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  • #1

Kann eine WG (m/w) (wirklich plantonische Beziehung) über 40 gutgehen?

Ich (w9 habe vor kurzem jemanden (m) kennen gelernt und habe vor mit ihm ein Haus zu mieten. Es bringt einfach Vorteile, man teilt wirtschaftlich vieles, besseres Wohnen für weniger Geld, es ist auch mal jemand da, wenn man nach Hause kommt, wir haben beide Kinder, die teilweise bei uns Leben. Ja, wir kennen uns kaum, ja, ich kann seine wirtschaftliche Situation nicht überschauen, ja, wir kennen unsere jeweiligen Macken noch nicht. Kann das gutgehen? Wie denkt ihr darüber und was denkt ein potentiell neuer Partner, den ich hoffentlich noch kennen lerne, wenn er von der Situation erfährt. Ich gehe wirklich davon aus, dass es sich hierbei um eine langfristige platonische Freundschaft handelt - und dieses auch so bleibt.
 
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  • #2
siri

ich denke, daß es einfacher ist, mit einem Mann als mit einer Frau zusammen zu leben.
Du weißt nur ein bischen wenig über ihn. Wenn es um die Bezahlung der Miete geht, wäre es auch nicht schlecht, seine wirtschaftliche Lage etwas zu kennen.

Seit ihr beide Mieter des Hauses, oder bist du die Mieterin und er so etwas wie ein Untermieter?

Kommen eure Kinder mit einander klar?

Hat das Haus - mindestens - zwei Badezimmer????

Könnt ihr euch eine Putzfrau leisten???

Bei dem potentiellen neuen Partner kommt es auf den potentiellen neuen Partner an. Für den einen ist es ein totales no-go (wie ich dieses Wort liebe! :) ), für den anderen ganz normal.
Aber ein potentieller neuer Partner ist dein kleinstes Problem, wenn dein Mitmieter ein Idiot ist.
 
  • #3
Du willst mit einem Mann ein Haus zusammen mieten und dann einen Partner suchen? Also das ist sehr unrealistisch und grotesk. Unter den Bedingungen wird sich jeder normale Mann fragen, was Du Dir dabei denkst.

Zweitens halte ich es bezüglich Deiner Kinder für ein verantwortungsloses Handeln, mit einem quasi Unbekanntem zusammenzuziehen. Das würde ich so oder so mit Sicherheit nicht tun. Lernt Euch doch erst einmal besser kennen.

Ich würde das Risiko niemals eingehen und rate strikt davon ab. Es erscheint mir geradezu absurd.
 
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  • #4
eine interessante frage...

ich selber habe 1 1/2 jahre zusammen mit einem (platonischen) freund in einem haus gewohnt. er bezog die oberwohnung und ich wohnte im paterre. es war eine wunderschöne zeit, die wir damals hatten. wir verstanden uns sehr gut und konnten auch den jeweiligen "lebensabschnittspartner" des anderen gut in unsere WG-gemeinschaft integrieren. allerdings kannten wir uns vorher schon über ein jahr und wir hatten keine kinder, die noch bei uns wohnten. die WG löste sich dann allerdings auf, als mein freund eine überaus dominierende und eifersüchtige freundin kennen lernte, die mit dieser art von lebensgemeinschaft nicht zurecht kam.

während meiner ehe wohnten meine familie und ich mit einer meiner kolleginnen und ihrer tochter in einem haus mit ähnlicher verteilung. diese hausgemeinschaft hielt über 10 jahre an und auch sie verlief sehr harmonisch. es war toll, dass man immer auch einen anderen ansprechpartner hatte, als "nur" die kinder und den eigenen mann - ganz abgesehen von den babysitterkosten, die wir in der zeit alle einsparten. die jeweiligen freunde meiner kollegin fühlten sich in unserem "wohnprojekt" auch alle sehr wohl. wir zogen erst dann in unser eigenes haus, als uns die wohnung zu klein wurde. noch heute erzählen meine kinder oft und gerne von dieser zeit.

doch ich glaube, dass frederika insofern recht hat, als dass man den mitbewohner gut kennen sollte.und für mich war es zudem auch sehr wichtig, dass ich meine eigene abgeschlossene wohnung habe.(du schreibst nichts über die wohnverhältnisse, die ihr anstrebt).

ich selbst bin der meinung, dass man heute schon wieder sehr eingefahren auf die traditionellen wohnformen ist. dabei gibt es so viele einsame menschen. warum soll man nicht auch mal etwas neues ausprobieren, wenn es allen beteiligten gut tut?

ich wünsche dir jedenfalls ganz viel glück für dein vorhaben - und das nötige fingerspitzengefühl...
 
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  • #5
Vielen Dank für die Antworten, besonders Nr. #3

Es ist ein normales Einfamilienhaus, ohne abgeschlossene Einheiten, allerdings vom Schnitt her so, dass es sich optimal aufteilen läßt, 2 Bäder plus Gäste-WC selbstverständlich.

Ich habe nicht die Zeit, ein langes kennen lernen zu ermöglichen, die Entscheidung muss kurzfristig getroffen werden. Ich kann also keine optimalen Voraussetzungen erzwingen, muss also den Sprung ins kalte Wasser wagen oder es sein lassen.

Freue mich über noch mehr Anmerkungen, um mir schnell klar werden zu können, was ich will!
 
  • #6
Das Risiko, mit einem unbekannten Mann zusammenzuziehen, ist viel zu hoch. Davon rate ich strikt ab, gerade auch der Kinder wegen. Denk auch an die Folgekosten. Erst einmal wird Einrichtung und Gestaltung wahrscheinlich ein Jahr lang mehr kosten als Du eventuell durch die geteilte Miete sparst. Ohne klar trennbare Wohneinheiten würde ich mich auf gar keinen Fall auf so eine Wohnsituation einlassen.

Erzähle doch mal, WER auf diese Idee gekommen ist und warum die Entscheidung EILIG ist. Meine Lebenserfahrung sagt, dass es mehr als genug Häuser zum mieten gibt und IMMER wenn eine Entscheidung angeblich PLÖTZLICH getroffen werden muss, ist BETRUG im Spiel. Bitte berücksichtige diesen Punkt. Wer sich unter Druck entscheiden soll, wird fast immer zu igendetwas getrieben, was er bei reiflicher Überlegung nicht getan hätte.

Äußerste Vorsicht!
 
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  • #7
Liebe Fragestellerin, ich denke, Du bist Dir der (Alltags-) Probleme bewußt, die auf Dich zukommen können. In einer WG kann es nun mal Unstimmigkeiten bzgl. Putzplan, Küchenbenutzung usw. geben. Mir ist auch noch nicht klar (und Euch vielleicht auch nicht), ob Ihr die Kinderbetreuung gemeinsam übernehmen wollt, und wie eng Ihr Euer Zusammenleben generell gestalten wollt.
Andererseits stelle ich mir so eine Wohnform sehr angenehm vor, wenn sie denn funktioniert.
Hast Du die Möglichkeit, kurzfristig aus der WG wieder rauszukommen, wenn es nicht funktioniert? Wenn ja, dann würde ich das Risiko eingehen und achtsam bleiben. Vorher würde ich eingehend mit dem Mitmieter über dessen Vorstellungen sprechen, und ich würde mich auf keinen Fall auf finanzielle Experimente einlassen!
 
  • #8
Versuche den WG-Partner soweit es geht, besser kennenzulernen und entscheide dann.
Es ist ein Risiko. Ein halbes Haus kann eine halbe Hölle bedeuten.
 
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  • #9
@Fragestellerin: Ist für dich eine kurze Bekanntschaft tatsächlich eine "platonische Freundschaft"? Anders gefragt: Kann eine Freundschaft da sein, wenn man sich erst seit kurzem kennt? ... Dann: würdest du ein Unternehmen mit jemandem gründen, dessen Finanzlage dir unbekannt ist? Du bist im Begriff es zu tun. Riskant, riskant. Und in eine Glaskugel kann hier keiner schauen: ob es potentielle Partner abschreckt oder nicht. Klar jedoch ist, dass nicht wenige Männer das Revier als besetzt empfinden werden. Wenn eine Freundin nicht zur Verfügung steht, wäre ein häuslicher schwuler Mann sicherlich sinnvoller, da wäre die Sachlage dann klar, wenn ein potentieller Partner dies mit eigenen Augen sehen kann. Es bleibt aber die Frage der Finanzen, der Vertragsgestaltung etc. pp. Das würde ich mit jemanden, dessen Geldsituation ich nicht schriftlich gesehen habe, nicht machen. Amanda
 
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  • #10
Ich finde die Warnung von #5 am wichtigsten. Nichts muss sofort entscheiden werden und wenn Druck aufgebaut wird, dann ist das meist "Nepper, Schlepper, Bauernfänger". Häuser zum Mieten gibt es wie Sand am Meer. Du wirst bestimmt betrogen und hereingelegt.
 
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  • #11
Zu #9, leider muss ich schnell entscheiden. Meine persönliche Situation erfordert das. Nicht der Gegenpart, nicht die Hausvermieter, es liegt an mir, bzw. meiner Situation.

Wir würden versuchen, uns ein wenig finanziell abzusichern, durch Zahlung von 3 Monatsmieten mehr im voraus, oder eine ähnliche Lösung suchen....
 
  • #12
@#10: Ich glaube, es wäre besser, Du würdest Dir und Deinem Kind eine eigene Wohnung suchen, wo Du alles selbst im Griff hast und Deinen Kindern keinen fremden Männern aussetzt. Sorry, ich finde das dermaßen gefährlich -- das Schutzbedürfnis der Kinder sollte über alles gehen. Ich würde meine Kinder niemals mit fremden zusammen wohnen lassen, die ich nicht einmal genau einschätzen kann.
 
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  • #13
Ich würde mir überlegen was alles passieren kann und wie es dann geregelt werden soll:

1. Wer ist Vertragspartner des Vermieters ?

2. Was ist, wenn Du und er (der Mann) sich zerstreitet ?

3. Aufteilung der Kosten, Haftung dafür gegenüber dem Vermieter

4. Haftung Einrichtungsgegenstände und Hausrat

5. Kaution, Zahlung der jeweiligen Anteile durch jeden von Euch; Aufteilung der Kosten

und und und ...

besser Du regelst das zwischen ihm und Dir zuerst, bevorzugt durch einen Rechtsanwalt, bevor Du gegenüber dem Vermieter was abschließt. Kostet zwar jetzt etwas, ist später aber sinnvoll, weil die Streiterei bei Gericht dann viel mehr kostet und mehr Nerven kostet.

Du kannst mich anschreiben wenn du magst, allerdings ist dieser Bereich nicht mein Metier.

7E2176FE - m, 39, RA
 
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  • #14
Hatte ich auch schon einmal, aus ähnlich Motiven angedacht.

Aaaaaaaaber:

Ich halte das letztlich für geschlechtsaktive Menschen mit (latentem) Partnerwunsch illusionär bzw. nur eine Übergangslösung.

Sobald sich wieder ein(r) der beiden (ernsthaft) liiert, wird es aus sein mit Harmonie in der Hausgemeinschaft.

Ich habe schon etliche WGs, Wohnprojekte etc. gesehen. Eigentlich immer das gleiche Lied: Irgenwann Paarung, Rückzug/Abkapselung, Auflösung der platonischen Gemeinschaft, (und später dann Krise, Auflösung der Partnerschaft, EP etc. pp. .... ;-) )

Nicht umsonst gibt es (dann doch...) so viele Einzelhaushalte....

Ich würde mich jedenfalls auf ein gemeinsames Wohnen nur mit einem Eunuchen einlassen. Keine Lust, in Kürze wieder umzuziehen und alles neu zu ordnen, bloß weil Eros mal wieder zugeschlagen hat.
 
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