• #31
Liebe Unbekannte,

vielleicht sollten wir mal definieren, was eine "Karrierefrau" eigentlich sein soll! Für mich ist es die gegenderte Variante des egoistischen Karrieristen.... ;-)
Das hat mit einer arbeitenden Frau auch in guter Stellung erst einmal nichts zu tun!! Ich denke, darum geht es auch in dem Parallelthread zu Karrierefrauen nicht eigentlich.

Auf mich wirkt Deine Selbstbeschreibung nach einer interessanten Frau, die ich gerne kennen lernen würde! Die Kernfrage die sich dann stellt ist: Unter welchen Umständen könnte aus uns ein Paar werden? Also: Was erwartest Du von Deinem "Mr. Right"? Ich habe von erfolgreichen Frauen in meinem Bekanntenkreis häufig gehört, dass die Frauen "zu Ihrem Mann aufschauen wollen" - je weiter Sie auf der Karriereleiter schon nach oben geklettert ist, desto geringer wird natürlich die Auswahl. Wir haben auch hier im Forum schon häufig in Diskussionen gehört, dass Mitforistinnen schreiben, sie erwarten, dass ihr zukünftiger Partner mindestens soviel wie sie selbst verdient oder sogar mehr (schliesslich soll er zusätzlich zu seiner Hälfte der Fixkosten sie auch einmal einlanden können etc...)

Das können viele Männer schlecht nachvollziehen, da es für viele Mitforisten kein Problem wäre, bei einer schlechter verdienenden Frau mehr als die Hälfte zum Haushaltsgeld beizusteuern.
Wir hatten solche Diskussion mit der Urlaubsfinanzierung, der Finanzierung von Hochzeiten und Dates, der Frage eines Partners/Partnerin der in die Eigentumswohnung des jeweils anderen einzieht und es hat sich (bei natürlich einigen Ausnahmen) immer die gleiche Grundhaltung herauskristallisiert.

Die einzige Frage an Dich (und in meinen Augen die entscheidende) wäre also: Welche Bedingungen hast Du an Mr. Right und wenn Du das entschieden hast, schätze mal ab, wie viele Männer in Deiner Stadt ca. diese Bedingung erfüllen! Und wenn Du nach möglichen männlichen Mißverständnissen fragst: Wenn ich vermute, dass Du deutlich mehr verdienst als ich, bzw. auf der Karrierleiter deutlcih höher stehst, dann würde ich wahrscheinlich davon ausgehen, keine realistischen Chancen bei Dir zu haben - kurz: Du müsstest aktiver werden.

Daniel1980
 
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Gast

  • #32
@ FS
Nach allem, was Du hier schreibst, wird nicht klar, wieso Du Dich als Karrierefrau siehst. Es klingt doch viel mehr danach, als wärest Du eine ganz normale berufstätige Frau. Dass Du sagst, Du arbeitest weniger als 50h zeigt doch, dass Du wohl weit von einer hohen Leitungsfunktion entfernt sein dürftest.
 
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Gast

  • #33
Irgendwie verstehe ich die Frage nicht. Welche Frau will einen Mann, der keinen mehr hoch kriegt, nur weil sie ein eigenes Einkommen hat?

w28
 
  • #34
Eine so gewissenhafte Mitarbeiterin wie ich es bin, kann man sich nur wünschen. Da ich so verantwortungsbewusst bin, wie ich bin, würde es mir im Traum nicht einfallen, mein Team im Stich zu lassen.
Sorry, hatte ich mit dieser Überschrift misverstanden. Dann Hast Du nämlich die Idealkarriere gemacht: Durch Leistung, nicht durch Politik.

Und dann sag ich Dir noch was: Du solltest Dir darüber wirklich keine Gedanken machen. Wer mit Deiner Karriere oder Persönlichkeit ein Problem hat passt eh nicht zu Dir. Mit Männern die das als unweiblich ansehen wirst Du eh nicht klarkommen. Nimms einfach als Filter, das Angebot mag vielleicht nicht mehr ganz so gross sein wie für das brave HAusmütterchen dass dem Hernn die Chefrolle überlässt aber das sollte Dich nicht stören. Die anderen Herren sind Dein Pool, und da gibt's durchaus auch eine Menge davon.

Meine Liebste ist im Management eines Mittelständlers, berichtet direkt an die Inhaber. Und so was von Weiblich, unzickig und Empathisch wie Mann es sich nur wünschen kann. Wer also diese Damen beschimpft weiss gar nicht was Ihm entgeht. Das ist nicht DEIN Schaden.
 
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Gast

  • #35
@Daniel, uff... Meine Anforderunen sind Verlässlichkeit und Beständigkeit. Ein gegenseitiges Aufrechnen von Geld gibt es bei mir nicht, es interessiert mich auch nicht. Wer hat, der gibt. Mal bin ich es, und wenn "er" es ist, ist es halt so. Man investiert in einen GEMEINSAMEN Weg. Von mir aus mit Ehevertrag wenn er befürchtet, ich brenne mit seinen Ländereien durch. Und ich habe tatsächlich das Problem, wenn ich mit durchschnittlich verdienenden Männern spreche und sage wo ich arbeite, sind sie auf einmal etwas anders. Also sollte ich aktiver werden? Ich werte das stets als Desinteresse. Hier steht mir meine zurückhaltende Arte bei Männern im Weg. Aufschauen? Ich schaue zu einem Mann auf, der mich unterstützt, den ich unterstützen darf und der mit gegenseitigem Respekt umgehen kann. Das hat nichts mit "Türe aufhalten" oder "Held erschlägt achtbeiniges Monster" zu tun. Mich beeindruckt ein Mann, indem er charmant und hilfsbereit ist, weiß, dass man auch eine Kellnerin mit Achtung behandelt. Wenn er noch etwas reflektiert ist, bin ich begeistert und liege quasi in seinem Schlafzimmer :). Nur die Frage, ob es diese Männer in meiner Stadt gibt, wird mich heute beschäftigen. Darüber habe ich mir (noch) keine Gedanken gemacht. Danke dir sehr für diesen einfühlsamen Beitrag!

@alle anderen: Die Definition Karrierefrau ist tatsächlich zu hinterfragen. Für meine Verhältnisse habe ich einen großen Sprung gemacht. Eine ganze Firma leite ich nicht, habe jedoch viel Verantwortung. Vielleicht bin ich einfach ganz normal und da ich von verschiedensten schwierigen Charakteren umgeben bin, hinterfrage ich mehr, als mir gut tut. Das Forum hier hilft mir sehr oft, verunsichert aber mit manchen Beiträgen sehr. DANKE AN ALLE!!!