G

Gast

  • #1

Kann eine Frau ZU attraktiv für einen Job sein?

Ich habe eine Bekannte, die jung, gebildet und sehr attraktiv ist, sie sieht wirklich aus wie ein Model und man könnte sie sich in jedem Modekatalog bzw. auf jedem Werbeplakat vorstellen. Nun hat sie auf ihre vielen Bewerbungen trotz bester Qualifikationen und jungem Alter nur Absagen bekommen und fragt sich natürlich, warum.
Ich habe einen Freund gefragt, der im HR-Bereich arbeitet und der meinte ganz klar: "Die ist zu hübsch, die würde nur für Zickenterror unter den Frauen und Unruhe unter den Männern in der Firma sorgen. Viele Personaler sagen sich dann von vornherein, dass sie sich so jemanden nicht in die Firma holen wollen, weil die Folgen abzusehen sind." Habt Ihr sowas auch schonmal gehört? Und kann es wirklich sein, dass eine Frau wegen ihrer Attraktivität keinen Job bekommt?
 
G

Gast

  • #2
Liebe FS,
also ganz ehrlich.... der Personaler trifft nicht allein die Entscheidung. Er stellt i.d.R. die Bewerbungen der suchenden Abteilung zur Verfügung, die den Lebenslauf, die Qualifikation entsprechend sichten.
Hast Du Ihren Lebenslauf mal angeschaut?
Wurde Sie mal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen? Hatte Sie sich entsprechend darauf vorbereitet?

Die Aussage, eine hübsche, attraktive Frau würde nur für Zickenterror sorgen ist Quatsch und auch höchst diskriminierend. Wenn jemand bestmögliche Qualifikationen mitbringt, warum sollte Sie den Job nicht bekommen?

Ich vermute da steckt was anderes dahinter.
w,40
 
G

Gast

  • #3
Ja, kann sie! Als Personalmanager kann ich ein Lied davon singen! Nach einem Probetag und in der Beobachtung von mehreren Führungskräften, haben und tun wir sehr oft Absagen erteilten. Es liegt jedoch überwiegend nicht ausschließlich am Aussehen sondern vielmehr am Verhalten und an der Körpersprache für eine positive Integration in das Team.
 
G

Gast

  • #4
Liebe FS

ja. Kann so passieren wie der HR meinte. Sie muss an viele Türen klopfen. Habe ich 2 x erlebt. Es wurde hinter vorgehaltener Hand gesagt- ganz leise. Den Personalern war es eher egal. Es waren immer andere die das blockten. Einmal kam als Ausrede "passt nicht zu den übrigen Mitarbeiterinnen im Team." Die trugen Birkenstocks und waren übergewichtig. Was soll sie da machen ? Zunehmen ? Birkenstocks tragen ?

Offene Diskriminierung ist aber rar und es kommt halt auf den Firmen-Club an der die Einstellungen vornimmt.
Wer entscheidet das ? kann man diese Frau durchsetzen ? Sitzt da eine
Frau auf einem Posten und stellt sich mit aller Macht quer ?
Wer sagt sie sei nicht geeignet ? Wieso passt sie nicht ins Team bzw. "zu uns" ?
Hat sie zuviel Zeit mit ihren Nägeln verbracht ? (traut man ihr ausser gut aussehen nicht viel zu ?)
Macht sie auf Model und soll aber Marketing machen ?
 
G

Gast

  • #5
Manche Frauen sind zu schön, manche Frauen sind zu schlau und so weiter.

Als Personalleiter suche ich weder die Schlaueste noch die Schönste noch die mit den besten Noten, sondern die am besten auf den jeweiligen Arbeitsplatz passt. Die mit den besten Noten bzw. Schlaueste passt da z.B. häufig nicht, weil sie vielleicht zu qualifiziert ist und schon nach kurzer Zeit unzufrieden wird.
Das Aussehen und hier insbesondere das Bekleidungsverhalten und Auftreten spielt natürlich auch eine erhebliche Rolle. Eine Frau die sich gerne schick kleidet (auch wenn es zur Arbeit noch gut passen würde), passt nicht in eine Abteilung, bei der sich die übrigen Frauen eher schlicht kleiden. Das daraus entstehende Gehacke kann kaum einer ertragen.

m53
 
G

Gast

  • #6
Hallo,

ein ganz klares Jein! Es kommt
a) auf den Job an
b) auf die Gruppe in der die junge Dame arbeiten soll
c) wie sie sich präsentiert (nur auf IHR aussehen fixiert/Prinzesschen oder jemand der anpacken kann,
d) Welche Branche

Vieles hat erst einmal nichts mit dem Aussehen zu tun. Es geht darum, jemanden zu finden, der einen bestimmten Job für das bestmögliche Preis-Leistungsverhältnis erledigt - nicht mehr und nicht weniger. Und da muss sie sich fragen: Erweckt Sie in einem möglichen Interviewpartner den Eindruck, das zu sein.

In der Härte wie beschrieben ist das sicher übertrieben - aber man müsste mehr wissen.
Von einem Freund ist das natürlich eine nette Antwort: "Du bist zu hübsch um einen Job zu kriegen. " Wirklich etwas sagen kann man aber erst, wenn man ihre Qualifikation bzw Bewerbungsunterlagen kennt (oder wenn die Absagen nach Vorstellungsgesprächen erfolgen mit ihr gesprochen hat)

m/33
 
  • #7
Ja, in bestimmten Bereichen schon, aber zu hohe Attraktivität ist nicht das alleinige Kriterium für eine Absage, da müssen noch andere Dinge dazukommen. Zum Beispiel der Charakter des Jobs. Für bestimmte Formen von Verkaufsförderung und PR ist eine hübsche junge Frau, vor allem wenn sie dazu noch was im Kopf hat, die richtige Wahl (was der Frau aber auch bewusst sein sollte, warum sie den Job bekommt). Also dann, wenn es in die Öffentlichkeit geht und jemand Aufmerksamkeit und Wohlwollen erregen soll. Wer eher im inneren Bereich der Firma arbeitet, kann mit zuviel Attraktivität tatsächlich für drunter und drüber und Probleme beim Betriebsklima sorgen. Dann geht es aber auch im andere Eigenschaften der Bewerberin. Ist sie eitel? Möchte sie Aufmerksamkeit erregen? Ist sie ihr Alleinstellungsmerkmal schon zu stark gewöhnt? Benutzt sie die Schönheit?
Wie bei "Söhnen von" oder Männern mit Adelstitel wird da gefragt, ob es der Firma nutzt, ob jemand damit reist oder noch mit Leistung arbeitet.
Mit einer Assistentin, die nebenbei modelte, hatte ich so ein Problem. In bestimmte Termine habe ich sie nicht mitgenommen, weil die Männer dann nur noch hirnlos rumbalzten und sich mit ihrem T-Shirt unterhielten. Da sich das Mädel in der Aufmerksamkeit sonnte und nicht bremste, ging das garnicht. Das ging so weit, dass manche Kundennach solchen Begegnungen nur noch sie sprechen wollten, sie völlig überfordert einen Bock nach dem anderen schoss und ich nur noch hinterherarbeitete.
Auch wenn eine Bewerberin nicht zum Produkt und zu den Kunden passt, gibt es solche Entscheidungen. Wenn die Zielgruppen arbeitende Frauen über 50 mit mittelgroßem Etat sind oder Häuslebauerfamilien, die jeden Cent zusammenhalten, dann kann nicht als Marketingmädel eine rassige, schöne junge Frau hinstellen, die aus jeder Pore ausstrahlt, dass sie den Porsche von ihrem Freund fährt und das nur aus Langeweile macht. Diese Kandidatin passt eher auf teure Uhren und Autos.
Manchmal hilft es, auch in der Attraktivität etwas tiefer zu stapeln. Denn oft gibt es noch den Trugschluss, das schöne Menschen alles können, weil sie in jeder Hinsicht idealisiert werden und deshalb werden sie als Berufsanfänger gnadenlos überfordert.
 
G

Gast

  • #8
Naja, der aktuelle Arbeitsmarkt sieht doch so aus, dass -jeder- "trotz bester Qualifikationen und jungem Alter" reihenweise Absagen bekommt, wenn man nicht gerade super Vitamin B oder Glück hat.
Aber ja, es gibt wohl Studien die zeigen, dass zu attraktive Frauen eher abgelehnt werden als optisch durchschnittliche Frauen, und auch dass Frauen bessere Chancen haben, wenn sie auf dem Bewerbungsfoto eine strenge Frisur, z.B. Zopf tragen, als wenn sie mit weichen Fönwellen glänzen. Aber attraktive Frauen kommen trotzdem auch bei der Jobsuche immer noch besser weg als ganz hässliche Frauen, von daher ist das irgendwo jammern auf hohem Niveau.
Und mittlerweile gibt es ja auch viele Firmen, die nach ausländischem Vorbild kein Bewerbungsfoto mehr verlangen. Deine Bekannte kann ja mal eine kleine Testreihe machen und Bewerbungen ohne Foto rausschicken.
 
G

Gast

  • #9
Also, gehört hab ich sowas noch nie. Vielmehr hab ich mal einen Bericht gelesen, in dem es hieß, attraktive Menschen hätten es viel leichter auf dem Arbeitsmarkt. Natürlich weiß ich nicht, ob es sonst noch Gründe geben könnte, die gegen Deine Freundin sprechen könnten und vielleicht der eigentliche Grund für die Absagen sind. Aber, wenn Du schon einen Fachmann gefragt hast, der die Vermutung bestätigt, dann wird es solche Fälle wohl geben. Mal ein ganz neuer Fall von Diskriminierung.
 
G

Gast

  • #10
Hallo,

ich denke, es gibt sicherlich Personaler, bei denen das Aussehen zu den Auswahlkriterien zählt. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass das Aussehen nie Oberhand gewinnt, zumal Schönheit/"Hässlichkeit" immer Auge des Betrachters liegt.
Es kommt sicherlich auch darauf an in welchem Bereich deine Bekannte arbeiten möchte. In einigen Jobs ist es für das Unternehmen sicherlich förderlich, wenn man überdurchschnittlich attraktiv ist und dann gibt es halt Läden, wo man deswegen diskriminiert wird. Wer will denn bei letzteren bitte schön arbeiten?
Last but not least: gute Zensuren, unzählige Praktika und einige Berufserfahrung ist heute kein Garant mehr dafür zügig einen Job zu finden. Mit Geduld und Spucke kommt man weiter. Die erste Einladung zum Gespräch erst nach 60 Bewerbungen zu bekommen ist heutzutage doch keine Seltenheit mehr, sondern Programm. Außerdem ist "viel" relativ. WIe viele Bewerbungen hat sie denn genau geschrieben?
Und mich würde auch interessieren, ob sie sich bis jetzt schon mal irgendwo vorstellen durfte oder ob die Personaler sie nur vom Foto kennen. Wenn sie bereits bei Bewerbungsgesprächen war, sollte sie sich vielleicht auch mal Gedanken darüber machen, ob es auch an etwas anderem liegen könnte, dass sie es stets vergeigt, oder vielleicht sollte sie auch einfach noch mal ihre Bewerbungen überarbeiten. Gleich darauf zu schließen, dass es lediglich an ihren Aussehen liegt, finde ich ein wenig engstirnig.Ich wünsche deiner Bekannten viel Glück.

frisch gebackene Akademikerin auf Jobsuche
 
G

Gast

  • #11
Das ist durchaus möglich.

Mir hatte früher mal ein Vorgesetzter (nach ein paar Bier auf einer Betriebsfeier) gestanden, daß er bewußt nur unattraktive Frauen einstellt, damit die männlichen Mitarbeiter sich auf ihre Arbeit konzentrieren und nicht mit erotischen Wunschträumen abgelenkt werden.

(m)
 
G

Gast

  • #12
Ich glaube das sofort. Viele Personaler sind außerdem Frauen, da hat eine sehr hübsche junge 'Frau sowieso schon schlechten Karten. Habe es leider selbst so erlebt. Man
kann der jungen Frau nur raten, sich andere Bewerbungsfotos machen zu lassen, auf denen sie eben nicht so strahlend aussieht und zum Bewerbungsgespräch ganz bieder angezogen und ungeschminkt zu erscheinen. Einen Versuch wäre es wert.
 
G

Gast

  • #13
Da haben wir sie wieder, die ewig unergründlichen Ideen und Vorstellungen der Personaler, oh sorry, der Mitarbeiter im Bereich Human Resources. Zu alt, zu jung, zu hässlich, zu schön..... Durch diese Leute und ihre Fantasiegebilde bezüglich eventuell entstehender Konflikte, gehen den Firmen potentielle wertvolle Mitarbeiter verloren. Und nein, das ist kein vorausschauendes Denken, es ist einfach nur dumm. Das Schlimme, in heutigen Zeiten mit Vorschaltung von Leiharbeit & Co (die ich im übrigen als die Raubritter der heutigen Zeit bezeichne), müssen solche Leute wie deine Freundin schon zwei Personal-Hansel Hürden überwinden....
 
  • #14
Vorstellbar ist es. Ich habe mal von einem Personaler im öffentlichen Dienst gehört: "Wir wollen keine Überflieger, sondern lieber den (anpassungsfähigen) Durchschnitt." Genau so schlimm.
 
G

Gast

  • #15
Habt Ihr sowas auch schonmal gehört? Und kann es wirklich sein, dass eine Frau wegen ihrer Attraktivität keinen Job bekommt?
Gehört habe ich sowas schon mal, wenn tatsächlich so hochqualifilziert sollte sie sich gleich selbstständig machen - hier öffnet Attraktivität gar Türen, das ist zwar genauso krank wie das Erste aber so ist die Zeit nun einmal.
Zudem sollte hier auch ein entsprechender Partner zur Familiengründung drin sein, so ist ein abhängiger "Job" gar nicht erst nötig.
 
G

Gast

  • #16
Eigentlich müßte man jetzt antworten, das gibt es doch gar nicht. Aber einer meiner besten Freunde, hohes Tier bei einem Finanzdienstleister, stellt in seinem Sekretariat nur Frauen ab 50 ein. Grund: erste Priorität: neutrale Identität um Konflikte mit seine Ehefrau zu vermeiden, überhaupt ein Gesprächsthema zu werden oder Angriffspunkte zu liefern, Mitarbeiter die sich mehr für die Frau interessieren, statt um die Aufgaben, die beide Seiten zu erledigen haben.
 
G

Gast

  • #17
Meiner Meinung nach: ja, es gibt solche Fälle! Eine Anwaltskollegin war sehr attraktiv und das war ihr auch bewusst. Als Kollegin war sie leider sowohl für die männlichen wie auch für die weiblichen Kollegen keine große Hilfe, war sich für alles "zu fein" und nur zu den Themen ansprechbar die ihr gut genug erschienen und für die sich nicht zu schade war. Außerjuristisches kam für sie nicht in Frage: ich habe als Mann keine Probleme mit Küchenarbeiten im Büro oder mit dem Wegräumen von alten Akten, Möbelumstellen, anfallenden Handwerksarbeiten etc. Prinzessinengehabe ist am Arbeitsplatz extrem hinderlich und auch ansonsten ein echter Abtörner. m 43
 
  • #18
FS Du kannst das auch im Internet suchen, ja Dein Bekannter hat recht. Wenn sie nicht gerade einen Job als Assistent für einen Mann zum Ego puschen sucht, dann muss sie ganz extrem beim Foto in der Bewerbung und besonders im Vorstellungsgespräch aufpassen. Das Problem ist, man kann nicht immer so leicht umschalten. Haare zusammen, besser keinen Rock, flache Schuhe. Hoffen, dass beim Vorstellungsgespräch es keine gemischten Gesprächspartner sind, weil dann hat sie verloren. Gut kann es bei einem Mann klappen, da ist das Alter halbwegs egal, zwei ältere Männer, die dann nicht so leicht in den Reiz kommen gegeneinander zu Bullen oder zwei ältere Frauen, denen ihr Aussehen nicht so wichtig ist (also damit hatte ich die besten Erfahrungen, ist aber extrem selten). Fast immer ist es die ungünstig Konstellationen, Männer und Frauen gemischt, ob von jedem Geschlecht nur eins oder von einem zwei.

Viel Glück für sie
 
G

Gast

  • #19
Meines Wissens gibt Untersuchungen, die eben das Gegenteil behaupten. Attraktive Menschen sollen eben aufgrund ihres Aussehens auch bessere Chancen im Berufsleben haben. Dass eine Frau abgelehnt wird weil sie zu hübsch ist, halte ich für höchst unwahrscheinlich. Allerdings wäre es möglich, dass die Personaler eine baldige Schwangerschaft und damit verbundene Ausfallzeiten erwarten.

Die Gründe für die Absagen können manigfaltig sein, da kann man wirklich nur spekulieren. Vielleicht ist die angestrebte Branche einfach nur hart umkämpft? Da muss man schonmal einen längeren Atem beim Bewerben beweisen, wenn man den Traumjob ergattern möchte.
 
G

Gast

  • #20
Hierzu gibt es tatsächlich Studien.

Bei Männern ist ein gutes Aussehen karrierefördernd. Bei Frauen ist es das Gegenteil.
Auch zu gut gemachte Bewerbungsmappen sind bei Frauen hinderlich für die Karriere.
 
G

Gast

  • #21
Ja. Da ich von Beruf mit vielen Personalern zu tun habe, kann ich das bestätigen. Gerade in großen Unternehmen werden großteils anpassungsfähige, führbare und daher, naja, mittelmäßige Persönlichkeiten mit einem hohen Spezialisierungsniveau gesucht. Auch die Hierarchien sind in Deutschland (leider) noch stark ausgeprägt und das Althergebrachte ist wichtig. Kurz: Veränderung ist nur bedingt erwünscht.
Die Freundin der FS wäre vermutlich als Selbständige (wenn sie neben Intelligenz und gutem Aussehen auch noch Biss und Schlagfertigkeit mitbringt) oder als Vertrieblerin gut aufgehoben.
Viel Glück (w44)
 
  • #22
schon wieder so ein "Trostpflaserspruch" ... wie sollen denn grade die hübschen lernen auf was es ankommt wenn die welt um sie herum sie in Watte, getränkt mit Lügen bettet?

Kein Geschäftsmensch trifft eine Entscheidung "zu hübsch, nehm' ich nicht, gibt nur stress" evtl. als ausnahme der alteingesessene Geschäftsführer der seine Frau als Sekretärin eingestellt hat.. ansonsten liegt es meistens an den "normalen" Problemen der "Hübschen".. große Erwartungshaltung, geringe Einsicht in eigene Fehler, das vielgerühmte "Prinzessinnenverhalten" und eine Portion Selbstüberschätzung , die schnell mal zum Druck des Job-Absagebuttons führen.. Wenn ich einen SAP Spezialisten brauche, nützt ein schönes Gesicht eben nicht, da nehme ich lieber die Hässliche, die mehr drauf hat.. Ich will ja mit ihr arbeiten, nicht privat verkehren..
 
G

Gast

  • #23
Die Aussage, eine hübsche, attraktive Frau würde nur für Zickenterror sorgen ist Quatsch und auch höchst diskriminierend. Wenn jemand bestmögliche Qualifikationen mitbringt, warum sollte Sie den Job nicht bekommen?

Ich vermute da steckt was anderes dahinter.
Hmm, mein Freund ist seit Jahren im Personalbereich tätig und hat das eben gesagt, weil offensichtlich viele seiner Kollegen dieselbe Einstellung haben.
Und ich habe das selbst auch schon am Arbeitsplatz erlebt: Wenn eine Kollegin extrem hübsch bzw. deutlich hübscher als alle anderen war, gabs permanent Gezicke und Lästereien von den anderen Frauen, die frustriert waren, dass die männlichen Kollegen sich nur für die Eine interessiert haben. Kann mir schon vorstellen, dass viele Personalchefs sich solch ein "Problem" vom Hals halten wollen. Zumindest, wenn viele andere Frauen in der Abteilung arbeiten.
 
G

Gast

  • #24
Es geht nicht um Attraktivität, sondern um den Personal Fit.

Die Bewerberin muss einfach zur Stelle passen. Von der Qualifikation genauso wie von der Persönlichkeit her.
Wenn in der hippen Werbeagentur nur schöne schlanke Marketingmädchen arbeiten, dann passt die mollige Medieninformatikerin einfach nicht ins Team.

Ich bin Informatikerin und habe damals einige Absagen bekommen, weil ich eine Frau bin. Frauen in der Softwareentwicklung sind rar, die Teams sind häufig rein männlich, da will man die Arbeitsatmosphäre nicht durch eine Frau zerstören. Chancen hatte ich immer bei mixed-teams.
 
G

Gast

  • #25
Hallo

netter HR Freund, aber kennt er die Bewerbungsunterlagen und den Posten auf den sie wollte ?
Mit sehr gutem Aussehen wie ein Model klappt es in der Modelbranche und in der Kreativwirtschaft super. Auch Kunstbetrieb und alles mit Aussenwerbung und PR wäre geeignet. Je konservativer der Posten und das Umfeld desto mehr wird sie wohl misstrauisch beäugt. Dann kann gutes Aussehen auch nach hinten losgehen ("sieht ja gut aus, aber ...").
In ihrer Phase hat sie noch keine einschlägige berufliche Erfahrung. Auch das führt oft zu Absagen.
Kann auch sein dass sie zu selbstbewusst im Vorstellungsgespräch (oder zu schüchtern) war.
Da müsste man Genaues kennen.

Falls Personaler kategorisch und regelmässig die schönere Frau abblitzen lassen (bei gleicher Qualifikation) ist das Diskriminierung. Bezahlt wird der Schaden aus der Gemeinschaftskasse der Steuerzahler, denn wenn sie kein geregeltes Auskommen im Job findet muss sie ja ALG oder Sozialtransfers nehmen.
 
G

Gast

  • #26
Natürlich kann das in Verbindung mit dem Auftreten/Verhalten so sein! Ein seriöses und passendes Auswahlverfahren ist keine Diskriminierung, liebe Forumteilnehmer! Die Parameter und das Gesamtprofil müssen ganz einfach zum Unternehmen zur Ausschreibung stimmen und passen! Als Personalmanager mache ich ständig die Erfahrung, dass eher die Frauen im Führungsteam für eine Absage plädieren, nicht die Männer, meine Damen hier im Forum. m
 
G

Gast

  • #27
Nein, wenn sie gut aussieht und keine Tussi ist, dann hat sie mit ihrem guten Aussehen mehr Pluspunkte als Minuspunkte. Definitiv stellt jeder lieber einen gutaussehenden Menschen ein.
Möglicherweise sind ihre Qualifikationen nicht so doll oder das Photo hat einen billigen Touch!?
Frauen - erst recht gutaussehende haben eine positiven Einfluss auf das Betriebsklima und keinen negativen. Natürlich gibt es Zicken, aber da muss man als gutaussehende Frau freundlich drüberstehen und wenn man sich die Zicken zur Verbündeten macht, läuft alles bestens.
Ich kenne keine Chefs, die etwas gegen gutausehende Frauen hätten. Im Gegenteil. Außerdem sind die Männer dann höflicher und nicht jeder MAnn ist so triebgesteuert, dass er eine gutaussehende Kollegin gleich flachlegen will. Und ein kleiner Flirt am Arbeitsplatz ist ja wohl noch erlaubt. Außerdem gewöhnen sich die anderen auch an die neue hübsche Kollegin, die eben nicht nur hübsch sein darf, sondern auch Leistung bringen muss ohne hilflosen Augenaufschlag.
Also ich sah nach meinem Uniabschluss auf den Photos auch wie ein Model aus, habe auch noch gemodelt zu der Zeit: Mir hat das eher geholfen, auch wenn ich sicher 20 Absagen bekommen habe. Aber eben auch viele Einladung zu Bewerbungsgesprächen - und wenn ich erst das Gespräch hatte, war der Rest ein Selbstgänger.

w,40
 
G

Gast

  • #28
Ja, das kann sie. Zum einen, weil wirklich attraktive Frauen von den weniger attraktiven Frauen oft ausgegrenzt werden und es schwer ist, ein funktionierende Team zu bilden. Es kann aber auch an der Erwartungshaltung der Entscheidungsträger liegen. Ein Professor meinte vor dreißig Jahren eine Teamarbeit von drei Frauen (gemeinsames Referat) differenziert bewerten zu können. Eine der Frauen war die Begabteste und Schönste und hatte fast die gesamte Arbeit allein gemacht, eine war durchschnittlich aussehend, durchschnittlich begabt und hatte etwas beigetragen. Die dritte war mit dunkler dicker Brille und Antihaarschnitt gesegnet und eher schwerfällig. Sie hatte nur getippt. Trotzdem nahm der Prof an, sie habe die Hauptarbeit gemacht und hat sie gefragt, ob sie im Institut arbeiten wolle. Ein Vollreinfall. Es gibt einfach viele, die nicht verstehen, dass die Natur sehr ungerecht verteilen kann.
 
G

Gast

  • #29
Vorstellbar ist es. Ich habe mal von einem Personaler im öffentlichen Dienst gehört: "Wir wollen keine Überflieger, sondern lieber den (anpassungsfähigen) Durchschnitt." Genau so schlimm.
Das kann ich Bestätigen ich arbeite im öffentlichen Dienst.

Beim Gespräch mit dem Psychologen (Einstellung) auf die Frage
"ob sie es akzeptieren können bzw. die Aussage das war schon imer so und wird immer so bleiben..."

Wer darauf mit nein Antwortet hat einen Minuspunkt...
 
G

Gast

  • #30
Meine Antwort auf die Eingangsfrage: ein klares Nein!

Aber gerne werden faule Ausreden wie "zu hübsch" oder "zu klug" benutzt, um eigene Defizite zu überspielen. Ich glaube auch nicht, dass die gute Frau zu attraktiv ist, sondern es muss an etwas anderem liegen. Vielleicht sind die Qualifikationen doch nicht so der Bringer oder bereits im Bewerbungsschreiben oder im Lebenslauf finden sich so manche kleine Tipp- oder Rechtschreibfehler.Vielleicht ist das Bewerbungsfoto zu sehr auf "sexy" gemacht, statt neutral, sympathisch und businesslike? Schwer zu sagen, woran es liegen könnte, ich würde eher mal einen Bewerbungs-Coach zu Rate ziehen.

Das Einzige, was ich mir vorstellen könnte, wenn die Qualifikationen stimmen, dass es am Alter der Frau liegen könnte. Stichwort: gebärfähiges Alter. Chefs stellen eher weniger gerne Frauen zwischen ca. 25 und 35 Jahren ein, aus Angst vor baldigem Babywunsch und Elternzeit. Ich selbst erhielt damals, im gebärfähigem Alter sozusagen, auch ständig Absagen auf meine Bewerbungen trotz sehr guten Qualifikation (Promotion, Weiterbildung). Ich war daher einige Zeit freischaffend tätig.

Erst ab 35 klappte es bei mir dann mit dem guten Job.

w,39