• #31
Schlimm! Leider ist der Mann anscheinend Kriegstraumatisiert. Und leider nicht mehr der Jüngste. Ob er dieses Traume jemals überwinden kann und will? Damit er mit einer Frau zusammensein kann, die ihn offensichtlich lieben könnte und er sie auch.
Ein trauriger thread, aber sehr aufschlussreich!
Alles gute für Dich, Sunni!
ErwinM, 49
 
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Lionne69

Gast
  • #32
Wie in meinem Post #22 an @Lionne69 : Wahnsinn, wie zwei verschiedene Menschen ein und dieselbe Schilderung völlig unterschiedlich bewerten, das ist mein persönlicher Erkenntnisgewinn a

Nun, die Schilderungen variieren auch.

Sunni,
Warum reagierst Du gerade so aggressiv ?
Es hat Dich niemand angegriffen - jede*r hat versucht, sich hinein zu fühlen .
Meist kommen bei einem Thread auch ein paar Gedanken hinzu, die ergänzen, aber nicht nur explizit mit der Fragestellung zu tun haben.
Bei Nähe - Distanz Themen, Verlust- und Bindungsängsten ist dies sehr häufig, weil es ein vieldiskutiertes Thema ist.

Und dann haben verschiedene Menschen verschiedene Lösungsansätze und Gedanken. Zudem besteht Kommunikation aus Sender - Empfänger, und jede*r sendet individuell geprägt, empfängt individuell geprägt.
Auch da kann ich Deinen Seitenhieb auf Michaela nicht verstehen - zeugt nicht bin Respekt , Foristen nehmen sich auch Zeit zu lesen und zu schreiben.
Manchmal kommt etwas durcheinander, weil Freischaltungen unterschiedlich verzögert sind .

(auch an @frei als Antwort auf oben Zitiertes)
Du hast einen Eröffnungspost geschrieben, der war interpretationsfähig.
Dann kam ein sehr positiver Post, wie toll, passend, wunderbar es wäre und das Mut zum Verlieben gehört.
Und dann kam ganz das Gegenteil, wie fürchterlich vereinnahmend dieser Mann sei.

Wie es nun wirklich ist, wirst Du beurteilen müssen - ich bin auch raus aus dem Thread.
Und Deine Aggressivität nun verstehe ich gar nicht.

Irgendwie kann ich mir auch von Dir, genau wie bin Deinen Posts kein stringentes Bild machen, eher sehr schwankend in der Emotionalität.
Anstrengend, sorry.
 
  • #33
Scheint mir Trend der Zeit zu sein. Wenn sich jemand für einen stärker interessiert, blockt man. Früher war es durchaus normal, dass man sehr am Partner hing und sich ständig Nahe sein wollte. Heute lebt jeder seinen Selbstverwirklichungstrip.

Durch seine Kriegserfahrung (was ja sehr heftig und außergewöhnlich ist) könnte er erkannt haben, wie wichtig die grundlegenden Dinge im Leben sind: Partnerin, Liebe, Nähe, Aufmerksamkeit, Zusammensein, Angeln, sich versorgen können, seine Zeit gut nutzen, bevor es zu spät ist.

Die Chancen stehen sehr gut, dass du auch wieder aus dieser Beziehung eines Tages flüchtest. Ich meine, ich kann das nachvollziehen. Auch ich blocke, wenn mir jemand zu nah kommt und kein spannendes Distanzgefühl umsetzen kann, so dass jeder sich ein bisschen selbst entwickeln darf. Da fühlt man sich wie unter der Beobachtung einer Mutter.
Das liegt auch an unserer Gesellschaft, dass man andere generell gerne bevormundet und jemanden nur schwer individuell leben lässt. Das fängt schon im Elternhaus an, dass die Mütter in unserem Land sehr an ihren Kindern hängen und ihnen jede Selbstentfaltungsmöglichkeit verbieten. Umso größer wird später der Freiheitsdrang und die Tendenz zur Beziehungsunfähigkeit.

Ich würde es probieren, aber die Führung angeben und es nicht einfach so wortlos hinnehmen, wenn er dir zu nahe rückt. Partner sind lernfähig. Z.B. würde ich ihm keine 20 Mal am Tag schreiben, wenn dir nur zweimal reicht. Ich wäre auch nicht jederzeit verfügbar, nur weil er das so will, sondern würde ihm klar sagen, dass ich morgens aus dem Haus gehe und abends nach Hause kommen und dazwischen ist das Handy aus. Er muss sich eben anpassen. Nur du musst reden und dich vernünftig artikulieren können.
 
  • #34
Irgendwie kann ich mir auch von Dir, genau wie bin Deinen Posts kein stringentes Bild machen, eher sehr schwankend in der Emotionalität.
Anstrengend, sorry.
Ich war auch überrascht, liebe Sunni, als deine weiteren Posts kamen, nicht gerade angenehm überrascht, wie du dir sicher denken kannst.
Ich habe mal geguckt, du bist ja erst ganz kurz hier dabei.
Wahrscheinlich ist es einfach ein Missverständnis.
Du hast sicher gedacht, dass das hier wie in einer Therapiestunde ist, für die du bezahlst oder als ob du dich beim Rechtsanwalt beraten läßt und dann geht es nur um deine Frage.
Hier aber ist es anders, die Leute hier schreiben hier mit, weil es ihnen Spaß macht oder noch besser, weil es ihnen etwas bringt.
Für sich.
Auch ein bisschen für den FS.
Und auch für die anderen User, die sie z.T. schon sehr lange 'kennen'. So wir ich @Lionne69 .
Zwischen ihr und mir gibt es ganz erstaunliche Parallelen, gleicher Beruf z.B., beide ehemals AE, vor allem aber die ätzende Kindheit mit ätzendem Vater und dann gibt es ganz viel, das uns unterscheidet.
Das ist für mich sehr spannend.
Ich lerne hier unglaublich viel.
Und ich mag einige User sehr gerne, wie z.B. Lionne.
Sorry, das war mir in diesem Thread wichtiger und das ist hier völlig üblich, normal, häufig.

Nimm es bitte nicht persönlich, das hat nichts mit deinem persönlichen Problem zu tun. Das hat mich auch interessiert.
Du scheinst eine Nette zu sein, aber auch ein klitzekleines bisschen empfindlich ? Das ist sicher auch nicht ganz einfach für einen Partner oder auch eine Freundin.

w 51
 
  • #35
Ich bin sicher, dass Du sehr sensible Antennen hast für Klammerverhalten, weil Du das Verhalten ja nachfühlen kannst und so einen Partner nicht willst. Ganz sicher bist Du Dir nicht, ob es jetzt in dem richtigen Maße bei Dir ist, wie Du Nähe zulassen kannst, und hier denke ich, dass es jetzt darum geht, ob Deine Erkenntnisse, die Du wegen der Überwindung Deiner eigenen früheren emo. Abhängigkeit gewonnen hattest, auch einen realen Boden haben, also ob eine Bez. damit lebbar ist, so wie Du, also auch Dein Nähebedürfnis, sie willst.
Ich denke, er ist ein starker Vereinnahmer und Du bist Dir Deiner Grundsätze nicht sicher und deswegen habt ihr zueinandergefunden, also er spürte, dass er mit seinem Gefühl bei Dir ankommt und weitergehen kann, Du empfindest Zweifel daran, ob Du gerade umklammert wirst oder nicht, weil Deine Grundsätze vielleicht ZU auf Distanz angelegt sind.
Ich denke ja, dass man sich mit so viel Gefühl nur zusammen findet, wenn man was aneinander lernen kann (auch, indem man eine Bez. ablehnt oder selbst abgelehnt wird aus den eigenen Problemen, die man mitbringt).
viel passiver als ich es bin, politisch, weltanschaulich unreif und tendenziös, national ausgerichtet, aber nicht politisch, sondern schwärmt von seinem kaputten Land seiner Jugend, hört nur Musik von damals, will nur Speisen aus seinem Land zubereiten
Mit seiner Einstellung braucht er eine sehr anpassungsfähige Partnerin.
Tut er das oder willst Du ihm nur nicht erklären, dass Du sie nicht essen willst? Vielleicht will er Dich nur begeistern und kriegt kein "nein" von Dir. Ich denke nicht, dass es nur das ist, sondern auch, Dir was aufdrücken zu wollen, aber Du verteidigst auch Deine Grenzen anscheinend wieder nicht (muss nicht, vielleicht hast Du es schon gesagt, er übergeht es. Jedenfalls kannst Du nicht erwarten, dass er die Grenzen erahnt). Damit kriegt er das falsche Signal und "zieht die Schlinge weiter zu".
Kann es sein, dass Du Dich auch wieder abhängig verhältst und nicht Deine Grenzen verteidigst, bloß um den Mann nicht zu verprellen? War Dein Leben allein vielleicht zwar WIE ein Zeichen, dass Du nun eigenständig bist, aber innerlich bist Du es nicht und warst es nur zwangsweise, weil Du allein sein musstest? Ich könnte die Begegnung mit dem Mann als Nagelprobe interpretieren, also die Frage: Verlierst Du wieder alles Erarbeitete, nur weil Du Dich richtig verliebt hast? Das hieße, Du gehst in eine neue Runde Kampf darum, wieviel Nähe Du zulassen WILLST (nicht MUSST), um eine Bez. haben zu können, und wie man, ohne komplette Distanz zu haben, einen Partner haben kann.
 
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Lionne69

Gast
  • #36
Doch noch eine Schlussbemerkung.

Man kann eine Partnerschaft an vielen Unterschiedlichkeiten scheitern lassen, sicherlich auch an Essgewohnheiten.
Mit Vegetariern z B. täte ich mich schwerer, vegan ginge nicht.

Aber was ich weiß, meine Essgewohnheiten sind mit den meisten "männlichen" weniger kompatibel.
Es sind für mich eben wenig Kohlehydrate, viel Gemüse, Salat...
Also müsste ich einen Kompromissweg finden.
Und momentan koche ich für meinen Sohn im Alltag etwas anderes als für mich und am Wochenende oder besonderen Anlässen finden wir Gemeinsames.
Wenn mein Großer hinzu kommt, als Vegetarier, findet es sich auch.
Ich denke auch mit einem Partner fänden sich eine ähnliche Wege.

Und wenn einer dann eine Schwäche für Schweinebraten und Bayrisch Creme hat , dann mache ich ihm die Freude, und ich bin mir sicher, dass er dann auch gelegentlich mit meiner Gemüsepfanne bzw. mediterran - leichteren Küche leben kann. Vielleicht / hoffentlich kocht dann ebenso mal er, oder gemeinsam.

Bis jetzt hat es sich definitiv immer gefunden.

Man kann Trennendes betonen, oder Gemeinsamkeiten - man kann Kompromisse suchen oder unflexibel bleiben. Manches ist eine Chance, beidseitig, man kann manches als bereichernd erleben.
Es geht immer nur um das Ausmaß, das wird wohl jede*r für sich entscheiden.
Aber man kann eben in beiden Richtungen extrem sein.

(@frei - danke :), ich denke, Du weißt, dass ich Dich sehr schätze und mag, soweit es virtuell zu sagen ist - und ich weiß nicht, ob ich bei Deinem Partner so tolerant wäre, seine Wohnung würde / könnte ich wohl nicht betreten...)
 
  • #37
Danke für die vielen interessanten Gedanken und Feedbacks.

Einen Gedanken möchte ich besonders aufgreifen und darüber nachdenken: Verlustängste triggern Bindungsängste. Ist das so?
 
  • #38
Verlustängste sind Bindungsängste...
du kannst je nach Partner in beide Richtungen tendieren, also manchmal eben distanziert und dann wieder klammernd. Hättest du keinen klammernden Mann, sondern einen distanzierten, so wärst du die klammernde...
Beide können mit zu viel Nähe nicht.

Überlege dir mal, ob das bei dir der Fall ist. Ich denke dennoch, dass es bei euch aufgrund schlechter Passung eher nicht klappt...
 
  • #39
Einen Gedanken möchte ich besonders aufgreifen und darüber nachdenken: Verlustängste triggern Bindungsängste. Ist das so?
Naja 'Ängste'.
Nicht jeder, der gerne viel Nähe hat, hat Verlustängste und nicht jeder, der viel Zeit für sich allein braucht, hat Bindungsängste.
Und 'triggern' ist vielleicht auch ein bisschen zu viel. Triggern bedeutet für mich 'sich aufregen', 'aus dem Kittel springen'... so wie wir es hier gelegentlich erleben. Mich triggert z.B. die Behauptung, eine Frau habe einem Mann ein Kind untergejubelt, da haben die Foristen mich wiederholt aus dem Kittel springen sehen ( gelesen ).
Und ich wiederum triggere eine Userin mit einigem, was ich sage. Hab's noch nicht ganz rausgefunden, was genau, aber es ist viel.

Wenn's auch eine Nummer kleiner sein darf, gehe ich mit:
Menschen, die viel Nähe haben möchten passen nicht zu Menschen, die gerne viel ohne ihren Partner sind.

w 51
 
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Lionne69

Gast
  • #40
Nicht jeder, der gerne viel Nähe hat, hat Verlustängste und nicht jeder, der viel Zeit für sich allein braucht, hat Bindungsängste.

Das ist wichtig, weil inzwischen alles gleich über solchen Etiketten läuft.
Also erst mal prüfen, sind es wirklich Ängste.

Es kann, wenn man mal jemanden verloren hat, tatsächlich sowohl Verlust- als auch Bindungsangst sein.
Die Angst, davor sich zu binden, weil man eigentlich Angst vor dem erneuten Erlebnis eines Verlustes hat.
Es kann aber auch eine reine Bindungsangst sein, weil man Abhängigkeit bis zu Ausgeliefertsein in einer Beziehung erlebt hat - oft sind es Erlebnisse in der Kindheit, danach möchte man nie wieder in eine Abhängigkeitsgeschichte geraten.
Bindungsangst hat ebenso mit Angst vor Gefühlen zu tun, Gefühle als etwas Bedrohliches, weil nicht berechenbar.
Verlustängste haben oft wiederum etwas mit fehlender Selbstliebe zu tun, dann "benötigt" man den anderen zur eigenrn Stabilisierung.
Es gbt noch weitere Ursachen, Facetten - sehr oft unbewusst.

Unabhängig wie ausgeprägt es ist, ob nur ein Bedürfnis nach mehr Nähe / Distanz oder Angst vor Bindung / Verlust, muss es bei einem Paar passen.

Wenn derjenige, der Angst vor Verlust hat den anderen zurückweichend erlebt, verstärkt es seine Unsicherheit. Und wenn sich diese Unsicherheit über Klammern und / oder Eifersucht äußert, fühlt sich der Bindungsängstliche bedrängt, eingeengt, geflutet mit den Gefühlen des Anderen.
Analog im entsprechenden Maß bei konträrem Nähe - Distanz Bedürfnisse.
Umgekehrt wird sich der Bindungsängstliche bei zunehmender Nähe immer mehr "Gründe" suchen, um die für ihn notwendige Distanz wieder herzustellen.

Ein Trigger ist es, wenn die Angst eines Menschen aktiviert wird oder andere sehr starke Gefühle.

Mich triggern Anzeichen von Eifersucht, nicht weil ich Bindungsangst hätte, sondern weil ich die regelmäßigen Eifersuchtsattacken meiner Mutter erlebte. Ebenso wie mich Aggressivität triggert. Und da würde ich dieses starke Wort benutzen.

Es ist leider ein häufiges Muster, dass sich ausgerechnet gegenläufige Paare anziehen und treffen. Auch das wäre psychologisch begründbar.
 
  • #41
Ich denke, das sind zwei Seiten einer Medaille. Meine unfachfrauliche Meinung: Der Mensch mit Verlustängsten ist geprägt durch seine Vergangenheit, dass ihm die Liebe jederzeit entzogen werden kann, wenn er nicht für den, von dem er geliebt werden will, so funktioniert, wie der das will. Das wird verlangt und da das Kind nunmal 100% abhängig ist, bleibt ihm nichts, als dem seelisch missbrauchenden Elternteil zu geben, was es fordert. Irgendwann zieht das Kind aus, das Muster für Liebe und Bez. wird aber mitgenommen.
Da diese Abhängigkeit von einem anderen Menschen in einer Partnerschaft kein sich entwickelndes Individuum aushält oder wenn dem Abhängigen irgendwann doch der Partner durch irgendwas entrissen wird, entdeckt der Mensch zwangsweise durch Leid, dass er sich zu sehr angepasst hat. Möglich, dass er sich nie wieder so abhängig erleben will, weil er auch entdeckt, dass all das "Männchen machen" beim anderen doch nicht den Verlust verhindern konnte. Vielleicht gibt es nun eine Bez., wo der neue Partner so abhängig ist, wie man vorher war. Beide kennen das als Liebe und Sicherheit. Wenn der Partner dieses Muster auch lebt, denkt er ja, er kann was tun, um den anderen dazuzubringen, die Distanz aufzugeben. Aber der Angstdistanzler (also einer, der Angst hat, sich emotional zu sehr einzulassen, damit er nicht emo. abhängig wird. Nicht einer, der viel Zeit für seine eigenen Interessen braucht und vom Partner auch nicht erwartet, dass der seine Interessen für die Bez. vernachlässigt) kann das nicht zulassen, wobei er sich aber gleichzeitig wünscht, der andere würde das Klammern nicht sein lassen, denn das ist ja das Sicherheitszeichen, dass man geliebt wird. Ansonsten hätte er die Bez. gar nicht ausgehalten und längst Erstickungsängste bekommen. (Ich glaube, an dieser Schwelle bist Du gerade: Den Klammerer erkennen, und obwohl man die Geborgenheit dabei empfindet, überlegen, diese Bez. nicht einzugehen, da das Muster überholt wurde.)
Falls das Problem schon komplett gelöst worden wäre, würde man einen Klammerpartner genauso von sich fernhalten wie einen Angstdistanzler, ohne zu zweifeln, ob es nicht doch gute Partner wären. Man wüsste schon sicher, wie gesunde Nähe und Distanz für einen selbst aussieht, und kann das auch dem Partneranwärter vermitteln. Das passt dann oder nicht, aber WENN es nicht passt, dann nicht deswegen, weil einer Verlustängste hat oder der andere immer wegrennen will, sondern wegen normalen abweichenden Bez.vorstellungen in Sachen "Wieviel Zeit will ich mit dem Partner haben, wieviel Übereinstimmung brauche ich".
Noch ein wichtiger Punkt: Der Anpasser vermittelt dem anderen immer "ich bin dein perfekter Partner", denn er will ja auf keinen Fall verlassen werden. Das heißt aber, dass er seinen Partner täuscht.
 
  • #42
Mich wundert ja, dass du ihn in deinem Eingangspost als wunderbar beschreibst. Alles was danach kam, war alles nur nicht wunderbar. Dieser Mann zieht dich runter und tut dir nicht gut. Ob da nicht passendere Männer rumlaufen? Ich sehe auch die Gefahr, dass er dich völlig ersticken könnte. Besser man korrigiert einen Fehler spät als gar nicht.
 
  • #43
Liebe, Achtsamkeit, Wohlwollen, Ressourcen statt Defizite, um der Verletzungen bewusst, Muster ebenso.

Das ist ein schönes Zwischenfazit.

Wollen wir es dabei belassen? Ich für meinen Teil habe sehr viele Impulse und nachdenkenswerte Argumente gelesen.

Ab morgen stürzen wir uns alle in den Adventswahnsinn, Türchen öffnen, erste Kerze an. Ich wünsche euch allen eine besinnliche Zeit ... " und wehrt dem Wind und wächst entgegen der einen Nacht der Herrlichkeit."
 
  • #44
Deine Frage finde ich schön..... sie erinnert mich an meine Kindheit...Dein Freund verstehe ich auch. Ich behaupte mal, dass es keine Verlustangst ist. Er ist so und so bin ich auch. Liebevoll und emotional. Viele verwechseln es mit Bedürftigkeit. Das ist aber ein Irrtum. Ich hatte selber ähnliche Erlebnisse in meiner Kindheit, die mich sehr geprägt haben. Am schlimmsten fand ich die Geräusche in der Nacht wie die Panzer über die Straßen fuhren. Bombardierungen und Terror. Wir müssten immer Nachts aus der Stadt raus, um die Kampfflugzeuge zu entfliehen und morgens wieder rein in die Stadt, in die Schule. Einmal waren die Straßen alle gesperrt und keine Chance in die Stadt reinzufahren und ich hatte eine Matheprüfung um 12:00 Uhr. Ich bin 40 Km in die Stadt gerannt und um 12 angekommen und die Prüfung geschrieben und bestanden. Es ist eigentlich eine der schönsten Erinnergen in meinem Leben und egal wie schwierig meine Situation jemals war, habe ich mich immer daran erinnert und daraus Hoffnung und Mut geschöpft. Ich habe durch diese Erlebnisse gelernt, worauf es sich im Leben ankommt. Ich habe gelernt mich auf das wesentliche im Leben zu fokussieren und das ist in meinen Augen "lieben und geliebt werden"......... Dein Freund interessiert sich für dich und er interessiert sich für deine Kultur. Er ist neugierig und möchte dich kennenlernen, während du liebe FS diese Neugierde nicht hast und auch nicht verstehst........Er wird von dir nicht bekommen, was er braucht, weil du ihn nicht verstehst.
 
  • #45
Liebe Community,

ich melde mich nochmal und variiere meine Überlegung dahingehend, ob es Sinn macht, eine Beziehung anzubahnen wenn die Unterschiede, die sich zu Beginn nicht so deutlich ausmachen lassen, im Verlauf immer grösser werden. Wen sich herausstellt, dass die ganzen schönen Gemeinsamkeiten darauf beruhen, dass der Partner zwar die vielen Aktivitäten gerne macht oder mitmacht, aber, wenn er sie selbst je getan hat (Eislauf, Weihnachtsmarkt, in der Ostsee schwimmen, im Fluss baden, Kajak fahren oder ein Bachkonzert hören dies entweder vor 20 Jahren das letzte Mal vorkam oder es sich dann doch generell als reines Lippenbekenntnis herausstellt (in einem anderen Thread wurde über dieses Phänomen berichtet). Ich bin immer für eine 2. oder 3. Chance, aber dann ... die Enttäuschung, dass es nicht klappt, die Trauer um den Verlust einer möglichen Beziehung aber auch die primitive Kränkung, ich wolle wohl nur einen Mann zum Herzeigen, dass ich wieder einen hsbe macht mich so sprachlos und das fand ich derart lächerlich, dass ich meine Sachen nahm und einfach ging. Einfach, um das nicht mehr zu ertragen.
 
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