• #1

Ist Verlustangst angeboren?

Ich habe als Anastasia von Dreiern geschrieben und würde das Forum gerne fragen, ob Verlustangst angeboren ist. Ich habe 2 Freundinnen von den Dreiern meines Ex-Freundes (wir haben uns getrennt auf meinen alleinigen Entscheid, da ich zur Zeit viel zu tun habe ich meine Themen anschauen möchte, das hat mit diesem Thema 0 zu tun!) erzählt. Auf jeden Fall haben sie dann gesagt: "Ah ja liebst du ihn wirklich? Wie kannst du ihn nur teilen? Hast du nicht Angst dass die andere Frau besser ist?" Am laufenden Band kamen fast nur Vorwürfe, à la wenn man jemanden richtig liebt hat man dieses Verlangen erst gar nicht etc. etc. Ich finde Frauen sexuell gesehen nun mal auch attraktiv! Ich verstehe es null wie man so toleranzlos reagieren kann. Ich vermute ganz stark, dass bei vielen Leuten eine ganz grosse Verlustangst dahinter steckt. Wenn man sich des eigenen Wertes bewusst ist, warum sollte dann eine andere Frau bei der man gemeinsam (!) was macht, besser, schöner oder was auch immer sein? Sie ist anders, aber sicher niemals besser.

Ich weiss dass wieder auf mich eingedroschen wird, aber diese Kommentare werde ich grösstenteils ignorieren. Ich möchte gerne diskutieren ob Verlustangst dahinter steckt und falls ja, ob diese menschlich angeboren ist.

Danke für einen respektvollen Umgang.
 
  • #2
Ich möchte gerne diskutieren ob Verlustangst dahinter steckt und falls ja, ob diese menschlich angeboren ist.
Das Thema hast du doch hier schon rauf und runter diskutiert.
Jeder kann in seinem Sexleben machen, was er will, solange es keinem schadet. Also sag deinen Freundinnen, dass das deine Sache ist und sie ihre Meinung haben und du deine.
Angeboren ist - zum 100ten Mal - nicht Verlustangst, sondern Eifersucht, und das hat gute Gründe in der Weitergabe der Gene. Es geht eben darum, sich fortzupflanzen und da sind viele andere Partner hinderlich; Mann weiß nicht, ist das Kind seins; Frau weiß nicht, wird der Partner mir beim Kind helfen oder der anderen. Das sind Instinkte, die gibt es im Tierreich und die bekommt man nicht mal eben raus. Bei allen unterschiedlich stark ausgeprägt; logisch. Aber eben sogar die Hippie-Kommunen sind oft genug daran gescheitert trotz hoher Ziele.
Verlustangst ist was anderes und hat mit deinen Freundinnen wenig zu tun; denn deren Sicht ist ja nicht irrational und keine Phobie. Nur anders als deine.
Ich hab auch kein Interesse an Dreiern.
W, 38
 
  • #3
Ob Verlustangst angeboren ist? Ich habe irgendwo gelesen, dass es Gene gibt, die inaktiv sind und nur durch bestimmte Erfahrungen und Erlebnisse und in bestimmten Umwelt aktiviert werden. Ich denke Angst gehört zu dieser Kategorie.
 
  • #4
Wir sind ein Produkt der Evolution (auch wenn das einige Feminist*innen und Genderaktivist*innen nicht akzeptieren wollen). Wenn eine Frau in der Steinzeit vom Vater ihrer Kinder für eine andere Frau verlassen oder nur schon vernachlässigt wurde, weil er eine andere lieber mochte, dann sanken ihre Überlebenschancen und natürlich die ihrer Kinder. Das ist heute ja nicht wesentlich anders. Als Alleinerziehende hat es frau i.d.R schwerer als wenn der Vater sich aktiv am Geldverdienen und der Kinderbetreuung beteiligt.
 
  • #5
Wir sind ein Produkt der Evolution (auch wenn das einige Feminist*innen und Genderaktivist*innen nicht akzeptieren wollen). Wenn eine Frau in der Steinzeit vom Vater ihrer Kinder für eine andere Frau verlassen oder nur schon vernachlässigt wurde, weil er eine andere lieber mochte, dann sanken ihre Überlebenschancen und natürlich die ihrer Kinder. Das ist heute ja nicht wesentlich anders. Als Alleinerziehende hat es frau i.d.R schwerer als wenn der Vater sich aktiv am Geldverdienen und der Kinderbetreuung beteiligt.
Sprichst Du aus eigener Erfahrung oder woher kommen deine Erkenntnisse?
Erstens bezweifle ich, dass es in der Steinzeit sowas wie Ehe, Vaterschaft etc. pp. gab und zweitens haben fast alle getrennte Paare immer noch einen guten Kontakt zueinander oder die Großeltern sind da und helfen oder es gibt neue Partner, die die Aufgaben übernehmen.
Abgesehen davon, was hat das Ganze mit Dreier und Verlustangst zu tun. Die FS ist erst 25 und hat weder einen Mann noch Kinder.
 
  • #6
Sprichst Du aus eigener Erfahrung oder woher kommen deine Erkenntnisse?
Das sind im Grunde bei allen Säugetieren, die sich länger um Junge kümmern, genetisch verankerte Verhaltensweisen, sogar bei vielen Vögeln vorhanden. Und das lässt sich durch Kultur nicht mal eben völlig verändern, wie andere Dinge auch (Lust auf Zucker oder Egoismus oder oder).
Ist nur wie bei allem unterschiedlich stark ausgeprägt bei Individuen und kann befeuert oder etwas entschärft werden durch soziale Normen.
 
  • #7
Am laufenden Band kamen fast nur Vorwürfe, à la wenn man jemanden richtig liebt hat man dieses Verlangen erst gar nicht etc. etc.
Eben und wie so oft kann niemand außer Dir kann erkennen, was Deine Schilderung mit "angeborenen Verlustängsten" (gibt es garnicht) zu tun haben soll.

Vorwürfe sind was anderes als Ängste. Manchmal können Ängste dahinter stecken. Indem was Du schilderst zeigen sich bloss unterschiedliche Werte.

Ich habe irgendwo gelesen, dass es Gene gibt, die inaktiv sind
Angst ist ein Gefühl und das liegt nicht in den Genen. Angst entsteht aufgrund von Reizen und deren Verarbeitung.

Wenn eine Frau in der Steinzeit vom Vater ihrer Kinder für eine andere Frau verlassen oder nur schon vernachlässigt wurde, weil er eine andere lieber mochte, dann sanken ihre Überlebenschancen
Na, da weißt Du aber viel Falsches über die Steinzeit. Da wusste man noch nichtmal, was Vaterschaft ist, Paare gab es auch nicht und die Kinder wurden von der Gruppe beschützt.
 
  • #8
Wir sind ein Produkt der Evolution (auch wenn das einige Feminist*innen und Genderaktivist*innen nicht akzeptieren wollen). Wenn eine Frau in der Steinzeit vom Vater ihrer Kinder für eine andere Frau verlassen oder nur schon vernachlässigt wurde, weil er eine andere lieber mochte, dann sanken ihre Überlebenschancen und natürlich die ihrer Kinder. Das ist heute ja nicht wesentlich anders. Als Alleinerziehende hat es frau i.d.R schwerer als wenn der Vater sich aktiv am Geldverdienen und der Kinderbetreuung beteiligt.
Nur dass sich die patriarchalische Ansicht über die Frühzeit momentan komplett wandelt. Upps, reingefallen. Das sagt jetzt leider viel über dich. Tut mir leid.
 
  • #9
Nur dass sich die patriarchalische Ansicht über die Frühzeit momentan komplett wandelt. Upps, reingefallen. Das sagt jetzt leider viel über dich. Tut mir leid.
Das hat ja mit patriarchalisch nichts zu tun. Auch Männer sind eifersüchtig, aus ebenfalls biologisch logischen Gründen.
Mich würde auch mal interessieren, @Meltan , ob dein Ex denn auch einen Dreier mit einem anderen Mann gewollt hätte? Oder trotz aller Offenheit dann doch nicht? Nach meiner Erfahrung ist das häufig der Fall, dass Männer DAS dann doch eher nicht wollen. Klar, auf eine andere Frau müssen ja nicht sie eifersüchtig sein, sondern wenn die Freundin; bei einem anderen Mann sieht die Konkurrenzsituation ja wieder anders aus.
 
  • #10
Das sind im Grunde bei allen Säugetieren, die sich länger um Junge kümmern, genetisch verankerte Verhaltensweisen, sogar bei vielen Vögeln vorhanden.
Hm, ich weiß zwar nicht was du genau meinst aber die Säugetiere sind in der Regel polygyn. Säugetiere leben in Rudel und die Babys werden in der Gruppe betreut. Vögel sind zwar auch Wirbeltiere haben aber in der Regel ein anderes Paarungsverhalten. Vögel und Säugetiere kann man in der Hinsicht nicht miteinander vergleichen.
Homosapien sind Säugetiere und deshalb sind nicht mit Vögel vergleichbar.
Das Paarungsverhalten der Homosapien in der Steinzeit (ca. vor 2,4 Miilionen Jahren bis vor 7000 Jahren) ist vermutlich ähnlich wie andere Säugetiere gewesen. Von daher ist es auch unwahrscheinlich, dass die Frauen Angst hatten ihre Männer zu verlieren. Ich denke es gab damals dieses Paarungsmodel Papa hat einen 9-5 Job und Mutti sitzt mit den Kindern zuhause gar nicht. In der Steinzeit lebten Menschen Polygam und in der Gruppe. Das hat sie genetisch und auch Nahrungstechnisch ihren Existenz beschützt und Frauen und Kinder haben auch gearbeitet. Angst gab es zwar aber sicherlich nicht vor Untreue des Mannes, sondern Angst vor Schlangen oder Spinnen und Ähnliches und deshalb haben heute auch viele Angst vor Spinnen, obwohl es in Europa gar keine giftige Spinnen gibt.
@Vikky, es gibt angeborene Angstgefühle.
 
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  • #11
Korrekt, bezogen auf die von Dir genannten Phobien (Gefahr erkennen), nicht aber die im Eigangspost thematisierte angeborene Verlustangst. Das ist eine soziale Angst, die nur im Kontext sozialer Interaktionen entstehen kann.

Erstens bezweifle ich, dass es in der Steinzeit sowas wie Ehe, Vaterschaft etc. pp. gab
Selbstverständlich gab es Vaterschaft - nur kein Wissen darum, dass es einen Zusammenhang zwischen Kopulation und Geburt besteht, also auch keinen Vaterschaftsbegriff bei Männern 9 Monate später.
 
  • #12
Ich denke es gab damals dieses Paarungsmodel Papa hat einen 9-5 Job und Mutti sitzt mit den Kindern zuhause gar nicht. In der Steinzeit lebten Menschen Polygam und in der Gruppe
Über die Steinzeit weiß man im Endeffekt recht wenig. Aber in Gruppen bei Säugetieren gibt es eine Rangordnung bei der Fortpflanzung; bei Erdmännchen nach Weibchen, bei vielen Affen nach Männchen. Da darf auch nicht jeder mit jedem; das ist meist genau geregelt. Außerhalb der sehr strengen regulierten Gruppen schon gar nicht. Eifersucht ist einfach instinktiv vorhanden.
„The origins of jealousy and the evolutionary significance of the emotion are difficult to parse, especially in humans. But new analysis of jealousy among primates has offered scientists fresh insights into the neurobiology behind the powerful emotion.“
https://www.upi.com/Science_News/20...tween-of-jealousy-and-monogamy/6571508440513/

Aber klar ist das nicht bei jedem Menschen gleich; und in sehr restriktiven Kulturen ist dann eben schon ein Blick der Auslöser für Eifersucht. Lebt eine meist auch genetisch eng verwandte Gruppe eng zusammen, ist Eifersucht sicher weniger, da man ja beim Aufziehen zB der Neffen und Nichten auch anteilig seine Gene weitergibt, das hat evolutionär Vorteile, weshalb eben Familienverbände oft zusammen leben und sich unterstützen. Wahrscheinlich in der Steinzeit ähnlich; und geschlechtsreife Männchen suchen sich eben dann meist eine neue Gruppe zusammen und verlassen die alte. (Sonst Gefahr der Inzucht)
Daher meine ich, das spielt dann beides zusammen. Und kann ja auch gern jeder so machen wie er möchte. Es ist nur einfach gedacht, zu sagen „Eifersucht gab es früher nicht“ oder so, das ist einfach wissenschaftlich nicht haltbar.
 
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  • #13
Verlustangst resultiert meist aus einer Urerfahrung des hilflosen Säuglings, die Erfahrung, dass keiner da ist.
Deswegen war die Schwarze Pädagogik so fatal, man lässt ein Baby schreien, das sei gut für die Lungen.
Ein Baby kann nicht anders kommunizieren.
Verlustangst, das Gegenstück ist Urvertrauen, wer ein stabiles Urvertrauen hat, leidet nicht unter Verlustängsten.
Ausnahmen sind traumatische Erlebnisse, wo man einen geliebten Menschen verloren hat.
 
  • #14
nicht aber die im Eigangspost thematisierte angeborene Verlustangst.
Auch Verlustangst kann angeboren sein, zum Beispiel bei Säuglinge. Es kann aber auch anerzogen sein.
@Max-i-mum hat es richtig angemerkt.
Ob die Situation in Eingangspost angeborene Verlustangst ist, weiß ich nicht. Ich würde es gar nicht unter Verlustangst kategorisieren. Eher würde ich die Diskussion unter unterschiedlichen Vorlieben bei Paarung unterordnen.
@mokuyobi, Danke für den Artikel. Werde ich lesen 😊.
 
  • #15
Verlustangst resultiert meist aus einer Urerfahrung des hilflosen Säuglings, die Erfahrung, dass keiner da ist.
Zb. Klar kann auch der Säugling schon Verlustangst entwickeln, wenn die Versorger und Beschützer nicht da sind.
Ob das nun angeboren ist oder nicht.

Das sind im Grunde bei allen Säugetieren, die sich länger um Junge kümmern, genetisch verankerte Verhaltensweisen, sogar bei vielen Vögeln vorhanden.
Also bei Katzen- ich rede jetzt nicht von Löwen, schon mal nicht.
Da bekommt die Katzenmutter die Jungen an einem verborgenen Ort und Väter sowie andere Katzen haben da erstmal nichts zu suchen.
Nächstes Jahr gibts dann nen anderen Kater.
Bei den Bonobos gehts wild durcheinander, Sexualität ist Teil eines sozialen Verhaltens, dass nicht nur der Fortpflanzung dient.
Bei den Vögeln gibt es teilweise diese Paarbindungen zb.
Die Tierwelt ist da doch sehr divers unterwegs.
 
  • #16
ganz stark, dass bei vielen Leuten eine ganz grosse Verlustangst dahinter steckt. Wenn man sich des eigenen Wertes bewusst ist, warum sollte dann eine andere Frau bei der man gemeinsam (!) was macht, besser, schöner oder was auch immer sein? Sie ist anders, aber sicher niemals besser.
Du hast doch ewig diskutiert, wie du das für dich sicherer machen kannst, dass dein Freund nicht mit der zweiten Dame hintenrum fremdgeht...das hätte dir nicht gefallen.

Ansonsten liest du dich jetzt hier sehr kühl, gut du kannst Sex und Gefühlte gut trennen und das können viele eben nicht.
 
  • #17
Zb. Klar kann auch der Säugling schon Verlustangst entwickeln, wenn die Versorger und Beschützer nicht da sind.
Ob das nun angeboren ist oder nicht.


Also bei Katzen- ich rede jetzt nicht von Löwen, schon mal nicht.
Da bekommt die Katzenmutter die Jungen an einem verborgenen Ort und Väter sowie andere Katzen haben da erstmal nichts zu suchen.
Nächstes Jahr gibts dann nen anderen Kater.
Bei den Bonobos gehts wild durcheinander, Sexualität ist Teil eines sozialen Verhaltens, dass nicht nur der Fortpflanzung dient.
Bei den Vögeln gibt es teilweise diese Paarbindungen zb.
Die Tierwelt ist da doch sehr divers unterwegs.
Katzen leben nicht in Gruppen und lassen sich nur decken. Da gibt es aber natürlich Eifersucht in dem Moment, in dem zwei Kater um die Katze streiten; danach ist ja das Werk vollbracht und es kann ihnen egal sein, beide haben, was sie wollten; das Weibchen braucht ja keine Hilfe bei der Aufzucht, was beim Menschen anders ist. Ich dachte das wär logisch. Gilt wie ich schrieb wenn es um gemeinsame Aufzucht geht; zB auch bei Meisen so: da investiert das Männchen in Nestbau und dann Füttern und will daher sicher gehen, dass dieses Investment nicht umsonst ist; das Weibchen dagegen ist auf mithilfe bei der Aufzucht angewiesen, Männchen versorgen beim beobachteten Fehltritt der Weibchen dann die Jungen nachweislich nicht so gut. Bonobos sind ein Sonderfall, da diese Sex als Mittel gegen Aggressionen nutzen; es gibt aber auch bei ihnen Eifersucht, wenn sich zB zwei Männchen mit einem Weibchen paaren wollen.
 
  • #18
gibt aber auch bei ihnen Eifersucht, wenn sich zB zwei Männchen mit einem Weibchen
Es gibt auch so Eifersucht unter Menschen, ganz ohne Fortpflanzungs- und Paarungsgedanken.
Wenn irgendjemand glaubt, jemand wird bevorteilt usw.
Kampf um Ressourcen, ist meins, gehört...usw .

Das sind im Grunde bei allen Säugetieren, die sich länger um Junge kümm
Ich bezog mich darauf darauf.
 
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  • #19
Es gibt auch so Eifersucht unter Menschen, ganz ohne Fortpflanzungs- und Paarungsgedanken.
Wenn irgendjemand glaubt, jemand wird bevorteilt usw.
Kamof um Ressourcen, ist meins, gehört...usw .


Ich bezog mich darauf darauf.
Klar, weil es immer um Vorteile geht; das ist bei Fortpflanzung ja auch nur eine andere Variante.
Ja, hätte ich Klarer schreiben sollen; aber das ergibt sich ja eigentlich von selber. Wozu soll man eifersüchtig sein, wenn der andere gar nicht vorhanden ist? Wie bei Katzen nach der Paarung. Ist ja unlogisch.
 
  • #20
Ich finde Frauen sexuell gesehen nun mal auch attraktiv! Ich verstehe es null wie man so toleranzlos reagieren kann.

Du bist also zumindest so halb bi.
Und dann wunderst du dich, dass Frauen, die nicht auf Frauen stehen, die Vorstellung eines FFM-Dreiers mit ihrem Freund zusammen nicht toll finden?
Das hat nichts mit Verlustangst zu tun, sondern mit Unbehagen. Ich will nicht mit einer Frau ins Bett, ich steh schon ganz auf Männer. Zwei Männer wiederum wären vielleicht ganz nett ... :p Rein theoretisch zumindest.
 
  • #21
Wozu soll man eifersüchtig sein, wenn der andere gar nicht vorhanden ist?

Wie bei Katzen nach der Paarung. Ist ja unlogisch.
Ist eben nicht insofern unlogisch, weil nicht alle Säugetiere gleich ticken.
Und gerade bei den Affen bilden sich kaum monogame Paare, sondern da ist eben Gruppenvög...angesagt.
Bei den Java Affen kommt das Männchen zum Zug welches Fellpflege beim Weibchen betreibt...
Das war ja hier die These- Menschen sind monogam und eifersüchtig, wenn sich ein zweites Männchen oder Weibchen nähert, weil die Säugetiere eben auch grösstenteil " treu" sind oder sich an strenge Rangordnungen halten.
Daher ist Eifersucht biologisch begründet und damit gerechtfertigt.
 
  • #22
Ist eben nicht insofern unlogisch, weil nicht alle Säugetiere gleich ticken.
Und gerade bei den Affen bilden sich kaum monogame Paare, sondern da ist eben Gruppenvög...angesagt.
Bei den Java Affen kommt das Männchen zum Zug welches Fellpflege beim Weibchen betreibt...
Das war ja hier die These- Menschen sind monogam und eifersüchtig, wenn sich ein zweites Männchen oder Weibchen nähert, weil die Säugetiere eben auch grösstenteil " treu" sind oder sich an strenge Rangordnungen halten.
Daher ist Eifersucht biologisch begründet und damit gerechtfertigt.
Je nach Art hängt es von Faktoren ab; aber da Menschen überall und in allen Kulturen im gewissen Rahmen eifersüchtig sind und auch Menschenaffen - selbst Bonobos - macht es Sinn. Versteh jetzt nicht, was daran so schwierig zu verstehen ist. Wäre Eifersucht kaum vorhanden oder nur in der Industrialisierungswelt, würde es dafür sprechen, dass es nicht biologisch, sondern kulturell verankert ist. Siehe Artikel, den ich ganz oben verlinkt hatte.
Alle starken Gefühle sind instinktiv verankert; Wut, Liebe, Neid. Alle fürs Überleben. Wäre unlogisch, wenn eins davon nun ausgerechnet nur rein kulturell eingeimpft wäre, da es da um tiefgehende Gehirnprozesse handelt.
Das ist auch nur am Rande hier angemerkt, da natürlich wenn jemand nicht eifersüchtig ist, das doch super ist und kein Problem, und sich die Freundinnen da raushalten sollten. Denn natürlich variiert dann das Maß der Eifersucht durch die Umwelt; wie bei allem anderen; nur angelegt ist es als Grundprinzip in uns.
https://www.theguardian.com/science/blog/2013/nov/01/jealousy-genes
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1090513821000611
„The association between sociosexual attitude and jealousy was predominantly explained by genetic factors (74%), whereas all other associations with jealousy were mostly influenced by nonshared environmental (non-familial) factors (estimates >71%).“
 
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  • #23
unlogisch, wenn eins davon nun ausgerechnet nur rein kulturell eingeimpft wäre, da es da um tiefgehende Gehirnprozesse handelt.
Natürlich. Aber genauso könnte man die ( Säugetier-) Welt dazu hernehmen, dass der Mensch eben nicht monogam ist, siehe unsere nächste Menschenaffenverwandten, Schimpansen, - Bonobos, die Sex noch zu anderen Zwecken nutzen.

Und es reagieren auch nicht alle gleich eifersüchtig. Manche Kulturen hatten oder haben ja auch immer mal wieder Riten, wo mehr erlaubt war oder lebten generell anders.
Auch Patriarchat, Landbesitz, von der Vielgötterei zum Monotheismus dürften eine Rolle spielen.
Also so klar definiert ist das für mich nicht .


Alle starken Gefühle sind instinktiv verankert; Wut, Liebe, Neid. Alle fürs Überleben.
Genau. Und so springt unser Überlebenstrieb an, wenn im Büro was schiefläuft und treten deshalb nicht die Tür ein oder werfen den Drucker aus dem Fenster Diese Gefühle kommen auch dann, wenn unser Überleben gar nicht auf dem Spiel steht.

Deshalb kommt zwar Mord und Totschlag, aber niemand kommt damit raus, wenn er sagt, sorry, biologisch verankert, Schimpansen bringen auch ihre Nachbarn um, ich konnte nichts dafür.
 
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  • #24
Auch Verlustangst kann angeboren sein, zum Beispiel bei Säuglinge. Es kann aber auch anerzogen sein.
@Max-i-mum hat es richtig angemerkt.
Verlustangst ist nicht angeboren. Der Säugling muss Verlusterfahrung gemacht haben (kann er erst nach der Geburt machen, daher frühe Lernerfahrung), um Verlustangst zu empfinden und mehrfache Erfahrung damit haben, um Verlustangst als Zustand entwickeln zu konnen.

Ansonsten liest du dich jetzt hier sehr kühl, gut du kannst Sex und Gefühlte gut trennen und das können viele eben nicht.
Das ist die große Frage, ob sie das kann.
In einem anderen Thread thematisierte sie für sich die Verlustangst, die sie nun ihrer Freundin anhängen will.
Ebenso thematisierte die FS mehrfach in ihren diversen Fremdgeh-Threads, dass sie Angst hat belogen und betrogen zu werden.

Sie will cool und hip sein, alles ausprobieren was geht, hat aber nicht das psychische Rüstzeug das auszuhalten und dann entstehen halt Ängste.
Wenn mehrere Leute so eng im Intimleben rumwuseln, dann hat man keinen Einfluß darauf, wie die Dinge sich zwischen den einzelnen Protagonisten entwickeln - egal was vorher verabredet war.
Irgendwie ahnt sie es und das aktiviert ihre Ängste. Man nennt es destruktives Verhalten, etwas zu tun, wovon man ahnt oder schon weiß, dass es einem schadet.
 
  • #25
Was will ich damit sagen- es kommt auf den Blickwinkel an, ob jemand eifersüchtig ist oder nicht.
Meltan war in dieser Dreier- Situation nicht eifersüchtig, andere wären es.

Wut- dem einen läuft die Galle über, wenn er Fridays for Futures sieht, den anderen bei den Montagsspaziergängern.

Beide werden das mit Studien belegen können, warum die jeweilige Gruppe aus ihrer Sicht Schwachsinn vertritt.

Manche sind stundenlang wütend , andere kurz.

Ja, es gibt eine biologischen Anteil, aber wir sind keine Tiere.

Wie agieren wir das aus? Wir haben theoretisch Wahlmöglichkeiten.

Ein Tier setzt sich kaum hin und überlegt, oh ich bin wütend, eifersüchtig, wie geh ich damit um? Ändere ich meine Sichtweise, kann ich einen anderen Standpunt einnehmen zb.
Sind ernsthaft meine Grenzen übertreten wirden etc.

Das gelingt natürlich niemanden immer.

Aber ich komm vom Säugetier, die sind treu und alles läuft geregelt ab ( ist nicht so) und sind auch eifersüchtig- deshalb bin auch eifersüchtig ist mir zu einfach gestrickt.

Löwen bringen die Jungen des Vorgängers um.
In manchen Ländern werden Ehrenmorde begangen. Leute werden umgebracht aus Eifersucht, weģen ausserehelichem Sex und der falschen Heirat. Die Sippe soll geschützt werden. Lässt sich sicherlich alles biologisch gut begründen, Gefühle, Wut etc. alles da. Bloss das Überleben steht nicht wirklich auf dem Spiel. Und ist die Frage, wozu sich Menschen entscheiden. In welcher Kultur sie leben, wo schon ein falscher, zu langer Blick genügen kann.

Oder wo andererseits früher mal das Kamasutra gelebt wurde, Orgien gefeiert wurden etc.

Mit Biologie/ Medizin / Wissenschaft wurden schon viele Dinge begründet.
Warum Frauen nicht studieren können zb.
Wie der Zeitgeist so spielt.
Wäre sehr nett, wenn das auch freigrschaltet werden würde.
 
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  • #26
Diese Gefühle kommen auch dann, wenn unser Überleben gar nicht auf dem Spiel steht
Ja, eben. Sie sind eben da. Das ist nicht beeinflussbar. Nur, wie man mit ihnen umgeht, das schon. Das hat aber ja dann nicht die Auswirkung, dass jemand sagt, ich bin eifersüchtig, aber trotzdem will ich einen Dreier probieren. Die meisten Menschen werden dann eher monogam wählen. In Kulturen, in denen mehrere Ehefrauen gewählt werden, ist eben der Mann der, der Ansagen macht, nicht die Frau. Der ist dann auch nicht eifersüchtig. Aber die Frauen untereinander oft genug.
Es ging hier darum, ob Eifersucht evolutionär bedingt ist - klares ja, legen alle Studien auch offen. Wie damit umgegangen wird und was genau Eifersucht triggert, ist kulturell. Aber man wird, wenn man zB mit Wut umgehen kann, dennoch nicht mit Absicht Situationen suchen, die Wut auslösen. Selbiges dürfte für Eifersucht gelten.
 
  • #27
Das ist die große Frage, ob sie das kann.
In einem anderen Thread thematisierte sie für sich die Verlustangst, die sie nun ihrer Freundin anhängen will.
Das vermute ich auch.

Man nennt es destruktives Verhalten, etwas zu tun, wovon man ahnt oder schon weiß, dass es einem schadet.
Es könnte sogar noch eine Rolle spielen, dass sie mit dem Freund Schluss gemacht hat.
 
  • #28
dennoch nicht mit Absicht Situationen suchen, die Wut auslösen. Selbiges dürfte für Eifersucht gelten.
Klar. Aber nicht alle sind eben eifersüchtig, wenn der Partner mit anderen Sex hat. Vielleicht argumentieren die dann mit den Bonobos.
Manche begeben sich Vorliebe in Situationen, die Wut auslösen können.
Gehen dann auf die Gegendemo. Fetzen sich in sozialen Netzwerken. Aber natürlich.
Hooligans zb. Aber auch ganz " zivile" Personen.
Ja wer eifersüchtig ist, weil der Partner mit jemand anders spricht, wird kontrollieren usw. Ist ja biologisch begründet, dass er solche Situationen meidet. Damit lässt sich viel, auch extremer Besitzanspruch rechtfertigen.
 
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  • #29
Kreise, kreise wieder einmal und immer wieder nur um Dich selbst! Ironie off!

Was ist nochmal Dein angebliches (ich vermute sehr stark, viel eher vorgeschobenes) "Ehrenamt", das Du ja "natürlich und ja so was von vollkommen selbstverständlich" (Ironie 2 off!!) in Deinem Leben aktiv ausübst?!?

Ich meine das "Ehrenamt", das Du in Deinem Parallel-Thread "mit zwei Häschen-Öhrchen daneben" schmückst!?!

Kümmere Dich wirklich eine ganze, sehr lange Zeit lang, intensiv um andere Menschen/ um Bedürftige! Dann merkst Du vielleicht Deinen tatsächlichen Stellenwert und kannst Dich realistisch im Vergleich zu anderen einschätzen!
 
  • #30
Verlustangst ist nicht angeboren. Der Säugling muss Verlusterfahrung gemacht haben (kann er erst nach der Geburt machen, daher frühe Lernerfahrung), um Verlustangst zu empfinden und mehrfache Erfahrung damit haben, um Verlustangst als Zustand entwickeln zu konne
Ich kann es nicht mit Studien belegen aber in einem anderen Forum hat ein Kinderarzt folgendes geschrieben:
in der Tat ist es so, daß je älter der Säugling wird, desto genauer nimmt er die Vorgänge in seiner Umwelt wahr. Und er fängt sich an zu sorgen um seine Sicherheit und sein Wohlergehen. Dazu bedarf es zunächst keiner schlimmen Vorerfahrungen. Diese Sorgen und Ängste sind ihm angeboren und rühren aus den Urzeiten der Menschheit her, den Zeiten, in denen es für einen Säugling tatsächlich lebensgefährlich gewesen ist, nicht bei seiner ihn beschützenden Bezugsperson zu sein. Mit Zunahme der Selbstbewußtheit werden diese Trennungs- und Verlustängste immer intensiver, und die bis dahin entstandene Bindung wird nun auf ihre Stärke geprüft. Hat man seinen kleinen Säugling aber zum Einschlafen in der Zeit davor häufig schreien lassen (oft ja nur auf den gut gemeinten Rat Unkundiger hin), ist die Stärke der Bindung nicht in dem Maße gegeben und die Angst beim Säugling größer.
 
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