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Gast

  • #1

Kann es sein, dass der Ex-Partner die Trennung bereut?

Hallo zusammen,

vor einem halben Jahr hat sich mein Partner nach 5,5 Jahren guter Beziehung von mir getrennt. Vier Jahre davon haben wir auch zusammen gewohnt. Er ist jetzt 28 Jahre; ich weiß, dass er "Angst" davor hat, älter zu werden.

Als Grund der Trennung gab er an, dass er noch mal was erleben will. Bei einer gemeinsamen Freundin meinte er wohl "dann haben wir irgendwann übers Heiraten gesprochen". Aus meiner Sicht würde ich es so beschreiben: Wir hatten eine glückliche Beziehung, im letzten Abschnitt der Beziehung fühlte er sich wohl nicht mehr richtig wohl (sagte aber kein Ton und hat alles in sich rein gefressen), er trennte sich telefonisch von mir (anders wäre es ihm vll. zu schwer gefallen), nach der Trennung war er anfänglich noch hin und her gerissen, ob er nicht doch vll. einen Fehler gemacht hatte, zog die Trennung aber dann bis heute konsequent durch, hat seit ein paar Wochen eine neue Freundin, erkundigt sich bei meinen Freundinnen/Verwandten nach mir, fragt bei meinen Freunden/Verwandten nach, was ich dazu sage, dass er eine neue Freundin habe, ich habe auch einen Neuen, als er davon hörte, meinte er wieder zu meiner Freundin, das ginge aber schnell bei mir...., er hat/oder nur hatte Angst davor Verantwortung zu übernehmen bzw. unsere Beziehung verbindlicher werden zu lassen, ..................................
Keine Ahnung was ich hier noch weiter beschreiben soll. Wenn noch Fragen offen sind, bitte einfach fragen.

Auf jeden Fall, erkundigt er sich ja noch bei Freunden/Verwandten nach mir. Was meint ihr WARUM? Ich bin ihm also nicht egal? Wie schätzt ihr das ein?

Mir ging es noch nie so schlecht, wie nach der Trennung. Inzwischen gehts mir wieder gut soweit. Habe eine neue Beziheung, bin mri aber nicht siicher, ob es das richtige ist, weil ich noch sehr oft an meinen Ex denken muss.

Ich bin aber der Meinung, wenn er noch was will, dann muss er sich bei mir melden. Ich bin ihm lange genug hinterher gelaufen und hab ihm tausend Mal gesagt, wie sehr ich ihn liebe.....
 
  • #2
Manchnal verstehe ich die Welt wohl nicht.

Du hast einen neuen Freund. Oder etwa nicht? Ist das kein Mensch? Bist Du mit dem zusammen, obwohl Du ihn gar nicht liebst? Würdest Du den sofort in den Müll werfen, wenn der Ex nur wieder wollen würde?

Werd mal erwachsen! Das ist ja bizarr!

So geht man doch nicht mit Menschen um. Du bist vergeben und machst Dir Gedanken um den Ex? Dann auch noch solche, die mutmaßen lassen, Dir wäre die aktuelle Beziehung schnurzpiepegal.

Warum gehst Du überhaupt dermaßen schnell wieder eine neue Beziehung ein? Verarbeite mal erst die Trennung, lass die Wunden heilen. So ist das weder für Dein Seelebheil förderlich noch ansatzweise fair gegenüber dem neuen Partner, den Du rein instrumentalisierst und eigentlich jetzt schon mental betrügst und abgeschrieben hast.

Zweiter Punkt: Vorbei ist vorbei. Bloß keine aufgewärmten Beziehungen, das gibt nur Elend ohne Ende. Schau nach vorne. Vollständiger Kontaktabbruch zum Ex. Sag auch Deinen Freunden, Du willst keine Infos über ihn hören und sie sollen keine von Dir weitergeben. Lass die Wunden heilen und schließe ab mit dem Ex. Mach Dir keine falschen Hoffnungen!
 
  • #3
@#1: absolut richtig, Frederika, kann mich dem nur anschließen.
 
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Gast

  • #4
Immer wieder seltsam. Manche Menschen suchen ihr halbes Leben nach dem Partner fürs Leben, und andere trennen sich und pflücken sich sofort den nächsten vom Baum? Wo wachsen diese Bäume denn?

Im Ernst, ich erlebe das so oft in meinem Umfeld, dass Bekannte schon einen neuen Partner haben und trotzdem dem alten hinterher trauern. Schnell was Neues her, Hauptsache, man ist nicht allein und der .... Alte soll bloß nicht denken, man würde ihn vermissen.

Ich frage mich immer wieder, wie die neuen Partner das aushalten. Sind das alles Menschen, die auch alles von sich wegschieben, statt es zu verarbeiten? Oder wird denen eine perfekte Show vorgespielt? Oder sind sie sich der Tröster-Rolle bewußt?

FS, schließe die alte Beziehung ab, wie auch immer, und lass dann erst wieder einen Menschen in dein Leben. Ist besser für dich, damit du reifer werden kannst. Und besser für den neuen Partner, der erst dann eine echte Chance hat.
 
  • #5
Solche unmöglichen Lebenseinstellungen, die müssen manchmal wohl auch am Alter liegen.

Wenn ich so lese, was die FS schreibt, sträuben sich mir sämtliche Haare.

Er hat mit 28 (!) Angst alt zu werden... wie alt die FS ist, wissen wir nicht. Aber die beiden waren 5,5 J. zusammen, sind 1/2 J. getrennt... macht 6 Jahre. Der junge Mann war also 22 als sie zusammen kamen...

Da ist man doch gar nicht richtig erwachsen; die FS ist wahrscheinlich gleich alt oder noch jünger. Wenn man sich so jung so lange fest bindet, dann kommen manchmal schon Gedanken, etwas zu verpassen.

Was das genau ist, können die wenigsten Menschen aber dann definieren.

Ich mache mir zwar nie Freunde mit meiner Meinung, aber ich bin davon überzeugt, dass das an den Werten liegt, die man den Kindern von Anfang an vermittelt. Umgang mit anderen Menschen muss man auch lernen. Das geht allerdings nicht vor der Glotze, dem PC u.ä., wenn man nicht auch real kommunikativ ist.

Früher nannte man das soziale Entwicklung und in älteren Jahren dann Reife. Diese Worte werden immer weniger Menschen in Zukunft noch kennen bzw. richtig definieren können.

Und sie werden nicht mehr auf Schwierigkeiten vorbereitet. Das Leben heute ist ja sooo einfach und einfach nur noch Spaß. Probleme sind dazu da, von den Eltern beseitigt zu werden. Wenn dann später mal etwas nicht gradlinig verläuft, geht gleich die Welt unter und sie sind hilflos.

Natürlich kann und will ich das nicht verallgemeinern, aber ich sehe seit Jahrzehnten eine steigende Tendenz in diese Richtung. Leider.
 
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Gast

  • #6
Neue Beziehung, aber NochFrau die beste Freundin

Hallo Miteinander,
mein Freund und ich sind seit 2 Jahren und 4 Monaten ein paar und führen eine Fernbeziehung. Er ist seit 30 Jahren verheiratet (2 fast erw. Kinder), lebt aber seit Nov. 2010 in einer eigenen Wohnung. Aus finanziellen Gründen müssen seine Frau und er aber zusammen arbeiten und werden sich auch nicht scheiden lassen (er ist selbst. und sie bei ihm angest.). Seit geraumer Zeit sind die beiden nun aber beste Freunde. Sie wäscht seine Wäsche (er hat keine Waschmaschine), er ißt bei ihr und sie sehen sich jeden Tag. Wir waren am vergangenen Sonntag auch bei ihr, es gab ein nettes Gespräch zu Dritt, sie lässt mich auch immer grüßen, aber irgendwie habe ich immer noch ein schlechtes Bauchgefühl bei der ganzen Situation. Mein Freund wünscht sich von mir, dass ich die Freundschaft zu seiner NochFrau voll und ganz akzeptiere, ich versuche es, aber ab und zu erwischt es mich dann doch emotional. Deklariert er diese Beziehung nur als Freundschaft? Er wollte sich vor Jahren schon einmal von ihr trennen, ging dann aber in letzter Sekunde zu ihr zurück, da die Kinder noch klein waren. Was meint Ihr? Ich freue mich über jede Meinung.