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  • #1

Ist "wieder zusammenraufen" immer nur temporär?

Hier wird oft von ernsthaften Krisen in langandauernden Beziehungen geschrieben (20+ Jahre), bei denen die Beteiligten unmittelbar vor einer Trennung standen, weil man sich entfremdet hatte (Symptome: keine Kommunikation oder nur Streit, kein Sex mehr), oft in einem bestimmten Alter (Midlife-Crisis/Klimakterium). Häufig ist dann von Rettungsversuchen die Rede: "haben es noch einmal ernsthaft probiert", "Paartherapie gemacht" etc., da (glücklicherweise) allgemeine Meinung zu sein scheint, daß man eine jahrzehntelange Beziehung nicht einfach so "wegwirft". Leider ist mein Eindruck, daß nach 1-1.5 Jahre meist doch die Trennung erfolgte, daß es also letztlich nur ein Aufschieben war, keine dauerhafte Rettung der Beziehung. Ist dieser Eindruck falsch, gibt es also - bei wie beschrieben wirklich "todernsten" Krisen - auch Gegenbeispiele in nennenswerter Zahl von danach langfristig wirklich glücklichen Beziehungen (aus persönlichen Gründen - welchen wohl? - hoffe ich es sehr)?
 
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  • #2
Ich denke, wenn die Therapie rechtzeitig begonnen wurde und beide die Beziehung noch wollen, dann müsste doch eine gemeinsame Lösung gefunden werden.
Wenn aber einer der beiden schon innerlich die Beziehung abgeschlossen hat, und nur daran denkt, wie er/sie da möglichst schuldfrei herauskommen kann, dann bringt auch die beste Therapie nichts.
 
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  • #3
Ich halte absolut NICHTS von Rettungsversuchen/Paartherapie etc., da sie meist nur Zeit aufschieben bzw. wichtige Lebenszeit kosten und andere wollen daran "Kohle machen" ! Man kommt zusammen ohne Paartherapie und man weiß genau, wann es nicht mehr geht und Zeit ist zu gehen! m
 
  • #4
Ich hoffe sehr, in absehbarer Zeit den ersten Satz von #1 bestätigen zu können. Ich sehe uns zumindest auf dem richtigen Weg dorthin.
Erst recht bin ich heilfroh, daß mein Partner auf unsere Schwierigkeiten eben nicht in ex-und-hopp-Manier nach #2 reagiert hat, sondern mich für ihn wert gefunden hat, an der Überwindung der Schwierigkeiten mitzuarbeiten. Auch ich arbeite nach Kräften und in verstärkter Liebe daran mit.
 
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  • #5
Das hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem, die Liebe und Verbundenheit. Das kann man nicht so pauschal bewerten. Es gibt Menschen, die haben wieder zusammen gefunden, andere nicht. Cést la vie.

Da kann man noch so viele Zahlen für pro und contra suchen, finden wird man sie. Doch der Versuch war es wert, um sicher und entspannter seinen Lebenslauf weiter gehen zu können.

Diese Vorsicht macht es in meinen Augen zu einer positiven Handlung, in jedem Fall. Dann kann man später auch die Schlüsse ziehen, nach denen man sein Leben weiter aufbauen kann, ob zusammen oder getrennt, das spielt hier keine Rolle. Man ist mit seinem Gewissen in Reinem und kann wieder neue Kraft tanken, das Leben wird so oder so nie wieder das alte sein. Und um diese Veränderung möglich zu machen muss man sich mit sich selbst, seinen Erwartungen, Fehlern und Wünschen und natürlich mit dem Anderen auseinander setzen, vor einem Dritten oder zu zweit, das ist unwichtig. Das erfordert Mut und Courage und verdammt viel Arbeit. Ob es hinterher noch mal geklappt hat oder nicht, dafür ist nur dieses Paar verantwortlich, nicht die anderen.
 
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