• #1

Keine Kraft mehr seit psychischer Erkrankung meines Sohnes. Was tun?

Guten Abend, seit vielen Monaten bin ich stille Mitleserin und jetzt brauche ich dringend Hilfe. Ich bin alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen, 18 und 6 Jahre. Während unseres Sommerurlaubs im August 2017 in Marokko erkrankte mein älterer Sohn nach Cannabis Konsum an einer akuten Psychose. Er verschwand, musste von der Polizei gesucht werden und wurde nach einer Nacht un einem ganzen Tag völlig verwirrt und mit Wahnvorstellungen von der Polizei gefunden. Er kam dort auch in die Psychatrie, die einer Baracke ähnelte und wo er auf Beton schlief. Es gab dort noch nicht einmal Trinkwasser. Oft war kein Arzt vor Ort und niemand, der französisch sprach. Er bekam starke Medikamente, die soweit in Ordnung waren. Ich könnte das Land nicht verlassen, die Fluggesellschaft nahm uns nicht mit. Die deutsche Botschaft half auch nicht. Ich betreute meinen Sohn anschließend im Hotel und blieb länger als vier Wochen. Es war alles sehr sehr schrecklich. Hätte eine couragierte Hotelmitarbeiterin uns nicht 1000 km bis zur spanischen Grenze gefahren hätten wir das Land noch lange nicht verlassen können. Ich bin mit meinem kleinen Sohn und meinem Sohn mit akuter Psychose 3000 km mit dem Auto Schiff Bus und dem Zug nach Hause gereist. Anschließend war mein Sohn lange in der Psychatrie im Uni- Klinikum meiner Heimatstadt. Jetzt ist alles 11 Monate her, mein älterer Sohn hat sich stabilisiert,aber meinem jüngeren Sohn und mir geht immer schlechter. Mein jüngerer Sohn hat schreckliche Verlustängste und klammert sich panisch an mich, wenn ich ihn im Kindergarten abliefere. Auch ich habe oft Herzrasen und Panikattacken. Mein jüngerer Sohn hat jetzt auch therapeutische Hilfe, ich selber bräuchte das auch, sehe aber keinerlei Raum und Zeit, mir helfen zu lassen. Ich war zu Beginn 6 Wochen krank geschrieben, bin dann aber wieder Vollzeit arbeiten gegangen. Ich bin verbeamtet und habe einen guten Beruf. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich große Angst, dass ich diese Krise nicht bewältige. ich habe auch Angst vor weiteren Katastrophen, mein Grundvertrauen ins Leben ist zerstört. Ich versuche für meine Kinder da zu sein, aber bin selber so zerbrechlich. Meinem älteren Sohn geht es zwar besser aber ob er jemals wieder leistungsfähig sein wird, kann mir niemand sagen. Mein jüngerer Sohn ist so oft traurig, das tut mir sehr weh. Noch den Ferien wird er eingeschult und Ich mache mir große Sorgen, ob das klappen wird.ich habe schon mit meinem Hausarzt gesprochen,aber er meinte nur das müsse ich wohl durch. Ich habe einige Freunde, aber sie sind selber selber so eingespannt.Meine Mutter versucht mir zu helfen wo sie kann, aber sie ist selber gesundheitlich angegriffen und wohnt 160 km entfernt. Mein jüngerer Sohn ist so auf mich fixiert, dass selbst Babysitter es schwer haben. Ich brauche Hilfe,aber weiß nicht wie und wo ich sie erhalten kann.
 
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  • #2
Ich würde für den sechsjährigen einen Kinder- und Jugendlichen Psychologen suchen. Sicher hat da auch ein guter Kinderarzt eine Empfehlung? Dein Hausarzt scheint nicht der richtige zu sein, da kommt er nicht einfach durch, weil er muss. Die Erlebnisse, dazu ohne zweiten Elternteil waren anscheinend zu viel für ihn. Auch der Vater sollte mehr ins Boot geholt werden. Wo ist er? Kann er mehr als alle 14 Tage mal ein WE was beisteuern? Das du selber auch schwer mitgenommen bist ist völlig klar. Erst den großen Bruder "verloren" und du bist natürlich angeschlagen. Das macht deinem Kleinen dann auch noch Angst, das lässt sich kaum vermeiden. Wahrscheinlich kannst du abends auch nicht entspannendes außer Haus machen, weil du nicht wegkommst. Vielleicht gibt es geführte Meditationen oder etwas anderes das dich interessiert, auf Youtube. Vielleicht auch was für Kinder geeignetes schönes. w52
 
  • #3
-Gehe zu einer Familienberatungsstelle, die gibt es in Städten von staatlichen und kirchlichen Trägern. Schildere dort dein Problem so, wie du es uns hier geschildert hast. Sie werden dir zumindest Anlaufstellen geben und Vorschläge machen, wie du Hilfe bekommen kannst. Eine Familienpsychotherapie oder auch Familienaufstellung wäre sehr ratsam in deinem Fall.
-Zur Not kannst du dich auch an den Sozialpsychiatrischen Dienst wenden, der ist für Hilfe und Einleitung hilfreicher Maßnahmen bei psychischen Problemen der im Umkreis wohnenden erwachsenen Bevölkerung zuständig.
-Suche dir trotzdem, auch wenn du denkst, du hast keine Zeit, einen Therapieplatz für dich. Du brauchst unbedingt psychotherapeutische Hilfe. Dafür musst du dir Zeit freischaufeln! Willst du denn lieber zusammenbrechen und in der Psychiatrie landen?
-Dein 6-jähriger Sohn hat ja schon therapeutische Hilfe. Die braucht er dringend. Achte darauf, dass das etwas bringt und nicht beendet wird. Ggf. suche noch eine passendere Therapie für ihn.
-Beim Jugendamt bekommt man auch Hilfe in Form einer Familienhilfe, das ist eine Person, die ein- bis zweimal pro Woche bei dir zu Hause hilft, Struktur in deine Angelegenheiten und deinen Tagesablauf zu bringen, wenn du das nicht mehr bewältigst. Es ist aber keine Haushaltshilfe und kein Babysitter - wird häufig von Eltern missverstanden.
-Eine Mutter-Kind-Kur bzw. psychosomatische Reha für dich wären auch noch ein Vorschlag. Dass du mal rauskommst aus der Alltagsmühle und dich erholen und gleichzeitig sammeln kannst und zusammen mit deinem kleinen Sohn einige Wochen Gelegenheit bekommst, die ersten Schritte in Richtung Therapie zu machen.

Suche dir unbedingt Hilfe! In Deutschland gibt es viele Unterstützungsmöglichkeiten!

w54
 
  • #4
Ich brauche Hilfe,aber weiß nicht wie und wo ich sie erhalten kann.
Es kommt ein bisschen darauf an, wo du wohnst. Es gibt in jeder größeren Stadt ein Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse, die eine Beratung bzw Erstanamnese machen und dir kompetente Hilfe in deiner Region vermitteln. Du könntest dort anrufen und bekommst dort auch weitere Hinweise, an wen du dich wenden kannst.
Hausarzt ist ansonsten nicht so eine schlechte Adresse um nach den weiteren Schritten zu fragen, aber es gibt da einige die in psychischen Belangen nicht gut geschult sind - das hast du ja jetzt erlebt. Ich hatte mal nen Partner, der Hausarzt war /ist und MICH gefragt hat, ob ich ihm nicht mal ne Liste machen kann, wohin er seine Patienten schicken kann (ich bin nicht vom Fach). Daher vermute ich, dass die Vernetzung Psychotherapie und Allgemeinmedizin nicht gut genug funktioniert.
Für deinen Sohn kannst du auch schon unabhängig davon eine eigene Therapie für Kinder und Jugendliche anleihern. Das möchte er vielleicht erstmal bzw zunächst mal nicht, aber er ist noch klein und da kannst du schon auch darauf bestehen, dass er das mal versucht und jetzt erstmal macht - und den Aufbau der Beziehung dem Therapeuten überlassen.
Dass du keinen Raum /Zeit siehst dir selbst helfen zu lassen ist eine Ausrede, das musst du dir klar machen. Du hast Angst davor, dir helfen zu lassen - das ist was anderes. Natürlich hast du Zeit. Aber du hast auch Angst und vielleicht ist Scham im Spiel. Ich kann dir nur Mut machen, dich nicht von dir selbst unterkriegen zu lassen. Hab einfach den Mut was zu ändern für deine Söhne. Die brauchen dich. Und du brauchst dich auch. Hab Mut!
 
  • #5
Das ist alles schrecklich.
Aber denke daran, dass es auch Positives gibt in Eurem Leben.
  • Ihr lebt und ihr lebt hier.
  • Ihr könnte alle drei noch alles aus Eurem Leben machen.
  • Du hast eine guten Job.
  • Dein älterer Sohn hat das gröbste hinter sich.

Lass Dich von deier Krankenkasse beraten, wie ein Programm für Dich und Deine Sohn am Besten aussieht. Mutter-Kind-Uralub sollte möglich sein.
Ein weitere Möglichkeit : ProFamilia

Was ist mit dem Vater der Kinder ? Wieso kann er nicht helfen ?
 
  • #7
P. S. Entschuldige, ich hab nicht gut genug gelesen - du hast schon Therapie für den Kleinen - das ist super - vertrau ein bisschen. Du wohnst in einer Stadt mit Uni-Klinikum - das ist auch super, das heißt, die Stadt ist groß genug, dass es ein Angebot für dich gibt. Ruf das Institut an - und auch die Kontakte im Klinikum kannst du nutzen, um nach Möglichkeiten der Beratung für dich zu fragen. Du bist ja nicht die einzige Angehörige von Menschen mit schweren psychischen Belastungen - das ist ja ein häufiges Phänomen. Deshalb bekommst du da bestimmt auch Rat, an wen du dich wenden kannst. Nochmals alles Gute.
 
  • #8
Liebe Justemoi, das hier ist vermutlich kein geeignetes Forum, um Hilfe in so ernsten Lebenslagen zu erhalten! Du musst Dich auf jeden Fall in geschulte Betreuung begeben.

Meiner Ansicht nach solltest Du zuerst und sofort nach einer Familienberatung bzw. Familienhilfe in deiner Stadt suchen. Das bieten u.a. die Kirchen an, oft aber auch die Stadt selbst. Dort ist die Beratung in aller Regel kostenlos und die meiner Erfahrung nach sehr hilfsbereiten Leute helfen Dir dann auch mit Adressen zur weiterführenden Hilfe: z. B. Schulhelfer für deinen Sohn, Familienhelfer, damit Du zu Hause mal durchatmen kannst. Das ist mitunter mit einer Reihe von Anträgen und Formularen verbunden, aber man hilft Dir dort auch weiter mit dem Ausfüllen.

Dort kannst Du auch nach einer Mutter-Kind-Kur fragen. Die wissen dort auch über die Beantragung einer solchen Maßnahme Bescheid. Mutter-Kind-Kuren dauern normalerweise 3-4 Wochen mit intensiver interdisziplinärer Betreuung für Mutter und Kind. Je nach Lage erhält man dort Unterstützung von Psychologen, Ärzten, Physiotherapeuten, aber auch Yoga, Entspannungsübungen usw. kann man da lernen. Ist auch ein Wust von Anträgen, die man dafür braucht, aber in einer Ausnahmesituation absolut hilfreich!

Und last but not least habe ich die Erfahrung gemacht, dass man seine Freunde einfach nach Hilfe fragen muss. Die wissen oft selbst nicht, ob sie jetzt gewünscht sind oder ob man seine Ruhe haben will. Auch sind viele verunsichert, was sie zu der Situation sagen sollen. Wenn Du dann noch vermittelst, dass Du allein zurecht kommst, dann trauen sie sich nicht. Aber konkrete Bitten wie "Kannst Du morgen für mich einkaufen" oder "Wollen wir mal 1 Stunde zusammen spazieren gehen" schlägt normalerweise niemand aus.

Ich weiß, es ist extrem schwer, wenn man in einer so belasteten Situation auch noch die Energie aufbringen muss, Adressen herauszusuchen und Termine zu vereinbaren. Aber es wird nicht besser werden ohne diese letzte Anstrengung!
 
  • #9
ich habe schon mit meinem Hausarzt gesprochen,aber er meinte nur das müsse ich wohl durch.
Unverantwortlich. Suche Dir einen anderen Hausarzt.

Anlaufstellen sind
Sozialpsychiatrischer Dienst, Familienberatungsstellen,
Psychotherapeut.
Auch in Kombination.

Psychotherapie für Dich und Deinen Sohn.
Es steht zu befürchten, dass ihr beide sich die Ereignisse traumatisiert seid.
Also dringend therapeutische Unterstützung.
In größeren Städten gibt es zusätzlich auf Traumata spezialisierte Anlaufstellen.

Sozialpsychiatrischer Dienst / Familienberatungsstelle können Euch beraten, was es für Unterstützungsmöglichkeiten gibt.
Von Familienhelfern bis psychosomatische Akutkliniken.

Suche Dir dringend Hilfe.
Du hast viel geschafft, fast unmögliches.
Kein Wunder, dass es Euch nicht gut geht.

Nun gerne den Schritt und suche Dir die Unterstützung, und für Deinen Sohn.

Es geht um Eure Gesundheit.

Alles Gute, viel Kraft.

M, 54
 
  • #10
Du hast deinen großen Sohn nicht im Stich gelassen, als er in einem fremden Land in einem schlimmen Zustand war. Du hast alles gegeben, um ihn in Sicherheit zu bringen. Das hast du super gemacht. Aber nun wird es Zeit, loszulassen und dich um dich selbst zu kümmern und um deinen kleinen Sohn. Es tut mir sehr leid für dich, dass du so allein dastehst, so vieles allein tragen musst. Dazu bist du noch voll berufstätig. Das ist allein nicht zu schaffen.

Um dich von dem Schock zu erholen, dir Hilfe zu suchen, Kraft zu sammeln, die Situation und Hilflosigkeit aufzuarbeiten, brauchst du Zeit. Geh zu einem anderen Arzt oder einer anderen Ärztin, lass dich krankschreiben und zu einem Psychiater überweisen. Er kann eine bessere Diagnose stellen, dich länger krank schreiben, eventuell vorübergehend Medikamente verordnen, die dich stabilisieren oder eine Reha anleiern.

Allerdings nehme ich an, dass bei euch schon länger vieles nicht gut lief. Drogenkonsum deines Ältesten und ein netter Sommerurlaub in Marokko passen nicht zusammen. Möglicherweise hast du auf Probleme zu lange falsch reagiert. Wie auch immer, stelle dich der Situation, schau der Wahrheit ins Gesicht, ohne Ängste, ohne Schuld und geh davon aus, dass dein Großer seinen Weg vor allem allein finden muss. Natürlich mit psychiatrischer Unterstützung, aber es bringt nichts, wenn du mitleidest. Es gibt Selbsthilfegruppen für Anghörige psychisch Erkrankter oder Suchtkranker. Dort kannst du dich informieren, um besser mit der Thematik umgehen zu können.

Bezüglich des Kleinen könntest du beim Jugendamt um Familienhilfe anfragen. Dazu müsstest du eingestehen, dass du überfordert bist. Was die dir dann anbieten, ist individuell. Im besten Fall kommt regelmäßig eine Familienhilfe vorbei, berät dich, beschäftigt sich mit dem Kleinen, hilft im Haushalt.

Ansonsten vergiss nicht:

Du musst nicht immer funktionieren. Du hast selbst ein Leben und nur wenn du dies schön und wertschätzend gestaltest, kannst du anderen ein Vorbild und eine Hilfe sein.
 
  • #11
Aber denke daran, dass es auch Positives gibt in Eurem Leben.
@Kirovets Gedanken finde ich wichtig: richte dich (auch) an den positiven Seiten auf.
  • Du hast einen guten Job, der dir Sicherheit im Hintergrund bietet
  • Du bist stark, denn sonst hättest du den Heimweg aus Marokko nicht gemeistert
  • Du hast es geschafft, deinen großen Sohn wieder in sein Leben zu integrieren
  • Du erkennst die Not deines kleineren Sohnes und suchst aktiv einen Ausweg
Neben all den bis hierher schon angeführten Möglichkeiten, dich an die sinnvollsten Hilfsangebote zu halten, solltest du dich im Freundeskreis und in deiner Familie (Mutter, Geschwister?) umsehen und selbstbewusst um Hilfe bitten. In jedem Fall den Vater der Kinder (oder, falls es unterschiedliche Väter sind, akut den des kleineren Sohnes) einbinden. Mit Zeit, nicht mit Geld.

Auch jetzt, so lange noch Schulferien sind und dein Jüngster noch nicht eingeschult ist, mit ihm eine schöne Zeit verbringen, die ihm Mut macht, auch ohne dich seine Schritte zu gehen. Vielleicht Ferien zusammen mit Freunden und deren Kinder machen, damit sich dein Sohn nicht ausschließlich auf dich konzentriert, was seine Abhängigkeit zur Mama nur verstärkt. Dabei kann er spielend lernen, inmitten einer Gruppe (anderer) Kinder seinen Platz zu finden.
Vielleicht kann er auch eine oder zwei Wochen seiner Ferien mit seinem Papa verbringen, damit auch du die Chance hast, einen Wohlfühl- und Erholungsurlaub zu machen?

Nein, du tust mir nicht leid - ich bewundere dich für deine Stärken und bin sicher, dass du bald wieder in ruhiges Fahrwasser kommst; mitsamt deinen Jungs!
 
  • #12
Tut mir leid, was du erleben musstest.

Versuche doch, das ganze positiv zu sehen: Du hast einen schwierigen Situation gut gemeistert, du hast deine Kinder wieder sicher nach Hause gebracht. Deinem großen Sohn geht es wieder besser.

Erkenne doch, dass du nicht zerbrechlich und schwach bist, sondern sehr stark und mutig ! Das war eine großartige Leistung!

Wenn du dein Selbstbild änderst, wird sich auch deine Ausstrahlung ändern. Wenn du ausstrahlst, dass du stark bist, werden sicher auch die Verlustängste des Kleinen besser, als wenn er das Gefühl hat, dass du vorm Zusammenbruch stehst.

Was ist mit dem Vater der Kinder und Unterstützung seinerseits?

Was den großen betrifft: es war seine Entscheidung, die Drogen zu nehmen, er kannte das Risiko. Er ist erwachsen, es ist sein Leben und er muss dann halt die Konsequenzen tragen, wenn er nicht wieder voll leistungsfähig wird. Es muss ja nun auch nicht jeder studieren. Man kann auch anderweit ein gutes und erfülltes Leben führen.

Es liegt auch bei dir, welche Zukunft du deinen Kindern ausmalst. Wenn du suggerierst, dass das Leben ohne tollen Job und Studium nicht lebenswert ist, wäre das wenig hilfreich.

Hilfe kannst du dir ganz einfach durch eine Putzfrau zukommen lassen, denn die verschafft dir Zeit für dich / euch.
Kostet halt was. Sollte aber bei Verbeamtung nicht so ein großes Problem sein?
 
  • #13
Danke für eure Ratschläge. Ich habe zur Zeit Termine bei der Caritas, einer Erziehungsberatung wegen meinem jüngeren Sohn. Auch ich werde dort beraten. Nach einer Diagnostik werden Sie mir sagen ob mein Sohn weitere Hilfen benötigt. Ich denke, dass er einen erfahrenen Kindertherapeuten/ Psychologen benötigt, der auch Erfahrung mit Traumatherapie hat. Auch ich habe mir schon einen Therapeuten herausgesucht. Ich bin privat versichert und über die Beihilfe, ich weiß nicht wie es da mit einer Mutter -Kind Kur aussieht. Ich bin ehrlich gesagt schon erschlagen mit den ganzen Rechnungen, die ich für meinen älteren Sohn bekomme. Teure Medikamente muss ich ja auch immer vorstrecken. Das größte Problem ist eigentlich, dass ich dann nicht weiß wo mein ältere Damen hm hin soll. Er kann nicht alleine bleiben, er ist zwar wieder relativ selbstständig, aber immer noch ängstlich. Meine Eltern nahmen ihn mach dem Klinikaufenthalt für zwei Monate zu sich, sie wohnen aber in einem kleinen Dorf auf dem Pand in er hat dort außer seinem Cousin keine Sozialkontakte. Cannabis konsumiert er weint seiner Erkrankung auch nicht mehr , es werden regelmäßig Tests gemacht. Vorgeragt er jahrelang konsumiert, war deshalb auch bei der Drogenberatung. Im Schuljahr vor seiner Erkrankung hat er auf einmal richtig Gas gegeben und wollte doch noch unbedingt Abitur machen. Er wurde umgänglich und vernünftig. Daher dachte ich, dass er aus dem Gröbsten heraus sei. Ein sozialer Rückzug oder andere Vorzeichen, die auf eine Psychose hinweisen, habe ich nie bemerkt. Meine Kinder haben zwei verschiedene Väter, ich war lange Jahre alleine mit meinem älteren Sohn. Mein älterer Sohn versteht sich auch gut mit seinem Stiefvater. Er hängt zwar emotional an seinem Sohn ist aber sonst nicht hilfreich.
 
  • #14
Hallo justemoi,

Du hast ja schon ne Menge Tipps bekommen.
Ich glaube, die Verlustängste Deines kleinen Sohnes kommen daher, dass er zum einen seinen großen Bruder so verändert erlebt hat, und zum anderen und im entscheidenden Maße davon, dass er gespürt hat, wie sehr Dich das alles mitgenommen hat. Die Sicherheit, die er bislang empfand und vermutlich auch, dass die Welt immer von Mama in Ordnung gebracht werden konnte, ist weg, denke ich. Von daher hilfst Du ihm meiner Ansicht nach, wenn Du Dich auch verstärkt darum kümmerst, dass Du wieder ins Lot kommst.
Ich bin keine Psychologin, ich denke nur, dass für Kinder die Sicherheit die beiden Eltern sind. Ob Dein Sohn mitbekommen hat, dass der Papa weg ist, weiß ich nicht, aber bin sicher, sowas ist auch so ein Schlag ins Sicherheitsgefühl eines Kindes, wenn es eine emotionale Bindung zum Vater gibt. Und nun erlebte er Dich, wie Du völlig ratlos bist und für ihn nicht so da sein kannst, als wäre alles in Ordnung.
Das wird das Kind deutlich spüren. Es würde meiner Ansicht nach Deinem Sohn helfen, wenn Du diese Einstellung
ich selber bräuchte das auch, sehe aber keinerlei Raum und Zeit, mir helfen zu lassen
nicht hättest. Gibt es keine Möglichkeit der Beurlaubung oder Krankschreibung?

Noch den Ferien wird er eingeschult und Ich mache mir große Sorgen, ob das klappen wird.
Es wäre natürlich besser, wenn Du mehr Zuversicht ausstrahlen könntest. Dann hat Dein kleiner Sohn nicht auch durch Dich noch das Gefühl, das sei jetzt was ganz Schlimmes, wo er hin muss. Mir ist klar, dass Du keinen Schalter umlegen kannst. Aber ich würde mir dringend auch für mich selbst Hilfe holen. (Und das nicht nur, damit Du für Deine Söhne "funktionieren" kannst.)
Es wird die Verlustangst vielleicht gar nicht mindern, wenn Du Zuversicht bzgl. der Schule ausstrahlen würdest, aber wenigstens käme von Dir dann nicht auch noch das unterbewusste Signal, es käme nun was Schlimmes. Wie beim Zahnarzt: Wenn die Mutter selbst Angst davor hat, macht sie auch dem Kind mehr Angst, als wenn sie ne entspannte Haltung hat, wenn sie das Kind dorthin bringt.

Du weißt nicht, was die Zukunft bringt. Damit, sich JETZT schon fertig zu machen, was wird, hilfst Du niemandem, auch wenn ich das natürlich verstehe, dass es ein Kraftakt ist.
Manche Familien erleben sowas, es ist keine "Gottesstrafe" oder vom Schicksal irgendwas Böses, dass man das Vertrauen ins Leben wegschmeißen muss.
Es sind zerstörte Erwartungen und Probleme, die passieren können. Mancher Leute Leben läuft glatt, anderer Leute Leben nicht. Ich wünsche Dir die Kraft, das anzunehmen und damit bestmöglich umgehen zu lernen.
 
  • #15
Er hat keinen geregelten Job und zahlt keinen Unterhalt. Er hat keine gut ausgestattete Wohnung, wo mein Sohn ein Wochenende verbringen könnte. Er wohnt in einer anderen Stadt, 40 km entfernt. Seit sein Vater 2017 verstorben ist verbringt er viele Monate bei seiner Mutter in seinem Heimatland, angeblich, um sich auszuruhen. Ich habe mich bereits getrennt als mein Sohn 2 Jahre war, weil er absolut nichts auf die Reihe bekommen hat. Wir haben einen friedlichen Umgang meinem Sohn zuliebe aber wie gesagt besonders hilfreich ist er nicht und mein Sohn hängt auch nicht sehr an ihm. In der schweren Zeit, die hinter uns liegt hat er sich nur selten eingebracht. Seine Verwandten, die allerdings nicht in Deutschland wohnen, sind allerdings sehr herzlich und zugewandt.
Wahrscheinlich wissen sie, dass keine andere Frau sich auf ihn eingelassen hätte. Er ist Einzelkind und mein Sohn der einzige Enkel. Nach der Trennung habe ich mehrere Male im Jahr Urlaub in Heimatland von meinem Ex gemacht, damit mein Sohn den Bezug zur Familie nicht verliert. Dazu fehlt mir aber in diesem Jahr die Kraft und die Motivation. Urlaub machen wir dieses Jahr an der Ostsee.
 
  • #16
Was würdest du machen, wenn ich dir sage, das kommt alles von dir?
Dein Sohn ist volljährig und mündig.
Cannabis ist unserer Gesellschaft ja mitterweile normal.
Du hast dafür gesorgt, dass er in der Psychatrie sitzt.
In der Psychatrie stopft man Menschen zu Unrecht mit Medikamenten zu, damit sie still halten – damit die "Bösen" draußen die Individuellen in der Anstalt eindämmen können.
Dass man mit 18 eigene Probleme hat, sollte klar sein, sollte man Kindern aber zugestehen dürfen, dass sie negative Erfahrungen machen und mal rumspinnen.
Er ist 18 und darf ja so viele Nächte wegbleiben wie er will.
Eine Mutter muss Stärke beweisen, damit Kinder nicht die Orientierung verlieren. Weil du aber orientierungslos und hilflos und energielos bist, sind deine Kinder hilflos aufgeschmissen und davon kommt das.

Ich sage immer: Die Guten sitzen in der Psychatrie; die Bösen sitzen draußen und sorgen erst dafür, dass man dort rein kommt.

Warum hast du nichts getan, damit dein Sohn bloß keine Medikamente bekommt? Das verursacht doch lebenslange Hirnschäden! Wo ist deine Schutzfunktion als Mutter?

Rette schnell deine Familie und hole deinen Sohn zu dir!

Jetzt ist alles 11 Monate her, mein älterer Sohn hat sich stabilisiert,aber meinem jüngeren Sohn und mir geht immer schlechter.
Ja, deinem jüngeren Sohn wird wohl gleiches Schicksal widerfahren, weil du da irgendwas als Mutter nicht im Griff hast.

Auch ich habe oft Herzrasen und Panikattacken.
Ängste übertragen sich auf Kinder. Dein Sohn hat Angst, weil du Angst hast. W

Mein jüngerer Sohn hat jetzt auch therapeutische Hilfe, ich selber bräuchte das auch, sehe aber keinerlei Raum und Zeit, mir helfen zu lassen.
Sag mal, geht's bei dir eigentlich noch? Du bist krank und willst deine beiden in die Psychatrie schicken, obwohl du ein Problem hast?

aber bin selber so zerbrechlich. Meinem älteren Sohn geht es zwar besser aber ob er jemals wieder leistungsfähig sein wird,
Dein Sohn ist nicht leistungsfähig, weil du zerbrechlich bist! Was lebst du denn vor? Und was zerbricht dich?

Zu Recht! Du brauchst psychologische Hilfe, nicht deine Kinder! Hättest du Verantwortung getragen, würdest du dir helfen lassen, damit deine Kinder sich wegen dir im Anschluss nicht helfen lassen müssen, weil du eine schwache Mutter warst.
Ich denke, du siehst das nicht ein, oder? Du bist ja zu eitel, um dir helfen zu alssen

Er ist fixiert, weil er Stärke und Halt braucht, die du ihm nicht geben kannst. Wo ist der Vater?
 
  • #17
Liebe FS,
ich war sehr lange ehrenamtlich in einer Sucht und Drogenberatung tätig. Ich weiß nicht wo du lebst aber es scheint eine größere Stadt zu sein, da es dort ja auch eine Uni gibt. Du hast den richtigen Weg bereits eingeschlagen, den Weg zur Sucht und Drogenberatung. Wenn deine Anlaufstelle die Caritas ist, kann davon nur abraten und statt der Caritas die Beratungsstelle der Diakonie empfehlen. Die Beratung der Diakonie ist kostenfrei, genauso wie die Gesprächstherapie, das kannst du auch für dich selbst in Anspruch nehmen. Da du ja nicht nur Mutter deiner Söhne bist, sondern auch durch den Konsum deines Sohnes belastet, als auch in eine Form von Co Abhängigkeit mit drin hängst. Die Diakonie hat alles was du benötigst, Beratung, Psychotherapie, Familientherapie, Drogen und Suchtberatung und vor allem kann sie für dich alle Anträge stellen. Egal in welche Richtung oder Art, Mutter-Kind-Kur, stationäre Therapieeinrichtungen und vieles mehr. Ich habe in der Zeit meiner ehrenamtlichen Tätigkeit viele Erfahrungen gesammelt und wenn du bereit wärst uns nur das Bundesland zu schreiben kann ich dir gerne sagen welche Einrichtung meiner Meinung nach die Beste wäre. Bis dahin alles Gute,
LG, Schriftrolle
 
  • #18
Lass Dir helfen.Erst mal brauchst Du eine Beratung. Auch den Hausarzt solltest Du mit einbeziehen. Und wenn alles geregelt ist, etwas für Dich tun. Reha, Urlaub oder ein Aufenthalt in einer Psychiatrie kann helfen.
 
  • #19
Die Auffälligkeiten meines jüngeren Sohnes begonnen erst vor ca. 6 Wochen, er wollte von heute auf morgen nicht mehr in den Kindergarten. Ich dachte, dass das auch damit zusammenhängt, dass er dort fast 6 Jahre verbracht hat zusätzlich zu seinen Verlustängsten, er klammert sich jeden Morgen an mich und muss mit Gewalt von mir getrennt werden. Dabei ist er verzweifelt und beinahe hysterisch und es dauert lange , bis er sich beruhigt. Diese Woche sollte er an einem Zirkusprojekt an seiner Schule teilnehmen und er hat sich sehr darauf gefreut. Am ersten Tag musste sein Bruder die kompletten drei Stunden mit ihm dort bleiben weil er Angst hatte. Er kennt auch kein anderes Kind, da er eine Kita neben meiner Arbeitsstelle besuchte und hier im Stadtteil keine Kinder kennt. Am 2. Tag ist er auf dem Schulhof weggelaufen und hat wieder geweint, so dass die Lehrerin meinte, es hätte keinen Sinn. Jetzt mache ich mir Gedanken, wir es nach den Ferien funktionieren soll. Für meinen älteren Sohn wünsche ich mir dass er ein sinnvolles Leben führen kann. Er versucht nach den Ferien weiter zur Schule zu gehen. Er braucht nicht studieren und keinen top Job aber jeder wünscht sich doch für sein Kind, dass es ein ausgefülltes,selbstbestimmtes Leben leben kann. In der geschlossenen Psychatrie habe ich so viele traurige Fälle gesehen von jungen Männern Anfang 30 die seit Jahren diese Krankheit haben. Die meisten hatten keinen Kontakt zur Familie, lebten im schlimmsten Stadtteil in trostlosen Wohnungen, rauchten 2 Packungen Zigaretten aus Langeweile und hatten außer ihrem Betreuer niemandem in ihrem Leben. Kein Wunder, dass sie nicht gesund werden. Natürlich macht mich das nachdenklich und traurig . Ich sehe aber auch mach vorne und weiß dass jeder Krankheitsverlauf anders ist. Dennoch denke ich dass mein Sohn zeitlebens vulnerabel bleiben wird. Schön ist dass er sich trotzdem am Leben freut und zufrieden ist. Er ist nicht depressiv. Nächste Woche noch und dann sind Sommerferien. Krank schreiben kann ich mich natürlich, aber ich war auch dankbar wieder den Weg zurück zur Arbeit gefunden zu haben. Die Arbeit lenkt mich ja auch ab und gibt mir auch ein Stück Sicherheit. Sollte es mir nicht besser gehen, kann ich mich aber krank schreiben lassen. Ich erhalte ja glücklicherweise meinen vollen Lohn, egal wie lange ich krank geschrieben bin. Nur habe ich Sorge, dass ich den Weg in die Arbeitswelt dann nicht mehr zurück finde. Ich möchte auf jeden Fall weiter arbeiten, ich denke auch, dass ich in Zukunft meinen älteren Sohn finanziell unterstützen möchte, so dass er wenigstens nicht in Armut leben muss.
 
  • #20
@justemoi, wie sind eigentlich die Prioritäten in deinem Leben sortiert? 1.Wohlstand, 2.Persönliche Weiterentwicklung (Job) und 3. Kinder und Familie?

Wenn du dir dessen nicht bald bewusst wirst, landest du wohl als nächstes in der Psychiatrie. Was wird dann aus deinen Jungs? Du bist die einzige Person die ihnen bedingungslose Liebe und Zuneigung geben will und kann. Keinen wird das Leben oder die Gesundheit deiner Kinder so interessieren wie es für dich wichtig ist. Niemand kann dich ersetzen.

Vll. Solltest du an dieser Stelle deine Lebenswerte sortieren.

Für viele Leute klingt es absurd, aber zum Beispiel habe ich auch lange studiert und finde viel Erfüllung in dem was ich mache. Aber für meine Tochter und generell für die Menschen die ich liebe, würde ich unverzüglich alles stehen und liegen lassen, weil meine oberste Priorität, das Wohl meiner Familie ist. Dicht darauf gefolgt die persönliche Weiterentwicklung.

Ich wünsche dir viel Kraft, den richtigen Weg für dich und deine Kinder zu finden.
 
  • #21
An einem Uni Klinikum gibt es auch eine Beratungsstelle für Patienten und ihre Angehörigen. Da würde ich mal einen Termin machen ....
Hat auch den Vorteil, dass die Mitarbeiter dort mit der Klinik als solcher vernetzt sind.
Jugendamt - Finger weg. Das gibt nur weitere Schwierigkeiten.
Falls dein Kleiner momentan in einem Kindergarten ist - schau mal, ob du dort eine vernünftige Mitarbeiterin findest, die du fragen kannst, wie du die Schulpflicht für deinen Kleinen ein Jahr hinauszögern kannst.

Hast du mal mit dem Kleinen gesprochen ? So in dem Stil: Dein grosser Bruder war sehr krank. Daher konnten wir ihn nicht alleine lassen und mussten für und mit ihm kämpfen. Das würde ich für dich auch tun ...... Vielleicht sieht er dann, dass du weder ihn noch den Bruder im Stich lässt.

Alles Gute für euch 3
 
  • #22
Ich sage immer: Die Guten sitzen in der Psychatrie; die Bösen sitzen draußen und sorgen erst dafür, dass man dort rein kommt.
Ich kenne ein paar Leute, die in Behandlung, auch stationär, waren, und ich habe z.B. eine Freundin dort besucht. Von ihren Erzählungen her kann ich Dir sagen, dass Du Dich irrst. Ich will bestimmt nicht behaupten, dass das, was dort abläuft, immer hilfreich ist, dass manche Ärzte nicht selbst auch unfähig sind. Und für manche Patienten ist es auch genau das Falsche, dort zu sein. Aber so pauschal, wie Du das hier schreibst, stimmt das keineswegs, zumal manche auch verwirrt und aggressiv sind.
Wie es mit der Medikamenteneinnahme ist, kann ich nicht beurteilen, also ob man dem Jungen der FS besser keine gegeben hätte, damit sich das Gehirn wieder von selbst einpegelt. Er hatte allerdings eine Psychose, vergiss das nicht.
Ich habe eine entfernte Bekannte, die ihre Medikamente nicht nimmt und aber auch nicht wieder gesund wurde. Sie hat immer noch Paranoia, vielleicht nicht so krass wie schon vor zig Jahren, kann aber mittlerweile so damit leben, dass sie das wohl verbergen kann bei ihrer Arbeit, zumal sie verbeamtet ist. also keiner sie so schnell aus dem Job bekommt. Aber sie hat einige Dinge getan, die sehr auffällig waren, bevor sie zum Arzt kam.
Cannabis ist unserer Gesellschaft ja mitterweile normal.
Und kann durchaus Psychosen auslösen. (Interessante Sendung zum Thema Drogen "Quarks - Drogen - gefährlich oder halb so wild", ist noch in der Mediathek, darin wird in der letzten Viertelstunde auch Cannabis behandelt und auch darauf eingegangen, dass das Zeug heute ganz anders zusammengesetzt bzw. konzentriert ist als früher.)
Er ist 18 und darf ja so viele Nächte wegbleiben wie er will.
Damals war er 16 oder 17, und beim Urlaub in Marokko, würde ich sagen, sollte er im Hotel übernachten.
Warum hast du nichts getan, damit dein Sohn bloß keine Medikamente bekommt? Das verursacht doch lebenslange Hirnschäden!
Den Schaden hat er sich selbst zugefügt, als er das Zeug konsumiert hat. Wer weiß auch, wie das gestreckt oder verpanscht war. Das soll kein Vorwurf an einen Jugendlichen sein, dass er es hätte wissen müssen. Und ich werde auch der Mutter keinen Vorwurf machen, dass die Bindung schlecht sei und sie ihn nicht von abhalten konnte. Also ich denke, bei Psychosen bleibt nichts als Medikamente, auch wenn ich wie Du denke, dass sie nicht ohne sein werden und natürlich auf den Hirnstoffwechsel einwirken, der durch die Drogen aus dem Gleichgewicht sein wird. Ich hoffe, dass die Ärzte auch alles daran setzen, sie möglichst wieder abzusetzen.
 
  • #23
Ein paar Tipps
Es wäre keine Kur, sondern eine Einweisung in eine psychosomatische Akutklinik. Es gibt Kliniken mit Platz für Kinder. Das geht über die Krankenkasse.

Für den Großen ein betreutes Wohnprojekt, damit er weiter betreut aus und aufgebaut?

M, 54
 
  • #24
Eine Psychose durch Cannabis kommt nicht vom einmaligen Gebrauch. Du musst schon jahrelang nicht mitbekommen haben, was dein Sohn so treibt. Du hast dich zu wenig gekümmert und das sind jetzt die Konsequenzen. w58
 
  • #25
Was würdest du machen, wenn ich dir sage, das kommt alles von dir?
[ ... ] Weil du aber orientierungslos und hilflos und energielos bist, sind deine Kinder hilflos aufgeschmissen und davon kommt das.
[ ... ]
Ja, deinem jüngeren Sohn wird wohl gleiches Schicksal widerfahren, weil du da irgendwas als Mutter nicht im Griff hast. [ ... ]
Sag mal, geht's bei dir eigentlich noch? Du bist krank und willst deine beiden in die Psychatrie schicken, obwohl du ein Problem hast? [ ... ]
Zu Recht! Du brauchst psychologische Hilfe, nicht deine Kinder! Hättest du Verantwortung getragen, würdest du dir helfen lassen, damit deine Kinder sich wegen dir im Anschluss nicht helfen lassen müssen, weil du eine schwache Mutter warst.
Ich denke, du siehst das nicht ein, oder? Du bist ja zu eitel, um dir helfen zu lassen
Großartig diese Anschuldigungen - und sehr hilfreich für @justemoi. Tja, aus der Ferne lässt sich leicht (ver)urteilen! Ich hoffe, die FS überliest diesen Unsinn!

Jede einigermaßen wache Mutter weiß, dass ALLE unsere Kinder immer wieder Gefahren ausgesetzt sind, zumindest dann, wenn sie nicht zu Hause eingesperrt werden - was auch nicht lebensnah wäre. Schließlich besteht das Umfeld eines Kindes oder Heranwachsenden nicht nur aus dem Elternhaus: sie haben (glücklicherweise) auch Kontakt in andere Kreise, in der Schule, in der Freizeit. Die einen schaffen es, hier problemlos hindurch zu kommen, andere Kinder sind labiler und geben Verlockungen nach, die nicht immer wirklich gut für sie sind. z.B. Cannabis oder härtere Drogen.

Wir Erwachsenen haben auch Verlockungen, die uns nicht immer guttun, man lese nur hier ein Weile mit und lerne dabei, wie viele Beziehungen keine »Gücksziehungen« sind.
Dann gilt es, die Fehler und Probleme zu erkennen und alleine, oder mit Hilfe zu korrigieren. Nebenbei, liebe(r) @Schneggel, therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen heißt nicht »in die Psychiatrie gehen«, wie du dich ausdrückst.

Ich finde unverändert, dass sich @justemoi richtig und verantwortungsvoll verhält. Sie hat einen schweren Weg mit ihren Kindern vor sich, steckt aber nicht den Kopf in den Sand.
Ich wünsche ihr viel Glück dabei!!
 
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  • #26
Was würdest du machen, wenn ich dir sage, das kommt alles von dir?
Dein Sohn ist volljährig und mündig.
Cannabis ist unserer Gesellschaft ja mitterweile normal.


Du hast dafür gesorgt, dass er in der Psychatrie sitzt.
In der Psychatrie stopft man Menschen zu Unrecht mit Medikamenten zu, damit sie still halten – damit die "Bösen" draußen die Individuellen in der Anstalt eindämmen können.
Dass man mit 18 eigene Probleme hat, sollte klar sein, sollte man Kindern aber zugestehen dürfen, dass sie negative Erfahrungen machen und mal rumspinnen.
Er ist 18 und darf ja so viele Nächte wegbleiben wie er will.
Eine Mutter muss Stärke beweisen, damit Kinder nicht die Orientierung verlieren. Weil du aber orientierungslos und hilflos und energielos bist, sind deine Kinder hilflos aufgeschmissen und davon kommt das.

Ich sage immer: Die Guten sitzen in der Psychatrie; die Bösen sitzen draußen und sorgen erst dafür, dass man dort rein kommt.

Warum hast du nichts getan, damit dein Sohn bloß keine Medikamente bekommt? Das verursacht doch lebenslange Hirnschäden! Wo ist deine Schutzfunktion als Mutter?
Klingt irgendwie bekifft.

Wenn ein Mitreisender im Urlaub verschwindet ist es normal sich an die Polizei zu wenden. Wenn diese dann den Vermissten im psychotischen Zustand aufgreift ist es normal, dass der Aufgegriffene zunächst in die Psychatrie kommt. Das entscheidet in Marokko anscheinend die Polizei und nicht ein Angehöriger.

Wenn keine Fluggesellschaft diese Person mitnehmen will müssen die Psychosen recht heftig sein. Die erste Gesundheitsschädigung erfolgt durch den Cannabis Konsum. Die Nebenwirkungen der Psychopharmaka sind da erst einmal zu vernachlässigen.

Das Cannabis in der Gesellschaft angekommen ist stimmt. Dieses Beispiel zeigt aber, warum dies nicht gut ist. Psychosen auf Grund von Cannabis Konsum sind nicht selten und können z.B. in dauerhafte Berufsunfähigkeit führen.

@justemoi für deinen Sohn wird es notwendig sein seinen bisherigen Freundeskreis auszuwechseln, denn in diesem Freundeskreis wird kiffen normal sein. Ein dauerhafter räumlicher Wechsel könnte dazu hilfreich sein.

Retten kannst du deinen älteren Sohn nicht. Er muss sich selbst retten. Dein Fokus sollte jetzt auf seinen kleinen Bruder liegen.
 
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  • #27
@justemoi, wie sind eigentlich die Prioritäten in deinem Leben sortiert? 1.Wohlstand, 2.Persönliche Weiterentwicklung (Job) und 3. Kinder und Familie?

Wenn du dir dessen nicht bald bewusst wirst, landest du wohl als nächstes in der Psychiatrie. Was wird dann aus deinen Jungs? Du bist die einzige Person die ihnen bedingungslose Liebe und Zuneigung geben will und kann. Keinen wird das Leben oder die Gesundheit deiner Kinder so interessieren wie es für dich wichtig ist. Niemand kann dich ersetzen.

Vll. Solltest du an dieser Stelle deine Lebenswerte sortieren.

Für viele Leute klingt es absurd, aber zum Beispiel habe ich auch lange studiert und finde viel Erfüllung in dem was ich mache. Aber für meine Tochter und generell für die Menschen die ich liebe, würde ich unverzüglich alles stehen und liegen lassen, weil meine oberste Priorität, das Wohl meiner Familie ist. Dicht darauf gefolgt die persönliche Weiterentwicklung.

Ich wünsche dir viel Kraft, den richtigen Weg für dich und deine Kinder zu finden.
Die FS muss erst einmal darauf schauen, dass sie genug Kraft findet, sich den Anforderungen, besonders mit dem kleinen Sohn, zu stellen. Ein erfülltes Berufsleben ist da durchaus förderlich. Man kann manchmal einfach nicht mehr und Ablenkung, besonders in einem Beruf, der Sinn und Freude macht, ist besser, als daheim beim Elend traurig zu sein. Das mag sich egoistisch anhören, ist aber die einzige Möglichkeit, stark zu bleiben. Wenn du alles fallen lässt, fällst du ziemlich sicher auch, das ist in Punkto Seelenhygiene nicht förderlich. Gilt besonders für pflegende Menschen, ganz besonders mit psychisch herausfordernden Familienangehörigen.
 
  • #28
Nur habe ich Sorge, dass ich den Weg in die Arbeitswelt dann nicht mehr zurück finde.
So schnell geht das nicht - nicht gleich den Teufel an die Wand malen! Dass du Hilfe organisiert, ist das allerwichtigste - und dann findet sich alles. Vertrau ein bisschen. Jetzt mag es so aussehen, als sei alles nicht zu bewältigen. Aber du wirst das bald anders sehen. Dafür hast du ja auch schon die Hilfe organisiert. Das wird werden! Ich bin beeindruckt von der Liste der Hilfsmöglichkeiten, die hier in kurzer Zeit zusammen gekommen ist. Weißt du was das heißt? Nicht nur, dass es Hilfe gibt, sondern auch, dass jeder in eine solche Situation geraten könnte (sonst gäbe es die Angebote nicht) - dass das auch passiert - und dass man dann aber nicht allein ist. Guck mal, du hast die Ressourcen, etwas zu mobilisieren. Du schaffst das!
schau mal, ob du dort eine vernünftige Mitarbeiterin findest, die du fragen kannst, wie du die Schulpflicht für deinen Kleinen ein Jahr hinauszögern kannst.
Daran hatte ich auch gedacht! Ist bestimmt eine gute Idee, darüber mal nachzudenken, aber mach das nicht alleine. Am besten mit einer kundigen Person besprechen, die mit eurer Situation etwas vertraut ist, der Therapeutin deines Kleinen. Es kann sein, dass der Kleine Panik schiebt, weil du es tust. Vielleicht ist es so, dass er DICH gerade nicht alleine lassen kann, weil er sich sorgt. Vielleicht stärkt es ihn eher, wenn man ihm vermitteln kann, dass er das packt, mit der Schule. 8 Wochen noch - da kann schon noch was passieren, das ist gar nicht so wenig Zeit. Hast du mit seiner Therapeutin /seinem Therapeuten regelmäßig Kontakt? Du kannst sicher einen Termin machen und besprechen, wie du ihn am besten unterstützt. Sie / Er hat sicher eine Sicht auf Schulbeginn verschieben ja oder nein?
 
  • #29
@justemoi, Wirklich helfen kann dir hier keiner, Tipps, Ratschläge etc. etc. mehr aber nicht. Es liegt an dir und nur an dir, etwas an der Gesamtlage deiner Familie zu ändern. Es bringt nichts hier nach Lösungen zu suchen, vor allem dann nicht, wenn du die Lösungen bereits kennst. du weißt doch genau was du tun musst um eine dauerhafte Lösung zu finden. Dann frage ich dich warum tust du es denn nicht, was hindert dich daran? Wie lange willst du noch am PC sitzen und im Forum schreiben, denn bei jeder deiner Antwort geht es dir immer schlimmer, was sich ja auch auf deine Kinder auswirkt, da solltest du ansetzen und nicht hier im Forum,...
Alles Gute
Schriftrolle
 
  • #30
Mein Sohn hat schon vorher Cannabis konsumiert und das war mir bewusst, ich habe viele Hilfen gesucht, er war ein Jahr einmal wöchentlich bei einer Drogenberatungsstelle. Ich habe außerdem psychologische Hilfe und Hilfe beim Jugendamt für ihn gesucht. Zu sagen ich hätte die Augen verschlossen ist also gewagt. Mein Sohn hat allen versichert er habe mit dem Kiffen aufgehört, als er wieder normal wirkte, gute Schulnoten hatte und einen vernünftigen Freundeskreis habe ich ihm geglaubt. Im übrigen kiffen sehr viele Jugendliche an allen Schulformen und aus allen Bildungsschichten. Auch vor unserem Marokko Urlaub habe ich ihn eindrücklich gewarnt, sich nicht irgendetwas andrehen zu lassen. Ich habe viel über Psychosen und Schizophrenie gelesen und denke dass nur ein geringer Prozentsatz mit einer Psychose reagiert, es muss eine Disposition dafür vorhanden sein sonst würde man nicht erkranken. Auch ein Trauma kann eine Psychose auslösen. Ich weiß nicht wie man Jugendlichen das Kiffen verbieten soll. Ich bin dankbar, dass er es jetzt nicht mehr tut, auch wenn es nicht leicht ist. In allen Parkanlagen, bei allen Freizeitaktivitäten, überall begegnet ihm Cannabis. Von den meisten seiner früheren Freunde hat er sich distanziert.