• #31
Liebe FS, erstmals herzlichen Glückwunsch zu deinem Kind, zu deinem Erfolg und Selbständigkeit. Wobei ich ehrlich gestanden Probleme habe dein Lebenslauf zu glauben. Mit 19 Mutter, jetzt mit 20 Duales Studium, Selbständig und viel Geld in der Tasche. Keine Hilfe von niemandem, keine Mutter, kein Vater, kein Freund. Wie hast Du all das innerhalb eines Jahres geschafft alleine ohne Hilfe. Wenn deine Geschichte wahr ist, dann sollst sehr stolz auf dich sein. Das meine ich wirklich wirklich.
Wenn du keinen Partner möchtest, dann sollst Du eben ohne Partner sein. Es gibt kein Gesetz, dass jede einen Partner haben muss. Mach es so wie du es möchtest.
 
  • #32
Betrachtet man das Leben als Abfolge vieler Momentaufnahmen kann man nur sagen . Du hast aus deiner momentanen Situation wohl das Beste gemacht. Chapeau

Dir und deiner Tochter wünsche ich, dass deine Kämpfernatur dafür sorgt, immer wieder die richtigen Entscheidungen zu treffen. Was das Leben dir noch bringt ? So genau weiss das niemand - aber du wirst täglich Möglichkeiten und Chancen finden. Mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, täglich Entscheidungen zu treffen und auch einen Blick für das Schöne bewahren - dann hast du die Chance, ein Leben in Zufriedenheit zu führen.
Und dich vielleicht in einigen Jahren auch für einen Mann zu entscheiden.
 
  • #33
Du bist 20 Jahre jung und, entschuldigen bitte, verbittert.

Natürlich brauchst du keine Beziehung eingehen, ist ein freies Land, aber du wirst dich wundern, Menschen ändern im Laufe ihres Lebens mitunter ihre Ansichten, ich wünsche dir Heilung und dann isset auch okay.

Es ist okay mit deiner Tochter die Zeit zu genießen aber mach dir klar:
Auch sie wird größer, wird in die Welt hinausgehen, Freunde haben- es wird weniger werden im Laufe der Zeit und auch das ist okay.

Auch ich wurde Mal sehr verletzt in jungen Jahren, ich versteh schon deine momentane Einstellung, aber weisst du was?
Irgendwann heilt das und dann traf ich meinen Mann.
Ich bereue keine Zeit meines Lebens auch nicht die Phase die du beschreibst, aber heute bin ich glücklich mit Mann (hättest du mir das vor 10 Jahren gesagt hät ich dir nen Vogel gezeigt!)

Alles Liebe wünscht ich dir!
 
  • #34
Es ist schön, dass du dein Kind liebst und beruflich voran kommen möchtest . Du brauchst auch nicht unbedingt einen Mann . Wir alle aber brauchen enge Bindungen . Ich hatte als Alleinerziehende immer viel Kontakt zu Familien hauptsächlich aus meiner Kirche . Mit war sehr wichtig , dass mein Sohn auch Familienleben kennen lernt und nicht nur das Leben mit mir kennt . Ich hatte auch viele Single Freundinnen die gerne Zeit mit mir und meinem Kind verbracht haben . Du brauchst auch erwachsene Freunde um dich herum , dein Kind braucht andere Bezugspersonen und auch andere Kinder . Auch andere männliche Vorbilder . Baue dir wertvolle Beziehungen auf . Es ist sehr heilsam .
 
  • #35
Vor 40 muss man heute gar nicht mehr ans Familienleben denken, weil man einen vernünftigen Lebenspartner heute erst im hohen Alter findet. Bis dahin sind die meisten Menschen auch (wie du heute) damit beschäftigt, ihr eigenes Familiendrama/schwere Kindheit zu bewältigen bzw. auch Karriere und Träume verfolgen. Und das kann erstmal ein paar Jahrzehnte dauern.

Aus Erfahrung mit anderen kann ich dir sagen, hat keiner in meinem Umfeld eine gesunde Beziehung vor seinem 40. Lebensjahr geführt. Viele wussten erst mit Ende 30 wer sie sind und haben davor nur Blödsinn gemacht. Da musste erst sehr viel Lebenserfahrung ins Land laufen.

Ich vermute bei der heutigen Jugend, zu der du auch gehörst, ist es noch viel schlimmer. Weil die heutige Jugend viel unreifer ist als wir damals, und viel weniger Verantwortung aufgestemmt bekommt.

Übrigens: Männer gehen nicht nur fremd und lassen Frauen schwanger im Stich. Warum sollte ein Mann, der gerne Kinder will und sich nach einer Familie sehnt, dich verlassen? Das wird so einer nie tun. Dein Fehler war, mit einem Schwein von Mann ins Bett gegangen zu sein und nicht richtig verhütet zu haben, der niemals ein Kind wollte, keine Familie und dich womöglich nie geliebt hat. Der außerdem aus gleichen verworfenen Verhältnissen wie du kommt. Welche Oma und Opa will denn nicht ihr/sein Enkel sehen? Scheint mir irgendwie befremdlich zu sein und kann ich gar nicht glauben.
 
  • #36
Scheint mir irgendwie befremdlich zu sein und kann ich gar nicht glauben.
Ich kann mir da mehrere Szenarien vorstellen.
Da die FS in anscheinend auch einiges an Unterhalt bekommt, ist es auch gut möglich, dass der Vater des Kindes deutlich älter ist und sich so ein wenig frei kauft.
An die FSin:
Kümmere dich um deine Seele. Und heile deine Kindheitstraumen so weit als möglich.
Lerne die Bedürfnisse eines Kindes in den verschiedenen Alter Stufen und die Reaktion darauf...
Sonst wird dir in der Kindererziehung deine eigene Kindheit auf die Füße fallen.
Spätestens dann, wenn die Autonomie Phase deiner Tochter beginnt und du dich provoziert fühlst von ihr
Da du zu ihr eine gute Beziehung haben willst, brauchst du gute Vorbilder und Leitbilder bei der Kindererziehung, denn auf deine intuitiven Reaktion brauchst du dich nicht verlassen, da hast du zu viel eigene Wunden.


Alles Gute für euch
 
  • #37
Du bist 20 Jahre jung und, entschuldigen bitte, verbittert.
Guck Dir ihren Hintergrund an und Du weißt warum.
Sie ist emotional, bei "die Eltern haben sie weggegeben" , die Fakten sprechen aber für Inobhutnahme wegen massiver Kindswohlgefährdung, d.h. die Eltern hatten keinerlei Wahl.

Sie sehnt sich danach, dass die Eltern anerkennen, was sie trotz widrigster Umstände auf die Beine gestellt hat und wohl auch ihr Kind gut finden. Und was machen die Eltern - wollen keinen Kontakt, ist ihnen alles nichts wert.

Genau das macht der Vater des Kindes und dessen Eltern auch. Sie hat jeden Grund abgrundtief verbittert und wütend zu sein - auch wenn es nichts nützt und die Wut sie eher dazu bringt, weitere Flurschäden anzurichten.

Sie könnte es sich etwas leichter machen, indem sie die jeweiligen Hintergründe des Handelns anschaut und gerade bei ihrer Meinung zu ihren Eltern erkennt: kein Kontakt ist hier die bessere Wahl für sie und ihr Kind.
Aber das kannst Du von einer 20-jährigen nun wirklich nicht verlangen, trotz aller Therapien und Profis, die sich an ihr abgearbeitet haben. Sie hat genug mit Kind, Studium und Beruf an den Hacken.

Bei ihr ist ja auch wahrscheinlich ist, dass immer wieder irgendwelche Ämter angerollt kommen und die Eltern wegen Unterhaltsforderungen in ihre Erinnerung ziehen - doppelt ungerechtes System bei so einem Elternversagen.

Und genauso ungerecht findet sie die Ablehnung von sich und ihrer Tochter durch die "Vaterfamilie". Da haut sie rein, arbeitet sich unter widrigstem Umständen aus den schlechten Startbedingungen heraus auf ein gutes Level und kriegt einmal mehr mitgeteilt "Du bist nicht gut genug" und das gilt jetzt auch noch für ihre Tochter.

Das möchte ich sehen, dass Du da ohne Verbitterung rauskommst.

Auch ich wurde Mal sehr verletzt in jungen Jahren, ich versteh schon deine momentane Einstellung, aber weisst du was?
Irgendwann heilt das
Ich glaube nicht, dass das vergleichbar ist ("mal sehr verletzt" gegen zerstörtes Leben) und einfach so heilt - sie hatte ja auch reichlich Therapien und Wechsel zwischen den Jugendhilfeeinrichtungen, bis man sie mit 16 einfach in eine eigene Wohnung gesetzt hat um sie loszusein - egal ob damit überfordert oder nicht. Das System zahlt und will seine Ruhe.

Scheint mir irgendwie befremdlich zu sein und kann ich gar nicht glauben.
Lies den nachgereichten Hintergrund der FS und wenn Du Dich etwas auskennst im Leben, dann weißt Du warum es so ist, wie es ist.
 
  • #38
Hm… Kind vor einem Jahr bekommen und jetzt in der Kita.
Duales Studium zur Selbständigkeit…..
Vater der Tochter kümmert sich nicht, aber Unterhalt und winkt mit Immobilien… wieder hm…..
Erzähl doch mal warum der Vater des Kindes sich nicht kümmert.
Wie steht ihr zueinander?
Er ist sehr viel älter als du, mindestens 20 Jahre, richtig?
Vielleicht sogar anderweitig verheiratet oder hat Familie, richtig?
Du warst die Affäre, richtig?
Hm…..
Ich warte mal ab wie sich das hier entwickelt, aber ich habe große Zweifel.
M50
 
  • #39
Ich bin 20 und letztes Jahr ungeplant Mama geworden.

Ich mache aktuell ein duales Studium und habe mich kürzlich gemeinsam mit einem Freund von mir selbständig gemacht. Meine Tochter geht in die Kita. Finanziell sieht es gut bei mir aus, ich bekomme viel Unterhalt und verdiene gut.
Wow, was für eine Geschichte.

Wie schaffst du das, AE-Mutter, duales Studium und dazu noch Selbstständigkeit? Wie lange ist dein Kind in der Kita? Von 6.00-18.00 Uhr?

War selber lange AE-Mutter.

W Ü55
 
  • #40
Ich finde es seltsam, dass weder in der Ursprungsfamilie noch in der Familie des Kindesvaters noch der Kindesvater selbst - also kein einziger Mensch sich für dich und dein kleines Kind interessiert und zu dir steht.

Das müssen ja alles schlimme Menschen sein, dass nicht einmal die Großeltern ihr süßes Enkelkind sehen möchten.
Woran liegt das? Hast du selber mal versucht den Kontakt zu deinen Eltern und ‚Schwiegereltern‘ aufzubauen?

Wie alt ist der Kindesvater, und warum lehnt er jetzt dich und euer Kind ab?
Will aber einen Haufen Geld als Unterhalt bezahlen und Immobilien verschenken?

Warst du seine Affäre, die er durch Schweigegeld mundtot machen möchte?
Also du erzählst seiner Familie (Frau? Eltern? Kindern) nichts von euch, und dass ein Kind ungeplant zur Welt kam, und er bezahlt dafür sehr gut?

Wie war eure Beziehung?
Könntest du da mehr Infos liefern?
Danke
 
  • #41
weil man einen vernünftigen Lebenspartner heute erst im hohen Alter findet. ...
Aus Erfahrung mit anderen kann ich dir sagen, hat keiner in meinem Umfeld eine gesunde Beziehung vor seinem 40. Lebensjahr geführt.
Da werden, wie leider so oft hier im Forum, die eigenen Erfahrungen absolut gesetzt, als gälten sie für alle.
Aber letztlich lebt doch jeder nur in seiner eigenen gesellschaftlichen Blase.

In meinem Freundeskreis (zwischen 30 und 50) sind alle, die verheiratet sind, schon seit ihren 20er oder 30er Jahren verheiratet und alle immer noch zusammen.

Wie gesagt, auch das geht nicht für die ganze Gesellschaft, gibt es aber auch.
 
  • #42
Wenn Dein Lebenslauf stimmig ist, dann bist Du 4 fach reifer als meine Söhne...Chapeau!

Aber jetzt nimm etwas den Druck raus, bleib zwar verantwortungsvoll Kind und Studium gegenüber aber lass das Leben, mal einfach auf Dich zukommen.


Die wenigstens wissen mit 20 ob sie mal Familie wollen oder nicht.
Da muss man sich weder gegen wehren noch hin.
Du vertraust im Moment doch eh niemandem, da musst Du jetzt keinen inneren Stress haben, ob die Welt das von Dir erwartet oder Du selbst.

Lass nette Menschen in Dein Leben und blöde raus.

Mach einfach nur immer einen Schritt nacheinander
 
  • #43
Vor 40 muss man heute gar nicht mehr ans Familienleben denken, weil man einen vernünftigen Lebenspartner heute erst im hohen Alter findet. Bis dahin sind die meisten Menschen auch (wie du heute) damit beschäftigt, ihr eigenes Familiendrama/schwere Kindheit zu bewältigen bzw. auch Karriere und Träume verfolgen. Und das kann erstmal ein paar Jahrzehnte dauern.
Da ist was dran.

Welche Oma und Opa will denn nicht ihr/sein Enkel sehen? Scheint mir irgendwie befremdlich zu sein und kann ich gar nicht glauben.
Die, deren missratener, verheirateter Sohn eine deutlich Jüngere schwängert und ihr womöglich die Schuld gibt, absichtlich schwanger geworden zu sein.
Wir wissen nichts über die Hintergründe, aber ich kann mir auch dieses Szenario vorstellen.
 
  • #44
Ich finde es seltsam, dass weder in der Ursprungsfamilie noch in der Familie des Kindesvaters noch der Kindesvater selbst - also kein einziger Mensch sich für dich und dein kleines Kind interessiet
Wieso findest du es seltsam? Sie kommt aus schwierigen Familienverhältnissen, wurde von den Eltern ins Heim gegeben. Warum sollten die jetzt Kontakt suchen bzw. sie welchen? Das Thema wäre für mich auch durch.

Die Eltern des Kindsvaters suchen kein Kontakt, weil sie vermutlich keine richtige Beziehung mit dem Vater hatte, es aus einer Affäre entstanden ist. Würde mich auch nicht wundern, wenn die Großeltern es nicht mal wissen.
 
  • #45
mein Ziel ist es keinen Unterhalt mehr beziehen zu müssen.
Als Mutter solltest du im Interesse des Kindes handeln. Daher würde ich auf das Geld keinesfalls verzichten. Du musst es ja nicht benutzen, sondern kannst es für deine Tochter anlegen. Denk daran, dass ein Studium, ggf. Auslandsaufenthalte sehr teuer sind. Oder deine Tochter kann sich davon später ein Auto, eine Wohnung kaufen.
 
  • #46
Als Mutter solltest du im Interesse des Kindes handeln. Daher würde ich auf das Geld keinesfalls verzichten.
Ich denke, sie meint die 3 Jahre, die sie Unterhaltsanspruch gegen den Vater ihres Kindes hat. Für das Kind rechnet sie ja schon hoch, was er wann zahlen muss.

Es wäre im Studium ausgesprochen dumm darauf zu verzichten, das Kind in eine 12-Stunden Fremdbetreuungs zu geben, um Duales Studium und Selbstständigkeit zu schaffen - besser den unterhalt nehmen und sich zeitliche Freiräume für das Kind schaffen.
Er ist zahlungsfähig. Warum also nicht das Geld nehmen und sich selber das Leben etwas einfacher machen, wenn man schon so allein mit allem dasteht?

Ich finde es seltsam, dass weder in der Ursprungsfamilie noch in der Familie des Kindesvaters noch der Kindesvater selbst - also kein einziger Mensch sich für dich und dein kleines Kind interessiert und zu dir steht.
Lies ihren Ergänzungspost. Wenn Du etwas Ahnung vom Leben hast, dann wirst Du verstehen, warum alle sich so verhalten und Du wirst auch verstehen, warum es für die FS und ihre Tochter besser ist, wenn sie es akzeptiert und sich nicht dran aufreibt.
 
  • #47
Auf so ein Familienleben hätte ich auch keine Lust, es wird später schon schwierig denug, wenn die Tochter mal anfängt Fragen zu stellen.

Ebenso hoffe ich inständig, dass sie sehr wachsam bleibt. In diesen Zeiten hätte ich Magenschmerzen eine Selbstständigkeit mit einem "Freund" zu beginnen, besonders bei ihrem finanziellen Hintergrund. Die Anführungszeichen habe ich gesetzt, weil manche ja lockere I-net Bekanntschaften als Freunde bezeichnen.
 
  • #48
Deine Eltern (Patchworkfamilie?) haben es sich leicht gemacht, Dich als Störfaktor im Familienleben definiert und aus der Familie ausgeschlossen. Es gibt aber auch Kinder, mit denen geht das nicht anders, siehe "Systemsprenger".
Diese Worte sind gemein und grausam. In den meisten Fällen - wenn das Kind nicht gerade eine bestimmte Erkrankung hat, die es zu dem macht, was es ist (besonders aggressiv etc.) - haben die Eltern als Eltern versagt. In diesem Fall zeigt sich, dass sie sogar ziemliche A...er waren.
Das Kind ins Heim zu geben ... Wahnsinn!

Ich hätte Dich gern umarmt, liebe FS. Ich hoffe sehr, dass Du den ganzen Dreck Deiner Vergangenheit mithilfe eines Profis aufarbeiten kannst.
 
  • #49
Puh... das war " dicke Post".

Schau, einerseits willst Du niemanden was beweisen müssen und doch reiht sich eine Begründung nach der Anderen auf... als ob Du doch Dich rechtfertigen müsstest.
Aehm...das kommt aber von Dir selber aus gelle. Niemand zwingt Dich dazu!

Was mir als berufliche Pädagogin mega sauer aufstösst, ist Deine Haltung zum Kind. Es wird jetzt schon in eine Rolle gedrückt: Es muss als Kompensation herhalten, Du wälzt Deine persönliche Ziele einfach auf das Kind ab.
Ich bin ungewollt 13 Jahre alleinerziehend, und man merkt es meinen Kindern an dass wir die meiste Zeit zu Dritt waren. Es gibt auch Nachteile, aber das hier aufzulisten ist nicht das Thema. Ich würde es immer noch gern anders wollen, auch für die Kinder.
Ich wurde als Kind auch in eine Rolle gedrückt... nichts schlimmer als wenn man dazu da ist, dass eigene Eltern das, was sie selber nicht bekamen im Leben, es haben wollen durch die Kinder: Wertschätzung zum Beispiel. Die innere Leere ausfüllen. Eine sinvolle Aufgabe geben. Im Aussen beachtet werden. Eine tolle Kindheit erleben...Und so weiter....

Ich weiss nicht ob Du mich verstehst und der Inhalt meiner Botschaft ankommt.

Kindererziehung ist ein Geben und Nehmen und Begleiten und Loslassen... es kommt auch auf das Kind darauf an wie es ist von der Persönlichkeit und Charakter her. Schlaue Eltern lernen auch von den Kindern.

Gibst Du dafür auch Raum?

Nimm jeden Tag als ein Leben für sich. Lasse doch mehr die Dinge auf Dich zukommen, damit der " Himmel" überhaupt Dir Geschenke geben kann.

Ansonsten finde ich toll, wie taff Du bist.
 
  • #50
Diese Worte sind gemein und grausam. In den meisten Fällen... haben die Eltern als Eltern versagt.
Die Worte sind nicht grausam und schon garnicht gemein. Sie bilden die unschöne Realität ab.

Natürlich hat die FS keinerlei Verantwortung dafür, dass ihre unfähigen Eltern ihr Leben verbockt haben. Aber niemand anderer (Kindsvater, seine Eltern) ist ihr wegen ihres unfairen Schicksals zu irgendwas verpflichtet. Kein Fremder/Unbeteiligter muss sie entschädigen für das, was ihre Eltern vermasselt haben.
Jeder, der meint dass sie eine schwierige Person ist, darf den Kontakt zu ihr abbrechen und auch zu ihrem Kind. Der Mann erfüllt nur seine finanziellen Pflichen - nicht schön, aber rechtmäßig.

Das System versagt an Kindern wie ihr, die aus guten Gründen so sind wie sie sind. Bevor man die Kündigung eines Pädagogen hinnimmt (der mehrere Kinder betreut), den der Träger nicht ersetzt bekommt und daher Leerplätze selber finanzieren muss, wird ein "schwieriges Kind" weiter entwurzelt und von Ort zu Ort geschoben, viel zu früh in eine eigene Wohnung platziert und sich selber überlassen.

Ich habe selber so eine Systemsprengerschwester. Sie hat alle Chancen in den Sand gesetzt (vom Jugendamt finanziertes Elite-Internat über Heim, Jugend-WG mit 16 in die eigene Wohnung), weil sie irrtümlich meinte Oberwasser zu haben und Bedingungen stellen zu können - weit gefehlt, freier Fall nach unten.
Sie wurde wie die FS auch zu früh in eine eigene Wohnung platziert, weil der Träger seine Pädagogen mit so schwierigen Kindern nicht in die Kündigung treiben wollte, wurde auch wie die FS in der Ausbildung schwanger - aus tiefer Sehnsucht nach einer eigenen heilen Familie, ohne die Fähigkeit, diese auch bilden zu können.

Das hat wie bei der FS nicht funktioniert und sie wurde weil sie ständig Stress zwischen allen provoziert aus der Restfamilie ausgeschlossen - auch heute noch.
Ist das fair? Nein, natürlich nicht, aber jedes Familienmitglied der Generation hat ja das Gleiche durchgemacht wie sie und ist nicht verpflichtet, ihre Wunden zu heilen und schon garnicht, sich das eigene Leben durch sie schwer machen zu lassen.

Es ist eben nicht so, dass Menschen die sowas durchgemacht haben nur Opfer sind, sondern sie werden gegenüber Unbeteiligten genauso zu Tätern. Nur wehren die sich und können das auch, weil sie ein ganz anders Toolset zur Hand haben und sich in diesem Fall freikaufen.

In der Gesamtkonstellation ist es gut, dass die FS allein ist und allein bleiben will. Es wird schwer genug, wenn das Kind anfängt einen eigenen Willen zu entwickeln - habe ich bei meiner Schwester gesehen. Das Kind ist mit 18 vor ihr geflohen und sie weiß seit 20 Jahren nicht, wo ihr einziges Kind steckt und wie es lebt.
 
  • #51
Die Worte sind nicht grausam und schon garnicht gemein. Sie bilden die unschöne Realität ab.

Natürlich hat die FS keinerlei Verantwortung dafür, dass ihre unfähigen Eltern ihr Leben verbockt haben. Aber niemand anderer (Kindsvater, seine Eltern) ist ihr wegen ihres unfairen Schicksals zu irgendwas verpflichtet.
Vikky danke für diese Ausführungen. Auch wenn es hart ist - das Leben ist nicht fair und Schönreden und Political Correctness bringt niemanden weiter. Ich glaube aber, wenn einer das Forum kaum kennt, wirken deine Worte halt sehr hart, aber das weißt du ja 🙂
 
  • #52
Aber niemand anderer (Kindsvater, seine Eltern) ist ihr wegen ihres unfairen Schicksals zu irgendwas verpflichtet. Kein Fremder/Unbeteiligter muss sie entschädigen für das, was ihre Eltern vermasselt haben.
Muss niemand. Das streite ich nicht ab.

Jeder, der meint dass sie eine schwierige Person ist, darf den Kontakt zu ihr abbrechen und auch zu ihrem Kind. Der Mann erfüllt nur seine finanziellen Pflichen - nicht schön, aber rechtmäßig.
Auch da habe ich Dir nicht widersprochen. Ich vermute ja eh, dass er deutlich älter und gebunden oder verheiratet ist. Ergo wollen auch die Großeltern nichts vom Kind ihres Sohnes und der "Ehebrecherin" wissen.

..., wird ein "schwieriges Kind" weiter entwurzelt und von Ort zu Ort geschoben, viel zu früh in eine eigene Wohnung platziert und sich selber überlassen.
Mag sein.
Ich kenne drei, die aus verschiedenen Gründen im betreuten Wohnen gelandet sind. Der eine mit ADHS mit destruktiven Persönlichkeitsmerkmalen, die andere, die aufgrund - wie soll ich es ausdrücken? - geistigen Defiziten und daraus resultierendem Fehlverhalten und einer, die als Halbwaise aus der Bahn geworfen wurde.
Sie waren nicht im Heim. Aber das betreute Wohnen hat zwei von ihnen auf den richtigen Weg gebracht.

Ich habe selber so eine Systemsprengerschwester. Sie hat alle Chancen in den Sand gesetzt (vom Jugendamt finanziertes Elite-Internat über Heim, Jugend-WG mit 16 in die eigene Wohnung), weil sie irrtümlich meinte Oberwasser zu haben und Bedingungen stellen zu können - weit gefehlt, freier Fall nach unten.
Auch da wäre ein Blick auf das Elternhaus interessant, ohne Dir zu nahe treten zu wollen.
Wenn man die Biografien so anschaut, stellt man oft fest, dass diejenigen über die Stränge schlagen, wo daheim Liebe, Stabilität, Sicherheit etc. gefehlt haben. Vielleicht nicht in Eurem Fall, aber dafür im Falle vieler anderen.

Das hat nichts mit dem Geschilderten zu tun, aber ich habe schon von mehreren Fällen gelesen, wo einstige Musterschülerinnen im Erwachsenenalter richtig abstürzen. Verdrängte Missbrauchserfahrungen in der Kindheit brechen sich dann in ihnen Bann.

Wenn ein Kind sehr auffällig ist, dann muss man dem Ganzen auf den Grund gehen. Es als Störfaktor zu sehen und deshalb abzuschieben ist grausam. Meist steckt der Grund doch in der Familie oder Verwandtschaft dafür, dass das Kind so ist, wie es ist. (Oft trauen sich die Opfer im Erwachsenenalter erst, über die Traumata von früher zu sprechen.) Das Kind ins Heim zu geben ist der letzte Ausweg.

Aber in diesem Falle denke ich auch, dass sie wegen Kindeswohlgefährdung dort gelandet ist.
 
  • #53
Vikky danke für diese Ausführungen. Auch wenn es hart ist - das Leben ist nicht fair und Schönreden und Political Correctness bringt niemanden weiter.
Genau darum geht es - insbesondere wenn man so einen problematischen Hintergrund hat. Da funktioniert manches anders im Leben als bei der Allgemeinheit und die Selbsteinsicht, wo man es sich selber schwermacht ist in jungen Jahren nicht gegeben.
Gerade in dem Zusammnehang ist Schönreden ausgesprochen kontraproduktiv.

Ich vermute ja eh, dass er deutlich älter und gebunden oder verheiratet ist. Ergo wollen auch die Großeltern nichts vom Kind ihres Sohnes und der "Ehebrecherin" wissen.
Kann sein, aber eher unwahrscheinlich. Ich glaube nicht, dass die FS so dümmlich ist anzunehmen, dass der Mann und seine Eltern sie und ihr Kind in der Konstellation mit geöffneten Armen in die Großfamilie aufnehmen. Dazu hat sie im Heim und Jugend-WGs zuviel mitbekommen wie das Leben tickt.

Sie schreibt ja, wie es bei ihr war und wie früh man sie sich selber überlassen hat. So tickt das Jugendhilfesystem nunmal bei schwierigen Fällen - strikt nach den eigenen Prioritäten: wer die Gruppe aufmischt und stört/alle in ihrer Entwicklung behindert wird ins Abseits geschoben.

Wenn man die Biografien so anschaut, stellt man oft fest, dass diejenigen über die Stränge schlagen, wo daheim Liebe, Stabilität, Sicherheit etc. gefehlt haben. Vielleicht nicht in Eurem Fall, aber dafür im Falle vieler anderen.
oder umgekehrt: wo alles fehlt, ist man besonders angepasst.

Es gibt immer mindestens 2 Optionen und jeder sucht seinen Weg. Ich und meine Geschwister den über die Anpassung und fix weg sowie man alt genug ist, die eine Schwester über Maximalstress ala "mit dem Kopf durch die Wand/ich habe immer Recht und das nehme ich mir" - womit sie sich langfristig ins eigene Fleisch geschnitten hat, wie man heute (sie ist Mitte 50) sieht.

Für die FS sind die Dinge gelaufen - ist alles schon passiert und nicht mehr zu ändern. Es geht nur noch um die Gegenwart und Zukunft, sowie das Verständnis für die eigenen Verhaltensprobleme, bzw. überhaupt zu sehen, dass man sie hat.

Das verlangt Engergie und Einsichten, die sie jetzt für den Aufbau ihres Lebens braucht und auch Souverantität und Lebenserfahrungen, die bei ihr altersbedingt garnicht gegeben sein können.
Bei den meisten kommt das "auf den Grund gehen" erst mit Mitte 40, wenn alles geschafft ist, alles rollt und man nicht versteht, warum man trotzdem nicht glücklich ist. Und auch dann gelingt es nicht jedem.
Sie muss sich und ihren Sehnsüchten auf den Grund gehen und auch die Rahmenbedingungen akzeptieren die zutiefst ungerecht sind.
 
  • #54
oder umgekehrt: wo alles fehlt, ist man besonders angepasst.

Es gibt immer mindestens 2 Optionen und jeder sucht seinen Weg. Ich und meine Geschwister den über die Anpassung und fix weg sowie man alt genug ist, die eine Schwester über Maximalstress ala "mit dem Kopf durch die Wand/ich habe immer Recht und das nehme ich mir" - womit sie sich langfristig ins eigene Fleisch geschnitten hat, wie man heute (sie ist Mitte 50) sieht.
Richtig, es gibt mehrere "Überlebensstrategien" und jede hat ihre Daseinsberechtigung.

Am Rande erwähnt: Es gab mal einen interessanten Artikel, der sich mit der Entwicklung von Geschwistern auseinandersetzte. Bei der Suche nach der Identität, stand darin, entwickeln sich die Geschwister oft unterschiedlich. Das habe ich auch im Freundes- und Bekanntenkreis beoabchten dürfen: Einer angepasst, anderer rebellisch, einer guter Schüler, anderer schwänzt und so weiter.

Es zeigt sich auch hier, wie enorm der Einfluss der Eltern auf den Nachwuchs ist. Sie sind in den meisten Fällen diejenigen, die "Systemsprenger" produzieren. Die Kinder sind Opfer. Ja, sie können durchaus zum Täter werden. Und nein, nicht alle müssen ihre Eskapaden so hinnehmen, nur weil die Kinder aus einem schlimmen Elternhaus es im Leben schwer hatten. Aber mir hilft es, solche Menschen, die unangenehme Zeitgenossen werden können, aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und Gnade walten zu lassen, wenn ich verstanden habe, warum sie so ticken, wie sie ticken.
 
  • #55
Ich bin 20 und letztes Jahr ungeplant Mama geworden.

Im Jahre 2020 wird man vielleicht ungeplant schwanger, aber ausgesprochen selten ungeplant Mama.

Generell sehe ich keinen Sinn darin einen Mann zu haben, meine Tochter ist das Größte für mich.

Hier machst du meines Erachtens einen riesigen Fehler. Du bist offensichtlich sehr verbittert, was sicher auch mit deiner zweifellos krassen Lebensgeschichte zusammenhängt (mein Respekt übrigens, dass Du etwas aus deinem Leben machst!). Wenn deine Tochter wirklich das Größte für dich ist, dann solltest Du ihr nicht aus egoistischen Gründen jede Chance von vornherein nehmen, auch nennenswerten maskulinen Einfluss im Aufwachsen zu haben. Dieser ist elementar wichtig für eine gesunde Entwicklung eines Kindes.
Ich will meiner Tochter was bieten, sie ist der wichtigste Mensch in meinem Leben und wird alles bekommen.

Ein gefährlicher Irrtum. Ihr fehlt etwas extrem wichtiges, wenn Du ihr jede Chance auf eine Vaterfigur (und sei es auch erst in ein paar Jahren) nimmst.

Für mich gibt es nur meine Tochter und die Arbeit und mich. Sonst niemanden! Was sagt ihr dazu, dass ich keine klassische Familie mit Mann möchte?

Da du explizit danach fragst: Ich finde es schockierend, dass Du aufgrund extremer persönlicher Umstände (die mehr als verständlich sind) ein unschuldiges Kind mit in Dinge hereinziehst, die du erstmal selbst (ggfs. auch mit professioneller Hilfe) aufarbeiten solltest. In deinem letzten Beitrag auf der vorangegangenen Seite zeigst du eindrücklich, dass Du (unverschuldet!) noch ein großes Päckchen zu tragen hast. Es wirkt, als benutzt du deine Tochter im Kampf von "ich gegen die Welt", was auch dieser Thread (wozu?!) zeigt. Dafür kann aber dieser kleine Mensch an deiner Seite nichts. Ich hoffe sehr, dass Du deine egoistische Sichtweise in den nächsten Jahren nochmal überdenkst und deiner Tochter die Chance gibst, gesund aufzuwachsen.
 
  • #56
Laß dir einmal von einem Psychologen erklären, wie du mit deinem Verhalten deine Tochter verbiegst und kaputt machst. Ich habe etliche solche Fälle erlebt. Sie hatten alle das gleiche Resultat: die Töchter wurden unfähig,.gesunde Beziehungen zu Männern zu führen.

Sehr hart ausgedrückt und bei ihrem Hintergrund kann man doch etwas mehr Emphatie erwarten. Hier steckt mehr dahinter als eine spontan emotionale Kurzschlussentscheidung, sondern eine wirklich schwere Lebensgeschichte.

Inhaltlich ist der Beitrag allerdings aus meiner Sicht zu 100% korrekt. Ein Patentrezept für das Heranwachsen psychisch kaputter Menschen, die sich übrigens in vielen Fällen bei Erreichen des Erwachsenenalters vom entsprechenden Elternteil weit distanzieren.
 
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