S

SehrVerletzt

  • #1

Keine Sexualität seit zwanzig Jahren, keinerlei Begehren, trotz angeblicher Liebe

Seit vierzig Jahren bin ich mit einem Mann zusammen, seit zwei Jahren mit ihm verheiratet, der seit Mitte der 90er Jahre nicht nur Sex mit mir ablehnt, sondern jegliche Form der intimen Begegnung, aber statt dessen gerne kuscheln will wie ein Kind. Für mich ist das sehr schwierig, da ich ihm emotional sehr verbunden bin, jedoch die Sexualität sehr vermisse. Reden kann ich mit ihm darüber nicht, da er das verweigern würde. Ich vermute, er ist seit Jahren impotent, weiß auch das jedoch nicht. Seit zwanzig Jahren hat er mich in keiner Weise mehr sexuell berührt,mich nicht einmal mehr harmlos auf den geschlossenen Mund geküsst.
Hätte ich nicht diese schlimme Angsterkrankung seit vielen Jahren, könnte und müsste ich mich trennen. Eine Paartherapie lehnt er ab, ebenso wie Gespräche über unsere Beziehung. Statt dessen hat er seit einigen Jahren als Professor einen Lehrstuhl im Ausland, wo er eine vermeintliche Tochter (21 Jahre alt) gefunden hat, die er in jeder Beziehung unterstützt. (Von Anfang an wollte ich nie Kinder haben. Und das wusste er seit vierzig Jahren.) Bisher gibt es da wohl keine sexuelle Beziehung. Dennoch leide ich sehr unter dem "Parallel-Leben" meines Mannes, das er zwar dezent auslebt, aber mich damit schmerzt. Gibt es jemanden, der Ähnliches erlebt hat oder erlebt??
 
P

proudwoman

  • #2
Nein, damit habe ich Gott sei Dank keine Erfahrung! Du hast leider einen ganz großen Eigenanteil an dieser Misere, die nun schon 40 Jahre lang andauert, wie kann das sein?
Und wir sollen Dir jetzt helfen? Hast Du keine therapeutische Hilfe?
 
  • #3
Ich verstehe nicht. Er hat eine Tochter, oder nicht? Mit wem hat er dann eine sexuelle Beziehung?
Offenbar habt ihr eine "Beziehung" in gegenseitiger Abhängigkeit. Vielleicht ergänzen sich eure Pathologien auch gut.
Na gut - alles keine Ausrede, sorry, um nicht sein Leben in die Hand zu nehmen und was zu ändern. Das geht immer.
Gerade Angsterkrankungen können gut behandelt werden. Was hast du bist jetzt unternommen?
Ich hoffe wirklich, daß du hier niemanden findest, der dich in deiner Lebensweise bestärken wird oder was ähnliches erlebt hat, sondern nur gründliche Kopfwäschen.
Alles Gute!
 
  • #4
So hart es ist: Wenn Du Sex willst, solltest anfangen, Dir jemanden zu suchen, der mit Dir schläft. Warum hast Du ihn gesucht - und gefunden - der es nicht tut? Aus finanziellen Gründen?

Er ist Professor und Kopfmenschen tun sich mit Sex schwer - es gibt eine Zuneigung, die aus dem Herzen kommt und eine solche, die vom Verstand - intellektuell - geprägt ist. Was wenn er impotent ist ? Dann wäre ihm das Problem eh nicht wichtig, weil ihm Sex nicht wichtig ist. Es ist somit nicht sein Problem - aber Deines.

Kinder wollte er nicht, aber eine 21 Jährige ist kein Kind mehr aus seiner Sicht; ich denke, da geht es auch intellektuell zu.

Und du ? Du hast nun zwei Baustellen ? Angstzustände irgendwelche Krankheiten bei Dir und die Probleme, die er mit in die Ehe bringt. Nur bestimmt ER wie Euere Beziehung (= sexlos) geführt wird und du kannst nicht wirklich was ändern, weil Du von Angstzuständen geprägt bist - und das weiß er auch.

Was macht Euere Beziehung denn aus ? Was unternehmt ihr gemeinsam ? Oder bist nur die bessere Putzfrau, die sich um den Haushalt kümmert ? Ändern kannst das nicht wirklich weil alles nach einer arg langen Zeit sich gut eingespielt hat und zwar genau so wie Du es nicht haben willst ....
 
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  • #5
Liebe FS,
Ich konstatiere, Du heiratest einen Mann, mit dem Du zu diesem Zeitpunkt zwar schon 38 Jahre zusammen bist, der Dich jedoch seit 18 Jahren nicht mal mehr auf die Lippen küsst, von Sex ganz zu schweigen.
Du heiratest einen Mann, mit dem Du zwar schon 38 Jahre zusammen bist, mit dem Du aber weder über Eure Beziehung noch über Deine emotionalen und sexuellen Bedürfnisse oder eine, eventuell bei ihm vorhandrne Impotenz, sprechen kannst.

WARUM?

Zwei Jahre nach dieser Hochzeit wird das, was Du 18 Jahre VOR der Eheschließung akzeptiertest zu solch einem Problem, dass Du ihn verlassen würdest, hättest Du keine Angsterkrankung....

Was ist jetzt anders als vor zwei Jahren noch?

Die junge Frau, welcher er sich im Ausland angenommen hat, sonst nichts.
Und plötzlich bist Du so verletzt, dass all das, was vorher noch ausreichend war um ihn zu heiraten, unerträglich wird?

Wieso Parallelleben? Vielleicht nam er sie wirklich irgendwie, emotional, an Kindes statt an. Vielleicht hat er auch seit 20 Jahren Affairen, welche er so dezent hielt, dass Du gar nichts bemerktest.

An Euer beider Leben hat sich doch nicht wirklich etwas verändert, bis auf Deine verletzte Eitelkeit. Ich nehme sn, Du bist bereits wegen Deiner Angsterkrankung in therapeutischer Behandlung. Sprich das Thema dort an.
Alles Gute
 
  • #6
Ich habe Schwierigkeiten, dir zu folgen. Kannst du uns bitte erklären, wie wir uns das vorstellen müssen, mit deinen Ängsten - seit wann hast du diese, und hast du dich therapieren lassen? Inwiefern hindern dich die Ängste daran, dich zu trennen, bzw. dir die Hilfe zu suchen, die du brauchst, um auf eigene Füße zu kommen?

Wie kommt es, dass du ihn geheiratet hast, obwohl dir in der Beziehung so viel fehlt? Das war doch erst vor zwei Jahren - während die Beziehung selbst eine sehr lange ist? Wolltet ihr beide die Heirat und warum?

Was genau ist die 'vermeintliche' Tochter - meinst du 'Ersatztochter'? Ist das eine Studentin von ihm (geht gar nicht!) oder eine echte, oder eine Art platonische Liebhaberin, die seine Tochter sein könnte?

Was genau meinst du mit Parallel-Leben deines Mannes - er ist derzeit Prof im Ausland (permanent? Befristet?), du offenbar hier - er muss dort auch ein Privatleben haben dürfen und nicht nur arbeiten, oder wie stellst du dir das vor, bzw was genau verstehst du unter Parallel-Leben?

Du fragst, ob es hier Menschen gibt, die ähnliche Dinge erleben wie du. Es gibt immer Parallelen irgendwo. Ich z. B. in sehr langer Beziehung seit Jugendtagen gewesen, da gab es ab einer gewissen Zeit viel Kuscheln und wenig Sex - trotzdem ist hier jede Geschichte anders. Was wir dir bieten können, ist vor allem eine Außensicht auf dich und - wenn du dich auf unsere Beiträge einlässt - deinen Anteil an der Beziehungswirklichkeit. Du darfst dich jedoch nicht wundern, wenn wir dir hier professionelle Hilfe anraten, wenn du von starken Ängsten berichtest, denn wir sind ein Laienforum!
 
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  • #7
Was soll man dir für einen Rat geben? Du bist erwachsen, du bist für dich und dein Wohlsein selber verantwortlich. Ein Mann, der 20 Jahre angeblich keinen Sex hat und in Beziehung lebt, lügt! Und zwar so lange, bis er mir das Gegenteil beweist!

Fremdgeher leben daheim ein charamantes, harmonisches Leben, während sie draußen die Sau rauslassen. Geben auch schon mal vor, impotent zu sein. Widerlich, wie traudoof manche Männer lügen können.

Beweise?
- er will nur lieb kuscheln
- er ist verdächtig harmoniebedürftig
- er gibt nur Bussis
- er will von Therapie nichts wissen oder wird ausfällig bei dem Thema und verbietet dir den Mund
- er erkennt nicht an, dass ihr sexuelle Probleme habt
- er meint, es gibt keine Probleme (was ja für ihn auch stimmt.)
- du sollst von seinem Zweitleben nichts wissen

Selbstverständlich ist die angebliche "Tochter", die Affärefrau.

Die Frage ist jetzt, warum ist er jetzt bei dir?
- entweder hast du viel Geld, Erbe, ihr habt gemeinsame Immobilien, gemeinsame Firmen und eine Großfamilie, vor der man ein Ruf zu verlieren hat.

Auch genießen Männer die friedliche, häusliche Sicherheit. Das hindert sie aber nicht daran, ihr wahres Zweitleben draußen zu leben mit anderen Frauen und ihrer Freiheit nachzukommen. Während daheim eine treudoofe Frau wartet, die für sie im Rentenalter da ist, wenn sie selber Verpflegung und Sicherheit brauchen.

Die Ehe war der größte Fehler überhaupt für dich! Nicht jeder der "ich liebe dich" sagt, meint es auch so!
 
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  • #8
Hätte ich nicht diese schlimme Angsterkrankung seit vielen Jahren, könnte und müsste ich mich trennen.
Liebe FS, könnte es sein, dass du dich möglicherweise schlicht bisher nicht getrennt hast, weil du dich trotz all des Elends, in dem du zu sitzen scheinst, dir eine gewisse Komfortzone eingerichtet hast - und es sich in dieser elenden Komfortzone immer noch besser sitzen lässt, als sich ins große Unbekannte - ohne diesen Mann - zu wagen?
Wenn du bisher noch keine therapeutische Unterstützung gesucht hast, tu es jetzt! Allerdings ist das auch "nur" eine UNTERSTÜTZUNG - die Hauptarbeit, also in die Puschen kommen, sich schmerzhaften Lebensthemen stellen und aktiv handeln anstatt weiterhin sitzenzubleiben und sich selbst einzureden "ich kann ja eh nichts tun..., wenn ich nur diese Erkrankung nicht hätte, ja dann..." wirst jedoch du machen müssen. Mach dir bewusst, dass es einzig und allein DEINE Entscheidung ist, ob du weiterhin in dieser Situation verharren wirst oder ob du etwas änderst. Alles Gute & gutes Gelingen!
 
  • #9
Hallo FS,

na da hast Du ja gleich eine Reihe von Baustellen.

Das grundsätzliche Problem scheint mir die Angsterkrankung zu sein, die Dich handlungsunfähig macht. Die ist normalerweise behandlungsbedürftig, also solltest Du eine Therapeutin haben, die auch die Abhängigkeit mit Dir bespricht, wenn die daraus resultiert. Was ist dabei herausgekommen? Warum hast Du nach so vielen Jahren geheiratet, obwohl ja schon da klar war, dass Sexualität nicht mehr stattfindet? Bist Du finanziell von ihm abhängig?
Im Grunde musst Du doch Deine Handlungsfähigkeit sicherstellen, damit Du so reagieren kannst, wie es für Dich gut ist..

Was genau ist sein "Parallelleben"? Welcher Art ist die Beziehung zur "Tochter"? Wenn Du von Impotenz ausgehst, würde eine junge Frau vermutlich keine ernsthafte Beziehung mit ihm führen.
Seid ihr nur noch auf dem Papier verheiratet, wenn er dauerhaft im Ausland ist? Für mich ist nicht erkennbar, ob Dein Mann für Dich nur noch rein formal anwesend ist oder auch rein praktisch.

Ich denke auch nicht, dass Du hier im Forum wirklich grundlegende Hilfe bekommen kannst. Dafür solltest Du Deine Therapeutin nutzen.
 
  • #10
Ich meine das, was ich dir jetzt sage nicht böse, aber denk mal drüber nach. Du hältst seit Jahrzehnten eine Situation aus, die dir nicht gut tut, aber du änderst sie nicht. Warum? All deine Ausreden sind von dir selbst ausgedacht. Du hättest diese Beziehung schon vor Ewigkeiten beenden sollen, an dir selbst arbeiten müssen und dir dann eine Beziehung suchen, die dich erfüllt.
Stattdessen bemitleidest du dich selbst und denkst dir reihenweise Rechtfertigungen aus, um dir nicht eingestehen zu müssen, dass du einfach zu feige bist dein Leben in die Hand zu nehmen.

Ich weiß übrigens von was ich rede. Angststörungen, Bindungsängste, Depressionen... das alles habe ich auch durchgemacht, inklusive der destruktiven Beziehungen, die man als solcher Mensch scheinbar anzieht. Ich hätte auch mein Leben lang so weiter machen können. Stattdessen habe ich mir die Frage gestellt, ob ich tatsächlich als seelisches Wrack enden möchte.
Es hat sehr viel Kraft gekostet mich selbst zu verändern. Fange an, die Schuld bei dir selbst zu suchen. Andere kannst du nicht ändern, aber dich selbst.
 
  • #11
Liebe FSin, was würde sich für Dich ändern, wenn Ähnliches kenne? Was glaubst Du, was für krude Beziehungen ich kenne, jedoch hilft es Dir wirklich in Deiner Situation?
40 gemeinsame Jahre, Du als instabiler (Verzeihung, ist aber leider so) Partner, kaum bis gar kein Sex und Lieblosigkeiten und Streiteren sind laut Psychologen die stabilsten, betoniertesten und langjährigsten Beziehungen. Man bleibt in einer unbefriedigenden, unglücklichen Situation, getraut sich nicht zu gehen und arrangiert sich mit Verletzungen, verschließt wieder die Augen und lebt weiter unglücklich, während die gequälte Seele unbewusst schreit.
Du bist völlig abhängig von deinem Mann und merkst, während du auf ihn fixiert bist, hat er ein eigenes Privatleben, ob nun die junge Frau nun Ersatztochter oder Affäre ist. Ich denke, du merkst auch latent, dass eine jüngere Frau jetzt einen Platz neben Dir in seinem Herzen einnimmt und vielleicht irgendwann völlig? Du kennst deinen Mann 40 Jahre, würde er sich weiterhin zu Dir "fair" verhalten, wenn sich bei ihm irgendwann die Frühlingsgefühle Bahn brechen?
Meine Empfehlung: kläre zunächst professionell und mit psychologischer Hilfe deine Angst- und Panickattacken (vielleicht sind sie seit langem Ausdruck deiner Seele für die ungelösten Probleme in der Beziehung).
Als nächstes, versuche über Ehrenamt, Kirchengemeinde, Vereine, kleine Aushilfsjobs (auch als Rentnerin), Nachbarschaftshilfe soziale Kontakte aufzubauen und auch für Dich wieder ein Privatleben zu haben.
Sage deinem Mann, dass Du alles was seine Freundin betrifft, Du nicht wissen willst. Es belastet Dich nur unnötig.
Stecke deine Energien nicht in deinen Mann, ihn zu mehr Verständnis und Einsicht zu bewegen, wenn er nicht dazu bereit ist. Nimm deine Energie und deinen Fokus auf Dich, versuche für Dich wieder glücklich und zufrieden zu sein.
 
  • #12
Eine Angststörung ist eine belastende Sache, ich hoffe, Du hast einen guten Arzt gefunden, der das mit Dir angeht.

Ich versteh auch nicht, warum Du so lange bei diesem Mann geblieben bist, ich vermute mal, solange Du nicht ahnen konntest oder musstest, dass er vielleicht doch irgendwo Sex hat, ist es ein gemeinsamer Konsens gewesen, dass ihr euch aneinander geklammert habt. Warum ihr erst vor kurzem geheiratet habt, versteh ich nicht, vielleicht kannst Du das noch schildern?

Parallel-Leben eines Partners gehen für mich nicht. Niemand, der nicht selber abgezockt ist, kann sowas mitmachen, weil der ja kein Parallel-Leben haben will und das mitnimmt, was er kriegen kann.

Ich vermute mal, Dein Mann hat selber schwere Störungen. Vielleicht wurde er als Kind missbraucht.
Ich weiß nicht, inwieweit Du einschätzen kannst, ob er nicht irgendwelche sexuelle Neigungen hat, die Du nicht erfüllen könntest.

Du hast auch ein Recht auf ein sexuelles Leben. Deswegen würde ich ihm sagen, dass Du ihm weiterhin seelisch tief verbunden bist, aber nun auch für Dich selber sorgen willst, weil Du die Sexlosigkeit nicht mehr aushältst. Und dann lebst Du auch ein paralleles Leben, das Dich glücklich macht. Such Dir einen Mann, mit dem Du ohne Betrug und Lüge den Sex ausleben kannst.
Dazu musst Du erstmal die Angststörung erfolgreich handhaben. Also fang hier an, falls das noch nicht passiert ist.
Ich würde Dir ja zur Trennung raten, aber ich habe den Eindruck, Du bist seelisch nicht so stabil.
 
  • #13
Ich verstehe nicht..... du beschwerst dich, dass du seit 20 Jahren keinen Sex bekommst, keinerlich Zärtlichkeiten/Intimitäten aber heiratest diesen Mann vor 2 Jahren??
In gewisser Weise scheint ihr beide eine Abhängigkeit zu leben. Du klammerst dich an ihn aufgrund einer Angsterkrankung an der du offenbar nicht arbeitest und er macht es sich nur sehr bequem mit dem Altbewährten und führt gleichzeitig noch ein Leben aus dem du ausgeschlossen bist. Schlussendlich sollte es darum gehen eigenverantwortlich zu handeln und Psychohygiene zu betreiben, dir ein gesundes Umfeld zu schaffen und parallel dazu fachmännische Hilfe in Anspruch nehmen.
 
  • #14
Seit mindestens 18 Jahren weisst du, was dich erwarten wird in der Ehe mit diesem Mann - trotzdem schließt du sie. Geliefert, wie bestellt, sage ich dazu. Ich habe auch jahrelang jegliche Zärtlichkeiten und Sex entbehren dürfen in meiner alten Beziehung - es war der entscheidende - und immer wieder von mir auch kommunizierte- Grund, dass ich Hochzeit und Kinder abgelehnt habe, solange sich daran nichts ändert. Und dass ich schließlich schweren Herzens gegangen bin, trotz aller Ängste vor der Trennung und dem danach.
Du hast die Wahl: weiter so bis an dein Lebensende oder Scheidung und einen Neuanfang. Deine wie auch immer geartete Angsterkrankung kompliziert die Sache zwar, ändert aber rein gar nichts an dieser grundlegenden Konstellation. Willst du das eine oder das andere? Dann handele entsprechend. alles gute. m44
 
  • #15
Du müsstest wirklich noch einige Fragen beantworten, damit wir deine Situation besser einschätzen können.
Warum habt ihr vor 2 Jahren geheiratet? Von wem ging das aus, von dir, oder von ihm? Welche Gründe gab es dafür?
Seit wann hast du die Angsterkrankung? Wie zeigt sie sich im Alltag? Wie stark ist sie ausgeprägt? Schränkt sie dich ein, wenn ja, auf welche Weise? Wird/ wurde dein Partner davon tangiert, wenn ja, auf welche Weise? Bist/ warst du wegen deiner Angsterkrankung in Psychotherapie?
Wie war euer Sexleben in den ersten 20 Jahren eurer Beziehung? Gab es besondere Ereignisse oder Umstände zu der Zeit, als dein Mann aufhörte dich anzufassen?
Dein Mann scheint ja schon seit einigen Jahren im Ausland zu arbeiten. Was meinst du mit "er führt ein Parallelleben"? Warum stört dich das JETZT so? Was ist jetzt anders, als vor ein paar Jahren?


w51
 
  • #16
Liebe FS,
seit 20 Jahren lebst Du in dieser beklagten Situation. Du hast ihn trotzdem vor 2 Jahren geheiratet. Insgesamt besteht Eure wenig befriedigende Beziehung seit 40 Jahren. Daraus leite ich ab, dass Du +/- 60 Jahre alt bist. Was ist passiert, dass Du ausgerechnet jetzt zur Sexbombe mutieren willst, trotz Aengsten?
Kann es sein, dass Du ein Eifersuchtsproblem mit der "Ersatztochter" hast und dass das Deine Aengste befeuert, Du Dich in blindem Aktionismus versuchst?

Die Lösung liegt doch auf der Hand:
er nimmt keine Rücksicht auf Deine Bedürfnisse (kein Sex), also nimmst Du ab sofert keine Rücksicht mehr auf seine Bedürfnisse (kindliche Kuschelrunden) und weißt ihn genauso ab, wie er Dich abweist.

Alternative: er ist viel im Ausland, also leg' Dir für den Sex eine Affäre zu.
 
  • #17
Du forderst eine PAAR-Therapie? Ich empfehle Dir eine EINZEL-Therapie.

Behandle Deine Angsterkrankung!

Ein berühmter Philosoph pflegte zu sagen: "Gehe GENAU DORTHIN, wo Deine Angst ist! Da ist der richtige Weg, ganz genau da!".

Und alles Nötige für Dich wird sich danach wie von selbst ergeben.

Alles Gute, Dir!