• #1

Ist unsere Aufteilung unfair?

Liebe Mitleserinnen,

ich habe mal eine Frage zur Aufteilung von Familienpflichten (und Freuden:)

Mein Mann und ich führen eine glückliche Beziehung, wir haben zwei absolute Wunschkinder (2 und 4 Jahre alt).

Unsere Aufteilung sieht folgendermaßen aus: Ich arbeite 50%, mache alles mit den Kindern und zum größten Teil im Haushalt (einmal in der Woche kommt eine Putzfrau).

Mein Mann arbeitet 100% (wobei er einen sehr komfortablen Job hat, er hat eine sehr begehrte technische Qualifikation und seine Arbeitszeit ist strikt auf 37 Stunden begrenzt). Wenn er nach Hause kommt hat er Freizeit, die Kinder haben dann schon gegessen und sind schlaffertig, er spielt meistens noch eine Stunde. Er übernimmt dafür alle nächtlichen Störungen (damit habe ich selbst massive Probleme, war schon immer so, er kann damit gut umgehen und sofort weiterschlafen).

Für mich war das bis lang gut und fair so, ich hatte das Gefühl dass es für uns beide so passt.

Klar, ich habe zwischendurch auch Freizeit (z.B. für Sport) aber nicht Unmengen, zwei so kleine Kinder und der Haushalt machen eine Menge Arbeit!

Unsere wirtschaftliche Situation ist gut, wir leben in einer abbezahlten wunderschönen Wohnung (geerbt, gehört mir), er verdient sehr gut, ich mit meiner halben Stelle so einigermaßen.

Nun hat er mir gesagt dass er möchte, dass ich aufstocke. Mein Arbeitgeber würde sich sicherlich freuen, aber ich möchte das nicht und weiß auch nicht, wie ich dann alles schaffen soll...

Was meint ihr, soll ich wirklich mehr arbeiten, ist das fair?
 
  • #2
Nun hat er mir gesagt dass er möchte, dass ich aufstocke. Mein Arbeitgeber würde sich sicherlich freuen, aber ich möchte das nicht und weiß auch nicht, wie ich dann alles schaffen soll...
Was meint ihr, soll ich wirklich mehr arbeiten, ist das fair?
Liebe FS,
mich würde vor allem die Begründung deines Mannes interessieren, warum du aufstocken sollst. Deinen Angaben nach, sehe ich hierzu auch keinerlei Veranlassung.
Was stört ihn? Dass die Wohnung dir gehört? Möchte er mehr Geld für sich behalten?
Fleur, 47
 
  • #3
Fair? Ihr duelliert euch doch nicht, ihr seid eine Familie.

Worum geht es deinem Mann? Habt ihr zu wenig Geld? Möchte er seine Arbeitszeiten reduzieren um ebenfalls Zeit mit euren Kindern zu verbringen?

Wie wollt ihr Haushalt und Kinderbetreuung aufteilen, wenn er (im Verhältnis zu dir) weniger arbeitet?
 
  • #4
Nun hat er mir gesagt dass er möchte, dass ich aufstocke. Mein Arbeitgeber würde sich sicherlich freuen, aber ich möchte das nicht und weiß auch nicht, wie ich dann alles schaffen soll...

Was meint ihr, soll ich wirklich mehr arbeiten, ist das fair?

Leider schreibst Du nicht, warum er möchte, dass Du aufstockst. Wenn Ihr finanziell gut klar kommt, ist das eher ungewöhnlich.

"Fair" ist es dann, wenn er im Gegenzug dann mehr Pflichten im Haushalt übernimmt.
 
  • #5
Hallo Margarethe,

Was meint ihr, soll ich wirklich mehr arbeiten, ist das fair?

ich denke, Du stellst die falsche Frage am falschen Ort...

Ich glaube nicht, dass es für Dich und Deinen Mann, respektive für Deine Familie, relevant ist, was fremde Menschen in einem anonymen Forum als "fair" empfinden, oder? Zumal Du gefühlte tausend verschiedene Antworten bekommen wirst, von denen Du Dir dann die rauspicken kannst, die Dir am meisten behagen...

Ich meine, es ist ja DEIN Leben, EURE Ehe, EURE Familie...

Die Frage ist doch, was willst DU!? Und die nächste Frage, was will Dein Mann? Und weshalb wollt Ihr das, und weshalb ist es für Deinen Mann nicht mehr okay (?), so wie es jetzt ist, für Dich aber schon, und scheinbar würdest Du Dich im Falle, dass Du mehr als 50% berufstätig bist, von Deinem Mann übervorteilt fühlen? Sonst würdest Du den Begriff "fair" nicht ausschlaggebend anführen...

Finanzielle Gründe scheinen es nicht zu sein, die Deinen Mann zu der Idee bewegen, dass Du mehr berufstätig sein solltest... wie kommt er darauf?

Mutierst Du zur Helikopter-Mama und zur Hausfrau, so dass die Margarethe, die Dein Mann mal kennengelernt hat, allmählich verschwindet, und er möchte sie gerne zurück haben?

Oder hat er den Gedanken, dass er selbst die Kinder mehr betreuen möchte?

Oder hat Dein Mann die Idee, dass es Dir SELBST gut täte, mehr aus dem Kleinkind- und Haushaltsalltag rauszukommen um Deiner selbst Willen?

Oder haderst Du, weil Du Dich beruflich nicht weiterentwickelst, es aber eigentlich gerne tun würdest?

Schwierig einen Rat zu geben, wenn man nicht weiß, weshalb Dein Mann diesen Vorschlag gemacht hat... aber wenn Du den Begriff "fair" ins Spiel bringst, scheinst Du den Vorschlag unangemessen und übergriffig zu finden?
 
  • #6
Dass ist doch keine schlechte Idee, dann könnt ihr euch ein besseres Auto leisten oder eure Wohnung mit Ausstattungsgegenständen von Versace Home ausstatten. Kann ich nur empfehlen.

(Ich meine, mit so einer Wohnung hat man doch sowieso keine Arbeit)
 
  • #7
Stell deinem Mann mal ernsthaft und mit Nachdruck die Frage, ob er es wirklich toll findet wenn zwei- und vierjährige Kinder bis 16 oder 17 h nachmittags im Kindergarten abhängen statt zu Hause bei Mama weil du einem nicht wirklich nötigen Job nachgehst.

Bei Alleinerziehenden muss das leider sein. Bei euch aber nicht weil ihr finanziell gut gestellt seid. Warum in Gottes Namen sollst du also jetzt schon aufstocken? Sinnige Gründe hierfür erschließen sich mir nicht.

Stocke frühestens! auf, wenn das älteste Kind eingeschult wird. Das sind zwei Jahre weiter, die Kinder selbst haben dann auch einen Sprung gemacht.
 
  • #8
Ich finde die Idee mit dem Aufstocken gar nicht so dumm, vorausgesetzt, Dein Mann stockt dann auch seinen Anteil an Familienarbeit auf (Haushalt, Kinderbetreuung, Kinder zur Kita bringen/holen. Wenn das geregelt wird, ist es aus meiner Erfahrung nicht verkehrt.
Ganz davon abgesehen, dass Dir dies auch finanziell zugute kommt, spätestens bei den Rentenpunkten.
Wie gesagt, er muss da allerdings auch mehr einspringen.
 
  • #9
Liebe Fs,

hast Du vor den beiden Kindern Vollzeit gearbeitet? Als die Kinder gekommen sind, bist Du beruflich kürzer getreten, weil er mehr verdient hat und Du wolltest Dich um die Kinder kümmern und überhaupt bleibt ja sowieso die Mutter und nicht der Vater zuhause bei den Kindern. Das Geld bringt der Vater als Mann nach Hause. Findest Du es fair, dass er arbeitet, während Du die Kinder aufwachsen sieht?

Du schreibst einerseits, dass seine Vollzeitarbeit sowieso nicht sonderlich anstrengend ist und er schließlich nur 37 h die Woche arbeitet. Andererseits schreibst Du dann aber, dass er sich nicht um die Sachen zuhause kümmert, weil er Vollzeit arbeitet.

Findest Du es fair, dass die Frau für immer nur noch Teilzeit arbeitetet, weil sie ja vor Jahren mal Kinder bekommen hat und der Mann für immer die Last des Vollzeitjobs und des Haupternährer der Familie trägt?

Ich finde auch, Du solltest Dich von ihm weiter finanzieren lassen, mindestens bis Deine Kinder selbständig sind, als nach dem Abi oder besser noch nach der Promotion. (Ironie off)
 
  • #10
Du arbeitest 50 % und stellst die Wohnung. Damit ziehst du gleich. Du machst außerdem den Haushalt und erziehst die Kinder.
Aufstocken wäre unfair. Er kann das (moralisch betrachtet) nur verlangen, wenn er weniger arbeitet und Haushalt und Kinder mitübernimmt.
Du hast klar gesagt, dass du nicht aufstocken willst. Mit den von dir angeführten Gründen würde ich das an deiner Stelle vor ihm vertreten und - als letztes Mittel - die Tatsache anführen, dass du die Wohnkosten "einbringst"- mindestens 1000 € gespart..
 
  • #11
Was meint ihr, soll ich wirklich mehr arbeiten, ist das fair?

Moral oder das was allgemein als "fair" erachtet wird, hat nicht unbedingt etwas mit DEINER Wahrheit zu tun.

Du hast keine Lust aufzustocken, weil es Dir zu viel ist? Dann IST das so. Punkt.

Ich sag mal ein anderes Beispiel: Du bestellst im Restaurant Gans mit Rotkohl. Es wäre "fair" die ganze Portion zu essen, weil der Koch sich große Mühe gegeben hat, und weil es Geld gekostet hat, und ausserdem "gehört" sich das so. Du hast aber nur wenig Hunger. Was tust Du? Dich überfressen, weil es "fair" ist, oder so viel essen bis Du satt bist?

: )

Liebe Grüße
 
  • #12
Liebe Margarete,

Es geht nicht darum, ob wir es fair finden oder nicht.
Du empfindest es als unfair.

Ich entnehme Deinem Post
- ihr seid finanziell so aufgestellt, dass es gut reicht. Dein Mann verdient gut, Du trägst auch bei. Nicht nur Verdienst, sondern auch die Wohnung. Das ist nicht unerheblich.
- Eure Aufteilung ist für ihn mehr die klassische Rollenverteilung, er arbeitet, kommt nach Hause, und das wars.
- Für Dich 100% Kinder, 90% Haushalt.
Das ist bei dem Alter der Kinder auch ein Volkzeitjob.
Dazu kommt 50% Beruf.
- Du bist damit am Ende Deiner Kapazitäten, hast Schlafstörungen.

Jetzt diese Diskussion - Fragen für Dich
- Fühlst Du Dich, Deine Bedürfnisse, Deine Leistung (Haushalt, Kinder, Familienarbeit) wertgeschätzt? Dich wahrgenommen?
- Wünscht Du Dir nicht auch jetzt schon etwas mehr Beteiligung seinerseits, gerade bei den Kindern; es sind Eure Wunschkinder? Und er ist jetzt beruflich nicht so gefordert, dass er nicht auch könnte?
- Möchtest Du Deine Wunschkinder jetzt schon in die Betreuung geben? Du bist auch gerne Mutter. Wenn Du Vollzeit arbeitest, wird es die Zeit mit den Kindern betreffen.
- Wie sähe denn die Aufteilung dann aus?
Übernähme er dann 50% Kinder und Haushalt? Das wäre ja dann fair?
- Wie geht ihr überhaupt als Paar miteinander um?
- Und eine pragmatische Frage, wie sieht es mit den Finanzen aus, Eure Aufteilung, hast Du eine private Zusatzrentenversicherung als Ausgleich für die fehlenden Rentenpunkte?

Überlege für Dich, Deine Position, Deine Bedürfnisse - und dann werdet ihr es klären müssen.
Das ist grundlegend, ggf. könnte eine Mediation helfen.

Meine persönliche Meinung
Mir wären die Kinder zu klein, es ist an Arbeit genug, seinen Anteil an Familie (außer Verdienst) sehe ich nicht, und

Die ganz klassische Einleitung einer Frage
" wir haben eine glückliche Beziehung ", ABER...
Ich denke, Ihr solltet einiges klären, in wieder zu einer stimmigen Partnerschaft zu kommen.

Wir waren finanziell sehr, sehr knapp - ich empfand es immer größtes Geschenk mit den Kindern zu Hause zu bleiben, bis der Jüngere 3 war und möchte diese Zeit nicht missen. Geld ist nicht alles.
 
  • #13
Du schreibst einerseits, dass seine Vollzeitarbeit sowieso nicht sonderlich anstrengend ist und er schließlich nur 37 h die Woche arbeitet.
Schreibt sie nicht, hast wohl gelesen, was Du lesen wolltest. Sie hat seine berufliche Situation beschrieben. Genug Geld in 37 Stunden pro Woche ist schon ein bißchen Luxus. Sie hat darauf hingewiesen, dass er noch Zeit für die Kinder hat. Trotz Job.
Die Kinder sind 2 und 4. Das ist noch nicht jahrelang. Wir wissen auch nicht, ob ihr Mann sich selbst entschieden hat, lieber zu arbeiten als die Kinder und den Haushalt zu versorgen. Machen leider immer noch die meisten Männer.
Ich denke, bei dieser Aufteilung , sie hat Einkommen und eine abbezahlte Wohnung, kann man auch nicht davon sprechen, dass sie sich von ihm versorgen läßt.
Ziemlich hämisch und schäbig , dieser Beitrag von @Thomyi.

Noch ist nicht klar, warum der Mann von Dir erwartet, dass Du aufstockst. Warum ist er unzufrieden mit der Situation? Würde er womöglich selber gerne mal zu Hause bleiben?
Ich finde die Aufteilung keinesfalls unfair, würde aber fragen, was ihn belastet, anstatt nach Argumenten für oder gegen Aufstockung zu suchen. Er wird sich ja seinen Teil dabei gedacht haben, so eine Forderung zu stellen .Es ist bei dieser finanziellen Situation nicht unbedingt notwendig, so kleine Kinder den ganzen Tag in die Kita zu bringen, jedenfalls nicht, wenn einer von beiden zu Hause bleiben möchte.
W
 
  • #14
Beitrag 8 und 10 sind m. E. komplett ohne Verstand, können nur von Foristen kommen, die selbst kinderlos durch die Welt gehen. Somit keinen Plan davon haben, welchen Stress und Unruhe zwei kleine Kinder ins Leben bringen können. Einen Tag läuft es rund, an einem anderen Tag ist Chaos, weil die Kinder nicht gut drauf sind. Oft genug bei Bekannten mit mehr als einem Kind erlebt. Die einzige, die den Stress im Normalfall managt und ertragen muss ist Mama natürlich, denn Papa ist weit weg, im Job, und bekommt von Allem nichts mit. Abends ist selbstverständlich wieder Ruhe eingekehrt. Dann denkt Papa: Schön gemütlich, eine herrliche Ruhe bei mir Zuhause. Habe alles im Griff, ich bin so gut! Ironie off!

Dass die FS überhaupt arbeitet rechne ich ihr hoch an. Bei dem Alter ihrer Kinder muss sie dies theoretisch nicht. Erst recht nicht wenn das Gehalt ihres Mannes üppig ist und die Familie den Euro nicht umdrehen muss.

50 % Prozent Tätigkeit sind für mich 4 Stunden täglich. Das bedeutet: Kaum Feierabend ab zum Kindergarten, die Kinder abholen, danach Essen auf den Tisch bringen. Hoffentlich frisch gekocht und nicht aus der Tüte, dann dauert es mindestens noch einmal 30 Minuten bis alle zufrieden, und Mama nicht unbedingt mit innerer Ruhe, am Mittagstisch sitzen. Mittagsschlaf der Kinder nicht unbedingt, es gibt Kinder die brauchen den selbst mit zwei Jahren nicht mehr täglich. Also wird nebenbei die Küche aufgeräumt, denn die Kids wollen und müssen beschäftigt werden.

Wer hier sagt, derart kleine Kinder machen keine Arbeit und brauchen nur wenig Aufmerksamkeit irren gewaltig. Etwas, worüber ich mich tagtäglich auf's Neue aufrege. Aber so ist das halt im Leben, die, die am wenigsten Ahnung haben, haben den größten Mund!

FS, schlage deinem Mann vor: Rollentausch. Du machst deinen Job ab jetzt Vollzeit und er seinen nur noch 50 % und du übernimmst ab sofort seine Haltung. Means, Füße hochlegen, nur noch sporadisch sich um Haushalt und Kinder kümmern. Ich wette, bei der ersten Stresssituation im Haushalt und den Kindern, weil die ihren zickigen Moment haben, bekommt er eine mittelschwere Krise und versagt kläglich, ist total überfordert.

Somit noch einmal mein Rat: Bleibe stur. Arbeitszeit aufstocken in frühestens zwei Jahren. Das schon allein mit dem Hintergrundgedanken an deine Rente. Vor Altersarmut vorsorgen, denn du weißt nicht, ob dein Mann bis zum Tod an deiner Seite ist. Bis dahin kann nämlich noch so Einiges geschehen...
 
  • #15
Nun hat er mir gesagt dass er möchte, dass ich aufstocke. Mein Arbeitgeber würde sich sicherlich freuen, aber ich möchte das nicht und weiß auch nicht, wie ich dann alles schaffen soll...
Möchtest du nur deswegen nicht, weil du nicht weißt, wie du das schaffen sollst, oder weil du selbst sehr gerne die Zeit am Nachmittag mit deinen Kindern verbringen willst.
Was ich vollkommen ok fände.
Wenn es das zweite ist, würde ich alles so lassen.

Falls du aber selbst gerne mehr arbeiten würdest, z.B. weil du deinen Beruf magst, würde ich den Vorschlag deines Mannes sehr begrüßen.
Und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass genau das der Hintergrund seines Vorschlags ist.
Frag ihn doch mal, was dahinter steht.

Wenn du mehr arbeitest, teilt ihr euch die Arbeit im Haushalt und mit den Kindern neu auf, das sollte man ohnehin, wenn sich die Umstände ändern.
Haushalt: die Putzfrau kommt öfter, die Wäsche laßt ihr außer Haus machen etc.
Kinder: da er erst nach Hause kommt, wenn die Kinder bettfein sind, er aber nur wirklich wenig arbeitet, bedeutet das, dass er entweder 2 Stunden zur Arbeit pendelt, dann könntet ihr umziehen, oder dass er erst um 10 Uhr anfängt.
Super, dann kann er ja die Kinder morgens fertig machen, zur Kita bringen und noch ein bißchen Haushalt schaffen.
Du stehst so früh auf, dass sie noch schlafen und beginnst um 7 Uhr mit der Arbeit.
Nur ein Beispiel... Bei derart geringer 'Vollzeit' ist es ganz sicher möglich, soviel für die Kinder zu tun, dass du aufstocken kannst.
Das wäre für alle toll.
Auch die Kinder profitieren, wenn sie ihren Vater vollwertig erleben und nicht nur zum spielen ab und zu.
Die nächtlichen Störungen werden bald aufhören.

Also, ich gebe deinem Mann einen Vertrauensvorschuß.
Er will, dass du den Anschluß nicht verlierst.
In meinem Freundinnenkreis ( außer mir alles Gattinnen, die viel Mühe in ihre Ausbildung investiert hatten ) kam das große Jammern, als sie wieder durchstarten wollten, als die Kinder etwa 10 Jahre alt waren und die bis dahin auch nur Teilzeit gearbeitet hatten.
Sie waren einfach abgehängt worden, die guten Stellen / Projekte / Aufträge bekommt man nur in Vollzeit und darüber hinaus, die hatten sich die Männer sowie Frauen wie ich gekrallt.
Du hast einen Mann, der offenbar verhindern will, dass du abgehängt wirst. Freu dich !

w 50
 
  • #16
Ich sehe es wie frei.

Wenn du mehr arbeitest, teilt ihr euch die Arbeit im Haushalt und mit den Kindern neu auf, das sollte man ohnehin, wenn sich die Umstände ändern.

Auch die Kinder profitieren, wenn sie ihren Vater vollwertig erleben und nicht nur zum spielen ab und zu. Er will, dass du den Anschluß nicht verlierst.
In meinem Freundinnenkreis kam das große Jammern, als sie wieder durchstarten wollten, als die Kinder etwa 10 Jahre alt waren und die bis dahin auch nur Teilzeit gearbeitet hatten. Sie waren einfach abgehängt worden.

Du bist in der komfortablen Situation, nicht sofort mehr verdienen zu müssen, aber mehr arbeiten zu können.

Ich sehe nicht, dass eine Änderung sofort notwendig wäre, aber wie hast Du Dir das selbst in den nächsten Jahren vorgestellt?
Es gibt genug Mütter, die in der Teilzeitfalle hängen bleiben. Es macht auch etwas im Beziehungsgefüge und mit dem eigenen Selbstwert, wenn frau sich komplett selbst finanziert.

Natürlich kann man sagen, man arbeitet nicht, weil das vorhandene Vermögen und Einkommen sowieso ausreicht. Ihr seid eine Wirtschaftsgemeinschaft. Anders als die Foristinnen hier finde ich es gut, wenn ein Ehepaar zusammen wirtschaftet und nicht gegeneinander aufrechnet.

Den Foristinnen hier gebe ich aber folgendes zu bedenken. Die FS bringt den Wohnwert der Wohnung ein. Von einer Wohnung kann man aber nicht abbeißen.
Die laufenden Kosten werden vom Haupteinkommen des Mannes gedeckt. Die Wohnung wird abgewohnt, aber bleibt vorhanden. Das Einkomme vom Mann wird verbraucht -auch von der FS - und ist weg. Ist das fair?
Und wenn es jetzt wegen der kleinen Kinder noch fair ist, und später fair ist, weil die FS keinen angemessenen Job in Vollzeit mehr bekommt, ab wann ist es nicht mehr fair und muss ein Mann das lautlos erdulden?

Du bestellst im Restaurant Gans mit Rotkohl. Es wäre "fair" die ganze Portion zu essen, weil der Koch sich große Mühe gegeben hat, und weil es Geld gekostet hat, und ausserdem "gehört" sich das so. Du hast aber nur wenig Hunger. Was tust Du? Dich überfressen, weil es "fair" ist, oder so viel essen bis Du satt bist?

Angenommen, Libertybelle, du bestellst grundsätzlich die Gans mit Rotkohl, obwohl Du weißt, dass Du keinen Hunger hast, und die Portion auf keinen Fall schaffen wirst, aber Du nimmst kein kleineres Essen, weil Du es sowieso nicht selbst bezahlen musst. Ist das fair? (auch der Gans gegenüber?)
 
  • #17
Liebe FS,
was Deinem Arbeitgeber genehm wäre und was Dein Mann will, wissen wir nun. Was aber willst Du?
Hast Du eigene keine Meinung zu dem Thema oder sollen wir aus der Threaderstellung ableiten, dass Du die Dinge so lassen willst? Mit dieser indirekten Kommunikation wirst Du bei Deinem Ehemann wohl keinen Erfolg verzeichnen - da wirst Du Dich unmissverständlich positionieren müssen.

Erstmal gilt es zu klären: warum will Dein Mann, dass Du mehr arbeitest?
- Habt ihr euch finanziell übernommen (Konsum auf Kredit), sodass es eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist, dass Du mehr zum Haushaltseinkommen beiträgst?
- Hat er Angst, dass Du durch lange Teilzeitarbeit beruflich abgehängt wirst und die Last den Familieneinkommens dauerhaft auf seinen Schultern liegt. Hat er berechtigte Zweifel, das dauerhaft schaffen zu können oder ist das nur Manipulation, um seine Wünsche durchzusetzen?
- Hat er Konsumwuensche, die es erforderlich machen, dass Du mehr arbeitest und wie stehst Du zu diesen Konsumwuenschen?

Deine Informationen zu diesen Fragen fehlen, um Dir Sinnvolles raten zu können. Ergo treffe ich mal ein paar Annahmen, auf deren Grundlage ich Dir eine Empfehlung abgebe:
- Du bist kein wirtschaftliches Erfolgsmodell (mehr arbeiten bringt Dir keine wirtschaftlich attraktive Karriere) und beschreibst Dich als eher gering belastbar. Wenn Du mehr arbeitest, kommt nicht viel mehr rein. Im Gegenzug dazu bist Du aber noch stärker belastet, worunter die Familie und Beziehung eher leiden wird. Unter dem Aspekt lohnt sich ein berufliches Aufstocken eher nicht, sondern schadet der Familie
- Du willst Dich lieber selber etliche Jahre um Deine noch recht kleinen Kinder kümmern statt sie in einer überlasteten Ganztagsbetreuung abzuliefern. Das finde ich nachvollziehbar und wenn man sich das wirtschaftlich leisten kann (keine Wohnkosten, gutverdienender Mann und Teilzeitgehalt), dann solltest Du das auch tun und Deinem Mann das unverbraemt vermitteln, damit die Diskussion nicht alle paar Monate neu aufkommt.
- Dein Mann hat Konsumwunsche, die es erforderlich machen, dass Du mehr arbeitest. Es sind seine Wünsche. Wenn er sie sicherfuellen will, soll er mehr arbeiten.

Nein, Du musst nicht mehr arbeiten, wenn Du es nicht willst und nur unter massivem Zusatzstress schaffst. Mit der geerbten Wohnung für die gesamte Familie und Deinem Teilzeitgehalt trägst Du genug zum laufenden Familieneinkommen bei. Ob Dir die Altersabsicherung reicht (Rentenpunkte für 2 Kinder, Beiträge auf Teilzeitgehalt und abbezahlte Wohnung) wenn die Ehe scheitert, musst Du selber bewerten.
Im Hinblick auf die Zukunft finde ich das riskant, aber erstmal ausreichend um auf 50% zu bleiben, bis beide Kinder in der Schule sind und dort gut zurecht kommen. Alles andere würde eurer Familie nicht viel nützen.

Qualifizierten Frauen mit beruflichem Engagement würde ich etwas anderes empfehlen, weil die durch lange Teilzeit wirklich abgehängt und in ihren Möglichkeiten dauerhaft beschnitten werden.
 
  • #18
Ich würde logisch an die Sache gehen - dein Mann ist Techniker, also sicherlich auch logisch geprägt.
Haushalt - kann man delegieren. Sobald dein Aufstocken mehr bringt als die Haushälterin kostet, hat sich das finanziell gelohnt. Oder siehst du deinen Lebensinhalt im Staubsaugen und Abstauben ?
Kinderbetreuung - du schreibst nicht, wie das geregelt bzw geplant ist. Sollen die beiden sowieso in ein Internat gehen? Oder ist eine gute private Schule angedacht? Mit Ganztagesbetreuung ? Sehr zu empfehlen im städtischen Raum.
Dein Beruf - könntest du auf Dauer abgehängt werden, wenn es bei Halbtags bleibt? Führungsaufgaben bekommst du so nicht, eine Förderung in Form einer teuren Spezialisierung auch nicht. Weil unrentabel.
Wo siehst du dich beruflich selber? Hast du vielleicht gar nicht den Wunsch, wieder voll zu arbeiten? Warum auch, wenns finanziell nicht nötig ist - dann hast du eben die Hausfrauenpflichten.
Überlege einmal für dich, was du wirklich willst. Vielleicht will dein Mann nur deinen Ehrgeiz kitzeln ? Für mich kommt ausserdem nicht klar rüber, ob er das einfach als Denkmodell angesprochen hat - oder von dir fordert, Karriere zu machen. Das könnte dann damit zusammenhängen, wie du vor der Zeit mit den Kindern warst.
 
  • #19
Vorab möchte ich sagen, dass ich nicht unbedingt Kinder wollte und bei einer geringen Chance lt Arzt, die Natur habe entscheiden lassen, ob ich Mutter werde oder nicht.
Und die Natur entschied sich am Kap der Guten Hoffnung für Zwillinge.
Ich habe sehr gerne gearbeitet aber in den ersten 3 Jahren gab es damals die Chance auf: einer arbeitet 19std, einer Vollzeit.
Großeltern hatten keine Lust täglich zu erziehen, was ihr gutes Recht war und mein Exmann bestand auf seine volle Flexibilität seiner beruflichen Selbstständigkeit.
Ich blieb also Zuhause und ging abends 3x arbeiten. ( hat man mir dann von der 3 jährigen Rente übrigens abgezogen).
Seit dem die Jungs 4 Jahre alt waren, war ich alleinerziehend mit 80% Teilzeit und 70km Fahrt am Tag.
Und nichts war so wichtig und anstrengend wie die Kinder und die dadurch emens erhöhte Hausarbeit.( seit Jahren 7 Maschinen Wäsche die Woche).
Ich arbeite wirklich gerne und bin auch über 20 Jahre in meiner Firma.
Dennoch habe ich mich jahrelang völlig zerrissenen gefühlt.
Basteln oder Feste im Kindergarten oder Grundschule war fast immer ohne mich und das gab auch traurige Gesichter.
Ich habe Kinder nicht bekommen um die anderen zu geben oder nicht zu erleben.
So waren die Jungs dran, wenn ich von der Arbeit kam! Bolzen, klettern Fahrrad, basteln spielen, pflegen, trösten und Freunde einladen. Später zum Training bringen, lernen und bei den Spielen anfeuern.
Haushalt bis auf Kochen kam wenn sie im Bett waren und ging bis 22 oder 23 Uhr.
Wenn die FS mehr arbeiten geht, wer übernimmt die Zeiten für Kinder und Haushalt?
Lt meiner Erfahrung ist der Job die geringste Anstrengung gewesen.
Stockt der Vater dann seine Stunden Zuhause auf?
Wenn ja, dann geht es schon in den fairen Bereich finde ich...denn für diese Stunden bekommt man selten Anerkennung und keinen Lohnzettel.
 
  • #20
Hallo an alle,

erst einmal vielen Dank für die vielen Antworten!

Ich glaube einiges muss ich noch genauer beschreiben.

Also ich war bis jetzt immer der Meinung, dass unsere Aufteilung gerecht ist. Ich bin aber ein sehr selbstkritischer Mensch und möchte nicht in eine Falle tappen, also vielleicht schätze ich die Sache auch einfach falsch ein.

Zu den Fragen:
- Ich habe keineswegs Schlafstörungen, ganz im Gegenteil. Ich liebe es zu schlafen und schlafe auch ohne Probleme 9 Stunden durch. Ich bin allerdings völlig gerädert wenn ich nachts aufgeweckt werde, deshalb übernimmt mein Mann das (das ist für mich unschätzbar wichtig, er kann das besser, ist allerdings auch oft morgens gerädert).
- Um meine Rente mache ich mir eigentlich bislang wenig Sorgen (vielleicht ein Fehler?). Ich werde eine Pension beziehen, habe die Wohnung (6 Zimmer Altbau mitten in München werden sicherlich nie komplett ihren Wert verlieren). Meine Eltern haben bereits zu meiner Geburt eine Lebensversicherung auf mich abgeschlossen, die seit dem mit 4 Prozent verzinst wird (klar, kann natürlich auch wertlos werden bei einer Währungsreform oder ähnlichem).
- Ich bin verbeamtete Lehrerin, ich kann jederzeit aufstocken (da ich ein absolutes Mangelfach habe, würde sich mein Arbeitgeber freuen). Allerdings ist es auch nicht so, dass ich nach einigen Jahren Teilzeit den Anschluss verlieren würde. Ich bin nicht wenig belastbar und strebe schon irgendwann eine Leitungsfunktion an - dies aber erst, wenn die Kinder etwas größer sind.

Mein Mann möchte dass ich aufstocke, weil wir uns dann mehr leisten könnten (Konsum, Urlaub). Schulden haben wir keine, eher im Gegenteil.

Ich möchte nicht aufstocken, das habt ihr richtig herausgelesen. WEnn ich ganz ehrlich bin aber eigentlich, weil ich es so schön finde. Ich arbeite 20 Stunden an drei Tagen, Donnerstag und Freitags Haushalt und frei.

Wenn ich ehrlich bin könnte ich durchaus mehr arbeiten aber ich habe unglaublich gerne Zeit (natürlich für die Kinder) aber eben auch für Sport, soziale Kontakte etc. etc...

Deshalb meine Frage, ist das egoistisch oder unfair von mir?
 
  • #21
Liebe Margarethe,

wenn ich in Deiner Position leben würde, würde ich das auch so händeln und nichts verändern.

Dir geht es gut so, Dir fehlt nichts, warum also mehr Stress, mehr Arbeit?

Für Dich ist die Wahl weniger Lebensqualität gegen mehr Geld, da ist es nicht egoistisch, sondern nachvollziehbar, dass Du nicht Abstriche in der Lebensqualität machen möchtest.
Dein Partner definiert Lebensqualität über mehr Konsum, auch das ist in Ordnung, kann eine Haltung sein, aber dann soll auch er für dieses Mehr sorgen.

Denn - fragt er sich, ob es fair ist, dass Du Qualität einbüßt, um seine zu steigern?

Nein, ich finde es persönlich nicht für unfair und egoistisch, Nein zu mehr Arbeit zu sagen, und Ja zu mehr Stress.
Im Gegenteil, das ist achtsam, wertschätzend, eigenverantwortlich sich selbst gegenüber.
Und für Deine Kinder ist es schön, dass Du mehr Zeit für sie hast.
Der Wunsch Deines Mannes würde auch Ihre Lebensqualität betreffen, viel mehr als Eure.

Ist es unfair oder egoistisch, wenn sich Kinder freuen, wenn Eltern Zeit für sie haben und diese sie sich nehmen - wenn es so einfach möglich ist?
Nicht jedem ist dies möglich, das ist schon auch ein besonders Geschenk.
 
  • #22
Liebe TE, nachdem du das jetzt geschrieben hast: Nein, ich finde dich weder egoistisch noch finde ich dich unfair. Im Gegenteil, ich finde es gut, dass du weisst was du willst, was dir gut tut und dass du danach handelst. Genau so würde ich das auch deinem Mann gegenüber vertreten.

Ich finde es absolut legitim, dass du so lebst, wie du es schön findest.

LG und Alles Gute!
 
  • #23
Deshalb meine Frage, ist das egoistisch oder unfair von mir?

Liebe FS,
nein es ist nicht egoistisch oder unfair von Dir.
Mit einer 6-Zimmerwohnung und einem Teilzeitgehalt als Lehrerin bringst Du ausreichend Ressourcen in das Familieneinkommen ein. Dein Alter ist über eine Pension aus Teilzeittaetigkeit und die Dich begünstigende Lebensversicherung mehr als ausreichend abgesichert. Dein Mann kann Dir in dieser Situation nicht vorwerfen, dass Du ihm die Risiken Deiner Lebensabsicherung aufbuerdest.
Als Lehrerin in einem Mangelfach kannst Du jederzeit aufstocken, wenn Du es willst oder für notwendig erachtest. Grossartige Karrierechancen vermasselst Du in dem Beruf durch eine lange Teilzeitphase auch nicht. Du machst alles richtig.

Ihr seid beide finanziell mehr als gut aufgestellt, d.h. Du kannst für Dich entscheiden, dass Dir Lebensqualität, Zeit für die Kinder und Freizeit mehr wert sind, als noch mehr Geld durch Erwerbsarbeit zu verdienen.

Dein Mann verausgabt sich mit 37 Stunden unter relativ entspannten Arbeitsbedingungen auch nicht. Er arbeitet 17 Stunden mehr in der Woche, was durch die Kinderversorgung wie Du sie beschreibst von Deiner Seite als Familienarbeit ausreichend abgedeckt wird.

Mein Mann möchte dass ich aufstocke, weil wir uns dann mehr leisten könnten (Konsum, Urlaub).
Offensichtlich habt ihr hier unterschiedlichen Vorstellungen - Dir ist Lebensqualität mehr wert als Konsum. Für Konsum, den ich nicht will, würde ich auch nicht mehr arbeiten wollen, zumal der Lehrerjob auch nicht grad Zuckerschlecken ist.

Wenn er konsumieren will und dafür euer gemeinsames Einkommen nicht reicht, muss er eben mehr arbeiten und verdienen. Vermutlich hat er dann keine Zeit mehr, das Mehreinkommen zu verkonsumieren.
Alternative: die Sparquote absenken, wenn er nicht mehr arbeiten will und er auch eine gute Altersabsicherung hat.

Haushalt - kann man delegieren. Sobald dein Aufstocken mehr bringt als die Haushälterin kostet, hat sich das finanziell gelohnt.
Milchmaennchenrechnung - die FS und ihr Mann sind ausreichend finanziell abgesichert. Das Mehreinkommen wird nicht für den Famioienunterhalt benötigt sondern ist vom Mann für überflüssigen Konsum gewünscht.
Die beiden haben bereits eine Haushaltshilfe. Was die FS selber macht ist da wohl eher easy going im Haushalt als schweisstreibende Arbeit und mehr für die Kinder als putzen. Sie will lieber gemächlich das Staubtuch schwingen und sich selber um ihre Kinder kümmern, statt sich mit Schülern und Kollegen rumzustressen.
Sie kann es sich leisten, warum soll sie es nicht tun.
Im Endeffekt scheint es eine Neiddebatte des Mannes zu sein, der von seiner Familie nicht so gut versorgt wurde - keine Förderung ihres berufliches Ehrgeizes, weil sinnlos als Lehrerin.
 
  • #24
Mein Mann möchte dass ich aufstocke, weil wir uns dann mehr leisten könnten (Konsum, Urlaub). Schulden haben wir keine, eher im Gegenteil.
Liebe FS,
so wie Du schreibst, passt es dir alles sehr gut wie es ist. Und auch ich sehe in eurer Konstellation keinerlei Veranlassung aufzustocken, nur weil dein Mann mehr Urlaube und Konsum möchte.
Im Gegenteil, ich finde es gut, dass du genügend Zeit für die Kinder hast. Dass Du ansonsten noch an sozialen Kontakten und Sport interessiert bist finde ich auch in keinster Weise zu egoistisch.
Egoistisch finde ich deinen Mann. Wie kann er wollen, dass seine Kinder wegen seinem Konsumzwang fremd erzogen werden?
Als Lehrerin läufst Du auch nicht in Gefahr, beruflich abgehängt zu werden.
Kann es sein, dass Dir dein Mann deine scheinbar komfortablere Situation nicht gönnt?
 
  • #25
Ich finde eure Aufteilung so in Ordnung. Du bringst ein nicht schlechtes halbes Gehalt, die gesparte Miete und die Familienarbeit ein, er den Rest. Vielleicht kann man das Modell nochmal überdenken, wenn in ein paar Jahren beide Kinder in der Schule sind, aber so finde ich es jetzt in Ordnung. Ich finde unverständlich, warum ihr nicht die vorhandene Freizeit bei sicher auch so gutem Einkommen einfach für euch und eure Kinder nutzt.
 
  • #26
Dein Partner definiert Lebensqualität über mehr Konsum, auch das ist in Ordnung, kann eine Haltung sein, aber dann soll auch er für dieses Mehr sorgen.

Also ich habe jetzt nicht raus gelesen, dass die FS ihren Mann durch Aufstocken SEINEN Konsum finanzieren soll. Sie schreibt von Urlaub, den verbringt die Familie ja in der Regel gemeinsam.

Da wir den Mann nicht kennen und wir seine Seite hier auch nicht zu hören bekommen, finde ich es wieder mal heftig, wie dieser hier beurteilt wird (Neid Unterstellung etc.). Wir wissen ja gar nicht, WAS denn die Familie so allgemein an nicht nötigen Konsum hat.

Nur mal am Rande: vielleicht ist es auch Sorge des Mannes, dass im Alter mal die Rente für BEIDE als Ehepaar ausreichend ist. Bzw. ist ER der Dumme, falls sich die FS mal zur Trennung entscheidet. Weil er dann nämlich seine Rentenpunkte abgeben darf, während sie ihre Wohnung hat (da ererbt, fällt sie nicht in den Zugewinn)

Meine sachliche Meinung: Liebe FS, rede mit Deinem Mann. Erkläre ihm in Ruhe, dass es - und da bin ich vollkommen bei Dir - im Moment sinnvoller für die Kinder ist, wenn Du weiter die Zeit für sie hast wie jetzt. Aufstocken kannst Du in Deinem Beruf ja später jederzeit, das ist ein Vorteil.

Aber bitte höre Dir auch unvoreingenommen die Argumente Deines Mannes an. Er ist mit Dir verheiratet und nicht die Forumsmitglieder hier ;-)

M 50
 
  • #27
Ich liebe es zu schlafen und schlafe auch ohne Probleme 9 Stunden durch. Ich bin allerdings völlig gerädert wenn ich nachts aufgeweckt werde, deshalb übernimmt mein Mann das (das ist für mich unschätzbar wichtig, er kann das besser, ist allerdings auch oft morgens gerädert).

Das schafft ihn und nun wird er zickig.
Wenn dein Mann mehrmals pro Nacht hoch muß um sich um die Kinder zukümmern finde ich eure Aufteilung nicht fair. Auch dein Mann möchte mal durchschlafen. Mangelnder Schlaf führt nunmal zu Mißmutigkeit.
Nur so ein Gedanke.
 
  • #28
Ich schließe mich der einhelligen Meinung nach deinem zweiten Post an.
- du findest es gut so, wie es ist.
- du kannst nicht abgehängt werden.
- dein Mann hat mitnichten, wie ich ihm zuerst unterstellte, dein Wohl im Blick auch nicht die Hoffnung auf mehr Zeit mit seinen Kindern, wenn du mehr arbeitest, sondern er will ein dickes Auto.

Ja, auch ich finde, du solltest alles so lassen wie es ist.

Nur eins würde ich empfehlen zu ändern:
Gib ihm die Chance, mehr Alltag mit den Kindern zu verbringen. Mit ihnen zurecht zu kommen ohne Netz und doppelten Boden ( dich ).
Liege ich recht, wenn ich weiter oben annehme, dass er erst spät ins Büro geht ?
Die Kinder gehen an deinen drei Schultagen in die Kita, richtig ?
Schlage ihm vor, an diesen Tagen die Kinder zu wecken, zu waschen, anzuziehen, Frühstück, zur Kita zu bringen und die Brotdose nicht zu vergessen.
Einschließlich Geschrei und Bocken und Kranksein.
Und heute kein Müesli wollen, sondern Karotten, die nicht da sind.
Und sich nicht anziehen wollen und die Puppe x nicht finden und im Treppenhaus hinfallen.
Der ganz normale Wahnsinn eben.
Wichtig: du mußt schon weg sein, bevor sie aufwachen.
Du kannst ja, falls du so früh nicht anfangen kannst, im Lehrerzimmer Klausuren korrigieren oder sonstwas sinnvolles machen.

Ja, da lernt dein Mann seine Kinder kennen und gleichzeitig deine Leistung anerkennen.
Und ach ja, rotiere nicht wie verrückt, um die Wohnung aufzuräumen etc. bevor er nach Hause kommt. So entsteht ein falsches Bild davon, wie unglaublich anstrengend ein Tag mit Kindern ist.
Und das ist es, ich habe es selbst erlebt.
Ich war montags immer froh, wenn ich friedlich und ruhig in meinem Büro arbeiten konnte, nachdem ich das WE überlebt hatte.

Wenn du alles fertig hast, bevor dein Mann nach Hause kommt ( da sind die Kinder schon bettfein ), könnte bei ihm der gleiche schräge Eindruck von der Tätigkeit einer Hausfrau entstehen wie bei meiner Tochter, als sie etwa drei Jahre alt war.
Die anderen Frauen am Tisch erzählten von ihrer Hausarbeit, z.B. wie oft sie staubsaugen. Da sagte meine Tochter 'also, meine Mama saugt nie Staub, bei uns ist es nie dreckig.' Boing ! Ich merkte, da läuft was schief und künftig putzte ich immer in ihrem Beisein und nicht wie zuvor immer dann, wenn sie schlief oder irgendwo war.
Ich denke, es ist auch für deinen Mann wichtig zu sehen, was du den ganzen Tag so treibst, denn sonst könnte er denken, du hättest nur sun und fun.

w 50
 
  • #29
Sag mal Margarethe, ist dein Mann denn falls eine Scheidung bei euch mal wäre ,auch so easy abgesichert wie du ?
Ich bin schon der Meinung das durch deine Wohnung da ja keine Miete gezahlt wird und zusätzlich ein wie du sagst eher Solala Einkommen von dir und den ganzen Haushalt durchaus dein Anteil für die Familie mehr als genug geleistet wird. Das schon,aber was bleibt deinem Mann über für seine eigene Absicherung außer Rente für sein Alter falls es zur Scheidung kommt ?
Von deiner Wohnung hat er ja dann nichts.Ich hoffe doch stark das du selbstverständlich für Renovierungen selber aufkommst und nicht dein Ehemann da die Wohnung ja nur dir allein gehört.Allenfalls kleinere Maßnahmen als Geschenk von seiner Seite aus. Wie gesagt,achtest du da auch gleichwertig auf sein Schicksal bei Scheidung ?
Wenn da in dieser Hinsicht alles gut geklärt ist bei euch,ja dann sehe ich keinen Eigennutz,also negativen Egoismus auf deiner Seite. Ja dann würde ich klar machen das es dir so gefällt und fertig und wenn er mehr Geld will auf 40 Stundenwoche aufstocken soll.
 
  • #30
Mhm das mit seiner fehlenden Absicherung ist ein guter Punkt. Es ist ganz sicherlich so, dass er im Falle einer Scheidung mehr im Nachteil wäre. Nun ist es allerdings so, dass er zu Beginn unserer Beziehung vor vielen Jahren eine nichtunerhebliche Summe Schulden hatte. Ich habe ihm dieses Geld zinsfrei geliehen (mir tut es nicht weh und ich sehe auch nicht ein, dass das unsere Lebensqualität beeinträchtig). Er zahlt dieses Geld allerdings "symbolisch" zurück, d.h. wir verrechnen jeden Monat einige Hundert Euro von seinem Anteil an den Lebenshaltungskosten damit (dies ist eher symbolisch, er würde diesen Anteil ohne die abzuzahlenden Schulden ebenso zahlen...). Nun sehe ich aber irgendwie nicht ein, ihn noch weiter abzusichern, haltet ihr das wirklich für nötig? Er hat ja durch mit handfeste Vorteile (keine wirklichen Schulden mehr, Leben einer Wohnung die weit über unseren Verhältnissen liegt und auch ansonsten einen schönen Lebensstil)?
 
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