• #1

Kann Eifersucht gerechtfertigt sein?

Wie geht ihr mit Eifersucht um? Ich meine die berechtigte Eifersucht, weil klar ist, dass der Partner ein nicht angemessen vertrauliches Verhältnis zu einer anderen Person hat. Als Extrembeispiel nehme ich das Paar, das sexuelle Exklusivität vereinbart hat und dann findet die Frau den Mann im Ehebett beim Sex mit der Nachbarin.

Es gibt ja die Ansicht, dass es keine berechtigte Eifersucht gibt, weil Eifersucht immer aus einem Defizit an Selbstbewusst des Eifersüchtigen entsteht und ein wirklich selbstbewusster Mensch daher nicht eifersüchtig wird.
 
  • #2
Meiner Erfahrung nach, ist es auch oft so, daß das Verhalten des Partners entscheidend ist, ob bzw wie sehr ich eifersüchtig bin. Flirtet er ständig, oder ist er distanziert aber freundlich? Steht er zu mir oder hat er viele Frauenbekanntschaften und "hilft" gerne mal? Viele von uns haben den 7. Sinn, leider wird immer so getan , als sei das Quatsch. Wenn ich aber Bauchschmerzen habe , weil eine bestimmte Person auftaucht, dann bedeutet das was. Ich vergleiche das gerne so: um meinen Partner herum sind versch Bereiche. Nehmen wir mal Kreise. Der äußerste kann von jedem betreten werden. Der nächste von Bekannten. Der danach von Familie u Freunden und der engste nur von mir als Partner.
 
  • #3
Natürlich ist Eifersucht nie berechtigt. Zum Beispiel, wenn der Ehemann nach Hause kommt und erwischt die Ehefrau beim Sex mit dem Nachbarn im Ehebett. Gleiches Recht für alle und schließlich sind wir alle selbstbewusste Menschen. ;-) Ohne Defizite kocht der Mann dann noch schnell einen Kaffee und man plaudert gemeinsam über die Hausgemeinschaft.
 
G

Gast

  • #4
Ja. Ich (M 44) bin auch eifersüchtig.
Als ich meine Partnerin damals kennen lernte, wollte sie nach etwa einem halben Jahr (eigentlich still und heimlich) mal einen "guten Freund" besuchen. Abends mit Dinner. Ich sollte nicht dabei sein.
Das habe ich abgelehnt und klargestellt, das sich unter diesen Umständen nicht an einer Forsetzsetzung der Beziehung interressiert sei Damals hat sie schließlich wütend nachgegeben. Es kam nie wieder irgendwas nach.
Ja ich war eifersüchtig und würde es auch wieder sein. Und ja ich stehe dazu. ich stehe auf dem Stzandpunkt , "Gelegehuiet macht Diebe" (auch bei mir selbst)
Deswegen halte ich normale Eifensucht für gerechfertigt. Es ist ein menschliches Gefühl. Die Messlatte sollte möglichst bei Beziehungsbeginn für beide geeicht werden. Das tiefere Level setzt die Reverenz.
 
G

Gast

  • #5
Eifersucht kann man sich tatsächlich "abtrainieren", hab ich in meiner Jugend machen dürfen, weil die monogame Zweierbeziehung heftig abgeschafft wurde. Die Männer, die mir beteuert haben, Eifersucht sei total rückständig, erwiesen sich dann doch als ziemlich eifersüchtig...Nein, ich bin nicht eifersüchtig, weil ich die Vorlieben und Schwächen meines Partners lange tolerieren kann....wenn dann aber mein Respekt für den Partner verloren geht, ist das Ende der Fahenstange erreicht und ich bin nicht mehr umzustimmen.
 
  • #6
Es gibt ja die Ansicht, dass es keine berechtigte Eifersucht gibt, weil Eifersucht immer aus einem Defizit an Selbstbewusst des Eifersüchtigen entsteht und ein wirklich selbstbewusster Mensch daher nicht eifersüchtig wird.
Ich behaupte mal rotzfrech, dass die Mehrheit an Menschen - gleichgültig, ob selbst immer treu gewesen oder nicht - Eifersucht verspürt, wenn ein geliebter Partner inflagranti mit einer anderen Person erwischt wird. Insbesondere dann, wenn gegenseitige Treue zugesagt wurde. Aus dieser Annahme kann man nun zweierlei folgern:
  • Entweder leidet die absolute Mehrheit unter einem defizitären Selbstbewusstsein oder
  • Eifersucht wird, als natürlicher Bestandteil des menschlichen Gefühlsspektrums, losgelöst vom Selbstbewusstsein empfunden.
Ich gewinne oftmals den Eindruck, dass lediglich positive Gefühle erlaubt seien, wohingegen negative (bspw. Wut, Trauer, Eifersucht, usw.) nicht nur als unerwünscht, sondern auch als unnatürlich betrachtet werden und infolgedessen umgehend auf irgendwelche schwerwiegenden (psychologischen) Defizite zurückgeführt werden.

Meiner Meinung nach haben diese Empfindungen als Teil des Gesamtspektrums jedoch eine ebensolche Legitimität, wie die positiven Gefühle auch. Was natürlich nicht bedeutet, dass man sie ungehemmt ausleben kann.

Nehmen wir mal die Wut als Beispiel: Wer ist in Gedanken noch nicht irgendeinem Mitmenschen (bspw. dem Vorgesetzten, dem Kollegen, dem Partner, dem Lehrer, der knöllchenschreibenden Politesse, etc.) an die Kehle gegangen? Ist doch relativ normal ... da muss man nicht krampfhaft nach außergewöhnlichen Defiziten suchen.
 
  • #7
Natürlich ist Eifersucht nie berechtigt. Zum Beispiel, wenn der Ehemann nach Hause kommt und erwischt die Ehefrau beim Sex mit dem Nachbarn im Ehebett. Gleiches Recht für alle und schließlich sind wir alle selbstbewusste Menschen. ;-) Ohne Defizite kocht der Mann dann noch schnell einen Kaffee und man plaudert gemeinsam über die Hausgemeinschaft.
Sehe ich genauso. :)
Nur aus anderem Grund und mit anderen Konsequenzen. ;)

Das Defizit besteht für mich, wenn, in der eigenen Definition einer Beziehung, das konsequente Leben danach und Einfordern dessen. Wenn ich dann bekomme was ich möchte, worauf soll ich dann eifersüchtig sein?
Wenn ich das nicht bekomme oder ,in Deinem konkreten Beispiel, etwas bekomme was ich nicht möchte, ziehe ich die Konsequenzen. In Deinem Fall den/ihren Rauswurf. Das habe ich einmal getan und würde es jederzeit wieder tun.
 
  • #8
Ja. Ich (M 44) bin auch eifersüchtig.
Als ich meine Partnerin damals kennen lernte, wollte sie nach etwa einem halben Jahr (eigentlich still und heimlich) mal einen "guten Freund" besuchen. Abends mit Dinner. Ich sollte nicht dabei sein.
Das habe ich abgelehnt und klargestellt, das sich unter diesen Umständen nicht an einer Forsetzsetzung der Beziehung interressiert sei Damals hat sie schließlich wütend nachgegeben. Es kam nie wieder irgendwas nach.
Ja ich war eifersüchtig und würde es auch wieder sein. Und ja ich stehe dazu. ich stehe auf dem Stzandpunkt , "Gelegehuiet macht Diebe" (auch bei mir selbst)
Deswegen halte ich normale Eifensucht für gerechfertigt. Es ist ein menschliches Gefühl. Die Messlatte sollte möglichst bei Beziehungsbeginn für beide geeicht werden. Das tiefere Level setzt die Reverenz.
Aha, bei DIR macht also Gelegenheit Diebe. Weil das so ist, unterstellst Du es nun Deiner Partnerin. Anmaßend. Sie dann noch zu erpressen, falls sie sich trifft, machst Du Schluss, ist daneben. Wieso sollte Frau immer mit ihrem Partner zusammenkleben und sich nicht ohne ihn mit einem männlichen Bekannten treffen dürfen? Von mir hättest Du eine klare Ansage und Kündigung der Beziehung bekommen. Unglaublich, was sich manche Frauen von Männern bieten lassen.
 
G

Gast

  • #9
Zitat von Tomyi:
Als Extrembeispiel nehme ich das Paar, das sexuelle Exklusivität vereinbart hat und dann findet die Frau den Mann im Ehebett beim Sex mit der Nachbarin.
Da bin ich nicht eifersüchtig, sondern am Sachen packen. Je nachdem meine oder seine.
Zitat von Tomyi:
Es gibt ja die Ansicht, dass es keine berechtigte Eifersucht gibt, weil Eifersucht immer aus einem Defizit an Selbstbewusst des Eifersüchtigen entsteht und ein wirklich selbstbewusster Mensch daher nicht eifersüchtig wird.
Du musst das unterscheiden von dem Betrug.
Eifersucht ist, wenn man denkt, der Partner könnte eine/n andere/n toller finden. Das kann was mit dem Selbstwertgefühl zu tun haben, aber auch mit dem Verhalten des Partners. Wenn man sich nicht geliebt, toll gefunden, schön gefunden usw. fühlt, und dann sieht, wie ein anderer die Aufmerksamkeit bekommt, die man sich wünscht, dann kann man schon eifersüchtig werden. Es gibt auch Männer und Frauen, die den Partner so absichtlich kleinhalten. Aber das ist dann auch wieder dem mangelnden Selbstvertrauen des Partners geschuldet, wenn er sich so behandeln lässt.

Die Grenzen sind fließend. Wer sich selber nicht schätzen kann, braucht auch vom anderen immer Bestätigung.
Wer ein gesundes Selbstwertgefühl hat, der kann es auch ertragen, wenn er mal ohne große Bestätigung auskommen muss und der Partner seine Aufmerksamkeit etwas anderem widmet. Manche sind sogar auf die Katze oder ein Hobby eifersüchtig.

Eifersüchtige Menschen können sehr anstrengend und einengend sein. Ich glaube, jeder kann eifersüchtig sein.
 
N

nachdenkliche

  • #10
Eifersucht ist ein gesundes menschliches Gefühl, wenn es nicht ausufert und krankhaft ist .Denn genau diese übersteigerte Angst den Partner an einen anderen zu verlieren, wird dann der Grund für eine Trennung sein. Man sagt ja, eine kleine Brise Eifersucht ist der "Wachhund in einer Beziehung". Übertriebene Eifersucht ist mangelndes Vertrauen..und das zerstört letztendlich eine Beziehung.
 
  • #11
Ich mache mir bewusst: "Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer Leiden schafft." Leid wiederum kann ich in meinem Leben nicht gebrauchen.

Ich meine die berechtigte Eifersucht, ....Als Extrembeispiel nehme ich das Paar, das sexuelle Exklusivität vereinbart hat und dann findet die Frau den Mann im Ehebett beim Sex mit der Nachbarin.
Ja und, was hilft Dir die Eifersucht in der Situation weiter, außer dass es Dir damit schlecht geht? Garnicht.
Da mache ich Tabula rasa, schmeiß als erstes die Schlampe raus und zwar so, dass möglichst viele andere das mitbekommen (Verteiler: an alle) - bevorzugt ihr Ehemann und ihre Kinder. Es würde mir auch nicht ausmachen, wenn die Kinder in der Schule thematisieren, das ich ihre Mutter eine Hure genannt habe, warum denn bloss?
Danach würde ich mir meinen Mann vorknöpfen und die Dinge klar machen - einer geht und zwar erst mal er, bis geklärt ist, wie die Scheidung abläuft. Das wird sachlich und emotionsbefreit angegangen und dafür muss er erst mal aus dem Weg geräumt werden. In diesen Dingen bin ich so toleranzfreie Zone, dass ich noch nichtmal eifersüchtig sein kann, sondern aus dem Stand Nägel mit Köpfen mache. Mit so einem Lotterbubi können sich andere Frauen abärgern, den entlasse ich in die Freiheit.

Mit Eifersucht beschwere ich mir nicht das Leben. Das ist ein Zeichen von meiner Unsicherheit, die auf meinem Erfahrungshintergrund beruht. Wenn ich mit einem Mann zusammen bin und kein Sicherheitsgefühl für mich entsteht, dann trenne ich mich von dem Mann, weil in der Beziehung etwas oberfaul ist. Es gibt Männer, die flirten viel, sind trotzdem treu oder Männer, die werden ohne Ende angebaggert, weil sie bei Frauen so gut ankommen.
Das verlangt keinen konkreten Beweis oder echte Verdachtsmomente, mein Gefühl reicht aus. Unsicherheit ist geeignet, uns beiden das Leben zu verleiden und auf sowas habe ich keine Lust. Es ist keine graue Theorie sondern ich habe es bei einem Traummann (Prototyp eines Chefarztes) durchgezogen, weil es für mich nicht ging. Ich war unkonzentriert, nervös, ließ im Job nach, das konnte so nicht weitergehen. Jatzt bin ich zwar schon lange Single und bereue es immer noch nicht.
 
G

Gast

  • #12
Eifersucht hat nicht lediglich den Ursprung im minderen Selbstbewusstsein, sondern darin, dass in der Beziehung kein entsprechendes Vertrauensverhältnis herrscht. Bzw. einer dominiert und seine Grenzen partout ausreizt, keinen Respekt vor dem Partner hat und das schwächt den Selbstwert des ohnehin schon eifersüchtigen Menschen.

Wenn der Ehemann/die Ehefrau im Bett jemand anderen liegt, dann sollte man nicht mehr eifersüchtig sein, sondern solche Menschen aus seinem Leben kicken und sich nicht zum Affen machen, sondern sein Leben wieder in die Hand nehmen!

In einer gesunden Beziehung herrscht wenig oder nur gesunde Eifersucht, weil die Grenzen abgesteckt sind und der Mann sich nicht mehr um die beste Freundin/Kumpels/andere Frauen/Mutti kümmert, sondern die Partnerin die Nummer1 ist. Das ist heute Mangelware! Partnerschaften haben keine Bedeutungen mehr, dafür aber beste Freunde. Da fängt die Problematik ja schon an.

In meiner Partnerschaft gibt selten Eifersucht, weil wir wissen, dass wir uns haben und wo wir bei dem anderen stehen, wo die Grenzen sind, um dem anderen nicht weh zu tun (Respektsache!). Beherrschen heute nur wenige!
 
G

Gast

  • #13
Ich bin von 100% eifersüchtig auf 0% runtergekommen. Hatte jahrelang einen Partner, der mich nach Strich und Faden betrogen, belogen und beklaut hat wie kein anderer. Hab versucht das alles zu akzeptieren, hinzunehmen und weiterzumachen. Heute habe ich kein Vertrauen mehr in Männer, Eifersucht aber genauso wenig.
Wen ich gut finde und wer seine Zeit mit mir verbringen will, soll das tun und wer gehen will, soll das auch tun. Ich weine keinem mehr eine Träne nach. Nach diesem Reinfall kamen noch zwei tolle Männer, aber ich habe gemerkt, ich bin weder eifersüchtig, noch kann ich Trauer empfinden, wenn einer gehen will.

Eifersüchtig bin ich also nicht mehr. Kann nicht mehr so innig und aufopferungsvoll lieben - Gott sei Dank! Ist ein großer Selbstschutz und ich bin mir heute wichtiger als irgend eine Zweitperson. Hat natürlich lange gebraucht, sich das psychologisch anzutrainieren.
Ich muss auch sagen, ich bin keine Klette mehr. Mir reicht es, den Partner alle paar Wochen mal zu sehen und ansonsten meine Ruhe zu haben. Lässt man Menschen zu nah an sich ran, tun sie einem nur weh.

w,33
 
  • #14
Wenn es keinen Grund oder Anhaltspunkt für Eifersucht gibt, dann muß man nicht eifersüchtig sein. Bei meinen meisten Partnerinnen war das so. (Bei mir sowieso) = kein Grund zur Eifersucht. Wir konnten uns absolut vertrauen. Ansonsten: Eher Trennung, als fremdgehen.

Ich habe auch versch. Single-Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Aber mit Denen würde ich nie was anfangen (sexuell, Affäre oder Beziehung.) Auch nicht, wenn ich (von Denen) die Gelegenheit dazu bekäme.
 
  • #15
In meiner Partnerschaft gibt selten Eifersucht, weil wir wissen, dass wir uns haben und wo wir bei dem anderen stehen, wo die Grenzen sind, um dem anderen nicht weh zu tun (Respektsache!). Beherrschen heute nur wenige!
Auch meine Meinung.

Wenn ich mir meines eigenen Wertes bewusst bin, habe ich auch die Macht, Vertrauen zu können.

Wird dieses Vertrauen missbraucht, wie im oben angegebenen Beispiel und ich erwische ihn in eindeutiger Situation, werden sofort die Konsequenzen gezogen.
 
  • #16
Ich gewinne oftmals den Eindruck, dass lediglich positive Gefühle erlaubt seien, wohingegen negative (bspw. Wut, Trauer, Eifersucht, usw.) nicht nur als unerwünscht, sondern auch als unnatürlich betrachtet werden und infolgedessen umgehend auf irgendwelche schwerwiegenden (psychologischen) Defizite zurückgeführt werden.

Meiner Meinung nach haben diese Empfindungen als Teil des Gesamtspektrums jedoch eine ebensolche Legitimität, wie die positiven Gefühle auch. Was natürlich nicht bedeutet, dass man sie ungehemmt ausleben kann.
Alle Gefühle, die Angenehmen und Unangenehmen bzw. die als positiv und negativ bezeichneten sind ein Teil des menschlichen Empfindens, es sind alle Emotionen auch die Eifersucht.

Warum darf man nicht alle ausleben? Unterdrückte Trauer und Wut kann langfristig zu Depressionen führen, man darf Wut und Ärger auch zeigen und verbal ausdrücken aber nicht jemanden angreifen.

Die Eifersucht zeigt sich bereits bei kleinen Säuglingen und zwar auch in Experimenten. Als Mütter eine Puppe in den Arm genommen haben hat ihr Kind eifersüchtig reagiert; das heißt offensichtlich entsteht die Eifersucht aus Angst keine Zuwendung und letztlich keine Nahrung mehr von der Mutter zu bekommen und damit dem Hungertod ausgesetzt zu sein.
Soviel ich weiß reagieren auch Kleintiere eifersüchtig auf andere Kleintiere. Wie das genau bei ausgewachsenen Tiere ist kann ich nicht sagen.
 
G

Gast

  • #17
Ich würde es zwar nicht so krass sehen, aber: Wenn Mann und Frau sich abends zu einem Date allein treffen..... um ehrlich zu sein, da ich würde da auch mal nachfragen..... z.B. warum der Mann nicht dabei sein kann?
Ich habe Dates mit Frauen abends bisher nur im Rahmen der Beziehungsanbahnung gehabt.

Ich kenne keine Frau die einen geschäftlichen Termin jemals abends im Rahmen eines Dinner allein mit mir wollte, und wenn doch, dann würde ich mir schon Gedanken machen. Bei weiblichen Freunden wäre es genau dasselbe.

Eigentlich kann ich mir so recht keine andere Motivation vorstellen, als genau diese .....
 
G

Gast

  • #19
Eifersucht ist erstmal ein Gefühl - wie jedes andere! Es ist ein Gefühl, wie Liebe, Hass, Wut, Mitleid, Neid, Stolz u.s.w. Jedes Gefühl was wir zu extrem ausleben oder fühlen kann uns schaden.

Eifersucht hat nicht automatisch was mit unserem Selbstwertgefühl zu tun. Es ist klar, Menschen die mit sich und ihrem Leben zufrieden sind, neigen weniger zu Eifersucht.

Eifersucht ist oft mit Liebe gekoppelt. Wir fühlen nur bei Menschen Eifersucht, die wir gerne haben und die wir nicht verlieren möchten.

In meinen Augen, gibt es die gesunde Eifersucht, die fühlt man, wenn man jemanden gerne hat und er einem aus den Händen gleitet. Wäre einem der Mensch egal, würde man auch nichts fühlen. Was soll man bitte fühlen, wenn man jemanden liebt und er sich von einem abwendet? Oh naja... es soll halt nicht sein, der Nächste bitte! Wie gesund ist dieses Verhalten! Wie viel hat man für diesen Menschen empfunden, wenn man ihn so leicht austauschen kann!

Es gibt Gefühle, die in unserer Gesellschaft mit einem negativen Tasch belegt sind und Eifersucht gehört dazu. Gefühle sind aber weder positiv noch negativ, sie sind da und haben ihre Berechtigung, man muss mit ihnen nur umgehen können.
 
G

Gast

  • #20
Eifersucht ist - in meiner langjährigen Beziehung - ein Fremdwort für mich. Ich liebe meinen Partner und vertraue ihm auch dann, wenn ich ihn nicht um mich habe. Schließlich ist er nicht mein Besitz.Sollte er sich einmal in jemand anderen verlieben und sich trennen, würde ich ihm alles Gute wünschen und dass er glücklich ist. Gefühle kann man nicht erzwingen und deshalb wäre es das Letzte, was ich versuchen würde. Das Einzige, worauf ich Wert lege, ist Ehrlichkeit und dass wir über alles reden können.
 
N

nachdenkliche

  • #21
Eifersucht ist - in meiner langjährigen Beziehung - ein Fremdwort für mich. Ich liebe meinen Partner und vertraue ihm auch dann, wenn ich ihn nicht um mich habe. Schließlich ist er nicht mein Besitz.Sollte er sich einmal in jemand anderen verlieben und sich trennen, würde ich ihm alles Gute wünschen und dass er glücklich ist. Gefühle kann man nicht erzwingen und deshalb wäre es das Letzte, was ich versuchen würde. Das Einzige, worauf ich Wert lege, ist Ehrlichkeit und dass wir über alles reden können.
Oh ja, ich hatte meinem Ex-Partner wirklich blind vertraut und er mir! Wir führten eine Fernbeziehung, was ich mir jetzt nicht mehr antun würde. Letztes Jahr hatte ich dann rein Zufällig entdeckt, dass er fleißig im Internet auf der Suche nach einer anderen Partnerin war.Mich hat er so lange warm gehalten, damit er am Ende nicht ohne da steht. So viel zum Thema Vertrauen.Ich hab mich dann verabschiedet..eifersüchtig war er nie, wie er mal sagte, gerade weil er mir vertraute. Ich hatte immer leichtes "Bauchgrummeln"..was sich dann auch bestätigt hat.
 
  • #22
Eifersucht ist für mich in erster Linie ein Gefühl, welches ausdrückt, dass ich mich selber nicht genug wertschätze und ich vieles an mir "nicht liebenswert" finde - defizitorientiertes Denken also. Mein Mann vermittelt mir immer das Gefühl, dass er in jeder Situation zu mir steht und mich liebt, so wie ich bin. Deshalb bin ich nicht eifersüchtig und kann ihm auch den Blick (oder auch den Griff) mal nach links oder rechts gönnen. Einfach weil ich weiß, was ich ihm/was er mir für die Beziehung "zu bieten" hat bzw. weil ich mich und mein Selbstwertgefühl nicht nur über meine Beziehung definiere. Würde er mich heftig belügen und betrügen, dann wäre ich wohl erstmal sehr verletzt, gekränkt, wütend... und würde mich dann immer fragen, was an mir/an unser Kommunikation verkehrt ist, damit das passiert. Ob das dann Eifersucht wäre? Ich glaube eher nicht.
 
G

Gast

  • #23
Mein Mann vermittelt mir immer das Gefühl, dass er in jeder Situation zu mir steht und mich liebt, so wie ich bin. Deshalb bin ich nicht eifersüchtig und kann ihm auch den Blick (oder auch den Griff) mal nach links oder rechts gönnen.
Was ist mit Griff gemeint! Sex? Wenn Dein Mann Dir auch solche Ausflüge gönnt, dann ist es okay. Wenn das nur Einseitig gegönnt wird, ist es...

Eifersucht fühlt man nur dann wenn man Angst hat etwas oder jemand zu verlieren. Selbst Tiere können Eifersucht empfinden und das Gefühl ist wichtig fürs Überleben. Denn die Eifersucht zeigt uns, wenn wir von wichtigen Resursen abgeschnitten werden oder davon bedroht werden.
 
  • #24
Ich behaupte dass jeder Mensch eifersüchtig ist oder sein kann.
Es ist alles nur eine Frage der Dosis.

Die eine spürt bereits Eifersucht in der Beziehung, wenn der Partner nur flirtet ; der andere vertraut auch dann noch , wenn der Partner bei einer guten Freundin in demselben Bett übernachtet und nur versehentlich Sex hat .

Ab einem gewissen Punkt wird jeder eifersüchtig, sofern er die Partnerschaft gerne erhalten will.

Deswegen machen mich Menschen , die gar nicht eifersüchtig sind , sehr mißtrauisch, da ich befürchte, dass diese hauptsächlich nur sich selbst lieben, aber niemand anderen wirklich.
 
  • #25
Was ist mit Griff gemeint! Sex? Wenn Dein Mann Dir auch solche Ausflüge gönnt, dann ist es okay. Wenn das nur Einseitig gegönnt wird, ist es...
Grundsätzlich kann man auch einseitig gönnen, wenn man selbst kein Interesse daran hat - ist doch nicht schlimm. Aber wir gönnen uns solche Ausflüge tatsächlich gemeinsam, nicht jeder für sich allein - also im Sinne von Sex zu Dritt.
 
G

Gast

  • #26
Grundsätzlich kann man auch einseitig gönnen, wenn man selbst kein Interesse daran hat - ist doch nicht schlimm. Aber wir gönnen uns solche Ausflüge tatsächlich gemeinsam, nicht jeder für sich allein - also im Sinne von Sex zu Dritt.
Naja einseitig ist die Frage, warum nur einer, weil nur einer will oder nur einer das darf. Bei einem Dreier, ist es das selbe! Ist die dritte Person immer vom selben Geschlecht, also Frau oder ist es auch mal ein Mann. Wenn nur Frau, weil beide nur eine Frau wollen, also die Frau etwas Bi ist oder weil dem Mann kein Mann infrage kommt und er es nicht sehen kann, wie ein anderer Mann es seiner Frau macht.

Also Du lässt vieles offen und ich denke, Dein Mann ist weniger großzügig.
 
  • #27
Also ich bin grundsätzlich überhaupt nicht eifersüchtig und war es auch nie. Gerade mit 51 sollte ich jedes hübsche junge Ding als Konkurrenz sehen, tu ich aber nicht, im Gegenteil ich bin mit Frauen jeden Alters und auch jeden Aussehens befreundet.

Auch mit Miss Supermodel würde ich abends einen trinken gehen.
Da ich mit mir selbst und meiner Persönlichkeit im Reinen bin, gut alleine sein kann und einen Mann nicht als Mittelpunkt des Lebens betrachte würde es mich nicht stören wenn Miss Supermodel von Männern umringt wäre und ich "nur" danebenstehe.

Und ich war schon mit sehr jungen und sehr schlanken Damen abends aus, weil ich sie mag und sie gute Gesprächspartnerinnen waren.

Wenn mein Partner allerdings dauerflirtet oder dauerfremdgeht, werde wohl ich oder er für mich nicht der richtige Partner sein und ich würde mich trennen, sofern vorher schon darüber geredet wurde. Obwohl es für Untreue keine Rechtfertigung gibt.

Aber eifersüchtig wäre ich nicht, dazu finde ich mich voll okay und zweifle heute nicht mehr an mir, früher war das noch der Fall.