G

Gast

  • #1

Kein Mann will wirklich wissen, wer und wie ich tatsächlich bin!

Früher war ich extrem schüchtern. Ich ging nur mit Freundinnen einkaufen, war sehr unsicher, traute mich allein wirklich gar nichts. Dann wurde ich ins eiskalte Wasser geschmissen und musste lernen, allein zurechtzukommen. Ich stehe ich mit beiden Beinen fest im Leben. Allein ins Café gehen - für mich früher undenkbar - hat für mich z.B. seit langem überhaupt keine Schwellenangst mehr. Wenn mir ein Mann heute sympathisch ist, frage ich tatsächlich ihn, ob er Zeit hat. Jetzt merke ich, dass viele Männer denken ich sei "die Bestimmerin", ohne mich überhaupt näher zu kennen. Dabei habe ich erlernt, mit dem Leben in schwierigen Situationen zurechtzukommen. Aber das möchte keiner vor mir hören bzw. glaubt man mir nicht mehr. Ich werde in die Vollbestimmer-Schublade geschoben, ob ich nun will oder nicht. Bislang hatten jedoch alle Männer eine x-beliebige Projektion, die sie 1:1 auf mich übertragen haben. Egal, was ich sagte oder tat, ich war dann Soundso. Und basta!
 
G

Gast

  • #2
Ich verstehe die Frage nicht. Möchtest Du uns etwas mitteilen oder was sollen wir mit dem Kommentar machen?
 
  • #3
Jeder Mensch wird daran gemessen, wie er auftritt und sich benimmt. Du bist offensichtlich dominant und selbstsicher im Auftreten -- kein Wunder, dass man Dich dann für genauso hält. Sei authentisch und spiele keine Rolle, dann wirst Du auch genau so wahrgenommen, wie Du bist.
 
  • #4
Liebe Fragestellerin,
nur Vermutungen meinerseits:
Du bist möglicherweise vom Extrem schüchtern in das Extrem zu forsch, dominant gefallen.
Du hast Dir möglicherweise nach Deinem Sturz ins kalte Wasser einen zu starken Panzer zugelegt, um Unsicherheit, Ängste u. ä. zu überspielen, zu verbergen. Du lässt nicht in Dein Herz schauen, vermutlich lässt Du zu wenig menschliche Wärme, Freundlichkeit, Herzlichkeit spüren. Du wirkst unnahbar. Dein "Und basta" klingt für mich tatsächlich etwas bestimmend oder verzweifelt. Vertraue Dich einer guten Freundin an, frage sie wie Du wirkst, wir können das nicht wahrnehmen und daher nur schwer beurteilen und Hinweise geben. Alles Gute
 
  • #5
@ die FS:

Es tut mir leid, aber deine Ausführungen oben, tragen für mich auch wenig bis gar nichts dazu bei heraus zu finden, wer und wie du bist.

Klingt alles ziemlich wirr und im Ergebnis nur nach Frustration!

Kommunizierst du auch auf diese Art mit deinen Gesprächspartnern? Dann liegt es wahrscheinlich u. a. auch daran, dass sie sich nicht viel mehr Mühe machen, dich besser kennen zu lernen.

Vielleicht arbeitest du erst einmal an dir und deiner Einstellung, bevor du die Männer pauschal kritisierst !? = Ursache und Wirkung!

Nicht aufgeben! Viel Glück!

w62
 
B

Berliner30

  • #6
@FS: Wo ist jetzt die Frage? So kann dir niemand etwas sinnvolles schreiben / antworten.
 
  • #7
Kein Mann kann wissen, wenn er Dich kennenlernt, daß Du eine Rolle spielst und nicht bist, wie Du wirklich bist. So, wie Du auftrittst, wirst Du angenommen oder abgelehnt. Auch Dein Gegenüber mag ganz anders sein, als es auf Dich wirkt. Wie willst Du es merken? Das geht nur, wenn man sich so gibt, wie man ist und nicht in irgendeine Rolle schlüpft.

Ich denke aber, die Entwicklung, die Du durchlebt hast, hat Dich schon zu einem Menschen gemacht, der sich nicht mehr zu etwas drängen läßt, was er nicht will und seinen eigenen Willen vertritt. Deine Schüchternheit hast Du abgelegt.

"Starke Frauen", wie man so schön im Volksmund sagt, haben nun mal den Ruf, daß sie bestimmend sind. Das ist nicht böse gemeint, aber die Rolle kann nicht jede in einer Beziehung ablegen, wenn sie sie im Beruf und Alltag inne hat. Das kann ein Mann nur im Laufe der Zeit merken, daß eine Beziehung gleichberechtigt gewollt ist.

Hab Geduld, auch anderen läuft nicht gleich der passende Mann über den Weg, egal aus welchem Grunde.

Schönes Wochenende!
 
G

Gast

  • #8
Ich bin nicht der Meinung wie 5. Die Frage liegt natürlich in dem Fragetext verborgen.
Du kannst einen Mann finden der zu dir passt, doch du mußt dich ihm dann öffnen.
Ich habe hier bei EP eine Frau auf diese Art gefunden: Absolute Ehrlichkeit und ein Vorschuss an Vertrauen über das wie du wirklich und im Innern bist. Wenn du den Männern nur die Fassade bietest werden sie natürlich nur die Fassade für dein wahres Selbst nehmen wollen. Da sind Männer eigen: Sie nehmen erst einmal das was man ihnen zeigt für wahr.
Du mußt ihnen die Dinge die dich im Innersten bewegen anvertrauen. Natürlich wird es viele geben, die sich dann zurückziehen, doch es wird irgendwann ja mal derjenige dabei sein der darauf eingeht. Genau der bei dem du keine Grenzen des Anvertrauens mehr spürst ist der Richtige für dich, denn er nimmt dich so hin wie du bist. Bei ihm wirst du dich dann auch wohlfühlen.
Natürlich ist diese Suche ganz und gar nicht leicht, doch ohne Vertrauen geht es eben nicht.
Prüfe auch durch dein Vertrauen und sieh genau auf die Reaktion, dann wirst du Erfolg haben -
du wirst es schaffen!
M 45
 
G

Gast

  • #9
Mich würde es interessieren und ich bin ein Mann.
 
G

Gast

  • #10
@#5
Blödsinn!
Die FS hat sich früher untergeordnet, jetzt hat sie sich Dominanz angeeignet.
Den Männern tritt sie so gegenüber, die fühlen sich untergebuttert.
Ihre Frage ist einfach:
Wie kann ich den Männern begreiflich machen, dass ich in Wirklichkeit gar nicht so dominant bin?

MOD [gekürzt; Unangemessener Umgangston]

FS: Halte Dich zurück, gehe auf Gespräche ein .... versuche aber niemals, Dein mittlerweile wirklich (in meinen Augen) dominantes Verhalten an den Tag zu legen.
Geniesse es, dass Du jetzt unbefangen auf andere Leute zugehen kannst und verstelle Dich nicht!
w46
 
G

Gast

  • #11
Du bekämpfst Deine ehemalige Unsicherheit mit einer zu starken Ablehnung. Das hat was mit mangelnder Akzeptanz Deiner möglicher Weise liebenswürdigen Art in Deinem "früheren" Leben zu tun. Nur das "Pathologisieren" Deiner vielleicht eher harmlosen Zurückgezogenheit führt leider zu einem neuen Lebenskonzept, das auf Negation aufbaut: Raus aus den alten Verhaltensmustern, rein in das, was stark macht. Wenn es bei Dir so sein sollte, dann "bestrafst" Du die Männer, weil sie sich durch Deine "gelernte" Dominanz nicht die Mühe machen können, hinter Deine Fassade zu schauen. Dieser Teufelskreis macht Dich und die Männer mittelfristig unzufrieden. Ich wäre sehr verwirrt, wenn ich Dich als dominante Person kennen lernen würde um dann den "Auftrag", Deinen weichen Kern zu suchen, nicht erfüllen könnte, weil ich gar nicht auf die Idee kommen würde. Da würde ich gleich eine "weiche" Frau suchen.
m50
 
G

Gast

  • #12
Ich schließe mich # 6 an. Nicht nur Männern, sondern jedem geht es doch so: Wenn wir einen Menschen sehen, beurteilen wir ihn bereits in Sekunden. Wir haben Attraktivität, Kleidung, Körpersprache und die daraus (für uns zu ziehenden) Schlüsse gezogen. Erst danach kommt die weitere, feinere Beurteilung.

Du mußt also genau überlegen, wie Du wohl auf andere wirkst, wenn sie Dich zum einen die ersten 5 Sekunden lang sehen und wie Du des weiteren beim Kennenlernen wirkst. Wenn Du also sehr bestimmend auftrittst, kann das auf manche Männer gut wirken, bei den meisten wirkt es vielleicht als zu dominant.

Es ist manchmal ein schmaler aber doch entscheidender Grat zwischen gesundem Selbstbewußtsein und einem Auftreten, das dieses Selbstbewußtsein auch ausstrahlt und einem Auftreten, das arrogant, kühl und sehr dominant wirkt. Das letztere mögen die meisten Menschen nicht - egal, ob Mann oder Frau.

Gerade Leute, die ehemals sehr unsicher oder schüchtern waren und dies dann überwunden haben, übertreiben dann oft in ihrer Entwicklung, wirken aber trotzdem nicht authentisch. Ich habe zwei Bekannte, die eine solche Entwicklung gemacht haben. Heute schwatzen sie zwar jeden und alles an und wollen ständig lustig sein - es wirkt aber zum einen nicht authentisch, zum anderen nervt es schnell. Ich will Dir jetzt nicht dasselbe unterstellen, ich kenne Dich ja auch nicht. Aber untersuche mal, ob Du mit Deinem Verhalten jetzt nicht irgendwie "überschwappst". Wenn Du früher schüchtern warst, war das vielleicht der wahre Kern Deiner Persönlichkeit. Dass Du daran gearbeitet hast, ist nur positiv zu sehen, finde ich. Dennoch entspricht das Dominante und Bestimmende wahrscheinlich gar nicht Deinem wahren Wesen. Denn Du sagst ja selbst, dass die Leute Dich falsch einschätzen und Du darunter leidest.

Also sorge dafür, dass die anderen Dich anders wahrnehmen. Sei selbstbewußt aber nicht übermäßig dominant. Lächele diejenigen, die Dir sympathisch sind, offen und freundlich an. Interessiere Dich für Dein Gegenüber, stimuliere den anderen, von sich zu erzählen und erzähle auch etwas von Dir. Zeige dann auch - wenn das Vertrauen und sie Situation stimmen - mal eine etwas sensiblere Seite von Dir.

Zusammenfassend kann man sagen: Du kannst die anderen nicht ändern, Du kannst nur Dich ändern. Also sorge einfach dafür, dass Du von anderen Leuten so wahrgenommen wirst wie Du auf sie wirken möchtest.