G

Gast

Gast

Ist Sex immer gleich, egal mit welchem Partner?

Gerade habe ich den Parallelthread gelesen, in dem darüber nachgedacht wird, ob ein einziger Sexualpartner für das gesamte Leben befriedigend sei, oder ob dann die Vielfalt fehlt.

Wenn ich (m) an die Frauen zurückdenke, mit denen ich in meinem Leben zusammen war, scheint mir aber, dass da eigentlich gar nicht so viel Vielfalt gab (6 Beziehungen, meist mehrjährig).

Die Art und Weise, wie die Sexualität ausgelebt wurde, war mit den verschiedenen Frauen meist durchaus ähnlich. Sie war zwar an sich phantasievoll und abwechslungsreich, aber zwischen den Frauen gab es keineswegs irgendwelche Quantensprünge.

Was ich mich jetzt frage ist, ob das nur meine individuelle Erfahrung ist, oder sehen das andere Männer auch so?
Machen Frauen diese Erfahrung ebenfalls (wenn man bedenkt, dass Männer die Art der sexuellen Aktivitäten doch wohl meist in stärkerem Maße bestimmen, als Frauen dies tun)?

m, 49
 
Ja, ich sehe auch keine wesentlichen Unterschiede im Akt selbst. Wer normale sexuelle Präferenzen hat und experimentierfreudig, abwechslungsreich und verspielt Sex praktiziert, der wird mit verschiedenen ebensolchen Sexualpartnern keine besonders anderen Dinge erleben. Sex ist letztlich einfach Sex.

Das, was den wirklichen Unterschied ausmacht, ist eher, wieviele und wie intensive Gefühle dabei beteiligt sind. Sex rein mechanisch ist meist schal und selbst bei größter Vielfalt nicht so prickelnd, Sex mit einem heiß begehrten und innig geliebten Sexualpartner ist verschmelzend, erfüllend, teils ekstatisch. Insofern kann es durchaus Unterschiede von Partner zu Partner geben, aber nicht wegen der technischen Sexqualität, sondern aufgrund der Gefühle.

Natürlich kann ein Partner mal eine gewisse Praktik besser können und natürlich kann es auch sein, dass man mit einem bestimmten rein größenmäßig besonders gut zusammenpasst, mit einem anderen eher weniger, aber ganz grundsätzlich gibt es keine extremen Unterschiede, sondern eher graduelle Detailabstufungen.

Eine Bemerkung zu Deiner abschließenden Klammerandeutung: Nein, das sehe ich nicht so. Warum sollte das so sein? Das hängt eher davon ab, wer prüder oder offener ist, wer experimentierfreudiger oder dominanter in der Beziehung ist -- und diese Attribute sind eben nicht geschlechtsabhängig. Auch die Sexhäufigkeit wird oftmals eher durch die Frau bestimmt: Viele Männer würden gerne öfter, aber können sich eben auch nicht durchsetzen.... Viele Frauen machen eh nur jene Stellungen und Praktiken mit, die sie wünschen oder akzeptieren, auch da sehe ich keine vorherrschende Stellung der Männer. Oder glaubst Du ernsthaft, dass überwiegend Männer entscheiden, wie oft Fellatio geboten wird oder ob es zu Analverkehr kommt? Das ist wohl eher umgekehrt...
 
Ist Sex immer gleich, egal mit welchem Partner?
Machen Frauen diese Erfahrung ebenfalls (wenn man bedenkt, dass Männer die Art der sexuellen Aktivitäten doch wohl meist in stärkerem Maße bestimmen, als Frauen dies tun)?

Nach meiner Erfahrung ist Sex keineswegs mit jedem Partner gleich.
Zum einen riechen und schmecken sie unterschiedlich und sie fühlen sich auch unterschiedlich an.
Zum anderen sind auch Libido, Temperament, Vorlieben, Einfühlsamkeit Egoismus etc. sehr unterschiedlich ausgeprägt. Manchmal passt man(n) sich zwar im Laufe der Beziehung an seine Partnerin an, aber das Grundmuster bleibt nach meiner Erfahrung erhalten.

So gibt es z.B. Männer (und sicher auch Frauen), die einfach keine Zungenküsse mögen oder keinen Oralverkehr. Manche Männer lieben es, ihre Partnerin zumindest ab und zu ausgiebig zu verwöhnen, andere sind daran gar nicht interessiert. Der eine ist sehr dominant und aktiv im Bett, der andere will sich fast immer ausschließlich verwöhnen lassen. Mancher ist phantasievoll und experimentierfreudig, andere kennen nur ihr "Lieblingsprogramm". Ja, es gibt Unterschiede.
 
So gibt es z.B. Männer (und sicher auch Frauen), die einfach keine Zungenküsse mögen oder keinen Oralverkehr. [...] Mancher ist phantasievoll und experimentierfreudig, andere kennen nur ihr "Lieblingsprogramm". Ja, es gibt Unterschiede.
Klar, sowas gibt es, aber das weiß doch auch der Fragesteller. Nicht jeder mag alle Praktiken und Stellungen, aber fühlt sich der gleich Akt bei verschiedenen Partnern so verschieden an, vorausgesetzt man mag diese Partner (es geht um Beziehungen, nicht um ONS)? Da kann man doch voraussetzen, dass einem Geruch, Typ, Optik gefallen.

Also wenn ich einen Mann reite, dann fühlt sich der reine Akt selbst nicht drastisch anders an, ob ich nun den oder den Partner reite. Gleiches gilt für andere Stellungen. Der Unterschied entsteht eher im Kopf: Wie sehr begehre ich ihn, wie sehr liebe ich ihn, wie ist die Gesamtsituation. Aber auch das ändert sich innerhalb einer Beziehung mit demselben Mann mit der Zeit. Frisch verliebt fühlt sich anders an als aufeinander eingespielt, aber der Sexualakt selbst? Eher nicht.
 
Klar, sowas gibt es, aber das weiß doch auch der Fragesteller. Nicht jeder mag alle Praktiken und Stellungen, aber fühlt sich der gleich Akt bei verschiedenen Partnern so verschieden an, (...)?

Also wenn ich einen Mann reite, dann fühlt sich der reine Akt selbst nicht drastisch anders an, ob ich nun den oder den Partner reite. Gleiches gilt für andere Stellungen. (...)

Wenn man Sex auf die Zeitspanne der Penetration beschränkt, dann mag das so sein.
Ich habe die Frage jedoch so aufgefasst, dass sie etwas umfassender gemeint war. Vielleicht liegt das daran, dass Sex für mich auch mehr beinhaltet als diese mehr oder weniger kurze Sequenz. Unterschiede gibt es da wirklich - zumindest habe ich sie sehr deutlich erlebt.
 
G

Gast

Gast
Also wenn ich einen Mann reite, dann fühlt sich der reine Akt selbst nicht drastisch anders an, ob ich nun den oder den Partner reite.

Für mich ist da schon ein Unterschied.
Liegt er einfach nur da und lässt sich reiten oder geht er mit meinen Bewegungen mit?
Fasst er mich dabei an?
Ist er vielleicht etwas kräftiger, sodass sein Bauch zusätzlich an meinem Kitzler reibt?
 
G

Gast

Gast
Also wenn ich einen Mann reite, dann fühlt sich der reine Akt selbst nicht drastisch anders an, ob ich nun den oder den Partner reite. Gleiches gilt für andere Stellungen.

Das trifft für mich überhaupt nicht zu: ich erleb(t)e die körperliche Liebe mit jedem Mann anders. Das Vorspiel ist immer sehr individuell, der Körperbau des Mannes und vor allem sein Geruch ist sein ganz eigener. Und darauf baut sich sehr unterschiedlich erlebte Sexualität (hier meine ich den Akt selbst) auf.
 
V

Vicky

Gast
Ich liege mit meiner Meinung zwischen der von Frederika und der von Mieze.

Der reine Akt an sich unterschied sich bei mir und meinen Freunden zwar nicht so drastisch. Aber zum einen hat man ja doch verschieden starke oder gar verschiedenartige Gefühle zu verschiedenen Männern - war bei mir zumindest so. Und zum anderen spielt eben das, was Mieze in # 2 sagt, also Libido, Temperament, Einfühlsamkeit und die ganze Beziehung irgendwie mit in den Sex rein.

Ich kann nur sagen, dass mein heutiges Sexleben sehr viel besser ist als das mit meinen Ex-Freunden. Mag auch daran liegen, dass ich heute mehr zu meiner Sexualität stehe, offener, unbefangener, erfahrener bin. Ich bin nun mal keine 19 mehr. Das kann ich also nicht komplett auseinanderdividieren.

Heute komme ich sehr viel öfter als früher, ich komme heftiger, ich komme ziemlich oft gleichzeitig mit meinem Freund, ich habe weniger Hemmungen, ich werde schneller feucht und, was ich mir früher gar nicht vorstellen konnte - ich bin heute manchmal sogar zu feucht, also so, dass wir beide ne Pause machen müssen, weil wir sonst kaum mehr was voneinander spüren.

Also, ich finde schon, dass es für mich gut war, mehr als einen Sexualpartner gehabt zu haben. Das ist ein bißchen so wie Autofahren mit verschiedenen Automarken. Es ist und bleibt Autofahren aber das kann sich mitunter doch sehr verschieden anfühlen mit verschiedenen Marken zu fahren. O.k., der Vergleich hinkt etwas...
 
G

Gast

Gast
Der Sex kann sehr unterschiedlich sein! Wenn ich mir nur vorstelle, ich wäre mit meinem ersten Partner liiert geblieben...

Ich hatte bis jetzt ungefähr 10 Männer, und nur mit 2 Männern hatte ich wirklich guten Sex! Ergo, die meisten Männer sind für mich schlechte Liebhaber, und spulen nur ein Programm ab! Selbst gleiche Stellungen können sehr unterschiedlich im Erleben sein!

w, 38
 
Lieber FS,
mein Erfahrungsschatz und Vergleichsmöglichkeit ist zwar nicht groß, aber ich empfinde den Sex sehr unterschiedlich, zumal der Penis anders war/ist.

Auch reagierte mein Körper immer anders, eben individuelle auf den jeweiligen Mann, dies hatte wohl etwas mit stimmiger Chemie zu tun.

Manchmal hatte ich das Gefühl mich in dem anderen zu verlieren,sich die Seelen ineinanderwickelten, pulsierende Unterleibe ohne dies mechanisch zu beeinflussen und dies war unabhängig vom Kennen oder Beziehungsdauer, es geschah einfach.

Ebenso wie Küsse unterschiedlich sind oder flüchtige Berührungen, manche gehen einfach unter die Haut:O)
35/w
 
G

Gast

Gast
Also ich empfinde es immer unterschiedllich.
Jeder Mann ist anders, nicht nur anders gebaut.

Sicher spielt der Geruch, die Stimme eine wichtige Rolle.
Auch die Erfahrung eines Liebhabers ist nicht zu unterschätzen.

Für die Männer, die ich in den letzten 2 Jahren kennengelernt habe, war es sehr wichtig, dass ich zum Orgasmus komme.
Langes Vorspiel, viel küssen, auch in die Augen schauen beim Sex.
Ich hatte einen Mann, der sehr oft und lange konnte. Einen der mich sehr verwöhnt hat, dann aber liegend eher die passive Rolle übernommen hat, aber jedes war auf seine ganz besondere Weise schön.
Aber jeder war eben anders.
 
Doch, der Sex ist unterschiedlich.

Aber nicht nur mit verschiedenen Frauen sondern oft auch mit derselben Frau- es muss nur die richtige sein ,-).

Wenn also der Sex immer dasselbe sein sollte... dann hat derjenige offenbar nicht sonderlich viel Phantasie.
 
natürlich fühlt sich der sex mit jeder frau anders an!
das küssen ist mit jeder frau anders... auch unter frauen gibt es exemplare, die nicht küssen können;-)
jede frau fasst einen anders an, mag andere sachen gern oder auch nicht. jede hat andere fantasien, vorlieben und abneigungen.
das temperament unterscheidest sich, die experimentierfreude, und daraus resultiert dann jedes mal ein anderes empfinden beim sex.

der sex spielt sich schliesslich nicht über die reibung der geschlechtsorgane ab, sondern er findet zwischen den ohren statt...
 
G

Gast

Gast
In einer früheren Beziehung und während der letzten Zeit als Single und Partnersuchender konnte ich herausfinden, dass sich Sex mit unterschiedlichen Frauen sehr wohl unterschiedlich anfühlt. Das hat aber hpts. nicht (nur) mit dem reinen Akt zu tun (aber in gewissen Grenzen durchaus), sondern mit dem Drumherum. Der unterschiedliche Genuss ist eher bei Frage zu suchen, wie experimentierfreudig oder dreckig ist bzw. welche Phantasien hat man und will diese ausleben, welches Rollenverhalten und legt man an den Tag, wie unterschiedlich ist man in seinen Facetten (kann ich z.B. umschalten zw. hart und weich/einfühlsam, schnell und langsam, etc.,..), wie ist der Geruch, die Optik, die körperlichen Merkmale, das Begehren auf- und die Gefühle füreinander, u.v.m.?

Meine Freundin erzählt mir sehr ausführlich von ihren Ex-Freunden. Jeder hatte seine besonderen Merkmale, Stärken sowie Schwächen. Jemand der nur eine Kleinen hat, aber der mehrmals und kurz am Tag kann, wird anders zugegen sein, als Jemand der eher eine relativ gute Größe und eine noch bessere Dicke hat und 1x kann, aber dafür lange. Der eine kann nur gut lecken, der eine ist übermäßig hart beim Sex und fügt Schmerzen zu, der Andere fragt, ob den der Klaps auf den Po weh getan hat, der Eine ist hart wie ein Stahlrohr, der Andere weich wie eine Nudel im Wasser. Der Eine betreibt dirty-talking, der Andere ist still wie ein Grab. Für den Einen ist Sex nur eine Triebbefriedigung, für den Anderen gehört mehr dazu. Die wenigstens waren übrigens gute Liebhaber über längere Zeit und das Verhältnis vermutet sie irgendwo zw. 1/4 und 1/5.

Sex ist wichtiger für mich geworden, aber wird nicht die wichtigsten Dinge in meinem Leben einnehmen. Ich sehe vieles in dieser Hinsicht ganz locker und ungehemmt. Ich hatte wenige, aber dafür lange, gute Partnerschaften. Ich hatte nicht viele, aber dafür gute sexuelle Bekanntschaften, insb. in meiner Zeit als Single. Eine Frau, mit der ich im Übrigen (auch körperlich) nicht zusammengekommen bin, sagte einmal "Sex ist austauschbar.". Das sehe ich nicht so. Sowohl in Partnerschaften als auch im sexuellen Bereich will ich mich nicht verlieren. Für mich wird beides immer etwas Einzigartiges sein und bleiben. Eine gute Partnerschaft ist eines der wichtigsten Dinge in meinem Leben.

36,m
 
G

Gast

Gast
Naja, der physiologische Vorgang ist grundsätzlich gleich, doch innerhalb dessen Ausgestaltung können Welten liegen.
Die Persönlichkeit - d.h. Temperament und Intelligenz -, sowie kulturelle Prägung färben stark die Qualität der sexuellen Aktivität.
Mit zunehmender Erfahrung verändert sich jedoch mit dem Repertoire auch der persönliche Anspruch an Sexualität.
 
G

Gast

Gast
Mir haben auch 5 verschiedene Sexualpartner gereicht um festzustellen, dass der Sex mit jedem Mann unterschiedlich ist! Viele ausschlaggebende Punkte sind ja schon in diversen Beiträgen erwähnt worden. Ich habe jedenfalls mit jedem neuen Mann eine Fülle neuer Eindrücke und Erfahrungen gemacht, sowohl positiver als auch negativer, obwohl die "Mechanik" nicht grundlegend anders war. Einer dieser fünf Männer hat beispielsweise meine Lust nach Sex nachhaltig gigantisch gesteigert. Für diese Erfahrung bin ich im Nachhinein besonders dankbar. Ich bin gespannt was noch so kommt!

Und all diejenigen die meinen, Sex wäre immer gleich, sind meiner Meinung nach einfach nicht sensibel genug die Unterschiede wahrzunehmen. Ist aber auch nicht weiter schlimm. Wo es an Wahrnehmung fehlt, kann auch nichts vermisst werden.

w29
 
G

Gast

Gast
Ich als Frau finde, ja, es ist mit jedem Menschen anders.

Allerdings nicht, wenn man mehr oder weniger mechanisch "Liebe macht". Ich bin in dieser Hinsicht fast schon asexuell: Ich kann nur dann Sex genießen, wenn ich jemanden gut kenne und ihm vertraue.
Es törnt mich ab oder reizt mich bestenfalls zum Lachen, wenn man sich abrackert, um sexuelle Erregung zu produzieren. Und ich denke, das ist auch das Problem bei längeren Beziehungen. Egal, was man macht, es wird langweilig.
Bei mir funktioniert Sex nur, wenn mein Partner und ich uns richtig viel Zeit lassen, die Körper spüren, erst mal die Energie aufsteigen lassen, und dann entfaltet sich alles von selbst - oder manchmal eben nicht. Aber diese völlige Losgelöstheit und Wertschätzung des Augenblicks bringt eine Tiefe und einen Genuss, die anders nicht möglich ist.
Am schlimmsten finde ich das Drauflos-Knutschen oder "Machen". Da fühle ich mich als Objekt und spalte mich völlig ab.
Die Gefühle füreinander bringen die Intimität und die sanft ansteigende Erregung automatisch mit sich. Alle "Schnellverfahren", Sex als Ventil für negative Emotionen oder andere Ersatzhandlungen sind angestrengt und langweilig.
Also ja, Sex ist mit jedem anders, wenn man es so zulässt und einfach nur nachspürt und sich von den Körpern führen lässt.

Und oft ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Schlimm? Muss man immer bereit sein? Ist Sex ein Liebesbeweis? Ich meine, nein.

w45
 
G

Gast

Gast
Nein, der Sex ist auf keinen Fall immer gleich! Ich hoffe, das bleibt auch so (du jagst mir mit deiner Frage ein bisschen Angst ein). Ich hätte keiner der vergangenen Partner miteinander vergleichen können, weil wir ganz unterschiedliche Dinge in unterschiedlicher Intensität miteinander gemacht haben. Der Akt als solcher nimmt ja nur den kleinsten Teil ein. Einer war z.B. ein Outdoor-Freak, der andere war unglaublich leidenschaftlich usw. "Gleich" war es immer nur dann, wenn es sich um belanglose Versuche handelte, wo keine großen Gefühle im Spiel waren. Ja, wie schon geschrieben, spielen natürlich die Gefühle eine sehr große Rolle. Ich wäre bislang gar nie auf die Idee gekommen, dass der Sex immer gleich ist. Ansonstens wär's ja wirklich ziemlich langweilig.

w, 40
 
In diesem Thread wird furchtbar viel aneinandervorbeigeredet. Die Beobachtung und damit auch Hypothese des Fragestellers lautet doch:

Die Art und Weise, wie die Sexualität ausgelebt wurde, war mit den verschiedenen Frauen meist durchaus ähnlich. Sie war zwar an sich phantasievoll und abwechslungsreich, aber zwischen den Frauen gab es keineswegs irgendwelche Quantensprünge.
Genau so beobachte ich das auch. Die ausgeübten Praktiken und Stellungen sind vergleichbar, im Details gibt es unterschiedliche Vorlieben und Häufigkeiten, aber letztlich läuft es immer wieder auf Cunnilingus, Fellatio und die üblichen Stellungen wie Missionar, Reiten und Doggystyle hinaus.

Wenn ich auf einen Mann aufreite, dann fühlt sich die Penetration nicht so drastisch anders an als bei einem anderen. Wenn mich einer von hintern nimmt, dann ist das nicht irgendwie drastisch unterschiedlich, ob es nun mein letzter, vorletzter oder sonst ein Partner tat. Fühlt es sich für Männer so verschieden an, welche Frau aufreitet? Wohl kaum, sie lieben es fast immer. Der Unterschied liegt eher darin, was sie der Frau gegenüber fühlen, wie sie sie begehren und lieben, nicht aber im physischen Akt.

Natürlich sind die Gefühle anders, der Geruch anders, das Verhalten des Partners anders: Der eine ist verspielter, der andere sanfter, der nächste wilder oder dominanter, der eine stiller, der andere lauter, der eine muskulöser, der andere schmächtiger. Natürlich variiert Sex auch von Mal zu Mal mit demselben Partner stark, mal ist der Sex rein kuschelig, mal leidenschaftlich, mal nebensächlich. Und so weiter. Darüber muss man doch allen Ernstes gar nicht diskutieren, da müssen sich einfach alle einig sein, die jemals ein paar mal Sex gehabt haben. Sex ist nie gleich.

Aber ist der Sex fundamental anders? Sind da Quantensprünge? Das war doch die Frage und darauf antworte ich "nein". Sex ist nicht jedesmal eine komplett neue Erfahrung. Nicht jeder Partner komplett anders oder drastisch besser oder schlechter -- außer er ist verklemmt, einfallslos oder gestört. Aber darum geht es ja nicht, denn das wiederum ist auch jedem so klar.

Braucht man x verschiedene Sexualpartner, weil sie alle ach-so-verschieden sind? Ich glaube nein, und darum geht es in diesem Thema. Man verpasst viel mehr, wenn man nicht wirklich liebt, sich nicht hingibt, nicht verschmilzt, nicht experimentierfreudig ist, den Geruch des anderen nicht liebt, sich nicht geborgen und geliebt fühlt. Aber verpasst man viel, weil man nicht von mindestens 10 Männern im Leben gevögelt wurde? Weil der eine Penis sich ach-so-anders anfühlt als der andere? Eindeutig nein! Darauf kommt es gar nicht an.
 
G

Gast

Gast
In diesem Thread wird furchtbar viel aneinandervorbeigeredet. Die Beobachtung und damit auch Hypothese des Fragestellers lautet doch:

Genau so beobachte ich das auch. Die ausgeübten Praktiken und Stellungen sind vergleichbar, im Details gibt es unterschiedliche Vorlieben und Häufigkeiten, aber letztlich läuft es immer wieder auf Cunnilingus, Fellatio und die üblichen Stellungen wie Missionar, Reiten und Doggystyle hinaus.
(...)
Braucht man x verschiedene Sexualpartner, weil sie alle ach-so-verschieden sind? Ich glaube nein, und darum geht es in diesem Thema. Man verpasst viel mehr, wenn man nicht wirklich liebt, sich nicht hingibt, nicht verschmilzt, nicht experimentierfreudig ist, den Geruch des anderen nicht liebt, sich nicht geborgen und geliebt fühlt. Aber verpasst man viel, weil man nicht von mindestens 10 Männern im Leben gevögelt wurde? Weil der eine Penis sich ach-so-anders anfühlt als der andere? Eindeutig nein! Darauf kommt es gar nicht an.

Vielleicht ist das bei dir so, aber bei anderen dieser Diskussion nunmal nicht. Ich finde nicht, dass deshalb aneinander vorbeigeredet wird.

Ich finde sehr wohl, dass es darauf ankommt, wie sich der Penis anfühlt, mit welchem Tempo er bewegt wird, wie man genau angefasst und angesehen wird.

Jemand hier hat das Beispiel von Küssen angeführt: Da merkt man es doch ganz stark! Manche können besser küssen, andere schlechter. Das reine "die Zunge in den Mund des anderen stecken" ist es nicht. Und es kommt für die Beurteilung auch weniger auf das Gefühl für den anderen an. Wie leidenschaftlich jemand ist, das zeigt sich auch in Bewegungen, ob man z.B. einfach rumgrapscht oder viel Taktgefühl und flinke Finger beweist.

Ich kann ganz klar sagen: Ich beurteile z.B. den Sex mit einem bestimmten Mann, für den ich zu dem Zeitpunkt stärkere Gefühle hatte, als definitiv schlechter als den Sex mit einem anderen, für den ich wesentlich weniger Gefühle hatte. Meine Reaktion auf die "Tätigkeiten" der beiden Männer unterschied sich sehr stark. Das ist natürlich Zufall und nicht zwingend. Aber es zeigt, dass die Qualität des Sexes nicht NUR von den Gefühlen abhängt, sondern sehr wohl auch davon, was der andere so "kann".
 
Aber es zeigt, dass die Qualität des Sexes nicht NUR von den Gefühlen abhängt, sondern sehr wohl auch davon, was der andere so "kann".
Zweifelsfrei richtig. Genau das schrieb ich schon in #1: "Natürlich kann ein Partner mal eine gewisse Praktik besser können..."

Natürlich kann es verklemmte, einfallslose, langweilige, passive, ungeschickte oder sonstwie schlechte Liebhaber geben. Wer würde das bestreiten?
 
G

Gast

Gast
Zweifelsfrei richtig. Genau das schrieb ich schon in #1: "Natürlich kann ein Partner mal eine gewisse Praktik besser können..."

Natürlich kann es verklemmte, einfallslose, langweilige, passive, ungeschickte oder sonstwie schlechte Liebhaber geben. Wer würde das bestreiten?

Gut, das ist vielleicht die Erklärung dafür, dass andere hier Quantensprünge zwischen verschiedenen Sexualpartnern erlebt haben, dem ich mich anschließen würde.
 
G

Gast

Gast
... Menschen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer gelebten Sexualität ebenso sehr wie z.B. auf ihre Fährigkeit zur verbalen Darstellung, die ...
- von sprachlichen Kompetenz abhängt (kann gelernt werden),
- dem Klang ihrer Stimme (ist nur sehr beschränkt beeinflussbar),
- der Artikulationsfähigkeit (kann man lernen),
- der Empathie ihrer Ausdrucksweise (ist zentrales Persönlichkeitsmerkmal).
Und das muss dann auch noch mit dem Partner harmonieren, damit es richtig gut läuft.

Wer da keine Unterschiede sieht, reduziert Sexualität wirklich auf Bodenturnen oder Rein-Raus. Zugegeben, so etwas wie Sensibiliät und Feingefühl gehört auf beiden Seiten dazu, wenn's spannend werden soll, aber manche persönliche sexuelle Ausdrucksweisen harmonieren eben, manche passen gar nicht ... und manche schaukeln sich zu ekstatischen Highlights auf. Da hilft nur ausprobieren.
 
G

Gast

Gast
... Menschen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer gelebten Sexualität ebenso sehr wie z.B. auf ihre Fährigkeit zur verbalen Darstellung, die ...
- von sprachlichen Kompetenz abhängt (kann gelernt werden),
- dem Klang ihrer Stimme (ist nur sehr beschränkt beeinflussbar),
- der Artikulationsfähigkeit (kann man lernen),
- der Empathie ihrer Ausdrucksweise (ist zentrales Persönlichkeitsmerkmal).
Und das muss dann auch noch mit dem Partner harmonieren, damit es richtig gut läuft.

Wer da keine Unterschiede sieht, reduziert Sexualität wirklich auf Bodenturnen oder Rein-Raus. Zugegeben, so etwas wie Sensibiliät und Feingefühl gehört auf beiden Seiten dazu, wenn's spannend werden soll, aber manche persönliche sexuelle Ausdrucksweisen harmonieren eben, manche passen gar nicht ... und manche schaukeln sich zu ekstatischen Highlights auf. Da hilft nur ausprobieren.

Vollste Zustimmung, der Vergleich mit der Sprache trifft es. Man kann den reinen Akt und das Gefühl drumherum auch nicht voneinander trennen. Das wäre wie "das reine Reden" vom drumherum zu trennen und zu sagen, dafür, wie jemand einen bestimmten Satz sagt, mache es keinen Unterschied, wer ihn sagt, der reine Inhalt sei ja der gleiche.

Das ist aber genauso wenig der Fall, wie beim Sex beispielsweise die Bewegungen des einen denen des anderen gleichen, "der Ton spielt die Musik".
 
G

Gast

Gast
Ja, das ist so eine Sache, ich, 67, m. habe mit nur 6 Frauen Verkehr gehabt und kann sagen, es gibt gewaltige Unterschiede. Von na ja muss es sein, bis zur Extase ist ein Spielraum der sich ausleben lässt. Aber Eines ist wohl auch sicher, ist man selbst bereit zu empfinden, ist man gelöst, ist man auf eine Partnerschaft - sprich Sex - überhaupt eingestellt? Erst wenn Zärltichkeit, Vertrauen usw. im Spiel sind, wird es schön, aber auch dann gibt es offenbar physikalische Unterschiede, so wie Mann seinen Penis pulsieren lassen kann, können manche Frauen regelrechte Feuerwerke damit abspielen. Freut Euch auf befriedíegenden Sex den ihr aber nur erreicht, wenn Eure Partnerin ebenso fühlt und handelt.
Ein Mann 67
 
Mit jedem Mann ist für mich der Sex anders gewesen. Es kommt dabei nicht auf unterschiedliche Stellungen an. Jeder küsst anders, fühlt sich anders an, riecht anders, hat unterschiedliche Vorlieben....das der Akt im wesendlichen gleich sein soll, kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen. Er ist schon deshalb niemals gleich weil ich mich auch im Laufe meines Lebens geändert habe und andere Gelüste entwickelt habe. Mein Sex mit 30 war weniger intensiv als jetzt mit 50.
 
G

Gast

Gast
Ich muss auch sagen, dass der Sex mit jedem Partner anders war. Allein schon deshalb, weil jeder ganz andere erogene Zonen hatte, die erst herauszufinden waren (manchmal wussten sie selber nichts davon... :)) ).
Im Grunde aber hast du Recht. Mehr als "Sex" (in allen Varianten) machen kann man nicht und im Grunde wird es immer irgendwo dasselbe sein. Nur das Gefühl dabei ist nie dasselbe.....
 
Selbst ein und die selbe Stellung ist mit jedem Mann anders.
Ach, es sind so viele klitzekleine Facetten, die sich unterscheiden:
Küssen (wie und wie oft)
Anfassen (wo und wie stark und wie oft)
Geräusche (leise, laut und dazwischen)
Reden (flüstern, dirty talk, gar nicht)
...
Ja, sogar die eigentlich Penetration ist mit jedem schon rein mechanisch anders.

Von den Gefühlen, die dann noch eine Rolle spielen, ganz zu schweigen...
Ein Dejavue hatte ich beim Sex jedenfalls noch nie.
 
G

Gast

Gast
also ich konnte in meinen Beziehungen schon unterschiede feststellen. es gibt Frauen, die lauter sind, die anderen leise. die einen haben diese Technik, die anderen jene. andere sind experimentierfreudig, den anderen reicht blümchensex.

also ich möchte den bisherigen Erfahrungsschatz nicht missen.

und ich hoffe doch nicht, dass sex immer gleich ist. man entwickelt sich mit der jeweiligen Erfahrung auch weiter.
 
G

Gast

Gast
Wenn ich (m) an die Frauen zurückdenke, mit denen ich in meinem Leben zusammen war, scheint mir aber, dass da eigentlich gar nicht so viel Vielfalt gab (6 Beziehungen, meist mehrjährig).

Da hast Du mit Deinen 49 noch aufregende Erfahrungen vor Dir :)

Es gibt sogar massive Unterschiede! Vielleicht könnte man diese in folgende drei Kategorien einteilen:

1. Können
Es gibt Frauen, die machen gar nichts oder wenig, also die Passiven, andere bringen einen mit Raffinesse zum total Wahnsinn bis zum kompetten Kontrollverlust. Gibts zwar nicht oft, ist aber in der Regel unvergesslich.

2. Körperbau
dabei geht es nicht nur um Geschlechtsorgane (groß - klein - eng -weit usw.), sondern um den ganzen Körper; beim Mann sowieso, genauso aber bei der Frau. Wer z.B. schon mal das Vergnügen mit einer auf dem Pferd aufgewachsenen Mongolin hatte, weiss was ich meine...

3. Fähigkeit, Gefühle nonverbal auszudrücken
Wie reagiert man auf Berührungen und Penetration und wie bringt man Gefühle zum Ausruck? Flüssige und abwechselnde Aktion und Reaktion, "teamwork", ein fliessendes Verständnis, wie erkennt man und bringt sich ein: Die Kompatibilität in der sexuellen Kommunikation.

Das sind aber nur die Eigenschaften, die den anderen Partner betreffen. Das vom Liebesopium vernebelte Gehirn kann einem schlimme Fata Morganas vorgaukeln, die früher oder später ein böses Erwachen geben. Trotzdem war es dann schön....

m,45
 
Top