• #1

Kann man nochmal wirklich lieben, sich nochmal so richtig verlieben?

Bin jetzt Ende 20 und frage mich nach einer großen Enttäuschung letztes Jahr, wo eine on/off Beziehung mit sehr intensiven Gefühlen in die Brüche ging, allen ernstes das erste Mal in meinem Leben:
Kann man nochmal wirklich lieben? Kann man sich nochmal richtig verlieben, nochmal weiche Knie haben oder geht das irgendwann einfach nicht mehr? Ich war nie Fan davon, Beziehungen einzugehen, wenn man nicht wirklich verliebt ist, d.h. das Gefühl hat, der Andere ist es für einen... Kann man "den Einen" verlieren, oder gibt es mehrere Deckel, zu denen wieder genauso große Gefühle möglich sind?
Bin für Meinungen, aber v.a. ERFAHRUNGEN dankbar von Leuten, die die (vermeintlich?) erste große Liebe verloren und (wann auch immer) eine zweite gefunden haben. DANKE
 
  • #2
Man kann sicher wieder jemanden finden und auch glücklich werden, aber trotzdem wird man den Ex nie vergessen können bzw. ihn irgendwie immer lieben. Ich spreche aus Erfahrung.
 
  • #3
Oh, ich dachte schon dreimal den Einen verloren zu haben. :)
Es gibt nicht nur den Einen oder die Eine. Es gibt so viele Chancen auf eine neue große Liebe, wie Du Dir selbst einräumst liebe Suse
 
  • #4
Kann man "den Einen" verlieren, oder gibt es mehrere Deckel, zu denen wieder genauso große Gefühle möglich sind?
Die Mehrzahl denkt und schreibt konditioniert, es gibt viele Deckel für die große Liebe und viele Deckel für die großen Gefühle!
Ich kenne jedoch Menschen, die das nur einmal hatten und nur einmal erleben durften und danach nie wieder! Ich glaube, es kommt auf die Intensität der Liebe an und somit auf die Intensität der Enttäuschung, inwieweit man sich davon wieder befreien kann und genügend Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entwickeln kann und das ist ganz individuell! Generell ist alles möglich!
 
G

Gast

  • #5
Selbstverständlich und es wird jedes mal besser, einfach weil man viel reifer und selbstsicherer ist/wird!
 
G

Gast

  • #6
Kommt zwar auf den Menschen an, aber ich habe z.B. auch mal gedacht, ich werde mich nicht mehr verlieben. Ist aber wieder passiert, und ich war 44. Also am Alter liegt es nicht.
Also Du kannst Dich, nachdem Du das alles verarbeitet hast, sicher wieder verlieben.

Ich hatte mal einen sehr aufregenden Mann kennengelernt, der verheiratet war. Es gab weder eine Affäre noch sonstwas, trotzdem löste dieser Mann durch seine Art mir zu zeigen, wie sehr er mich begehrt und mag, das Bedürfnis aus, GENAUSO einen Mann finden zu wollen. Habe ich nicht geschafft bislang, aber mich wieder unglaublich verliebt. Der Mann ist anders und trotzdem will ich ihn.
Also die Schmetterlinge im Bauch sterben nicht aus.

Was LIEBE angeht, weiß ich es nicht. Wenn Du sehr gut harmoniert hast mit Deinem Expartner, kann es sein, dass Dir so schnell sowas nicht mehr passiert. Aber Du musst Dich ja nicht drauf versteifen, GENAUSO einen wieder finden zu wollen. Man muss "einfach" entspannt bleiben, sehen, was passiert. Wenn man dann jemanden kennenlernt und offen ist für das, was geschieht, neugierig auf den anderen ist, statt immer zu vergleichen und auf einer Liste abzuhaken, was stimmt und was nicht, macht man sich das auch nicht wieder kaputt. Es braucht aber Zeit, also lieben und verlieben wollen geht nicht.

Du musst auch erstmal verarbeiten, warum Du Dir diese On/Off-Beziehung angetan hast und nicht gleich nach dem ersten Off das ganze beendet hast.
 
G

Gast

  • #7
Ich glaube die eine große Liebe gibt es nur ein Mal. Deswegen heisst sie ja auch 'die eine Liebe'.

Die haben sich schon was dabei gedacht mit bei der Formulierung!
 
N

nachdenkliche

  • #8
Wie bitte, Du bist Ende 20 und hast schon Angst, dass Du Dich nicht mehr verlieben kannst??? Liebe FS, mach Dir mal überhaupt keine Gedanken! Ich bin 60 und habe mich vor 9 Jahren das letzte Mal unsterblich, mit weichen Knien und allem Drum und Dran verliebt. Das hielt auch diese ganzen Jahre..zumindest von meiner Seite :) aber wenn mir wieder ein Mann über den Weg läuft...warum sollte man/frau sich nicht mehr verlieben können? Da gibt es keine Altersgrenze, glaub mir.Jede Liebe in meinem Leben war die eine große Liebe und ich denke, Du wirst sie auch wieder finden! :)
 
  • #9
Dass es nur "den Einen" gibt, ist ein Hollywoodmythos. Genauso ist es ein Mythos, dass jeder Topf einen Deckel findet, dass "der Richtige" schon kommen wird.
In deinem Alter ist es einfach sehr unwahrscheinlich, dass du dich nie wieder verlieben wirst, also keine Angst!
 
  • #10
Die an die erste große Liebe wird man sich sicherlich noch gut erinnern können, die einem fast den Verstand raubte. Heute lächele ich darüber. Es gab da keinen Streit oder so, sondern die Wege trennten sich und war kein großer Akt. Ich bin inzwischen längst abgeklärt und man lernt hinzu. Zur Relativierung muß ich sagen, daß ich auch nicht so der Bindungsmensch bin, der dann meint, daß ihm ein Körperteil abhanden gekommen sei.

Grundsätzlich ist es so, daß sich bei einer entsprechenden Einstellung ohne Weiteres neue Partner finden lassen. Was man jedoch nicht tun sollte: Vergleiche anstellen zu wollen. Jeder ist auf seine Weise anders und paßt auf seine Weise besser zu einem.

Wie man mit Enttäuschungen umgeht, ist natürlich eine sehr individuelle Frage, die sich nicht pauschal beantworten läßt.

Wenn jemand keine Lust mehr auf mich hat, ist das zwar sehr schade, aber ich messe dem nicht so eine große Bedeutung bei. Es dauert bei mir nicht sehr lange bis ich von einer neuen Bezugsperson gefunden werde.
 
G

Gast

  • #11
Die Liebe ist wie eine Katze, sie kommt, wenn ihr nicht nach ihr greifen.

Gleichwohl denke ich, es ist kein Grundgesetz, dass jeder Mensch in einer Beziehung sein muss, mit diesem Gedanken sollten wir uns anfreunden. Woran liegt es wohl, dass ne Menge Leute allein durchs Leben gehen und dennoch glücklich sind!? Es ist alles einer Frage der inneren Einstellung.

Seit glücklich mit euch selbst, dann kann die Liebe kommen. Aber ihr braucht sie dann nicht mehr, weil ihr euch selber liebt.
 
  • #12
Ich denke das kann man, zumindest hoff ich darauf. Ich habe drei Jahre nach meiner großen Liebe mich wieder ganz gut berappelt im Leben. Trotzdem hab ich nachwievor grosse innerliche widerstände etwas neues anzufangen, weil ich mit den Gefühlen nicht umgehen könnte. Das verarbeiten der Trennung hat mich schon fast den Verstand gekostet.

Ich werde es nochmal irgendwann versuchen und glaube auch dass man es nochmal kann.

Gruß m32
 
  • #13
Es kann mehr als eine große Liebe geben, wenn man durch schlechte Erfahrungen nicht verbittert, sondern sie als Lernergebnis ins Leben integriert, den gleichen Fehler nicht mit dem/der nächsten Partner/in wiederholt und vor allen Dingen auf übereilt eingegangene Beziehungen verzichten kann, weil man allein gut zurecht kommt.

Meine erste große Liebe hatte ich mit 18, es funktionierte nur ein Jahr und hing mir Jahre nach. Ich dachte damals ebenfalls, das kommt nicht wieder.
Mit Mitte 30 hatte ich für einen anderen Mann ähnlich intensive Gefühle, ließ mich aber nicht darauf ein weil ich verheiratet war.

Mit Anfang 50, einige Jahre nach der Scheidung begegnete mit der nächste Traummann - in der Zwischenzeit gab es keinen anderen. Nach der Scheidung war mir klar: nie wieder eine lauwarme Vernunftbeziehung, nur einer der zu 100% passt. Es hielt 2 Jahre und die Trennung war furchtbar. Es ging nicht wegen Konflikten auseinander, sondern weil es eine Fernbeziehung über 800 km war. Ich konnte das nicht: so intensive Gefühle über die Entfernung und das noch über 10 Jahre aushalten zu müssen.

Nun habe ich mich auf ein dauerhaftes Singledasein eingestellt und da kommt nach ein paar Jahren wieder ein Mann um die Ecke, der mich ins Grübeln bringt.
 
  • #14
Lass dich niemals entmutigen.
Ob jemand noch mal lieben kann, hängt auch mit der Fähigkeit zusammen, loslassen zu können, mit Vergangenem abzuschließen, nach vorne zu blicken, innerlich frei zu werden und zu sein.
Es gibt im Leben immer wieder Personen und Dinge, von denen wir Abschied nehmen müssen, um Platz zu schaffen für Neues. Unser Dasein ist ein ständiger Prozess. Wenn wir uns der Entwicklung und Veränderung verweigern, erleben wir das als schmerzhaft. Sobald wir dem Fluss des Lebens vertrauen, macht uns das offen und unvoreingenommen für Neues, auch für neue Liebe.
Vertrau der Weisheit und den immerwährenden Wandlungen, sei wach und bereit zu lernen. Halte dein Herz offen, weit, weich und warm. Dann wirst du wieder lieben und geliebt werden.
 
  • #15
Die Liebe ist wie eine Katze, sie kommt, wenn ihr nicht nach ihr greifen.

Gleichwohl denke ich, es ist kein Grundgesetz, dass jeder Mensch in einer Beziehung sein muss, mit diesem Gedanken sollten wir uns anfreunden. Woran liegt es wohl, dass ne Menge Leute allein durchs Leben gehen und dennoch glücklich sind!? Es ist alles einer Frage der inneren Einstellung.

Seit glücklich mit euch selbst, dann kann die Liebe kommen. Aber ihr braucht sie dann nicht mehr, weil ihr euch selber liebt.
Das ist der exakte Fahrplan direkt in die Einsamkeit.
Wenn man die Liebe nicht wünscht, kommt sie auch nicht.
Die Liebe kommt zu denen, die sie begrüßen, die sie wollen, die sich nach ihr sehnen. Und das kann man ihr nicht verdenken.
 
P

Provence

  • #17
Deswegen heisst sie ja auch 'die eine Liebe'.
Die haben sich schon was dabei gedacht mit bei der Formulierung!
Na, das ist aber weit hergeholt … WER sind »die«, die sich etwas bei der Formulierung gedacht haben? Lässt man das Wort »eine« weg, heißt es schon »die Liebe« - und das gefällt mir viel besser.

Es gibt - wenn man das will und auch zulässt - auch mehr, als »die eine Liebe«. Sie ist nur jedes mal anders, was man wissen muss. Du darfst nicht ein Ebenbild deiner ersten Liebe suchen.

Ich stecke, übrigens, seit ein paar Jahren in meiner »dritten Liebe«. Nicht Verliebtsein, nicht Liebelei, nein - echte und tiefe Liebe. Alle drei absolut nicht zu vergleichen. Alle drei auf ihre Art aufregend und befriedigend.

Gib nicht auf liebe FS, schon gar nicht mit Ende 20 (sonst wirst du unattraktiv, auch wenn du DAS gar nicht willst). Gönn' dir eine Pause, um loszulassen, und dann ...
 
B

bennyXXL

  • #18
Ich glaube auch an die große Liebe. Da es allerdings schon schwierig ist eine halbwegs interessante Frau kennenzulernen, ist es wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Die Liebe findet schon ihren Weg … so hoffe ich. Mein Bruder hat seine Liebe aber erst in der zweiten Lebenshälfte gefunden, liebe FS. Ich würde sagen, diese stellt aber eben auch alles andere in den Schatten auf vergangenen Tage. Vielleicht geht es dir ja auch so. Und manchmal lauert sie sogar in der Nähe ;-)
 
  • #19
Ich war 34J als mein Mann starb. Wir waren zwölf Jahre zusammen, sechs davon verheiratet.
Meine Welt brach damals zusammen.
Ich war aber auch realistisch genug, zu wissen, das irgendwann mal wieder ein Mann in mein Leben treten wird.
Mein Mann war meine grosse Liebe. Da würde sicher niemand anderes ran reichen.
Ich habe lange getrauert. Natürlich lernte ich irgendwann andere Männer kennen. Aber es war eigentlich nichts besonderes dabei.
Ich habe gemerkt, das ich zu viel verglich.
Dann habe ich mir endlich mal gesagt, bleib allein, krieg dein Leben ohne Männer auf die Reihe.
Hat ganze drei Jahre gedauert, in denen ich mich verändert habe.
An eine zweite Liebe habe ich nicht mehr geglaubt.
Bis ich vor 21 Monaten jemanden kennen gelernt habe, in dem ich mich Hals über Kopf verliebt habe.
Er ist ein anderer Mensch, als es mein Mann war.
Und ich muss gestehen, das dieses heutige Gefühl noch intensiver ist, als damals.

Man sollte nicht zurück sehen, nicht vergleichen.
Denn:

Ob jemand noch mal lieben kann, hängt auch mit der Fähigkeit zusammen, loslassen zu können, mit Vergangenem abzuschließen, nach vorne zu blicken, innerlich frei zu werden und zu sein.
 
  • #20
Keine Sorge - grundsätzlich kann man, wenn man trotzdem offen bleibt, nicht verbitter und das Glück hat, jemanden zu treffen, der einen erstmal "flasht".
Ich kam mit 19 mit meiner großen Liebe zusammen - die Beziehung war "eigentlich" sehr gut und erfüllend, wir waren beide "verrückt nacheinander", scheiterte aber dann... Riesenenttäuschung auf beiden Seiten... Wirklich JEDEN anderen Mann habe ich mit ihm und mit dem, was er mir gegeben hat. verglichen. Dann habe ich meinen heutigen Mann -meine noch viel größere Liebe- kennengelernt. Der war übrigens in ähnlicher Situation und wir haben eher als Affäre/Freundschaft + begonnen - ohne große Erwartungen, obwohl ich gleich wie vom Bitz getroffen war. Dann hat sich alles entwickelt - aber wir haben auch immer mal über die Expartner bzw. die Sachen, die schief gelaufen sind oder verletzt haben, geredet. Heute -nach 15 Jahren Ehe- bin ich heilfroh und dankbar. Meine ehemalige große Liebe bleibt irgendwie immer in meinem Herzen, aber ich habe mich mit ihm innerlich ausgesöhnt (im realen Leben übrigens auch).
 
G

Gast

  • #21
Ich möchte deine Frage mal von einer ganz anderen Warte aus beantworten. In deinem Eingangspost bin ich über den Begriff "On-Off-Beziehung" gestolpert. Solche fühlen sich oft - zumindest für eine Seite! - besonders intensiv an.

Wir Menschen begehren immer das am leidenschaftlichsten, was wir gerade nicht haben bzw. was uns verloren zu gehen droht. In instabilen Beziehungskonstellationen wird dieser Mechanismus besonders stark aktiviert. Schließlich muss man permanent fürchten, den anderen zu verlieren. So umgibt den Partner ständig die unwiderstehliche Aura der Unerreichbarkeit, die zum "Kämpfen" und (Wieder-)Erobern reizt. Es herrscht eine Dauerspannung, die man als "große Liebe" interpretiert.

Eine stabile, harmonische Beziehung reicht von der Gefühlsintensität i.d.R. nicht an solche verkorksten On-Off-Konstellationen heran. Ich schreibe bewusst nur allgemein "Gefühlsintensität", denn mit Liebe haben die durch On-Off-Theater induzierten Emotionen oftmals wenig zu tun. Dass es sich um besonders intensive Liebe handelt, ist in erster Linie eine Zuschreibung. Wirkliche Erfüllung in der Liebe kann man m.M.n. nur finden, wenn man es schafft, eine Umdeutung vorzunehmen. Wenn man Unsicherheit in einer Beziehung nicht mehr romantisch verklärt, sondern die zugrundeliegenden Mechanismen versteht. Wenn man die heftigen Gefühle, die man in einer instabilen Bindung erlebt, nicht mehr mit Leidenschaft assoziiert, sondern nüchtern als das benennen kann, was sie wirklich sind: Angst, Verzweiflung, Demütigung.
Solange man glaubt, wahre Liebe müsse sich anfühlen wie On-Off-Dauerdrama, wird man stabile Bindungen als "lauwarm" empfinden.
 
  • #22
Zunächst einmal DANKE für eure zahlreichen Antworten :)

Ich knabbere immer noch sehr an dem was letztes Jahr passiert ist. Ich habe meinen besten Freund und meine Liebe auf einmal verloren. Ich denke nicht, dass ich jetzt noch in ihn verliebt bin, denn er hat mich sehr verletzt und enttäuscht. Aber die Trauer, die Freundschaft, einfach das gute Verhältnis zu ihm verloren zu haben, ist nach wie vor vorhanden. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass er ganz aus meinem Leben verschwindet. Es gab diese zwei Ebenen unserer Beziehung. Eine freundschaftliche, fast geschwisterliche, und dann eben noch das Mann-Frau-Ding. Wir haben keinen Kontakt mehr. Alle sagen mir, es wäre die einzige Möglichkeit darüber hinwegzukommen, aber ich weiß nicht, wie ich über den Verlust "meines Kumpels" jemals hinwegkommen soll. Wir waren auch vor der Beziehung schon befreundet.
War schon mal jemand in so einer Situation? Macht man sich mit einem Freundschaftsangebot was vor? Sollte man das aus Stolz nicht tun? Sollte man es tun, um zu verzeihen? Sollte man für sich verzeihen und abschließen, ohne das Gespräch zu suchen? Kann man mit Abstand versuchen das Gespräch zu suchen? Damals gab es keine richtige Aussprache. ... Soll ich mir vorstellen, wir sprechen uns in 10 Jahren aus, wenn ich in einer glücklichen Beziehung mit Mr X bin? :) Ich weiß nicht wie ich abschließen kann!
Das sind die großen Fragen des Lebens... Es ist mir einfach absolut unbegreiflich wie jemand, der mir mal so wichtig war, ganz aus meinem Leben verschwinden konnte. Ich trauere und hänge in Gedanken an Vergangenes, weil ich keinen Abschluss finde
 
  • #23
@20 danke, ja ich weiß was du meinst!
Dennoch, und hier spreche ich für mich, nicht für ihn, von meiner Seite war es auch ruhige Liebe, ein Gefühl von "hier bin ich richtig und darf sein wie ich bin"- auf das Drama hätte ich gerne verzichtet, ich fand uns als Team gut, eine gute Ergänzung (siehe mein vorheriger Beitrag zum Thema Freundschaft).
 
G

Gast

  • #24
Ich habe den Eindruck, dass es ab einem gewissen Alter generell schwieriger wird, sich so *richtig* zu verlieben. Man ist irgendwann einfach nicht mehr so leicht zu beeindrucken und kriegt nicht gleich weiche Knie, nur weil ein Mann schöne Augen hat...irgendwann hat man vieles einfach schon tausendmal gesehen und erlebt. Man weiß, dass der Sex auch mit einem schönen Mann grottenschlecht sein kann. Dass sich auch hinter der charmantesten Fassade ein Idiot verbergen kann. Und v.a. hat man die Erfahrung gemacht, dass es so schön und unbeschwert wie am Anfang niemals bleibt ...dass unweigerlich irgendwann Alltag, Probleme und Krisen kommen. Die Schwelle fürs Verlieben wird so immer höher, denn der Mensch, mit dem man sich das alles noch mal gibt, muss schon jemand ganz besonderes sein.

Man selbst wird zudem durch diese "Verkopftheit" nicht attraktiver (optisch sowieso nicht); die altersmäßig in Frage kommenden Menschen genausowenig.

Ich (ebenfalls Ende 20) finde viele Männer in meinem Umfeld interessant, gutaussehend, sympathisch... bei über 50% meiner männlichen Arbeitskollegen dachte ich mir schon mal: "Hm, der hat was!" Aber diese totale Faszination, diese Sehnsucht, dieses Gefühl: "Der ist es, den will ich!" - das stellt sich kaum noch ein bei mir.

Es gibt sogar Leute, die behaupten, Ü30 könne man das mit dem Verlieben ganz und gar vergessen. In dem Alter wäre die Zeit der Romantik und Leidenschaft halt vorbei. Ich hoffe aber, dass die unrecht haben! Das wäre doch irgendwie verdammt traurig...

Also: ich geb die Hoffnung nicht auf und du solltest es auch nicht tun. Aber es dauert eben seine Zeit. Erzwingen kann man nichts. Wenn du noch sehr an deinem Ex hängst, würde ich dir raten: Lass das Daten erstmal sein. Unternimm Dinge, die du spannend findest, lerne Neues dazu; probiere dich aus - aber nicht mit Männern. Das kommt, wenn es kommen soll.
 
  • #25
Ich bin vielleicht etwas altmodisch, aber ich kann mir beim besten Willen nichts erfüllendes in einer On-Off-Beziehung vorstellen. Intensiv mag sie ja sein, aber mit erfüllter Liebe hat es nichts zu tun. Der Verlust der Freundschaft finde ich in deinem Fall gewichtiger. Last euch Zeit. Irgendwann werdet ihr fähig sein, die Freundschaft wieder zu reaktivieren.

Zu deiner Frage: ich bin eh der Überzeugung, dass man den besten Partner erst beim zweiten oder sogar dritten Versuch findet. Man braucht dazu eine gewisse Reife und hohen Grad an Selbsterkenntnis und die hat man selten anfang zwanzig.

Von daher lebe dein Leben weiter, sorge dafür, dass Du dich weiter entwickelst. Der passende Mann wird umso eher kommen, umso eher Du mit der alten Beziehung abgeschlossen hast und daraus gelernt hast. Versuche bei der nächsten nicht die selben Fehler zu machen, sonst landest Du genau an der selben Stelle, wo Du jetzt bist. Vielleicht wäre es ratsam dein "Beuteschema" zu überdenken, denn eine On-Off-Beziehung raubt dir nur Energie und deine kostbare Zeit. Wenn man jung ist, denkt man, man hätte unendlich viel Zeit, um sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Später bedauert man aber meistens, zu viel Zeit vergeudet zu haben.

Also Kopf hoch, Mund abwischen und dein Leben genießen - auch wenn das jetzt etwas schwierig zu sein scheint. Es wird aber mit jeder Woche besser. Versuche eine positive Denke anzunehmen. Glückliche Menschen sind viel attraktiver für Freundschaft, Liebe und Beziehung. Und sie sind glücklich.
 
G

Gast

  • #26
Es gibt sogar Leute, die behaupten, Ü30 könne man das mit dem Verlieben ganz und gar vergessen. In dem Alter wäre die Zeit der Romantik und Leidenschaft halt vorbei. Ich hoffe aber, dass die unrecht haben! Das wäre doch irgendwie verdammt traurig...
Ja, haben sie definitiv. Wenn, dann liegt es am Menschen.
Man kann ruhig loslassen, einen Partner zu wollen. Ich hab auch mal gedacht, wenn ich gar nicht mehr an Partnerschaft interessiert bin, wie soll es dann gehen. Aber das fragt nicht danach, ob man interessiert ist, Verlieben passiert einfach.
Ich denke, der Fehler liegt darin, dass man meint, man könne das so steuern wie eine Karriere oder eine Studium, irgendwas, das man selber allein für sich erreichen will. Das funktioniert nicht mit Gefühlen, also bei mir jedenfalls. Gibt ja auch glückliche Nutzbeziehungen, keine Ahnung, wie sehr diese Menschen manchmal mit ihren Gefühlen für andere kämpfen müssen und das richtig finden, um eine Beziehung weiterzuführen, die nicht auf Verliebtheit und Liebe beruht. (Nur auf Verliebtheit beruhend wäre wohl recht schnell zu Ende)
 
  • #27
Also erstens, den EX kann man vergessen, wenn man ihn nicht vergessen kann, bzw. Altlasten verarbeiten, sollte man wirklich besser Single bleiben, ich will keinen "neuen" Mann küssen, wenn mir dabei gerade wieder der EX einfällt, wie nobel wäre das denn??

Sobald ein Datepartner über seine Ex lamentiert, gäbe es kein zweites Date - von meiner Seite aus, ich quatsche auch nicht mehr über alte Zeiten und hasse es regelrecht in vergangenem zu wühlen, statt sich auf die Neugier der Zukunft einzulassen.

Dies am Rande.

Zweitens.
Je älter man wird, je schwieriger sich wieder zu verlieben und zwar mit allem drum und dran, damit meine ich nicht schnellen Sex, sondern diese totale Begeisterung von jemandem zu haben. In jungen Jahren in Hochform kann ich es mir heute mit 52 ehrlich nicht mehr vorstellen.

Man ist skeptischer, kritischer, anspruchsvoller und ich höre die Flöhe husten, wenn ein Mann Interesse zeigt, auch gebe ich zu keinen Mann in meinem Umfeld zu wissen, den ich interessant fände, zuviele Altlast-Träger und Jammerer.

Dennoch hoffe ich für alle anderen ihr Glück noch zu finden, die FS ist ja noch jung im Gegensatz zu mir, da kann schon noch was laufen, ich wünsche es ihr.
 
G

Gast

  • #28
Also erstens, den EX kann man vergessen, wenn man ihn nicht vergessen kann, bzw. Altlasten verarbeiten, sollte man wirklich besser Single bleiben, ich will keinen "neuen" Mann küssen, wenn mir dabei gerade wieder der EX einfällt, wie nobel wäre das denn??

Sobald ein Datepartner über seine Ex lamentiert, gäbe es kein zweites Date - von meiner Seite aus, ich quatsche auch nicht mehr über alte Zeiten und hasse es regelrecht in vergangenem zu wühlen, statt sich auf die Neugier der Zukunft einzulassen.

Dies am Rande.

Zweitens.
Je älter man wird, je schwieriger sich wieder zu verlieben und zwar mit allem drum und dran, damit meine ich nicht schnellen Sex, sondern diese totale Begeisterung von jemandem zu haben. In jungen Jahren in Hochform kann ich es mir heute mit 52 ehrlich nicht mehr vorstellen.

Man ist skeptischer, kritischer, anspruchsvoller und ich höre die Flöhe husten, wenn ein Mann Interesse zeigt, auch gebe ich zu keinen Mann in meinem Umfeld zu wissen, den ich interessant fände, zuviele Altlast-Träger und Jammerer.

Dennoch hoffe ich für alle anderen ihr Glück noch zu finden, die FS ist ja noch jung im Gegensatz zu mir, da kann schon noch was laufen, ich wünsche es ihr.
Natürlich kann man/frau sich in jedem Alter mit großer Begeisterung verlieben. Nicht wenige packt es ja noch mal im Seniorenheim - wenn man neugierig auf Menschen bleibt, wenn man nicht jeden, den man trifft aufgrund von NoGo-Listen selektiert und ihm eine Chance gibt, ganz entspannt zu zeigen, was in ihm oder ihr steckt. Es geht um ein grundsätzliches Interesse an Menschen und am Leben im Augenblick. Es gibt Menschen, die können mir neue Facetten des Lebens zeigen und mir ihre Gedankenwelt mitteilen - das ist immer wieder berauschend. Ich laufe aber auch nicht mir fest zementierten Ansichten über "die" Männer durch die Gegend. Im übrigen sind einige meiner männlichen Kollegen, mit denen ich jahrelang zusammengearbeitet habe, Freunde geworden - zeitenweise waren da deutlich erotische Komponenten im Spiel. Was daraus wird, weiß man am Anfang nie.
 
  • #29
Ich HOFFE es so sehr, dass es funktioniert. Ich weiß selbst nicht genau, woher diese Angst rührt. Ich war in meinem Leben dreimal richtig verliebt, heftig, und es war jedes Mal enttäuschend... Ich habe einfach Bedenken, dass ich mein Pulver verschossen habe, die Hormone nicht mehr zusammen kriege... Ich fühle mich Ende Zwanzig einfach ganz anders... Ich würde so gerne nochmal eine Hochphase erleben, aber mir fehlt die jugendliche Naivität oder zumindest bilde ich mir das ein...
 
  • #30
... ich bin eh der Überzeugung, dass man den besten Partner erst beim zweiten oder sogar dritten Versuch findet. Man braucht dazu eine gewisse Reife und hohen Grad an Selbsterkenntnis und die hat man selten anfang zwanzig.
Ganz genauso sehe ich das auch, das statement bringt es m.E. sehr gut auf den Punkt. Und in diesen Partner kann man sich dann auch noch genauso heftig verlieben, wie mit 20 oder 25, das habe ich (51 Jahre) zumindest so erlebt. Um sich zu verlieben bedarf es keiner jugendlichen Naivität, das klappt in jedem Alter. Und es gibt zum Glück auch nicht nur "den Einen", mit dem man einmalig große Gefühle erleben kann. Man sollte sich allerdings eine gesunde Portion Optimismus bewahren, sonst wird es schwierig, diesen neuen "Einen" überhaupt zu entdecken.

Liebe FS: Ich kann Deine Zweifel durchaus nachvollziehen, die hat wohl jeder, der seine Liebe verliert. Aber die nächste Hochphase wird ganz sicher kommen, auch wenn es im Moment noch nicht danach aussehen mag. Ich wünsche Dir viel Glück und etwas Geduld...;)