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  • #31
Liebe FS,

du hast ja auch keinen entsprechenden Mann, vermute ich mal.
So ganz allgemein ein frei flottierender Kinderwunsch ist doch bei vielen Frauen nicht so ausgeprägt.
Für Kinder sollten sich beide Partner entscheiden und dann auch die Verantwortung beide tragen. kein Mensch sagt, dass du alleine für die Kinder zuständig bist.
Heutzutage arbeiten oft beide Eltern, als müssen beide auch beruflich und privat etwas zurückstecken. Wenn Du einen guten Mann findest, der in dir nicht nur die Aufzuchtstation Deiner Brut sieht, sondern sich aktiv an den Kindern beteiligt, kannst du sehr wohl weiterhin arbeiten, sogar Vollzeit.
 
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  • #32
Derzeit gibt es mehr Menschen als die Erde verkraftet.
Ich finde es vollkommen normal, dass es bei ungünstigen Lebensbedingungen weniger Nachwuchs gibt. Das ist bei den meisten Tierarten auch so.
Die Lebensbedingungen müssten für Menschen auf der ganzen Welt "artgerechter" werden. Dann erst kann es wieder "natürlich" sein, sich Kinder zu wünschen.
 
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  • #33
Hallo. Ich schreibe zum ersten mal, in einem Forum.
Ich habe mir alles durch gelesen und, hier und da änliches gefunden was auf mich zu trifft, ich bitte dennoch um verständtnis, dass ich das Thema noch mal vom neuen aufgreife.
Ich bin 30 fast 31 Jahre alt, beschäftige mich mit dem gedanken schon mehr als 5 Jahre, wann ist der richtige zeitpunkt Kinder zu kriegen.
Mit 26 Jahren fingen meine ehemaligen Mitschülerinnen an, Kinder zu kriegen, erst eins dann 2-3 Jahre später ihr zweites, und ich?! hm!?
Ich wundere mich was mit mir los ist, mach mir gedanken.
Liegts an der zerrüttet Kindheit, oder an der 10 Jährigen BZ, die mit betrug, handfeste streitereinen geändet hattet, oder an der jetztigen BZ, in der es nur einen emotionelen Partener gibt und ich?
Ich bin kein Akademiker, ich hangeele mich von einem Job zum anderen, bekomme den mindest Lohn.
Und wenn mich jemand fragt, weil man ja doch in den alter ist, eine bz hat, stellt sich ja die frage, wann gibt es kinder, Antworte ich, "es passt in unsren Lebensstyl nicht rein".
Und ist es so, ich weiss nicht, ich weiss es wirklich nicht,
Will ich kinder einfach nicht, odre woran liegts?
 
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  • #34
Ich hätte im Grunde gerne zwei Kinder gehabt. Die Umstände wollten es aber anders. Generation Praktikum, sag ich nur. Nach dem Studium erstmal arbeitslos oder Praktika für n Appel und n Ei, mein Mann lange nur befristete Verträge, das Geld immer knapp, jeder Cent wurde auch ohne Kind schon fünfmal umgedreht und null finanzielle Sicherheit.

Ich wollte meinen Kindern etwas bieten. Ich wollte, bevor ich Mutter werde, erst einmal beruflich fest im Sattel sitzen, nach der Mutterschaft in Teilzeit in den Beruf zurück kehren. Doch viele Unternehmen sind bis heute leider immer noch sehr familienfeindlich. Nicht in jedem Beruf kann man Arbeit und Familie vereinbaren.

Ich war dann Ende Dreißig, als ich endlich eine feste Anstellung angeboten bekam, mein Mann ebenso. Erstmal mussten die Schulden beglichen werden, also nochmals Schmalhans Küchenmeister und kleine Brötchen backen.

Als dann endlich nicht mehr jeder Cent umgedreht werden musste, wollten wir das auch genießen und nicht zuletzt einige Jahre in fester Anstellung gearbeitet haben, beruflich fest im Sattel sitzen.

In der Zeit lief die biologische Uhr dann ab. Es war zu spät ...

Allerdings komme ich damit gut klar, man muss nicht anderen seine Kinder neiden deswegen. Es gibt doch jede Menge anderer Ziele im Leben, die man verfolgen kann. Wichtig als Kinderlose ist, dass man immer Ziele hat, egal, was es ist. Nicht zuletzt bringt Nachtrauern nichts: Es ist eben wie es ist. Aus jeder Situation kann man das Beste machen.
 
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  • #35
@#31

Dann dürften eigentlich gerade die Menschen in Drittweltländern nicht so viele Kinder bekommen, das Gegenteil ist jedoch der Fall ...

Meiner Meinung nach passen in unserer Wohlstandsgesellschaft Kinder den meisten nicht mehr ins "Modell", und zwar weder Männern noch Frauen.

Man müsste ja etwas aufgeben (z.B Karriere), kann sich nicht mehr selber verwirklichen etc.
Das ist der Hauptgrund für die Kinderlosigkeit zumindest in der westlichen Industriegesellschaft.

Ich kann dazu nur sagen: Wenn man will, kann man immer irgendwelche Gründe finden keine Kinder haben zu wohlen ... aber jedem das seine.
 
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  • #36
Liebe FS,

ich habe bei dir eher das Gefühl, dass du grundsätzlich schon gerne Kinder hättest, wenn der passende Mann da wäre. Dass Kinder oft einen Karriereknick darstellen, stimmt ohne Punkt und Komma. Die Medien versuchen uns weißzumachen (mit Ausnahmebeispielen von Unternehmerinnen und lächerlichen Beispielen von Müttern, die sich mit Kinderkrimskrams selbstständig gemacht haben), dass Kind und Karriere gut klappen kann, aber das stimmt selten.
Allerdings heißt ja Karriereknick nicht, dass man zeitlebens auf seinen Beruf verzichten muss.
Klar hat man nicht jahrelang studiert und alles mögliche in Kauf genommen, hart gearbeitet, um dann nur noch Haushalt und Kinder zu machen.
Aber erstens kann man sich das mit seinem Mann auch aufteilen, zweitens ist Teilzeit nicht das schlechteste für eine gewisse Zeit, weil man so "am Ball" bleibt und trotzdem genug Zeit für die Kinder hat und drittens ergibt sich so nach und nach eine Organisation für die gesamte Familie, wenn alle etwas mitmachen.
Sofern man keinen Mann hat, der einfach sein Ding durchzieht und meint, dass nur seine Arbeit wichtig ist, weil er evtl. am meisten verdient, sonder ER sich auch mit einbringt, können beide berufstätig bleiben.
Und Kinder sind ja auch eine Art Projekt und auch da bekommt man die Früchte seiner Arbeit zurück.
Also nur der Karriere wegen sollte eine Frau nicht auf Kinder verzichten.
Was nützt es, wenn man mit 60 eine tolle Karriere hingelegt hat und dann merkt, dass man doch alleine ist und das Leben sinnentleert wirkt?
Wer keine Kinder will, weil er(sie) eben nicht der Typ für Kinder ist, der wird mit seiner Entscheidung glücklich sein, denn Kinder fehlen nicht im Leben jeder Frau.
Aber Karriere kann man auch nochmal mit 40+ starten, sofern man nicht direkt nach dem Studium aufgehört hat und dann jahrelang pausiert hat. Mit Kindern wirds da schon schwierig.
Man sollte als Frau nur einen Partner finden, der nicht nur mit leeren Worten respektiert, dass eine Frau auch nicht alleine durchs Windelnwechseln alleine glücklich wird, wenn sie einen Beruf hat, der sie erfüllt. Dann geht beides : Kind und Beruf. Karriere ist das evtl. dann nicht, aber die Prioritäten ändern sich mit Kind auch. Man kann auch noch Karriere machen. Es dauert zwar oft alles etwas länger, aber es ist möglich, sogar alleinerziehend.

w,39
 
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  • #37
Warum lässt du dich davon so ins Bockshorn jagen? Der Spruch den du zitierst ist anmassend und überheblich.

Es könnte allerdings ein wahrer Kern drin stecken. Wenn du jetzt mit 32 nicht Kinder planst, kann sich das aber sehr rasch noch ändern. Kinderwunsch ist etwas archaisches das sich nicht so planen und steuern lässt wie wir uns das gern einbilden. Jetzt stell dir mal vor dein Kinderwunsch taucht auf wenn du 37 bist. Jeder Frauenarzt wird dir dann predigen, dass es eigentlich schon zu spät sei. Es besteht die Chance, dass du in dieser Situation, einen allfälligen Partner und dich plötzlich unter Massiven (Zeit-)Druck setzen musst.
Der Spruch könnte von einer Person gekommen sein, die Opfer dieses Verhaltens geworden ist und sich darüber aufregt, dass manche Menschen mit 32 einfach immer noch "weiss nich" antworten.

Es erstaunt mich aber dass er auf eine Frau gemünzt ist (war er das wirklich?).

Das grössere Problem sind in meinen Augen Männer Mitte/Ende 30 die sich eine gleichaltrige oder weniges jüngere Partnerin wünschen aber zum Kinderwunschthema immer noch "weiss ich noch nich" ankreuzen. Da ich selber Opfer eines solchen unentschlossenen bin. Ich war so lange mit ihm zusammen, er hat mir auch gesagt dass er Kinder will, bis er sich völlig gegen alles entschied, Kind und gleich auch noch die Beziehung, dass wir uns schliesslich getrennt haben als ich 38 war - jetzt bin ich 40 und der Zug ist wohl abgefahren und zwar unwiederbringlich.

DA ich so verarscht wurde macht mich jeder Mann grantig der mit 40 immer noch "weiss nich" angibt. Weil ich einfach finde dass man sich mindestens was dazu überlegt haben sollte bzw. sich bewusst sein, was die Konsequenzen sind, wenn du als Frau nicht bis Mitte 30 die Familiengründung konkret angehst: Du wirst NIE Kinder haben. Diese Verantwortung musst du tragen.
Und bilde dir nicht ein mit Fruchtbarkeitsmedizin so locker-flockig dann in letzter Sekunde noch Kinder haben zu können. Künstliche Befruchtung ist teuer, schmerzhaft und extrem belastend für die Psyche. Und keineswegs immer von Erfolg gekrönt.

Was du allerdings tun könntest, wäre, deine Eizellen einfrieren zu lassen. Dann hast du "Reserve" falls du den Kinderwunsch wirklich erst spät entwickelst. Ist halt auch nicht ganz ohne, aber eine Möglichkeit.

w, 40, ungewollt und umständehalber kinderlos
 
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  • #38
also ich w30 hab auch keinen Kinderwunsch, da mir der passende Mann fehlt und ich im Job noch ein bisschen brauch um mich da hinzubewegen wo ich hin will. Sollte ersteres gegeben sein könnte es aber durchaus sein, dass der Wunsch schneller kommt als mir wegen Grund2 lieb ist.

Also krank finde ich die Frauen Anfang 30, die keinen vernünftigen oder gar keinen Partner haben und nur weil alle um sie rum Kinder bekommen auch eins wollen!
 
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  • #39
Ich finde das absolut normal. Ich bin 28, Akademikerin, seit drei Jahren glücklich verheiratet und habe überhaupt keinen Kinderwunsch. Jedes Mal wenn ich den Spruch höre: "Das sagst du jetzt, das wird schon noch." steigt eine Riesenwut in mir auf. Wer sind denn diese Leute, die glauben, mich zu kennen?
Ich habe immer den Eindruck, Mütter wollen es einem das Muttersein schönreden. Immer wenn ich unterwegs bin (Einkaufen, Schwimmen, Kino usw.) sehe ich wirklich IMMER nur genervte Eltern, die total überfordert sind. Auch die Freundinnen von mir, die schon Kinder haben, sind nur zu oft genervt und überfordert. Ich kann nicht mehr mitzählen, wie oft ich den Spruch: "Ich bin so froh, mal von zu Hause wegzukommen, weil mir da die Decke auf den Kopf fällt." schon gehört habe.
Wenn ich meine Freundinnen frage, warum sie sich für Kinder entschieden haben, höre ich eigentlich keine richtigen Gründe. Das ist halt so, das gehört so, usw. Die nächste Aussage ist dann meistens, dass man so unglaublich viel zurückbekommt von den Kindern. Wenn ich dann frage, was genau man zurückbekommt, sind die Eltern genervt und beleidigt oder kommt gar keine Antwort.
Tja, zu dem tollen Argument, dass ich einmal mit 80 alleine im Schaukelstuhl sitzen werde, kann ich nur sagen: Schon mal was von Freunden gehört? Einer Bastelrunde? Einem fixen Stammtisch? Einem Literaturzirkel?
UND: Wer garantiert mir denn, dass meine Kinder noch etwas mit mir zu tun haben wollen? Ich komme aus dem Bereich Rechtswissenschaften und habe viel zu viele Beispiele gesehen, wo Eltern zu ihren teilweise vier (!) Kindern keinen Kontakt mehr haben oder verklagt werden.
UND: Es ist ja so toll um unsere Welt bestellt. Es gibt ja nur 7,5 Milliarden Menschen auf der Welt, da muss man unbedingt noch weitere in die Welt setzen. Die paar, die jede Sekunde verhungern, gehen ja uns nichts an.
UND: gibt es in Welt überhaupt noch in dieser Form, wenn ihr alle 80 seid? Gibt es noch Trinkwasser für alle? Gibt es saubere Luft? Jobs? Oder eine globale Katastrophe?
 
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  • #40
also ich w30 hab auch keinen Kinderwunsch, da mir der passende Mann fehlt und ich im Job noch ein bisschen brauch um mich da hinzubewegen wo ich hin will. Sollte ersteres gegeben sein, könnte es aber durchaus sein, dass der Wunsch schneller kommt als mir wegen Grund 2 lieb ist.

Das befürchte ich (w, 29) bei mir auch. Grundsätzlich denke ich, dass Kinder sehr viele negative Begleiterscheinungen mit sich bringen, vor allem für Frauen, ich habe riesige Angst vor der Verantwortung und davor, irgendwann als AE dazustehen. Wie so viele andere, die auch einmal geglaubt haben, "den Richtigen" für die Familie gefunden zu haben.
Momentan würde ich sagen, dass der Wunsch, KEINE Kinder zu wollen, bei mir überwiegt, ganz ausschließen möchte ich es aber auch nicht.
 
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  • #41
Das einzige was ich krank finde, sind Leute, die zu faul für Verhütung sind und ohne Geld und Motivation jedes Jahr ein neues Kind bekommen, das dann auch wieder vernachlässigt wird. Alles andere finde ich normal. Keinen Kinderwunsch ebenso wie einen sehr starken und frühen.

Ich persönlich (w,29) möchte auch keine Kinder.
 
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  • #42
Nein, liebe FS, es ist absolut nicht unnormal mit 30 keinen Kinderwunsch zu haben, genauso wenig unnormal ist es, überhaupt keinen Kinderwunsch zu haben. Ich selbst hatte mit 22, 30, 35 bis heute, um die Vierzig, keinen Kinderwunsch. Dafür muss man nicht psychisch krank sein, sondern hat eben einfach andere Prioritäten im Leben. Man muss auch nicht Karrierefrau sein dafür. Ich liebe meinen Beruf und möchte ihn voll ausleben und das ohne Karriere.

Ich liebe meine Hobbys, wovon eines ziemlich zeitaufwändig ist und ich noch einige kleine Ziele verfolge. Nach Feierabend möchte ich meine Ruhe haben und mich nicht um ein schreiendes Kind kümmern müssen. Ich möchte meine Freizeit gestalten, wie ich will, ausgehen, wann ich will, meine Hobbys pflegen oder auch einfach mal Ruhe und Zeit für mich genießen.

Mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit und verdienen gut, aber nicht übermäßig. Mit Kind könnten wir uns viele Dinge, die wir mögen, weder zeitlich noch finanziell leisten. Verzichten wollen wir nicht. Wir haben uns aus einfachsten Verhältnissen hochgearbeitet und genießen es, endlich nicht jeden Cent fünfmal umdrehen zu müssen. Wir haben die Nase voll vom ständigen aufs Geld achten müssen, irgendwann ist einfach mal Schluss.

Teilzeitjobs sind zudem rar in Deutschland, zumindest für qualifizierte Fachkräfte. Die Kunden wollen schließlich nicht nur in Teilzeit betreut werden! Bei uns in der Firma bekommen die in Teilzeit arbeitenden Mütter meist Aufgaben die weit unter ihren Qualifikationen liegen (Akademikerinnen dürfen z.T. Sekretärinnen-Aufgaben erledigen), weil verantwortungsvolle Jobs eben nur in Vollzeit (!) gehen und oft keine 9 bis 5 Jobs sind. Eine Teilzeitkraft, die pünktlich um 13 Uhr ihr Kind abholen muss, kann da nie und nimmer mithalten. Wer nicht gerade das große Los gezogen hat (Lehrerin, Beamtin, Beziehungen, kulanter Arbeitgeber), wird sich wohl oder übel mit einem weniger guten Job zufrieden geben müssen.

Ich kenne sogar eine junge Akademikerin, Mutter, die große Schwierigkeiten hatte, einen Job zu finden (mit Kindern ist man halt weniger flexibel und einsatzbereit) und fand schlussendlich mit ganz viel Glück eine Anstellung als "Mädchen für alles" im Büro: Kaffee kochen, kopieren, einige kleine Projekte unterstützen, Daten eingeben.

Mir war ein spannender Job immer wichtiger als ein Kind. Habe es bis heute nicht bereut. Mein Mann und ich sind freiwillig kinderlos. Für uns stimmt´s so!
 
  • #43
Ich wollte immer beides und habe beides geschafft. Ich bin von Haus aus nicht gerade mit dem goldenen Löffel geboren, habe mir alles selber erarbeitet, und hätte niemalsl meinen Beruf und auch meine finanzielle Unabhängigkeit aufgegeben für den Kinderwunsch. Man kann Kinder haben, Vollzeit arbeiten und berflichen Erfolg haben. w52
 
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