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  • #1

Ist Psychologin-Sein ein Problem für euch Männer?

Ich erhalte wenig Anfragen. Ich frage mich, ob mein Psychologin-Sein abschreckend ist. Im realen Leben habe ich es öfter erlebt (in letzter Zeit eigentlich weniger), dass wenn mein Gegenüber meinen Beruf erfährt, er meint, "Oh, da muss ich ja aufpassen, was ich sage" oder Ähnliches.

Also Frage an euch Männer: Würdet Ihr eine Psychologin lieber nicht wollen?

(Wenn Ihr fragt, wie ich mich in meinem Profil beschrieben habe: Ich behaupte mal so, dass man erkennt, dass ich eine normale nette Person bin.)

w 49
 
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  • #2
Eigentlich wäre es für mich kein Problem aber!!! Kann man als Psychologin nach Feierabend seinen Beruf, die berufliche Passion ruhen lassen?
m44
 
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  • #3
Ich würde sagen: Männer, die so reagieren, sind es einfach nicht.
Habe einfach Geduld, bis Du gefunden wirst. Nämlich von dem, der Deine Wesenzüge und Fachkompetenz zu schätzen weiß. Das berühmte passende Puzzlestück...
 
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  • #4
Für mich wäre es ein Problem, weil ich von dem ganzen Forschungsgebiet nichts halte. Die "Wissenschaft" Psychologie beruht meiner Ansicht nach auf falschen Voraussetzungen.
Zudem ist es menschenverachtend, Menschen wie Objekte zu studieren.
 
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  • #5
Wäre für mich ein Traum. Ausnahme diejenigen, die mit einem Brett vorm Kopf rumrennen (und es nicht merken). Bin da allerdings eine Ausnahme, da ich mich privat viel mit Psychologie beschäftige und im Gegensatz zu einigen meiner Mitmenschen nicht vor eigenen Problemen davonlaufe.

M.
 
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  • #7
Kommt drauf an, ob die Frau im privaten ihren Job Job sein lassen kann. Ich habe früher 3 Therapeutinnen kennengelernt und alle waren langjährig verheiratet und sehr sympathische Frauen.

w 49
 
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  • #8
Klare Antwort: NEIN.
 
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  • #9
Meine Partnerin ist Psychologin. Ihr Beruf und ihre Kenntnisse bereichern unsere Beziehung sehr, und zwar zum guten.

Andererseits habe ich leider bereits mit vielen Frauen Kontakt gehabt, die psychisch krank waren. Da ist mir eine (geistig gesunde) Psychologin jederzeit lieber.

M 37
 
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  • #10
Lass es mich mal so sagen. Alle Psychologen (hauptsächlich Studenten aber auch praktizierende) die ich bisher privat kennen lernte haben am dringendsten selber einen gebraucht.

m34
 
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  • #11
Versuch mal deinen Beruf anders zu benennen oder zu umschreiben, also das Buh-Wort "Psychologin" nicht zu verwenden. Vielleicht klappts dann?
 
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  • #12
Hm, in meinem Leben habe ich mehrfach die Erfahrung gemacht, daß der Beruf des Partners nicht nur gar keine Rolle spielt, sondern sogar eine negative. Will heißen: das Thema "Pädagogik" findet zuhause nicht statt, wenn die Frau Lehrerin ist, das Thema "Computer" findet nicht statt, wenn der Mann IT-Spezialist ist usw. usw., weil diese Menschen es als lästig empfinden, in ihrer Freizeit Themen zu erörtern, mit denen sie sich schon tagsüber im Berufsleben herumschlagen. Und weil das Thema stets einen frustrierend asymmetrischen Charakter hätte, frustrierend für beide Seiten.

Insofern denke ich, daß im Privatleben einer Psychologin das Thema sowas von überhaupt keine Rolle spielen wird, da muß sich ein Partner ebenso wenig Gedanken machen, wie die Freundin eines IT-Profis sich Gedanken darüber machen muß, ob er mit seinem Fachwissen ihren Laptop ausspäht, ihre Mail abfängt und dergleichen mehr.

Wenn er das tut, dann garantiert nicht aus beruflichem Interesse, dann stimmt vielmehr in der Partnerschaft etwas nicht. Und genauso ist es bei der Psychologin auch: setzt sie ihr Fachwissen gegen den Partner ein, ist mit der Partnerschaft etwas faul. Davon sollte man aber niemals ausgehen, Stichwort Loyalität.
 
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  • #13
Kein Problem, meine Freundin ist Psychologin, normale Frau, bzw. prima Frau.
 
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  • #14
Aus schlechter Erfahrung heraus ja, ich wäre sehr vorsichtig. Nicht aus Angst. Vielleicht trotzdem ein Vorurteil?
 
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  • #15
Liebe FS

Ich (m43) hätte damit kein Problem, würde das aber als gefundene Chance nutzen, ironisch gegen dich zu schiessen in meinen Mails. So nach dem Motto muss ich bei dir zuerst auf die Couch oder so...wenn du das dann aushälst oder sogar entsprechend zurückgibst, steht einer Weiterführung des Kontakts nichts im Wege. Als Psychologin solltest du dann aber schon etwas einstecken können..nicht böse aber mit Spitzen. Gerade bei deinem Beruf solltest du gut dazu in der Lage sein bzw. das erwarte ich. Sonst hätte ich kein Interesse..ist aber unabhängig vom Beruf.
 
  • #16
Ich fände das eigentlich spannend. Das liegt aber wohl daran das mich Psychologie einfach interessiert.
Männer die damit ein grundsätzliches Problem haben leiden dann wohl meist an einem angeschlagenen Selbstvertrauen...

Die Antwort "...da muss ich aufpassen was ich sage.." würde ich aber nicht überinterpretieren - in den meisten Fällen ist das einfach ein naheliegender Scherz.
 
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  • #17
Ich habe eine Psychologin über EP getroffen. Wie die meisten Frauen die ich über EP traf, hatte auch sie ihren Mann betrogen und hatte damit die Ehe (2 kleine Kinder) an die Wand gefahren. Fazit, der Beruf ist nicht ausschlaggebend.
 
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  • #18
Liebe FS,
wie Du an den Antworten erkennst, gibt es tatsächlich Menschen, die Dein Beruf zumindest vorsichtig werden lassen würde. Das ist zwar schade, lässt sich aber nicht ändern, und sollte Dich vor allem nicht verunsichern. Dein Job gehört nunmal zu Dir. Ich selbst kenne das in gewisser Weise, weil ich in meinem Beruf mit Strafverfolgung zu tun habe. Du glaubst gar nicht, welche Reaktionen das schon ausgelöst hat. Da war "da muss ich ja aufpassen, was ich sage" noch harmlos. Ganz überwiegend sind das aber nur erste, kaum ernst gemeinte Sätze. Mach Dir keine Gedanken, und v.a. verschweige Deinen Beruf nicht bzw. denk Dir keinen anderen aus. Was Du wirklich machst, kommt eh heraus. Einen selbstbewussten Mann, der mit sich im Reinen ist, wird Dein Beruf nicht abschrecken. Und so einen wünscht Du Dir doch, oder?

Viel Erfolg!
 
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  • #19
Für mich gibt es einige Berufe, die ich bei meiner Partnerin nicht haben möchte, dazu gehört auch der Beruf Psychologe! Berufe zeichnen den Menschen sehr stark, sie machen je nach dem den Menschen gnadenlos, sehr hart, nimmt ihnen das Herz, das Gefühl, das Mitgefühl und steuert ihn ausschließlich über Kopfprogramme, ohne es bewusst zu merken. Sehen wir den Tatsachen ins Gesicht! Ein solcher Mensch als Partner ist für mich ein absolutes NOGO! m/50
 
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  • #20
Hier die FS,

vielen Dank für eure Antworten!

An die, die meinen, Psychologen bräuchten selbst Therapie: Bei einem Arzt, der selber eine körperliche Krankheit hat und sich behandeln lassen muss, kommt niemand auf die Idee, darüber zu spotten oder es anders negativ bewerten.

Übrigens: Wenn man tiefenpsychologische Therapie macht, MUSS man selbst Therapie erhalten, um die eigenen dunklen Stellen kennenzulernen. Damit es sich nicht negativ auf die Arbeit auswirkt.

Viele Grüße
 
  • #21
Ich hätte da keine Berührungsangst. Ich hab auch kein Selbsterfahrungstrauma. Was Psychologinnen angeht, halte ich es mit meinem lieben Spinnengleichnis: Eine Spinnenphobie ist ein ernsthaftes Problem. Aber sie bedeutet nicht, dass Spinnen gefährlich sind. Für Psychologinnen und die offenbar weit verbreitete Angst vor ihnen gilt nach meiner Erfahrung das Gleiche: Wer ein Problem mit ihnen hat, hat ein Problem, aber das bedeutet nicht, dass sie gefährlich sind...
 
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  • #22
Liebe FS,

noch ein Hinweis, Frauen Ende 40 bekommen hier eh' selten Anfragen, will sagen, muss nicht am Beruf liegen ... am besteh hilft: selbst aktiv werden.

w, 53, selbsterlebt, schlussendlich aber doch fündig und sehr glücklich geworden
 
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  • #23
Nein - warum sollte es? Furcht, andauernd analysiert zu werden? Das macht doch kein normaler Mensch... Diese Angst halte ich für völlig unangebracht, in einer Beziehung gelten so viele Dinge, da kommt der Beruf der/des Einzelnen sicher nicht an erster Stelle.

Unabhängig von Beruf Psychologin gibt es Menschen, die alles immer wieder zuende und bis zu Schluß "hinterfragen" möchten, das halte ich im Alltag für viel schwieriger als einen bestimmten Beruf.
 
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  • #24
Das Psychologin-Sein wird zum Problem, wenn man das Verhalten des Anderen professionell kategorisiert oder gar pathologisiert. Keiner möchte so ein Urteil von jemandem bekommen von dem man annehmen muss, dass er weiß wovon er spricht. Das hat Verletzungspotential und davor schreckt man zurück.
Wenn du dich in dieser Bezeihung zurückhalten kannst, ist alles gut! Das können die meisten PsychologInnen aber nicht. Ich arbeite mit 9 Psychologinnen zusammen und die Gespräche am Mittagstisch gehen gern mal in genau diese Richtung.
 
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  • #25
Ich mag den Typus "Psychologin" sehr - echt!

Als nicht ganz einfach erachte ich bei diesem Beruf den natürliche Umgang mit den eigenen Gefühlen: "Empathie" droht zum intellektuellen Programmpunkt zu verkommen, wenn in der Partnerschaft etwas krumm läuft, wird der Konflikt eiskalt über den Kopf ausgetragen.
 
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  • #26
Es kommt darauf an...

Ich denke, dass der Beruf natürlich den Menschen prägt. Man verbringt einfach viel Zeit darin.

Es würde mich stören, wenn eine Frau dauernd "psychologische" Gespräche führen wollte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Gefahr besteht, zur "Weiterentwicklung", zum "Hinterfragen" oder zum "Kommunizieren" gedrängt zu werden. Dann habe ich selbst aber keine Lust mehr dazu.

Wenn es eine Frau ist, die in ihrer Freizeit nicht psychologisieren muss, sondern ganz normal mit mir in den Biergarten radelt- warum nicht?
 
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  • #27
Kommt es nicht immer auch auf den "Menschen" an? Aus meiner bisherigen Erfahrung jedoch, muss ich sagen dass Partnerinnen aus diesem Berufsfeld leider in der Regel schwierige Menschen im "einfachen" zusammenleben sind. Es werden Sachen hinterfragt welche eigentlich bedeutungslos sind und nicht aufgebauscht werden sollten.

M 53 (auch Psycho ;-)
 
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