• #31
Ich habe einfach ein extrem schlechtes Gefühl wenn ich mal etwas mehr Geld ausgebe, sicher auch weil mir meine Eltern das so vorgelebt haben. Wegen sowas kann man ja schlecht in Therapie gehen.
Naja, da liegt wohl der Hase im Pfeffer.
Therapie vielleicht nicht, vielleicht aber vielleicht mal ein kleines Coaching, um diesbezüglich mal etwas lockerer zu werden...?
Es klingt mir ehrlich gesagt mehr "verkrampft" als "bedacht sparsam".

Gerade diesen "Schockeffekt" (Wohnung) hatte ich gerade (solventer, sehr gepflegter Mann Ende 40), deshalb schreibe ich hier mal ´was dazu...

Ja, ich hätte tatsächlich ein "Problem" mit Deinem Lebensstil.
Nicht, weil ich auf Statussymbole Wert lege.
Aber es ist einfach eine Frage des Stils, und auch der "Ähnlichkeit" / "Passung" in dieser Frage.
Ich, w37, verdiene ziemlich genau so viel wie Du, fahre ein schönes (nicht "protziges") Auto, das mir Freude macht und Nutzen bringt, und wohne im gekauften Eigenheim, welches stilvoll eingerichtet ist und viel Platz bietet.

Es ist für mich eine Frage dessen, ob man auch in Sachen Geschmack, Genussfähigkeit (!) und Wertschätzung der eigenen Person zueinander passt. Ich mache es mir (und meinen Gästen!) gerne schön, weil ich nur dieses eine Leben habe. Dafür muss man bei so einem Einkommen nicht prassen, sich für Konsum verschulden oder unangemessene Ausgaben tätigen. Und "schön" muss auch nichts mit edlen Marken oder teuren Trendprodukten zu tun haben.
Hier und da hat sich auch bei mir ein vereinzeltes IKEA-Relikt gehalten (man kann ja auch witzig kombinieren - IKEA-Lampe neben schönem antiken Biedermeier-Buffett, wenn´s passt), aber die ganze Bude á la "Studentenwohnheim", ne, das muss man in einem gewissen Alter wirklich hinter sich gelassen haben!...

Für mich wäre jemand mit dem von Dir beschriebenen Umfeld tatsächlich nichts.
Es hat für mich auch etwas mit "Reife" zu tun, ab einem gewissen Punkt sich ein halbwegs angemessenes Lebensumfeld zu gestalten. Auch das ist ein "Können".

Und auf 48qm bekäme ich mittlerweile ernstliche Platzangst!....
(Im Studium hatte ich 30qm, aber das ist auch über 20 Jahre her!...)

Es gibt bestimmt Frauen, die das nicht schert - jedem Topf seinen Deckel!

Für mich fehlte die vielgerühmte "Augenhöhe", und ich hätte auch Sorge vor sonstigem Geiz...
 
G

Gast

  • #32
wahrscheinlich suchst du eine tolle Frau. Tolle Frauen suchen aber auch tolle Männer!
Wenn du jetzt wie ein Student lebst, könnte sich diese tolle Frau ebenso einen Studenten anlachen. Will eine tolle Frau das bzw. hat sie das nötig? Ich glaube nicht. Warum sollte Sie dann dich wählen?
1. Tolle Männer zeichnen sich nicht durch Statussymbole aus.
2. Tolle Frauen zeichnen sich nicht durch Statusfixiertheit aus.

Ich hatte schon mehr als eine "tolle" Frau (Modelmaße, bildhübsches Gesicht, klug, warmherzig, etc.), die überhaupt keinen Wert auf den Inhalt meiner Brieftasche legten. Natürlich sind diese Frauen nicht sonderlich häufig anzutreffen, aber es gibt sie.

Soll heissen: Lebe so, wie es der Typ von Frau, den du dir wünschst, erwartet.
Sich für eine Partnerin verbiegen zu wollen, wird definitiv zu einer unglücklichen und letztlich gescheiterten Beziehung führen.
 
G

Gast

  • #33
Ich hätte so auch kein Interesse- und bin bei Gott keine Goldgräberin. Aber du lebst extrem sparsam- und alles Extreme sind nun einmal schwieriger vermittelbar. Ich bin in deinem Alter, Akademikerin aus der Arbeiterklasse und gerade deswegen möchte ich mir ein schönes Leben machen und icht jede Mark umdrehen wie meine Eltern damals. Ich verprasse mein Geld nicht, aber ich lebe in einem gekauften Haus, fahre einen mittelklassewagen und habe keine Lust immer zu Hause zu essen, weil ein Partner zu geizig für ein Restaurant ist.
Wenn es für dich ok ist, wie es ist, dann passt doch alles. Aber die Auswahl an kompatiblen Frauen ist eben geringer.
 
G

Gast

  • #34
Zunächst mal, diejenige die sich in die verliebt liebt dich genauso. Allerdings würde ich als Partnerin doch erwarten, dass es eine Perspektive für eine schöne Wohnung gibt und ein Auto, das ohne Macken fährt. Gegen ein Finanzpolster ist wirklich nichts einzuwenden.
Ich sehe weniger das rein materielle, als die Möglichkeiten die darin enthalten sind. Also z.B. Ruhe und Freiraum in einer Wohnung, Mobilität ohne Rückenschmerzen (krieg ich in diesen blöden kleinen Autos leider).
Meine Eltern habe sich das als Kriegsflüchtlinge selbst erarbeitet und ich finde das sollte schon drin sein bei deinem Gehalt. Ab 30 bewerte ich die Lebenswelt eines Gutverdieners im Privaten schon mit und bin gerne in einer Wohnung mit Geschmack, das muss ja nicht super teuer sein.
w44
 
G

Gast

  • #35
Lieber FS

Ich (m49) kann dich sehr gut verstehen und lebe auch recht bescheiden. Dies nicht aus Geiz, sondern weil ich einfach meine einfachen Möbel schön finde. Sie sind zwar nicht von Ikea, aber auch von günstigen Häusern. Es hängt allerdings damit zusammen, dass ich mich nach dem Tod meiner Frau komplett neu eingerichtet habe, um die ganzen Erinnerungen zu entsorgen. So bin ich recht frei, wenn ich wieder eine Partnerin habe. Die billigen Möbel kann ich problemlos wegwerfen und wir können uns gemeinsam neu einrichten oder ihre so vorhanden teuren Sachen behalten.

Auch mein Auto ist ein alter, aber für mich ungemein praktischer Familienkombi, den ich gerne fahre, weil er mir gefällt.

Ich spare auch regelmässig für meine Altersvorsorge (rund 25-35% des Einkommens, je nach Ausgabenlaune), da ich davon ausgehe, von der Rentenversicherung nicht viel zu bekommen.

Aber ich leiste mir durchaus einiges, was auf den ersten und auch den zweiten Blick nicht ersichtlich ist. Dazu gehören Einkaufstouren zu Winzern (mal schnell ein Wochenende nach Italien oder Frankreich, eine Präsentation eines Winzers besuchen, etc.), wo ich dann auch gut esse und ein ordentliches Hotel buche (Mittelklasse aufwärts, nicht 5* da ich keine Lust habe, im Anzug zu erscheinen..), nutze bei beruflichen Reisen die Zeit, in ein Guide-Michelin-Restaurant zu gehen am Abend (ich erhalte immer nur eine pauschale Entschädigung, die nur knapp für ein einfaches Restaurant reicht) oder verlängere berufliche Touren einfach mal für ein paar Tage (Wochenende..). Nach aussen sieht das alles sehr bescheiden aus, wie auch meine Wohnung. Den gut bestückten Weinkeller zeige ich so schnell nicht, ich offeriere dafür Gästen einen guten Wein oder habe immer eine gute Flasche zum mitbringen. In den meisten Fällen gehe ich einfach essen oder esse zuhause und trinke dazu einen günstigen, aber guten Wein.

Mein Gehalt oder mein Vermögen zur Schau zu stellen mag ich nicht. Und einer Partnerin sage ich am Anfang sicher nicht, was ich verdiene und noch viel weniger, wie mein Vermögen aussieht. Ich könnte durchaus noch mehr verdienen, aber dazu müsste ich dann viel mehr arbeiten, könnte mir meine beruflichen Reisen mit Genussabenden abschminken. Das würde ich auch für eine Partnerin nicht tun, hingegen sie mitnehmen..so sie kann.
 
G

Gast

  • #36
Lieber FS,

grundsätzlich ist es lobenswert regelmässig einen Teil seines Gehalts zu sparen, sei es für größere Anschaffungen oder um in einem Notfall darauf zurück greifen zu können. Jedoch, die Grenze zwischen einem sparsamen und geizigen Lebensstil ist fliessend. Und Geiz beinhaltet auch mangelnde Großzügigkeit, sich selbst und anderen Gegenüber und dies empfinde ich als sehr unangenehme Charaktereigenschaft! Das macht jeden Menschen unattraktiv, egal ob Männlein oder Weiblein. Du wirst es selbst am besten wissen ob deine Tendenz zu sparen bereits als Geiz interpretiert werden kann.
Grundsätzlich meine ich sollte man als erwachsener Mensch nicht mehr so depriviert leben müssen wie zu Studentenzeiten. Dein finanzieller Hintergrund ist jetzt ein anderer, gönne dir etwas! Vielleicht wirst du im Laufe der Zeit Freude und Genuss an schönen Dingen entwickeln die das Leben angenehmer machen: eine schicke Wohnung die dich positiv stimmt wenn du sie abends betrittst, hochwertige Kleidung, ein Mittelklasseauto statt einer alten Rostlaube oder eine schöne Urlaubsreise im guten Hotel.
Vermutlich passen zu dir eher Frauen die einen ähnlichen familiären Hintergrund haben und keine Ansprüche an einen etwas komfortableren Lebensstil stellen.
M.M. nach brauchst du auch keinen Psychologen der dich therapiert! Hast du einen lang gehegten kostspieligen Wunsch? Dann erfülle ihn dir jetzt und geniesse diese Errungenschaft ohne ein schlechtes Gewissen dabei haben zu müssen.
Ich persönlich bin ebenso ein eher sparsamer Mensch und habe es dadurch immerhin zu einem ahnsehnlichen Immobilienvermögen gebracht. Allerdings - manchmal ist es mir danach und ich kann an einem Tag 2000,- € für Klamotten ausgeben und mich riesig an den Fümmelchen freuen!
FS spare weiterhin, nur nicht mehr soviel! 40-50% deines Einkommens ist schon reichlich, die Mehrzahl schafft nicht einmal 10%. Und wenn du das nächste Mal deine Eltern besuchst, nehme der Mutter einen tollen Strauss für 30-40 € mit. Einfach nur so!
 
  • #37
Es könnte auf Andere den Eindruck machen: Wer sich selber nicht mehr wert ist, (obwohl er könnte),
wie weit sind ihm dann Andere was wert ?
warum sich eine Frau .... einen geleasten Mittelklassewagen ... eine sehr teuer eingerichtete 80 m² Wohnung leistet. Wie können diese Frauen ... ohne Hemmungen ... konsumieren, nur weil sie plötzlich viermal so viel verdienen?
Weil sie soviel leisten und dafür geleistet haben, nun viel mehr verdienen, und sich dafür selber belohnen. Und diese Belohnung Motivation gibt, für weitere Leistungen.

Ein Kredit dafür, scheint "über die eigenen Verhältnisse" zu sein.
Andererseits kann es eine Investition sein, in die eigene Karriere, um sie besser anpacken zu können.

Ich war früher zwischendurch arbeitslos, und landete im nächsten Job sofort auf Abteilungsleiter-Ebene. Also eckte ich mit meinem notgedrungen alten, billigen Auto an, und mußte mir sofort als Minimum einen gediegenen Mittelklasse-Wagen zulegen. Nicht neu, aber er sollte auch nicht nach "arm" aussehen. Also habe ich meine "Lektion" gelernt.

Es darf ruhig "teuer" aussehen - aber es muß nicht teuer gewesen sein.
Meine sehr schönen, italienischen Seidenkrawatten - stammen aus einem billigen Restposten. (Gute Qualität - heute noch schön)
Einen edlen, guten Anzug, kaufte ich anfangs gebraucht für 50,- Euro. Beides zusammen würde sehr teuer wirken.
Heute kann ich mir sowas auch regulär leisten. Trotzdem bin ich sparsam geblieben. Im Sinne von preisbewusst - nicht geizig.

Der klapprige Gebrauchtwagen aus der Studentenzeit, muß es nun nicht mehr sein. Aber auch nicht teuer. Aber bequem, gediegen, zuverlässig, und akzeptable Unterhaltskosten - auch wesentlich günstiger, als zum Neupreis.

Schon mein Nachbar staunte, über die helle echt-Leder-Ausstattung in meinem Auto.
(ex-Geschäftswagen eines CEO, den ich privat kannte)
Das ich für dieses Auto nur 4.000 Euro bezahlt habe - wer weiss das schon ?
Und kürzlich in zwei Tagen 700 km. gefahren - bequem und absolut problemlos.

Dagegen mein Oldtimer-Auto (24 J. alt) mag privat ein nettes "Spielzeug" sein. Damit würde ich mich aber im Geschäftsleben blamieren, und benutze ihn selbst zu ersten Dates nicht.

Bei 80.000,- Euro p.a. würde ich auch mein privates Umfeld gut ausstatten, um gut gerüstet für diesen Job und Ansprüche zu sein. Denn dies erwartet der Arbeitgeber. Auch deswegen zahlt er soviel Gehalt dafür.

Viel Arbeit = wenig Freizeit. Also genießt man ein besseres Ambiente dafür. Um sich z.B. besser zu erholen. Sei es zuhause, unterwegs im Auto, im Hotel, usw.
Männer dagegen neigen eher zur reinen Zweckmäßigkeit. Hauptsache, es funktioniert und "das tuts noch".

Kleidung: Als Student fällt man i.d.R. nicht auf, mit Jeans, Shirt und Turnschuhen.
Aber ab gewissem Niveau, erwartet das Umfeld was Anderes. Auch aus gegenseitigem Respekt. Sonst wird man mit dem Fensterputzer verwechselt ?

Für den ersten Eindruck, gibt es keine zweite Chance. Das muß sofort auf Anhieb stimmen.
 
  • #38
Ich w25 bin seit knapp 6 Jahren freiberuflich und verdiene durchschnittlich ein bisschen weniger als Du.
Dennoch lebe ich wohl in deinen Augen ausschweifender. (110m² geerbte und schön ausgebaute Eigentumswohnung mit neuem Bad, Mittelklasse-Sportwagen, 2x Urlaub im Jahr und diversem Kleinluxus.. die hier mehrfach erwähnten Ikea Möbel hab ich alle rausgeschmissen weil sie mir nichtmehr gefallen haben)
Warum das so ist? Weils mir Spaß macht. Für die finanzielle Zukunft ist aber dennoch gesorgt, es wäre nicht so dass ich mein Geld komplett zum Fenster rauswerfe.

Ein Mann muss einfach finanziell mit mir mithalten, ich möchte kein knausriges Leben mehr führen und mich auch in seiner Wohnung sehr wohlfühlen können. Und dazu gehört für mich eine schöne, große individuelle Wohnung.
Für mich ist es wichtig, mein Leben auch mit solch Luxus angenehmer gestalten zu können und hätte keine Lust ständig diskutieren zu müssen ob diverse Unternehmungen/Ausgaben nötig sind oder nicht.

Letztendlich muss aber jeder nach seinem Gusto glücklich werden. Daher kann ich dir nur raten eine Partnerin zu suchen die dir finanziell nicht massiv unterlegen ist. Sonst kann es früher oder später gut passieren dass sie erwartet, von dir mitfinanziert zu werden.
 
G

Gast

  • #39
Wenn Du Dich so wohlfühlst, solltest Du nichts ändern. Aber evtl. möchtest Du darüber nachdenken, ob es vielleicht nur deshalb so ist, weil Du nichts anderes kennst:

Eine teurere Wohnung bedeutet üblicherweise auch mehr Luft, Licht, Helligkeit, Offenheit in der Raumgestaltung, Terrasse/Balkon oder Gartenzugang usw., was meiner Meinung nach freundlicher wirkt und nach einem anstrengenden Arbeitstag einen positiven Einfluß auf die Psyche haben kann. Damit sage ich nicht, dass man in einer kleineren, dunkleren Wohnung nicht auch glücklich sein kann.

Ein teureres Auto bedeutet u.a. weniger Rumpeln beim Fahren, Motor nicht so laut, dass man sich besser unterhalten kann, man spürt nicht jedes Schlagloch und hat bei einem Unfall selbstverständlich höhere Überlebenschancen.

Hochwertige Möbel sind aus Echtholz, was manche Menschen auch mehr schätzen als Pressspanplatten oder wie sie heißen und sie riechen auch besser.

Mein Eindruck bei Dir ist, dass Du "nur" die höheren Kosten siehst, aber nicht die höhere Qualität, die mit diesen Produkten oft (nicht immer) einhergeht. Wenn Du die bessere Qualität nicht brauchst, ist das vollkommen in Ordnung, aber ich persönlich kann es gut verstehen, wenn Menschen die es sich leisten können, das höherwertige Produkt kaufen. Das muss nichts mit Schicki-Micki zu tun haben.

Und spätestens wenn Kinder da sind, würde ich als Frau enormen Wert darauf legen, dass auf Qualität und höhere Sicherheit geachtet wird.

w/51
 
G

Gast

  • #40
Jeder soll sein Leben so gestalten, wie es ihm gefällt. Du hast dich für diese Art von Lebensstil entschieden und noch nicht die dazu passende Frau gefunden.

Ich habe ein ähnliches Einkommen wie du und mein Lebensstil ist anders als deiner. Ich gehe gerne gut essen und lege Wert auf geschmackvolle, qualitativ-hochwertige und kinderarbeitsfreie Kleidung und Möbel. Diese gibt es nun einmal nicht bei den (beiden schwedischen) Billig-Discountern.

Ich sehe diese Dinge nicht als Statussymbole an, sondern ich erfreue mich einfach an ihrer Schönheit und Ästhetik.

Mit ist es wichtig, dass mein Partner ähnlich denkt und eine schönes Möbelstück auch zu schätzen weiß und sich genauso daran erfreuen kann wie ich.

Ich empfehle dir einfach nach Frauen zu suchen, die genauso wenig Wert auf Kleidung, Möbel etc. legen wie du. Ich bin mir sicher, dass du vieler solcher Frauen bei einem Shoppingbummel im IKEA oder H&M antreffen wirst.

Viel Glück!
 
G

Gast

  • #41
Wenn man lange verzichten musste, hinterfragt man eben etwas kritischer ob man den einen oder anderen Luxus auch wirklich braucht?! Ich bin Akademikerin, stamme auch aus einfachen Verhältnissen und vermeide ebenso unnötige Geldausgaben. Dafür braucht man weder "alternativ", noch "öko" noch sonstwas zu sein, sondern einfach mal kritisch hinterfragen, ob man bestimmte Luxusgüter wirklich (!) braucht? Oder ob man vielleicht nicht unnötig Geld für Teureres ausgibt, obwohl das Günstigere genau so gut ist? Ob man unter Umständen nicht einfach viel zu viel für einen läppischen Markennamen bezahlt, obwohl das No-Name-Produkt das halb so viel kostet eine genau so gute Qualität hat? Ich kann den Fragesteller auch gut verstehen.

Übertrieben Sparfuchs muss man nicht sein, denn irgendwann stirbt man und kann sein Geld nicht mit ins Grab nehmen, man muss sich ab und an auch etwas gönnen, aber ich kann Menschen, die irgendwelche Statussymbole oder materielle Güter zum Glücklichsein brauchen genau so wenig verstehen. Mir tun diese Menschen sogar eher leid.

Wer aus einfachen Verhältnissen stammt, hat eben selbst gesehen, dass man keinen materiellen Luxus braucht, um glücklich zu sein, bzw. dass man sich auch den einen oder anderen kleinen Luxus durchaus preisgünstig ergattern kann. Zuviel materielle Bedürfnisse machen sogar auf Dauer unglücklich. Oft fehlen solchen Menschen (immaterielle) Werte im Leben, die man für kein Geld der Welt kaufen kann, die Lücke wird dann (kurzfristig) mit irgendwelchen teuren Bagagen gestopft, um dann noch mehr materielle Bedürfnisse zu entwickeln. Wenn das der Fragesteller nicht möchte, ich persönlich finde das eine sehr gute Einstellung.

Für die Frauen, die so viel Wert auf Luxus, Geld und Status legen, schäme ich mich ehrlich gesagt fremd! Wer ein gesundes Selbstbewusstsein hat, dem ist es egal, ob man nun ein Auto der Marke X oder Y fährt. Hauptsache, es stimmt für einen selbst.

Warum sollte sich der Fragesteller also verstellen? Warum sollte er sich in einer Person ändern, die er gar nicht ist? Jeder Mensch wurde von seiner Umwelt, von seinen Familienverhältnissen geprägt. Daran ist nichts Verwerfliches und so wie ich den Fragesteller verstanden habe, ist an seinen Hemmungen, mehr Geld auszugeben, nichts Krankhaftes, nichts Verwerfliches. Er möchte das eben nicht. Punkt.

Die entsprechend richtige Partnerin, teilt seine Einstellung mehr oder minder, ob nun Akademikerin oder nicht. Spielt das eine Rolle? Wenn man sich liebt und gut miteinander im Alltag klar kommt, ist doch wurscht ob nun Physikerin oder Krankenschwester. Es gibt eben zig wesentliche immaterielle Werte im Leben, die man auch als Milliardär nicht kaufen kann, und wer diese besitzt, kann unter Umständen reicher als Krösus sein.

Oder willst Du so eine materialistische Zicke, die jede Woche einen neuen Nerzmantel will, am Hals haben, lieber Fragesteller?

w, 39
 
G

Gast

  • #42
Ich bin nicht sicher, aber vielleicht bist du eher jünger und das Studium ist noch "näher dran". Ich finde das gar nicht so schlecht, wenn die Ansprüche nicht ganz so schnell steigen wie es das Gehalt macht. Ich finde auch nicht, dass man aus Teufel komm raus konsumieren muss. Wozu auch, ich muss mich nicht über Statussymbole beweisen.

Allerdings: ich gönne mir einen angenehmeren Wagen als früher, weil ich viel Zeit im Auto verbringen muss. Ich gönne mir etwas mehr an Kleidung, weil es mir gefällt und ich gönne mir etwas für meine Hobbies. Ich finde, das ist legitim als "Belohnung" für die oft lange Arbeit. Ganz für mich und aus Lust und Freude.

Hätte ich wesentlich mehr Einkommen als jetzt, dann wäre es trotzdem vermutlich nur unwesentlich mehr an Luxus oder Annehmlichkeiten. Ganz kurz überlegt: was wäre, wenn ich mich auf den damaligen Studentenstatus zurückschrauben würde? Unter der Bedingung, dass es freiwillig und nicht aus Not käme, kann ich mir vorstellen, dass es geht. Aber ich will das nicht so konsequent. Wozu auch?

Ich denke, das Erstaunen, welches dein Lebensstil erzeugt, basiert auf der Annahme, dass du:
1. geizig sein könntest
2. du keine Lust an schönen Dingen hast
3. man sich zu zweit auf deienen Lebensstil downsizen müßte
Wenn dem so ist, kann ich die Ablehnung verstehen.
 
G

Gast

  • #43
Dein Lebensstil ist völlig in Ordnung, aber du suchst nun eine Partnerin. Du solltest daran denken, dass die Frauen Sicherheit möchten und wenn sie sehen, dass du eher ärmlich lebst, obschon du gut verdienst, wirkt das zunächst merkwürdig bis sehr kauzig.
Wenn die Frauen wirklich Interesse an dir haben, werden sie dennoch einen 2. Blick riskieren.

ABER: Geiz wirkt enorm abschreckend. Wenn du dich sehr geizig zeigst, wird jede Frau befürchten, dass du mit deinen Gefühlen ebenso sparsam umgehst. Warum wählst du nicht den Mittelweg? Man kann sich eine vernünftige Wohnung und ein vernünftiges Auto im mittleren Preissegment zulegen und die Freundin schön ausführen, ohne sich finanziell zu ruinieren. Warum machst du dir das Leben so schwer? Etwas mehr Leichtigkeit würde Dir guttun! Das letzte Hemd hat keine Taschen!

Du wirst enorme Probleme haben, eine Frau zu finden, die deinen bisherigen Lebensstil 1:1 mitmacht. Welche Frau möchte so leben? Du wirst Kompromisse machen müssen. Das könnte sogar sehr schön werden, du musst nur über deinen Schatten springen.
 
G

Gast

  • #44
Ich glaube ja fast, dass es bei diesem vieldiskutierten Thema weniger um das Thema Geld oder Reichtum an sich geht, sondern in erster Linie um Stil und Geschmack. Man kann natürlich auch einen einfachen Kleinwagen fahren, aber er sollte halt zuverlässig funktionieren und innen sauber sein. Die Größe einer Wohnung ist überhaupt nicht entscheidend. Ich finde kleine Wohnungen eigentlich viel schöner und praktischer als große. Was man einer Wohnung aber ansieht ist, ob der Bewohner selbst imstande ist, sich etwas Gutes zu tun und sich etwas bei der Einrichtung gedacht hat. Es müssen keine teuren Möbel sein, aber sie sollten mit Bedacht ausgesucht sein. Bei mir in der Wohnung wird man einen Flachbildschirm-TV vergeblich suchen. Auf solche Statussymbole lege ich überhaupt keinen Wert. Dafür habe ich aber auf dem Schreibtisch sehr teures EDV Equipment stehen, weil ich gerne damit arbeite. Ich brauche keinen teuren Kaffeevollautomaten, jedoch lege ich Wert auf hohe Qualität der praktischen Küchengeräte u.s.w. Es ist halt eine Stilfrage und was man sich selbst Wert ist.

m.
 
G

Gast

  • #45
Gleich und gleich gesellt sich gern. Finde eine Dame mit deiner Einstellung.

Mich würde es schon verschrecken. Weil ich Konfliktpotential sehe, denn ich lebe so ganz anders als du. Die Grenze zwischen Geizhals und Sparfuchs ist fließend. Mein Auto würdest du wahrscheinlich lächerlich finden, für mich ist es Hobby und Leidenschaft. Ich spare zwar in der Höhe wie du auch, leiste mir aber trotzdem eine schöne große Wohnung.

Ein guter Freund von mir lebt auch so spartanisch, aber die Frau an seiner Seite wird auf Händen getragen und er ist viel unterwegs, da lohnt eine große Wohnung wirklich nicht. Er ist stets heiß begehrt bei den Frauen, er hat ein sehr offenes Wesen und ist großzügig ohne angeberisch zu sein. Das kommt sowas von gut an.
Bei Geiz denkt frau eben auch an Geiz auf ganzer Ebene.... materiell, emotional, .....

w28
 
G

Gast

  • #46
Lieber FS,
ich bin w, 33, Akademikerin mit gut bezahltem Job. Ich gönne mir gerne den ein oder anderen "Luxus", ohne dass man deswegen gleich sagen sollte, ich würde mein Geld zum Fenster raus werfen. Ich spare auch einen Teil meines Gehalts und habe mich um meine Altersvorsorge gekümmert. Aber ich sehe nicht, warum ich, nur weil ich die Dinge nicht zwingend zum Überleben brauche, meine Ansprüche nicht höher schrauben sollte als zu Studienzeiten. Das macht mich weder zu einem Konsum-Junkie noch zu einer "Goldgräberin". Letzteres habe ich wirklich nicht nötig. Ich wäre auch irritiert, wenn ich in die Wohnung eines Mannes käme, der trotz gut bezahltem Job wie ein Student lebt, und zwar nicht, weil ich es auf sein Geld oder seinen potentiellen Luxus abgesehen habe, sondern weil ich mich fragen würde, ob er nicht auch mal das Bedürfnis hat, sich was zu gönnen, Geld für schöne Dinge auszugeben, weil es einfach Spaß macht, weil es in gewisser Weise doch auch der Lohn für die Arbeit ist, weil man doch auch einfach mal genießen möchte, ohne ständig über die Kosten nachzudenken. Es ist doch ein schönes Gefühl, wenn man sich Urlaube oder ein Auto oder eine Wohnung leisten kann, weil man es sich aus eigener Kraft erarbeitet hat. Das hat für mich auch was mit Lebensfreude und Lebensqualität zu tun.

Letztlich sucht man doch einen Partner/eine Partnerin mit ähnlichen Wünschen, Ansichten und Bedürfnissen. Wenn Du für Dich entschieden hast, sehr sparsam zu leben, und wenn Du so gar kein Verständnis für Menschen hast, die auch den Konsum von nicht lebenswichtigen Dingen genießen, dann musst Du eben nach einer Frau suchen, die es ähnlich sieht wie Du. Die gibt es bestimmt. Wenn Du aber etwas an Deinem Verhalten verändern willst, dann solltest Du das hauptsächlich um Deinetwillen tun. Versuchs mal. Warum nicht genießen, was Du Dir verdient hast?
 
  • #47
Es soll jeder nach seiner Façon selig werden. Ist es wirklich so schwer, nach einer nette, sparsame, gebildete, fleißige und unauffällige Frau zu finden? Suche jemanden, der so ist wie du, schau etwas genauer hin, denn es könnte sein, dass sie bei dem Understatement, das sie betreibt, nicht sehr auffällig ist.
Und die ganzen anderen Frauen lass das machen, was sie glücklich macht. Weißt du, das Einzige, was mich an deinen Äußerungen wirklich stört ist, dass du deine Sparsamkeit als Krücke zu benutzen scheinst, um dich über andere zu erheben. Von gesundem Selbstwertgefühl spricht das nicht.
 
G

Gast

  • #48
Lieber FS,

Dein Lebensstil ist "nicht am Gehalt orientiert" - fände ich (w, Mitte 30) grundsätzlich nicht schlecht, wenn man im Gegenzug weiss, WORAN das Leben denn sonst orientiert ist; sprich: teure Autos, große Wohnung etc interessieren Dich nicht - wozu "brauchst" Du das Geld dann?

- Planst Du eine Familie und willst mit Kindern nur noch 50% arbeiten, und Dein Leben mit den Rücklagen finanzieren?
- Planst Du eine 2-jährige berufsmäßige Auszeit zum Reisen oder was auch immer, und sparst daraus?
- Spendest Du Dein Geld, weil Du es anders als in I-Phones, BMW & CO besser investiert siehst?
- willst Du so viel sparen, dass Du in einiges Jahren Deinen evtl. ungeliebten Job an den Nagel hängen kannst, und nicht mehr darauf angewiesen bist, besondern viel zu verdienen in Deiner Berufung?

Oder ist es einfach Geiz und sehr spartanische Sichtweisen, die Du z.B. auch von der Frau erwartest (sprich: sie hätte es gerne 5 Grad wärmer in der Wohnung im Winter - das erscheint Dir als Verschwendung und Du bist dagegen?).
Oder würdest Du, wenn die Frau gerne Hotelurlaub 100EUR+ pro Nacht macht, Dich anschließen, oder auf Deine 20EUR-Mehrbettzimmer bestehen, weil Du alles andere als Verschwendung siehst?
 
  • #49
Warum wird eigentlich grundsätzlich unterstellt, dass es den Frauen um "golddigging" geht...?
Nur, weil sie es einfach selber gerne schön haben, und sich nicht beim Partner drei Niveau-Etagen herab begeben müssen wollen?
Man möchte sich doch einfach wohl fühlen, und da hat eben jeder die Vorstellungen, die ihm entsprechen.

Ich finde diese reflexhaften Unterstellungen wirklich vorsintflutlich und auch geradezu sexistisch.
Ich selber unterstelle ja auch keinem Mann, der sich mir mit Interesse annähert, er wolle an meinem schönen Zuhause, guten Gehalt & dazu gehörigen Strukturen "nutznießen"...
 
G

Gast

  • #50
Ich denke schon, dass man mit einem Psyologen darüber sprechen könnte / sollte. Ich würde es, mich würde es interessieren.
.
"Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, angepasst an eine kranke Gesellschaft zu leben".
Jeder lebt ihm Konsumwahn und wenn einer einfach "nur" lebt, sollte er zum Psychologen?!

Das kann es ja nun nicht sein...
 
G

Gast

  • #51
Ich denke du kannst selbst sehen welche "Ratschläge" hier von Goldgräberinnen kommen, welche von Leuten, denen es wichtig ist was andere denken (das habe und werde ich nie verstehen) und welche von Bodenständigen Leuten (positiv überrascht das einige Damen dabei sind!), die den Konsumwahnsinn der Gesellschaft völlig zurrecht hinterfragen und ihre Konsequenzen daraus ziehen.

Bei welchem Grüppchen du seien möchtest, musst du selbst entscheiden....
 
G

Gast

  • #52
Lieber FS,

Dir wird hier mehrmals unterstellt, Du würdest wie ein Student leben. Seit wann leben Studenten in einer 49m2 Wohnung und fahren noch dazu einen Gebrauchtwagen? Um sich in einer Großstadt eine 49m2 Wohnung zu leisten, muss man schon einiges verdienen. Bei 80m2 muss man sogar einen (mehr als) guten Job haben.

Ich hätte an Deiner Stelle gleich gefragt, in welchen Verhältnissen deine Dates leben. Nicht selten sind es graue Mäuschen, die sich um Längen verbessern wollen, deswegen jammern sie rum, wenn Du es ihnen nicht geben kannst/willst.
 
G

Gast

  • #53
Hi,

mich persönlich (w, 30, Akademikerin) würde es nicht großartig stören, dass du ein älteres Auto fährst, oder eine Wohnung hast mit günstigen Möbeln, solange alles einigermaßen ordentlich ist.
Ich will dir damit wirklich nichts unterstellen, aber du solltest dir sicher sein, dass die Mädels nicht von Plastik oder Papier im Auto (oder ähnliches) abgeschreckt sind. Das turnt nämlich mächtig ab. Und das "Schnute" ziehen ist normal ;-)

Außerdem kann natürlich durch deine günstige Lebensweise der Eindruck entstehen, dass du evtl. geizig bist. Das kann man aber dadurch beheben, dass du die Rechnung beim ersten Date übernimmst. Damit schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe - die Dame freut sich über den Drink und sie denkt nicht, dass du übermäßig streng dein Geld zusammen hältst.

Und du solltest dir noch was überlegen. Bist du zufrieden mit deinem Lebensstandard oder einfach nur zu bequem dir eine größere Wohnung zu suchen und ein teuereres Auto zu kaufen? Das kann nämlich auch von deinem Dategirl falsch verstanden werden. Denn Bequemlichkeit wird oft mit Couch-Potatoe gleichgesetzt...

Gruß
 
G

Gast

  • #54
Da Ihnen an Äußerlichkeiten offenkundig nichts liegt, haben Sie es doch leichter, eine Frau zu finden, als viele andere Männer: Sie wählen Sie einfach nach den Funktionalitäts- und Sparsamkeitskriterien, die Ihr Leben auch sonst bestimmen. Wenn die Frau sexuellen Minimalansprüchen genügt und die Heizkosten für die 49 Quadratmeter mittels Körperwärme senken kann, ohne dabei zuviel Nahrung zu verbrauchen, sind Sie schon gut bedient - und was andere vom Äußeren dieser Frau halten, muss Sie genauso wenig interessieren, wie das von Ihnen berichtete Entsetzen der Damen über Ihr Auto oder Ihre Wohnung. Die Menschen sind viel zu oberflächlich.
 
G

Gast

  • #55
Hier ist nochmal der Fragesteller. Vielen Dank für die vielen Antworten, auf ein paar Punkte möchte ich eingehen.

Ich bin nicht krankhaft geizig, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen und ich muss auch einen wirklichen Nutzen daraus ziehen können.

Ich fahre nur 8.000 KM im Jahr. Ich brauche das Auto auch nicht für Dienstfahrten. Ein teurer Mittelklassewagen wäre die reinste Verschwendung. Wenn ich 30.000 KM im Jahr fahren würde, sähe dies natürlich anders aus.

Ich selbst bin zufrieden mit meinen IKEA-Möbeln und habe dort auch auf die Qualität geachtet. Den Unterschied zwischen einem 150 Euro und einem 800 Euro IKEA-Sofa sieht und fühlt man. Das 2500 Euro Sofa im Möbelhaus mag zwar eine noch bessere Qualität haben, dann denke ich aber an die Verkaufsprovisionen und Gewinnmargen und frage mich, ob 30% mehr Qualität einen 300% höheren Preis rechtfertigen.

Auch mit der Wohnung ist es so eine Sache. Wenn ich jetzt eine 80, 100 oder 120 m² Wohnung mieten oder kaufen würde, wüsste ich wirklich nicht was ich mit dem Platz anfangen soll. Was bringt mir ein Gästezimmer, wenn fünf mal im Jahr hier Freunde übernachten. Was bringt mir ein großes Wohnzimmer mit Platz für eine HiFi-Anlage, eine CD, DVD und Schallplattensammlung, wenn ich meine ganze Musik auf meinem MP3-Player habe und mir DVDs nur aus der Videothek ausleihe. Ich müsste nach dem Umzug in eine größere Wohnung viele Konsumgüter anhäufen, damit dort keine gähnende Leere herrscht. Und ich hätte viel mehr Arbeit damit, alles zu putzen und in Ordnung zu halten. Mir missfällt der Gedanke, mich so sehr von materiellen Dingen in Beschlag nehmen zu lassen.

Ich wurde noch gefragt was ich mit dem Geld mache. Aktuell wird es nur investiert. Ich hatte nie geplant soviel zu verdienen und mich motiviert auch nicht der Verdienst an sich, sondern nur die damit verbundene Wertschätzung. Einen wirklichen Plan was ich mit dem Geld später machen will habe ich nicht. Ich fühle mich aber schon unter Druck gesetzt, damit etwas machen zu müssen. Einige von euch erwähnten ja den Spruch, das letzte Hemd hat keine Taschen.
 
G

Gast

  • #56
Warum wird eigentlich grundsätzlich unterstellt, dass es den Frauen um "golddigging" geht...?
Weil gewisse Reaktionen, von gewissen Damen einfach grundsätliches schließen lassen...

Nur, weil sie es einfach selber gerne schön haben, und sich nicht beim Partner drei Niveau-Etagen herab begeben müssen wollen?
Eben dann geht es einem ums Geld und nicht um den Menschen , was ansich nicht schlimm ist, nur sollte man dann zu seinen oberflächlichen (nichts anderes ist Geld) Ansichten stehen

Ich finde diese reflexhaften Unterstellungen wirklich vorsintflutlich und auch geradezu sexistisch.
Moment. Bei einer, nicht von der Hand zu weisenden Eigenschaft eines MENSCHEN, wird die Sexismuskeule ausgepackt? Nein, nicht wirklich...

Ich selber unterstelle ja auch keinem Mann, der sich mir mit Interesse annähert, er wolle an meinem schönen Zuhause, guten Gehalt & dazu gehörigen Strukturen "nutznießen"...
Selbstverständlich tust du das indirekt, indem du keinen Mann "3 Etagen tiefer" daten möchtest.
Warum tust du das nicht? Richtig weil du ihn nicht an deinem Geld teilhaben lassen möchtest, weil er dann ja "nutznießen" würde...
Etliche andere Threads wie über Männer gedacht wird, die weniger verdienen gibt es ja genügend

Ich finde es immer wieder erstaunlich wie Tatsachen verdreht werden.
Wenn ein Mensch, völlig egal ob Mann oder Frau, einen Partner wegen zu wenig Geld (und wir reden hier ja nicht von obdachlos o.ä) verschmät so ist dieser Mensch immer auf eine Art und Weise ein Golddigger- und das ist eine Charaktereigenschaft und nicht sexistisch

@FS Lass dich nicht beirren in deinem Weg und hüte dich vor potentiellen Partnerinnen die ihr golddigging schön reden wollen. Mit der passenden Partnerin wirst du schon wissen was mit dem Geld anzufangen.
Glaub mir es macht erheblich mehr Spass, es erst in einer gefestigten Beziehung auszugeben, bei der du dir sicher sein kannst, dass diese nicht auf Status, Geld und anderen oberflächlichen Werten basiert
 
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Gast

  • #57
Hallo FS,

ich (m, 29) kann Dein Problem sehr gut nachvollziehen.

Ich bin, mit sehr viel harter Arbeit, schon recht jung zu Geld gekommen. Da ich meinen studentischen Lebensstil mochte und lange nur sehr wenig Freizeit hatte, habe ich nie den rechten Antrieb gefunden hieran viel zu ändern. Mittlerweile ist hieraus ein irgendwie amüsanter Lebensstil zwischen Porsche und Ikea geworden. Die meisten Frauen scheinen das primär lustig zu finden. Manchmal habe ich gar den Eindruck, sie sähen es als Chance selbst gestalten zu können.

Meine Empfehlung daher: Bleib so bescheiden, wie es Deinem Wesene entspricht, schränke Dich aber nicht zwanghaft ein.
 
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Gast

  • #58
Lieber FS

Lebensstandart und Lebensqualität werden leider von vielen Menschen verwechselt..

So macher Srassenmusikant führt ein glücklicheres Leben als einige Manager..

Eckart von Hirschhausen hat den vergleich mit dem Pinguin und seinen fehlenden Knien sehr gut beschreiben..

Der Piguin erfreut sich am schwimmen und bleibt dabei in seinem Element..Nur das zählt..

Bleib in deinem Element das dich glücklich macht..

Mit deiner Lebensweise schränkst Du die Zahl potententiellen partnerinen mächtig..aber nicht die Masse macht es..sondern die Qualität..und die kann sich auch in deinem Element glücklich sein..Dafür zählen andere Dinge..

m
 
G

Gast

  • #59
Hallo!

Du hast einfach die falschen Frauen kennen gelernt! Wer sich nur über Statussymbole definiert hat ein Problem mit sich selbst und ist extrem oberflächlich.
Dieses und ähnliche Statements ******! Jeder Mensch ( Frau UND Mann) strebt danach das Leben so angenehm wie möglich zu verbringen / zu gestallten. Dazu gehören auch ein gewisser Luxus und ein schönes Wohnumfeld - wenn man es sich leisten kann. Du kannst es Dir leisten aber gönnst Du Dir nichts, für mich bist Du knauserig und geizig, nicht mehr und nicht weniger. Genauso sehen das die Frauen die Du triffst. Sie haben kein Problem mit Deinem Lebensstill sonder mit den o.g. Charaktereigenschaften. Das setzt sich nämlich fort und keine Frau hat Lust auf so etwas. m, 53
 
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Gast

  • #60
Lieber FS,

ich verstehe Deine "Sorgen" und vermute, dass es auch Frauen gibt, die ähnlich denken wie Du. Ich würde aber so leben wie Du, wenn ich ein geringes Einkommen habe. Bei einem höheren Einkommen würde ich mir mehr Qualität gönnen.

Du schreibst, Du legst keinen Wert auf teuere Konsumgüter. Ich auch nicht. Eins habe ich aber bemerkt-meistens sind die teueren Güter, was Kleidung, Kosmetik, Einrichtung und Lebensmittel (besonders Fleisch vom Bio-Metzger vs. Discouterfleisch) einfach qualitativ besser. Natürlich gibt es gute billige Produkte und Aldi mag ich bei manchen Lebensmitteln auch gerne. In der Regel habe ich für mich einen Weg gefunden, qualitativ gute bis sehr gute Produkte zu kaufen. Ohne dass ich dabei nach dem Preis vorgehe. Natürlich vorausgesetzt, man kann sich das leisten.

Ich lege nicht Wert auf teuere Konsumgüter, sondern auf hochwertige. Diese sind dann in der Regel teuer(er), aber die Qualität ist mir wert. Ich kaufe auch mit Bedacht und nicht in Massen-das Nötige in bester Qualität (die ihren Preis nun mal hat).

Dir wurde das im Elternhaus nicht so vorgelebt. Mir auch nicht.

Es scheint also so zu sein, dass nicht unbedingt das Elternhaus die Einstellung zum Geldausgeben prägen müssen, bzw. man kann im erwachsenen Alter seine Einstellung frei und eigenständig entwickeln.

Mir tun, ehrlich gesagt, Menschen immer leid, die sich finanziell mehr Qualität leisten können und das nicht tun. Sich Qualität gönnen finde ich wichtig, wenn man das entsprechende Einkommen erwirtschaftet. Du wirst es merken, ob Du ein billiges Hemd wäschst oder ein hochwertiges, ob Du ein IKEA-Möberstück hast oder ein hochqualitatives.
Ein sinnloses Konsumverhalten des Konsums willen finde ich auch nicht positiv.

Sieh es mal so-wir alle sind auf dieser Erde nur sehr zeitbegrenzt. Zum Glück gibt es heute keine Sklaven, so werden wir mit dem Gut "Freizeit" geboren. Für mich ist das neben der Gesundheit das höchste Gut. Dieses tauschen wir gegen Geld, was wir zum Überleben brauchen, indem arbeiten gehen. Du bekommst für Dein höchstes Gut ziemlich viel Geld. Aber auch Du wirst deswegen nicht ewig auf der Erde leben.

Sparen macht Sinn, wenn Du Deine zukünftige Ehefrau und Kinder absichern möchtest. Das sollte auch jeder tun. Wenn darüber hinaus Mittel übrig bleiben, gönn Dir die Qualität, die man mit diesen Mitteln kaufen kann.

Egal wie man lebt, irgendwann mal ist mal alt, evtl. krank und tot. Es hört sich grausam an, ist es aber so. Bevor es so weit ist, finde ich es schön, materiell hochqualitative Produkte seinem Körper und seinem Geist zuzuführen. Oder meinst Du, Du bist es Dir nicht wert, das zu tun.

Wenn ich mal auf Studenten-Level leben müsste, könnte ich das auch. Wenn ich aber nicht muss, dann tue ich das nicht.

Ich gebe meine Lebenszeit, in dem ich arbeite und möchte als Gegenwert Qualität genießen.

w/39