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Gast

  • #1

Ist Verhütung Frauen- oder Männersache ?

 
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Gast

  • #2
Beide müssen sich darum kümmern. Auf längere Sicht gesehen macht das dann zwar schon die Frau, aber ich finde, dass es beispielsweise auch beide bezahlen sollten, wenn es um eine ernsthafte Beziehung geht.
 
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Gast

  • #3
Selbstverständlich ist das Sache von beiden. Praktisch wird es aber darauf hinauslaufen, daß die Frau da den aktiven Part übernehmen muß. Für sie gibt es immerhin eine Reihe mehr oder weniger gut funktionierender Mittel und Wege, wärend der Mann selbst immer nur aufs Kondom zurückgreifen kann. Und ich habe noch keine Partnerschaft erlebt, die langfristig auf Kondome gesetzt hat.
 
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Jürgen

  • #4
Oh... da war jemand schneller als ich ;-)

Ich meine die Verhütung ist sowohl eine Männer- als auch eine Frauensache. Außer den Kondomen, die ich auch nicht besonders mag, selbst wenn sie zärtlich mit dem Mund "aufgezogen" werden, gibt es ja zudem noch die Möglichkeit zur Sterilisation beim Mann, die um einiges komplikationsärmer und schneller gemacht werden kann (20 min im OP), als die Sterilisation bei der Frau.
Was den Stand der Hormonpräparate für den Mann der die Partnerin vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen soll betrifft bin ich nicht aktuell informiert. Meine, nein... damals unsere Entscheidung ist leicht gefallen da wir und insbesondere auch ich für mich selbst entschlossen war keine Kinder mehr zu wollen.
 
  • #5
also die kosten übernehme ich da gerne, die wahl der methode hat natürlich die frau, sie ist es ja die das "risiko" trägt.
 
  • #6
So, als Fau darf ich mich ja offen äußern! :))

Natürlich ist Verhütung in erster Linie Frauensache: Erstens weil ich es ja wäre, die schwanger wird und da verlasse ich mich ungern auf andere. Zweitens weil es fast ausschließlich sichere Methoden für die Frau gibt. Der Mann hat ja gar keine Wahl. Wenn man prinzipiell noch Kinder möchte, kommt ja Sterilisation nicht in Frage und Kondome sind zu unsicher (außer gegen Krankheiten bei unbekannten Partnern natürlich).

Eine Frau, die sich n icht um Verhütung kümmert oder erst wenn es soweit ist und damit eigentlich zu spät, ist schön blöde. Auf so etwas kann sich ja jede erwachsene Frau rechtzeitig vorbereiten! Schon zur eigenen Sicherheit und um die Romantik im Fall der Fälle nicht völlig zu ruinieren.

ABER natürlich erwarte ich von jedem Mann, dass er zumindest danach fragt und auch selbst Interesse an Verhütung hat. Und dass er sich auskennt. Für Ignoranz habe ich nun gar kein Verständnis.
 
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  • #7
Schade, daß sich bisher kein Mann gegen die Pille für die Frau äußerte ... eine Frau
 
  • #8
#6 habe ich schon an drei stellen getan, deshalb sogar ein topic eröffnet wie frauen verhüten können ohne pille ohne den mann das kondom aufzuzwingen
 
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  • #9
@#3: Also eine Vasektomie würde für mich nie in Frage kommen. Das käme meiner Meinung nach einer Kastration gleich. Für mich als Mann ist die grundsätzliche Zeugungsfähigkeit ein elementarer Bestandteil der Männlichkeit und völlig indiskutabel.

@Frederika: Mir ist schon öfter aufgefallen, daß du Kondome als "unsicher außer gegen Krankheiten" bezeichnest. Die Aussage ist so doch unsinnig, weil Kondome genau gleich gut gegen Schwangerschaft wie gegen Krankheiten schützen. Entweder es ist dicht oder eben nicht. Ohne jetzt die Wirksamkeit an sich diskutieren zu wollen: Entweder es schützt vor Schwangerschaft UND vor Krankheiten oder es schützt gegen beides nicht.

@#6: Warum sollte sich ein Mann dagegen äußern? Für den Mann ist das meiner Meinung nach die einfachste und sicherste Methode überhaupt. Thomas hat zwar schon anderweitig geschrieben, daß sich für ihn die Frauen dadurch zu sehr verändern, aber ich selbst konnte noch keine Unterschiede feststellen und kenne persönlich auch keinen Mann, der damit irgendwelche Probleme gehabt hätte.
 
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  • #10
@#8: Ja, das mit den Kondomen kann ich gerne erklären! Du hast natürlich prinzipiell recht, die Wirksamkeit eines Mittels ist nicht vom Zweck abhängig! :) Das wäre ja noch was...

Die Wirksamkeit von Kondomen ist begrenzt und das Risiko des Versagens gegeben. Bezogen auf die Verhütungssicherheit ist mir dieses Risiko viel zu hoch (Pearl-Index etwa 7-14 je nach Studie, d.h. es werden glatt 10 von 100 Frauen in ersten Jahr schwanger, die nur Kondome zur Verhütung nutzen). Das bezieht sich also auf ein Jahr lang normal häufigen Sex. Viel zu unsicher, Kondome sind kein geeignetes Mittel zur Langzeitverhütung, schon gar nicht für zusammenlebende Paare (siehe unten).

Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion ist insbesondere dadurch geringer, daß zwar fast alle Partner ZEUGUNGSFÄHIG sind, nicht aber alle Partner wirklich INFIZIERT sind! Würde man nur mit Infizierten Sex haben, dann wäre das Risiko sicherlich identisch, dem ist ja aber faktisch nicht so! Versagt also das Kondom, ist die Gefahr eine Schwangerschaft hoch, die Gefahr eine Infektion aber noch bedingend einer vorhandenen Infektionsquelle und selbst dann ist die Ansteckungsgefahr noch abhängig von der speziellen Krankheit und z.B. davon ob sie durch nur Schleimhautkontakt, Blutkontakt oder bereits durch kleine Mengen Sperma übertragen werden kann. Wenn man dann noch davon ausgeht, daß zumindest der normale Durchschnittsbürger wie ich nicht gerade Hochrisikokontakte mit Minderheiten oder promiske ONS-Partner anstrebt, sondern eine auf mögliche Lebenspartner beschränkte Auswahl von Sexualpartnern hat, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion noch viel weiter; die einer Schwangerschaft dagegen aber gar nicht!

Hier jetzt noch die "siehe unten" Anmerkung zur Langzeitverhütung mit Kondomen: Studien zeigen, daß im allgemeinen nicht das Kondom selbst versagt ("Methodensicherheit"), sondern bei der Anwendung gepatzt wird ("Anwendungssicherheit"), indem die beiden hinterher noch innig kuscheln und selbst mit postkoital gewaschenen Penis noch nachträglich Sperma austritt und übertragbar ist. Je vertrauter die beiden sind, desto eher ist man auch mal nachlässig mit befleckten Händen, Decken und Laken, dem kontaminationsfreien Anlegen eines zweiten Kondoms bei der Fortsetzung und so weiter. Während sich solche Effekte vielleicht beim ersten Mal mit einem neuen Partner noch sehr streng handhaben lassen, zeigt einfach die Praxis, dass dies in einer Beziehung nicht mehr durchgehend der Fall ist.

Abschließend sei erwähnt, daß auch Infektionen im Regelfall nicht durch "platzende Kondome" (was wirklich selten ist!) passieren, sondern dadurch, daß die Frau zum Beispiel beim Vorspiel den ungeschützten Penis anfaßt oder beim Anlegen des Kondoms hilft und danach sich selbst berührt. Durch solche Dusseligkeiten können z.B. Feigwarzen leicht übertragen werden, da hier die Infektion durch Hautkontakt und nicht über Körperflüssigkeiten stattfindet! Auch Herpes genitalis kann kontaktübertragen werden, also lange bevor Körperflüssigkeiten im Spiel sind.
 
  • #11
#9 von mir. Sorry.

@#6: Warum sollte sich ein Mann gegen die Pille für die Frau äußern? Verstehe ich das jetzt nicht? Neben der Spirale ist die Pille das einzig wirklich sichere und auch praktikable Verhütungsmittel und ca. 15 Millionen Frauen in Deutschland kommen damit gut zurecht. Für die meisten steht die Verhütungssicherheit im Vordergrund und da ist die Pille einfach sehr gut. Ich denke, wenn eine Frau damit zurecht kommt, muß sich doch ihr Partner nicht irgendwie schlecht fühlen, oder? Ganz im Gegenteil, er wird glücklich sein, daß sie sicher verhütet und ein entspanntes und befriedigendes Sexualleben möglich wird.
 
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  • #12
Danke, Frederika. Diesen Punkt hatte ich so noch garnicht gesehn. :)
 
  • #13
Noch ein Nachtrag: Kondome mit ganz neuen Partnern sind auch deshalb für eine Frau recht angenehm, weil man eben das Sperma nicht im Körper hat und stundenlang "herumkleckert". Männer waschen sich und gut ist, für Frauen ist das schon noch ein Stückchen intimer!

Während mir die Annahme des Spermas bei Langzeitpartnern nicht unangenehm ist, sondern eher ein sehr inniges Gefühl der Vertrautheit und Hingabe erzeugt und irgendwie auch zu richtigem Geschlechtsverkehr dazugehört, ist das Gefühl bei neuen Partnern schon so ein wenig zweischneidig. Je länger man mit dem ersten Mal wartet und je vertrauter und sicherer man sich mit dem neuen Partner fühlt, desto eher kann man auf ein Kondom verzichten und desto besser kann man auch die Gefahren realistisch einschätzen.
 
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  • #14
Gute Verhütung gibt es nur für die Frau. Also ist es Frauensache.

Ich würde mich freuen, wenn es ebenso sichere und bequeme Sachen für den Mann gäbe. Ist immer Gefahr, dass man ein Kind untergeschoben kriegt. Leider!
 
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  • #15
Hat jemand noch Tips, wie man mit dem "Herumkleckern" gut umgeht?
 
  • #16
#14 naja ich sag dir mal eines der detail mit denen mich "gute freundinen" beglücken. Sie drückt es durch muskelkontraktion heraus abwischen und fertig. frag mich nicht wie *g* für mehr details war ich damals nicht bereit und habe nicht nachgefragt.