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Gast

  • #1

Kann denn Arbeit Sünde sein?

Mir ist aufgefallen, dass sich bei Fragen, die Kinder betreffen, oft Frauen zu Wort melden, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen (nach meiner Sicht trotz der Verpflichtung, die sie für die Kinder haben, nach ihrer Sicht wegen der Verpflichtung). Sie betonen, sie sorgten für die Familie. Das klingt, als würden erwerbstätige Mütter und Väter weniger für ihre Kinder sorgen als Vollzeitmütter. Die Wirklichkeit sieht ja meistens anders aus, was - zugegeben - die Kräfte derer, die beides leisten, strapaziert. Wie kommt so eine selbstbewusste Überzeugung zustande oder soll damit das das Gefühl, dass andere mehr leisten, kompensiert werden? (Klappern gehört zum Handwerk?)
 
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Gast

  • #2
Ja. Klappern gehört zum Handwerk. Ganz eindeutig. Hausarbeit ist in 1 bis maximal 2 Stunden erledigt. Berufstätige beweisen es Tag für Tag. Der Rest ist Kinderbespaßung und Halligalli.
 
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Gast

  • #3
Meiner Meinung nach kann ich mir über jedes Kinkerlitzchen Gedanken machen, wenn ich dazu die Zeit und Lust habe, mache dann alles doppelt und dreifach, vielleicht gründlicher, vielleicht unnötigerweise, ob das nun waschen, putzen, bügeln etc. ist.
Wenn ich als Frau nicht arbeite, kann ich natürlich nen Garten bestellen, nen Hund und ein Pferd halten, die Kinder jeden Tag zu einer Aktivität fahren und dem Mann die Schuhe ausziehen, wenn er nach Hause kommt.
Wenn ich den ganzen Tag arbeiten gehe, bügle ich keine Unterhosen, staubsauge und wische die Böden nicht jeden Tag (zugegebenermaßen wirds auch nicht so schmutzig zu Hause wenn alle weg sind) und die Kinder sind in der Tagestätte aufgehoben, wo sie auch den verschiedenen Aktivitäten nachgehen (Musikschule kommt ins Haus, es gibt Turn- und Waldtage, etc).
Man sollte weniger werten, was Leute machen. Wenn ein Lebenskonzept stimmig mit den Umständen ist, alle zufrieden sind und keiner darunter leidet, wo liegt denn das Problem?
w, 30, voll berufstätig mit Kind
 
  • #4
Gegenfrage: Wieso muss eigentlich immer auf Lebensentwürfen anderer Menschen herumgehackt werden, nur weil die sich anders entschieden haben, als man selbst es für richtig hält?

Soll doch jeder machen wie er kann und möchte, solange alle Beteiligten damit zufrieden sind.

Ich bin nicht der Meinung, dass ich als Vollzeit-Mutter und -Hausfrau weniger geleistet habe als jetzt, wo ich wieder arbeiten gehe.
 
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Gast

  • #5
Na, du hast doch auch deine Vorurteile.
Schon deine Überschrit "kann denn Arbeit Sünde sein", zeigt doch, dass du nur außerhäusliche Berufstätigkeit als Abreit betrachtest und es anscheinend so siehst, dass Mütter, die keinem außerhäuslichen Gelderwerb nachgehen, nicht arbeiten.

Du solltest außerdem unterscheiden, ob eine berufstätige Mutter das Kind dann alleine versorgt und erzieht oder ob sie Arbeiten vergibt (Putzfrau, Wäscherei, Kita, Fertiggerichte usw.)

Ich kenne Frauen, die zu Hause sind, aber sehr wohl viel arbeiten. Sie versorgen den kompletten Haushalt, kochen jeden Tag frisch, machen mit den Kindern Hausaufgaben und nehmen dem Mann alles ab, was nur geht. Bringen das Auto zur Werkstatt, machen Bankgeschäfte, machen die Steuererklärung, buchen den Urlaub usw. usw. Diese Frauen arbeiten ganz sicher 60 Std. pro Woche. Sind diese Frauen weniger Wert als Frauen, die ihr Kind von 7-17 Uhr in die Kita geben, am Abend eine Fertigpizza in den Ofen schieben, 2 x pro Woche eine Putzfrau haben und die Restarbeiten mit dem Mann teilen.

Ob nun die Eine oder die Andere eine gute Mutter ist, das ist doch eher eine persönliche Sache.
Aber die Menge der Arbeit vergleichen, das ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen.
 
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Gast

  • #6
Also ich bin kein Mainstream und vertrete noch die Auffassung meines Vaters aus den 60-ern: Mütter, die arbeiten gehen, tun dies nur, weil die Väter nicht genug verdienen, um die Familie zu ernähren.
Hört sich krass an, beinhaltet aber schon auch Wahrheit. Wir waren drei Kinder und meine Mutter hat schon gut zu tun. Zudem hat sie meine Schulfreunde, deren Mütter arbeiteten, auch noch verköstigt und ins Freibad gefahren.
Hallo, Ihr berufstätigten überarbeiteten und überlasteten Mütter: Redet Euch nicht alles schön und fragt mal Eure Kinder, was sie lieber hätten? Meine Schulfreunde, deren Mütter arbeiteten haben mich immer beneidet und wollten am liebsten bei meiner Familie leben.
 
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Gast

  • #7
Klingt nach dem anderen Hausfrauenbashingthema.

Dass sich v.a. Frauen mit Kindern melden , liegt vielleicht daran, dass es mit Kindern eben schwierig ist zu arbeiten. Und nicht jeder Job ist mit Vollzeittätigkeit und Familie vereinbar, Bürojob geht super, aber mal ehrlich vorm PC hat sich noch keiner überarbeitet im Sitzen. Dann gibt e noch die Situation drum rum, wie ist der Job des Partners, also was soll das Dumme Abwerten anderer Lebensorganisationen? Ist hier jemand unzufrieden mit der eigenen und hat's deswegen nötig ? Klingt nämlich fast so.
Naja scheint den Antworten zufolge ja für einige nötig zu sein!
 
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Gast

  • #8
Naja, komische frage, ich kenne keine, die ohne kita/kindergarten arbeitet
Wenn die kinder nicht die kita oder kindergarten besuchen, dann muss man tatsaechlich fuer die "familie" sorgen und das ist wie ein vollzeitjob. Berechtigt waer dann die frage in jedem fall, was die hausfrauen machen waerend die kids ganztags in einrichtungen verbringen. Ich komm aus einer mehrkoepfigen familie, und keins meiner geschwister war im kindergaerten, meine mutter wsarvtatsaechlich ca. 8 jahre zuhause mit uns beschaeftigt, ich habe ihr eine grossartige kindheit zu verdanken und wir haben mit meinen geschwistern mittlerweile selbst eine familie und stehen alle in engem und vertrauensvollen kontak zueinander. Ich denke man erntet, was man saeht.
W(26)
 
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Gast

  • #9
Meine Mutter war vormittags arbeiten. Zum Mittagessen gab es immer etwas schnell gekochtes, beim Essen und gemeinsamen Küche aufräumen ging das Gespräch nur um ihre Arbeit. Meine Mutter hatte keine Ahnung über unsere Leben, aber wir wussten alles von ihrer Arbeit.

Während meine Schwester und ich Hausaufgaben gemacht haben, hat meine Mutter ein bißchen Haushalt gemacht, aber meistens Akten gewälzt. Sie musste ja auf die abendliche Sitzung vorbereitet sein. Da war fast jeden Abend etwas.

Bevor sie arbeiten ging (bis ich neun Jahre alt war) war sie mit Hausbau/-ausbau beschäftigt, und abends waren die Eltern oft auf aus. Vater arbeitete Schichtdienst. Wenn wir nicht mitgenomen werden konnten (ging ja nur auf Familienfeiern, da schliefen wir dann irgendwo ein), blieben wir halt schon als Kleinkinder alleine zu Hause. Wenn wir nicht das Glück hatten, bei den Großeltern oder Tante zu übernachten am Wochenende.

Gespielt haben immer alle Kinder zusammen draußen, als der Exhibitionist im Gebüsch stand, war kein Erziehungsberechtigter da, um uns Kindern zu helfen.

Es gibt bestimmt Menschen, die Arbeit und Kinder besser unter einen Hut bekommen. Ich hatte keine Mutter. Ich werde das nie vergessen, es hat mich geprägt. Meine Schwester und ich werden niemals Kinder bekommen. Wir werden unseren Zweig aussterben lassen, ganz bewusst. Kein Kind sollte einsam und ungeliebt aufwachsen.

Ja, es liegen Welten zwischen "arbeiten gehen" und gnadenloser Selbstverwirklichung. Wenn Du, liebe FS, alles unter einen Hut bekommst, ganz toll! Das schafft nicht jeder. Und manche belügen sich einfach selber. Ich war immer neidisch auf meine Freundinnen, die erreichbare mütter hatten und nicht mit 39° Fieber im Kindesalter allein zum Arzt mussten. Die einen Tee gekocht bekommen haben, mal in den Arm genommen wurden und Hilfe bei den Hausaufgaben hatten.

Sag mir, hat meine Mutter keine Sünde begangen?

w37
 
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Gast

  • #10
@#8

Das ist wirklich bedauerlich, aber was hat das mit Hausfrau vs. berufstätiger Frau zu tun? Das Verhalten Ihrer Mutter war wohl eher ihrem Charakter geschuldet...
 
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Gast

  • #11
Kann deine dämliche intolerante Frage denn Sünde sein?
Könnte es sein, dass manche Mutter deshalb nicht einer Arbeit nachgeht, weil sie leider keine bekommt, weil der liebe Arbeitgeber keine Lust hat, Mütter einzustellen oder sie nach der Elternzeit weiter zu beschäftigen?
Kann es Sünde sein, wenn Väter, die zuhause Frau und Kind haben, arbeitssüchtig werden und an der Familie zuhause überhaupt nicht teilhaben?
Kann es Sünde sein, wenn eine Familienpolitik sich nicht um Mütter und die Wiedereingliederung in den Beruf kümmert und dadurch verursacht, dass es immer weniger Kinder gibt?
 
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Gast

  • #12
Arbeit ist offenbar dann eine Sünde, wenn sie ohne Entgelt in der eigenen Familie geleistet wird, als: Erzieherin, Köchin, Reinigungsperson, u.s.w.

Arbeit eine Frau gegen Geld als Hauswirtschafterin und leistet sie die gleiche Arbeit in einer anderen Familie, scheint das okay zu sein. Leistet die Frau die Arbeit in ihrer eigenen Familie, gilt sie als "faul".

Ich bin als Kind Schlüsselkind gewesen, und auch bei mir war niemand da, als der Exibitionist und Grabbscher im Gebüsch mit Todesangst einjagte. Es war niemand da, wenn es mir schlecht ging, und mit Fieber mußte ich die Schule und zum Schwimmen.

Ich wollte meinen Kindern niemals zumuten, was ich erleben mußte, und habe mich bewußt entschieden, Hausfrau zu sein, Essen zu kochen, mich um die innerhäuslichen Angelegenheiten zu kümmern und - vor allen Dingen - für die Kinder immer ansprechbar zu sein. Tagsüber habe ich ein Fernstudium gemacht, Gemüse und Obst wurde im eigenen Garten schadstoffrei und ohne Emissionen selbst angebaut. Meinen Kindern hat es gut getan, und auch zu uns kamen Gastkinder sehr gerne und wären am liebsten geblieben, weil sie das Gefühl hatten, dass sich jemand für sie interessiert.

Ich möchte mit niemandem tauschen, der hier seinen ganzen Zynismus ausbreitet über Frauen, die gerne zuhause bleiben und sich um das gesunde Umfeld ihrer Familien kümmern.
 
  • #13
Uah, welche Schlangengrube.

Ich bin beim besten Willen kein Freund von Hausfrauendasein, aber man darf auch nicht die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zur jeweiligen Zeit und den persönlichen Handlungsrahmen jedes einzelnen vergessen. Vernünftige Kindergärten in guter Qualität und Anzahl waren doch in Westdeutschland jahrzehntelang Mangelware, in vielen Gegenden war eine ernstzunehmen Berufstätigkeit nur schwer möglich.
Warum aber bitte schön, redet ihr immer nur von den Müttern und nie von den Vätern????

Fakt ist, wenn jemand mehrere Kinder hat und es keine Betreuung gibt, dann ist das Hausfrauendasein ein Vollzeitjob, wenn man ihn ernst nimmt. Mein Ding wär´s nicht.
Die Darstellung von Gast 8 ist jetzt ein bissl arg pathetisch. Mal eine Nummer runterschalten und das Ganze auch mal aus der Perspektive der Mutter sehen könnte neue Horizonte auftun. Vielleicht reichte das Geld, welches der Vater verdiente auch vorne und hinten nicht?
 
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Gast

  • #14
J Hausarbeit ist in 1 bis maximal 2 Stunden erledigt. Berufstätige beweisen es Tag für Tag. Der Rest ist Kinderbespaßung und Halligalli.
Kann ich nur zustimmen.
Bin im Homeoffice Selbstständig und sehe es 1zu1 an einer befreundetetn Nachbarin...
Erziehung ist mit Sicherheit kein Zuckerschlecken, aber wenn ich Kinder hätte, würde ich Hausfrauendasein SOFORT gegen einen Beruf (kommt von Berufung und ist bitte nicht mit einem Job oder einer Arbeit zu verwechseln) eintauschen.
Ach ja, und damit hier keine falschen verdächtigungen aufkommen - ich liebe meine Berufung und trotzdem würde ein Hausfrauendasein entspannter sein.
Ist natürlich nur subjektiv...

P.s Bin m und weiß, das man aus Haushalt etc auch eine Pseudowissenschafft kreieren kann
 
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Gast

  • #15
Ehrlich, was interessierst du dich für das Leben anderer Menschen so stark? Das sind irgendwie fragen, die mich gar nicht interessiert würden. Das würde mich zuviel Energie kosten. Geht es hier rein um Frauenmobbing oder um Frauen, die Kinder in die Welt setzen oder um vernachlässigte Männer, die keinen Orden als Familienversorger bekommen? Früher waren die Männer stolze Familienversorger ohne zu fragen, und haben den Frauen befohlen, daheim zu bleiben. Das waren halt damals noch richtige Männer. Nicht so wie die heutigen Jammerlappen.

Irgendwas muss also dein Problem sein? Du solltest das Kind schon beim Namen nennen können, und nicht so um den Brei drumherum reden.

w (ohne Kinder, mit Arbeit)
 
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Gast

  • #16
Meine Mutter hat ganztags gearbeitet bis ich etwa zwei Jahre alt war. Betreut wurde ich von so genannten Kindermädchen. Jedes Mal, wenn meine Mutter zur Arbeit gefahren ist, habe ich, laut Aussagen der Mädels offenbar geweint und wurde dann mit irgend welchem Lutschzeugs abgelenkt. Meine Mutter und ihr Bruder hatten das Geschäft meiner Grosseltern geerbt und kannte es gar nicht anders, als zu arbeiten. Mein Vater arbeitete ebenfalls ganztags. Dann änderte sich die Situation, meine Mama blieb zu Hause und ja, meine liebevolle, schöne Kindheit begann genau dann!
Ich habe enorme Verlustängste und eine Essstörung...ob es da einen Zusammenhang geben könnte?

w/44
 
  • #17
Ich als AE habe den Haushalt, Haus, 2500 m² Garten, frische Dinge kochen und zwei Kinder nie als Arbeit empfunden. Meine Arbeit, bei der ich teilweise 14 Stunden aus dem Haus bin, die ist anstrengend. Von da her kann ich das Gejammer von Nur-Hausfrauen beim besten Willen nicht verstehen.Haus und Kinder ist nun wirklich keine besonders anstrengende Tätigkeit. Aber gerade diesen Frauen war ich ein Dorn im Auge. Ständig wurde mir ein schlechtes Gewissen eingeredet. Nur das ich gerade die wenige Zeit, die ich mit meinen Kindern hatte, immer sehr intensiv genutzt habe. Deshalb ist das Verhältnis, dass ich zu meinen Kindern habe, auch viel besser als bei den meisten. Sie sind bzw. waren sehr gut in der Schule, sozial engagiert und nebenbei hat meine Tochter auch noch Gold- und Silbermedallien auf Weltmeisterschaften geholt.
Aber man ist wohl so, wie man es selber vorgelebt bekommt. Auch meine Mutter hat immer gearbeitet.
Ich weiß wirklich nicht wie man in der heutigen Zeit ein NURhausfrauendasei gerade seinen Töchtern noch vorleben kann. w53
 
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Gast

  • #18
Ja. Klappern gehört zum Handwerk. Ganz eindeutig. Hausarbeit ist in 1 bis maximal 2 Stunden erledigt. Berufstätige beweisen es Tag für Tag. Der Rest ist Kinderbespaßung und Halligalli.
Hast du Kinder? Hast du mal probiert, wie es ist? Auch Männer machen gehen in Elternzeit.
Diejenigen, die ich kenne, fanden es schön, aber anstrengend. Keiner von ihnen war unglücklich, als er wieder ins Erwerbsleben zurückgekehrt ist.
1-2 Stunden Hausarbeit, das schaffen mein Mann und ich gerade mal ZUSAMMEN, und wir haben keine Kinder. Alle 2 Wochen kommt eine Haushaltshilfe.
Kinderbetreuung, wenn es kleine Kinder sind, ist ein 20-Stunden-Job. Pro Tag, nicht pro Woche. Kannst es ja mal ausprobieren.
 
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Gast

  • #19
Liebe FS,
ich finde gegen beide Lebensmodelle spricht nichts dagegen, sofern man sie selber gut vertreten kann. Es sieht es leider oft so das man hier in Deutschland fast niemanden gerechtfertig werden kann. Geht man viel zu früh arbeiten zw. 1- 3 LJ des Kindes arbeiten, dann ist man eine Rabbenmutter und bleibt man zuhause ist man Faul! Ich gehe erst mal von mir aus, wenn ich Kind habe würde ich gerne für drei Jahre zuhause bleiben, aber das wird nicht gehen! Da mein Partner nicht genug für heutigen Lebensstanderd verdient ( Wohnung, Versicherungen ect. , also es geht hier nicht so arg um Luxusgüter sondern einen normalen Lebensstanderd )! Obwohl er Akademiker ist und ich auch einen sehr Anspruchsvollen Beruf was viel Wissen und Verantwortung beinhaltet braucht man heutzutage zwei Gehälter! Das ist einfach Tatsache, außer man hat einen Beruf gewählt wo man viel verdient, dann sieht es natürlich anders, aber diese Berufe haben prozentuall gesehen wennige unserer Generation. Ich finde für Kinder sowohl auch Mütter oder Väter wäre es schon besser wenn mann mindesten drei Jahre zuhause bleiben könnten, denn Kindererziehung und vernümfige Haushaltsführung nimmt auch viel Zeit und Energie in anspruch, nur mit dem unterschied, daß diese Tätigkeiten für die eigene Familie nicht vergütet werden! Und für die arbeiten gehen.wollen und müssen ist es auch in Ordnung, denn jeder muß damit selber klar kommen und wenn das sehr gut organisatorisch gut geht, dann sehe ich da nichts in beiden Lebensmodellen ververwerfliches! Jedem das seine und mir das meine!
Es gibt Mütter oder Väter die zuhause sind und die Kinder vernachlässigt werden und es gibt wo beide arbeiten gehen, aber die Organisation so gut klappt das sich Kinder nicht vernachlässigt fühlen umd umgekehrt! Hängt von persönlicher Einstellung wie weit man sich und seine Zeit für die Kinder aufopfern will und was man Beruflich macht und wie weit die Firma Familien / Frauen freundlich ist! Für Kinder und Eltern wäre es leichter und angenehmer wenn ein Elternteil bis zum 3 LJ zuhause bleiben könnte und danach Teilzeit arbeiten gehen würde, aber das ist nur ein Wunachvorstellung, denn die Realität sieht oft anders aus! Deswegen ist es oft sehr leicht als außenstehendrr jemanden anderen über sein Leben zu Verurteilen, daß geht sehr leicht!
 
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Gast

  • #20
@Gast 12, ein wirklich treffender Kommentar und ich denke auch, dass es schon zu jeder Zeit die unterschiedlichsten "Modelle" bezüglich der Gestaltung der beruflichen Tätigkeit für Familien mit Kindern gab. Wir haben nur in unserer heutigen Zeit die technischen Voraussetzungen dafür, dass tatsächlich jedes Detail eines persönlichen Lebens, inklusive der familiären Gestaltung, prüfend auf pro oder kontra im world wid web diskutiert werden kann, ohne jedoch letzten Endes aber zu einem Ergebnis (welcher Art auch immer) zu kommen. Denn nach Verschwendung von Zeit und Nerven, dem anonymen Kommentator seine Sicht der Dinge aufzudrücken, lebt man sein Leben genauso weiter wie zuvor. Es soll doch einfach jeder mit seinem Lebensmodell leben und auch Gast 8 sei es vergönnt, offensichtlich am Leben zu leiden. Jeder wie er es gerne mag und dadurch ein anderer Mensch nicht benachteiligt wird, oder zu Schaden kommt und schon wären wir doch zwischenmenschlich einen gewaltigen Schritt weiter, oder anders formuliert, wir würden endlich den Vorteil nutzen, der (normalerweise) dem Menschen so großartig vergönnt ist, das Bewusstsein.
 
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Gast

  • #21
Liebe 16, wenn Dein Leben so funktioniert , ist doch schön , aber sich selbst zum Maß aller Dinge zu erklären ist schon ein bißchen abgehoben und eines hat bei Dir ja nun nicht funktioniert, eine Beziehung, warst ja ae. Nicht falsch verstehen, aber auch eine Beziehu g braucht Zeit. Mit Job, Familie , sich selbst, Haushalt das ist viel , v.a. emotional. Man kann nicht von jedem alles erwarten. Ich persönlich kann z.B nicht verstehen, warum jemand bei ner 80 Stunden Woche einen Burn Out bekommt. Aber das gibt mir nicht das Recht , es als nicht Ernst abzutun. Genau das machst du gerade... Falls Du einen Egostreichler brauchst, alles suuuuuper gemacht, aber etwas weniger Arroganz wäre auch ok.

W , 34 , Karrieretussi
 
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Gast

  • #22
Es ist doch eine völlig hirnrissige Diskussion!
Wie sollte irgendein Mensch hier 1000 verschiedene Lebensumstände beurteilen können?!
Ich war ein Schlüsselkind einer Alleinerziehenden und fand es schrecklich. Meine Freundin hatte ihre Mutter den ganzen Tag um sich .
Beide fanden wir den Zustand ungünstig.
Sie blieb total unselbstständig, wurde überall hin gefahren.. Ich war selbstständig aber sehr einsam.
Was soll daran gut sein??
Ein Kind sollte sich geborgen fühlen und sich trotzdem entwickeln und ablösen können.
Es gab und gibt viele schlechte Eltern, oder Bedingungen für ein Kind.
Ob die Mutter zu Hause sitzt oder nicht, ist dafür nicht unbedingt die relevanteste Frage!
Und so wie manche Frauen zu Hause viel leisten und gutes vorleben können, können es auch berufstätige... Oder eben nicht!
Arbeit ist auch nicht Arbeit!
Wer am Limit kämpft und viel Stress hat, kann zu Hause nicht mehr viel geben.
Manchmal können aber auch die Frauen zu Hause nichts geben!
Da eine Grundsatzdiskussion zu starten ist einfach nur lächerlich!
 
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Gast

  • #23
Auch hier sollte man nicht pauschalisieren. Es gibt die Hausfrauen, die ganz viel für ihre Familie und die Gesellschaft leisten. Sie kümmern sich mit vollem Einsatz und Liebe um das Wohlergehen der Familie, um gesunde Ernährung, ein anprechendes Zuhause, um einen Garten, Haustiere, die Wäsche, kleiden alle zweimal im Jahr durchdacht ein, interessieren sich, hören zu, lösen Konflikte, planen Freizeitaktivitäten, managen schulische Dinge usw. und verströmen dabei noch Wärme und Geborgenheit. Kurzum: Sie sind mit allen Sinnen präsent. Diese Aufgaben sind nicht mit Geld zu bezahlen und Kinder, die in einem solchen Heim aufwachsen, strahlen das auch aus. Sie haben allerbeste Startbedingungen. Schade, dass das in unserer Gesellschaft nicht mehr anerkannt wird.
Dann gibt es aber auch die Hausfrauen, die ein Kind haben, das schon größer ist und sie nicht mehr so sehr braucht, die aber dennoch zu Hause sind, sich aus Langeweile Haustiere zulegen, Reitstunden nehmen, in allen schulischen Gremien herumwirbeln, jeden Termin des Kindes auswendig kennen, Bücher für den Papierkorb schreiben, nicht wissen, welchen Wochentag wir haben, deren Tag von TV-Serien bestimmt wird, die von Urlaub zu Urlaub leben, die dem Back- oder Nähwahn verfallen, die sich mit Wonne in überfüllten Festzelten tummeln, die nur noch nehmen und ihrem Ehemann weismachen wollen, dass sie zu lange aus dem Job raus sind, um jemals wieder Geld verdienen zu können. Also bitte genau hinschauen, wenn der Begriff "Hausfrau" fällt.
 
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Gast

  • #24
Gast 8 - hat es treffend beschrieben. Es sind einfach unterschiedliche Lebensmodelle und jedes hat seine Berechtigung. Ob eines besser oder schlechter ist, mag ich nicht beurteilen.
Ich denke mit mehreren kleinen Kindern sind 1-2 h Haushaltsarbeit pro Tag illusorisch und ohne sehr gute Infrastruktur und Hilfe durch Großeltern nicht mehr mit der Arbeit zu kombinieren.
Ich habe mich für die Arbeit plus Familie entschieden, das wurde mir aber auch sehr gut vorgelebt.

(w)
 
  • #25
Den ersten Teil des Postings unterschreibe ich mal so - ich war bestimmt nicht so eine tolle Mutter, aber genau das, was du beschreibst, war mein Ziel.

Dem hier allerdings kann ich nicht so ganz zustimmen:

Dann gibt es aber auch die Hausfrauen, die ein Kind haben, das schon größer ist und sie nicht mehr so sehr braucht, die aber dennoch zu Hause sind, sich aus Langeweile Haustiere zulegen, Reitstunden nehmen,
Wenn Geld genug da ist, dass die Frau aus Langeweile Reitstunden nehmen kann, dann soll sie um Himmels Willen weiter zuhause bleiben und nicht jemandem den Job wegnehmen, der das Geld dringender braucht. Arbeit um der Arbeit willen halte ich für ziemlich unnötig.

die nur noch nehmen und ihrem Ehemann weismachen wollen, dass sie zu lange aus dem Job raus sind, um jemals wieder Geld verdienen zu können.
Das muss man nach 10. 15, 20 Jahren niemandem weismachen. Das ist die traurige Wahrheit und mein Mann weiß das auch. Soll eine Frau mit Studium oder guter Ausbildung als Putzfrau wieder anfangen, während der Mann einen Managerposten hat? Hat das irgendwas mit der oft beschworenen "Augenhöhe" zu tun? Würdest du das tun?

Ich habe vermutlich keinerlei Chance, jemals wieder einen Job zu finden, der entweder zu meiner ursprünglichen Ausbildung oder zu meinen zwischenzeitlich erworbenen, aber leider nirgends zertifizierten Kompetenzen passt. Letztes Jahr hatte ich einen solchen. Leider bei einem Betrieb, bei dem ich das ganze Jahr über nicht wusste, ob er im nächsten Monat noch existieren würde. Also verräume ich jetzt Waren in einem Supermarkt - krisenfest, aber todlangweilig. Und ganz sicher nicht weniger frustrierend als "Nur-Haushalt" für einen Menschen, der Kopfarbeit gewohnt ist.
 
G

Gast

  • #26
Hast du Kinder? Hast du mal probiert, wie es ist?
1-2 Stunden Hausarbeit, das schaffen mein Mann und ich gerade mal ZUSAMMEN, und wir haben keine Kinder. Alle 2 Wochen kommt eine Haushaltshilfe.
Kinderbetreuung, wenn es kleine Kinder sind, ist ein 20-Stunden-Job. Pro Tag, nicht pro Woche. Kannst es ja mal ausprobieren.
Liebe Userin, ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber das ist der mit Abstand größte Witz, den ich in den letzten Wochen gelesen habe.

Als ich 25 war, hatten wir unser ZWEITES Kind. Und zwar in einem Abstand von ca. 1,2 Jahren. Das ist im Grunde wie Zwillinge haben. Kannst Du Dir vorstellen, was das bedeutet? Als Kinderlose wohl eher nicht.

Außerdem war der Alltag damals - erst recht östlich der Elbe - ein paar Nummern härter, als sich junge Leute das heutzutage überhaupt noch vorstellen können. Ich habe Situationen erlebt, die kämen nicht mal in Deinen kühnsten Albträumen vor.

Eine Haushaltshilfe brauchte ich nie - die kenne ich nur aus Filmen. Nach unserer Trennung war ich übrigens alleinerziehend mit 2 Kindern - und vollberuflich selbständig obendrein. (Unterhalt habe ich von meiner Ex-Fra übrigens nie bekommen.) Also rate mir bitte nicht, "das mal auszuprobieren". Sorry, aber Dein freundlicher Rat dürfte an Skurrilität nur schwer zu toppen sein.

Wenn Ihr keine Kinder habt, dafür aber eine Haushaltshilfe, dann seit Ihr zu beneiden. Ich gönne es Euch. Gleichwohl glaube ich kaum, daß Du Dir vor diesem Hintergrund wirklich ein Urteil erlauben kannst. Denn dafür fehlt Dir - bei allem Respekt - einfach eine Menge der Erfahrungen, die ich gemacht habe.

#1 m 49
 
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Gast

  • #27
Ja. Klappern gehört zum Handwerk. Ganz eindeutig. Hausarbeit ist in 1 bis maximal 2 Stunden erledigt. Berufstätige beweisen es Tag für Tag. Der Rest ist Kinderbespaßung und Halligalli.
Na ja, kommt drauf an, wie der Haushalt aussehen sollte. In 1-2 Std. (wenn Kinder da sind), das reicht grad, dass der gröbste Dreck weg ist und die Tierchen nicht überhand nehmen.

Wie du in deinem letzten Post geschrieben hast, kommst du aus den neuen Bundesländern und da sind Kinder seit jeher ganztags in der Kita. Gleich nach dem Frühstück hin und zum Abendessen wieder heim und dann ins Bett. Sie machen keinen Dreck, sie brauchen kein Mittagessen, sie haben die Hausaufgaben gemacht.
Rechne die Zeit mal dazu, dann reichen deine 2 Std. eben lang nicht mehr.
Ich habe auch 2 Kinder großgezogen und habe zu 70 % gearbeitet, aber ich war froh um meine Mutter, die in der Nachbarschaft wohnt und sicher einige Stunden Betreuung übernehmen konnte.
Kinderbespaßung und Halligalli - tja, seltsam, dass dafür manche Menschen bezahlt werden müssen und nicht umgekehrt. Wenn du voll gearbeitet hast, dann hast du ja wenig von dem Halligalli mitbekommen.
 
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Gast

  • #28
Für eine Mutter ist es in den meisten Augen noch immer eine Sünde. Dann wird sie gleich zur Rabenmutter abgestempelt. Schrecklich. Wobei m.E. überwiegend Vollzeitmütter es als Sünde ansehen. Komisch - haben sie keine Lust zu arbeiten????

Ich bin auch eine berufstätige Mutter gewesen. Habe neben meinen fulltimejob auch den Haushalt geschafft UND mich intensiv und liebevoll um mein Kind gekümmert. War verdammt anstrengend. Hat sich aber auch mehr als gelohnt. Würde es immer wieder tun. Gekocht habe ich auch noch - frisch.

Wenn ich viele Vollzeitmütter beobachte (auch früher schon), kann ich nicht verstehen, was diese Frauen für einen Terz um ihr Dasein machen. So viel Arbeit, keine Zeit für sich selber etc.
Berufstätige schaffen das Pensum auch. Man muss es nur organisieren. Nicht den halben Tag Kaffeetrinken und tratschen mit den übrigen Gleichgesinnten, dann geht es. Heute ist Hausarbeit wesentlich leichter als vor 100 Jahren.

w, 50
 
G

Gast

  • #29
@ #26

Ja und? Wo ist da jetzt der Widerspruch? Wenn ich sage, der Rest ist Kinderbespaßung - was spielt es dann für eine Rolle, ob die die zuhause oder in einer Einrichtung stattfindet? Wenn das zuhause stattfindet, findet das natürlich zuhause statt. Die Zeit ist dann natürlich dazuzuaddieren. Oder habe ich das bestritten? Deswegen brauchts für den Haushalt trotzdem nicht mehr als 1-2 Stunden. Es sei denn, man macht eine Wissenschaft daraus, um sich auf die Schulter klopfen zu können. Daß jetzt hier von gewissen ForumsteilnemerInnen Widerspruch kommt, das weiß ich. Das beeindruckt mich aber nicht.

Sorry, aber Du brauchst mir nichts erzählen, ich war lange genug mit 2 Kindern alleinerziehend und hatte meinen Haushalt im Griff. Mir braucht nun wirklich niemand erzählen, wie ich meinen Alltag gemeistert habe.

Und selbst wenn Kinder tagsüber in der Einrichtung sind, dann machen sie vorher und nachher Dreck im Haus. Der Unterschied zu dem Dreck am Wochenende ist da so groß nun auch wieder nicht. Zumal es heute diverse Helferlein gibt, die einem viel Arbeit abnehmen: Vollwaschautomat, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Industriestaubsauger, Zentralheizung, Auto usw... Davon hätte die Generation meiner Mutter oder selbst unsereiner in jungen Jahren nur träumen können.

Es ist nun mal so: Klappern gehört zum Handwerk. Das erlebe ich jeden Tag in meinem Beruf. Wer nicht klappert, und allen erzählt, wie wichtig er ist, geht gnadenlos unter.

#1 m 49
 
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Gast

  • #30
Ich glaube nicht, dass die Vorwürfe von den Vollzeitmüttern kommen, m.E. Sind es die berufstätigen Mütter , die Probleme mit ihrer Entscheidung haben und deshalb Dreck auf andere werfen. In meinem Bekanntenkreis habe ich trotz vehement gegenteiliger Behauptung immer so erlebt. Die Vollzeitmüttern hatten eigentlich nie das Bedürfnis Diskussionen dieser Art zu eröffnen, sie wurden immer von den anderen an den Pranger gestellt, so wie hier. Ich denke viele berufstätige Mütter kompensieren so ihre meiner Meinung nach unnötigen Schuldgefühle oder auch Neid, kein sehr netter Zug. Das mit dem alles schaffen , ist so etwas was ich bezweifle. Mit Vollzeitjob genauso intensiv auf seine Kinder einzugehen und den Haushalt zu machen wie anders halte ich für Blenderei und den Spruch mit der Organisation auch. Selbstbetrug und Kompensation. Es ist im Kern einfach unrealistisch. Die Frage ist viel mehr muss es denn immer die gleiche Intensität sein? Ich denke Kinder verstehen sehr gut , wenn man ihnen Sachzwänge erklärt und alles im vernünftigen Rahmen bleibt. Vielleicht sollten die Damen , die es hier nötig haben auf anderen Frauen rumzuhacken , sich einfach mal mit sich selbst beschäftigen und aufhören sich etwas vorzumachen.

Ich bin voll berufstätig in einer leitenden Position und tatsächlich oft 14 h außer Haus. Was hier von einigen berufstätigen Müttern erzählt wird , sind echte Märchen. Ich habe genügend erlebt , die sich bei mir ausgeheult haben . Angeblich waren sie auch perfekt organisiert, angeblich.

Ich denke jede sollte es machen, wie sie will , was sie nicht sollte andere fertig machen, die es anders machen. Was richtig und falsch ist, sagen einem die Kinder 20 Jahre später und Kinder verstehen Sachzwänge.

W 34 Karrieretussi