• #1

Kann man eine Beziehung friedlich beenden ?

Hallo,

ich stehe gerade vor einer privaten Herausforderung und weiß nicht so recht, wie ich das sinnvoll lösen kann.
Kurz zur Situation. Ich bin Ende zwanzig und momentan als Major bei der Bundeswehr als Kompaniechef tätig.
Meine momentane Freundin habe ich in der Bundeswehr kennengelernt, sie ist aber nach Ablauf ihrer Zeit in einen zivilen Beruf gewechselt, während ich fest dort bleiben wollte und seit knapp einem Jahr als Berufssoldat auch praktisch eine lebenslange Anstellung dort habe.

In letzter Zeit habe ich gemerkt, dass sie mit dieser Situation immer unzufriedener wurde. Man sieht sich nur am Wochenende, ich bin (da noch "Neuling") auf vielen Lehrgängen und Übungen unterwegs und daher für einige Wochen bis Monate immer wieder komplett weg.
Durch die Blume hat sich mir schon einige Male mitgeteilt, dass sie es sich wünschen würde, dass ich aus der Bundeswehr austrete und mir im zivilen Bereich etwas suche oder zumindest ziviler Beamter bei der Bundeswehr werde.

Dazu muss man wissen, dass ich keine klassische Soldatenlaufbahn absolviert habe. Nachdem ich an einer zivilen Universität Jura und Geschichte studiert habe, fing ich nachdem zweiten Staatsexamen als Stabsoffizier bei der Bundeswehr an. Daher könnte ich als als Anwalt oder in allen anderen rechtlichen Berufen arbeiten bzw. tätig werden.

Für mich war aber immer klar, dass ich zur Bundeswehr auf genau diesen Posten wollte und habe darauf auch fast ein Jahrzehnt hingearbeitet.

Ich habe mit ihr schon ein ruhiges und langes Gespräch geführt, aber mir schien es, als ob sie gar nicht so richtig verstanden hat, wie meine Position dazu ist.
Für mich ist klar, dass ich mich beruflich nicht umorientieren werde und ich will ihr das verständlich darlegen und damit auch nahelegen die Beziehung beiderseitig zu beenden.
Ich will sie nicht in so einer Warteschleife der Hoffnung gefangen halten, dass ich ggf. irgendwann den Beruf wechsle.
Könnt ihr mir ein paar Ratschläge zu dieser Situation geben ?
 
  • #2
Hall HDCrafty, erst Mal find ichs toll dass du dir überhaupt Gedanken dazu machst, dass ist schon mal der richtige Anfang.
Es gibt wohl nie ein friedliches Schlussmachen, wenn einer noch Gefühle hat. Verletzt ist man dann immer, und wenn es nur das Ego ist.
Ich als Frau kann nur sagen, dass ich das Schlimmste fand, wenn sich ausgeschlichen wurde. Ehrlichkeit und kein durch die Blume reden. Keine Hoffnungen schüren à la “in Zukunft” und danach dann rigoros Kontaktabbruch deinerseits, und nicht nach ein paar Wochen mal checken, wie es ihr geht. Denn dann hat sie automatisch wieder Hoffnungen. Du hast deine Gründe Schluss zu machen, und die solltest du ehrlich kommunizieren. Ein ruhiges Gespräch ohne Vorwürfe und ihre Fragen ruhig beantworten. Sie wird die wahrscheinlich einige an den Kopf werfen und das nimmst du dann so an, du weisst ja wo das her kommt. Aber nicht anfangen mit gegenseitigen Vorwürfen. Viel Erfolg und mach es lieber früher als später, wenn du dir sicher bist.
 
  • #3
Im Grunde könntest du ihr den Text von dir zu lesen geben. Der erklärt doch dein Dilemma ganz gut.
Richtig friedlich kann man eine Beziehung beenden, wenn beide der Meinung sind, dass es besser sei, getrennte Wege zu gehen.

Insofern kannst du vielleicht mit Punkt 1 beginnen und sagen, dass dir der Posten wichtig ist und du dort bleiben wirst.

Dann warte ihre Antwort dazu ab. Und dann, wenn sie dann sagt, nein, so nicht, kannst du sagen, dass es besser ist sich dann zu trennen. Und was ist, wenn sie ja dazu sagt? Willst du dich dann trotzdem trennen?
 
  • #4
Was ist denn daran so schwer ?
Sag's ihr einfach ganz direkt und erkläre das so wie uns hier.
Ihr scheint ja friedlich und sachlich miteinander reden zu können und eine Frau, die zur Bundeswehr geht, wenn auch nur eine Zeit lang, ist ganz sicher keine rosafarbene Prinzessin, die dich mit Heulerei zu manipulieren versuchen wird.

Mach schnell, denn da du dich entschieden hast, dich zu trennen, wäre es sehr unfair, sie weiter darüber im Unklaren zu lassen, so zu tun, als sei alles in Ordnung, sie 'Schatz' zu nennen, zu küssen, wenn ihr euch jetzt am WE seht oder gar mit ihr zu schlafen.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sie erleichtert sein wird, denn sie scheint eure Beziehung ja auch nicht mehr gut zu finden.

w 50
 
  • #6
Im Grunde genommen willst Du Dich ja nicht trennen, weil Dich etwas an ihr stört. Sondern Du siehst Ihre Unzufriedenheit mit einer Situation, die Du nicht ändern möchtest.
Gibt es denn keine Alternativen zur Trennung? Kannst Du ihr die Sachlage nicht darlegen und SIE bitten, sich zu entscheiden - entweder für eine Akzeptanz Deiner beruflichen Pläne oder für eine Trennung?

(w, 46)
 
  • #7
Rückfrage: Musst Du denn wirklich Schluss machen? Kannst Du ihr nicht einfach ganz deutlich sagen, dass Du Dich beruflich nicht verändern willst, weil Du jetzt genau das machst, was Du machen willst und ihr überlassen, welche Konsequenzen sie daraus zieht? Dann hättest Du gegebenenfalls die friedliche Trennung. Vielleicht ist es ja für sie sogar OK, wenn die Fakten klar auf dem Tisch liegen. Ich vermute, dass Du in Eurem ruhigen Gespräch nicht so deutlich warst, wie Du es hättest sein müssen, und sie sich deshalb noch immer Hoffnungen auf Veränderung Deinerseits macht. Anders solltest Du nur vorgehen wenn sich Deine Gefühle zu Ihr sich geändert haben und Du sie nicht mehr als Lebenspartnerin siehst. In jedem Fall ist Klartext erforderlich.

Kontaktabbruch wie oben vorgeschlagen halte ich für unnötig. Wenn sich beide Seiten fair verhalten, kann man nach einer Trennung sogar befreundet bleiben.
 
  • #8
Also ich finde es sehr schlüssig wie du deine Position hier dargelegt hast. Ich würde es für sie verschriftlichen und dann mit ihr sprechen. Wenn sie gekränkt reagiert und die Sachebene verlässt, kannst du ihr das Schreiben zusätzlich geben. So hat sie irgendwann die Chance die Trennung besser zu verstehen. Wichtig ist tatsächlich, dass du Grabenkämpfe und Nebenkriegsschauplätze unbedingt vermeidest. Sonst ist es Essig mit der von dir angestrebten, friedlichen Trennung. Was eure Zukunftsgestaltung betrifft kommt Ihr beide, so wie du es schilderst jedenfalls auf keinen grünen Zweig. Außer sie begreift, dass sie dich eben nur zu deinen Bedingungen halten kann. Aber das ist eben auch immer so eine Sache. Solch faule Kompromisse fliegen einem immer irgendwann um die Ohren. Ich drücke euch die Daumen für ein möglichst gutes Ende.
 
  • #9
Ich glaube, in ihrem Kopf geht die Frage um: Wenn er seine beruflichen Ambitionen wichtiger findet als mich und unsere Beziehung, dann liebt er mich nicht.

Menschen, die keine beruflichen Leidenschaften haben und flexibel sind, verstehen das oft nicht, dass es andere gibt, die irgendwas tun "müssen", weil sie genau wissen, dass es das Richtige für sie ist. Und dass sie unglücklich wären, wenn sie sich für die Beziehung gegen ihre Wünsche entscheiden müssten.

Dabei sind sie selbst auch egoistisch und merken nicht, dass sie vom anderen verlangen, ihrem Egoismus nachzugeben. Sie wollen ja ZUSAMMEN sein mit dem anderen, während Du z.B. sagst "ich muss mein eigenes Ding machen", weswegen sie denken, sie tun was für die Beziehung und Du nicht.
Natürlich kommt jeder mit Egoismus in eine Beziehung, aber mich stört bei ihrer Sicht, dass sie denken, sie seien nicht egoistisch und aber Menschen mit beruflichen Ambitionen schon mal einen Egotrip unterstellen und über "Individualismus und Anpassungsunfähigkeit" wettern.

Für mich ist klar, dass ich mich beruflich nicht umorientieren werde und ich will ihr das verständlich darlegen und damit auch nahelegen die Beziehung beiderseitig zu beenden.
Ich finde wichtig, nicht zu ignorieren, dass sie sich irgendwie noch Hoffnungen macht und es nicht verstehen kann, was Dich motiviert. Also ich finde Deinen Entschluss richtig.
 
  • #10
Erstmal Danke für die Antworten.

Ich selbst habe keine Probleme mit der beruflichen Situation als solche. Ich habe ein Problem damit, dass sie eben nicht glücklich ist.

Sie hat mir ja auch nicht gesagt, dass sie Schluss macht, wenn ich den Job nicht aufgebe. Aber ich glaube auf Dauer würde es darauf hinauslaufen und ich will ihr keine Zeit stehlen.

Ich werde dieses Wochenende nochmal ein Gespräch mit ihr führen. Im ersten Gespräch war ich wohl zu unkonkret, weil es mir sehr schwer fällt darüber klar und deutlich zu sprechen. Aber es wäre ansonsten unfair ihr gegenüber.
Vielleicht sollte ich dazusagen, dass sie meine erste Freundin überhaupt ist, daher bin ich gerade echt am rotieren.
 
  • #11
Hallo lieber HDCrafty, mein 85jähriger Vater war Oberstleutnant bei der Bundeswehr, und wir sind als Familie mit vier Kindern alle paar Jahre umgezogen. Ständiger Standortwechsel und auch Auslands-Verwendungen als Verbindungsoffizier zu den Franzosen und den Amerikanern prägten unser Leben als Familie. Nicht leicht für meine Mutter und für uns Kinder, weil wir alle paar Jahre umziehen mussten und neue (teils französische und amerikanische Freunde) suchen mussten.

Keine einfache Situation. Das ging nur, weil meine Mutter nicht berufstätig war und mit meinem Vater an einem Strang zog. Früher war das normal.

Heute sind die Frauen selbst berufstätig und wollen sich nicht nach dem Mann richten. Das ist in so einem Fall aber sehr schlecht und so geht dann gar keine Beziehung auf Dauer.
Gut wäre es eine Frau zu finden, die sich nach dir richtet und die mit dir mitzieht - im wahrsten Sinne des Wortes. Das sind dann meist die nicht so emanzipierten Frauen.
Die die noch Familie wollen (wie ich damals).
Ich kenne einige Soldatenfrauen die unzufrieden waren, weil ihr Mann wochenlang im Ausland auf Verwendung war. Das waren meist Frauen ohne Kinder.

Die Frauen die Kinder hatten waren ausgefüllt mit Arbeit, und alle freuten sich unendlich wenn Papa endlich wieder heimkam. Ein Freudenfest!

Mein Rat ist: Suche dir eine liebe Frau ohne große berufliche Ambitionen die Kinder möchte. Die bleibt noch am ehesten bei dir und akzeptiert deinen verantwortungsvollen Offiziersberuf in der Bundeswehr.

Es wird nicht leicht. Aber es gibt noch solche Frauen. Anders geht es nicht. Ich habe genug davon mitgekriegt als Offizierstochter.

Ich wünsche dir viel Glück in deinem Beruf und auch in der Liebe!
 
  • #12
Entschuldigung. Ich meinte nicht berufliche Situation, sondern Beziehungskonstellation. Daher würde ich mich nur sehr ungern trennen. Wenn das "Nicht-Trennen" aber auf Kosten ihrer Zukunft und ihres Lebens geht, würde ich mich unter Schmerzen trennen. Für sie. Auch wenn das jetzt vielleicht pathetisch klingt.
 
  • #13
Mein Rat:

Sei KLAR und DEUTLICH.

"Mein Beruf ist mir wichtiger als Du. Ich will Dich nicht."

Damit wirst Du Ihr sehr weh tun, es wird NICHT friedlich sein, aber es ist ehrlich und sie kriegt nicht hintenrum irgendein "vielleicht" daß sie jahrzehntelang in Warteposition hält. Du bist damit "sauber" aus der Sache raus. Fertig.
 
  • #14
Kann es sein, dass sie Angst vor Auslandsverwendung hat? Als BS musst du doch auch mal gehen oder? Auch künftig wirst du wahrscheinlich mal versetzt und dann brauchst du eine Partnerin, die das mit trägt. Ich kann deine Bedenken, diese Beziehung weiterzuführen, verstehen. Dein Arbeitgeber beeinflusst nunmal auch dein Privatleben. Eine Frau, die nicht mit dahinter steht, wird dir nicht gut tun. Vielleicht hat sie auch mit der Bw abgeschlossen und möchte mit dem System an sich nichts mehr zu tun haben? Vielleicht könntet ihr noch eine Paarberatung in Anspruch nehmen, um es näher zu beleuchten. Dies kann auch bei der Trennung helfen. Wünsche dir alles Gute!
 
  • #15
Kann mich nur der langfristig realistischen
Meinung und Erfahrung von@ süsse65
Anschliessen.Meine Mutter und wir Kinder
sind dem Vater/Alleinverdiener/kein BWAngehöriger, hinterhergezogen.Es war einfach so und wurde nicht gross infrage
Gestellt. Uns Töchtern gab meine Mutter
auf den Weg: es soll uns nur klar sein, daß ein Ehemann mit Ehefrau UND Beruf verheiratet ist! So er Alleinverdiener für eine Familie war.Sie hat das auch akzeptiert und die finanz. Notwendigkeit
amerkannt (4 Kinder). Mit der Einstellung
Geht ??/ging die Ehe sehr gut.
In Zeiten der Globalisierung werden Umzüge wohl eher zunehmen allgemein...
Ob dann immer beide Partner beruflich einen Deckel finden, zumal mit Familie ist wohl eher selten....


W
 
  • #16
Lieber HDCrafty.

Willst Du die Beziehung beenden? Liebst Du sie?
Diese Frage solltest Du Dir als erstes stellen.
Und je nach Antwort die Konsequenz ziehen.

Die Beziehung zu beenden, damit sie diese nicht bereut, damit sie glücklich ist - ist anmaßend.
Du triffst damit eine Entscheidung, für die Di nicht zuständig bist. Sie ist eine erwachsene Frau, die für sich selbst entscheidet.

Wenn es nicht Gründe aus Dir heraus gibt, warum Du Dich trennen möchtest, dann rede mit ihr.
Nicht beiläufig, sondern als Termin, wo Ihr beide richtig Zeit habt.
Lege Ihr Deine Position dar - dass Du Deinen Beruf liebst, was Du da möchtest, etc. Vermittel Ihr, dass Du diesen Beruf nicht aufgeben wirst.
Vermittel Ihr, dass Du sie liebst, Du aber die Befürchtung hast, dass sie mit Dir nicht glücklich wird, dass sie Hoffnungen hat, die mit Sicherheit enttäuscht werden.

Vermittel Ihr, dass es die Wahl Sie oder Job nicht geben wird - nicht weil Dir der Beruf wichtiger ist als sie, aber Du unzufrieden werden würdest, wenn Du dieses Lebensziel Ihr zuliebe auf gibst.

Du kannst Ihr sagen, dass Du die Trennung in Erwägung ziehst, weil Du die Befürchtung hast, dass es keinen Kompromiss geben kann, und immer einer unzufrieden wäre.

Höre ihr zu, was fühlt sie, was denkt sie.
Und dann lass sie ihre Entscheidung treffen.

Falls Du Dich nicht doch auch aus anderen Gründen trennen möchtest - dann nimm die Situation nicht als Vorwand. Damit weist Du ihr nämlich die Verantwortung für die Trennung zu - Du trennt Dich, weil sie Dich und Deine Lebensweise nicht akzeptieren kann. Das wäre unfair.

Man kann sich friedlich trennen, wenn es beide wollen, dies zu Deiner Frage.
Das geht immer leichter von der Seite des Trennenden, und benötigt von Dir einiges an Verständnis und Akzeptanz, dass sie evtl. ziemlich enttäuscht und verletzt ist.

@Libertybelle, das ist so ein Argumentationsklassiker (leider frauentypisch). Wenn Du dies tust, dann liebst Du mich nicht genug. Wenn eine Frau unbedingt Kinder haben möchte, der Mann nicht, rät man auch zur Trennung, sind dann die (möglichen) Kinder wichtiger als der Partner?

Immer wenn grundlegende Lebensziele nicht zusammen passen, muss man die Beziehung auf den Prüfstand stellen, wenn es keine Kompromisse gibt, auch wenn es schmerzhaft ist.
Aber es macht auf Dauer unzufrieden.

Bei einigen Lebenszielen gibt es nur ein Ja oder nein, wie in diesen Fall (oder beim Thema Kinderwunsch), und es wird sich ein Part entscheiden müssen, ob er "verzichten" kann, ob es für ihn tatsächlich ein Verzicht ist.

Nur sollte keiner für den anderen entscheiden, das ist anmaßend.
Und es sollte keiner mit der Argumentation kommen, Du liebst mich nicht genug, denn wenn...Emotionale Erpressung.

Lieber HDCrafty, werde Dir klar, was Du empfindest, und was Du möchtest, nicht nur beruflich sondern auch bzgl. Beziehung, und dann rede mit ihr entsprechend.
Aber entscheide nicht für sie.

Alles Gute.
 
  • #17
Das die Kommentare zeitversetzt erscheinen ist ein wenig ärgerlich.

@Meeresbrandung
Das sie gegenüber der Bundeswehr Antipathien entwickelt hat, kann ich mir sogar vorstellen. Sie hat dort nach dem Abitur angefangen Medizin zu studieren und ein paar Jahre als Ärztin dort gearbeitet, inclusive Auslandseinsatz. Sie hat die Bundeswehr dann vorzeitig verlassen und musste Teile ihre Studiums monetär erstatten.

Jetzt arbeitet sie bei ihrem Vater in der eigenen Arztpraxis, daher ist es absolut logisch, dass sie etwas gegen meine berufliche Situation hat. Sie ist örtlich gebunden und ich werde durch die Weltgeschichte versetzt.

Auslandseinsätze wären von der Gefahr her für sie kein Problem, da ich als Offizier in dem Sinne Schreibtischtäter bin und die Basis kaum verlasse (darüber hatten wir schon Gespräche). Da hatte sie schon gefährlichere Momente, als sie raus musste, um Verwundete zu versorgen (hauptsächlich bei Unfällen und bei der dortigen einheimischen Bevölkerung).

Finanziell wäre es für mich kein Problem für Frau (und Kinder) zu sorgen. Als Offizier verdient man recht ordentlich, ist ja öffentlich nachsehbar. Bei mir sind es zur Zeit etwas über 3000€ netto.

Aber ich verstehe Frauen und auch sie, dass sie ebenfalls beruflich etwas erreichen möchten und sich das Recht auch nehmen. Daher bin ich auch nicht sauer oder dergleichen. Momentan eher verzweifelt und traurig.
 
  • #18
@Lionne69
Das kam in dem einen Post von mir falsch rüber. Natürlich werde ich mir nicht anmaßen für sie eine Entscheidung zu treffen.

Sie will sich ja nicht trennen, ich mich auch nicht. Aber so wie ich die Situation sehe, wird es irgendwann darauf hinauslaufen. Ich möchte ihr und mir dies ersparen. Ich werde mich nach dem Gespräch hier nochmal melden.
 
  • #19
Für mich ist klar, dass ich mich beruflich nicht umorientieren werde und ich will ihr das verständlich darlegen und damit auch nahelegen die Beziehung beiderseitig zu beenden.
Völlig richtig, für Dich klar zu priorisieren. Wenn Deine Freundin mit den Prioritäten nicht klarkommt, dann ist sie die falsche Frau. Manche Frauen wollen Dein Leben steuern und verhindern damit, dass Du für Dein Leben glücklich wirst.

Ja, man kann friedlich beenden, wenn beide das wollen. Du möchtest das, wie sie reagiert, weißt Du nicht. Letztlich ist völlig egal, ob sie friedlich ist. Nach der Trennung wirst Du als Soldat irgendwann irgendwohin versetzt und dann wird der Kontakt sowieso verlaufen.
 
  • #20
Sei KLAR und DEUTLICH.
"Mein Beruf ist mir wichtiger als Du. Ich will Dich nicht."
Das ist Unfug.
Der FS arbeitet seit Jahren auf genau diese Position hin, seine Freundin weiß das und hat ihn dort kennengelernt.
Es ist also nicht so, dass er mit einem plötzlichen Sinneswandel die Beziehung gefährdet.
Der FS mag genau diesen Beruf, und das ist schon ein großes Glück im Leben.
Es hat nichts mit mangelnder Liebe zu tun, wenn man jahrelang auf etwas hinarbeitet und das dann auch behalten will.
Würde man einem Bauern sagen: "Verkaufe den Familienhof, gehe woanders arbeiten, ich will nicht Bäuerin sein" oder einem Tierarzt, er möge die Praxis aufgeben, weil man selbst keine Tiere mag?

Lieber FS, mache ihr deutlich, dass es Dich nur MIT dem Beruf gibt. Dann hat sie die Wahl, dies mitzutragen oder jemanden zu suchen, der ortsgebundener ist und ihre Zukunftspläne mit ihr dauerhaft teilt.
 
  • #21
Finanziell wäre es für mich kein Problem für Frau (und Kinder) zu sorgen. Als Offizier verdient man recht ordentlich, ist ja öffentlich nachsehbar. Bei mir sind es zur Zeit etwas über 3000€ netto.
Oh, darüber haben wir ja noch gar nicht gesprochen.
Ich ging davon aus, dass die Bundeswehr besser für ihre Mitarbeiter sorgt.
Du bist Volljurist und würdest in der freien Wirtschaft auch als Neuling ganz sicher das doppelte verdienen, vielleicht mehr und nach oben wäre viel Luft, je nach dem, wo du unterkommst.

Wie sind denn die Perspektiven bei der BW ?
Wie steigt das Gehalt ? Wahrscheinlich nach Dienstjahren oder so, richtig ?
Wieviel würdest du mit 40 oder 50 verdienen ? Das kannst du ja sicher auch nachsehen.
Um eine Familie allein zu finanzieren, brauchst du mehr...
Es sei denn, du bekommst noch anderes, z.B. dass du gratis wohnst oder so.
Keine Ahnung, wie das bei der BW geregelt ist.

Mich wundert auch die Bezeichnung 'netto'. Du zahlst Steuern ? Du zahlst Renten-, Kranken-, Arbeitslosenversicherung ? Wieder was gelernt, ich hätte gedacht, der Staat bezahlt all das für seine Bundeswehrmitarbeiter.

Könntest du dir, da es offenkundig nicht so richtig rosig aussieht, später doch einen Job im zivilen Leben vorstellen ? Vielleicht ganz schnöde aus monetären Gründen ?
Du hast ja nicht bei der BW studiert, d.h. du müßtest nichts zurückzahlen, wenn du dir was anderes suchen würdest.
Was genau gefällt dir an der Vorstellung, bei der BW zu arbeiten ?
Du sagst, du arbeitest ja auch hier 'nur' am Schreibtisch, was ist es also ? Die Sicherheit ? Joa...das wäre ein Aspekt.

w 50
 
  • #22
Rückfrage: Musst Du denn wirklich Schluss machen? Kannst Du ihr nicht einfach ganz deutlich sagen, dass Du Dich beruflich nicht verändern willst, weil Du jetzt genau das machst, was Du machen willst und ihr überlassen, welche Konsequenzen sie daraus zieht? Dann hättest Du gegebenenfalls die friedliche Trennung. Vielleicht ist es ja für sie sogar OK, wenn die Fakten klar auf dem Tisch liegen. Ich vermute, dass Du in Eurem ruhigen Gespräch nicht so deutlich warst, wie Du es hättest sein müssen, und sie sich deshalb noch immer Hoffnungen auf Veränderung Deinerseits macht. Anders solltest Du nur vorgehen wenn sich Deine Gefühle zu Ihr sich geändert haben und Du sie nicht mehr als Lebenspartnerin siehst. In jedem Fall ist Klartext erforderlich.

Kontaktabbruch wie oben vorgeschlagen halte ich für unnötig. Wenn sich beide Seiten fair verhalten, kann man nach einer Trennung sogar befreundet bleiben.
Das, lieber FS, finde ich einen sehr klugen Gedanken. Ich hab mich genau das auch gefragt.
Ich sehe nach deiner Schilderung jetzt auch noch keinen zwingenden Grund, Schluss zu machen.
Vielleicht geht ja doch noch irgendeine Kompromisslösung. Grundvoraussetzung ist, das von beiden Seiten aus noch Liebe und Bereitschaft da ist. Sonst macht es wirklich keinen Sinn.

Zu deiner Ausgangsfrage: natürlich kann man sich im Frieden trennen. Ich kenne sehr viele Paare bei denen die Trennung ohne großes Drama ablief. Auch ich selbst kann mich nur an eine einzige dramatische Trennung erinnern, ansonsten lief immer alles friedlich ab. Wieso auch nicht? Wir leben doch nicht im Urwald. Man kann doch fair bleiben. Kenn ich nicht anders.
 
  • #23
Mein Rat:

Sei KLAR und DEUTLICH.

"Mein Beruf ist mir wichtiger als Du. Ich will Dich nicht."

Damit wirst Du Ihr sehr weh tun, es wird NICHT friedlich sein, aber es ist ehrlich und sie kriegt nicht hintenrum irgendein "vielleicht" daß sie jahrzehntelang in Warteposition hält. Du bist damit "sauber" aus der Sache raus. Fertig.
Um es mal ganz klar und deutlich zu sagen:

Keine Frau ist das Wichtigste für einen Mann. Jeder Mann, der eine Frau über sein eigenes Leben stellt, wird über kurz oder lang scheitern. Die Frau wird ihn verlassen (wegen fehlender Weitereinwicklung), und er wird die Welt nicht mehr verstehen, weil er doch alles getan hat, um seine Frau auf ein Podest zu stellen.
Und was bleibt danach noch? Frau weg (meist mit Kindern, Haus und großen Teilen der Altersvorsoge) und der Beruf ist auch nicht das, was der Mann wollte, sondern was die Frau zuließ.

Nein danke, beim besten Willen nicht.

BTW: wieso soll die Trennung NICHT friedlich sein? Kriegen Frauen nach Deiner Meinung etwa eine friedliche Trennung nicht hin oder was? Er hat doch schon gesagt, daß er eine friedliche Trennung möchte.

Mensch50
 
  • #24
@frei

Zur finanziellen Situation. 3000 netto deswegen, weil man als Beamter und gerade als Soldat die Brutto-Gehälter nicht mit den zivilen Gehältern vergleichen kann. Brutto verdiene ich ~4300 € und netto die 3200€. Das netto ist aber wirklich netto. Da gibt es keine Abzüge für Krankenversicherung etc. Das ist da schon inbegriffen.

Auf lange Sicht kann ich mit einer Regelbeförderung zum Oberstleutnant auf Gehaltsstufe A15 rechnen. Das sind, angenommen ich wäre verheiratet und hätte zwei Kinder, auf Erfahrungsstufe 6 von 8 knapp über 5000€ netto.

Je nach Leistung und Ambitionen könnte ich auch zum Oberst befördert werden. Da kommt man dann schon in die B Besoldung. Als Jurist ist das bei der Bundeswehr im Bereich des Möglichen.

Dann kommen aber bei Auslandseinsätzen teilweise noch saftige Zulagen dazu. Also an Geld dürfte es eigentlich nicht Mangeln.

Was mir an der Arbeit gefällt ? Die Vielfältigkeit. Ich bin zum einen militärische Führungskraft, Manager, Auszubildender, Dozent (z.B. Militärethik, Staatstheorie, Rechtsphilosophie) und bin zum Teil als Verbindungsoffizier im Verteidigungsministerium tätig. Habe an Strategiepapieren mitgearbeitet und ich durfte verschiedene Länder bzw. respektive deren Streikräfte kennenlernen und diese beraten.

Da ich aus Studienzeiten noch Kontakt zu Kommilitonen habe, die als Rechtsanwalt, Staatsanwalt und Richter tätig sind, finde ich meine Arbeitsbedingungen traumhaft. Was ich da von Staatsanwälten zu hören bekam, mit Überstunden und Stress. Der Hammer.

Aus monetären Gründen mache ich das nicht. War mir nie wichtig. Und ich halte mein Gehalt für sehr gut. Wer verdient denn schon >3000 netto. Die Anwälte, die das doppelte von mir verdienen, haben aber auch >60h Wochen. Da bietet die Bundeswehr eine bessere Balance, gerade als Offizier.
 
  • #25
Oh, darüber haben wir ja noch gar nicht gesprochen.
Ich ging davon aus, dass die Bundeswehr besser für ihre Mitarbeiter sorgt.
Du bist Volljurist und würdest in der freien Wirtschaft auch als Neuling ganz sicher das doppelte verdienen, vielleicht mehr und nach oben wäre viel Luft, je nach dem, wo du unterkommst.

Wie sind denn die Perspektiven bei der BW ?
Wie steigt das Gehalt ? Wahrscheinlich nach Dienstjahren oder so, richtig ?
Wieviel würdest du mit 40 oder 50 verdienen ? Das kannst du ja sicher auch nachsehen.
Um eine Familie allein zu finanzieren, brauchst du mehr...
Es sei denn, du bekommst noch anderes, z.B. dass du gratis wohnst oder so.
Keine Ahnung, wie das bei der BW geregelt ist.

Mich wundert auch die Bezeichnung 'netto'. Du zahlst Steuern ? Du zahlst Renten-, Kranken-, Arbeitslosenversicherung ? Wieder was gelernt, ich hätte gedacht, der Staat bezahlt all das für seine Bundeswehrmitarbeiter.

Könntest du dir, da es offenkundig nicht so richtig rosig aussieht, später doch einen Job im zivilen Leben vorstellen ? Vielleicht ganz schnöde aus monetären Gründen ?
Du hast ja nicht bei der BW studiert, d.h. du müßtest nichts zurückzahlen, wenn du dir was anderes suchen würdest.
Was genau gefällt dir an der Vorstellung, bei der BW zu arbeiten ?
Du sagst, du arbeitest ja auch hier 'nur' am Schreibtisch, was ist es also ? Die Sicherheit ? Joa...das wäre ein Aspekt.

w 50
Es tut mir leid, dass ich dir das sagen muss: du bist extremweltfremd.
Ein Großteil der Menschen in D verdienen deutlich weniger als der FS und können trotzdem eine Familie ernähren. In unserer Firma verdienen 80% der Angestellten weniger.

Klar, da überweist nicht jeder der Tochter 1000€ im Monat fürs Studium, sondern die studieren erfolgreich und finanzieren das über Bafög und Nebenjobs. Und leben wohl auch ein wenig bescheidener...
Da kann man sich kein Ferienhaus in Venedig leisten, aber deine Behauptung, man könne so keine Familie ernähren ist entweder eine Frechheit oder eine Provokation.
 
  • #26
Es hört sich traurig an, dass du dich trennen willst. Denn eigentlich willst du es nicht.
Du wirkst in deinen Zeilen sehr sympathisch und verantwortungsbewusst, du möchtest deine Freundin nicht unglücklich machen.
Es ist schade, dass sie nicht akzeptiert, dass dir deine Arbeit wichtig ist. Sie wird ihre Arbeit auch lieben und wäre sicher nicht bereit, diese aufzugeben.
Viele Paare haben aus beruflichen Gründen eine Fernbeziehung und schaffen das auch. Vielleicht solltet ihr noch einmal in Ruhe reden, bevor du eine Trennung anstrebst. Deine Freundin sollte klar Stellung beziehen, ob sie auch damit klar kommt, wenn du bei der BW bleibst. Dann kann sie dies selbst entscheiden. Mit einer Trennung würdest du ihr die Entscheidung abnehmen.
Die Umstände deines Berufes werden sicher immer Thema sein, egal mit wem du eine Beziehung führst. Das erfordert viel Verständnis und Toleranz. Aber wenn man jemanden liebt, dann überwindet man diese Schwierigkeit.

Ich finde, dass du genug verdienst und kann nicht verstehen, welche Ansprüche hier gestellt werden. Zudem zählt nicht immer nur der Verdienst, sondern auch die Zufriedenheit und Erfüllung.
 
  • #27
Du bist Volljurist und würdest in der freien Wirtschaft auch als Neuling ganz sicher das doppelte verdienen, vielleicht mehr und nach oben wäre viel Luft, je nach dem, wo du unterkommst.
Mal abgesehen davon, dass ich das Gehalt dafür, dass man alle paar Jahre komplett den Ort wechseln muss, auch nicht so wahnsinnig toll finde: 6000 Euro netto bedeutet mal locker weit über 100.000 Euro brutto. Die verdient wohl kaum irgendwo ein regulärer Berufseinsteiger welcher Fachrichtung auch immer. Selbst nach Jahren dürfte das noch bei weitem nicht von jedem Akademiker erreicht werden...

Mich wundert auch die Bezeichnung 'netto'. Du zahlst Steuern ? Du zahlst Renten-, Kranken-, Arbeitslosenversicherung ? Wieder was gelernt, ich hätte gedacht, der Staat bezahlt all das für seine Bundeswehrmitarbeiter.
Du sitzt den üblichen Vorurteilen gegen Beamte auf. Selbstverständlich zahlt jeder Beamte den ganz normalen Steuersatz von seinem Bruttogehalt. Selbstverständlich muss jeder Beamte den nicht von der Beihilfe getragenen Anteil (in der Regel 50%) der Krankheitskosten durch eine vom Bruttogehalt bezahlte (private und für jedes Familienmitglied abgeschlossene) Krankenversicherung abdecken. Bei der Bundeswehr wird das teilweise durch freie Heilfürsorge ersetzt (macht auch Sinn, da die ja eigene Ärzte haben).
Selbstverständlich wird auch nicht in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt (kein Risiko). Statt in die Rentenversicherung oder private Altersversorgung mit einzubezahlen, bildet der Staat theoretisch Rücklagen für die Pension (praktisch verlagert die Politik das einfach "auf später"). Die Bruttogehälter sind daher nicht so richtig vergleichbar, die Nettogehälter eher.
 
  • #28
Naja, mein Vater hat damals als junger Leutnant 4 Kinder und eine Frau durchgebracht, und wir sind auch nicht verhungert.
Ansprüche gibt es hier, man würde mit 3200€ keine Familie durchbringen...da muss ich nur den Kopf schütteln.
 
  • #29
Du bist Volljurist und würdest in der freien Wirtschaft auch als Neuling ganz sicher das doppelte verdienen, vielleicht mehr und nach oben wäre viel Luft, je nach dem, wo du unterkommst.
Hallo frei,
das wäre schön, ist jedoch weit an der Realität vorbei. Solche Gehälter verdienen die allerwenigsten Juristen und Neulinge schon gleich gar nicht. Das ist nur in wenigen Wirtschaftsrecht-Großkanzleien so und da muss man sich dafür 24/7 versklaven. Der Durchschnittsjurist verdient dagegen heutzutage durchschnittlich, da haben sich die Zeiten sehr geändert.
 
  • #30
Oh wei, wieder ins Fettnäpfchen gelatscht.

Ich versuche mal vorzurechnen, wie ich darauf komme, dass 3.000 € knapp sind.
Der FS sprach von Kindern, also mindestens 2.
Wenn man nicht nur hausen, sondern wohnen will, braucht man eine 4-Zimmerwohnung.
Die kostet hier in Frankfurt ( ok, ein teures Pflaster ) mindestens 1.500 €.

Ich weiß das sehr genau, weil zwei meiner Kollegen zusammenzugezogen sind, sie hat zwei Kinder und sie wollten etwas in einer angenehmen Wohngegend.
Sie haben lange gesucht, wollten auch keine Bruchbude und sind jetzt in eine vier-Zimmer-Wohnung mit 108 qm gezogen, die warm 2.000 € kostet. Ohne Garten.
Sie haben zwei Autos. Ok, wenn nur einer arbeitet, reicht vielleicht auch ein Auto.
Ein einfaches Auto kostet mit allem, einschließlich Abschreibung 300- 500 €.
Die Kinderbetreuung für die Kleinen kostet 500 €.
Ok, die fiktive Ehefrau des FS arbeitet ja nicht, braucht also keine Betreuung.
In meinem Beispiel sind die 3.000 € schon weg und sie haben noch nicht mal was gegessen, geschweigedenn sonstwas bezahlt, wie z.B. Kleidung.
In Frankfurt müssen beide Elternteile arbeiten bei solchem Gehalt.

Ich wollte hier niemanden beleidigen oder gar persönlich treffen, einer ist sogar offenbar sehr verletzt und das tut mir leid.
Mit ist auch absolut bewußt, dass viele Menschen weniger verdienen, nein, so weltfremd bin ich nicht.
6000 Euro netto...Die verdient wohl kaum irgendwo ein regulärer Berufseinsteiger welcher Fachrichtung auch immer. Selbst nach Jahren dürfte das noch bei weitem nicht von jedem Akademiker erreicht werden.
Ich stimme dir absolut zu, aber der FS ist nicht 'jeder Akademiker', sondern ein Jurist, und die verdienen meines Wissens von allen Akademikern am besten, gefolgt von Betriebswirten.
Könnt ihr euch vorstellen, was da für Gehälter, erst recht Honorare möglich sind ?
100.000 € für einen Berufseinsteiger ist nicht unrealistisch.

Auch das weiss ich ganz genau, denn ich bin gerade dabei, einem jungen Mann, der jetzt 24-jährig den Bachelor an der EBS Business school, einer Universität im Rheingau hier bei Wiesbaden geschafft hat, auszureden, sein Studium zu beenden.
Er giert nach dem Mammon, denn er hat einige Angebote und davon mehrere über 100.000 €. Als Einsteiger mit nur dem Bachelor.
Nein, es ist realistisch, was ich sage, aber ich verstehe, dass es Menschen verletzt, die mit wenig Geld auskommen müssen und das auch können.
Hier geht es aber um diesen FS.
Ich denke, er weiß, was alternativ zu BW möglich ist, monetär, aber er hat gut erklärt, warum er lieber dort bleibt und nur das wollte ich wissen.

w 50