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Gast

  • #1

Kann man eine Frau verklagen, die meinen Mann nichts von der Exitenz seines Kindes gesagt hat?

Nach 12 Jahren steht diese Frau da und sagt mein Mann ist der Vater ihres Kindes. Wir ließen einen Vaterschaftstest machen der aussagte dass mein Mann der Vater ist. Seitdem zahlen wir auch Unterhalt. Jetzt war dei Verhandlung mit dem Kuckucksvater und wir mussen innerhalb zwei Jahre 10.000 Euro Unterhalt an ihn nachzahlen. Jetzt meine #Frage: Kann man diese Frau wegen Betrugs und vorenthaltung des Kindes anzeigen? Sie hat ja wissentlich zwei Männer betrogen. Sie hat nämlich den anderen Mann geheiratet und ihn zwölf Jahre lang erzählt das dass sein Sohn ist. Man weiß ja nich wie das ganze ausgegangen wäre, wenn sie meinen Mann gleich erzählt hätte das dass sein Kind ist. Irgendwie muss man doch solchen Frauen das Handwerk legen Zahlt der eine nicht, findet sich schon einer. Tolle Gesetze haben wir.
 
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Gast

  • #2
Was ist daran falsch, wenn Dein Mann für sein Kind aufkommen muss?
Kann er doch froh sein, dass ein anderer so lange 'ausgeholfen' hat.
Und warum hat er vor ca. 13 Jahren ohne Kondom mit der Frau geschlafen?
 
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Gast

  • #3
Respekt, wie sachlich du - als betroffene Ehefrau,- die Sache angehst und siehst. Ich gehe davon aus, du bist nur jetzt betroffen, nicht damals betrogen worden und ihr habt euch erst später kennen gelernt.
Tja, gegen solch unfaire Methoden von Frauen/Müttern dürfte kein Kraut gewachsen sein. Allerdings kann dir deine Frage, ob man diese Frau verklagen kann, nur ein Anwalt beantworten. Auch für den Kuckucksvater ist das ja ein herber Schlag - 12 Jahre lang gefühlter Vater und dann plötzlich nicht mehr. Dein Mann wäre ggf. gerne Vater gewesen und durfte es nicht. die Frage, die sich stellt: WARUM gerade jetzt? Ist dein Mann vermögend, der andere H4? Haben sich Kuckucksvater und Kindsmutter getrennt? Gibt es nun Kontakt zwischen echtem Vater und Kind?
 
  • #4
Eine katastrophale Situation! Für deinen Mann, für den Kuckucksvater, und vor allem für das Kind, das jetzt sicherlich die Welt nicht mehr versteht.
Auch du bist natürlich betroffen, denn du musst ja die ganze finanzielle und seelische Misere mittragen.
Gehst du davon aus, dass sich diese Frau bewusst jeweils das für sie selbst Bestmögliche ausgewählt hat? - Das wäre ja echt der Hammer!
Ich denke, dass dieses Forum Schwierigkeiten haben wird, die rechtliche Seite deiner Frage zu beantworten. Außer, unser traumhafter Volljurist nimmt sich deines Problems an. Die menschliche Seite dieser Sache bewegt sicher nicht nur mich. Es wäre schön, du könntest uns noch weitere Details zukommen lassen.

Meine laienhafte Meinung ist: Falls die Dame ganz bewusst beide Männer schamlos betrogen hat, sollte sie angeklagt werden können.
 
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Gast

  • #5
Mein Gott, das arme Kind!! Jetzt wird es wahrscheinlich weder von dem einen, noch vom anderen Vater gewollt. Wie schrecklich, gerade in der Vorpubertät diese Erfahrung machen zu müssen, nur weil die Mutter so leichtsinnig, blöd und feige war!!
Wurde das Kind IN ihrer Ehe gezeugt, gilt es als ehelich und der Kuckuksvater gilt als gesetzlicher Vater. Dann müßte dein Mann nicht zahlen. Wenn er sie erst nach der Geburt heiratete, müßte man sie hoffentlich wegen arglistiger Täuschung verklagen können..
Der Gang zum Anwalt und auch zum Jugendamt ist wohl unerlässlich!

Nicht nur der Fakt, dass da plötzlich ein Kind auftaucht, von dem man nichts wußte, auch der emotionale und wohl folgender gerichtlicher Stress muß der Horror für alle sein und auch eure Ehe auf eine Zerreisprobe stellen. Wie kann eine Mutter vor lauter Selbstsucht bloß ihrem eigenen Kind sowas antun?! Es ist doch sehr wahrscheinlich, dass der Ziehvater nun seine Familie verlässt, weil er mit dem Megabetrug nicht klarkommt und dein Mann ist sicher nicht scharf darauf, nun plötzlich den liebenden Vater zu spielen. Wer dabei mal wieder am meisten leiden muß, ist das Kind, weil es dafür bestraft wird, was die Mutter verbockt hat! Erschwerend besonders jetzt, da es für euch ein massives finanzielles Problem darstellt, verbunden mit sämtlichen Fragen und Emotionen, die diese Situation aufwirft.
Ich hoffe sehr, dass ihr trotzdem die Größe besitzt, so zu handeln, dass das Kind nicht noch mehr leiden muß!
w47
 
  • #6
Hm, das ist eine üble Geschichte, FS.

Hat er sich denn nun über seinen Sohn gefreut? Wie ist der Kontakt zu ihm? Zahlt er gerne für ihn?

Ich kenne mich diesbezüglich nicht so gut aus, aber ich vermute es gibt keine Rechtsgrundlage die Frau dafür zu bestrafen (obwohl auch ich es für mieses Verhalten halte).

Vielleicht <MOD: Keine Abkürzungen!> bekommst du noch interessante Ratschläge hier.

Männer sollten insgesamt nur mit einer Frau ins Bett gehen, die für sie auch als Mutter ihres Kindes in Frage käme. Selbst da ist es angebracht, dass mann sich mal um Verhütung kümmert und nicht auf naive Weise das der Frau überlässt. Das kann ganz schön teuer werden, wie wir sehen.
 
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Gast

  • #7
Ich sach ja (und handle auch danach und lebe seit Jahren enthaltsam): Mann kann nicht vorsichtig genug sein im Umgang mit seinem Samen.

Schlimm, welche materiellen Forderungen über die DNA hergeleitet werden.

Da kann einem echt die Lust vergehen!
 
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Gast

  • #8
Mein Gefühl sagt, dass die Dame wegen böswilliger Täuschung oder Betruges angeklagt werden könnte.

So weit ich weiss, hat eine Frau 3 Jahre Zeit, den Vater ihres Kindes feststellen zu lassen, um Unterhalt zu fordern. Danach muss der leibliche Vater nicht mehr zahlen, auch wenn die Vaterschaft festgestellt wurde.

Erkundige Dich unbedingt bei Beratungsstellen. Wenn die Mutter seit 12 Jahren weiss, dass Dein Mann der Vater ist, wieso hat sie es so lange verheimlicht?
Ich würde keinen Unterhalt zahlen an diese Betrügerin.
Sie hat Deinen Mann und den Sohn um ein Verhältnis zum leiblichen Vater / Sohn betrogen.

Habt Ihr denn noch eigene Kinder?
Da wird ja nun auch die Erbfolge umgeschmissen. Der Kuckuckssohn erbt mindestens einen Pflichtteil. Das benachteiligt Eure Kinder.
 
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Gast

  • #9
Wie geht es eigentlich dem Kind dabei?
 
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Gast

  • #10
Ich glaube hier siehst Du etwas grundlegendes falsch!

Betrogen wurde der Ehepartner der Frau die ihm (wissentlich?) ein Kind untergeschoben hat, während Dein Mann der tatsächliche Vater ist! Einzig der Ehemann hätte das Recht seine Frau wegen Kindesunterschieben zu verklagen.
Deinem Mann wurde kein Kind untergeschoben, sondern die Mutter hat es ihm lediglich verspätet "gemeldet"!
Aus Deinen Worten geht leider nicht hervor wie lange Du mit Deinem Mann schon verheiratet bist!
Wenn das Kind nämlich während Deiner Ehe gezeugt worden wäre, ja dann wärst auch Du die Betrogene und es würde mich wundern, der sachliche Stil, mit dem Du diesen Sachverhalt hier vorträgst.
Wenn das Kind bereits vor Deiner Beziehung mit Deinem Mann gezeugt worden ist, selbst dann wäre ich erschüttert über den plötzlichen Familienzuwachs.
Wie dem auch sei, keine Mutter muss den Namen des Vaters nennen, solange sie für das Kind keinen Unterhalt begehrt. Natürlich ist das Verhalten der Mutter völlig unakzeptabel, den falschen Vater mit der Vaterschaft zu belasten!

Natürlich muss Dein Mann jetzt und künftig zahlen. Wichtiger erscheint es mir jedoch, dass Dein Mann eine positive zwischenmenschliche Beziehung zu seinem leiblichen Kind aufbauen kann, wie immer diese auch aussehen mag. Das betroffene Kind empfinde ich als das eigentlich leidtragende! Hoffentlich werden die zankenden Erwachsenen dieses nicht vergessen.
 
  • #11
Liebe Fragestellerin!

Für diese wirklich ungewöhnliche Situation benötigt Ihr doch ohnehin einen anwaltlichen Beistand, der Euch gut und ausführlich berät. habt Ihr denn keinen Anwalt für das Verfahren bezüglich der Unterhaltsnachzahlungen gehabt? Bloß nicht einfach so zahlen, sondern sehr gut beraten lassen. Da muss ein echter Fachmann ran. Genau der kann Dir auch alle Deine Fragen wirklich verläßlich beantworten.

Es wäre nett, wenn Du uns die Situation noch einmnal genauer schilderst, also ob das Kind vor Eurer Beziehung gezeugt wurde; wie Ihr beide jetzt damit umgeht; habt Ihr selbst Kinder?

Kannst Du damit leben, dass Dein Mann ein Kind von einer anderen Frau hat? Wie geht es mit Euch beiden weiter? Immerhin verschieben sich damit ja auch alle Erbansprüche und Zukunftsplanungen ganz erheblich. Wie geht Ihr damit um, dass Euer Leben aus den Angeln gehoben wird? Zahlst Du mit für den Unterhalt, den Dein Mann schuldet? Ist die Rechtslage wirklich so absurd?
 
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Gast

  • #12
Wie bitte? Ihr müsst Unterhalt nachzahlen?
Ihr seid hier nicht die Schuldigen, Ihr seid die Opfer.

Die Mutter soll an den Kuckucksvater den Unterhalt zurückzahlen, nicht Ihr.

Da würde ich ja in die Insolvenz gehen, bevor ich dieser Frau auch nur einen Pfennig zahlen würde.
Dein Mann soll Dir mal am besten jeden Pfennig seines Einkommens überschreiben.
Sie hat böswillig getäuscht und betrogen.
Wieso sagt sie das jetzt, wenn sie es bereits seit 12 Jahren weiss?

Geht unbedingt in Revision und zahlt auf keinen Fall!
Der Sohn tut mir echt leid. Die blöde Mutter hätte die Klappe halten sollen. Wer 12 Jahre schweigen kann, kann auch weiterhin den Ehemann als Vater ausgeben.
 
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Gast

  • #13
Wie Frederika sagt einen Anwalt fragen und nicht gleich zahlen.
Woraus setzt sich die Summe zusammen ? Die damals gültigen Sätze ? Zinszahlungen ?
Wenn der Frau das jetzt erst "einfällt" hat sie es ja somit bewusst verschwiegen.
Also stillschweigend auf das ihr zustehend Geld verzichtet.
Dies, und jeder falsch berechnete Euro könnten evtl. Ansatzpunkte sein diese Forderung juristisch auseinanderzunehmen. Aber : Lass Dich vom Anwalt beraten.m
 
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Gast

  • #14
@11
Falsch - die Mutter ist ja nicht die Anspruchsberechtigte, sondern das Kind!
Nur, wie soll das Kind an den ''falschen'' Vater nun zurückzahlen??
Richtig, das geht nicht...
Und Mutti ist - obwohl die eigentliche Betrügerin - juristisch fein raus!
Klagen kann einzig und allein der ''Kuckucksvater'' gegen den biologischen Vater!
Und Mutti lacht...
Tja Freunde, so läuft's eben, genau so und nicht anders!
Mutti darf in Deutschland alles...
 
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Gast

  • #15
@13: wow - das ist ja unglaublich! Mutti darf betrügen, darf fremd poppen, darf lügen und sahnt egal wie beim Mann / bei den Männern immer noch fleißig ab! ich bin sicherlich kein Moralapostel, aber da fehlen mir die Worte - moralisch völlig unverständlich!
 
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Gast

  • #16
Der "echte" Vater hat keinen Schaden, er hätte so oder so zahlen müssen, ob er es geich weiß oder später. Ob er das Kind wollte oder nicht.

Moralisch ist es natürlich eine Sauerrei allen beiden "Vätern" und vor allem dem Kind gegenüber....

Daher Männer, kümmert Euch selbst um Verhütung...
 
  • #17
http://www.stern.de/panorama/urteil-zu-kuckuckskindern-scheinvater-bekommt-unterhalt-zurueck-586729.html

http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=27872&

http://www.papsnet.de/2008060274/Kuckuckskind-und-Unterhalt.html
 
  • #18
ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass der kuckucksvater auch nur die geringste rechtliche grundlage hat, die 10000€ zu fordern.
ich bin mir nicht mal sicher, dass der richtige vater unterhaltspflichtig ist. ich vermute eher, der kuckucksvater ist es.

wenn ich ein verhältnis mit einer verheirateten frau habe, diese schwanger wird von mir und sie es ihrem mann beichtet, er sieses kind akzeptiert,dann glaube ich, habe ich keine rechtliche handhabe über dieses kind.
es gilt als kind dieser ehe.
ich meine, so etwas mal gelesen zu haben...bin mir aber nicht sicher.

wie die situation sich darstellt, wenn der ehemann das kind, aufgrund des nichtwissens, dieses kind als sein eigenes annahm, später aber nach erfahren des wirklichen hintergrundes, dieses nicht mehr möchte, weiss ich nicht.

aber diese sache ist ja mit einem besuch bei einem anwalt schnell zu klären.
auf jeden fall: HIN ZUM ANWALT!
vorher nichts zahlen, schon gar keinen unterhalt!
 
  • #19
@FS
Was sich Frauen im Namen der Kinder alles erlauben können, finde ich auch eine Frechheit.
Besonders in solch betrügerischen Fällen sollte man eher mit menschlicher Logik, als mit juristischer Idiotie an die Sache herangehen.

Das Geld wird nicht an den Kuckucksvater zurückgezahlt, sondern sollte im Einvernehmen beider Männer auf ein Konto für das Kind, welches ab dem 18 Lebensjahr zugänglich ist, eingezahlt werden. Schliesslich hat der Kuckucksvater all die Jahre etwas von dem Kind gehabt und der andere hat eine biologische Verantwortung dafür.

@all
Man(n) sollte also immer mit Kondom oder Sterilisierung verhüten, um ja nicht auf eine dumme, oder kaltherzige Frau hereinzufallen? Na holla.. Liebe und Vertrauen ist wohl nicht mehr möglich? Mit einer Frau, mit der ich eine Ehe eingehe, unterstelle ich doch nicht per se das sie mich derart betrügen will?!
Und zeigt mir bitte mal die Frau, die Sex immer mit Kondom haben will und trotzdem die Pille nimmt?!
 
  • #20
@#18: Ob der bisherige Zahlvater was von dem Kind gehabt hat, wissen wir doch noch gar nicht. Vielleicht hat der auch nur zahlen dürfen und war nur gutgläubig genug, kein Vaterschaftsgutachten zu verlangen? Selbst wenn er zusammengelebt hat mit dem Kind, würde ich das nicht als "Nutzen" sehen, sondern als Trauerspiel, als fremdes Kind für ein eigenes gehalten zu haben. Was schlimmeres kann einem Mann doch nicht passieren.

Wenn (was wir nicht wissen) der bisherige Vater tatsächlich nur Zahlvater war, ist doch klar, dass er einen Anspruch auf Erstattung der fälscherlicherweise entrichteten Unterhaltskosten hat. Der biologische Vater muss schon Zahlvater sein, nicht irgendwer. Wenn überhaupt.

Unmoralisch ist hier vorallem die Rolle der Mutter, die offensichtlich die ganze Zeit wusste, dass ein falscher Mann für ihr Kind zahlt. Das sollte verfolgt werden, wird es aber gewiss nicht.

Am schlimmsten von allen trifft es doch die Frau, die dachte, einen kinderlosen Mann zu heiraten und nun mit dieser Situation ansitzt. Dazu wünsche ich mir ja noch dringend eine Erklärung der Fragestellerin!
 
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Gast

  • #21
Ich würd klären lassen, ob dein Mann rücklwirkend Unterhalt nachzahlen muss.

Falls es so sein sollte, muss die Mutter das Geld zurückzahlen nicht dein Mann. Zukünftig werdet ihr da allerdings nichts machen können. Dein Mann war nun mal bei der Zeugung anwesend.

Vielleicht ist der folgende Text ein wenig behilflich.
Sollte damit eigentlich geklärt sein:

Unterhalt für die Vergangenheit, muss Unterhalt auch rückwirkend gezahlt werden?

Es reicht aus, den Unterhaltsverpflichteten zur Auskunft über seine Einkommensverhältnisse aufzufordern (§ 1613 BGB). Soweit die Auskunft nicht oder nicht rechtzeitig gegeben wurde, wird der Unterhalt auch rückwirkend ab dem 1. eines Monats geschuldet, unabhängig vom Zugang des Auskunftsverlangens.

Unterhalt kann nur ab dem Zeitpunkt gefordert werden, ab dem der Unterhaltspflichtige in Verzug gesetzt wurde. Nur dann ist gewährleistet, dass auch bei einem längeren Unterhaltsprozess der Unterhalt rückwirkend geltend gemacht werden kann.

Auch wenn der Vater (Mutter) zahlungsfähig war, muss er nicht rückwirkend zahlen, wenn der Unterhalt nie tituliert wurde.

Die Mutter müsste hier erst den Unterhalt neu vom Gericht oder vom Jugendamt betiteln lassen. Erst ab dem Zeitpunkt muss der Vater dann zahlen. Im Höchstfall, rückwirkend ab dem 1. des Monats in dem er vom Jugendamt oder Gericht aufgefordert wurde, die Einkommensverhältnisse vorzulegen.

Es reicht nicht aus, wenn die Mutter nur von sich aus über viele Monate oder Jahre immer Unterhaltsforderungen an den Vater stellt. Diese Aufforderung reicht nicht aus, um rückwirkend Unterhalt zu fordern. Weil es eben vom Gericht oder Jugendamt nicht festgestellt wurde, ob der Vater Unterhalt zu zahlen hat. Und das kann nur über das Gericht oder das Jugendamt betitelt werden.

Und Unterhaltstitel werden nicht für die Vergangenheit erstellt, sondern nur für die Zukunft. Daher ist ein rückwirkender Unterhaltsanspruch ohne Titel auch nicht möglich. Auch wenn durch Gehaltszettel nachzuweisen gewesen wäre, dass der Unterhaltspflichtige zahlungsfähig war.

Unterhalt für die Vergangenheit kann nur ab der Zeit gefordert werden, in der sich der Unterhaltspflichtige in Verzug befindet oder der Unterhaltsanspruch rechtshängig geworden ist. Der Verzug tritt durch ein entsprechendes Aufforderungsschreiben des Unterhaltsberechtigten ein. Urteil des OLG Hamm vom 12.04.2000; Az.: 12 U F 149/99
 
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Gast

  • #22
@18
Treuhandskonto für das Kind? Lächerlich! Der getäuschte Vater hat den Unterhalt mitbestritten - ohne das hätte tun zu müssen. Von ihm aus ist es also völlig legitim, den gezahlten Unterhalt zurückzufordern.

Aber das Unterhalt rückwirkend zurückgezahlt werden muss, wenn ich mich als leiblicher Vater nicht aus dem Staub gemacht habe, sondern nur nichts davon wusste... das finde ich völlig illegitim. Denn eigentlich bin ich nur zu Unterhalt verpflichtet, wenn die Mutter diesen einklagt - und das hat sie erst jetzt getan - also bin ich es auch erst ab jetzt.
Woher der nichtleibliche Vater sein Geld bekommt, weiß ich jetzt auch nicht. Aber an sich, ist es der Fehler der Mutter. Wenn also einer bestraft werden sollte, dann sie.
 
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Gast

  • #23
# 20 sagt es klar und deutlich:
Unterhalt muss nur gezahlt werden, wenn das Jugendamt oder sonst ein Amt den biologischen Vater dazu auffordert. Wenn das am 15. Mai festgestellt wurde, muss er ab 1. Mai bezahlen.
Aber keinesfalls für die zurückliegenden 12 Jahre.
Er kann ja auch nicht rückwirkend sein Kind wickeln, ihm laufen lernen und sprechen beibringen.
Er hat die ganze Kindheit seines Kindes verpasst, weil er keine Ahnung von seiner Vaterschaft wusste.
Kein Vater, kein Geld.
Wenn der andere Mann sich einfach ein Kind unterjubeln lässt und dafür zahlt, selber schuld. Also, erst die Frau kennenlernen und dann in die Kiste.
Trau, schau wem.
Besonders wenn es um Sex geht.
Sex ist nicht ein unverbindlicher Spass, wie man sieht. Es können auch 12-jährige Ansprüche entstehen.
 
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Gast

  • #24
Die Artikel in # 16 zeigen, dass der unwissende Vater tatsächlich rückwirkend Unterhalt zahlen muss.
Ein Skandal, finde ich.
Die Mutter sollte für den Betrug von über 10 000 Euro in den Knast gehen.
Wer mit verschiedenen Männern durch die Betten kann, soll auch dazu stehen, von wem das Kind letztendlich ist. Notfalls müssen eben 5 Männer zur Vaterschaftsfeststellung.
 
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Gast

  • #25
Betrug ? Es braucht einen Vermögensschaden.

Wo ist der Schaden ? Wenn sie gleich gesagt hätte was Sache ist, hätte Dein Mann mehr zahlen müssen, ab Geburt.

Einen Vermögensschaden hat Dein Mann nicht. Den hat allenfalls der Kuckucksvater.

m/40/RA
 
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Gast

  • #26
Man kann es nicht oft genug sagen:

Der Beischlaf inkludiert die Möglichkeit einer Schwangerschaft!

Genau das ist der evolutionäre Sinn der hormonell gesteuerten Sache.

Ich staune, dass mündige und gebildete Menschen das offensichtlich immer wieder ausblenden und sich dann über die Konsequenzen wundern.
 
  • #27
@#3 Danke für die Blumen :))

@ FS Ich verstehe nicht ganz, weshalb Du Dich an ein Internetforum wendest. Offensichtlich ist Dein Mann (im folgenden Kindesvater) bereits gerichtlich zur Zahlung an den Scheinvater verurteilt worden. Er wird doch hoffentlich so intelligent gewesen sein, sich in diesem Verfahren anwaltlich vertreten zu lassen. Also hat er einen Rechtsanwalt. Warum fragt Ihr nicht diesen, sondern die anonyme Masse hier? Oder willst Du keinen Rechtsrat, sondern Dir nur die Ungerechtigkeit der Welt und der Gesetze bescheinigen lassen?

Zur Sache:

Es gibt selbstredend keinen Anspruch gegen die Mutter. Wie schon #24 geschrieben hat, hat der Vater keinen Vermögensschaden erlitten. Den Unterhalt hätte er ohnehin zahlen müssen. Das moralisch fragwürdige Verhalten der Mutter hat ihn daher wirtschaftlich nicht geschädigt. Auch gibt es keine rechtliche Verpflichtung frühere Sexualpartner darüber aufzuklären, daß sie Vater werden oder wurden. Die Mutter hat rechtlich mit dem Erzeuger des Kindes nichts mehr zu tun. Schließlich will auch nicht sie, sondern das Kind und der Scheinvater etwas vom Vater.

Das Kind hat natürlich einen Unterhaltsanspruch gegen seinen Vater. Dem Kind kann man auch nicht das Verhalten seiner Mutter vorwerfen oder zum Nachteil gereichen lassen. Unterhalt kann für die Vergangenheit normalerweise nur ab dem Zeitpunkt geltend gemacht werden, ab dem der Kindesvater verklagt oder zur Auskunft über seine Vermögensverhältnisse aufgefordert oder in Verzug gesetzt, das heißt hier, zur Zahlung aufgefordert, wurde (§ 1613 Abs. 1 BGB). Darauf hat #20 schon hingewiesen. Allerdings sieht § 1613 Abs. 2 BGB eine Ausnahme vor, wenn der Unterhalt aus rechtlichen Gründen nicht geltend gemacht werden konnte. Denn, wenn das Kind seinen Unterhalt aus rechtlichen Gründen nicht geltend machen kann, können wir ihm später auch nicht vorhalten, daß es seinen Unterhalt nicht rechtzeitig geltend gemacht hat. Es ging ja nicht früher. In diesem Fall besteht der Unterhaltsanspruch ohne Einschränkung auch für die Vergangenheit. Vorliegend war das Kind bis zur Vaterschaftsanerkennung rechtlich gehindert, seinen Unterhalt zu fordern. Die Rechtswirkungen der Vaterschaft können erst ab Vaterschaftsfeststellung (§ 1600 d Abs. 4 BGB) oder -anerkennung (§ 1594 Abs. 1 BGB) geltend gemacht werden, obwohl der Unterhaltsanspruch schon vorher besteht. Also kann Unterhalt vorliegend auch für die Vergangenheit geltend gemacht werden. Verjährung hilft nicht weiter, denn diese ist bei Ansprüchen von Minderjährigen gegenüber ihren Eltern gehemmt (§ 207 BGB). § 1613 Abs. 4 BGB enthält eine Härteklausel, von der das Gericht vorliegend offensichtlich Gebrauch gemacht hat, denn der rückständige Unterhalt muß nicht auf einmal, sondern in Raten (innerhalb zweier Jahre) gezahlt werden.

Der Scheinvater hat keine eigenen Ansprüche gegen den wirklichen Vater. Allerdings gehen die Unterhaltsansprüche des Kindes aus der Vergangenheit kraft Gesetz auf den Scheinvater über, soweit dieser "als Vater" Unterhalt geleistet hat (§ 1607 BGB). Er, der unwissentlich für den wirklichen Vater eingesprungen ist, kann nun statt des Kindes den Unterhalt für die Vergangenheit verlangen, allerdings nur in der Höhe in der der Vater hätte leisten müssen und auch nicht mehr als er, der Scheinvater, tatsächlich geleistet hat. Gäbe es diese Vorschrift nicht, müßte der Scheinvater das Kind und das Kind den Vater in Anspruch nehmen. Durch § 1607 BGB wird das Kind entlastet und der Scheinvater wendet sich direkt an den wirklichen.

Im Ergebnis zahlt der wirkliche Vater den Unterhalt für SEIN Kind und das Kind wird nicht mit Rückforderungen des Scheinvaters belastet. Das erscheint mir nicht ungerecht.

Vielleicht noch eine Ergänzung:

Würde der Scheinvater seine Vaterschaft erfolgreich anfechten, ohne daß der wirkliche Vater bekannt wäre, gäbe es für den Scheinvater keine Möglichkeit, den nach §1613 Abs. 3 BGB übergegangenen Anspruch gegenüber dem Scheinvater zu realisieren. Dann könnte er seinen Unterhalt vom Kind nach § 812 BGB zurückfordern, soweit der Anspruch nicht verjährt ist (drei Jahre). Das Kind hätte den Unterhalt ohne Rechtsgrund erhalten, da eine Unterhaltspflicht tatsächlich nicht bestanden hätte. Allerdings müßte das Kind den Unterhalt nur herausgeben, soweit er noch nicht verbraucht ist (§ 818 Abs. 3 BGB, Einrede des Wegfalls der Bereicherung). Das heißt, soweit der Unterhalt in das tägliche Leben geflossen ist, wäre er weg und müßte nicht herausgegeben werden (etwa durch Aufnahme eines Darlehns). Hätte der Scheinvater für das Kind aber beispielsweise ein Sparbuch angelegt oder das Kind hätte selbst vom Unterhalt gespart, müßte das Guthaben herausgegeben werden.
 
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Gast

  • #28
Gut das die Frage von einer Frau kommt,da sieht man mal wie es Männern(Familien) so ergehen kann---wie soll Mann sich da noch beim Sex fallen lassen können.Diese Frau nutzt alle nur aus---traurig auch unsere einseitigen Gesetze!
 
  • #29
@#27 Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, warum unsere Gesetze in diesem Punkt einseitig und traurig sein sollen. Da gibt es beklagenswertere gesetzliche Vorschriften. Vater und Mutter kommen je zur Hälfte für den Unterhalt des Kindes auf. Das erscheint mir sehr ausgewogen. Daß es Angehörige beider Geschlechter gibt, die ein unehrliches Spiel spielen, dürfte nicht den Gesetzen anzulasten sein und ist auch nicht die Schuld des unterhaltsbedürftigen Kindes.

Vielleicht machst Du einfach einmal einen Vorschlag, wie es ein gerechtes, uneinseitiges und untrauriges Gesetz unterbinden könnte, daß eine Frau ohne Einverständnis des Mannes schwanger wird oder wie man das vorliegende Problem besser lösen könnte. Was nicht weiterhilft, ist der Vorschlag, "dann soll doch diese böse Frau zahlen". Das ginge einseitig zu Kosten des Kindes, weil ihm dann Vater als Unterhaltsverpflichteter genommen würde. Außerdem ist auch nicht ersichtlich, weshalb der Vater nicht für sein Kind zahlen soll, nur weil er sich seinerzeit eine moralisch fragwürdige Sexualpartnerin ausgesucht hat.

Ohne diese Frau in Schutz nehmen zu wollen - was mir wirklich fernliegt -, es geht um den Unterhalt des Kindes und darum, daß der Scheinvater auch zu seinem Recht kommt. Der Vater zahlt nun in Raten das, was er ohnehin hätte zahlen müssen. Daß das
extrem unvorbereitet kommt, ist natürlich hart für ihn, aber dafür gibt es ja die gesetzlich vorgesehene Möglichkeit der Ratenzahlung. Aber auch wenn es hart ist und ich nichts von Vorhaltungen im Sinne von #1 ("Und warum hat er vor ca. 13 Jahren ohne Kondom mit der Frau geschlafen?") halte, ist trotzdem festzustellen, daß er sich seinerzeit diese Frau als Sexualpartnerin ausgesucht und mit ihr ein Kind gezeugt hat. Deshalb hat er und nicht der Scheinvater oder die Allgemeinheit für das Kind aufzukommen. Dabei verkenne ich nicht, daß die Situation für den Vater unvorbereitet aus dem Nichts kommt und alles andere als einfach ist. Aber so ist es halt nun mal. Das läßt sich jetzt nicht mehr ändern.
 
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Gast

  • #30
Hallo FS - gibt es dich noch? Es liegen doch noch ein paar offene Fragen innerhalb der Postings herum, die wir gerne beantwortet hätten. Wenn wir uns schon unseren Kopf zerbrechen und unsere Zeit für dein Problem investieren. Schade, dass du dich nun nicht mehr meldest.
 
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