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  • #32
Wer eine solche Liebesbeziehung nicht leben kann, weil er sie nicht hat, nicht den passenden Partner gefunden hat, ist ganz sicher nicht 100 % glücklich.
Definiere "100% glücklich". Ich kenne KEINEN einzigen Menschen mit Partnerschaft, der hundertpro glücklich ist. Ich bin der Meinung, es gibt keine Partnerschaft, die hundertprozentig glücklich macht. Es wird immer Punkte geben, wo es nicht passt und man erst emotional gestresst Kompromisse finden muss und das ist dann schon das Höchste, dh. eine GUTE Beziehung.
Ich bin manchmal glücklich, wenn ich das, was mich gerade nicht glücklich macht, ausblenden kann.

Glücklich ist, wer liebt und gleich zurück geliebt wird!
Da würde ich Dir zustimmen. Allerdings haben Menschen ja durchaus Probleme damit zu definieren, was Liebe sein soll. Und manche halten ihre seelischen Abhängigkeiten für Liebe und empfinden z.B. hundertprozentiges Glück, wenn der Narzisstenparter sich mal allein ihnen zuwendet und den Schwachen spielt, der nur von ihnen vor der Welt gerettet werden kann. Also LIEBEN KÖNNEN ist die Voraussetzung für das, was Du schreibst.
Es braucht dazu auch einen glücklichen Zufall, dass sich zwei Menschen begegnen, die sich auf Anhieb sympathisch sind und sich in einander verlieben und endlich ihr Glück im anderen gefunden zu haben.
Das ist für mich alles Märchen. Manchmal gibt es auch im Leben ein Märchen. Aber um eins zu erleben, muss man erstmal mit sich selbst in gewissem Maße im Reinen sein, dh. so weit, dass man keine Probleme mit sich selbst mehr auf Beziehungsebene ausagieren will, sonst ist der Partner dafür ja nur das gewählte "Feindbild", an dem man sich abarbeitet und das macht nicht glücklich. Man lernt durch Leid.
In den allermeisten Partnerschaften gibt es doch früher oder später Probleme, und wenn die Partnerschaft gut ist, kann man sie lösen. Aber in der Zeit der Krise würde bestimmt keiner von denen sagen "ich bin hundertprozentig glücklich", sondern "meine Beziehung ist gerade auf dem Prüfstand". Und wie gesagt, das sind die GUTEN Beziehungen. In den schlechten wird totgeschwiegen, frustriert aufgegeben oder weiter kritisiert oder sich gerächt an anderer Stelle, aber bloß nicht die Beziehung beendet. Und die macht garantiert nicht 100% glücklich.
Auch das tollste Selbstbewusstsein und stärkste Selbstvertrauen wie auch gesundes Selbstwertgefühl garantieren nicht, dass man einen passenden Partner findet
Das nicht. Aber es garantiert, dass man ihn erkennen kann und weiß, was man tun muss, damit die Beziehung zustande kommt. Und man weiß damit umzugehen, statt die Beziehung durch Unreifen kaputt zu machen oder den Partner zu verscheuchen mit Fehlverhalten und Egoismen.
 
  • #33
Definiere "100% glücklich". Ich kenne KEINEN einzigen Menschen mit Partnerschaft, der hundertpro glücklich ist. Ich bin der Meinung, es gibt keine Partnerschaft, die hundertprozentig glücklich macht. Es wird immer Punkte geben, wo es nicht passt und man erst emotional gestresst Kompromisse finden muss und das ist dann schon das Höchste, dh. eine GUTE Beziehung.
Ich bin manchmal glücklich, wenn ich das, was mich gerade nicht glücklich macht, ausblenden kann.
Auf jeden Fall sind Paare generell zufriedener/glücklicher und sind sogar dankbar jemanden an ihrer Seite zu haben, auch wenn sie nur gemeinsam auf dem Sofa einen schönen Film schauen oder auf der Terrasse zu Abend essen als Singles. Ein Single zu Hause denkt sich vielleicht traurig: „Wie schön wäre es jetzt mit jemandem zusammen diesen Film zu schauen“ Ausser der Partner hat eine psychische Erkrankung/Persönlichkeitsstörung und die Beziehung wird zur persönlichen Hölle!
Da würde ich Dir zustimmen. Allerdings haben Menschen ja durchaus Probleme damit zu definieren, was Liebe sein soll.
Die Liebe lässt sich ohnehin gar nicht definieren, weil jeder etwas anderes drunter versteht, genauso wie Perfektion! Welche Definition wäre ansonsten die universell gültige?
Manchmal gibt es auch im Leben ein Märchen. Aber um eins zu erleben, muss man erstmal mit sich selbst in gewissem Maße im Reinen sein, dh. so weit, dass man keine Probleme mit sich selbst mehr auf Beziehungsebene ausagieren will, sonst ist der Partner dafür ja nur das gewählte "Feindbild", an dem man sich abarbeitet und das macht nicht glücklich.
Das müssen aber beide sein - mit sich im Reinen, sowohl der Mann als auch die Frau. Die eigenen schmerzhaften und belastenden Lebensereignisse verarbeitet und abgeschlossen haben und befreit vom alten Ballast neu das eigene Leben gestalten. Sonst wird wieder nichts dauerhaftes draus.
 
  • #34
Auf jeden Fall sind Paare generell zufriedener/glücklicher und sind sogar dankbar jemanden an ihrer Seite zu haben
Glaube ich nicht. Vielleicht die mit der guten Partnerschaft, aber die anderen nur an der Oberfläche, also wenn Außenstehende sie fragen. Wenn ich an meine Exbeziehung denke, so waren bestimmte Probleme immer präsent, mal mehr, mal ganz wenig, aber sie konnten halt nicht gelöst werden. Und wenn ich schon mal mit Bekanntinnen rede, die etwas mehr aus dem Nähkästchen plaudern, so haben die alle ihre kleinen bis großen Frustrationen. Aber vielleicht hast Du recht und die wären als Single tatsächlich unzufriedener, weil sie dächten, es gäbe die ideale Partnerschaft, aber den Mann dazu können sie nicht finden.
auch wenn sie nur gemeinsam auf dem Sofa einen schönen Film schauen oder auf der Terrasse zu Abend essen als Singles. Ein Single zu Hause denkt sich vielleicht traurig: „Wie schön wäre es jetzt mit jemandem zusammen diesen Film zu schauen“
Liebe Mandoline, auch ein Single hat Freunde! Was Du hier für ein Bild zeichnest - da sind Singles unglaublich einsame Menschen, die niemanden haben, mit dem sie Spaß haben könnten.
Und diese Freunde gucken vielleicht sogar mit viel mehr Freude einen Film zusammen, weil sie den gleichen Geschmack haben. Dann sitzt nicht der Mann mit eingeschlafenem Gesicht neben seiner Partnerin, weil die ne romantische Komödie guckt, oder die Partnerin langweilt sich bei irgendwelchen Filmen, die ihr Partner gut findet und den sie nur mit ihm guckt, damit er bei der nächsten romantischen Komödie nicht lieber was anderes machen will, als eineinhalb Stunden abzusitzen, und zusammen Filmgucken doch so schön partnerschaftlich ist.
Die Liebe lässt sich ohnehin gar nicht definieren
Es ist ein Gefühl, das mit Selbstlosigkeit zu tun hat, würde ich sagen. Und nicht Bedürftigkeit z.B. oder Projektion oder Tauschgeschäft.
Das müssen aber beide sein - mit sich im Reinen, sowohl der Mann als auch die Frau.
Ja klar. Genau das meinte ich. Ich denke, sowas ist sehr selten.
 
M

moobesa

Gast
  • #35
Wie wärs wenn du den Gedanken einfach mal beiseite lässt, denn so auf Teufel komm raus, funktioniert es eh nicht. Das ist verkrampft und wahrscheinlich strahlst du das auch aus.
Wieso darf man nicht verkrampft sein? Wieso gilt überall das Primat der Gelassenheit?
Ich bin generell kein gelassener Mensch. Und hab schon vieles versucht. Wirklich locker bin ich nur in der totalen Passivität. Wie gut kommt solche an bei Frauen? Rhetorische Frage.
Außerdem vergleichst du Äpfel mit Birnen, nämlich Frauen und Männer.
 
  • #36
Wieso darf man nicht verkrampft sein? Wieso gilt überall das Primat der Gelassenheit?
Ich bin generell kein gelassener Mensch. Und hab schon vieles versucht.
Wieso hast Du es denn versucht, wenn Du keine Notwendigkeit oder Vorteile der Gelassenheit gesehen hast?! Es ist einfach so, dass wir uns alle instinktiv von gelassenen Menschen eher angezogen fühlen als von verkrampften, grüblerischen, engstirnigen und komplizierten und verkopften Menschen. Das ist doch normal. Man zieht, wenn man klug ist, das Einfache vor.
 
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