G

Gast

  • #121
Jeder, wie er mag.

Der Schmetterling auf der Schulter oder die Rose am Knöchel, das ist so Mode geworden, dass es nun keinen mehr aufregen sollte.

Manche Bilder sind auch echt schön, aber wenn ich davon nur die Hälfte sehe, weil Kleidungsteile das Bild verdecken, ist das auch schade. Diese Menschen haben das ja nun nicht für andere Leute stechen lassen, sondern in erster Linie für sich selbst, das ist mir klar.

Warum nicht, aber die Motivationen für ein Tattoo werden genau dieselben sein wie die der Menschen von der sogenannten "Unterschicht".

Die Optik ist schon wichtig, weil viele doch an der Oberfläche hängen bleiben, um dann ihr Idealbild auf den Menschen projizieren zu können. Da kann eine Tätowierung schon mal zeigen, dass man "eigentlich" ein gaaaanz Wilder ist, obwohl man ansonsten konservativ lebt und spießige Ansichten vertritt.
 
  • #122
Ah, ah, ah, also selbst vom Alter her bin ich vom Dinosaurier, und erst recht vom Aussehen her, meilenweit entfernt.

Ich bin völlig naturbelassen und frei von (äußerlichen) Schadstoffen, wie Tatoo, Piercing, (Gold)Kettchen, und wüßte auch nicht wozu ich das bräuchte. Um In, wofür, bei wem, zu sein?

Dafür bin ich geistig, mental und körperlich zufriedenstellend fit. Vielleicht liegt es daran, dass ich äußerlich frei von Fremdbelastung und -darstellung bin.

Aber ich bin da, ohne jedem Hintergedanken und -gefühl, sehr großzügig: Jede/r wie sie/er es mag.
 
  • #123
... Ich schätze, dass der Großteil der TV-Konsumenten es egal ist, ob die Moderatorin ein Tattoo hat oder nicht. Dies liegt eher an der verstaubten Einstellung der öffentlich-rechtlichen Sender. ....:)
auch bei den Privaten sind Tattoos nicht erlaubt (zu zeigen).
Ich glaube in 30 Jahren, wenn die ältere Generation "verschwunden" ist und die Jüngere, mit hohem Anteil an Tätowierten, nachrückt, wird sich das ändern. Vorher bleiben die Vorurteile bestehen.
 
  • #124
Ich bin völlig naturbelassen und frei von (äußerlichen) Schadstoffen, wie Tatoo, Piercing, (Gold)Kettchen, und wüßte auch nicht wozu ich das bräuchte. Um In, wofür, bei wem, zu sein?
Ohrringe? Sind auch nichts anderes als ein Piercing. Lippenstift, Mascara u.ä.? Aktuelle Mode? Auch nur Oberflächlichkeiten. Ich schätze mal, 90% derer, die sich hier über Fixierung auf Äußerlichkeiten und Piercings sowie Tattoos echauffieren, tragen Ohrringe und Makeup sowie die neuesten Fummel.
 
  • #125
Ich verstehe nicht, warum sich einige über Tattoos und ihre Träger so echauffieren.
Ein Tattoo war früher vielleicht mal ein Erkennungsmerkmal von Außenseitern, von Ganoven und Piraten, Lustdamen, Gestörten und Exzentrikern, doch heute ist es zum Stempel des Gewöhnlichen geworden. Zwar versuchen einige sich durch ungewöhnliche Motive ihrer Tattoos und eine raffinierte Platzierung von der totalen Entwertung durch den Mob abzuheben, doch aufgemotzte Fassaden lassen nicht selten die Gewöhnlichkeit dahinter noch stärker hervortreten. Tattoos verraten nach außen etwas vom Innersten ihres Trägers, etwas von seinem Lebensgefühl, - seinem Ich.
Und das wiederum ist interessant zu hinterfragen, zum Beispiel, wenn es um eine ernsthafte Partnersuche geht.
 
  • #126
Leute, Leute... Tattoos der sog. Unterschicht zuzuordnen erscheint mir doch sehr oberflächlich... Habt ihr eigentlich auch nur den Hauch einer Ahnung, wie unfassbar teuer diese "Kunst" ist? Das muss man sich erstmal leisten können... , zumindest großflächige Tattoos...
Ich selbst trage zwischen meinen Schulterblättern einen lateinischen Rechtsspruch, welchen Seneca von sich gegeben hat... Gerne hätte ich noch die liegende 8 darunter, allerdings zeigt mein Freund sich da wenig verständnisvoll. naja, es muss auch nicht sein...
Ich bin übrigens Akademikerin und würde mich als gebildet bezeichnen.

Mein Bruderherz ist großflächig am Rücken, den Beinen und an den Oberarmen tättowiert. Was man ihm im angezogenen Zustand jedoch nicht ansieht, selbst mit T-Shirt nicht. Und welch skurrilen Motive... :D
Darüber trägt er jedoch ausschließlich "Boss" und ist auch im Berufsleben einer. Er knackt jährlich locker die 100k Grenze.
Zähle ich persönlich jetzt eher nicht zur sog. Unterschicht.

Manche mögens, manche nicht - jedem das seine...

Allerdings würde ich mich davor hüten, tättowierte Menschen generell als Unterschicht, ungebildet, etc. zu betiteln - das zeugt einfach nur von unfassbarer Arroganz und einer sehr eingeschränkten Weltsicht.

w26
 
G

Gast

  • #127
Zitat von lunamietze:
Tattoos der sog. Unterschicht zuzuordnen erscheint mir doch sehr oberflächlich
Seh ich genauso. Es ist schon lange nicht mehr so, dass man ein Tattoo so zuordnen kann, wie bestimmte Kleidung z.B.
Allerdings wird ich mich da nicht auf den Preis so eines Bildes berufen. Denn an Geld oder Anzug festzumachen, ob jemand nicht "unterschichtig" im Kopf ist, ist doch genauso oberflächlich. Es sei denn, man meint nur das Gehalt und verbindet damit gleichzeitig, dass kein oder niedriges Einkommen automatisch bedeutet, dass derjenige ungebildet, generell erfolglos und "prollig" ist.
Der Hausvermieter unseres ehemaligen Geschäfts hatte überhaupt keine Manieren und benahm sich wie ein Kleinkind, war aber Professor. Gebildet mag er gewesen sein, das brachte ihm allerdings nicht viel, wenn er sich mit anderen Menschen unterhielt bei seiner Art. Und ich hab schon die übelsten "Prolls" in Nadelstreifen erlebt, mit hohem Jahresgehalt und Studienabschluss. Die benehmen sich teilweise auch wie die Axt im Walde.

Zitat von lunamietze:
Gerne hätte ich noch die liegende 8 darunter, allerdings zeigt mein Freund sich da wenig verständnisvoll. naja, es muss auch nicht sein
Was genau kann man dagegen haben? Ich meine, es ist Deine Haut. Aber wenn ich mich richtig aus einem anderen Thread erinnere, war Dein Freund fast 40 und ist erfolgreicher Geschäftsmensch. Anscheinend ist das tatsächlich auch eine Frage zwischen Partnern. Mir wäre das egal, wenn mein potentieller Partner sich zu seinen bisherigen Tattoos noch eins machen ließe. Wenn einer Vorurteile dagegen hat, dann ist doch eins mehr oder weniger egal.
 
  • #128
Was genau kann man dagegen haben? Ich meine, es ist Deine Haut.
Sind wir nicht alle ein wenig oberflächlich?

Gut ich habe kein Tattoo und ich möchte dies auch nicht bei meiner Partnerin. Eventuell bin ich ja hier oberflächlich, aber wenn man das eine oder andere bei der Optik ablehnt, dann ist man ebenso oberflächlich. Wenn Frauen kleine Männer oder Dicke oder…… ablehnen, dann ist das in Ordnung aber bei diesen Thread habe ich den Verdacht, dass jeder der ein Tattoo ablehnt, gleich oberflächlich ist.

Gut es gibt Tattoos, die künstlerisch ganz ansprechend sind, aber wie viele sind dies schon? Eher die Ausnahme. Wenn ich dann eine Frau mit einer Rose auf der Haut im Sommer sehe, dann kommt mir als Erstes immer ein Gedanke:
Hat die Frau auch im Wohnzimmer ein Bild von einer Rose an der Wand hängen.:)
 
  • #129
Mir scheint, dass die Trennung in der Gesellschaft, was das Tolerieren eines Tattoos am Partner, oder gar das Mögen, oder sogar das selbst Tragen nicht entlang von Gesellschaftsschichten verläuft (was auch immer das in einer modernen, demokratischen Gesellschaft überhaupt bedeuten soll), sondern entlang von Toleranz, Herzenswärme, Menschlichkeit auf der einen Seite, Standesdünkel, verbissener konservativer Einstellungen, Respektlosigkeit und Oberflächlichkeit auf der anderen Seite.
Niemand muss es mögen, wenn jemand anders tätowiert ist. Auffällig ist dennoch, dass diejenigen, die es entschieden ablehnen, auch andere charakterliche Defizite aufweisen. Zum Beispiel Menschen mit Tattoo als minderwertig abstempeln.
Ich trage selbst keines, ich mag auch nicht alle Tattoos, aber es käme mir nie in den Sinn, jemanden mit Tattoo als Untermenschen abzustempeln.
 
  • #132
Es ist doch ganz logisch das du kein Tattoo machen sollst, wenn du eigentlich gar keines willst.
Was mich eher irritiert ist das du dir überhaupt darüber Gedanken machst anderer Leute Tattoo als Unterschicht ( was bedeutet das du dich als was besseres fühlst) zu betiteln oder das es augenscheinlich fast jeder hat. Na und ? Wir laufen auch nicht mehr in Kleidung aus dem Mittelalter rum und sind im großen und ganzem Kleidungskonform .Es ist eben ein Ausdruck unserer Zeit.
Ich selbst habe ein großes Arschgeweih,wie man so schön sagt. Ich habe es mir mal vor laaaanger Zeit machen lassen da war mir noch gar nicht bewusst das es in Einem Jahrzehnt mal viiiiiieeeele haben werden.die meisten wissen gar nicht das ich das habe,einfach weil es immer verdeckt ist und auch niemanden was angeht.
Wenn ich im Luxushotel abhänge am Pool und wegen Tanga das Tattoonicht verdeckt ist,glotzen vor allem die besseren Damen komisch die meinen sie seien was besseres, hust.(Horst,Ich dachte du magst keine täto Frauen ,mit hysterischem Blick)
Und ja es stimmt .Ich kenne tatsächlich wirklich viele reiche und erfolgreiche Männer die irgendein Anker oder sonstiges Klim Bim aus alten Zeiten tätowiert haben.War schon vor meiner Zeit so,sagte mir mein Vater.
Ich selbst achte auf sowas gar nicht. Mir ist das vollkommen schnuppe. Mir gefällt es nicht explizit ein Tattoo und es ist in der Tat wirklich ungesund,aber jedem sein pläsierchen.
Wegen der Gesundheit nochmal... Aus diesem Aspekt würde ich es dir nicht raten.
Ansonsten ,einfach nicht mehr deinen Fokus auf anderer Leute Tattoo lenken und das Leben weiter genießen.
 
  • #133
Ich bin übrigens Akademikerin und würde mich als gebildet bezeichnen.
Seltsam in einem anderen Thread neulich hast du einen ganz anderen Bildungsweg angegeben? Naja, jedem Tierchen sein Träumchen (Pläsierchen).

Wenn ich mir die ganzen von oben bis unten verzierten Pornostars oder Frau Krasavice so anschaue, dann ist das in der Tat so, dass ich einige stark tättowierte Kreise jetzt nicht als Elite des Landes sehe um es mal vorsichtig auszudrücken. Es akkumuliert sich einfach in gewissen Szenen.

Natürlich fällt es unter die ureigensten Persönlichkeitsrechte eines jeden einzelnen, ob das nun Tinte unter der Haut ist, gedehnte Ohrlöcher oder Lippen, denen man das Aufspritzen auf 3 km Entfernung ansieht. Dass es trotzdem nicht jeder schön findet, ist aber auch ok.
 
  • #134
Am liebsten wäre es mir, wenn der Mann weder Tattoos noch Piercings hat. Das turnt mich ab, auch sexuell. Jeder Körper ist unique, Tattoos kann man kopieren. Außerdem gibt es wirklich sehr viele nicht schöne Tattoos. Hat jemand Verbrennungen erlitten oä und möchte dies durch ein Tattoo verdecken, könnte ich das vielleicht noch verstehen. Gefühlt gibt es kaum noch jemanden ohne Tattoo, schwierig bei der Partnersuche. Aber die ganze Zeit die Augen geschlossen halten weil die Haut des Mannes abtörnt ist auch keine Lösung :D