deinem Leben. Dann hast Du den jetzigen mit dem Du anscheinend getroffen, bist eine Beziehung eingegangen und zusammen gezogen! Ruf dir mal die Sachen auf die Du damals und auch Event. noch jetzt so an Ihn schätzt.
Ein Bodenständiger lieber Kerl, der mit Sicherheit immer zu Dir stand und dies in Zukunft auch tun wird. Der sicher stolz auf das ist was Du bisher geleistet hast
>>MÄDELS, REDET EUCH NICHT IMMER ALLES SCHLECHT! ES GIBT NIEMANDEN DER PERFEKT IST.
ZU EINER BEZIEHUNG GEHÖRT IMMER EINE MENGE ARBEIT UND AUCH KOMPROMISSE DIE MAN EINGEN MUSS, ANSONSTEN FUNKTIONIERT ES NIE MIT EINER DAUERHAFEN PARTNERSCHAFT. AM WICHTIGSTEN IST ZUDEM SICH ÖFFTER EINEN SPIEGEL VORZUHALTEN UND SICH KRITISCH SELBST ZU BETRACHTEN!<<

Ich würde dich bitten, wie schon gesagt, setz dich mit ihm zusammen und erklär ihm deine Sorgen und Ängste. Das hat er schon aus Respekt verdient, bevor Du einfach den Stecker ziehst!
 
  • #26
Lieber Open-Mind,
vielen Dank für Deine ehrliche Antwort.

Das es hier nicht (nur) um das liebe Geld geht, ist klar. So sehe ich das auch nicht..Seinen Schuldenberg hat er mir verheimlicht. Der kam erst nach und nach im letzten Jahr raus. Es gab noch ein paar andere "Jugendsünden", die ich akzeptiert und hingenommen habe...

Ich habe die Themen, die mich stören, auch schon mehrfach angesprochen. Es wird auch durchaus mit Verständnis reagiert, aber an der Umsetzung scheitert es dann. Ein Gespräch, was ich anders machen könnte, gibt es nicht. Sexuell gesehen ist es seit langer Zeit leider auch schon eher eine Wohngemeinschaft. Auch das ist bis jetzt kein Grund von seiner Seite gewesen, das als "Problem" zu sehen.

Das er liebevoll ist, zu mir steht und einfach immer da ist, ist etwas, dass ich wahnsinnig schätze. Das soll um Himmelswillen nicht runtergespielt werden! Das ich mich aber um alles organisatorische, alles bürokratische alleine kümmere, weil die Aufgaben abzugeben einfach nicht klappt, ich nicht auf der Ebene mit ihm reden / diskutieren kann, wie ich es gerne möchte und das auch der Humor und Interessen in vielen Dingen sehr verschieden sind, ist allerdings schon sehr belastend für mich.

Ich möchte auf keinen Fall eine Beziehung einfach so "wegschmeißen". Ein darüber sprechen, ändert nur leider - wenn überhaupt- nur kurzweilig etwas. Und manches "was mich stört" sind auch Dinge, die nicht zu ändern sind (und auch nicht wegen mir geändert werden müssen) wie Humor, Interessen, etc...
Dieses Gefühl "das ist es irgendwie nicht" habe ich jetzt nun schon seit über 1 Jahr. Mal mehr mal weniger - aber doch vorhanden.

Es fühlt sich zu oft nicht nach einer Partnerschaft "auf Augenhöhe" an.
Ich weiß nur zur Zeit nicht, wie und was die bessere "Lösung" ist. Darüber reden macht es einfach nicht besser, der Gedanke an eine Trennung macht mich aber auch nicht glücklich. Und von einfach trennen, weil es mal blöd läuft, bin ich absolut kein Fan...
 
  • #27
Das ich mich aber um alles organisatorische, alles bürokratische alleine kümmere, weil die Aufgaben abzugeben einfach nicht klappt, ich nicht auf der Ebene mit ihm reden / diskutieren kann, wie ich es gerne möchte und das auch der Humor und Interessen in vielen Dingen sehr verschieden sind, ist allerdings schon sehr belastend für mich.

Es geht nicht um Wegschmeißen, sondern um realisieren, dass Du bist wie Du eben bist und er so , wie er ist.

Die gemeinsame Basis ist zu dünn, bzw. die Divergenzen zu groß und zu belastend. Divergenzen bei Verhaltensmuster sind evtl. mit Wollen und konsequentem Daran Arbeiten modifizierbar. Aber bei der Persönlichkeit?

Du hast nur die Alternative, zu akzeptieren, dass er so ist, und entweder damit klar zu kommen.
Oder zu sagen, ich bin mir selbst mehr wert, ich leide, also beende ich es.

Und nochmals, ein Neuanfang ist nie neu - Du hast Deine Stärken, Deine Ressourcen.
Du bist Deine eigene Kontinuität, Sicherheit.

Ich weiß heute, dass ich fast jeden "Neu" Anfang hin bekomme - weil ich mir selbst vertraue, und ich weiß, dass sich hinter mancher Wegeskurve Lösungen auftun, die völlig unerwartet sind. Gerade wenn es ganz katastrophal aussieht.

Vertraue Dir.

W,49
 
  • #28
Beim durchlesen deiner Texte, kam mir sofort der Gedanke, ihr beide seid nicht auf Augenhöhe in der Beziehung. Ich wage zu bezweifeln, dass das auf Dauer gut geht.

Normalerweise, wenn ich in einer Beziehung bin, in der ich in Richtung Ehe/Familie steuere, sollte ich mir das auch von Herzen wünschen mit diesem Partner. Gerade das Projekt eine Familie zu gründen, muss auf einem festen Fundament stehen, denn während einer Famiengründung, müssen Herausforderungen bewältigt werden, die man nur schafft, wenn eine gesunde Basis der Liebe vorhandenen ist. Alles andere ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Bei euch beiden, sehe ich einen gegenseitigen Respekt, aber keine tiefe Liebe. Gerade in eurem Alter, ist das Leben doch eigentlich sehr spannend und die Frage von Dir ob ein Neuanfang in dem Alter noch geht, finde ich in Bezug auf deine beschriebene Beziehung falsch.

Natürlich kann man neu anfangen und zwar in jedem Alter. Aber man muss es wollen!!! Du solltest dir vielleicht die Frage stellen, was habe ich zu verlieren und gleichzeitig, was könnte ich vielleicht gewinnen.

Du könntest wieder Spaß am Leben haben, Ziele, Träume und vielleicht auch einen erfüllten Sex. Du bist ehrgeizig und von daher sehe ich dich nicht zwingend in einer unglücklichen Partnerschaft, nur weil Dir der Mumm fehlt eine Entscheidung zu treffen. Hab einfach Mut und traue dich.

Stelle dir dein Leben mal in 20 Jahren vor, mit einem Partner der dich nicht begeistert und noch zusätzlich Kindern. Meinst du dann wird das Trennen leichter, wohl eher nicht.
 
  • #29
O je, liebe Matilda! Dass Ihr - in sexueller Hinsicht - eher einer Wohngemeinschaft gleicht, ist nicht schön. Dass er Schulden hat, lässt mich allerdings aufhorchen. Klar, Fehler kann jeder machen, aber ein Erwachsener soll in der Lage sein, Schulden möglichst abzubauen, solange er fit und gesund ist. Für mich wäre es ein rotes Tuch, wenn er es über längere Zeit nicht schafft und generell eher eine lockere Einstellung zum Geldausgeben hat.
Ich würde einen Neustart wirklich empfehlen. Mit 33 bist du für gar nichts zu alt.
 
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