• #182
Das ist richtig und genauso sehe ich das auch. Dennoch sollte erlaubt sein über die Gründe nachzudenken. Das ist normal zu fragen, warum jemand ausgegrenzt wird.
Ja, aber ich vermute, eine ehrliche Antwort wird es nicht geben…
Ausgegrenzt wird hier eigentlich der FS.
Ich weiß nicht, ob das schon angesprochen wurde. Es handelt sich um einen Jugendfreund. Der kennt den TS schon lange. Eventuell mit anderer Partnerin (Frau?). Vielleicht wurde diese unschön abgelegt?
Dann hätte man ihn ja wegen „falschen“ Verhaltens nicht einladen können.
 
  • #183
Also so wie ich den FS verstanden habe, hat seine junge Freundin eine dunkle Hautfarbe? Ist das richtig?
Dann tippe ich klar auf Rassismus.
Neid auf Jugend und Schönheit und rassistischen Vorurteilen.
 
E

Eliye

Gast
  • #185
  • #186
Das wissen wir ja gar nicht. Auch der FS weiß es nur aus "2. Hand". Es war sein alter Freund , der das so gesagt hat. Ob es stimmt oder ob er seine Braut nur "vorschiebt", weiß hier keiner. Der FS müsste dazu die Braut direkt befragen.
Ich gebe dir recht. Vielleicht sollte der FS wirklich die Braut fragen, ob die Aussage des Bräutigams wahr ist. Grundsätzlich diskutieren wir aber fiktive Fälle. Das nehmen wir als Grundlage. Jedem steht es aber auch zu diese Geschichten nicht zu glauben. Diskutieren dürfte aber dennoch erlaubt sein, sonst brauchen wir das Forum gar nicht.
 
  • #187
So viel ich weiß, hatte Medea alles (Elternhaus, soziales Umfeld, Heimat) aufgegeben um Jason zu unterstützen. Und der hatte nichts Eiligeres zu tun als ich eine passendere Frau zu suchen ... Ich hätte da vollstes Verständnis, nur meine eigenen Kinder hätte ich nicht umgebracht ...
Medea floh nach der Sage wohl wegen Beihilfe zum Raub mit dem Dieb aus ihrer Heimat. So eilig hatte ihr Mann es nicht, sie loszuwerden, immerhin hatte sie ja zwei Kinder. Ihr Weg ist gepflastert von mehreren Morden. Sie war dann in Athen die dritte Frau von König Aigeus und ging mit dessen Sohn fremd. Kann man einfach googeln. Schönes Vorbild…

Ein Mann, dessen Partnerin zu ihm zieht und der sich dann trennt, hat die Todesstrafe für die nächste Partnerin und deren Vater verdient? Oder die neue Frau hat sie verdient? Gilt das dann grundsätzlich für Frauen, die mit verheirateten Männern fremdgehen?
 
  • #189
Ich war mal auf einer Hochzeit, da brannte die Braut direkt im Anschluss nach der gigantischen Feier, auf Kredit finanziert, mit dem Trauzeugen durch.
Also hüte sich Mann, welche Männer dabei sind, wer weiß auf welchen Gedanken eine Braut kommt.
 
E

Eliye

Gast
  • #190
Medea floh nach der Sage wohl wegen Beihilfe zum Raub mit dem Dieb aus ihrer Heimat.
Das ist in Kürze wohl richtig.
Jason nutzt die (erste) Verliebtheit eines jungen Mädchens (Medea lebte als Jungfrau noch am Hofe ihres Vaters) für seine Zwecke aus. Als sie ihm nicht mehr nützlich war, bzw. als er eine andere für nützlicher hielt, hat er sie entsorgt. Davon abgesehen ist auch Jason über Leichen gegangen. So unverdient hat ihn sein Schicksal dann nicht ereilt.
 
E

Eliye

Gast
  • #191
Grundsätzlich diskutieren wir aber fiktive Fälle. Das nehmen wir als Grundlage.
Richtig. Aber man darf den FS wohl darauf hinweisen, dass er das eigene Problem hinterfragt und nicht alles ungeprüft glauben sollte, was ihm ein alter Schulfreund erzählt. Jeder intelligente Mensch sollte da von selbst drauf kommen.
Ich werde immer misstrauisch, wenn mir jemand erzählt "der oder die hat gesagt, (und dann folgt etwas Unerfreuliches über mich oder eine mir nahestehende dritte Person). Da ist eine Rückversicherung doch wohl erlaubt.
Wenn ich an die ganze Hetze hier im Forum über die Braut denke und mir dann vorstelle, dass die das nie so gesagt hat ...
 
  • #192
Jason nutzt die (erste) Verliebtheit eines jungen Mädchens (Medea lebte als Jungfrau noch am Hofe ihres Vaters) für seine Zwecke aus. Als sie ihm nicht mehr nützlich war, bzw. als er eine andere für nützlicher hielt, hat er sie entsorgt.
Ich finde richtig, unter bestimmten Umständen Beziehungen zu beenden. Die Umstände sind hier nicht bekannt. Meist sind sie für Aussenstehende schlecht beurteilbar. Oft auch für Beteiligte.
Davon abgesehen ist auch Jason über Leichen gegangen. So unverdient hat ihn sein Schicksal dann nicht ereilt.
Feldherr im Altertum. Da gehörte das zum Job. Und Tötungsphantasien irgendwie nicht in eine moderne Gesellschaft. Trennungen schon eher.

Und wenn es denn so wäre und die Jüngere die Ältere vom Hof gejagt hätte, dann wäre es erst recht unpassend, nur mit Alter zu argumentieren.
 
  • #193
Medea passt gar nicht zu diesem Thread. Eine Geschichte wie Aschenputtel oder Cinderella würde besser passen.
Ok, ich kann das Beispiel zurücknehmen, es sollte auch nicht zu dem Thread insgesamt passen, sondern bezog sich auf den einen Beitrag von @Lebenslust zu dem Neid- und Eifersuchtsanteil in der weiblichen Psyche, der im Alltag selten klar formuliert, in der Literatur aber meiner Meinung nach auf vielfältige Art bearbeitet wird. Medea (die natürlich ihre guten Gründe hatte!) ist das Beispiel par excellence für die ränkeschmiedende Giftmischerin, genau wie Morgan le Fay. Der Bezug zu dem Thread wäre vielleicht das Hinterhältige, Missgünstige, Rachsüchtige. Rudi Hückel hat mal gesagt: "Der Mann kämpft mit der Waffe, die Frau mit List und Verstellung." Übrigens sind die stereotypen Giftmörderinnen oft attraktive, geistreiche, gebildete, unabhängige und somit für den Mann potentiell bedrohliche Frauen, aber eben mit einer spezifisch weiblichen Charakterschwäche: Sie töten innerhalb der Geschichten nicht auf ehrbare Art offen und direkt (wie ein Mann), sondern lassen heimlich das Gift in die Adern des Opfers rinnen, ganz heimtückisch und niederträchtig.

Ist mir nur spontan eingefallen zu der interessanten Bemerkung von @Lebenslust. Wäre bestimmt unterhaltsam, mal in einem Thread ein fiktives Beziehungsdrama (z.B. eben Medea oder Cinderella) vorzustellen und die Situation und das Verhalten aus Forumsperspektive zu bewerten. 😅
w27
 
  • #194
Ich war mal auf einer Hochzeit, da brannte die Braut direkt im Anschluss nach der gigantischen Feier, auf Kredit finanziert, mit dem Trauzeugen durch.
Also hüte sich Mann, welche Männer dabei sind, wer weiß auf welchen Gedanken eine Braut kommt.
Wow, wirklich? Oh man ... Ich kann dieses hollywoodmäßige Davonlaufen am Brautaltar immer nicht verstehen. Es ist ja nicht so, als hätte man davor nicht Monate Zeit gehabt, sich das alles in Ruhe zu überlegen, warum also hektisch am Tag der Hochzeit (oder direkt danach) eine überstürzte Entscheidung treffen?
w27
 
  • #195
Aber man darf den FS wohl darauf hinweisen, dass er das eigene Problem hinterfragt und nicht alles ungeprüft glauben sollte, was ihm ein alter Schulfreund erzählt.
Das ist im Endeffekt egal. Entweder hat der Freund klein beigegeben oder das ist seine eigene Entscheidung. Im Endeffekt bekommt die Freundin keine Einladung, weil das Brautpaar sie nicht dabei haben möchte.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #196
Wow, wirklich? Oh man ... Ich kann dieses hollywoodmäßige Davonlaufen am Brautaltar immer nicht verstehen. Es ist ja nicht so, als hätte man davor nicht Monate Zeit gehabt, sich das alles in Ruhe zu überlegen, warum also hektisch am Tag der Hochzeit (oder direkt danach) eine überstürzte Entscheidung treffen?
w27
Direkt danach hat man den Kleinmädchentraum gehabt, die Traumhochzeit, ein Kleid für damals 3.500DM plus Zubehör, Kutsche zur Kirche, ca. 100 Gäste, Feier von Mittagessen über Brautverziehen, Kaffee, Abendessen, Musik die Nacht durch, und am nächsten Tag ist alles vorbei, der Trauzeuge der wahre Traummann.
Es war für alle unerwartet, der Mann hatte ihr zuliebe einen anderen Job angenommen, die Schulden waren auf seinen Namen, für ihn ist eine Welt zusammen gebrochen.
 
  • #198
weil sie meine Freundin wegen unseres Altersunterschieds nicht dabei haben wolle (ihr O-Ton gemäß Bräutigam: "was sollen die anderen Gäste da von deinem Umgang denken?"). Ich finde dieses Vorgehen kränkend und diskriminierend, auch und v.a. meiner Freundin gegenüber.
Ich auch - daher rate ich Dir, die Einladung abzusagen.

Darüber hinaus würde ich auf Abstand zu dieser "Freundin" gehen und den Kontakt einschlafen lassen - jemand, der so über meinen "Umgang" urteilt, würde ich nicht im engeren Umfeld wissen wollen.
 
E

Eliye

Gast
  • #199
  • #200
Eine freundliche aber klare Absage finde ich hier völlig angemessen. Das Verhalten des Brautpaares ist völlig unakzeptabel.
Genau. Deine Partnerin ist nicht willkommen, also würde ich mich auch nicht willkommen fühlen. Ich würde allerdings auch kein Fass aufmachen, einfach nicht zusagen und falls nachgefragt wird: Da ich ohne Freundin eingeladen wurde, habe ich mich entschieden, diesen Abend mit meiner Freundin zu verbringen, statt auf eurer Hochzeit. Das ist mir wichtiger.
Euren Altersunterschied müsst nur Ihr leben, ich hoffe, es ist nicht nur dieses Klischee-haftige: es muss halt eine junge sein. Vielleicht hast du ja Deine Frau (die Freundin der Jugendfreunden) für etwas junges, knackiges verlassen. Dann könnte ich die Reaktion Deiner Freunde verstehen ...
 
  • #201
Ich denke, die Braut schämt sich für den FS und seine Freundin. Sie möchte mit dem FS und seiner Freundin nicht assoziiert werden.

Manche Bräute schämen sich, wenn eine ihrer Freundinnen ein zu kurzes Rock anzieht, da es "billig" aussieht. (Man könnte denken, die Freundin sei "billig" also die Braut als ihre Freundin genauso)

Dem FS seine Beziehung madig zu machen, (wie manche hier)finde ich übertrieben und unangebracht. Jeder lebt das Leben, das er leben will. Dass einige damit nicht umgehen wollen (siehe Braut) ist doch jedem bewusst.
 
  • #202
Ich versetze mich mal in die Braut hinein: Es ist meine Hochzeit, mein Tag, an dem will die NUR Leute um mich haben, die ich am allermeisten schätze und keinenfalls ein Risiko eingehen, irgendwen dabei zu haben, der Stunk macht. Es beginnt ein neuer Lebensabschnitt, aber der nicht, mit irgendwelchen fremden, neuen Kontakten. Ich würde höchstens in ganz engem Rahmen heiraten. Höchstens mit 3-5 besten Freunden - am liebsten auch ohne deren Anhang. Die kennt man ja nicht. Es geht auch nicht, um ausschließen, sondern dass diese paar wenige Personen einem am wichtigsten sind. Es ist auch kein großes Ding. Es ist nicht das Fest des FS mit seiner Freundin und deren großer Auftritt. Die Hochzeit hat symbolischen Charakter für die Braut. Ich würde nicht mal meine Eltern dabeihaben wollen, wieso dann Freundinnen der Freunde, die ich gar nicht mal kenne? So beginnt man doch keinen neuen Lebensabschnitt.
Im Alter hat man nur noch ganz wenige Freunde und möchte auch keine neuen Kontakte mehr knüpfen und auch nicht das Risiko eingehen, dass in den "heiligen Kreis" fremde reinkommen, die irgendwelche negative Energie reinbringen. Das machen vor allem nicht Paare, die lange schon zusammen und unter sich sind. Da hält man seinen Bekanntschaftskreis eng und lässt nicht einfach so mehr jeden Depp rein.

Ich habe auch schon beste Freunde gehabt, aber deren Frauenauswahl war immer sehr komisch. Die Weibsbilder waren immer sehr zickig, beäugten einen von oben bis unten. Man war froh, wenn sie daheim blieben und man mit dem guten Freund wieder alleine war. Die Stimmung war dann einfacher besser und gewohnt locker.

Ich würde keinen großen Terz machen. Geh einfach alleine hin, weil Deine Anwesenheit vielleicht symbolischen Charakter als Jugendfreund des Bräutigams hat, oder gehe gar nicht hin aus verbindlicher Loyalität zu Deiner Freundin.

Vielleicht hat der FS auch noch nicht deutlich genug gemacht, dass diese Beziehung äußerst verbindlich ist. Dazu gehört auch, dass der Mann generell nie ohne seine bessere Hälfte unterwegs ist und es sie quasi nur im Doppelpack gibt. So weiß jeder auf der Welt Bescheid, woran er ist. Wo liegt das Problem zu sagen: "Tut mir leid, ich komme nur mit meiner Partnerin/Lebenspartnerin, sonst ist es mir nicht möglich, zu erscheinen." So wichtig ist es wohl nicht, zu einer Hochzeit zu gehen.
 
  • #203
Ich versetze mich mal in die Braut hinein: Es ist meine Hochzeit, mein Tag, an dem will die NUR Leute um mich haben, die ich am allermeisten schätze…
Ist der Bräutigam dann auch dabei? Und darf der auch einladen? Wenn Deine beste Freundin heiratet und meint, Dein 15 Jahre älterer Partner würde nicht zu den anderen Partygästen passen, wie würdest Du reagieren?
Das Recht des Brautpaares, die Gäste auszusuchen, würde ich nicht in Frage stellen. Die Frage ist, welche Konsequenz ziehen die Gäste.
Ist aber hier erstmal nicht erkennbar.
Höchstens mit 3-5 besten Freunden - am liebsten auch ohne deren Anhang. Die kennt man ja nicht.
Ich weiß nicht, wie das bei Dir aussieht, aber wir haben eine Reihe Kontakte mit Paaren. Dass ich Partnerinnen gar nicht kenne, gibt es nicht. Es gibt immer wieder Events mit oder auch ohne Partner.
Die Hochzeit hat symbolischen Charakter für die Braut.
Sie symbolisiert dann defekte Sozialstrukturen.
Ich würde nicht mal meine Eltern dabeihaben wollen, …
Kann man natürlich machen, ist eine Entscheidung des Brautpaares. Wie reagieren Eltern dann?
Im Alter …ganz wenige Freunde …keine neuen Kontakte …"heiligen Kreis" …negative Energie
Die sind um die 40 und von geschlossener Sekte habe ich auch nichts gelesen.
…lässt nicht einfach so mehr jeden Depp rein.
Du lädst im Sommer zu, Grillen ein. Lauter alte Freunde ohne Anhang, der in den letzten 15 Jahren dazugekommen ist?
Ich habe auch schon beste Freunde gehabt, aber deren Frauenauswahl war immer sehr komisch. Die Weibsbilder waren immer sehr zickig, beäugten einen von oben bis unten.
Bedeutet, dass sehr viele Frauen zickig sind?
Geh einfach alleine hin, weil Deine Anwesenheit vielleicht symbolischen Charakter als Jugendfreund des Bräutigams hat, oder gehe gar nicht hin aus verbindlicher Loyalität zu Deiner Freundin.
Vielleicht ist ja eine Jugendfreundin der Braut dann auch Single, weil ihr Partner daheim bleibt. Könnte den „heiligen Kreis“ zusammenschweißen.
Dazu gehört auch, dass der Mann generell nie ohne seine bessere Hälfte unterwegs ist und es sie quasi nur im Doppelpack gibt.
Sollen Deine besten Freunde aber nicht machen?
"Tut mir leid, ich komme nur mit meiner Partnerin/Lebenspartnerin, sonst ist es mir nicht möglich, zu erscheinen."
Eben. Das Brautpaar entscheidet über die Gästeliste, der FS dann, ob er alleine kommt. Ganz einfach.
 
  • #204
Ich (m.) bin 43 und meine Freundin ist 23. Nun bin ich zur Hochzeit eines Jugendfreundes eingeladen worden, allerdings alleine, ohne meine Freundin - während unsere gemeinsamen Freunde alle mit Partnerin/Frau eingeladen sind. Ich habe den Bräutigam, meinen Jugendfreund, darauf angesprochen und er antwortete, seine Verlobte wünsche dies so, weil sie meine Freundin wegen unseres Altersunterschieds nicht dabei haben wolle (ihr O-Ton gemäß Bräutigam: "was sollen die anderen Gäste da von deinem Umgang denken?"). Ich finde dieses Vorgehen kränkend und diskriminierend, auch und v.a. meiner Freundin gegenüber. Darum erwäge ich, die Hochzeitseinladung auszuschlagen. Ich wäre für eine Fremdeinschätzung der Situation sehr dankbar und bedanke mich bereits im Vorfeld recht herzlich bei euch allen.
Ich würde die Einladung ebenfalls absagen. Solche Spießer sind doch keine Freunde.
 
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