• #1

Kann man eine Beziehung haben mit einem Partner, der chronische Schmerzen hat?

Hallo an alle.
Ich hätt gerne eure Meinung.
Ich habe eine intensive Onn-Off Beziehung. Mein Partner (wir lieben uns innig) oder wie ich es auch nennen mag, hat chronische Rückenschmerzen durch einen Unfall. Es hat etwas gedauert bis ich das extreme Ausmas dieser Schmerzen Erfahren habe. Dadurch hat er Rückzieher (in seine Wohnung) oder schläft eben mal den ganzen Tag nur. Er hat immer Phasen. Einige Monate geht es ihm gut und dann ist wieder ein Tief, wo er bei mir nur auf der Couch liegt, und er keine Gefühle zeigt sondern in sich gekehrt ist. Man kann dann auch nichts unternehmen. Aber sobald es wieder Tage sind wo der Schmerz einigermaßen geht ist alles perfekt. Nur dieses "normale" Beziehungsleben, mit Urlaub, fix zu wissen morgen oder am WE machen wir dies und das, das geht nicht, da dann evtl. der Schmerz stark ist und nicht nur mein Partner sondern auch ich und mein Kind auch darunter leiden. Weil wir ihn lieben, natürlich wollen dass es ihm gut geht, aber eben auch was unternehmen und leben wollen. Kann man glücklich werden mit so einer Beziehung. Mit 50/50 schöne Zeiten und ein liebevollen Partner und dann einen genervten, schmerzerfüllten, in sich gekehrten Menschen? Aber vorallem wegen meiner Tochter (nicht leibliches Kind) weiß ich nicht wie das weiterhin wird. Dies kostet mich ja auch enorme Kraft was ich auf Dauer nicht habe, zumal es mir auch nicht jeden Tag gut geht. Mich dann aber nicht um ihn dauerhaft Sorgen kann. Danke für eure Hilfe.
Lg
 
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  • #2
Klingt mir nach einem unzureichenden Schmerzmanagement. Schreib doch mal etwas mehr darüber. Nimmt er Schmerzmittel, ständig oder nur im akuten Anfall? Was löst diese Phasen aus? Arbeitet er, wenn ja, lässt er sich dann jeweils krankschreiben? Kümmert er sich aktiv darum, dass diese Phasen seltener auftreten und kurz sind, z. B. in Form von Rückenübungen, Anwendungen, Physiotherapie etc.? Hat er schon sämtliche Therapiemodelle und Schmerzkliniken durch und ist austherapiert oder geht da noch was? Wie sehen die Ärzte die Zukunftsprognose, wird's besser oder eher schlimmer?
Kann er vor einem Urlaub o.ä. Prophylaxe betreiben?

Und persönlich: Warum musst du dich in solchen Phasen um ihn kümmern? Fordert er das ein? Ist es für ihn in Ordnung, wenn er seine Ruhe hat und du anderen Aktivitäten nachgehen würdest?
 
  • #3
Ich rate Dir das gleiche, was Du @MarieLouise324 in ihrem Thread "Soll ich mich trennen" geraten hattest.
Ich selber könnte in einer solchen On/off Beziehung nicht leben, mit Kind schon gar nicht.
Das wird ein Leiden ohne Ende und Du verplemperst kostbare Lebenszeit. Das "Mutter-Theresa-Syndrom" habe ich schon lange abgelegt. Denke mal an Deine Tochter...alles Gute!
 
  • #4
Könnt ihr es nicht so arrangieren, wenn er wieder eine heftige Schmerzepisode hat und in sich gekehrt auf der Couch liegt, dass ihr ohne ihn Dinge unternehmt? Ihm ist dann doch am wohlsten auf der Couch und er braucht keine Unterhaltung von dir.
Das setzt natürlich Flexibilität von dir aus, dass du schnell umplanen kannst und statt zu dritt halt Spaß zu zweit mit deiner Tochter hast.
 
  • #5
Das ist keine einfache Situation, die ich schon selbst erlebt habe. Schmerzen haben Auswirkung auf das ganze Leben. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass auch die Möglichkeiten der Schmerztherapie begrenzt sind. Ich hatte lange Zeit chronische Schmerzen (allerdings keine Rückenschmerzen) und war in etlichen Schmerzambulanzen und Uni-Kliniken, habe auch alles, was über Analgetika hinaus geht, durch. Man schafft dann höchstens noch seinen Job, hat aber ständig Existenzängste. Was ist, wenn es schlimmer wird? Wie lange kann ich noch arbeiten? Man weiß nicht mehr, wo das Ich aufhört und wo der Schmerz anfängt. Wie soll man da eine gute Beziehung führen.
Auch wenn ich meinen Partnern gegenüber nicht gereizt reagiert habe, so hatte ich kaum noch Energie über.

Ich könnte noch viel dazu schreiben, warum chronische Schmerzen eine gute Beziehung und ein gutes Leben erschweren oder gar verhindern, konnte aber wegen der Kürze der Zeit, leider nur einige Aspekte nennen.

Bei mir hat eine OP bei einem Spezialisten, nach dem ich lange suchen musste, geholfen und mir ein neues Leben ermöglicht.

Ich hoffe, dass dein Partner auch einen Weg aus der Schmerzhölle findet. Immerhin hat er ja auch, wie du schreibst, schmerzfreiere Phasen. Was ist in dieser Zeit anders? Er könnte dies durch Führen einees Schmerztagebuches heraus finden.
Holt euch psychologische Hilfe. Es gibt gute Schmerzbewältigungsprogramme.
Als Schmerzkranker ist man schnell in einer Schonhaltung drin und der Partner bekommt ebenfalls seine, für die Beziehung ungünstige, Rolle zugeschrieben.
Nehme deinem Partner nicht zu viel ab. Nicht nur, damit sich nicht zu sehr die sogenannte Krankenrolle verfestigt, sondern damit ihr ein Liebespaar bleibt und nicht nur Kranker und Helfer seid.
Ich empfehle das Buch "Herausforderung Schmerz - Psychologische Begleitung von Schmerzpatienten" von U. Frede.
 
  • #6
Macht er denn eine Schmerztherapie das würde ich ihm aufjedenfall vorschlagen. Wenn er sich gegen sowas weigert, dann klingt das für mich eher danach das noch eine Depression mit im Spiel ist auch hierfür gibt es Therapeuten. Und chronische Schmerzen können Depressionen auslösen. Das Gefühl der Hilflosigkeit, das es kein Entkommen gibt und immer schlimmer wird.
Es gibt auf jeden Fall viele Möglichkeiten, auch Nebenwirkungen von Medikamenten können Depressionen auslösen. Vielleicht mal eine zweite Meinung einholen.
Weigert er sich gegen alles, dann würde ich gehen.
 
  • #7
Klar unter der Wirkung von schweren Schmerzmitteln kann man schon einmal einen Tag verschlafen. Chronische Schmerzen können außerdem zu Depressionen führen. Antidepressiva führen dann auch ggf. zum langen schlafen.

Beziehung ja oder nein ist in erster Linie eine Frage an dich. Chronische Schmerzgeschichten wie Rheuma oder Bandscheibenprobleme sind nicht oder nur bedingt heilbar. Der Schmerz und die Folgen seiner Behandlung werden Euch dadurch dauerhaft begleiten.

Die Entscheidung ob du das erträgst liegt daher bei dir. Du wirst die ganze Beziehung lang auf ihn Rücksicht nehmen müssen. Er wird vielleicht, dass eine oder andere mal in seiner schmerz getriebenen Verzweifelung ungerecht zu dir sein. Das bedeutet aber nicht, dass er beziehungsunfähig ist. Aber der Schmerz dominiert halt wesentliche Teile seines Lebens.
 
  • #8
Dies kostet mich ja auch enorme Kraft was ich auf Dauer nicht habe, zumal es mir auch nicht jeden Tag gut geht. Mich dann aber nicht um ihn dauerhaft Sorgen kann. Danke für eure Hilfe.

Du gibst die Antwort dir doch schon selbst...

Was könnte man dazu noch raten? Du allein musst einschätzen können, wie viel Kraft du hast und wie viel du aufwenden möchtest und kannst, es ist doch egal, ob das andere politisch korrekt finden oder nicht.

Es ist dein Leben, du musst damit zufrieden sein und klarkommen.

Ich persönlich fände das alles nicht so tragisch, ich bin eher spontan und plane lieber kurzfristig, kann mich auch immer gut allein beschäftigen, so dass es mich nicht stört, wenn sich einer auf meiner Couch einrollt und schläft.

Aber ich bin ich und für dich ist es anders. Also musst du es so gestalten, dass du dich wohlfühlst.
 
  • #9
Guten Morgen TE,

ich bin da hin- und hergerissen. Einerseits halte ich es für wichtig, dass Kinder im Leben lernen es gibt Krankheit, Verfall und Tod. Andererseits ist es aber auch nicht die Aufgabe des Kindes sich Verantwortlich dafür zu fühlen, dass es einem Erwachsenen gut geht.

Meine Freundin ist auch so eine Schmerzpatientin, im Moment ist sie nach einer weiteren OP noch in Reha und deshalb bin ich auch hier in Deutschland und helf ihrem Mann bei den drei Kindern. Sie haben als Paar und Eltern Absprachen getroffen, mit denen es so ziemlich klappt. Wenn sie ihre Schmerzphase hat zieht sie sich ins Gartenhaus zurück. Alles andere ist gerade auch für die Kinder kaum zu ertragen. Wenn es ihr zwischendurch mal besser geht, schaltet sie einen Springbrungen ein. Das ist für die Kinder das Zeichen, dass sie kommen können.
Es kommt in diesen Phasen aber auch eine Familienhilfe, Verwandte und Freunde helfen auch, gerade damit die Kinder relativ normal weiterleben können.

Ich hoffe Du findest eine Lösung, die für Euch alle gut ist.
 
  • #10
Das sind mehrere Baustellen.

Du bist insgesamt überfordert,
mit Deinem Kind - ist es nicht Deines?
Mit anderen Stressfaktoren.
Mit einer On- Off Beziehung.

Also wäre es insgesamt die Aufgabe, mal zu schauen, an welchen Stellen Du Entlastung schaffen könntest.
Neue Strukturen, Klarheit, Vereinfachungen, Unterstützung.

Sorgen um ihn?
Das ist nicht Dein Thema.

Natürlich ist das Leben mit ihm nicht so planbar, es muss flexibler sein, benötigt spontanes Reagieren.
Als stabiler Mensch ist das möglich - es kann auch sonst Faktoren geben, warum man mal umdisponieren muss oder möchte.
Aber will er Dich als Kümmererin?
Oder möchtest Du, dass er Dich entlastet?

Kümmererin zu sein, ist nicht Deine Aufgabe, und ich bezweifle, dass er das möchte. Rücksicht ist aber ein anderes Thema, und das benötigen bei Euch drei.

Die Entlastung in Deinem Leben? Dafür bist Du selbst zuständig.
Für Strukturen, Prioritäten und auch dafür, diese bei anderen anzufragen.

Ich würde mich an Deiner Stelle fragen, warum On-Off, und nicht, ob Du mit einen Schmerzpatienten kannst. Wobei es bei Schmerzpatienten sehr individuell ausgeprägt sein kann.
Das ist Frage 2.

Beides werden wir Dir nicht beantworten können.
 
  • #11
Kann man glücklich werden mit so einer Beziehung. Mit 50/50 schöne Zeiten und ein liebevollen Partner und dann einen genervten, schmerzerfüllten, in sich gekehrten Menschen? Aber vorallem wegen meiner Tochter (nicht leibliches Kind) weiß ich nicht wie das weiterhin wird. Dies kostet mich ja auch enorme Kraft was ich auf Dauer nicht habe, zumal es mir auch nicht jeden Tag gut geht. Mich dann aber nicht um ihn dauerhaft Sorgen kann.
Man kann solange man kann, das ist nicht meine Einstellung, du gibst dir ja selber die Antwort, was dir nicht gut tut, solltest du auch nicht tun, früher oder später wird es dazu eh kommen, also warum nicht gleich, nachdem du noch etwas Energie und Kraft für dich hast oder willst du die letzte Energie und die letzte Kraft von dir noch nehmen lassen?
 
  • #12
Jeder hat seinen eigenen "Akku"und keiner kann sagen: was wer schaffen muss.

Manches ist vielleicht durch eine bessere Organisationen möglich!?
Eine die gemeinsam für beide lebbar ist und in der guten Zeit aufgestellt werden muss.
 
  • #13
Danke an alle für die ganzen Antworten.
Er hatte in der Kindheit einen Unfall. Da wurde ein Wirbel verbigen der schief Wuchs. Sprich dauerhafte Rücken-Messer-Stich schmerzen. Ab und zu bewegungseunschränkung. Von professionellen Ärzten bis Physiotherapie, Schmertherapie, tabletten usw nichts geholfen. Auser jetzt eine hormontherapie. Diese hilft ihm. Darum auch die guten Phasen. Aber Hormone Männliche, tun auf Dauer auch der Psyche nicht gut. Psychto therapeutische therapie weigert er sich zu machen... Op wär der letzte Ausweg aber da lehnt er strickt ab, da eben viel schief gehn kann und er keine Verdauungsprobleme oder gar im Rollstuhl sitzen will. Ich hab gesagt ich bleib bei ihm wenn sogar das eintrifft, gehe mit ihm zur therapie zu Ärzten alles. Aber er sagt er hat alles durch. Er hat sich abgefunden. Er nimmt also keine Hilfe an. Wenn er da ist bin ich glücklich. Meine kleine auch. Aber wenn er nicht lächrlt oder nichts machn kann weil er wieder schmerzen hat ist es sehr belastend. Vorallem wenn ich ihn dann tage nicht sehe... alles allein mache.
Irgendwie führe ich eine Beziehung und irgendwie bin ich alleinerziehend. Es fühlt sich mit ihm richtig an aber dann wieder auch falsch...
 
  • #14
Liebe TE

Du fragst nach der Meinung, bekommst etliche Antworten von Foristen und in Deinem Post#12 liest man, die Ansichten interessieren Dich gar nicht.

Lies ab #2 bis #11 immer wieder, so lange bis Du verstanden hast was die Poster gemeint haben.
 
  • #15
Hat er schon sämtliche Therapiemodelle und Schmerzkliniken durch und ist austherapiert oder geht da noch was?

Ja hat er schon. Von Ärtzten bis Physiotherapie, bis Medikamente, Hormone, angepasster Sport usw. Er möchte nicht nochmal alles durch da er die Diagnose von vor 20 Jahren hat
Ich finde aber dass sich die Medizi ändert, die Fortschreitung der Therapien und Eingriffe werden häufiger getätigt. Aber er möchte sichbweder operieren noch in eine therapie begeben. Ich hab alles versucht. Aber leider muss er auch selber dazu bereit sein...
 
  • #16
Nach deinem Nachtrag musste ich etwas schlucken.
Es kommt so rüber, als sei dir dieser Mann nicht leistungsfähig genug.
Aber wenn er nichts machn kann weil er wieder schmerzen hat ist es sehr belastend. Vorallem wenn ich ihn dann tage nicht sehe... alles allein mache.
Er hat alle paar Monate, so schreibst du, einige Tage, in denen er nicht für dich da ist, du nichts mit ihm unternehmen kannst, er sich nicht um deine Tochter kümmern kann - und das ist jetzt dein Problem?

Also ich würde mich bedanken, wenn ich alle paar Monate schmerzbedingt mal etwas weniger oder gar nicht für meinen Mann und sein (!) Kind da sein könnte und statt Mitgefühl und Selbständigkeit noch Vorhaltungen bekäme.
Warum denkst du, er müsse 24/7/365 für dich da sein?
Meine Güte, es gibt Männer, die auf Montage gehen, oder beruflich reisen oder - um Himmels Willen - einfach mal ihre Ruhe haben wollen, ihren Hobbies nachgehen möchten, nicht immer mit der Frau zusammenkleben können.
Hast du außer ihm kein eigenes Leben?
Du hast alle paar Monate die Möglichkeit, eine schöne Mama-Kind-Zeit mit deiner Tochter zu verleben, Freunde zu treffen, dir etwas Wellness zu gönnen - sieh es doch mal so.

Wenn das nicht in dein Lebensmodell passt, solltest du dir wohl besser einen Mann mit ähnlichen Verschmelzungsphantasien suchen.
 
  • #17
Wenn er sich gegen sowas weigert, dann klingt das für mich eher danach das noch eine Depression mit im Spiel ist auch hierfür gibt es Therapeuten.
Leider nicht. Ich hatte ihn einmal soweit dass er mit mir geht, dann hatten wir uns aber getrennt, dann wieder zusammen gerauft, da die Gefühle so stark und echt sind, aber dann sagte er das thema therapie ist für ihn durch... seither willigt er nicht mehr ein. Ich hab auch keine Kraft mehr dass ich immer versuche und versuche.. wenn er nicht will.. und seinerseits null kommt
 
  • #18
Ich selbst habe entzündete Muskeln als Folge einer Krankheit. Weiss also, was Schmerz ist.
Ja, es gibt alle 3 Monaten 2 Tage, wo ich im Bett bleibe. Aber ... mit Hilfe guter Ärzte kann man gut leben, man muss eben ein wenig auf diese Herrschaften hören.
Planen kann ich dennoch - muss ich beruflich ja auch. Und wenn ich wirklich mal im Urlaub einen Tag ausfalle ... na und?
Ganz einfach - auch an Schmerz gewöhnt man sich. Ich erinnere mich immer wieder an die weisen Worte meines Professors ..... Konzentriere dich auf das, was du alles kannst. Die paar Dinge, die wegfallen ... ohne die kannst du leben. Und zwar gut leben. Mit diesen Worten hat er mir meine Zukunftsangst genommen .....
 

Rosenblatt

Gesperrt
  • #19
Fliegenmel, warum schreibst du hier überhaupt noch? Es geht doch sowieso wieder um einen der Männer aus dem Thread
https://www.elitepartner.de/forum/f...cherheit-vernunft-und-positiven-alltag.75961/
Die sowieso nichts taugen (beide!!!), wie in zahlreichen Posts und Beiträgen vorher schon von dir und auch uns geschildert.
Ist dir dein Kind immernoch SO egal?? Ich bin fassungslos über soviel Ignoranz, mein Vorposter hat Recht. Die Antworten interessieren dich überhaupt nicht und dein Leben ist offenbar so langweilig für dich, dass du weiter Drama brauchst. Auf Kosten deines Kindes. Klasse.
 
  • #20
Warum konzentrierst Du Dich derartig auf seine Thematik?
Was er sollte, bräuchte, könnte, nicht tut?
Will er das?

Er scheint zurecht zu kommen - aber Du kannst es nicht stehen lassen.

Auch hier konzentrierst Du Dich bei allen Posts auf diejenigen, die sich nur mit Seiner Thematik auseinander setzen.

Ich glaube, Du brauchst ihn und sein "Problem", damit Du Dich nicht in Deine eigenen Baustellen kümmern musst.
 
  • #21
dein Leben ist offenbar so langweilig für dich, dass du weiter Drama brauchst. Auf Kosten deines Kindes. Klasse.
Diese Aussage finde ich wirklich nicht in Ordnung! Meinem Kind geht es gut dass kannst du nicht beurteilen! Auserdem hat sich raus gestellt dass seine Art nicht von etwas toxischem etc geleitet wird sondern von seinen chronischen Schmerzen. Und ich bin einfach für ihn da und will ih helfen. Wenn es ihm gut geht passt alles. Und wie gesagt mein Kind leidet nicht darunter. Die Frage war lediglich ob sie das später tun wird Schule etc. Wenn seine Schmerzen schlimmer werden. Weil sie mir wichtiger ist.
 

Rosenblatt

Gesperrt
  • #22
Achso, also wenn es nicht toxisch geleitet wird ist es auch automatisch nicht toxisch für dein Kind? Ernsthaft?!
Da du nicht drauf eingegangen bist gehe ich davon aus, dass ich recht habe bzgl. meiner Vermutung.
Komisch! In em anderen Thread hast du noch eingesehen, dass solche Partner nicht gut für dein Kind sind... und plötzlich ist alles anders. Ich glaub mittlerweile, du willst uns verschaukeln. Aber gut, du hast meinen Beitrag im letzten Thread ja auch nicht richtig gelesen...
 
  • #23
Wenn das nicht in dein Lebensmodell passt, solltest du dir wohl besser einen Mann mit ähnlichen Verschmelzungsphantasien suchen.
Ich bin vormittags bis mittags mit meiner Maus dann ist Kindergarten angesagt, wo ich sie hin bringe und dann arbeiten gehe und dann hole ich sie wieder ab. So ist mein Tag geplant. Eltern habe ich keine oder Verwandte hier. Freunde ja. Da ist dann auch mein Wochenende mitbUnternehmungen gut geplant. Und unter der Woche mach ich mit meiner Maus auch immer was und We fahren wir meist wohin. Deswegen sind halt abwechslungen auch mit einem Erwachsenen part was zu unternehmen und sich zu unterhalten auch schön. Vorallem wenn man diesen Menschen liebt.
 
  • #24
Deswegen sind halt abwechslungen auch mit einem Erwachsenen part was zu unternehmen und sich zu unterhalten auch schön.
Also für mich ist das alles undurchsichtig.
Er: hat alle paar Monate mal Schmerzen und steht nicht zur Verfügung.
Du: hast dein Leben soweit in deiner Freizeit gut mit Freunden und deinem Kind verplant. Ansonsten passt in der Beziehung alles.

Wo liegt jetzt das Problem?
Mir scheint, es geht nicht um alle paar Monate ein paar Tage, in denen du ihn nicht um dich hast. Also, worum geht es dir?
 
  • #25
Ich kannte den alten Thread nicht und habe ihn nun überflogen. Die FS beklagt u.a. Langeweile in der Beziehung. Das ist leider das letzte Thema, für welches sich ein chronisch Schmerzkranker interessiert. Als Erkrankter wünscht man sich eigentlich nur, so geliebt zu werden wie man ist. Auch mit der Krankheit und an den Tagen, an denen wegen der Schmerzen gar nichts mehr geht.
Ich selbst hatte zum Glück in dieser Zeit verständnisvolle Partner. Sie waren für mich da, nahmen mir aber auch nicht zu viel ab. Besonders wichtig war mir, dass sie auch alleine ihren Hobbies und Freizeitinteressen nachgingen. Ein Mann, der sich nicht selbst beschäftigen kann und mir ein schlechtes Gewissen macht, wenn ich nicht fit genug bin, um gemeinsam etwas zu unternehmen, wäre sehr belastend gewesen. So war ich dann halt mit Schmerzen zuhause und mein Freund hat etwas für sich unternommen. Ich brauchte die Ruhe und war froh dann für mich zu sein. Und der Partner konnte weiter am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Wäre das nicht auch eine Option für euch? Man muss wirklich nicht jede Minute miteinander verbringen.

Du solltest ihn nicht zu einer OP drängen, wenn er Bedenken hat. Ich habe das selbst erlebt: es ist ein Wunschtraum, vielleicht auch eine Allmachtsphantasie, dass viele denken, jede Krankheit lässt sich heilen. Und am besten ganz schnell und einfach mit einer OP. Dann wäre alles wieder gut, der Kranke funktioniert wieder. Vor allem gesunde Menschen, sie meinen es wahrscheinlich nur gut, liegen Kranken ständig mit Ratschlägen in den Ohren: hast du diese Therapie schon probiert, du musst zu jenem Arzt, lass dich dort operieren....
Nicht jede Erkrankung lässt sich vollständig heilen. Sollte eine OP schief gehen und du hast ihn dazu gedrängt; das wäre tragisch.
Versuche deinen Partner - auf seine Erkrankung bezogen - so anzunehmen, wie er ist. Wenn er Schmerzen hat, dann lass ihn je nach Wunsch in Ruhe oder biete an, da zu sein, wenn er deine Nähe braucht. Und suche dir eigene Interessen, die dich unabhängig machen. Sei froh, dass du gesund bist und genieße dein Leben.
 
  • #26
Mir scheint, es geht nicht um alle paar Monate ein paar Tage, in denen du ihn nicht um dich hast. Also, worum geht es dir?
Um Sicherheit. Ja ich weiß, dass hat man ja auch nie zu 100% im Leben. Aber ich weis halt nicht wievsehr in der Schmerz innerlich auffrisst. Ob er dann iwann sagt er kann nicht mehr und meine Maus und ich dann da stehn. Arbeiten kann er zureit auch nicht wobei ich meist alles bezahle. Ich weis halt nie was kommt. Ich denke wenn er wirklich bei mir wäre und ich weis dass er nicht mehr geht und stark bleibt (außer natürlich die Ruhephasen wo er sich auch ins Zimmer allein begeben kann) dann hätte ich ein sicheres Gefühl. So ist es immer ein hin und her. Was ich eben wegen meiner Tochter nicht möchte. Was halbes. Es soll was Ganzes oder gar nicht sein. Wir kommen voneinder nicht los. Aber viel.muss ich besser mit diesen Rückziehern lernen umzugehn. Einige Schreiben dass dies normal ist grad mit Schmerzen und andere dass ich an mein kind denken soll was ich da mache sei nicht gut.. nja gefühle kann man nicht lenken. Danke für die Worte!
 
  • #27
Arbeiten kann er zureit auch nicht wobei ich meist alles bezahle. Ich weis halt nie was kommt. Ich denke wenn er wirklich bei mir wäre und ich weis dass er nicht mehr geht und stark bleibt
Verstehe ich nicht so ganz. Natürlich ist die Arbeitsfähigkeit bei dem Leiden eingeschränkt. Was bekommt er denn? Rente oder was anderes, es wir ja so sein, dass es zumindest für ihn für ein wenn auch bescheidenes Leben reichen wird.

Das ganz bei Dir wohnen, ohne einen Rückzugsort für ihn, halt ich für falsch. Eine Couch im Wohnzimmer ersetzt diesen nicht.
 
  • #28
Okay, danke für den Nachtrag, so langsam wird's klarer.
Er gibt dir also keine emotionale Sicherheit, nicht das Gefühl einer verbindlichen, tragfähigen Beziehung, auf die du bauen kannst. Generell nicht, auch nicht wenn er gerade mal keine Schmerzschübe hat.
Würde er dies außerhalb seiner Phasen tun, hättest du mit den Schüben weniger ein Problem. So aber verdrängst du in seinen guten Phasen das Gefühl der Unsicherheit, und in den schlechten Phasen bricht es dafür doppelt in dir hervor.

In der Regel gehören zum Gefühl der Sicherheit verschiedene Faktoren wie emotionale und finanzielle Stabilität, ein transparenter Charakter und nachvollziehbares, wenig sprunghaftes Verhalten, soziale Kompetenz, Zukunftspläne, Liebesbekundungen, das Übernehmen von Verantwortung für den anderen usw.

Offenbar bietet er diese Wesenszüge grundsätzlich nicht, und damit werden deine Verlustängste und dein Gefühl der Instabilität eurer Beziehung angetriggert.
Damit wäre wohl auch klar, dass es nicht primär an seiner Krankheit liegt, da er zwischendurch lange schmerzfreie Phasen hat, du aber in Gänze nicht das Gefühl von Bindung empfindest.

Wie wird es weiter gehen? Es wird sich nichts für dich ändern. Ihr habt seit längerer Zeit eine On-Off-Beziehung, d. h. er hat schon lange gelernt, dass du trotzdem bei ihm bleibst, egal was er tut oder nicht tut. Darauf, dass es besser wird, brauchst du m.E. nach nicht zu hoffen.
 
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