• #31
Zweitens, Heirt wird überbewertet. Was ist das schon? Ein kurzzeitiges Hochgefühl. Zu meinen, dadurch verfestigt man die Liebe ist ein Trugschluss
Ganz im Gegenteil: das Hochgefühl hielt sich bei uns in Grenzen - tut es bei den meisten, weil eine Heirat auch stressig ist. Sehr.
Dagegen verfestigt sie ganz beträchtlich, ja. Sie gibt einen Rahmen, der hilft, an der Ehe nötigenfalls zu arbeiten und die Partnerschaft nicht leichtfertig zu beenden. Darüber hinaus hat sie viele praktische Konsequenzen, auch Vorteile, die man ruhig in Betracht ziehen kann.
Auch dadurch kann eine Liebe an Stabilität gewinnen, denn sie ist besser geschützt.
Du warst, nehme ich an, noch nie verheiratet? Kann es sein, dass deine Bemerkung etwas mit dem Fuchs und den sauren Trauben zu tun hat?
 
  • #32
Aus Deinen anderen Threads lese ich heraus, dass Du die Affäre eines Mannes bist, der gerade geheiratet hat / heiraten will. Wahrscheinlich bist auch Du dieser "Chatkontakt" am Tag der Hochzeit. Ich frage Dich: Was willst Du hören? Dass der Mann seine Verlobte in Wahrheit gar nicht liebt, sondern Dich? Dann hättest Du vor dem Altar gestanden. Du bist für ihn die Frau, die dumm genug ist sich als Bettgeschichte herzugeben, während er sich ein richtiges Leben aufbaut.
Dein Statement ist die eine Seite der Medaillie.
Der Typ ist ein Charakterschwein erster Kategorie, weil er seine zukünftige Frau und die Geliebte einfach nur vera......,genau das.

Im Grunde will er beide Frauen nicht, braucht sie aber, die eine für den Alltag und den Schein der bürgerlichen Ehe, die andere für Sex, wenn die Angetraute schwanger ist oder grad nicht "verfügbar".

Mich nervt es hier, wenn immer auf die "Geliebte" eingedroschen wird, der Göttergatte aber brav außen vor bleibt.

Im Grunde ist er der Hauptmaker in dem Drama.
Er kann auch eine interessierte Frau abblitzen lassen, wenn er mit einer andern längst verbunden ist, er kann nein sagen, er kann ein Mann mit Charkter wie ein Fels sein, bodenständig, treu, ehrlich, ein Mann, der weiß was er will aber andere dabei niemals verletzt.

Dieser Typ ist kein Mann, er ist ein Windei ohnegleichen, aber es wundert mich sehr, dass es immer wieder Frauen gibt, welche auf Charakterschweine abfahren, somit sage ich selbst Schuld.
 
  • #33
Wer lügt, der liebt nicht. Betrügen bedeutet anlügen. Direkt ins Gesicht, meist mehrfach. Ich finde dass sich das gegenseitig ausschließt, jemanden anzulügen und ihn zu lieben. Kleine wirklich harmlose Lügen in harmlosen Zusammenhängen mal ausgenommen.
Ich las alles und Du schreibst definitiv nicht:
"Ich finde dass sich das gegenseitig ausschließt, jemanden zu betrügen und ihn zu lieben."

Sondern:"Ich finde dass sich das gegenseitig ausschließt, jemanden anzulügen und ihn zu lieben."

Schon das ist eindeutig und lässt kaum noch Interpretationsspielraum.
Mehr noch, Du konkretisierst es mit der Aussage "Wer lügt, der liebt nicht. Betrügen bedeutet anlügen."
Mit dieser Aussage stellst Du den Betrug als Teilmenge der Lüge dar und betonst noch einmal ausdrücklich, dass wer lügt nicht liebt. Der Betrug ist in Deiner Argumentationskette also nur das Indiz für die generell verwerfliche Lüge.

Und das jemand der lügt nicht liebt, ist schlicht und ergreifend falsch.

Davon abgesehen schließen sich auch ein erotischer Seitensprung (hier Betrug genannt) und Liebe nicht aus. Da Begehren und Liebe sich nicht grundsätzlich bedingen.

Ja, auch ein Mann, der regelmäßig (z.B.) Prostitution in Anspruch nimmt, ohne dies offen zu kommunizieren, kann seine Frau, u. U., sehr lieben.

Die Welt ist nicht schwarz/weiss.
 
  • #34
Ich habe erlebt, dass jemand gesagt hat, er liebe zwei Frauen gleichzeitig und gelitten hat. Aber da gab es die langjährige Ehe mit Kindern etc. Wo wahrscheinlich die beste Lösung gewesen wäre in der Ehe über das zu sprechen was fehlt! Durch das Verlieben in eine andere Frau, hat es diese Möglichkeit nicht mehr gegeben, weil er zuhause rausgeflogen ist. Somit ist auch Nichtssagen eine Lüge in einem solchen Fall!
Hier beschreibst Du aber junge Verbindungen und diese gelten nicht offiziell als offene Beziehungen (in denen meisst einer verschnupft ist). Da sind sich die Paare nicht einig auch Lieben in einer Paralelwelt zu haben!
Damit gibt es hier nicht zwei Lieben....sondern gar keine!!!
Du darfst Dich also mit Fug und Recht abgestossen fühlen und 0 akzeptieren. Und wer Dich dann spiessig etc nennt ist in dem Moment das kleine Licht
 
  • #35
wissen die Frauen darüber Bescheid, wenn nein, warum sagt das ihnen niemand?
Weil man keine Freundschaften zu diesen Paaren und keine Ehen zerstören will ?

Man meint, dass man was Gutes tut, wenn man die Frau aufklärt, was ihr Mann hinter ihrem Rücken tut. Und der Ehefrau eine schlechte Ehe gleich zu Beginn ersparen kann. Das mag sein.

Aber ich habe auch gelernt, dass manche Frauen ihren Mann trotzdem behalten wollen, auch wenn er so mies ist. Und den Aufklärer trotzdem dafür hassen. Diese Frauen können sich schon mal ans fremdgehen ihres Mannes gewöhnen. Aber es wäre für sie leichter, wenn sie es nicht erfahren hätten ?

Kompromiss-Vorschlag: Die Ehefrau anonym aufklären. Und dann abwarten, ob und wie sich die Dinge entwickeln. Der Aufklärer bleibt in seiner Anonymität geschützt.
(m,53, nie untreu)
 
  • #36
Aus Deinen anderen Threads lese ich heraus, dass Du die Affäre eines Mannes bist, der gerade geheiratet hat / heiraten will. Wahrscheinlich bist auch Du dieser "Chatkontakt" am Tag der Hochzeit.
Vielen Dank für diesen möglichen Hinweis. Ich rätselte, woher die FS von den Chats weiss ? Oder ist sie gar die Affäre von beiden Männern ?

Wenn eine Single-Frau Affären zu mehreren Männern betreibt, ist das überhaupt Untreue, von ihrer Position aus ?

Tja, wie schon früher an den Höfen der Könige etc. Deren Mätressen waren besser informiert, über so Manches. ggf. sogar besser, als ihre Könige.
 
  • #37
Dann muss ich es an Hand eines Beispiels erklären. Ich meine z.B. solche Lügen:"Schatz, es wird heute spät. Erst ein Meeting bis 19:00 h, dann ein Geschäftsessen." - Und in Wirklichkeit besucht er seine Geliebte. - Wer solche Lügen der Partnerin auftischt, der liebt sie meiner Meinung nach nicht.
Außerdem habe ich im Hinblick auf die im Fragetext geschilderten Verhältnisse geantwortet. Es ist doch klar, dass ich hier keine "White Lies" gemeint habe! (Das sind Lügen um jemandem nicht zu schaden.)
Ich las alles und Du schreibst definitiv nicht:
"Ich finde dass sich das gegenseitig ausschließt, jemanden zu betrügen und ihn zu lieben."

Sondern:"Ich finde dass sich das gegenseitig ausschließt, jemanden anzulügen und ihn zu lieben."

Schon das ist eindeutig und lässt kaum noch Interpretationsspielraum.
Mehr noch, Du konkretisierst es mit der Aussage "Wer lügt, der liebt nicht. Betrügen bedeutet anlügen."
Mit dieser Aussage stellst Du den Betrug als Teilmenge der Lüge dar und betonst noch einmal ausdrücklich, dass wer lügt nicht liebt. Der Betrug ist in Deiner Argumentationskette also nur das Indiz für die generell verwerfliche Lüge.

Und das jemand der lügt nicht liebt, ist schlicht und ergreifend falsch.

Davon abgesehen schließen sich auch ein erotischer Seitensprung (hier Betrug genannt) und Liebe nicht aus. Da Begehren und Liebe sich nicht grundsätzlich bedingen.

Ja, auch ein Mann, der regelmäßig (z.B.) Prostitution in Anspruch nimmt, ohne dies offen zu kommunizieren, kann seine Frau, u. U., sehr lieben.

Die Welt ist nicht schwarz/weiss.
 
  • #38
Meint ihr, man kann eine glückliche Partnerschaft führen und seinen Partner/seine Partnerin trotzdem betrügen?
Ja, wenn man es nicht als Betrug betrachtet.

Eine Partnerin überraschte mich. Sie ging fremd, aber hielt das als ihr Recht, weil sie ja nicht (mit mir) verheiratet ist. Aber ich schätze, sie würde auch als Ehefrau fremd gehen. Weil sie dabei keinerlei Schuldbewusstsein hat. Sie nimmt sich, was sie haben will.

Man könnte das Treuegelübde bei der Hochzeit abschaffen.
Bereits die Hälfte der Ehemänner halten es sowieso nicht ein.
Außerdem können Ehen so schlimm werden, dass die Treue unzumutbar wird.
Aber wer treu sein will und es ist, braucht kein Gelübde dafür.
 
  • #39
Da offene Beziehungen funktionieren, kann man in meiner Welt Sex und Liebe trennen.
Offene Beziehungen funktionieren nicht, weil niemand auf Dauer damit glücklich geworden ist und wäre es so, so hätte sich diese Beziehungsform schon längstens gesellschaftlich etabliert und es gäbe kein Fremdgehen hinter dem Rücken des anderen!

Sie funktionieren nur scheinbar aber auf Kosten mindestens einer Person und das ist der Partner, welcher den anderen viel mehr liebt oder aber wenn der eine vom anderen meistens emotional viel abhängiger ist und an ihn hängt.
Offene Beziehungen funktionieren nur für die eine Person, welche die Beziehung öffnen will, um nicht fremd zu gehen. Nicht mal 1% der Bevölkerung bzw. 1% der Liebespaare sind sich einig und wünschen sich beide gleichermassen eine solche Beziehungsform.

Kein Mensch beginnt eine Beziehung von Anfang an mit der Option, dass sie eines Tages als offene Beziehung geführt wird und kein Mensch beginnt eine Beziehung mit diesem Wunsch, sondern jeder möchte für sich eine exklusive monogame Beziehung leben.

Damit eine offene Beziehung funktioniert zahlt mindestens eine Person einen hohen Preis dafür: Angst, dass der Partner sich verliebt und jemanden verlässt, Trauer, Enttäuschung, Wut, Eifersucht, Hilflosigkeit und Ohnmacht, Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle, dem Partner sexuell nicht zu genügen.

In Wirklichkeit aber ist es nicht der monogam liebende und lebende Part der Beziehung rückständig, verschlossen, gehemmt, prüde, sondern sein Partner ist unfähig, sich mit Haut und Haar jeden Tag auf seinem Partner neu einzulassen und mit ihm die Sexualität lebendig, fantasievoll und frisch zu halten.

Mit dem Öffnen der Beziehung und sexuellen Aktivitäten mit anderen dritten verhindert dieser Part seinerseits, sich selbst sexuell und emotional abhängig vom eigenen Partner zu machen und dadurch verletzt zu werden. Aber mit seinem Verhalten verletzt er selbst vielleicht sogar beide Frauen: die eigene und die Geliebte, falls sie sich in ihn verliebt.

Ja, solche Beziehungen können funktionieren aber nur auf Kosten von anderen Menschen, auf sehr hohen Kosten. Ist ein solcher beziehungsunfähiger Mann wert, dass eine Frau seinetwegen leidet?
 
  • #40
Ja, auch ein Mann, der regelmäßig (z.B.) Prostitution in Anspruch nimmt, ohne dies offen zu kommunizieren, kann seine Frau, u. U., sehr lieben.

Die Welt ist nicht schwarz/weiss.
Bestenfalls ist dieser Mann kein Philantrop.

Ein menschenfreundlicher Mann nutzt keine Frau sexuell aus und zahlt dafür Geld. Ein Mann, der zu Prostituierten geht unterstützt indirekt den Frauenhandel und obendrein entpuppt er sich in meinen Augen, als ein Mann mit einem schizophrenen Frauenbild: die Heilige zu Hause und die Hure im Bordell.

Und dabei ist es auch nur ein reiner Zufall, denn er könnte auch eine Frau geheiratet haben, welche früher als Studentin in einer Escort-Agentur, sich als Edelprostituierte ihr Studium teilweise finanzierte. Die Prostituierten sind einfach normale Frauen, wie du und ich mit dem Unterschied, dass sie oft aus dem Ostblock oder Afrika stammen und in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen aufgewachsen sind und ihre wirtschaftliche Lage ausgenutzt wurde und sie nach Europa mit dem Versprechen auf Arbeit gelockt und zur Prostitution gezwungen wurden.

Ein Mann der nicht Philanthrop ist, dieser Mann kann nicht wirklich eine Frau lieben - auch die eigene nicht wirklich, denn er benutzt den Körper einer anderen Frau als Objekt zur Triebbefriedigung, um nicht zu sagen als eine lebendige Gummipuppe. Warum legt er nicht stattdessen selbst Hand an? Dann kann er sich wenigstens nicht schäbig und wie ein Schwein fühlen und sich selbst in den Spiegel schauen.
 
  • #41
Das ist wahrscheinlich individuell verschieden. Bei mir und den Männern, die ich besser kenne, schließt sich das aus. Eine Beziehung mit einer anderen Frau war immer der Beweis, dass man die Frau zuhause nicht (mehr) geliebt hat und das hat über kurz oder lang - übrigens immer von den Männern entschieden und umgesetzt - zum Ende der Ehe geführt. Frauen agieren da nach meiner Erfahrung kühler.
 
  • #42
Menschen, die so etwas können, lieben nur eine Person. Sich selber.
w54
 
  • #43
Ja, das geht - wenn die Libido nur groß genug ist. Es ist für manche vergleichbar mit der Frage: Kann ein Schokoladenliebhaber auch mal gerne Pasta essen?

Bedenkt auch, dass Gefühle von Menschen unterschiedich empfunden werden. Das muss man einfach akzeptieren, man kann sich nicht in jeden hineinversetzen und fragen "warum tut er das, ich würde das an seiner Stelle nicht...".
 
N

nachdenkliche

  • #44
N

nachdenkliche

  • #45
  • #46
Offene Beziehungen funktionieren nicht, weil niemand auf Dauer damit glücklich geworden ist und wäre es so, so hätte sich diese Beziehungsform schon längstens gesellschaftlich etabliert und es gäbe kein Fremdgehen hinter dem Rücken des anderen!
Ich weiß nicht, ob man das so pauschal sagen kann. Ich bin mit einigen Leuten in losem Kontakt bzw. kann ihre Probleme im Netz nachlesen, die offene Beziehungen leben. Das scheint für die zu funktionieren. Es wird auch sehr unterschieden zwischen polyamor und offener Beziehung. Was allen eigen ist, ist dass sie nicht lügen.

Sie funktionieren nur scheinbar aber auf Kosten mindestens einer Person und das ist der Partner, welcher den anderen viel mehr liebt oder aber wenn der eine vom anderen meistens emotional viel abhängiger ist und an ihn hängt.
Bei einer echten offenen Beziehung geht es nur um Sex mit anderen, nicht ums Verlieben oder Emotionalität. Das sind die Polyamoren, von denen ich früher dachte, dass es nur eine Ausrede ist zum Fremdgehen. Keine Ahnung. Bei denen scheint das aber schlechter zu laufen als bei denen mit offener Beziehung, eben wegen der Gefühle.
 
  • #47
Es liest sich aber nicht, als wären hier Partner mit abgesprochenen offenen Beziehungen zusammen. Da scheint höchstens einer etwas zu oft offen zu haben und der andere weiss von nichts.

So habe ich die Fs auf jeden Fall verstanden
 
  • #48
wenn die Ehe/Beziehung noch so schlimm ist, für Untreue gibt es NIE einen Grund. Unter Untreue verstehe ich dann Warmwechseln. Das ist unakzeptabel.Mann/Frau kann rechtzeitig darüber reden und ggf schluß machen.
Das ist eine typisch weibliche Ansicht. Aber längst nicht bei jedem Mann und jeder Frau.

Untreue ist für mich bereits fremdgehen. Aber ohne die bisherige Beziehung beendet zu haben. Zumal es mühsam und fragil wäre, bei jedem fremdgehen die bisherige Beziehung zu beenden. Die Betreffenden wollen flexibel bleiben.

Ich kannte Ehepartner, deren Untreue -> fremdgehen eine Wohltat für sie war. Aber eine Trennung = Scheidung von ihren Ehepartnern zu lange, zu aufwändig, oder in einem Fall beruflich und gesellschaftlich unmöglich war.

In einem Fall informierte die Ehefrau ihren Ehemann, dass sie eine Affäre mit einem vh. Mann hat. Er war damit sofort einverstanden, zumal deren Ehe nur noch auf dem Papier bestand.

Dadurch konnte die Ehefrau den besten Mann ihres Lebens kennenlernen, und gemeinsam heimlich wunderschöne Jahre verbringen, bevor er überraschend eines natürlichen Todes starb.
Seine Ehefrau -> Witwe weiss nichts davon.
d.h. seine Ehe war auch nicht die beste.

Solange Scheidungen in Dtl. so lange, aufwändig und teuer sind, solange werden Unzufriedene / Trennungswillige nach Alternativen suchen und sie betreiben.
(m,53, nie verheiratet gewesen)
 
  • #49
Ja, das geht - wenn die Libido nur groß genug ist. Es ist für manche vergleichbar mit der Frage: Kann ein Schokoladenliebhaber auch mal gerne Pasta essen?
Male, du hast mit der Antwort leider das Thema verfehlt, wie einige andere Männer auch.
Meine Frage war nicht, ob man nicht auch mit mehreren Frauen Sex haben kann. Klar geht das.
Ich könnte auch mal Schokolade und mal Pasta essen ... ich liebe es sogar, alles durcheinander zu essen - hab ich deswegen ne Orgie? Aber hat man Sex mit einem anderen Menschen, wenn man richtig verliebt ist? Gerade in meinen Beispielen ist die Liebe ja noch sehr frisch.

Meine Frage war ja: Kann man einen Menschen, den man wirklich liebt betrügen?
Für mich als selber mal Betrogene war nicht der Fremdsex-Akt meines Mannes das Schlimme, sondern, dass er mich hintergangen hat. Dass mir in dem Moment, als ich es erfuhr, so viele Momente einfielen, in denen mir bewusst wurde, dass er hier und dort gelogen hatte. Mir direkt ins Gesicht! Für mich war der Vertrauensmissbrauch das Schlimme. Und die Lüge.
Und für mich ist eine echte Partnerschaft mit Liebe kein Lust-und-Laune-Verhältnis à la: Heute hab ich Lust auf den Fitnesstrainer.
Ich finde, wenn man eine Ehe eingeht, dann ist das doch weitaus mehr und ich kann nicht verstehen, wieso man sehenden Auges seine Partnerschaft durch Lügen und Betrug gleich am Anfang der Ehe zerstört, ganz egal, ob es herauskommt oder nicht.
Es ist dann nicht mehr dasselbe.
Ich bin der Meinung, dass echte Liebe und Betrug sich ausschließen, die Frauen hier sehen das auch so.

Aber ist es schon einmal jemandem passiert, dass er eine Frau (oder dass sie einen Mann) sehr geliebt hat und es trotzdem eine Affäre gab?
 
  • #50
Und das jemand der lügt nicht liebt, ist schlicht und ergreifend falsch.
Sehe ich genauso.
Wer hat nicht schon mal als Kind/Jugendlicher seine Eltern angelogen, um sie vor Dingen zu schützen, von denen sie nicht so begeistert gewesen wären?
Trotzdem liebt man seine Eltern.
Man möchte jemanden damit vor Unannehmlichkeiten schützen bzw.selbst nicht mit den Konsequenzen (Auseinandersetzungen), die diese Unannehmlichkeiten mit sich bringen, konfrontiert werden.

Erst wenn man mit seinen Lügen fadenreiche Geschichten erfindet, andere Leute einbezieht, über Leichen geht- wird es geschmacklos und man muss sich fragen, wie wertvoll einem der eigene Partner ist, wenn man ihn so kaltblütig hintergeht. Und wieso man jede Art von Respekt und Wertschätzung ihm gegenüber verloren hat?

Zur Ausgangsfrage zurück:
Ich denke, dass Männer sehr wohl Liebe und Sex trennen können.
Genau deshalb ist das älteste Gewerbe der Welt, nicht umsonst das älteste Gewerbe der Welt. Sicherlich nicht, weil dort regelmäßig Single Männer verkehren, sondern weil dieses Geschäft von allen (gebunden und ungebundene) Männern genutzt wird.
Ist leider so. Männer können ihren Kopf beim Sex ausschalten und nach Hause zurück kehren, zu der Frau, die sie lieben.
 
  • #52
Wer hat nicht schon mal als Kind/Jugendlicher seine Eltern angelogen, um sie vor Dingen zu schützen, von denen sie nicht so begeistert gewesen wären?
Da hat mal wohl eher gelogen, um sich davor zu schützen, dass man Stress kriegt, weil man Mist gebaut hat :) Oder die Eltern sind gluckenhaft und man braucht seine Freiheit, was sie nicht verstehen. Aber auch hier schützt man sich selber nur vor Stress und nicht die Eltern vor Dingen, die sie beunruhigt hätten.

Ebenso wie man den Partner nicht schützt, wenn es um ein eigenes kleines "schmutziges Geheimnis" geht und man nur Angst hat, dass man in schlechtem Licht da steht und Stress kriegt. Zumal es sich hier nicht um eine übergeordnete Instanz handelt, sondern um einen Partner, zu dem man offen sein sollte in solchen normalen Dingen wie Treue.

Ist doch was ganz anderes, als wenn man was Schreckliches verschweigt, um den anderen nicht zu beunruhigen. Da stünde man als Held da, weil man seinen Partner wirklich schützt und sich selbst eine Riesenlast aufbürdet, und nicht nur sein Ego schützt, weil man fremdgegangen ist.
 
  • #53
Für mich als selber mal Betrogene war nicht der Fremdsex-Akt meines Mannes das Schlimme, sondern, dass er mich hintergangen hat. Dass mir in dem Moment, als ich es erfuhr, so viele Momente einfielen, in denen mir bewusst wurde, dass er hier und dort gelogen hatte. Mir direkt ins Gesicht! Für mich war der Vertrauensmissbrauch das Schlimme. Und die Lüge.
Genau so empfinde ich die Sache auch. Wenn ich jemanden liebe, dann möchte ich doch das Beste für ihn. Und wenn ich ihn anlüge, dann enthalte ich ihm etwas vor - nämlich die Chance, die Realität zu sehen und sich darauf einzustellen - ich nehme ihm die Wahrheit weg. Lügen ist sehr unfair. Jeder Betrug geht mit Lügen einher. Ein Betrug ist ohne Lügen gar nicht möglich. Daher auch mein Statement weiter oben. Es wäre besser, wenn derjenige, dem sexuell etwas fehlt, dann das Risiko einginge, das zu sagen und zu sagen dass er sich nicht anders zu helfen weiß als sich das Fehlende woanders zu suchen. Das wäre hart für die Partnerin und es könnte sein, dass sie sich dann trennen will. ABer ich glaube, dass jede Partnerin sich mit viel größerer Wahrscheinlichkeit trennt, wenn einfach heimlich das Fehlende gesucht und ihr natürlich zu dem Zweck wiederholt ins Gesicht gelogen wird, und dies alles dann mal auffliegt. Es fliegt ja sehr oft auf, weil es nur wenige Menschen gibt, die geschickt und verschwiegen genug sind. Und auch die heimliche Geliebte muss unter allen Umständen verschwiegen sein und bleiben. Es gibt nichts Verletzenderes als zu erfahren, dass man wiederholt angelogen wurde, damit der Betrüger ungestört sich einfach das nehmen konnte, was er wollte. Die Krönung solcher Lügereien und Betrügereien sind die Fälle, wo die ahnungslose Partnerin auch noch mit STDs angesteckt wurde.
Weder in einer frischen Beziehung noch in einer lange bestehenden Beziehung kann echte Liebe vorhanden sein, wenn einer von beiden den anderen aus niedrigen Beweggründen (also keine White Lies) anlügt. Bei denen, die gerade erst zusammen gekommen sind oder gerade erst vor ihrer Hochzeit stehen, würde ich vermuten, dass sie die Bindung bzw Heirat nur aus taktischen, praktischen, oder sonstigen Gründen wollen, aber bestimmt nicht aus wahrer Liebe.
 
B

BigRed

  • #54
Menschen, die so etwas können, lieben nur eine Person. Sich selber.
Danke, alles Wesentliche mit einem einzigen Satz auf den Punkt gebracht.
Das Lustige ist auch diese immergleiche Argumentationskette der betrügenden, lügenden, fremdgehenden Männer.
Die Frauen müssten vor der Wahrheit geschützt werden und hätten aufgrund ihres weiblichen Geschlechts eh keine große Libido und Männer könnten Sex doch ohnehin von Liebe trennen und bräuchten halt "offene Beziehungen" (heimlich) und Nebenfrauen. Die Wahrheit sieht doch folgendermaßen aus, diese Typen wollen einfach nur fremdvögeln, keine Privilegien verlieren und drehen aber ihrerseits bei der bloßen Vorstellung die eigene Frau könnte sich (möglicherweise als Folge ihres Fremdgehens) ihrerseits einem anderen Mann sexuell zuwenden ("die Schlampe") wie die letzten Bettnässer am Rad. Sie wollen etwas haben, das sie klein und harmlos reden, der Parnerin aber erbittert verwehren, so schaut es doch aus.
Offene Beziehungen haben auch schon viele versucht, in der Regel gehen diese aber nicht lange gut.
 
  • #55
Er hat mich schon wieder gefragt, wann wir uns endlich sehen, obwohl ich schon Wochen nicht antworte.
Auf meine Frage, warum er das seiner Beziehung antut, hatte er keine Antwort.
Auf meinen Hinweis, dass seine Beziehung jetzt so oder so schon zerstört ist und wieso er denn nicht die Dinge, die er angeblich unbedingt mit mir machen will, mit seiner Freundin tun kann, verstummte er total.
Ich würde ihn ja sehr gerne sehen, aber mich schockiert es, wie man vor seiner Hochzeit seine "Liebste" so belügen und hintergehen kann, da steckt doch der Giftstachel ganz tief in der Beziehung... wie soll das jemals eine wirklich funktionierende Beziehung werden, wenn man so gar keine guten Vorsätze hat??
 
  • #57
Liebe Tini_HH,

Die nächsten Sätze sind nicht hart oder abfällig geschrieben.
Warum möchtest Du Antworten von ihm?
Warum interessiert es Dich so sehr, wie er denkt?
Und warum möchtest Du ihn gerne sehen?
Du bist sehr bei ihm bzw Du stellst so eine Nähe her
Wenn eine andere Frau hier schreiben würde oder seine Verlobte hier schrieb.
Oder anders, eine fremde Frau schrieb, traurig weil sie einen solchen Kontakt bei ihrem Verlobte entdeckt hat.
Würdest Du raten, dass das ein toller Mann wäre? Den DU näher kennenlernen möchtest?
 
  • #58
Würdest Du raten, dass das ein toller Mann wäre? Den DU näher kennenlernen möchtest?
Ich kenne ihn ja schon sehr gut und sehr nah seit Jahren - das ist ja das Problem! :)
Es ist deswegen auch " mein Bier", weil er mich immer wieder anschreibt und mit mir chattet, als gäbe es seine Freundin gar nicht.
Wenn ich auf seine Verlobte hinweise, ist er beleidigt.
Wenn ich ihm sage, dass wir uns unter den Umständen nicht treffen können ebenso.
Seine Verlobte tut mir sehr leid, ja. Sie spielt nicht die Rolle, die sie spielen sollte, mich erschreckt das, aber ich kann ihr das ja nicht sagen und da ich sie nicht kenne, ist sie mir auch egal. Jeder Mensch muss seine eigenen Fehler machen und wenn ich es ihr sage, wäre sowieso ich die "Böse" zum Schluss.
Ich ziehe mich so gut es geht zurück, obwohl ich gerne etwas ganz anderes täte. Ich hatte mit keinem Mann so schöne und lustige Stunden. Und bis jetzt kommt da auch kein anderer ran...ich langweile mich mit jedem Mann, den ich treffe. Ich kann nichts machen, aber ich denke immer an ihn, seit über einem Jahr und trotz eigener Beziehung zwischendrin.
 
  • #59
Liebe Tini_HH,
hier über ihn zu schreiben ist also ggf eine Möglichkeit, nicht zum Handy zu greifen und zu antworten?...Zumindest ein guter Schritt, wobei Du ihm dadurch irgendwie doch nah bleibst;-))
Ja es ist schon doof am falschen zu hängen und schon fast jedem mal passiert.
Nur leider haben Menschen mit solchen Zügen, ein ungebrochenes Selbstbewusstsein, was die Stärke vermittelt, die Frau aus uralten Instinkten sucht....Nur wenn man darauf aufbauen will, merkt man leider, dass der Boden verseucht ist.
Er blockiert Dich einen anderen in Dein Herz zu lassen.
Das ist schade, denn dieser bricht scheinbar eher ein solches.
Sich zu lösen ist schwer und dauert auch...aber ohne völlige Kontaktsperre, geniesst Du Sekunden und Deine Erinnerungen..
Wohl aber nicht Deine Zukunft.
Ich kann viel nachvollziehen aber habe keine Erfahrungen, dass das jemals glücklich macht
 
  • #60
Offene Beziehungen funktionieren nicht, weil niemand auf Dauer damit glücklich geworden ist und wäre es so, so hätte sich diese Beziehungsform schon längstens gesellschaftlich etabliert und es gäbe kein Fremdgehen hinter dem Rücken des anderen!

Sie funktionieren nur scheinbar aber auf Kosten mindestens einer Person und das ist der Partner, welcher den anderen viel mehr liebt oder aber wenn der eine vom anderen meistens emotional viel abhängiger ist und an ihn hängt.
Offene Beziehungen funktionieren nur für die eine Person, welche die Beziehung öffnen will, um nicht fremd zu gehen. Nicht mal 1% der Bevölkerung bzw. 1% der Liebespaare sind sich einig und wünschen sich beide gleichermassen eine solche Beziehungsform.

Kein Mensch beginnt eine Beziehung von Anfang an mit der Option, dass sie eines Tages als offene Beziehung geführt wird und kein Mensch beginnt eine Beziehung mit diesem Wunsch, sondern jeder möchte für sich eine exklusive monogame Beziehung leben.

Damit eine offene Beziehung funktioniert zahlt mindestens eine Person einen hohen Preis dafür: Angst, dass der Partner sich verliebt und jemanden verlässt, Trauer, Enttäuschung, Wut, Eifersucht, Hilflosigkeit und Ohnmacht, Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle, dem Partner sexuell nicht zu genügen.

In Wirklichkeit aber ist es nicht der monogam liebende und lebende Part der Beziehung rückständig, verschlossen, gehemmt, prüde, sondern sein Partner ist unfähig, sich mit Haut und Haar jeden Tag auf seinem Partner neu einzulassen und mit ihm die Sexualität lebendig, fantasievoll und frisch zu halten.

Mit dem Öffnen der Beziehung und sexuellen Aktivitäten mit anderen dritten verhindert dieser Part seinerseits, sich selbst sexuell und emotional abhängig vom eigenen Partner zu machen und dadurch verletzt zu werden. Aber mit seinem Verhalten verletzt er selbst vielleicht sogar beide Frauen: die eigene und die Geliebte, falls sie sich in ihn verliebt.

Ja, solche Beziehungen können funktionieren aber nur auf Kosten von anderen Menschen, auf sehr hohen Kosten. Ist ein solcher beziehungsunfähiger Mann wert, dass eine Frau seinetwegen leidet?
Danke. So sehe ich das auch. Absolut. Ich glaube diese Menschen die diese offenen Beziehungen leben wollen, lügen sich selbst in die eigene Tasche. Wie du schon Richtig sagtest. Einer bleibt auf der Strecke.Mindestens
m44