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  • #1

Ist zusammen wohnen ein gutes Ziel ?

Ich geniesse es ohne Ende mein eigener , alleiniger Herr zu sein nach dem Auszug der Kinder. Habe mehrfach hier gemerkt dass Frauen möglichst schnell zusammen wohnen , zu mir ziehen wollen. Für mich gibts nur zwei Gründe weshalb man unbedingt zusammen wohnen will: Geld und Eifersucht bzw. Kontrolle. Wer nicht in der Lage ist sein Leben alleine zu leben bzw. sofort unruhig wird weil er/sie nicht weiss was der andere grad macht ist in meinen Augen unfähig für eine erwachsene Beziehung Bin gespannt auf eure Meinungen M(50)
 
  • #2
Zumindest in jüngeren Jahren ist ein gemeinsames Leben, Familiengründung, zusammen Altwerden und eben auch Zusammenwohnen sicherlich die Vorstellung der überwältigenden Mehrheit der hier suchenden Singles. Ich könnte mir niemals eine Partnerschaft ohne gemeinsame Wohnung vorstellen. Aus Erfahrung weiß ich einfach, dass eine Partnerschaft eine völlig andere Qualität der Nähe und Intensität annimmt, wenn man zusammenzieht. Alles vorher ist nur Plänkelei, erst zusammenwohnend ist man wirklich in einer Partnerschaft.

Ich vermute, dass auch die Mehrheit der älteren Kandidaten jenseits des Alters der Familiengründung tief im Herzen alle einen Partner suchen, mit dem sie ihren Freizeit und ihren Alltag teilen, täglich zusammen schlafen und zusammenwohnen, mit dem sie zusammen alt werden können. Nur eine Minderheit (ganz grob geschätzt vielleicht 20%) wird getrenntes Wohnen überhaupt in betracht ziehen und jene wollen eigentlich nur eine Spaß- und Fickbeziehung, aber keine echte Partnerschaft, keine enge Beziehung, keine gegenseitige Verantwortung.

Was mich an Deiner Fragestellung massiv stört, sind die "einzigen Gründe für zusammenwohnen": Ganz ehrlich, das ist grober Unfug und das weißt Du auch! Eifersucht und Kontrolle dürften für Zusammenziehen so gut wie nie eine Rolle spielen, auch Geld nur sehr bedingt. Dagegen spielen für die überwältigende Mehrheit der gerne zusammenwohnenden Menschen Aspekte wie der Wunsch nach Nähe, nach gemeinsam frühstücken und essen, gemeinsam einschlafen, den Alltag teilen, sich helfen und füreinander dasein die entscheidenden Rollen. Wer liebt, möchte seinem Partner auch nahe sein.
 
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  • #3
Der Zusammenhang zwischen Vertrauen und Zusammenwohnen ist wohl etwas an der Haaren herbeigezogen; meine Freundin besteht auf maximale Unabhängigkeit und möglichst totales Vertrauen (was ich nicht unbedingt habe) will aber trotz dem unbedingt in nicht allzuferner Zukunft mit mir zusammenziehen. Bei mir alles umgekehrt.
Kinder sind erst in ca. zwei Jahren ein Thema.

Also lieber FS , irgendwas an Deiner These kann da nicht so ganz passen....
 
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  • #4
Lieber Fragesteller,
ich bin w 49 und frisch verliebt.
Bis vor ein paar Wochen habe ich auch gedacht, ich wollte keinen neuen Mann mehr in meinem Haus wohnen lassen. Jetzt sehe ich das ein wenig anders.
Ich hatte nicht die geringste Ahnung, wie wichtig die Nähe für mich ist. Das hat nichts mit Kontrolle zu tun, ich möchte einfach nur berühren können. Ich möchte mich um meinen Freund kümmern können. Noch wohnen wir nicht zusammen und das wird sicher auch nicht so schnell kommen, da alles sehr frisch ist, aber ich habe zum ersten mal den Wunsch, es könne soweit kommen.
Vielleicht wirst Du auch so denken, wenn die richtige kommt.
 
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  • #5
Ich stimme #1 zu. Die Gründe sind für mich nicht nachvollziehbar. Die Punkte sind mir gleichgültig. Aus der Fragestellung und Argumentation schliesse ich das der FS ANGST hat. Oder etwas zu verbergen, oder beides ? M 53J
 
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  • #6
Ich kann Frederika nur Recht geben,wer will schon so einen Mann,kann ich mir nicht vorstellen!
 
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  • #7
Sorry, aber das kann ich nicht nachvollziehen.

Bin w/48 und lebe seit etlichen Jahren mit meinen Kindern alleine im Haus. Ja, ich freue mich auf die Zeit, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Aber: und da unterscheiden wir uns wohl sehr grundlegend: ich freue mich auf eine neue Partnerschaft und darauf, wieder mit einem Partner zusammen zu wohnen.

Aber in keinster Weise aus den von dir genannten Gründen, sondern aus diesen:

- morgens nebeneinander aufwachen
- evtl. gemeinsam frühstücken und in den Tag starten
- sich auf den Abend freuen, weil man sich dann wiedersieht
- den Partner berühren können
- sich vom Tag berichten
- evtl. gemeinsam kochen und essen
- sich aneinanderkuscheln
- wenn und wann man möchte Zärtlichkeiten austauschen
- abends nebeneinander einschlafen.

Nein, das muss nicht zwangsläufig jeden Tag so ablaufen. Natürlich kann, darf und sollte jeder auch seine Hobbies und Freiräume haben. Aber es ist trotzdem etwas anderes, wenn es immer wieder so sein kann, anstatt diesen Besucher-Status zu haben.
 
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  • #8
Ich, w., 48, kann den FS sehr, sehr gut verstehen! Es gibt einige Männer, die sehr an mir interessiert sind und auch gerne bei mir oder mit mir wohnen würden, aber mir ist der Gedanke eher unangenehm, wieder mit einem Mann Tag und Nacht zusammenzusein. Es gibt doch auch das Modell "living apart together", also zusammensein, aber eben nicht ständig. Ein Paar sein, jedoch behält jeder seine Wohnung und seine Eigenständigkeit. Dies scheint für mich das Ideal zu sein. Wer sagt denn, dass man nicht bei ihm oder bei ihr ab und zu eine oder die andere Nacht verbringen kann mit allem, was dazugehört und dem gemütlichen morgendlichen Frühstück?! Aber es gibt immer die Möglichkeit, auch zwischendurch wieder den Abstand zu haben, der dringend nötig ist, dass man sich nicht einengt oder nervt."Absence makes the heart grow fonder" ist ein weiser Spruch, und die zeitweise Abwesenheit bewirkt, dass sich beide umso mehr freuen, wenn sie wieder ganz eng zusammen sind!
 
  • #9
Deine Argumente sind ziemlich schwach. Wer sich (in einer stabilen, harmonischen Partnerschaft) kontrolliert fühlt, hat etwas zu verbergen. Wer das Gefühl hat, nur wegen seines Geldes genommen zu werden ist i.d.R. geizig.

Auch wenn ich mit meinem Partner nicht zusammen lebe, weiß ich i.d.R. was er gerade macht. Mit Kontrolle oder Eifersucht hat das überhaupt nichts zu tun. Das sind einfach die "Spielregeln" funktionierender Beziehungen.

Momentan kommt eine gemeinsame Wohnung für uns nicht in Frage, weil meine Kinder noch bei mir leben. Aber ich weiß, dass er es nicht erwarten kann auch den Alltag mit mir zu teilen. Und ich freue mich ebenfalls darauf. DAS ist normal!
 
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  • #10
Ich bin auch schon länger Single, unterbrochen nur durch Kurzzeit-Beziehungsversuchen von ein paar Monaten. In Singlezeiten denke ich mir jedesmal, dass ich niemals mit jemandem zusammen ziehen könnte, dass es mich viel zu sehr einengen würde und ich mir kontrolliert und eingesperrt vorkäme.

Aber kaum bin ich verliebt, will ich den Mann am liebsten Tag und Nacht um mich herum haben, ihn täglich sehen, mit ihm einschlafen, aufwachen, da kann's gar nicht genug sein, und ich weiß gar nicht mehr, warum ich jemals alleine leben wollte. Also - es kann sich schnell ändern.
 
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  • #11
Erwachsene Beziehung? Gibt es denn eine andere? Kinderbeziehung? Teeniebeziehung? Nie davon gehört.
Oder du hast noch nicht die Richtige gefunden oder du bist überhaupt nicht für eine Beziehung fähig, Wenn es das 2. sein sollte, dann bleib doch glücklich alleine und kritisiere nicht andere, die in einer Partnerschaft auch das Gemeinsame suchen, weil sie sich als Paar sehen. Du sendest eben nicht die richtigen Signale: möchte Frau zum Vergnügen, aber bitte keine Nähe. Ich bin ein Egoist und nicht bereit zu teilen, nur das, was MIR gefällt.
Wünsch dir viel Glück bei deinem Alleinsein später im Altersheim.
 
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  • #12
<MOD: Schreiben Sie einfach Ihre eigene Meinung zum Thema!>

Ich lebe seit nunmehr 3 Jahren sehr glücklich zusammen getrennt und möchte meine Erfahrungen gerne teilen:

- Zunchst ganz banal aber dennoch nicht unwichtig: Meine Wohnung ist meine Wohnung ist MEINE Wohnung. Die ist eingerichtet wie ich es möchte, die "bin ich", die nimmt mir keiner weg, da bin ich einfach gerne und zu Hause. Das ist viel Wert für mich

- Auch wir leben in der Mehrzahl der Fälle zusammen. Mal in der einen Wohnung, mal in der anderen. Das hat für mich als Frau auch einige sehr praktische Vorteile: Ich kann mich bei meinem Mann zu Hause bspw. sehr gut entspannen, da ich mich nicht für alles (Haushalt) verantwortlich fühle. Nicht dass ich dort mehr Dreck machen würde - aber ich kann auch mal Fünfe gerade sein lassen. Das finde ich sehr schön. Im Übrigen waschen/kochen/putzen/bügeln wir bspw. mal jeder für sich, mal miteinander, mal füreinander. Aber in diesen 3 Jahren wurde mir keinerlei zusätzliche "Frauenaufgabe" sozusagen automatisch mit aufgehalst nur weil man jetzt zusammenlebt, was ich als Selbständige WAHNSINNIG zu schätzen weiß.

- In meiner Ehe habe ich zusammen gewohnt und auch in einer Partnerschaft davor, aber so nah wie mit meinem zweiten Mann war ich keinem. Und ich genieße es wahnsinnig, wenn er bspw. nach einem Abend mit Freunden auch nach Jahren noch einfach spontan bei mir aufkreuzt und sich zu mir ins Bett schleicht mit den Worten: Ich habe Dich einfach vermisst.

- Wir teilen den Alltag genauso, wie jedes zusammenlebende Paar, wir haben ihnen gegenüber ein paar Nachteile (Einkaufen ist manchmal stressig - was ist noch da, was ist in der anderen Wohnung) aber auch viele Vorteile. Dass das natürlich subjektiv und von Mensch zu Mensch anders ist, das ist mir klar. Aber deshalb muss es noch lange nicht schlechter sein.

- In meiner Wohnung gibt es bspw. eine Bibliothek aber keinen Fernseh - bei ihm ein Kinozimmer. SUPER, wie ich finde :) aber bei mir wollte ich es nicht haben

- Ich empfinde jeden Tag zusammen als neues, aktives Bekenntnis zueinander. Uns verbinden keine "praktischen Werte", wir sind völlig unabhängig voneinander und alles was wir tun, sind aktive, freiwillige Entscheidungen. Das macht für mich diese Beziehung unheimlich wertvoll.

Kurz: Ich liebe meinen Mann von ganzem Herzen und ich liebe es auch, meine Zeit und meinen Alltag mit ihm zu teilen. Wir sind weit von einer "Fickbeziehung" <MOD> entfernt und auch sonst stehen wir anderen Ehepaaren in nichts nach. Im Gegenteil. Wir habe ein Lebensmodell gefunden, das UNS gerecht wird und UNS glücklich macht, auch wenn es vielleicht nicht der Norm entspricht.

Das finde ich toll!
 
  • #13
@#11: Eigentlich bestätigst Du genau meine Vorbehalte!

Zum Beispiel: "Deine Wohnung ist Deine Wohnung." Genau das ist es doch. Keiner fühlt sich bei dem anderen zuhause, sondern entweder ist es "Deine" oder "seine" Wohnung. Es entsteht kein Wir-Gefühl, kein wirkliches gemeinsames Zuhausefühlen. Man muss sich auch gar nicht zusammen einrichten, Kompromisse finden, einen Paar-Geschmack entwickeln, sich dabei vielleicht auch selbst weiterentwickeln, sondern jeder macht, wie er selbst will. Das ist für mich eben keine Partnerschaft, das ist ein bloßes nebeneinander her!

Nächster Punkt: Du fühlst Dich in seiner Wohnung nicht verantwortlich. Genau das ist es doch, was ich meine: Kein Wir-Gefühl, keine gemeinsame Verantwortung, er und du, aber nicht ihr! Jeder putzt und bügelt für sich. Alles alleine, kein Wir, keine Synergien, keine sie, die gerne bügelt, kein er, der gerne repariert (nur als Beispiel, könnte auch umgekehrt sein), sondern jeder für sich alleine. Na prima. Genau das meine ich, wenn ich sage: Getrennt entsteht eben keine Partnerschaft!

Das Story von Bibliothek vs. Kinozimmer ist einfach nur zu kurz gedacht. In einem Haus könnte man ZUSAMMEN beides haben. Ohne Probleme. Ohne Nachteile, aber mit allen Vorteilen. Das ist Wir-Gefühl, das ist Partnerschaft, das ist Zuhausefühlen.

Wenn Du mich fragst, habt Ihr genau das, was ich immer salopp Spaß- und Fickbeziehung nenne -- Du kannst es auch Sexual- und Freizeitbeziehung nennen, also neutral vielleicht S-F-Beziehung. Inhaltlich ist es genau das, was ich meine. Keine Verantwortung, keine Kompromisse, kein Wir, sondern ein nebeneinander her, wo es eben passt. Das ist für mich keine vollwertige Partnerschaft, sondern ganz weit davon entfernt.

Jeder, der mal nach einer Phase des Kennenlernens zusammengezogen ist, weiß, wie grundlegen ein gemeinsamer Haushalt und die damit verbundenen Aufgaben, Kompromisse und Nähe die Qualität einer Beziehung noch einmal grundlegend ändern: Vom nebeneinander her zu einem zusammen. Komplett eine andere Qualität.
 
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  • #14
[Mod: Diskussion der Moderation nicht gestattet.]

Liebe Frederika, hier ist nochmal die #11. Deine Worte empfinde ich als unglaublich verletztend und anmaßend. Nein, meine Beziehung ist NICHT genau das, wir haben keine "Fickbeziehung" - ganz egal wie politisch korrekt Du es ausdrücken möchtest. Wir übernehmen, auch wenn Du uns das absprichst, ganz im Gegenteil sehr viel Verantwortung füreinander und auch miteinander.

<MOD: gekürzt, weil zu persönlich.>
 
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  • #15
<MOD: #11 über ihren eigenen Beitrag!>

<MOD: Haben Sie so eine Schummelei nötig? Finden Sie das wirklich anständig? Bei weiteren Fakes behalten wir uns vor, generell keine weiteren Beiträge von Ihnen zu veröffentlichen! >

Ich möchte dazu auch mal etwas sagen. Den Beitrag aus #11 finde ich stark!

Da haben sich 2 Menschen gefunden, die drehen zusammen "ihr Ding". Mensch, wer findet das heute noch so? Und was auf der Welt verbindet eigentlich mehr, als etwas ganz eigenes, das ausschließlich nach den gemeinsamen Vorlieben gestaltet wurde?

#12 finde ich hart an der Grenze. Du drehst hier das Wort im Mund herum, um die Aussagen auf Deine Meinung umzumünzen. Ich finds super, auch wenn es für mich vielleicht nur sehr bedingt was wäre... <MOD: Und das sagen Sie über sich selbst?>
 
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  • #16
Ich würd in diesen Supersymbiotischen Beziehungen, wie manche sie hier anpreisen, kaputt gehen. Jeder Jeck ist anders...
 
  • #17
@#13: Ich wollte Dich nicht verletzen, ich habe nur eine andere Meinung und die auch ganz normal vertreten. Wenn man diskutiert, muss man damit leben können.

@#14: Ich schreibe alle meine Posts unter meinem Nickname. Nur deswegen wissen alle soviel darüber, wie ich denke und können Zusammenhänge zwischen verschiedenen Themen und Threads herstellen. Ich finde es einfach nur jämmerlich, wenn Du es nötig hast, Dir als Fake selbst zuzustimmen. Das wirft kein gutes Bild auf Dich und Deine Meinung. Unter Anstand verstehe ich etwas anderes.
 
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  • #18
Das Bedürfnis, n i c h t zusammen zu wohnen, kann ich (m 48) sehr gut nachempfinden, mit geht es genau so. Wieso der FS aber nur auf Frauen trifft, die unbedingt gleich zusammenziehen wollen, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Kann es sein, dass Du in der Altersklasse unter 40 suchst und diese Damen noch Kinder wollen???

Ich suche +/- 5 ohne oder mit erwachsenen Kindern und da möchte eigentlich der überwiegende Anteil der Damen nicht unbedingt einen gemeinsamen Hausstand. Die meisten wohl aus der Befürchtung, dass die ungeliebte Hausarbeit wie in ihren früheren Ehen wieder an ihnen hängenbleibt. Meinen Haushalt krieg ich selbst auf die Reihe (bzw. meine Putzhilfe), dazu brauche ich keine Partnerin.
Ich sehe es eher als Kompliment an meine künftige Partnerin, dass ich eben nicht zusammenziehen will und habe den Eindruck, dass die Damen es als Pluspunkt aufnehmen. Sie merken, dass es mir wirklich um s i e und nicht ihre hauswirtschaftliche Leistung geht.

Insofern finde auch ich die Herabsetzung von Paaren mit getrenntem Hausstand als "Fick- und Spaßbeziehung" beleidigend, daher meine volle Zustimmung an #13. So wie Du es mit Deinem Mann lebst, könnte ich mir auch sehr gut eine vertrauens- und verantwortungsvolle Beziehung vorstellen. Die Vehemenz aber, mit der hier ein persönlich wohl sehr ausgeprägtes Nähe-(=kontroll?)bedürfnis als allgemeingültig "normal" definiert werden sollen, halte ich für eine ungesunde Geisteshaltung.
 
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  • #19
Die Diskussion wird hier mir reichlich Interpretationsleistung und Schubladendenken geführt. Die Rechnung "x = y" geht hier nur bedingt auf und ist ihrerseits deutlich zu kurz gedacht.

Es mag sein, dass ein Mensch mit einem derart extremen Bedürfnis nach symbiotischer Nähe und Verschmelzung ein "Nicht zusammen leben wollen" vor seinem ganz persönlichen Hintergrund als nicht vollwertig interpretiert, aber die vielen Charaktere, die eben gerade diese Nähe als definitiv too much empfinden, haben damit gar kein Problem und würden eher den Wunsch nach Verschmelzung als egoistisch und Zeichen mangelnden Vertrauens interpretieren.

Nicht jeder Mensch findet in jeder Lebens- und Beziehungsform die gleiche Erfüllung, das sollte man respektieren ohne zu bewerten. Glücklich sind wohl all jene, bei denen sich die Bedürfnisse und Wünsche decken und vom Partner erfüllt werden. Wie auch immer das aussehen mag.
Leben und Leben lassen eben...

Und, lieber Fragesteller, wahrscheinlich sprichst Du aus irgendeinem Grund gerade jene Frauen an, mit denen Du in dieser Hinsicht nicht kompatibel bist.
Ich habe das auch schon oft festgestellt, dass Frauen mich sehr gerne versuchen zu "domestizieren" - selbst die, denen eigentlich ihre Unabhängigkeit ebenfalls sehr wichtig ist. Vielleicht ist das ein ganz normales Verhalten, dass durch uns und unsere "Distanz" ausgelöst wird. Aber das sind dann wohl auch nicht die richtigen Frauen für uns.
Für ALLE gilt das übrigens nicht! Es gibt nichts, was es nicht gibt - auch die richtige Partnerin für unabhängige Männer ;-)
 
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  • #20
Hier nochmal die #17:

@18: Volle Zustimmung! Die Geschmäcker und die Wünsche nach Nähe versus Distanz sind bei jedem Menschen verschieden. Auch verändern sich diese Wünsche in verschiedenen Lebensabschnitten und -zusammenhängen bei jedem Einzelnen. Eine erfüllende Beziehung wird nur zustandekommen mit einem Partner/in, welche/r zur gleichen Zeit ein ähnliches Distanz- oder Nähebedürfnis hat.

Ich erlebe übrigens auch wie #18 bei einigen Damen eine Diskrepanz zwischen betonter Selbstständigkeit und Unabhängigkeit und dem gleichzeitig unterschwellig geäusserten Wunsch oder zumindestens der Thematisierung der Zusammenleben-Idee. Hier scheint mir ein typisch weiblichess Verhalten aufzutreten. Ich glaube, die Frau könnte sich praktisch ein Zusammenleben gar nicht vorstellen, sie will aber wohl hören, dass der gerne allein lebende Mann es sich speziell mit ihr *eigentlich* ja doch vorstellen könnte... Ich glaube, hier wird auf Umwegen eher ein Liebes- und Verbindlichkeitsbekenntnis gefordert, als realistisch ein zukünftiger gemeinsamer Haushalt tatsächlich in Erwägung gezogen.

So habe ich den Eindruck, ist auch für Frederika die unbedingte Bereitschaft eines Partners zum symbiotischen Zusammensein ein Ausdruck, den sie mit ernsthaftem Beziehungswunsch und *Liebe* gleichsetzt. Meine persönliche Lebenserfahrung lehrte mich da etwas anderes, aber jeder muss seine Erfahrungen selbst machen...

Für mich selbst kann ich auch nur im jetzigen Moment sagen, dass ich mir einen gemeinsamen Haushalt mit der nächsten Partnerin nicht unbedingt wünsche. Was aber nach 3 ...5... 10 Jahren Partnerschaft für mich vielleicht vorstellbar ist, weiss ich einfach noch nicht. Genau so erkläre ich dies auch meinen Kontakten.

m,48
 
  • #21
@#17, #18, #19: Ich spreche niemandem ab, eine S-F-Beziehung bevorzugen zu dürfen. Wenn beide Partner lieber Distanz als Nähe wollen, so ist das doch ihr gutes Recht. Eure Vorwürfe gehen an meinen Argumenten völlig vorbei. Natürlich soll und darf jeder so leben, wie er es sich wünscht. Natürlich kann in einem Alter wie 48 eine S-F-Beziehung genau das sein, was man sich wünscht und eine vollwertige Partnerschaft eben gar nicht gewollt werden. Das kann ich sogar inhaltlich nachvollziehen.

Aber ich finde es bizarr, eine gewünschte S-F-Beziehung (Sexualitäts- und Freizeit-Beziehung) und sogar die explizite Ausdrucksweise, dass ich zuviel Nähe wünsche, dann nicht auch in der letzten Konsequenz durchzudenken: Ihr wollte eben WENIGER Nähe, sonst würde ich ja nicht zu viel wünschen. Damit gebt Ihr doch zu, dass in Euren derzeit favorisierten Beziehungsmodellen weniger Nähe und mehr Distanz, mehr Freiheit, mehr Unabhängigkeit, weniger Partnerschaftlichkeit vorhanden ist. Mehr habe ich auch nicht behauptet!

Eine distanzierte, absichtlich getrenntlebende Beziehung ist eben keine vollumfängliche Partnerschaft, denn gewisse für eine Partnerschaft typische und grundlegende Aspekte werden ausgeklammert. Dazu gehören partnerschaftliche Wirtschaftsgemeinschaft, gemeinsame Haushaltsführung, gemeinsames Bewältigen des Alltags, tägliches Zusammensein mit gemeinsamen Essen, Einschlafen und Freizeitgestaltung.

Ich verstehe gar nicht, warum Ihr so darum kämpft, dass man Eure willentlich und gewollt reduzierte Form der Beziehung nicht auch als solche bezeichnen darf. Ihr wollt keine vollwertige Partnerschaft, dann nennt es bitte auch nicht so. Dann steht bitte zu dem reduzierten Modell, das für Euch Freiheit und Beziehung bestmöglich verbindet. Aber eine Partnerschaft ist etwas ganz anderes.

Aber das, was Ihr wollt, ist ja legitim, und wenn zwei sich finden, die das wollen, dann ist das für mich uneingeschränkt akzeptabel und in Ordnung -- solange wirklich beide damit glücklich sind.
 
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  • #22
#20

<MOD: Versuchen Sie, die gleichen Gedanken weniger aggressiv zu formulieren. Bleiben sie respektvoll!>

Der Fehler, den Du machst, ist Dein Modell mit Nähe zu assoziieren, das der anderen mit Distanz. Das muss so nicht sein, man kann eine enorme Nähe mit einem Menschen Leben, auch wenn man nicht in einer Wohnung lebt.

Was mir - und auch vielen anderen - sehr aufstößt ist, dass Du Beziehungen mit mehr Distanz als Fickbeziehungen abqualifizierst. Aus den Beiträgen hier geht doch auch gang deutlich hervor, dass genau die Dinge, die Du nennst, durchaus gegeben sind: tägliches Zusammensein, gemeinsam Essen, Einschlafen, Freizeitgestaltung. Das eine hat mit dem anderen nicht immer zwangsläufig etwas zu tun. Beziehungen können sehr vielfältig sein...

Du sagst zwar, das sei für Dich alles "in Ordnung und akzeptabel", Du machst es aber sehr schlecht, indem Du im Vollwertigkeit absprichst und diesen wirklich hässlichen Stempel aufdrückst. Das ist nicht schön.
 
  • #23
@#21: Nein, da interpretierst Du mich einfach falsch. "Sexualitäts- und Freizeit-Beziehung" soll auch nicht disqualifizieren, sondern den Charakter beschreiben.

Eine Partnerschaft im eigentlichen Sinne des Begriffes umfasst eben auch
+ gegenseitige Verantwortung
+ Wirtschaftsgemeinschaft
+ gemeinsame Haushaltsführung
+ gemeinsames Bewältigen des Alltag
+ Zusammenwohnen.

Eine Beziehung, die diese Aspekte nicht umfasst, beschränkt sich eben auf Sexualität und Freizeit, nichts anderes sagt der Ausdruck S-F-Beziehung.

Ich finde es grotesk, heutzutage darüber überhaupt diskutieren zu müssen, was eine vollwertige Partnerschaft ist. Wer nur eine S-F-Beziehung wünscht oder wem die Nähe und der Umfang der Gemeinsamkeiten in einer Partnerschaft zu viel ist, der darf ja gerne eine andere Form von Beziehung wählen -- er soll dafür aber bitte nicht den gleichen Ausdruck verwenden, denn das ist irreführend.

Hier haben etliche Protagnoisten von S-F-Beziehungen ganz explizit Aspekte genannt, die sie eben nicht teilen möchte -- sie haben damit zugleich anerkannt, dass diese Aspekte normalerweise zu einer vollwertigen Partnerschaft dazugehören, als auch, dass sie in der von ihnen favorisierten Form der Beziehung eben fehlen. Das ist ehrlich und geradlinig, nur man muss dann eben auch erlauben, dass Dritte genau diese Unterschiede auch begrifflich und inhaltlich festhalten.

Wer explizit sagt, dass "seine Wohnung das eigene Reich sein soll", dass er "keine Kompromisse bezüglich Einrichtung schließen will", dass er eben keinen gemeinsamen Haushalt führen will, schon gar nicht eine finanzielle und wirtschaftliche Gemeinschaft leben möchte, und vorallem dass "jeder für sich selbst verantwortlich sein soll", der schließt eben partnerschaftliche Aspekte aus, die zu einer vollwertigen Partnerschaft einfach unabdingbar dazugehören. Wohlgemerkt, dafür kann es gute Gründe geben, das kann glücklich machen, das ist in Ordnung. Aber nennt es bitte nicht Partnerschaft, sondern allenfalls Beziehung.
 
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  • #24
@20
Ich bin weder #17 noch #18 noch #19, und ich lebe mit meinem Partner unter einem Dach, bin also in der neutralen Beobachtungssituation.

So ganz verstehe ich nicht, warum du nicht begreifst oder begreifen willst, was Viele hier versucht haben zu erklären (und ich finde, sie haben recht, wenn ich selbst auch anders lebe):

Eine Partnerschaft bei getrennten Wohnungen kann genauso vollwertig sein wie die, die du anstrebst und die ich führe. Sie muss keineswegs "distanziert" und "reduziert" sein, und mit S-F hat das gar nichts zu tun. Das haben einige Beitragsschreiber hier sehr schön erklärt und beschrieben. Du siehst es eben anders und suchst einen Partner, der deine Meinung teilt.

Deswegen ist das andere Modell, das es auch sehr häufig gibt, nicht herabzuwürdigen.
Nur darum geht es. Niemand will dich überzeugen, aber jeder verdient Respekt für seine Lebensweise, auch, wenn sie zu deinen Meinungen und Werten in Widerspruch steht.
 
  • #25
@#23: Ich habe meine Argumente dargestellt und gerade #11 und meine Antwort darauf, sind doch sehr aufschlussreich. ich kann auch nicht mehr tun, als meine Argumente und Begründungen zu präsentieren. Niemand muss sich ihnen anschließen, aber es wäre gut, endlich mal fundierte Gegenargumente zu hören.

Deine Behauptung, eine getrenntwohnende Beziehung müsse nicht "reduziert und distanziert" sein kann ich zum Beispiel nicht nachvollziehen. Dass gemeinsame Haushaltsführung, die Notwendigkeit, sich für eine gemeinsame Einrichtung zu entscheiden, etliche Zugeständnisse und Kompromisse beim Zusammenleben zu machen, die sonst gar nicht nötig wären, weitreichender ist als separate Haushalte, ist doch unbestreitbar. Wo ist da die Gemeinsamkeit? Man kann von heute auf morgen sagen "wir sind zusammen" und ebenso wieder "wir sind getrennt". Äußerlich Änderungen zieht beides nicht nach sich. Was ist daran Partnerschaft, außer eben die Komponenten Sexualität und Freizeitgestaltung?

Ich spreche aus Lebenserfahrung: Jede Beziehung beginnt getrenntlebend. Jeder, der mal zusammengezogen ist und Jahre zusammengelebt hat, weiß, welche DRASTISCH andere Qualität eine Partnerschaft dann bekommt, wenn eben auch Finanzen, Haushalt, Alltag hinzukommen und die Rückzugsgebiete knapper werden, die Gemeinsamkeiten dagegen weitreichender. Ich habe noch von niemandem gehört, dass Zusammenziehen die gleiche Qualitöät und Intensität habe wie getrenntlebend -- außer hier im Forum. Das ist dermaßen absurd und grotesk, dass ich es eigentlich nicht fassen kann.

Ich habe soviel Beispiele, Argumente und Begründungen gebracht und die Gegenseite sagt nur: "Doch!" -- ganz wie ein störrisches Kind.
 
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  • #26
#22

Ich stimme Dir nicht zu.

Warum glaubst Du, dass sich diese Beziehungen auf Sex und Freizeit reduzieren? Du schreibst:

<MOD: Zitat nicht notwendig.>

+ gegenseitige Verantwortung - ist die gleiche wie in Deiner Form von Beziehung auch
+ Wirtschaftgemeinschaft - kann auch in Beziehungen, in denen Zusammengelebt wird auf vielfältigste Art und Weise realisiert werden. Wir teilen bspw. alle Kosten und legen pro monat den gleichen Betrag für unsere Reisen zurück. Mit dem Rest seines Geldes macht jeder, was er möchte.
+ gemeinsame Haushaltsführung - ist in beiden Haushalten gegeben
+ gemeinsames Bewältigen des Alltags - ist zu 100%
+ Zusammenwohnen - ist gegeben, nur eben in 2 Wohnungen. Wir schlafen ca. 1-2 Nächte im Monat getrennt, meist wenn jeder mit seinen Freunden etwas unternommen hat.

In der von mir favorisierten Form der Beziehung fehlt ehrlich gesagt nicht ein einziger, der von Dir genannten Faktoren. Und in denen, die ich kenne und die auf diese Weise leben, auch nicht.
Und doch: Ich nenne das Partnerschaft, denn wir meistern unser Leben gemeinsam als Partner mit einer ganz klaren gemeinsamen Zukunft als Ziel. Auch hier unterscheiden wir uns demnach nicht...
 
  • #27
@Frederika
Deine Ausführungen sind schlüssig und verständlich.
ABER: Du bestimmst, dass zu einer Partnerschaft
+ gegenseitige Verantwortung
+ Wirtschaftsgemeinschaft
+ gemeinsame Haushaltsführung
+ gemeinsames Bewältigen des Alltag
+ Zusammenwohnen.
gehören. Das mögen viele Menschen so sehen und es ist in Ordnung.

Für mich gehören zu einer Partnerschaft in erster Linie:
+ Liebe
+ Vertrauen
+ Treue
+ gegenseitige Verantwortung, Achtung und Respekt.

Und auch meine Definition von Partnerschaft ist richtig.
Ich will damit nicht unterstellen, dass Dir "meine" Aspekte nicht auch wichtig sind, jedoch sind unsere Prioritäten in Bezug auf Partnerschaft eben deutlich anders.
Vermutlich ist das unserer beider Vergangenheit geschuldet. Ich habe bereits 20 Jahre Ehe mit Kindern, Eigenheim etc. erlebt. Das prägt und verändert die Sicht der Dinge.
Falsch ist diese Sicht jedoch ganz gewiss nicht.
 
  • #28
@#26: Natürlich setze ich diese Aspekte als absolute Grundbedingung voraus:
+ Liebe
+ Vertrauen
+ Treue
+ gegenseitige Verantwortung, Achtung und Respekt.

Die von mir aufgezählten Punkten waren die, die eine zusammenwohnende Partnerschaft von einer getrenntlebenden unterscheiden, es waren aber natürlich nicht Punkte, die oberhalb Liebe oder Vertrauen stehen.

Jeder, der mal zusammengezogen ist und mehrere Jahre in einer grob eheähnlichen Form zusammengelent hat, weiß, wie FUNDAMENTAL umfassender eine Beziehung dann wird -- im Sinne von weitreichender, näher, mehr Facetten des Lebens abdeckend und mit mehr Gemeinsamkeiten.

Ich kann einfach nicht verstehen, dass man darüber diskutieren muss. Falls nicht noch NEUE, ernstgemeinte und wohlformulierte Argumente kommen, ist es für mich jetzt erledigt. Es wird mir wirklich zu blöde, gegen den Wind zu reden. Nur wer noch nie patnerschaftlich zusammengelebt hat, kann darüber überhaupt diskutieren müssen.

Punkt.
 
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  • #29
#24

soso...

[Mod. = Diskutieren Sie hier nicht mehr die Beiträge anderer Teilnehmer. Antworten sie (alle) nur hilfreich auf die Frage oder lassen Sie es ganz.]
 
  • #30
@27 Natürlich wird die Partnerschaft durch gemeinsames Wohnen fundamental anders. Das bestreitet niemand.
Sie wird aber nicht besser oder schlechter als vorher. Einfach nur anders.

Ich kann gar nicht verstehen, dass das so schwer einzusehen ist.
 
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