• #1

Ist Trennung das Richtige?

Hallo Forum.
Ich bin gerade in einer Zwickmühle.
Habe mich vor einigen Tagen von meiner Freundin getrennt. Wir wohnten nur gerade mal 2 Monate in der gemeinsamen Wohnung.
Am Anfang war alles super, frisch verliebt und einander fast aufgefressen.
Dann der zusammenzug.
Da habe ich gemerkt, dass die Harmonie langsam dahin gieng. Oft streitereien und dann wieder super usw.
Ich habe auch gemerkt, dass sie psychisch nicht sehr belastbar ist, habe noch nie jemanden so oft weinen gesehen. Stress auf der arbeit und total überfordert.
Dann der nächste Schock.. Ihre Steuerrechnung... Leider hat sie von früher noch viele Schulden. Und das hat mich sehr abgeschreckt. Ich möchte ehrlich gesagt keine verschuldete Frau an meiner Seite.
Und doch kommen dann die Zweifel.
Sie liebt mich wirklich sehr und ich konnte ihr immer vertrauen. Und jetzt ist die Angst da, dass einfach zu voreilig aufzugeben.
Ich bin 30 und Sie ist 36 Jahre alt.
Jemand die selben Erfahrungen gemacht oder ähnliches?
Liebe Grüsse
 
  • #2
Also erstmal: Diese Gedanken sollte man sich VOR einer Trennung machen. Die Trennung sollte durchdacht sein und wirklich endgültig. Das sollte man mit 30 eigentlich auch schon wissen. Danach wieder Hü und Hott ist aus mehreren Gründen furchtbar: Das Grundvertrauen vom Verlassenen ist zerstört und das dauert sehr sehr lange, um das zu reparieren und ein Sprung bleibt immer. Ich rede aus Erfahrung. Bevor man wieder zusammenkommt, wenn man das dann unbedingt will, sollte man erstmal Zeit vergehen lassen, so dass beide sich in Ruhe ihre Gedanken machen können, was sie an sich ändern müssen, ob sie die Beziehung wirklich noch wollen, ob sie den anderen lieben etc.
Du schreibst nicht, wie lange ihr schon zusammen wart, bevor ihr zusammengezogen seid. Scheinbar sehr schnell, ohne euch wirklich zu kennen. Da zeigt das gemeinsame Wohnen dann oft in Turbogeschwindigkeit, ob es passt oder nicht. Ich selbst bin auch schnell zusammengezogen, und es hat super funktioniert. Daher denke ich nicht, dass es generell ein zu schnell gibt, aber wenn sich dann abzeichnet, dass es nicht funktioniert, wird sich das wohl auch schwerlich ändern. Die Probleme, die du schilderst, betreffen ja ihren Charakter. Wenn sie sehr emotional ist oder wenig belastbar, dann wird sie das nicht ändern können, wenn ihr wieder zusammenkommt. Es sei denn, sie ist grad in einer schweren Phase. Oder hat sie gemeint, das ist bei ihr Normalzustand? Mit den Schulden - da wär ich auch sehr sehr skeptisch. Manche Leute können mit Geld einfach nicht umgehen, und auch da ändert sich nicht so schnell was dran, es sei denn, sie holt sich professionelle Hilfe. Und das muss sie ja selbst wollen. Für eine gemeinsame Zukunft, eventuell mit Kindern, aber mit gemeinsamer Wohnung, da käme so ein Partner für mich nicht infrage, wenn er das als normal betrachtet. Frage wäre also: 1) was lässt sich ändern und 2) könntest du, wenn es sich nicht ändert, auf Dauer doch damit leben?
Von außen würde ich denken: Es hat nicht gepasst, du hattest deine Gründe und ich würde nicht zu einer Neuauflage raten. Allerdings sind zwei Monate wirklich extrem kurz. War es so schlimm, dass du es gar nicht mehr ausgehalten hast?

w, 35
 
  • #3
Es ist ganz normal, dass erst beim wirklichen Zusammenleben auch die ganzen Knackpunkte und Schwachstellen beim Partner so richtig erkennbar werden. Darum heißt beziehungsfähig sein ja deutlich mehr, als nur bei Sonnenschein bei einander zu bleiben, das ist keine große Leistung.

Ich verstehe natürlich, dass du einen Schreck bekommen hast angesichts der Labilität deiner Freundin und dann vor allem noch die Geschichte mit den verheimlichten Schulden! Ohne Ehrlichkeit und Vertrauen ist es kaum möglich, eine Beziehung zu führen. Aber einfach so davonlaufen, wenn die ersten richtigen Schwierigkeiten kommen, finde ich auch nicht richtig.

Wichtig wäre jetzt eine offene Kommunikation: du musst ihr sagen, dass ihre ständigen emotionalen Schwankungen dich stark belasten und dass sie einen Weg finden muss, wie sie emotional stabiler wird. Frag sie, ob du sie irgendwie dabei unterstützen kannst, aber aktiv werden muss sie selber. Das gleiche gilt für die Schulden. Frag sie, welchen Plan sie hat, um die Schulden zurück zu zahlen. Ob sie vielleicht Hilfe braucht beim Strukturieren, ob von dir oder von einer Schuldnerberatung. Überlegt, wie ihr einen ausgewogenen Haushalt führen könnt und das Finanzielle gemeinsam so regelt, dass jeder einen gerechten Teil der Verantwortung übernimmt. Das heißt Beziehung: Probleme gemeinsam lösen. Aber dabei nicht die Verantwortung für den anderen übernehmen. Jeder muss an seinen eigenen Schwachpunkten arbeiten, und die haben immer beide Partner in einer Beziehung. Bei ihr sind es die Emotionalität und die Schulden. Bei dir wird es sicher auch ein paar Schwächen geben, die für die Beziehung eine Belastung darstellen. Sollte sie eine wirklich schwerwiegende psychische Störung haben, ist das natürlich gravierender, aber erst mal auch kein Grund, sofort alles stehen und liegen zu lassen. Dann solltest du dich ernsthaft fragen, wie du so etwas an einer Partnerin so lange übersehen haben konntest und wie sehr du die Augen bei der Partnerwahl bislang geöffnet hattest.Viel Glück!
 
  • #4
Ich kann dich gut verstehen. Vermutlich war das schnelle Zusammenziehen nach 2 Monaten ein bisschen zu schnell und unüberlegt. Normal ist es so, dass man erst nach 6 - 12 Monaten sieht, wie es eigentlich läuft. Vorher ist man sehr verliebt und sieht noch nicht den echten Alltag und wie alles mal aussieht, wenn sich die erste Verliebtheit gelegt hat.
Ich habe auch gemerkt, dass sie psychisch nicht sehr belastbar ist, habe noch nie jemanden so oft weinen gesehen.
Ich würde sagen, als Frau unter 33 ist man noch schwer in der Krise. Es ist auch ein wichtiges Alter als Frau. Ich würde dir in deinem Alter raten, keine Frau mehr unter 34 zu suchen, weil man da emotional noch absolut nicht gefestigt ist. Die Umwelt erwartet da zu viel von einem, um überhaupt als fähige Frau angenommen zu werden (Ehe, Kinder, Familiengründung). Dazu noch Geldprobleme und gesundheitliche Probleme, die einen zusätzlich plagen.

Ich denke, du hast mit ihr ohnehin schon abgeschlossen und möchtest ein leichteres Leben, weswegen du dich auch auf der Börse angemeldet hast.
Ansonsten wäre der erste Schritt, eine Lösung für die Schulden zu suchen.
 
  • #5
ich kann @mokuyobi nur zustimmen. Warum überlegt man sich das nicht vorher?
Ihr seid sicherlich zu schnell zusammengezogen. Was ich mir bei dir auch vorstellen kann ist, dass du Beziehungsangst hast. Je enger man zusammen ist, desto mehr Fehler fallen am anderen auf. Vorher wird alles idealsiert und frisch verliebt ausgeblendet. Wie lange seid ihr zusammen gewesen? lass mich raten, nicht mehr als 2-3 Jahre und vorher noch Fernbeziehung geführt?

Wenn du die Trennung vollzogen hast, dann bleib dabei. Dieses Hin-und Her ist nicht gut. Außerdem wärst du nur aus Mitleid zurück und das ist schonmal überhaupt keine Basis für eine gute Beziehung.
 
  • #6
Oft streitereien und dann wieder super usw. ... psychisch nicht sehr belastbar ist, habe noch nie jemanden so oft weinen gesehen. Stress auf der arbeit und total überfordert. .. Ihre Steuerrechnung... Leider hat sie von früher noch viele Schulden

Dir sind einige Puntke wichtig, die sie nicht erfüllt. Damit ist die Trennung richtig. Zusammenziehen ist ein wichtiger Baustein beim Kennenlernen und kann eben gut- oder schiefgehen. Bei mir hat unter anderem das Thema "Geld" dann erst mit der Steuererklärung nach der Hochzeit zur Trennung geführt. Du machst es vollkommen richtig, einen klaren Schnitt zu ziehen, wenn Du merkst, sie passt nicht.

...Labilität deiner Freundin und dann vor allem noch die Geschichte mit den verheimlichten Schulden! Aber einfach so davonlaufen, wenn die ersten richtigen Schwierigkeiten kommen, finde ich auch nicht richtig.

Sehe ich nicht so. Eine Trennung hat nichts mit "davonlaufen" zu tun, wenn sie wegen für einen selbst gravierender "Mängel" stattfindet, die sich dann eben im Laufe des Kennenlernens ergeben.

Das heißt Beziehung: Probleme gemeinsam lösen. Aber dabei nicht die Verantwortung für den anderen übernehmen.

Das ist völlig richtig. aber genau deswegen sollte man überlegen, ob man bestimmte Probleme lösen möchte oder nicht und dann, da stimme ich nicht überein, auch gemeinsame Verantwortung für diese Punkte übernehmen. Wenn es um Geld oder persönliche Defizite geht, kann ich eben nicht so tun als sei das ein individuelles Problem. Es ist ein Problem, mit dem ich in der Partnerschaft umgehen muss. Das kann eben auch bedeuten, das nicht tun zu wollen und eine Beziehung frühzeitig zu beenden.

Das ist eine Verantwortung, die ich in einer Beziehung habe, denn es betrifft den weiteren Lebenslauf z. B. einer hier 36jährigen Frau, die vielleicht Kinder haben möchte und keinen herumeiernden Partner, der das Thema bis zu den Wechseljahren hinauszögert.

Viel zu oft lese ich hier einleitend "Eigentlich war alles immer ganz toll, auch wenn mich ... von vorneherein gestört hat..."
 
  • #7
Habe mich vor einigen Tagen von meiner Freundin getrennt. Wir wohnten nur gerade mal 2 Monate in der gemeinsamen Wohnung.
Verstehe ich das richtig, dass ihr 2 Monate zusammen gewohnt habt und du dann hingeschmissen hast oder die Probleme anfingen?

Zwei Monate ist noch nicht lange. Da findet man sich noch und hat schon mal Differenzen. Ich finde du hast diesbezüglich zu früh das Handtuch geworfen. Aber dein Post liest sich für mich insgesamt sehr kühl und emotionslos.


Du schreibst, du möchtest keine verschuldete Frau an deiner Seite?
Aha und deshalb lässt man die Frau die man angeblich liebt und mit der man zusammen gezogen ist, dann einfach sitzen bzw. trennt sich kurzerhand? Solange sie ihre Schulden selbst abzahlt, sollte das okay für dich sein. Das Leben läuft eben nicht immer nach Plan und Schulden sind ja nicht gleich Schulden. Pauschal sagen, Schulden gehen gar nicht, finde ich nicht fair.

Schön! Nützt ihr nur leider nichts. Und was nützt das dir, wenn es dir nicht ebenso geht? Ich lese null Emotion von deiner Seite.

Ganz ehrlich, ich kann mich täuschen, aber alleine vom lesen würde ich sagen, die Frau sollte froh sein, dass du sie verlassen hast, denn durch dick und dünn gehen kann man mit dir nicht!

Um deine Frage zu beantworten:
Ist Trennung das richtige? Ja, ist es! Lass es dabei!
 
  • #8
Du schreibst, du möchtest keine verschuldete Frau an deiner Seite?
Aha und deshalb lässt man die Frau die man angeblich liebt und mit der man zusammen gezogen ist, dann einfach sitzen bzw. trennt sich kurzerhand? Solange sie ihre Schulden selbst abzahlt, sollte das okay für dich sein

Man könnte auch denken
...was für ein Leben ist mit einem Mann möglich, der Schulden hat, ...
oder gilt das nur für Männer mit Schulden? Zusammenziehen ist ein weiterer Schritt auf dem weg zu einer dauerhaften Beziehung. Psychische Probleme und dauernde Streitereien sind dafür keine gute Basis.
 
  • #9
Den Post habe ich von einem Zwanzigjährigen, der gerade zum ersten Mal zusammenzieht, aber nicht von einem eigentlichen schon relativ reifen 35-jährigen Mann erwartet. Ich habe vor paar Jahren einen Mann gedatet und mir haben genau zwei Ausflüge gereicht, um klar zu werden - mit dem wird nichts. Ich weiss nicht, wie lange ihr zusammen seid, aber solche Situationen, wie du sie beschreibst, klärt man VOR dem Zusammenziehen. Die Frau hat Schulden? Nun, jetzt wird sie durch dein unüberlegtes Handeln und Feigheit noch mehr haben. Ich kenne sie nicht, aber was du so schreibst - die Frau soll froh sein, dass du Schluss gemacht hast. NULL Weitsicht und Verantwortung deinerseits.
 
  • #10
Im Gegensatz zu einigen anderen hier finde ich nicht, dass du zu schnell davongelaufen bist. Es ist ein Unterschied, ob man beim Kennenlernen merkt, dass es nicht passt, oder ob nach 10 Jahren Beziehung ein Problem auftritt. Bei ersterem würde ich es beenden, bei letzterem meinem Partner beistehen.

Ich kann nachvollziehen, dass du eine psychisch stabile Partnerin ohne Schulden willst. Auch für mich wäre ein Mann mit solchen Problemen nicht infrage gekommen. Ich will nicht Therapeutin spielen und habe kein Helfersyndrom. Sollte mein Partner irgendwann zB eine Depression bekommen, würde ich aber selbstverständlich nicht einfach davonrennen.

Dass du dich fragst, ob die Trennung richtig war, ist normal. Ich habe mich mehrmals von meinem damaligen Ehemann getrennt und immer wieder gedacht, wir würden es schon packen, weil wir uns lieben. Aber wir passten grundsätzlich nicht zusammen und natürlich blieben die Probleme bestehen. Heute wünschte ich, ich hätte die erste Trennung durchgezogen. Tu euch beiden den Gefallen und bleib bei deiner Entscheidung.
 
  • #11
Hey, danke für die vielen Antworten..
Es ist so dass wir nach 7 Monaten zusammen zogen.
Es hat anfangs alles super gepasst, wir wollen beide keine Kinder und das war ein wichtiger Punkt für mich.

Und ja sicher, auch ich habe meine Macken und bin nicht immer der einfachste. ich hab mich Hier angemeldet wegen dem Forum, viele sachliche Diskussionen zu lesen tut manchmal gut.

ich war noch nie wirkliche lange Single und habe auf eine Art und Weise auch etwas Angst davor alleine zu sein. daher wohl auch die zweifel die ich bekomme wenn ich alleine aufwache, dann fehlt Sie mir einfach. ich bin ein kuschler Typ. Auch wenn es egoistisch ist.

Zu den Schulden, die belasten mich in der tat sehr. Mit 36 Jahren in den Schulden finde ich recht happig. Ich stellte mir doch vor mal ein Eigenheim zu kaufen oder was wäre wenn wir ein neues Auto bräuchten. Seit ich dass erfahren habe, habe ich das Gefühl, dass es nicht die Frau fürs leben ist.
 
  • #12
Sie liebt mich wirklich sehr und ich konnte ihr immer vertrauen.

...und wie ist es mit deiner Liebe bestellt?

Lieber FS,

wenn man sich fast aufgefressen hat, setzen unweigerlich irgendwann Verdauungsprobleme ein. Alles war toll und jetzt kommt nicht nur der Müllbeutel, sondern die Alltags- und Altlasten zum Tragen.

Wie sieht es denn mit deiner Alltagstauglichkeit und Belastung aus? Gibt es nicht auch Altlasten bei dir? Nach nur zwei Monaten ziehst du schon die Reißleine, ich würde auch nur ins Taschentuch rotzen, wenn ich merken würde, dass mein Partner so gar kein Standing hat und gleich ängstlich das Weite sucht, weil es klemmt.

Deine Angst, etwas voreilig zu beenden, ist nicht unbegründet.
In der Zeit der Anpassung erfolgen die meisten Trennungen.
 
  • #13
Lieber FS,
ich hätte erst einmal eine Gegenfrage: Warum hast du (noch/schon wieder?) ein aktives EP-Profil? Du charakterisierst dich darin selbst als ehrlich. Nun ja ...

VG
w55
 
  • #15
Zu den Schulden, die belasten mich in der tat sehr. Mit 36 Jahren in den Schulden finde ich recht happig. Ich stellte mir doch vor mal ein Eigenheim zu kaufen oder was wäre wenn wir ein neues Auto bräuchten. Seit ich dass erfahren habe, habe ich das Gefühl, dass es nicht die Frau fürs leben ist.

Das ist aber doch ein deutliches Zeichen dafür, dass du schon von vornherein nicht besonders viele bzw. tiefe Gefühle für diese Frau hattest. Würdest du wirklich viel für sie empfinden, dann brächte dich die Entdeckung ihrer Schulden nicht so schnell in Zweifel, ob sie die Richtige ist. Dann wäre es zwar immer noch blöd und würde dich schockieren, aber das würde doch trotzdem kein bisschen deine Liebe zu ihr schmälern. Wenn mein Partner mir z.B. heute gestehen würde, dass er einmal eine Straftat begangen hat, dann wäre ich auch erst einmal vor den Kopf gestoßen, es würde mein Bild von seiner Persönlichkeit verändern. Aber doch nicht die Liebe zu ihm.

Da du jetzt schreibst, du warst nie lange Single und bist nicht gern alleine, deutet das für mich auf einen ganz anderen Knackpunkt, den ich zuvor schon vermutet hatte: Du bist viel zu schnell und leichtfertig eine Beziehung eingegangen, ohne wirklich tiefgehende Gefühle und ohne genau zu wissen, was du in einer Beziehung erwartest und deinerseits geben willst. Das fällt dir jetzt auf die Füße. Mach jetzt auf keinen Fall den gleichen Fehler und gehe sofort wieder die nächste Beziehung ein, nur um nicht alleine zu bleiben. Sonst wirst du immer wieder das Gleiche mit einer anderen Frau erleben. Sei wählerischer. Schau' und fühl' dieses Mal ehrlich und genau hin, und erst wenn wirklich alles in dir "ja" sagt, komme mit einer neuen Partnerin zusammen. Dann wird auch eine unerwartete Schwierigkeit dich nicht gleich wieder grundlegend an der Beziehung zweifeln lassen.

Ob das folgende Zitat tatsächlich von Albert Einstein ist, oder nicht, auf jeden Fall finde ich es genial: "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten". In diesem Sinne: Viel Glück!
 
  • #16
Nein, aber es kommt immer auf die individuelle Situation an. Egal ob nun ein Mann oder eine Frau verschuldet ist.

Und ja, es ist bei einem Mann mit Schulden nochmal ne Schippe schwieriger, weil ein Mann der zB. Unterhaltspflichtig ist (für Ex-Frau und Kinder) diese Belastung (und nichts anderes sind Schulden) welche in der Regel deutlich höher ist als eine Ratenzahlung nicht in ein paar Jahren abgeschüttelt hat, weil es eben nicht nur ein Kredit ist, von den man weiß in XY Monaten oder Jahren ist das geschafft und dann geht es unbelastet weiter.

Was mich an dem Post des FS massiv stört ist, dass er so kalt, emotionslos und berechnend rüber kommt. Von Liebe und Gefühlen seinerseits liest man nichts und deshalb hat er die Frau mMn bei der ersten schwierigen Situation sitzen gelassen! Die finanzielle Situation ihrerseits war für ihn doch nur die passende Gelegenheit auszusteigen.
Und wenn das nicht gewesen wäre, dann hätte er einen anderen Grund gefunden.
 
  • #17
ich war noch nie wirkliche lange Single und habe auf eine Art und Weise auch etwas Angst davor alleine zu sein. daher wohl auch die zweifel die ich bekomme

Und deswegen alles so überstürzt?
Flott zusammen ziehen, umgehend wieder trennen, dann nach der Trennung überlegen, ob doch zurück - fraglich, ob SIE Dich zurück nimmt.
Und zur Sicherheit gleich auf einer PB angemeldet.
Was erzählst Du dann einer Frau, die Du datest?

Vielleicht solltest Du mal überlegen, was Du willst, und auch lernen, mit Dir alleine klar zu kommen.

W,49
 
  • #18
Lieber FS,

je mehr ich von dir lese, desto mehr sehe ich auch deine Beziehungsunfähigkeit. Soso nie lange single gewesen und dauernd eine neue Frau. Wenn es ein bisschen schwierig wird, wirft man alles hin. Ist irgendwie typisch für Beziehungsgestörte.

Ich fürchte es bringt nix, wenn ich dir sage reflektiere mehr. Vermutlich bist du dazu nicht fähig.

Ich sage dir nur eines. Frauen sind von Natur aus emotionaler. Warum dürfen sie es nicht sein? Lass mich raten. Du bist eher nicht der Gefühlsmensch...sehr rational. Techniker/Handwerker von Beruf?
 
  • #19
Nein, aber es kommt immer auf die individuelle Situation an. Egal ob nun ein Mann oder eine Frau verschuldet ist.

Und ja, es ist bei einem Mann mit Schulden nochmal ne Schippe schwieriger, weil ein Mann der zB. Unterhaltspflichtig ist (für Ex-Frau und Kinder) diese Belastung (und nichts anderes sind Schulden) welche in der Regel deutlich höher ist als eine Ratenzahlung nicht in ein paar Jahren abgeschüttelt hat, weil es eben nicht nur ein Kredit ist, von den man weiß in XY Monaten oder Jahren ist das geschafft und dann geht es unbelastet weiter.

AE-Frauen geben das Geld dann ja auch für ihr Kind aus. Letztlich ist doch entscheidend, wie viel Geld jemand zur Verfügung hat und welchen Lebensstil sich jemand damit leisten kann. Pauschal schwieriger ist da bei einem Mann gar nichts. Eine AE-Frau, die sich das gesamte Haus nach Scheidung auflädt und damit 15 Jahre bis zum Anschlag belastet ist, ist doch auch nicht besser.

Ich denke, letztlich ist bei manchen Frauen eben der "Versorgergedanke" doch tief verwurzelt. Ein Mann, der nicht genügend beitragen kann, um auch für die Frau noch einen höheren Lebensstil zu ermöglichen, wird anders bewertet als umgekehrt eine Frau.
 
  • #20
Lieber FS
Also seid ihr NUR 9 Monaten schon zusammen!

Warum seid ihr schon so schnell zusammen gezogen? Vielleicht liegt hier ein Teil der Antwort:
ich war noch nie wirkliche lange Single und habe auf eine Art und Weise auch etwas Angst davor alleine zu sein..... ich bin ein kuschler Typ

Dann sagst Du:
Ich habe auch gemerkt, dass sie psychisch nicht sehr belastbar ist
Findest Du jemanden der sich immer eine Beziehung sucht um nicht alleine zu sein selber psychisch stabil ist? Der sich trennt, und dann sich zurück wünscht um auch dann nicht alleine zu sein?

Ob Du Dich trennen solltest?
Zum einen finde ich es nicht ungewöhnlich, dass belastende Themen der Vergangenheit erst nach 9 Monaten in der Beziehung hoch kommen können, da man dann langsam eine Vertrauensbasis geschaffen hat, wo schwierigen Themen zum Ausdruck kommen können, ohne gleich Angst haben zu müssen, vom Partner abgelehnt zu werden (Kommt in der Tat aber auf das Thema an). Und wenn man dann schon so früh zusammen wohnt ist es fast unmöglich (ist aber gut so) oder der Aufwand wesentlich größer, Themen voneinander zu verstecken. Dass deine Freundin Schulden hat, ist natürlich nicht angenehm, aber wir sind alle fehlbar (Du auch hier, da Du eine Frau ausgesucht hast, schnell mit ihr zusammengezogen bist obwohl Du sie anscheinend nicht liebst), das Leben geht mal immer nicht gerade aus, und wir lernen oft mehr aus unseren "Fehlern", aus unseren Erfolgen. Deshalb siehe ich ihre Schulden hier als nicht das große Problem, sondern ist wichtiger wie sie jetzt mit Geld umgeht und wie sie mit Ihren Schulden umgehen möchte. Und in einer liebevolle Beziehung erhofft man sich einen geschützten Raum, um noch mehr Kraft zu haben die Verantwortung für das eigene Leben - und das Leben zur Zweit - weiter zu tragen.

Bei euch siehe ich vielmehr eine Beziehung die u.a. aus deiner Bedürftigkeit entstanden ist, schnellstens das Leere in deinem Leben zu füllen. Das hat wenig mit Liebe zu tun, sondern mit Zweck Erfüllung. Nach dem Motto, ich „liebe Dich weil ich Dich brauche“ um nicht alleine zu sein. Wenn Du mit Dir alleine gut klar kämst, alleine sein könntest, dann hättest Du mehr Freiheit eine Frau zu suchen, die zu Dir passt, die auch evtl. stabiler wäre, weil Du dann aus der Fülle suchen konntest, nicht aus der Bedürftigkeit. Dann würde es heißen, ich brauche Dich, weil ich Dich liebe, und dann würde es Dir weniger ausmachen, wenn die Frau, wie Du, auch größere Unzulänglichkeiten mitbringt.
Ob Du Dich trennen sollst hängt m.E. auch davon ab, ob Du bereit wärst an Dir zu arbeiten in der Beziehung. Aber hierfür muss Liebe vorhanden sein.
Dir alles Gute,
W 49 (nicht Muttersprachlerin)
 
  • #21
Ihr seit 2 Monate zusammen gezogen und jetzt hast Du dich schon von der Frau getrennt, weil sie zu oft weint und Schulden hat. Also die Frau kann wirklich froh sein, dass du dich von ihr getrennt hast. Normalerweise heißt es in guten wie in schlechten Zeiten. Aber bei dir bin ich mir nicht so sicher. Hast Du sie den nicht gefragt warum die so oft weint. Evt Probleme mit der Arbeit oder mit der Familie. Na so gut scheinst du sie ja nicht zu kennen. Und Schulden sind nicht gleich Schulden. Solange sie ihre Schulden selber begleichen kann ist alles in Ordnung. Also ganz ehrlich wäre ich die Frau, dann würde ich dich nicht mehr zurück nehmen wollen. Du scheinst mir nicht richtig Beziehungsfähig zu sein. Du hättest gerne in sehr guten Zeiten wie auch guten Zeiten sind wir füreinander da.
 
  • #22
Aha und deshalb lässt man die Frau die man angeblich liebt und mit der man zusammen gezogen ist, dann einfach sitzen bzw. trennt sich kurzerhand? Solange sie ihre Schulden selbst abzahlt, sollte das okay für dich sein. Das Leben läuft eben nicht immer nach Plan und Schulden sind ja nicht gleich Schulden. Pauschal sagen, Schulden gehen gar nicht, finde ich nicht fair.



Entschuldige mal. Im umgekehrten Falle würden hier alle der Frau auch gleich die Trennung nahegelegt haben.
Aber im Falle des FS soll dieser aber "durchhalten", obwohl seine Partnerin nun wirklich sehr problematische Züge offenbart ?

Unehrlichkeit in wesentichen Dingen, z.B. Finanzen, ist für mich ein absulutes No-go. Egal ob Mann oder Frau.
Dann noch diese problematischen Charaktereigenschaften.
Weinerlichkeit kann auch als psychisches Druckmittel gesehen werden.

Da keine Kinder da sind, sollten im Sinne aller Beteiligten hier die Trennung durchgehalten werden. Die Frau soll bitte mal in sich gehen. Ich frage mich auch, ob der FS nicht vielleicht einer gewissen Taktik dieser Frau aufgesessen ist.

Wer wollte denn so schnell zusammenziehen?
 
  • #23
.. Ihre Steuerrechnung... Leider hat sie von früher noch viele Schulden. Und das hat mich sehr abgeschreckt. Ich möchte ehrlich gesagt keine verschuldete Frau an meiner Seite.
Und doch kommen dann die Zweifel.
Sie liebt mich wirklich sehr und
Warum ziehst du dann mit ihr zusammen, wenn du das vorher schon gewusst hast? Verstehe ich nicht, ehrlich. Naja, bei diesen massiven Geldsorgen wäre ich auch labil. Hilf ihr doch einfach mal. Sind es jetzt Steuerschulden? Das ist schlimm. Da würde ich an Insolvenz denken. Das sollte schnellstens in Angriff genommen werden. Wenn du die liebst, hilf ihr bitte dabei. Wenn nicht, was ich eher glaube, stehe ihr wenigstens mit sinnvollen Ratschlä gen zur Seite.
Übrigens, um hier mitschreiben zu können, braucht man kein Profil bei EP. Da genügt es, sich ganz unkompliziert im Forum anzumelden.
 
  • #24

Offenbar der FS, der selbst schreibt, dass er nicht allein sein kann.
ER sollte mal in sich gehen und daran arbeiten, die potentielle Partnerin erst einmal gut kennenlernen bevor er eine Beziehung nach der anderen nach ein paar Monaten in den Sand setzt wenn die ersten Wolken aufziehen.
Erstrebenswert ist er nämlich als Partner überhaupt nicht.
 
  • #25
Du kennst die Frau bereits seit 7 Monaten und ziehst verliebt mit ihr zusammen. Nach 2 Monaten ist die Luft raus und Du trennst Dich.
Als Grund sagst Du es sind hauptsächlich ihre Schulden.
Mal ehrlich seit wann wusstest Du von ihren Schulden? In den 9 Monaten Beziehung müsstest Du schon gesehen haben, wie sie mit Geld umgeht. Sind neue Schulden wahrscheinlich oder versucht sie diese diszipliniert abzuzahlen, verzichtet hierfür auf vieles? Manche Menschen versuchen über Konsum sich ein Glücksgefühl zu kaufen. Probleme sollen mit schönen Dingen kompensiert werden. Dauernde Streitereien und Stress im Job führen dann meist ins nächste Shoppingcenter. Da kann man aber gut einen Sparplan aufsetzen, auf ein Ziel hinarbeiten, z.B. neues Auto, in dem man den Druck & Vorwürfe rausnimmt, die Probleme ernst nimmt und nach gemeinsam Lösungen sucht.
Das die Harmonie aufgrund der vielen Streitereien im Eimer ist, sie viel weint und Du selbst schwierig bist, ist für Dich zweitrangig. Sie hat Probleme im Job, fühlt sich schnell überfordert, kommen diese aus ihr selbst, also liegt es eher an ihrer inneren Einstellung zu den Dingen oder sind es echte Probleme, die an sie herangetragen werden, die sie zu den Schuldenberg schnell verzweifeln lassen?
Du solltest Dir nur die Frage stellen, fühltest Du dich gut, nach Hause zu kommen oder gingst Du ungern heim zu ihr, weil Du nicht wusstest, was Dich neues von ihr daheim erwartet, ging Dir ihr Gejammer auf den Keks. Worüber und wie oft habt ihr Euch gestritten? Ich meine, sind es Bagatellen oder ging nur um die Finanzen?
 
  • #26
Lieber Fs,
ihr habt euch kennengelernt und innerhalb 9 Monate hast Du festgestellt, dass es nicht passt. Das ist traurig, ist aber so.

Würde Deine Frage von einer Frau gestellt, also Mann ist verschuldet und labil, würde die Mehrheit zur Trennung raten. Die Prinzessinnen im Forum erwarten eben, dass die Prinzessin wie im Märchen vom Held errettet wird.

Wegen 9 Monate Beziehung musst Du aber nicht zum Coach der Frau werden oder sogar deren Schulden bezahlen (Geht's noch? Merkwürdige Phantasie).

Schulden können bedeuten, dass sie anders als Du mit Geld umgeht. Unterschiedliche Ansichten in finanziellen Dingen führen in Beziehungen immer zu Problemen.
Klar, wenn sie Mitte 30 überschuldet ist, wird sie zur Finanzierung eines gemeinsamen Hauses nichts beitragen können.

Ewiges hin und her zwischen Streit und Harmonie kann auf Borderline o.ä. hindeuten. Das will jedenfalls kein Mensch in der Beziehung und bei euch dauerte die schöne Zeit nicht einmal ein Jahr.

Du hast NoGos und Standards für Deine Beziehung festgelegt. Das ist gut. Du hältst an diesen fest. Auch sehr gut.

Die Frage könnte sein, ob Deine Ansprüche an Deine Partnerin zu hoch sind. Schauen wir mal:
1. Sie soll nicht verschuldet sein.
2. Die Beziehung mit der Partnerin soll mindestens im 1. Jahr harmonisch sein.
3. Die Partnerin soll psychisch stabil sein.

Nein, die Anforderungen sind nicht zu hoch. Das kannst Du erwarten
 
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