• #31
Wenn dein Mann mehrmals pro Nacht hoch muß um sich um die Kinder zukümmern finde ich eure Aufteilung nicht fair.

Das sehe ich auch so. Schließlich muss er auf seiner Arbeit auch konzentriert sein und jede Nacht mehrfach immer wieder aufgeweckt werden schlaucht ganz schrecklich. Da er der einzige ist, der das macht - und das wohl seit Jahren - finde ich es mehr als verständlich, dass es an seinen Kräften zehrt. Ich begreife nicht, dass du, die du enorme Probleme hättest, selber mehrfach nachts aufzustehen, das nicht verstehst. Du kannst dich ja auch besser zwischendurch tagsüber mal aufs Ohr hauen, er kann das nicht. Egal, ob er wieder schnell einschlafen kann, nachdem er wach wurde. Alleine immer wieder einschlafen und wieder aufwachen müssen schlaucht extrem. Dass du ihn das machen lässt, ohne dass ihr euch da abwechselt, finde ich nicht gut und nicht fair. Gut, du stellst die Wohnung und gehst halbtags arbeiten. Aber - was ist mit allen anderen Kosten? Instandhaltung, Versicherungen, Bedarf für die Kinder (die in dem Alter ständig neue Sachen brauchen), usw. Wie sieht es kostentechnisch damit aus? Hat dein Mann recht wenn er sagt, dass schöne Dinge wie Urlaube und sich mal dies oder jenes leisten können zu kurz kommt? Also nicht nur eine Woche Holland, sondern öfter mal was mit der Familie machen, auch spontane Ausflüge zB. Für eine 4köpfige Familie geht ein Ausflug schon ins Geld. Man muss aber auch schauen, was Kita Kosten würde oder sonst die Kinderbetreuung. Und ob die Betreuung durch die eigene Eltern nicht mehr wett ist als materielle Dinge. Und ich finde das wiederum sehr wohl. Wieso wartet ihr nicht ab wenn das zweite Kind in den Kindergarten kommt und dann strickst du aug. Wenn du das aber nicht willst weil kein Bock, mehr zu arbeiten dann finde ich das schon unfair. Vollzeit bei Lehrern ist auch nicht das, was Vollzeit in anderen Bereichen ist. Eine sehr gute Freundin ist Lehrerin deshalb weiß ich das sehr gut. Während ich abends nicht vor frühestens 19 Uhr zu Hause bin wenn ich Glück habe, ist sie nachmittags schön zu Hause.
Ich finde es schlimm, dass du hier fragst, ohne offenbar mit deinem Mann das gründlich diskutiert zu haben. Du bist Mutter von zwei Kindern und solltest eigentlich das Leben deiner Familie besser im Griff haben als solche wirklich profane Fragen des Familienlebens vor Fremden in einem Forum auszubreiten. Tut mir leid.
 
  • #32
Leider schreibst Du nicht, warum er möchte, dass Du aufstockst. Wenn Ihr finanziell gut klar kommt, ist das eher ungewöhnlich.
Möglicherweise mißfällt ihm, daß er nie auch nur eine Sekunde seines Lebens für sich hat – ein Dauerproblem bei allen Paaren, bei denen der beruflich weniger eingespannte Partner zu symbiotischem Verhalten neigt: Arbeit - gemeinsame Freizeit - Arbeit - gemeinsame Freizeit usw. usw., die eigenen Interessen bleiben auf der Strecke („es kommt überhaupt nicht in Frage, daß wir da und da hin gehen, das Thema interessiert mich nicht”). Im besprochenen Fall noch verschärft durch die Kinder, die ja, wenn von ähnlicher Art, alles restlos zu Tode limitieren. Ein paar Stunden Freizeit für den Mann („geh’ doch mal übers Wochenende ohne uns in die Berge”) würden vielleicht wahre Wunder wirken.
 
  • #33
Naja ,Margarethe , das er seine Schulden bei dir abbezahlt ist in Ordnung .Nur ich verstehe nicht so ganz die symbolischen einige Hundert Euro.Wenn dieser Anteil gleich hoch ist auch ohne diese Schuldenanteile,dann wäre das ganze ja Banane. Dann finanzierst du ihn ja in Wirklichkeit indirekt mit. Ein klassischer Kuhdunghaufen mit rosa Soße übergossen. Ich persönlich würde erstmal dieses Symbolische rückzahlen beenden.Entweder du schenkst ihm diese Schulden oder du machst eine neue Rechnung und machst eine klare Trennung von seinem Anteil in die Familienkasse und den Schuldenteil . Somit sieht er und du was du in Wirklichkeit für die Familie eigentlich leistest.
Das mit dem schöner wohnen das er durch dich hat kannste aber in der Pfeife rauchen.Das ist psychologisch einfach nicht das gleiche .Dir ist doch auch bewusst das der Bunker dir gehört und gibt dir ein gutes Gefühl.Er weiß unterbewusst jedoch das er hier nur geduldet ist und ihm nix gehört. Also kein gutes Gefühl. Vielleicht wird er es nicht zugeben,aber vielleicht nagt das an ihm . Jeder Mensch strebt nach Verbesserung .Vielleicht will er deshalb das du mehr schaffen gehen sollst damit er wenigstens ein besseres Gefühl bekommt durch erhabenerer Urlaube oder Sachen die ihm diesen Mangel an Absicherung lindern sollen,daher neue Konsumwünsche.
Ich finde jetzt nach deiner neuen Aussage aber das du nicht wirklich was für ihn tun kannst diesbezüglich,du kannst ja nichts dafür wenn es dir nunmal finanziell besser geht.
Wie wäre es wenn du dich nochmal mit ihm zusammensetzt und sehr klar mit ihm sprichst über alles. Vielleicht steckt da noch was ganz anderes dahinter.
 
  • #34
Liebe FS,

ich gratuliere Dir zu einem so gutmütigen Mann! So jemanden findest Du nicht noch einmal. Ich finde es unglaublich, dass er mit einem Vollzeitjob nachts wegen der Kinder raus mußt - und Du schläfst weiter. Ich habe genau das durchgemacht. 1 Jahr habe ich das neben einem Vollzeitjob auch durchgemacht. Es war die Hölle und ich war völlig erschöpft. Was mutest Du diesem Mann denn zu? Sorry, aber ich finde das extrem egoistisch. Du genießt Deine sozialen Kontakt und Deinen Sport, Dein Mann hat aber auch Wünsche. Und wenn es mehr Konsum ist. Ich finde es merkwürdig, dass das überhaupt keine Rolle spielt. Das sind übrigens echte Luxusprobleme. Mit einer Haushaltshilfe kann man durchaus ein paar Stunden Mehrarbeit wuppen. Und wenn es für Deinen Mann ist. Vielleicht würde er ja auch gerne nur Teilzeit arbeiten?
 
  • #35
Entweder du schenkst ihm diese Schulden oder du machst eine neue Rechnung und machst eine klare Trennung von seinem Anteil in die Familienkasse und den Schuldenteil
Genau das hab ich auch gedacht.
Zum Rest kann ich kaum was sagen, weil ich schwer ein Bild zusammenkriege. Ich finde es eine sehr große Erleichterung, dass Du Dich nicht nachts kümmern musst. Ich finde auch, dass ein Kind noch nicht mit 2 Jahren in Fremdbetreuung sollte, aber gut, das machen ja viele so. Ich hatte nur anfangs gedacht, dass Du wegen der Kinder, speziell des kleineren, zu Hause bleiben willst, also genauso denkst wie ich. Jetzt hab ich eher den Eindruck, dass da auch Freizeitgedanken von Dir mitschwingen. Da weiß ich nicht, wie ich das einordnen soll. Dein Mann hat ja nun außer nachts nicht viel mit den Kindern zu tun in der Woche. Hast Du mal mengenmäßig eure Freizeiten verglichen? Du bist ja auch allein mal für Dich, hat Dein Mann das auch, also ohne Dich und die Kinder? Falls nicht, findet er das vielleicht ungerecht. Wenn er verkürzt arbeiten und sich auch in der Woche um die Kinder kümmern könnte und möchte, so ähnlich wie Du jetzt, also auch mit mehr Zeit für sich, würdest Du dann mehr arbeiten, um ihm das zu ermöglichen?
 
  • #36
Ich finde, ihr habt da schon ein gewisses Ungleichgewicht in der Beziehung.
Es ist deine Wohnung, du leihst ihm Geld, sprichst abfällig über seinen "lauen" Job und scheuchst ihn nachts raus, weil dir das nächtliche Aufstehen nicht so gut bekommt.
Insgesamt kommen deine ganzen Schilderungen bei mir zumindest schon recht prinzessinnenhaft an.

Ich könnte mir vorstellen, dass hinter seinem Wunsch, du mögest aufstocken, etwas ganz anderes steckt. Womöglich sein Bedüfnis nach mehr Gleichwertigkeit in eurer Beziehung.
 
  • #37
Also wenn es ihm um eine eigene Altersversorgung geht, verstehe ich nicht warum er möchte, dass die FS aufstockt.
Frauen wird eigentlich immer geraten, dass sie auch mit Kindern, für Ihre Rente etc selbst zu sorgen hätten.
Wenn die FS aufstockt hat er ja erstmal keine Zahlung mehr in seiner Rentenkasse.
Anders sähe es aus wenn: nach Abzahlung der Schulden an die FS , sein Gehalt komplett für das gemeinsame Leben drauf geht= er nichts mehr für sich oder zb für eine zusätzliche Altersversorgung hat. Ferner er auch aus dem Zugewinn der Wohnung ausgeschlossen ist = der Wert des Erbes bei Eheschließung gehört der FS aber wenn sich dieser innerhalb der Ehejahre erhöht, steht ihm vom Gewinn nichts zu.
Dafür müsste er ihr aber bei Trennung Rentenpunkte abgeben.
In einer Luxuswohnung wohnen aber im Alter nichts haben...Da wäre mir die Wohnung ziemlich egal.
Nur wäre doch seine Argumentation dann völlig am Thema vorbei.
Will er wirklich aktuell noch teurere Urlaube? Oder mehr Taschengeld für sich? ( wieviel bleibt ihm denn? Und wieviel hast Du?)
Ein extremes Ungleichgewicht ist fast immer tödlich in einer Beziehung.
Oder aber...Er denkt über eine etwaige Trennung nach. Weil er nachts nicht mehr alleine aufstehen will. Wo ich ihn da verstehen kann, bei uns stand auf, wer später zur Arbeit musste.
Oder er keine eigene Freizeit mehr hat oder nur hört wie gut es ihm geht: nur 37std arbeiten und wohnen in deinem Luxus.
Geschlechtlich unabhängig: ihr müsst euch Eure Leistungen anerkennen, er Deine und Du seine.
Für die Beziehung und nicht für Konsum!
 
  • #38
Nun ist es allerdings so, dass er zu Beginn unserer Beziehung vor vielen Jahren eine nichtunerhebliche Summe Schulden hatte. Ich habe ihm dieses Geld zinsfrei geliehen (mir tut es nicht weh und ich sehe auch nicht ein, dass das unsere Lebensqualität beeinträchtig).
Wenn Du ihm den zinslosen Kredit vor vielen Jahren gegeben hast, wieso bezahlt er den denn immer noch ab? Und wieso rein symbolisch? Verstehe ich nicht. Wann hat er denn nun den Rest getilgt? Würde mich an der Stelle Deines Mannes auch nerven wenn ich "symbolisch" was zahlen soll, dass du mir - nach eigenen Worten - vor vielen Jahren mal geliehen hast. Um ehrlich zu sein, ich würde damit reinen Tisch machen wollen. So wie du das händelst, gibst Du ihm immer das Gefühl, er wäre dir noch was schuldig. Finde ich nicht in Ordnung, gerade weil ich davon ausgehe, dass du deinen Mann liebst.
Das Argument, dass hier einige Foristen gebracht haben, dass dein Mann vielleicht auch mal eigene Freizeit oder eigenes Geld für beispielsweise Altersvorsorge haben möchte, halte ich auch für realistisch. Wann hat er denn mal Zeit für sich? Hat er genügend Zeit für Sport und soziale Kontakte? Und - nachdem du ja monatlich die Rechnung wegen dem zinslosen Darlehen aufmachst - macht ihr denn mit den restlichen Kosten auch 50/50, so dass dein Mann für sich selbst Geld auf die Seite legen kann?
 
  • #39
Nun sehe ich aber irgendwie nicht ein, ihn noch weiter abzusichern, haltet ihr das wirklich für nötig? Er hat ja durch mit handfeste Vorteile (keine wirklichen Schulden mehr....

Liebe FS,
nein, es ist nicht notwendig, ihn zusätzlich abzusichern. Es ist sogar der Weg, die Ehe langsam aber sicher an die Wand zu fahren. Die wenigsten Männer können gut damit umgehen, wenn die Frau wirtschaftlich erfolgreicher ist, zumindest nicht damit, wenn der Erfolg auf ihrer Berufstätigkeit beruht.
Wie das im Fall von Erbe ist, weiß ich nicht - damit habe ich keine Erfahrung.

Dein Mann hat eine gute Ausbildung und verdient aufgrund dessen auf recht einfache Weise ein gutes Gehalt. So wie Du seine Situation kurzbeschreibst hat er daraus vermutlich nicht nur eine gute Altersversorgung (Maximum dessen was die gesetzliche Rentenkasse hergibt) sondern auch noch eine betriebliche Altersversorgung, vielleicht eine Direktversicherung.
Das sollte als Altersversorgung für ihn reichen, weil Du durch Deine eigene Berufstätigkeit ja auch für Deine Rente sorgst, d.h. im Scheidungsfall sein Rentenkonto nicht halbierst.

Bei den wenigsten Männern kommt es gut an, wenn Du ihnen durch Überversorgung zeigst "Du armer Wicht kannst noch nichtmal für Deine eigene Rente sorgen". Du befriedigst vielleicht die Gier, gut ankommen tut das nicht und daraus folgt dann, dass er Dich zurechtstutzen wird, um sein Unterlegenheitsgefuehl zu kompensieren.

Vermutlich geht der Ansatz, dass Du mehr arbeiten sollst und das mit 2 kleinen Kindern schon in diese Richtung. Er will über Dich und euer Leben bestimmen und Du sollst Dich fügen- fatal, wenn jemand, der seine Schulden nicht bezahlen kann, die Ausgabenhoheit übernehmen will.
Er weiß, daß Du seine Schulden bezahlt hast und dass Du mit den "Ruckzahlungen", die eigentlich sein Anteil zu den Haushaltskosten sind ein Konstrukt geschaffen hast, was ihn entmannt - er kann Schulden machen, aber seine Frau muss sie bezahlen. Sowas hatte ich mit meinem Exmann auch und das sit nicht gut ausgegangen. Da muss frau Grenzen ziehen und einen erwachsenen Mann in die Verantwortung nehmen, statt zur rettenden Mutti zu mutieren - ist voll unsexy.

Darüber hinaus sorgst Du sehr gut für ihn vor, denn von Deiner geerbten Wohnung bekommt er den halben Zugewinn, den diese durch Wertsteigerung über die Ehejahre erfährt. Weil der Immobilienmarkt im München seit Jahrzehnten unfassbar ist und kein Ende absehbar, ist das für die von Dir beschriebene Wohnung ein Batzen Geld (fiktiv, denn ihr wollt doch verheiratet bleiben).

Selbstverständlich ist er für Renovierungskosten an der Wohnung mitverantwortlich: er wohnt da und auch seine Kinder nutzen die Wohnung mit ab. Lass' Dich nicht zum Milchmaennchen machen, sondern denk' selber. Nur so wirst Du respektiert.
 
  • #40
Für mich stellt sich die Situation wie folgt dar:
ER ist auf techn. Gebiet ein gesuchter Spezialist - also wird er dieses auch in bare Münze umsetzen. Komisch für mich, dass er nur 37 Stunden in der Woche macht - so lässt sich nicht die ganz grosse Asche machen. Eigentlich sollte er mehr tun.
SIE ist Lehrerin, in Bayern wohl verbeamtet, muss sich also null Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen. Und Pension gibts auch irgendwann einmal. Dazu hat sie ordentlich geerbt, eine tolle Wohnung und Geld im Kreuz, wohl aus dem Erbe.

Mir kann kein Milchmädchen erzählen, dass ER nicht wusste, dass er einen sog. Goldfisch heiratet. Er profitiert ja auch davon. Und klar, er lebt solange gut von ihrem Geld in ihrer Wohnung, solange er es schafft, diese Ehe aufrecht zu erhalten. Das nächtliche Aufstehen dürfte sich übrigens ziemlich erledigt haben - Kinder werden auch nicht jünger.
Reiche Familien sind nicht deshalb reich, weil sie ihr Geld im Urlaub verprassen, sondern weil sie ihr Vermögen erhalten und bewahren. Wer in einer solchen Familie aufwächst, lernt das. Und natürlich gibt ordentlich Geld im Kreuz auch eine gewisse Sicherheit.
Die Fragestellerin macht doch alles richtig - sie überarbeitet sich nicht, sichert sich und ihr Geld ab. Unter Umständen sorgt dafür auch die Familie. Kommt er nicht damit klar, hat er 2 Möglichkeiten: Geld zu verdienen, dann hat er auch selber welches. Oder auf den Luxus zu verzichten und zu gehen. Ich bin bestimmt kein Frauenrechtler, aber auch kein Gewerkschafter. Wer wirklich ein Spezialist ist, der soll was draus machen. Allerdings geht das nicht mit einer 37 Stunden Woche. Urlaub und die Taschen voller Geld ist die Belohnung für Macher, nicht die für Leute mit der Einstellung "Dienst nach Vorschrift". Ansonsten wird er sich nach ihren Vorstellungen richten müssen und fragen müssen, ob er den chicen neuen BMW kaufen darf.
Mir stellt sich das Ganze so dar: SIE hat keinen Bedarf an mehr Geld, er schon. Also soll er was tun. Ohne Einsatz kommt man heute auch in einem Grosskonzern nicht mehr viel weiter. Das Prinzip der Seniorität wird nur noch beim Staat wirklich gelebt.
 
  • #41
Ich bin etwas baff, wieviele der FS gleich Egoismus unterstellen und dass sie ihren Mann nachts "rausscheuche". Für mich liest sich das wie eine Vereinbarung, die sie mal getroffen haben und die auch für ihn ok ist. Vielleicht steht sie dafür auch am Wochenende früh auf, wenn die Kinder ab 6 Uhr herumtoben oder übernimmt im Urlaub den Löwenanteil, denn auch da muss man Kinder beaufsichtigen. Außerdem beschwert er sich ja nicht über diesen Punkt.

Die Anzahl der nächtlichen Störungen kennt hier auch niemand. Sicher schlafen auch Kinder in dem Alter evtl. nicht immer durch, aber es sind auch keine Säuglinge mehr, denen man nachts ein Fläschchen machen muss.

Ich habe mich damals nachts auch allein gekümmert, weil es mir weniger ausmachte und ging ebenfalls arbeiten. Das geht doch nicht 18 Jahre so.

Kaum übernimmt ein Vater mal seinen Anteil, bekommt die Mutter gleich Vorwürfe?
 
  • #42
Wie würde meine Oma sagen: wenn's dem Esel zu wohl ist...
Für dich läuft alles optimal und ich finde es auch gut, dass du ehrlich dazu stehst, gerne Zeit zu haben und nicht nur die Kinder "vorschiebst". Du kannst es dir leisten. Wunderbar. Warum auch nicht? Es ist deine Lebenszeit.
Er sollte sich mal klar werden, wieviel auch von seinem Geld in einer normalen Beziehung allein für die Miete oder Kredit abgehen würde. Du hast im Vergleich zu ihm offenbar den besseren Background und es lief für dich augescheinlich sehr glatt, ich vermute daher auch, dass ihr euch im Ungleichgewicht befindet und er dich doch gerne wieder im Hamsterrad Vollzeitjob sehen würde um mental etwas aufzuschließen. Denn es wäre viel logischer, mal von seiner bequemen 37StundenWoche runter zu kommen und sich um beruflichen Aufstieg und der damit verbundenen Mehrarbeit zu kümmern als von einer Mutter zweier kleiner Kinder das zu verlangen.
 
  • #43
Liebe Margarethe,

Ich habe das Gefühl, es geht nicht um Egoismus, oder Fairness.

Bei Euch ist irgendetwas anderes ungleichgewichtig.
Du bist zufrieden, für Dich ist alles gut.

Für Deinen Mann ebenso? Die Situation ist für ihn evtl. schwierig - Männer tun sich mit so einem Gefälle oft schwer.
Ich denke, die Frage nach den Aufstocken ist ein Platzhalter dir etwas ganz anderes.

Wenn Du Deine Ehe bewahren magst, solltet Ihr mal hinfühlen, und miteinander klären, was wirklich nicht passt.
Wo er sich unwohl fühlt.
Was für Dich nicht stimmig ist, denn wenn Du bei dieser Frage von Egoismus / fehlender Fairness redest und zweifelst, dann ist auch für Dich etwas unstimmig.

Fühlst Du Dich wahrgenommen, wert geschätzt, respektiert, Deine Arbeit wertgeschätzt? Fühlst Du Dich geliebt?
 
  • #44
Ich würde mir Gedanken machen, warum Neid in Eurer Beziehung eine so große Rolle spielt. Das solltet ihr thematisieren und versuchen Euch eine demütigere Sicht aufs Leben zuzulegen. Ihr habt alles: Gesundheit, beste Wohnsituation, Einander, gesunde Kinder, tolle Jobs und vergiftet Euch trotzdem das Dasein mit dem Neidthema.

Bei uns gibt es gar keine Debatte darüber, was "mein" oder "dein" ist. Ich finde es in einer Ehe selbstverständlich, dass gemeinsam gelebt und gewirtschaftet wird.

Was die Wohnung anbetrifft: Dein Mann hätte es wohl gerne, dass Du ihn ins Grundbuch aufnimmst. Das könntest Du erwägen. Oder: er nimmt die Sicht ein, dass die Wohnung ein schönes Erbe für seine Kinder sein wird. Diese Perspektive könnte ihm vielleicht auch das gallige Neidgefühl nehmen.

Es gibt auch noch andere Alternativen: Wenn ich eine 6-Zimmer-Whg in München hätte, dann hätte ich meinem Mann vorgeschlagen, dass wir sie 2-3 Jahre vermieten und die ersten Jahre mit Baby/Kleinkind irgendwo in Deutschland genießen, wo es günstiger ist und naturnah (sofern die Karriere dies zulässt, klar).
Ich will damit aufzeigen, ihr habt alle Freiheiten. Sogar diejenige mal ein paar Jahre aus dem Erwerbsleben auszusteigen. Wer kann das schon von sich behaupten.
 
  • #45
Ihr hattet BEIDE das richtige Händchen für den Beruf, den Mut und die Fähigkeit, eine Familie zu gründen und die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Ihr habt diese Bewährungsprobe sehr gut gemeistert und könnt BEIDE stolz aufeinander sein.

Werdet euch bewusst, dass dies nur gemeinsam so gut funktioniert hat.

Du hältst tagsüber den Laden am Laufen, kannst Zeit mit deinen Kindern verbringen, schaffst richtigerweise kleine Freiräume für dich. Die sind wichtig, damit du nicht zunehmend gestresst in einen Teufelskreis der Überforderung gerätst. Deshalb gehst du "nur" halbtags arbeiten.

Er leistet eine riesige Unterstützung, indem er nachts einspringt, obwohl er voll berufstätig ist.

Ich glaube zwischen den Zeilen zu lesen, dass er sich durch die Doppelbelastung gestresst fühlt, du das nicht anerkennen willst, weil du aus deiner Sicht mehr machst bezüglich Kinderbetreuung und Haushalt. Dieses "geschlaucht" sein und verhandeln über die Verteilung der "Rechte und Pflichten" ist sehr typisch für die Phase der Familiengründung. Passt beide auf, dass das dies nicht in offenes oder verdecktes Tauziehen oder lieblose Interaktionenen ausartet.

Vielleicht denkt er (und sagt es nicht): "Na mit ner Halbtagsstelle ist das doch locker zu schaffen." Du denkst und sagst sagst "Na mit seinem entspannten Bürojob hat er genügend Kapazität, nach Feierabend noch dies oder jenes zu reißen". So verwehrt ihr euch gegenseitig die Anerkennung und werdet unzufrieden.

Sag doch einfach als Erste mal richtig von Herzen "danke" zu deinem Mann. "Super, dass du nachts für die Kidis da bist. Ich wüsste nicht, wie ich das ohne dich schaffen würde. Und dann musst du noch am nächsten Tag arbeiten. Dafür hast du was gut." Frage ihn, was er sich wünscht, was er vermisst, unabhängig von deiner Wochenstundenzahl. Überlegt, wie ihr das, was er sich durch deine höhere Stundenzahl erhofft, auf andere Weise erreichen könnt.

Vielleicht möchte er tatsächlich mal ein bisschen Zeit für sich. Mal nach Hause kommen, ohne dass du und die Kinder da sind und schon warten, dass er mit ihnen spielt. Vielleicht will er wenigstens einen Tag, besser zwei nach der Arbeit auch mal zum Sport gehen oder einfach nur zu Hause in Ruhe was Lesen, am Computer machen oder Fernsehen. Mal ein Wochenende mit seinen Freunden wegfahren, so wie früher.

Sicher fällt es ihm dann leichter, deine Leistungen gleichermaßen anzuerkennen. Auf keinen Fall solltest du ohne finanzielle Not jetzt schon voll arbeiten gehen. Da ist die Gefahr groß, dass die Kinder, ihr als Paar oder euer eigenes Leben zu kurz kommen und was wichtiges auf der Strecke bleibt. Du kannst jedoch mit ihm absprechen, wann und wie du wieder ins volle Berufsleben einsteigen wirst und mit ihm überlegen, wie ihr dann Haushalt und Kinderbetreuung neu verteilt. Ein fester "Babysitter" für einen Abend in der Woche wäre vielleicht jetzt schon eine gute Idee.
 
  • #46
ich bin arbeiten gegangen, als mein Baby drei Monate alt war. Weil wir angeblich finanziell nicht klar kommen würden. Es hat mich innerlich zerrissen aber der Kindesvater wurde arbeitslos. Ich habe gedacht: Ich tue es für meine Familie!!! Dann hat sich herausgestellt, das ich es gar nicht hätte tun brauchen. Zwei kleine Kinder und mehr als 50% arbeiten ist schon sehr viel aber ich weiss, das es nicht anerkannt wird. Deine Kinder sind jetzt klein und nur jetzt. Die Zeit kann man nicht zurück holen. MIR wurde es nicht gedankt. Später sogar noch ganz unverschämt gegen mich verwendet.Kinder gehen vor. Ich finde es bedenklich das Dein Mann das will zumal ihr überhaupt keine finanziellen Probleme habt. Sei stark. Mache das, was für Deine Kinder und Dich gut ist. Sollte es irgendwann doch zur Trennung kommen muss er kaum für Dich und Deine Kinder aufkommen und es wird gegen Dich verwendet, das Du hochprozentig arbeiten gegangen bist. Ich hoffe für Dich das Ihr eine glückliche Familie bleibt... aber ich weiss, das es ganz anders kommen kann als man es sich nur erträumt.
 
  • #47
Fair? Ihr duelliert euch doch nicht, ihr seid eine Familie.

Worum geht es deinem Mann? Habt ihr zu wenig Geld? Möchte er seine Arbeitszeiten reduzieren um ebenfalls Zeit mit euren Kindern zu verbringen?

Wie wollt ihr Haushalt und Kinderbetreuung aufteilen, wenn er (im Verhältnis zu dir) weniger arbeitet?

Was hat das mit einem Duell zu tun?

Ich würde ehrlich gesagt gerne mal wissen was Menschen die Fairness in einer Familie (z.B. das BEIDE gleichviel für die Rechnungen aufbringen - außer, wie bei der FS, man hat ein anderes Arrangement - unabhängig vom Verdienst, da keiner der Partner was dafür kann das der andere mehr/weniger verdient...außer man hat es extra so eingerichtet z.B. wegen der Kinder!) für einen falschen Ansatz halten KAPUTT ist?

Ich finde es z.B. richtig das die FS mehr (bzw. so ziemlich alles!) im Haushalt macht wenn ihr Mann Vollzeit arbeitet und sie nur Teilzeit! (Vor allem da beide hier recht gut weg kommen: Er muss sich nicht um den Kleinkram kümmern, der wirklich nur noch nervt wenn man von einem Arbeitstag heim kommt, und sie hat je nachdem wie effizient sie ist einen Haufen Freizeit (im Ernst: Man muss nicht ständig putzen und sofern man es einigermaßen gut anstellt verbringt man auch nicht Stunden damit, genau so wenig wie mit dem Einkaufen und Kochen!))
 
  • #48
Ich würde ehrlich gesagt gerne mal wissen was Menschen die Fairness in einer Familie (z.B. das BEIDE gleichviel für die Rechnungen aufbringen - außer, wie bei der FS, man hat ein anderes Arrangement - unabhängig vom Verdienst, da keiner der Partner was dafür kann das der andere mehr/weniger verdient...außer man hat es extra so eingerichtet z.B. wegen der Kinder!) für einen falschen Ansatz halten KAPUTT ist?
In einer Familie sollten alle sich nach ihrer Leistungsfähigkeit einbringen. Manche Familienmitglieder sind noch kleine Kinder, manche sind alt oder krank oder haben andere Einschränkungen. Manchen fallen mache Arbeiten leicht und andere finden die selbe Arbeit schwer. Deshalb halte ich es nicht für angebracht jedem Familienmitglied die gleiche Anzahl von Arbeitsstunden oder Arbeitspaketen aufzuerlegen.

Du hast in deiner Aufzählung von Vollzeiterwerbsarbeit, Teilzeiterwerbsarbeit und Hausarbeit die Kinderbetreuung vergessen. Wer soll die deinem Gerechtigkeitsempfinden nach übernehmen?
 
  • #49
Wenn ich sehe wie meine Eltern (damals beide berufstätig) den Haushalt nebenbei geschmissen haben (jeweils zu ca. 50% - mein Vater machte Dinge wie die Steuer, Reparaturen am Haus, übernahm das Kochen, den Abwasch, kümmerte sich um die Autos etc. und meine Stiefmutter (obwohl sie eigentlich mehr machen hätte müssen, weil sie nur Teilzeit arbeitete!) hat gewaschen, gebügelt und geputzt), dann ist Haushalt nichts was extra erwähnt und speziell honoriert werden muss meiner Meinung nach!

Kinderbetreuung? Das ist ziemlich kurzzeitig (!) - ab dem Schulalter brauchen Kinder wirklich keine Aufsichtsperson mehr, solange man ihnen beigebracht hat auf sich selbst aufzupassen (ich selbst kam jahrelang mittags kurz nach Hause (und das seit ich 11 war) weil ich nicht in der Schule essen wollte (ich hatte Glück das die Schule - so sehr ich sie anderweitig gehasst habe (ich wurde u.a. gemobbt und keinen hat es wirklich interessiert und meine Eltern rannten gegen Wände - und den Mut die Schule zu verklagen hatten sie, leider, nicht!) - im Ort war und ich so heimfahren konnte...ich habe mir mein Essen warm gemacht und hatte dafür zu sorgen das ich rechtzeitig für den Nachmittagsunterricht wieder in der Schule war!) deshalb fällt das auch nur kurz ins Gewicht (sollte dann aber schon honoriert werden, da Kinder doch anstrengend sind...aber wenn man das honoriert, so sollte nachdem die Kinder keine wirkliche Betreuung mehr brauchen wieder zum alten Zustand (50/50) zurückkehren, was leider meist nicht geschieht...kenne genug Beispiele aus der Verwandtschaft bzw. aus meinem Bekanntenkreis wo das nicht so ist! Da wird der Mann ganz schön ausgenutzt für etwas das nicht mehr wirklich sein muss bzw. schon lange nicht mehr so gegeben ist (Betreuung für einen normalen 12 jährigen? Sorry, aber der kommt allein gut klar und ist sowieso oft mit Freunden unterwegs bzw. nicht zuhause bzw. geht Hobbies (z.B. in Vereinen) nach etc. und ist FROH wenn Mama oder Papa nicht um ihn herum "schweben" wie eine Drohne auf Abruf! Helikopter-Eltern sind schlimm und keiner braucht diese!)

Ja, Krankheit/Altern sind ein Grund gegen 50/50 und ich habe nie gesagt das ich Kinder einrechne (ich gehe sogar so weit zu sagen: Kinder sollten im Haushalt NICHTS machen müssen! Wieso? Weil die Eltern das alles auch OHNE KINDER machen müssten (sicher es gäbe ein wenig weniger Wäsche und Geschirr, aber alles in allem kämen sie genauso weg wie mit Kindern!) - Was allerdings nicht heißt das man seinen Kindern das alles nicht beibringen sollte (u.a. das Kochen, Bügeln, Putzen etc. das sollten Kinder können, auch wenn sie es nicht regelmäßig machen müssen!)
 
  • #50
Na eigentlich wollte man doch ZUSAMMEN eine Familie und Kinder... Erziehung, Sorgen Probleme Glücklich sein und Krankheit, Armut, gute Zeiten schlechte Zeiten und das Alter zusammen leben?...! Eine Hausfrau hat mit auch nur einem Kind/Kleinkind VOR ALLEM einen !Managerjob!. Kinder brauchen Struktur, Ordnung ZUWENDUNG Liebe Erziehung, Unternehmungen Förderung, gutes Essen... UND SAUBERKEIT! Hinzu und kommt dann vielleicht noch ein Teilzeitjob der zuständigen Person im Haushalt dazu- ist das für MICH jedenfalls nicht viel Freizeit was da anfällt. Ich weiss nicht, ob diese Person, die das hier geschrieben hat, Kinder hat- finde ich es dafür ein wenig platt formuliert. Es ist eine grosse Verantwortung, Kinder gross zu ziehen. Denn sie sind ja keine Katzen, die man eigenständig "laufen" lässt. Es zeigt mir ein Mangel an Respekt, den jede Hausfrau verdient. Und das nicht zu knapp.
 
  • #51
Liebe FS,

kann es sein das Dein Mann unzufrieden mit der Gesamtsituation ist? Sich abhängig und minderwertig fühlt. Auch wenn nur symbolisch, ich wollte keine "Schulden" bei meiner Frau / Partnerin haben.

Auch das Bewusstsein, im Falle einer Scheidung "nichts" oder wesentlich weniger zu haben hilft ihm nicht wirklich. Zudem spiegeln Deine Zeilen bzw. Deine Ausdrucksweise schon wieder, dass Du Dir Deiner Stellung bewusst bist. Lässt Du ihn dies genauso spüren wie Du es hier im Forum schreibst? Bei Dir ist alles super gelaufen. Deiner Eltern haben alles richtig gemacht und Dich in früher Kindheit sehr gut abgesichert.

Bei ihm hingegen, lief es wohl ein wenig holpriger. Ich vermisse in Deinen Zeilen so ein bisschen das wir! Ich habe die Wohnung, ich möchte meine sozialen Kontakte pflegen, mein Gehalt ist so ok, für die 20 Stunden, er steht nachts auf, ich wäre tot am nächsten morgen etc.
Deine Kinder brauchen auch nachts die Mama, aber das kann ja dann er zu seinem 37 Std. Job noch machen. Auch wenn es auf den ersten Blick nach einer guten Balance aussieht, sehe ich ein gewisses Missverhältnis zwischen Euch. Ob Du dies nun ausgleichen musst, lassen wir mal so im Raum stehen.

Ich denke Ihr habt ein Luxusproblem. Auch wenn sich das jetzt niedlich anhört, solltet Ihr an Eurer Situation arbeiten, so das beide zufrieden und ausgeglichen sind. Und wenn ich das ganz richtig gelesen habe, wäre es Dir noch nicht mal recht, wenn er weniger arbeitet und mehr Haushalt macht und Du dafür aufstockst, weil Dich dies aus Deiner Komfortzone drängen würde.

Deswegen rede mit Deinem Mann und plant zusammen. Ohne Dünkel oder ähnlichem. Weil ansonsten redet er dann vielleicht mit jemand anderem.
 
  • #52
Ich glaube, dass dein Mann unzufrieden ist. Du machst auf mich den Eindruck, als wärst du mit dir im Reinen. Ich finde eure Aufteilung nicht ungerecht. Du bringst ein halbes Gehalt und die Wohnung mit ein. Und mit 2 und 4 schlafen die Kinder wohl durch so das er nicht jede Nacht mehrmals raus muss. Zumindest haben meine mit 3 Monaten durchgeschlafen. Ihr habt doch bestimmt vor den Kindern darüber geredet, wie es laufen soll. Ich würde an deinem Leben nur dann etwas ändern, wenn ihr etwas anderes vereinbart hattet.
 
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