• #31
Ich glaube, sie hält dich bewusst auf Distanz, indem sie die Kalte, Unnahbare gibt. Wahrscheinlich wurde sie schon verletzt. Ich habe das auch schon so gemacht, bei Männern, mit denen ich keine große Zukunft sah z.B. da wollte ich dann auch einfach nur noch weg. Ich denke, sie ist nicht verliebt.
Ihr Verhalten haben mir auch Freundinnen beschrieben, wenn sie nicht verliebt waren.
Allerdings sind nach einem Orgasmus wirklich viele überreizt.
Zwei meiner Partner waren auch so. Allerdings nicht immer..
Der eine war nicht richtig in mich verliebt, gab er später zu. Das ging dann nur ein Jahr.
Der andere hat sich über die Jahre das etwas angewöhnt und kann nun auch danach kuscheln.
Aber in eurem jungen Alter ...
Ich würde mich trennen, wenn es an anderen Stellen auch nicht perfekt passt.
 
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  • #32
Da ich die Kuschelei auch nicht wirklich mag, kann ich sie verstehen.
Die Zigarette danach gemeinsam zu rauchen - das hat was. Zu meinem Glück raucht V ja auch. Dieser Genuss, danach langsam runter zu kommen, der erhitzte Körper kühlt sich etwas ab ..... herrlich.
Und dann ? Ab unter die Dusche, gerne gemeinsam. Vielleicht schlägst du ihr das mal vor ?
Ja, ich kann es mir vorstellen - dein Genörgel und Generve bringt sie dazu, schnell zu gehen. Und Schlafen bedeutet, sich zu erholen, Kraft zu tanken. Und nicht aufzuwachen, weil da noch jemand an einem dran klebt .....

Ja, nur weil du die Erfahrung nicht hast, gibt es diese dennoch. Und du kannst dich entscheiden - entweder mit ihr oder mit einer anderen. Stört dich ihr Verhalten derart, dann lass sie gehen.
 
  • #33
Meine Glaskugel ist beschlagen.

Sehr interessant, was die ForistInnen aus dem Verhalten der Frau alles herausdeuten und hineininterpretieren. Selbst der FS ist sich nicht klar, warum die Frau das tut. Möchte aber vorher wissen, wie er damit umgehen soll(te):
Erst den Schuh anziehen, um dann erstaunt festzustellen, dass das mit dem Strumpf nicht (mehr) klappt.

Naja, er ist noch jung.

Reden hilft.

Danach kannst Du immer noch entscheiden, ob Dich dieses Verhalten so stört, dass Du eine ansonsten hoffentlich und offensichtlich gute Beziehung beendest.

Im besten und Zweifelsfall ist sie wie sie ist. Lass sie so sein.

Gerenell sollte man(n), auch Frau, nicht jede Jacke anziehen, die hingehalten wird. Dieses undifferenzierte "andere tun etwas, um mir nicht gut zu tun" ist oft Spiegelbild eigener Unzulänglichkeit und hat nichts mit der viel beschworenen Acht- und Aufmerksamkeit, vor allen Dingen sich selbst gegenüber, zu tun.

M52
 
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  • #34
Danke @QFrederick .

Dieser Thread ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Frauen mit ihren sexuellen Bedürfnissen umgehen.

Es muss so sein, es hat so zu sein,... Frau muss dieses tun und jenes wollen.
Alles, was anders ist, nicht in dieses Schema passt, ist falsch. Alles wird dann als Beweis für mangelnde Liebe, Unfähigkeit zu lieben interpretiert bis dahin, dass sie ja einen anderen Mann hat, haben muss.

Die Frau mag Zärtlichkeit. Die beiden sind zärtlich miteinander. Die beiden kuscheln vorher, ausgiebig. Die Frau mag Sex. Sie genießt ihn, sonst würde sie den FS nicht verführen. Also eigentlich alles gut.
Die Partnerschaft ist auch gut.
Nur dann ist für sie nach dem Akt an diesem Punkt Ende. Da geht nichts mehr, sie will nicht. Weltuntergang.
Das ist nicht verkehrt, das ist, wie sie es möchte, ihr gut tut.

Auch wir Frauen sollten nicht nur akzeptieren, dass Sexualität vielschichtig ist, dass der eigene Körper weiß, was er will, wir sollten auch dazu stehen.
Nur weil wir Frauen /uns Frauen über Jahrhunderte hinweg eine erfüllte Sexualität abgesprochen wurde - in manchen Kulturen nach wie vor, sollten wir es langsam lernen, dass jeder Mensch selbst und eigenverantwortlich Sexualität erlebt und lebt.
Es gibt kein Richtig/Falsch - solange man niemandes Grenzen verletzt bzw. Gewalt anwendet.

Und vor allem sollten wir Frauen aufhören, unsere größten Feindinnen zu sein.
Kein Mann käme auf den Gedanken, derart unerbittlich an sich selbst und am Geschlechtsgenossen herum zu kritisieren, wie es Frauen tun.

Sexualität ist egoistisch, erst komme ich mit meinem Bedürfnis, mit meiner Lust. Und wenn ich Lust, Sex genießen kann, nur dann kann es für den anderen auch gut werden
Und wenn dann meine Bedürfnisse und die Lust zum anderen passen, dann klappt es.
Dann wird es ein Konzert, gemeinsam.

Vielleicht findet sich im Gespräch ein Weg - aber nicht als Forderung, wenn Du mich liebst, bleibst Du liegen und kuschelst...

Ansonsten passen eben die Bedürfnisse nicht zusammen, und dann bleibt nur die Trennung.

Ich bin froh, dass ich nun eine ältere Frau bin. Ich muss nichts mehr, ich kann.
Mir ist es völlig egal, was Frau sollte... Was sich gehört, oder nicht.

Nicht egal ist mir, ob ich guten oder schlechten Sex habe - schlechten hatte ich viel zu lange...

Mein Partner zweifelt nicht an meiner Liebe. Allerdings schwingen wir sehr ähnlich, inkl. Crescendo.

W, 51
 
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  • #36
Ach je. Es verursacht mir Beklemmungen, dies alles zu lesen. (Sollte wohl einfach nicht mehr auf die website gehen.)
Lass sie doch ihre Autonomie wieder herstellen, nachdem ihr miteinander geschlafen habt. Ich kann mir gut vorstellen, dass es ihrem Wesenskern besonders nahkommt, mit Dir zu schlafen und dass sie sich erst durch vergrößerten Abstand wieder als eigenständigen Menschen fühlt. Es kann gut sein, dass sie ein Mensch ist, dem die Freiheit sehr wichtig ist und dass sie, wenn Du mit ihr schläfst, keine Grenzen mehr zwischen sich und Dir fühlt. Im Parallelthread habe ich es ja schon geschrieben, dass man nur in der körperlichen Vereinigung aus wahrer Liebe heraus die Grenzen des Ichs und der menschlichen Singularität überwinden kann.
Als praktischen Tipp rate ich Dir, einmal komplett auf das Kuscheln davor zu verzichten, ob es dann eine andere Situation wäre. Vielleicht ist es auch einfach der falsche Zeitpunkt am Tag. Schlaf doch einfach mal so spät abends mit ihr, dass ihr der Tag nicht mehr im Nacken sitzt.
Außerdem gib Euch doch einfach Zeit zur Entwicklung, hör auf, es zu thematisieren und auf die Kuschelzeit zu bestehen und lass ihr den Raum, den sie momentan braucht. Verstehst Du, nur, wenn Du es so annimmst, wie es ist (= kein Kuscheln danach), können sich die Dinge ändern.
 
  • #37
Liebe Lionne, darum geht es ja. Es geht um Kompatibilität. Es geht darum, dass beide sich wohl fühlen und nicht eine Seite sich gedemütigt fühlt.

Klar, bin ich bei Dir.
Aber - gedemütigt?
Ja, er fühlt so, als "Freier".
Und da bin ich bei der Freundin - melodramatisch. Freier/Prostitution ist schon ein großes Wort.

Gut, wenn er so fühlt - und sie aber so ist, dann bleibt nur ein Beenden.

Und - mir ging es bei meinem Beitrag um die Bewertungen bzw. Abwertungen, Verurteilungen von ihr.
Einer Frau, die eben ihre Sexualität lebt, wie es für sie passt.

Ich glaube, wir sind uns doch alle einig, dass wenn man sich nicht gut fühlt in einer Partnerschaft, muss man es entweder ändern oder lassen.
Nur kann ich nie verlangen, dass der andere sich ändert.
Vielleicht findet sich ein Weg, ein Kompromiss, mit dem sich BEIDE gut fühlen, aber wenn nicht, bleibt nur das Fazit - passt nicht.
Egal, um was es geht, ob Intimität, ob Nähe /Distanz, Freizeitgestaltungen, etc.

Was ich nicht verstehe - alles andere ist harmonisch und gut, Nähe, Zärtlichkeit, Kuscheln.
Das alles zählt nicht.

Dragoner, bei Euch fehlt doch mehr?

W, 51
 
  • #38
Ok, nach Deinem weiteren Post sieht es für mich so aus, als wäre sie einfach so gestrickt. Sie braucht anscheinend danach körperlichen Abstand.
Ich sehe keine andere Möglichkeit, als Dich zu fragen, ob das für Dich dann kompatibel ist. ME ist das wie mit der Leidenschaft an sich. Einer hat sie, der andere nicht und ist vielleicht gemächlicher und gemütlicher.
Nun ist es ja so, dass Dir der Sex gefällt, aber das Danach nicht. Aber hier irgendwas zu suchen, wie man damit umgehen kann oder die Frau verändern kann, wird nicht funktionieren.

Vielleicht kannst Du es, weil es ja ansonsten schön zu sein scheint zwischen euch, einfach "bei ihr" lassen.
Also nicht danach daliegen und Dich "als Freier" fühlen, sondern Dir denken, dass es Menschen gibt, die halt so sind und das eben so brauchen. Dann beziehst Du es nicht mehr auf Dich, als sollte ihre Verhalten eine Botschaft an Dich sein, damit Du Dich so oder so fühlst.
Und dann musst Du natürlich auch entscheiden, ob Du damit klarkommst, dass sie so ist. Die Andersartigkeit eines Menschen zu erkennen und zu respektieren, heißt ja trotzdem nicht, dass man selbst damit glücklich ist. Die Frage ist, ob Du es tolerieren kannst oder nicht. Wenn ja, solltest Du Dich danach nicht leer oder kalt liegengelassen fühlen können. Falls Du Dich aber dadurch runtergezogen fühlst, auch wenn Du es akzeptierst, dann ist sie nicht die richtige Frau auf Dauer, finde ich. Denn es wird Dir ja nie nichts ausmachen.
 
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  • #39
Naja, jeder ist halt anders. Ich kuschel gerne mal mit meinem Partner, einfach so.

Aber zum/beim/nach dem Sex brauch ich das auch nicht, bleib dann eher ihm zuliebe. Ich stehe aber auch nicht auf Kuschelsex.

Ich konnte für mich auch nie nachvollziehen, was für andere Frauen das Problem ist, wenn der Mann nach dem Sex schlafen will oder was auch immer, aber jedenfalls nicht kuscheln.

Das hat bei mir aber nichts mit dem Mann zu tun.

Ich bin aber auch allgemein so, dass ich allzu viel körperliche Nähe zu anderen Menschen nicht brauche und teils auch nicht mag, zB Umarmen von Freunden und Bekannten .
Die neuen Abstandsregeln kommen mir da sehr gelegen. 😉

Nimm es also bitte nicht persönlich, es ist halt ihre Wesensart. Wenn das für dich nicht passt, ja dann musst du dir eben eine andere suchen.

Ich persönlich finde nichts unangenehmer als aufgezwungene körperliche Nähe.
 
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  • #40
Sie meint dann, dass das normal wäre und sie mir mindestens fünf Freundinnen nennen könnte, bei denen es ähnlich wäre und ich würde melodramatisieren, wenn ich das so schlimm fände.
Lieber FS, DAS finde ich von Deiner Freundin unhöflich und würde mich persönlich mehr stören als ihr Nicht-Kuscheln-Wollen an sich! Sie übergeht Deine Bedürfnisse, vergleicht mit anderen - was in Eurem/ Deinem Einzelfall ja absolut gar nichts bringt! Sie wirft Dir vor, zu übertreiben, nimmt Dich nicht ernst.

Ich finde oft @INSPIRATIONMASTER zu schnell bereit zum Komplett-Auflösen einer Beziehung, aber HIER nach diesem Spruch wäre für mich der Ofen absolut aus!
 
  • #41
Ich verstehe nicht, dass man unter solchen Umständen überhaupt noch bleiben kann!
Ich finde oft @INSPIRATIONMASTER zu schnell bereit zum Komplett-Auflösen einer Beziehung, aber HIER nach diesem Spruch wäre für mich der Ofen absolut aus!
Du darfst gerne so denken, da habe ich nichts dagegen, vielleicht erkenne ich einfach schneller und präzise, dass es keinen Wert hat, in eine solche Beziehung überhaupt noch zu investieren!
 
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  • #42
Ich brauch danach auch noch ne Runde kuscheln....man kann sagen, dass mein Spannungsbogen nicht mit dem Höhepunkt aufhört, sondern noch wieder runter kommen muss.
Keine Stunden aber um das Ganze rund zu machen und es guten Sex zu nennen, möchte ich nicht alleine gelassen werden, während ich noch nicht gelandet bin
Es ist übrigens wirklich so, dass ich mich mal wie benutzt gefühlt habe.
Und da ging es nicht darum, es verbal böse zu dramatisieren.
Sex machen und nicht Liebe machen habe ich es damals genannt.
Nun war ich auch jünger und würde heute anders damit umgehen.
Meine Erfahrungen haben gezeigt: kann ich mit jemandem über Sex etc nicht reden, dann gehen auch keine Gespräche sonst über Gefühle etc.
Letztendlich gibt es unterschiedliche Bedürfnisse und beide sind real und völlig legitim.
Wenn der, der aus dem Bett springt weiss, der andere fühlt sich dann doof ...stülpt er diesem sein Bedürfniss über, wie auch umgekehrt

Ich meine ja, wer will das es beiden gut geht, findet einen Kompromiss.
Und wenn der 2 Zigaretten danach lautet;-)

Wem es dann weiterhin völlig egal ist, wie ich mich danach zb fühle, dem traue ich nicht mehr

Allerdings kann ich heute so etwas außerhalb des Bettes und undramatisch ansprechen
 
  • #43
Erst einmal erneut lieben Dank an alle für die zahlreichen Antworten.

Ich befürchte, nachdem ich mittlerweile zig Forenbeiträge durchforstet habe, wir haben einfach allgemein ein sehr verschiedenes Nähe-/Distanzbedürfnis:

-Ich möchte nach dem Sex Kuscheln; sie nicht
- Ich möchte beim Schlafen Kuscheln (zumindest gerne irgendeine Form von Körperkontakt, nicht mal eng umschlungen); sie braucht mindestens einen halben Meter Abstand und will beim Schlafen nicht berührt werden
- Ich würde gerne Händchen halten; sie möchte das nicht, also laufen wir mit etwas Abstand nebeneinander
- Wenn ich sie meinen Freunden vorgestellt habe, war deren Feedback immer, dass sie uns aufgrund ihres distanzierten Verhaltens nicht für ein Paar gehalten hätten, wenn sie nicht wüssten, dass wir zusammen wären
- Ihr fällt es schwer ihre Gefühle für mich
verbal auszudrücken (darüber habe ich mit ihr mehrfach geredet, seither kommt immer öfters ein “ich hab Dich lieb” zur Verabschiedung, was mich wiederum sehr glücklich macht)
- Schriftliche Zuneigung bleibt vollkommen aus (kein geschriebenes “Ich vermisse Dich”, “Du bist mir wichtig”, “ich denke an Dich”, “Schlaf gut” oder sonst was via WhatsApp, geschweige denn als Brief; das hat mich am Anfang sehr gestört, da ich das von Frauen in meinem Alter nicht gewohnt war, mittlerweile arrangiere ich mich damit, da ja verbal langsam mehr kommt)
- sie möchte vor ihren Freunden lieber “autonom” auftreten, also wenn ein Freund von ihr eine Party/einen Spieleabend oder sonst was veranstaltet, nimmt sie mich nicht mit; das war ich aus meiner vorigen Beziehung anders gewohnt, zumal ich dann dort nicht an ihr hängen würde, sondern mich auch prima alleine mit anderen unterhalten kann

Sie ist deswegen keinesfalls herzlos oder falsch oder schlecht zu mir. Und sie steht zu mir: in der Öffentlichkeit im Sitzen auf einer Parkbank legt sie ihren Kopf auf meine Schultern oder sie hat mich bereits ihrer gesamten größeren Familie (Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten etc.) vorgestellt, indem sie mich zu Familienfesten mitgenommen hat. In ihrem familiären Kreis wiederum sucht sie meine Nähe, kuschelt sich an mich oder hält meine Hand im Sitzen auf dem Tisch.

Ich bin ihr erster “richtiger” Freund, davor gab es schon einige Herren, aber das ging dann eher immer in die Richtung Freundschaft+, teilweise auch über mehrere Jahre, aber eben nie etwas Festes.

Die Grundfrage ist also eigentlich, womit ich mich arrangieren kann, was es jeweils für Kompromissmöglichkeiten gäbe, ob es sich etwas davon vielleicht noch ändern kann - oder ob man bzw. ich es dann eben gleich lassen sollte.
 
  • #44
Vielleicht noch relevant: sie ist, nach eigener Aussage sowie der ihrer Mutter, super glücklich mit mir. Natürlich spreche ich die von mir aufgezählten Dinge an, aber ich befürchte, dass sie das alles gar nicht nachvollziehen kann. Ihr fehlt ja offensichtlich nichts. Wir sehen uns sonst 2-3 mal die Woche, der Sex ist gut, wir bringen uns gegenseitig zum Lachen, verstehen uns gut und sind füreinander da.
 
  • #45
Kein Mensch ist perfekt. Du musst Dir überlegen, ob Dir das so reicht. Am Anfang meiner Beziehung hatte ich auch ein grosses Problem damit, dass sie mir zu wenig Zuneigung verbalisiert hat, auch händchenhalten usw. gibts bei ihr nicht. Sie ist keine Frau von vielen Worten, aaaaber sie handelt und redet nicht nur und ist absolut loyal. Sie ist extrem aufmerksam und zeigt mir ihre grosse Liebe mit Taten. Für mich passt das, da ich aus meiner lanjährigen Ehe, ma cherie, mon coeur, Du bist der tollste Ehemann usw. nicht mehr ertragen kann, wenn das in Summe nur leere Worthülsen sind, echte und gelebte Zuneigung aber gefehlt hat.
Ich denke, sie liebt Dich, aber eben nicht so, wie Du das brauchst.
 
  • #46
Als ich jung war, hatte ich auch so einen Freund. Distanziert/ verklemmt. Ich denke es war einfach unter seiner Würde, mir etwas Nettes, Freundliches zu sagen. Ich hatte den Eindruck, dass er mich so emotional kontrollieren und unterdrücken wollte. Das war eine Art Erziehung wie ich von zu Hause von meiner Mutter und viele Menschen aus der letzten Generation kannte. Er genoss aber die Aufmerksamkeit, die ich ihm schenkte. Ich kann es sprachlich gar nicht beschreiben. Ich fühlte mich unheimlich schlecht und einsam. Stattdessen kochte er gerne für mich. Es war mir aber einfach zu wenig. Kochen konnte ich doch selber und mindestens genauso gut wie er. Naja, es hielt nicht lange. Diese emotionale Kälte (so habe ich es empfunden) konnte ich nicht ertragen. Ich denke, dass du auch für dich entscheiden sollst, was dir wichtig ist. Niemand kann dir diese Entscheidung abnehmen. Du bist du und deine Beziehung muss für dich passen.
 
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  • #47
Ich denke, sie liebt Dich, aber eben nicht so, wie Du das brauchst.

Das ist das mit den vielen Sprachen der Liebe.
Ein Stück weit kann man die Sprache des Anderen lernen, aber manchmal bleibt es fremd.

Der eine verbalisiert, schreibt 🥰😍😘...
Die andere kümmert sich, der eine mag lieber distanziert, die andere viel körperliche Nähe...

Es ist essentiell, dass es hier passt, man kann sich nicht verbiegen, um dem anderen etwas zu geben, was dieser zwar braucht, aber einem fremd ist, und Mangelgefühle sind genauso schwierig.

Am Ende vergeht dabei die Liebe.

W, 51
 
  • #48
. In ihrem familiären Kreis wiederum sucht sie meine Nähe, kuschelt sich an mich oder hält meine Hand im Sitzen auf dem Tisch
Liest sich so, als wäre es ihr wichtig " en famille" endlich mit einem festen Freund aufzuwarten. Ansonsten will sie das nicht. Deine Freunde wüssten gar nicht, dass Ihr zusammen seid, zu ihren Freunden nimmt sie Dich gar nicht erst mit ( nur zu ihrer Familie), ihr lauft nur mit großem Abstand nebeneinander?
Sorry Dragoner, aber gut klingt anders. Dass Dir nun gerade ihre Mutter ( =Familie) sagt, wie glücklich sie mit Dir sei, ist auch merkwürdig.
Wenn es nicht so albern wäre, klingt es fast, als müsste sie familiär mit einem Ehemann in spe auftauchen. Wie in einem schlechten Film.
Also ne, ob sich da noch der Gleichklang bei Euch findet, glaube ich nicht. Ehrlich gesagt, glaube ich auch nicht, dass es sich hier um ein Nähe-Distanz Problem handelt, sondern, dass hier jemand in den anderen gar nicht verliebt ist und aus mysteriösen Gründen meint, er müsse hier familiär was vorspielen. Kannst uns ja mal bei Gelegenheit schreiben, was das für Gründe sein könnten.

W,55
 
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  • #49
Was gar nicht für mich gehen würde wäre mit meinem Partner spazieren gehen ohne Händchen zu halten oder Arm in Arm zu laufen oder zumindest sich beim anderen einhängen.

Ihr geht echt wie zwei Bekannte oder Fremde nebeneinander her? Das würde mich extrem befremden. Und ich würde das nicht zulassen.
Entweder ist man zusammen oder nicht.

Auch das direkte Aufspringen nach dem Sex geht gar nicht. Um eine Zigarette zu rauchen setzt dem Ganzen noch die (eklige) Krone auf.

Wenn sie mit 23 Jahren schon so abgebrüht ist und keine richtige Nähe zulässt, sehe ich schwarz. Für mich als Frau wäre das nichts bei einem Mann.
Nebeneinander herlaufen beim spazieren gehen ohne Berührung geht gar nicht...
 
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  • #50
Erst einmal erneut lieben Dank an alle für die zahlreichen Antworten.

Ich befürchte, nachdem ich mittlerweile zig Forenbeiträge durchforstet habe, wir haben einfach allgemein ein sehr verschiedenes Nähe-/Distanzbedürfnis:
Ich weiß nicht. Ich kanns schlecht einschätzen, aber auch mir fällt auf: Sie sucht deine Nähe vor allem bei ihrer Familie? Und nur da? Da würde ich auch denken, sie will denen was beweisen. Und dann könnte man schon vermuten, dass sie nicht so mega verliebt ist, sondern eben einen Freund möchte, was bisher noch nie geklappt hat.
Oder aber irgendwas auf dem Autismus-Spektrum. Ich habe im weiteren Bekanntenkreis Asperger, die sonst gar nicht auffallen, aber genau bei sozialen Interaktionen oder mit dem Partner auffallend gefühlskalt wirken. Sie können auch Signale schlecht deuten, gewöhnen sich aber manchmal Sachen mit Absicht an, wenn sie merken, das ist "normal", was auch zu dem Familiending passen würde. Ist aber nur eine wirkliche Vermutung.
Der dritte Gedanke, der aber auch weit hergeholt sein kann, wäre ein vergangenes Trauma, Missbrauch oder so etwas. Immer Abstand halten, die Nähe nicht ertragen.
Ich hab jetzt nur das aufgeschrieben, was mir dazu so einfällt. Sonst würde ich auch sagen, dass du wohl abwägen musst, wie sehr dich das stört oder ob die anderen positiven Sachen das aufwiegen können auf Dauer. Es gibt ja wirklich die oben genannten verschiedenen Sprachen der Liebe, manche zeigen das nicht gern körperlich oder sprachlich, aber eben anders. Für MICH wäre das nichts, ich brauche die Geborgenheit von Kuscheln; ständige wörtliche Liebesbekundungen dagegen nicht so sehr, aber wenn der andere ständig nur neutral und kalt schreiben würde, wär mir das auch nichts.
Bei mir war es immer ein gutes Zeichen, wenn Freunde mich und meinen neuen Freund als harmonisch erlebten. Dann bestätigte sich das auch im Lauf der Beziehung. Wenn sie da was als seltsam wahrnahmen (wurde mir oft erst nach der Trennung gesagt), dann war da auch was im Busch. Würden meine Freunde also sagen, wir wirken nicht wie ein Paar, würde mich das schon zum Nachdenken bringen...
 
  • #51
@Dragoner
Mein Bauchgefühl sagte mir bei deinen Texten :
Sie benutzt dich, es ist keine Liebe vorhanden und vor allem kein Bedürfnis nach Nähe. Das ein Partner nach dem Sex erstmal eine kleine Pause braucht oder nicht kuscheln möchte kommt vor und ist kein Problem, aber deine Freundin macht Unternehmungen alleine und zeigt auch sonst keine Zuneigung in der Öffentlichkeit, nur innerhalb der Familie.
Meine Erfahrung :
Bei meiner Ex war es ähnlich, nach dem Sex bloß nicht anfassen, das konnte sie überhaupt nicht. Was soll ich sagen, die fuhr zweigleisig, hatte sich vom Freund getrennt, ich war nur eine Ablenkung, war dann wieder mit dem Ex zusammen, teilte mir es aber nicht mit...
 
  • #52
Da wird man als Frau hier also abgestempelt, nur weil eine Frau sich herausnimmt, das zu tun, wonach ihr der Hut steht. Ich finde ihr Verhalten total ehrlich. Sie gehört eben nicht zu der Kuscheltruppe. Warum soll ich denn eiskalt sein, nur weil ich nach dem Sex eine Pause mache. Der TS schreibt doch, dass der Sex super ist.
Vorher kuschelt ihr also eine halbe Stunde.
Danach nicht, weil Du beim Sex vielleicht schwitzt und danach etwas riechst, oder sie es einfach ekelig findet mit anderen Körperflüssigkeiten behaftet zu sein. Es gibt da wohl einige Gründe. Alles wird sie Dir nicht erzählen, so nach einem halben Jahr. Da darfst Du noch etwas warten, bis Dir mal etwas mehr dazu sagt.
Hallo Madita, es geht dem FS nicht darum, dass der »Sex super« ist, sondern dass er sich benutzt vorkommt und die Partnerin sein Bedürfnis nach anschließender Zärtlichkeit heruntermacht. Falls er schwitzt und sie ihn eklig findet, wäre es in einer Beziehung doch völlig ok, wenn sie sagt: »Lass uns zusammen kurz duschen und dann miteinander kuscheln.«
Im Übrigen wird dieses klischeehaft-»männliche« Verhalten seiner Freundin ja nicht nur Frauen, sondern auch Männern als Egoismus bzw. A...-Verhalten ausgelegt. –
Grundsätzlich finde ich es völlig legitim, wenn eine Frau oder ein Mann direkt nach dem Sex Zärtlichkeiten nicht will oder auch nicht ertragen kann. Da sind die Menschen eben unterschiedlich. Wenn ich Sex habe, brauche ich auch 20 Minuten Abstand, um mich abzukühlen, da ich warme, an mich schmiegende Körper dann nicht (mehr) ertragen kann – das ist mir dann einfach in dem Moment zu viel Nähe.
Allerdings müsste es doch in einer funktionierenden Beziehung möglich sein, dass beide Seiten auf ihre Kosten kommen: Nach dem Duschen könnte man doch eine Zeit lang eine Pause machen und dann noch etwas Zärtlichkeiten austauschen. – Aber einfach Zigarette rauchen und abhauen und sich über die Gefühle des anderen lustig zu machen ist sicherlich keine empathische Umgangsart. Eine solche Beziehung würde für mich auf die Dauer nicht funktionieren, denn gegenseitiges Einander-Verstehenwollen ist für mich in einer Partnerschaft sehr wichtig!
 
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