G

Gast

  • #1

Kennt ihr das, wenn die Gespräche einfach nicht fließen...?!

Hallo,

ich, w 23, scheiter immer wieder an derselben Sache, wenn ich Männer kennenlerne. Erst schreibt man sich, dann trifft man sich oder telefoniert man, aber die Gespräche fließen einfach nicht. Es werden Fragen gestellt aus einem best. imaginären Fragenkatalog und wenn die fertig sind... Schweigen. Das Resultat bei mir ist dann immer, dass ich ziemlich schnell genervt bin. Ich kann da dann auch keine großartige gemeinsame Wellenlänge erkennen und Interesse meinerseits ist dann auch nicht mehr groß da.
Jetzt würde mich mal interessieren: Geht das anderen auch so? Erwarte ich einfach zu viel?
irgendwie nervt es mich sebst, wenn ich von jedem Mann nach kürzester Zeit total genervt bin. Mir wird das dann immer alles zu viel, mir fehlt die zeit für mich selbst, ich fühle mich gestresst... ich kenne wirklich niemanden, der so ist. Das gibt mir immer mehr zu denken.

Vielen Dank für alle Antworten!
 
  • #2
Das dürfte jeder mal erlebt haben, manchmal klappt es halt einfach nicht. Das kann viele Ursachen haben, nicht selten könnte es sein das man mit jemanden in einer anderen Situation plötzlich tolle Gespräche führen könnte. Das kann von der Stimmung abhängen, was einem in letzter Zeit so passiert ist und v.a. was um einen herum gerade passiert. Natürlich liegt es auch nicht selten daran das man entweder überhaupt nicht auf einer Wellenlänge ist oder einer bzw. beide einfach sehr introvertiert oder unsicher ist.

Gute Gespräche kommen oft zustande wenn man sich nicht über Standardfragen unterhält. Dazu muss man aber erst mal irgendwie auf ein entsprechendes Thema kommen sofern sich nicht einer einfach traut ohne Zusammenhang so etwas anzuschneiden, wobei dann immer die Gefahr besteht das der andere dazu einfach nichts zu sagen hat.

Eine Sache solltest du jedoch bedenken: wenn dir das ständig passiert, dann solltest du auch dich selbst hinterfragen ob du evtl. dazu beiträgst das die Gespräche nicht fließen. Wie reagierst du auf Fragen, antwortest du einfach so knapp wie möglich oder versuchst du gleich ein bisschen mehr zu erzählen? Stellst du selbst Fragen, oder erzählst einfach so mal etwas?
Denk mal daran zurück an welchen Stellen genau die Gespräche im Sande verliefen. Was genau ist passiert, was genau hast du gemacht und wie hätte das Gespräch im Idealfall weitergehen sollen?
 
G

Gast

  • #3
Das Problem liegt zumindest auch teilweise bei Dir. Ein Gespräch am Laufen zu halten hängt immer von den Beteiligten ab, also auch von Dir. Wenn Du immer genervt bist, dass er nach diesem "imaginären Fragenkatalog" nichts mehr sagt, dann fang Du doch ein Gespräch an.

Ich finde es sowieso relativ schade, dass häufig nur eine Frage-Antwort-Runde stattfindet, nach dem Motto: welche Hobbys, welche Bücher, welche Musik, welche Arbeit hast Du, machst Du etc. Klar, das ist auch wichtig, um die andere Person etwas besser kennenzulernen. Aber genauso wichtig ist doch auch, einfach ein Gespräch führen zu können. Zum Beispiel auf der Basis dieser Fragen. Was nützt es mir zu wissen, dass jemand gerne Gedichte liest, aber darüber nicht sprechen kann? Nichts!

Natürlich habe ich es auch schon erlebt, dass Gespräche nicht wirklich angenehm verlaufen. Das war aber meistens der Fall, wenn sich unsere präferierten Gesprächsthemen kaum überschnitten haben. Ansonsten kann man, wenn man bereit ist selbst aktiv zu sein, immer ein Gespräch führen. Geduld ist dann aber wichtig, und die scheinst Du leider nicht immer zu haben?
 
G

Gast

  • #4
Das kenn ich sehr gut.
Mit manchen Menschen (selten) läuft es ganz automatisch, ohne sich an die Kommunikationsspielregeln , aktives Zuhören...etc. pp. zu halten und mit anderen Leuten ist es zäh und bleibt es zäh. Privat hab ich da keine Lust mir sehr viel Mühe zu geben, reden mit Freunden und noch mehr mit einer Partnerin muss Spass machen und nicht in Arbeit ausarten. Wenn Du , wie ich, "speziell" bist , wird es nicht so oft automatisch klappen, aber wenns passt dann passts. Da beisst die Maus keinen Faden ab. Anpassen hilt da nix, Dein Kommunikationsstil ist ein Teil von Dir.
 
G

Gast

  • #5
Sag uns doch bitte, was du erwartest ! Wie würde denn so ein Gespräch ablaufen in deiner Vorstellung ?
Hallo,
Mir wird das dann immer alles zu viel, mir fehlt die zeit für mich selbst, ich fühle mich gestresst...
Das kenne ich schon auch. Es gibt nichts dämlicheres, als Menschen die sich das Gespräch und die Themen davor schon nahezu auswendig gelernt haben. Wenn jemand reflektiert antwortet, sich dafür auch Zeit lässt, finde ich das viel interessanter.
Ich kann da dann auch keine großartige gemeinsame Wellenlänge erkennen und Interesse meinerseits ist dann auch nicht mehr groß da.
Die gemeinsame Wellenlänge beim ersten Gespräch....öhm...ja...
Mach das doch nicht so kompliziert. Ich studiere MINT und kenne mich dazu noch recht gut mit Literatur und Geschichte aus. Was glaubst, was da für Abgründe in Gesprächen hervorkommen. Das nehme ich locker und versuche Interesse zu wecken, erzähle ein wenig und schaue ob drauf eingegangen wird. Es ist wahnsinnig schön zu sehen wie andere Leute dein Wissen und deine Art zu erzählen schätzen. Pauschalisierungen sind hier absolut furchtbar (à la: "Ohje, sicher wieder so ein Nerd"....etc.)
Die viel größere Gefahr ist, dass es dann nur bei interessanten Gesprächen bleibt und mehr nicht. Irgendwann musst du dann nämlich wieder Umschenken und klarmachen, dass das hier kein Kaffeklatsch/Laberverantsatltung ist, sondern du ein ganz klares Ziel hast. Als Dame bist da natürlich im Vorteil, da dieser Schritt in 95% vom männlichen teil erwartet wird -.-
 
G

Gast

  • #6
Entweder suchst du dir die falschen Typen aus. Für mich ist es ein schwaches Bild, wenn jemand mit einem "Fragenkatalog" ankommt und dann Fragen gestellt werden wie: "Hattest du zunächst auch ein Problem damit, einen dir wildfremden Menschen anzusprechen?" oder: "Hast du wirklich gedacht, mich stört es, wenn eine Frau den Anfang macht?". Ich erlebe ziemlich oft, dass relativ gut aussehende und attraktive Frauen solche Typen als Partner haben, und ich frage mich, was die eigentlich von denen wollen.

Oder du hast eine Art, die Gespräche nicht aufkommen lässt. Das müsstest du eigentlich wissen. Dann brauchst du möglicherweise erst recht jemand, der dir verbal gleichkommt oder dir sogar überlegen ist, und nicht da sitzt und Angst hat, nicht mithalten zu können. Achte beim Dating mal darauf, das lässt sich doch checken. Nettigkeit ist da übrigens nicht ausreichend.

m 50
 
G

Gast

  • #7
Liebe FS,
Ich kenne das sehr gut und habe den Eindruck, dass das eines der grössten Probleme beim Kennenlernen ist. Aber schlussendlich ist es einfach ein Zeichen dafür, dass es nicht passt. Da kannst Du und auch die andere Seite nichts dafür.
 
G

Gast

  • #8
Hallo AlexM,
ich bin die FS. Vielen Dank für die Antwort, da sind viele sehr interessante Ansätze dabei.
Ich stelle schon selbst fragen, ich möchte mein Gegenüber ja auch kennen lernen, ich beantworte auch Fragen, ich muss aber zugeben, dass ich sehr zurückhaltend bin und wirklich nicht so viel rede. Aber nicht deshalb weil ich nicht will... oft weiß ich nicht was ichs agen soll, ich habe auch oft Hemmungen manches zu erzählen. Normalerweise reden die Männer schon immer um einges mehr und sagen selbst, dass das normalerweise nicht vorkommt. Ich versuche schon auch offener zu werden und mehr zu reden, es gelingt mir auch, aber irgendwie... zufriedenstellend ist es wohl doch nicht.
lg
 
G

Gast

  • #9
Wenn Reden nicht so dein Fall ist, solltest du besser nicht telefonieren, sondern dich per Mail verabredeten und den Mann so schnell wie möglich treffen. Am besten zu einer Aktivität (also nicht gleich im Café), wo Mimik und Gestik wichtiger sind als ein virtuoser sprachlicher Austausch.

Und vielleicht brauchst Du auch einen Mann, der gern redet und eine Frau eher als gute Zuhörerin schätzt.
 
G

Gast

  • #10
Nun ja, ich finde, das hat auch was mit dem Alter zu tun. Als ich noch 23 war, war ich viel zu schüchtern um Gespräche zu führen, am Laufen zu halten, Fragen zu stellen, selbst zu erzählen.... Heute bin ich dagegen ein sehr guter Redner und Unterhalter. Das kann man lernen. Das hat was mit Menschenerfahrung zu tun. Man lernt eben mit verschiedenen Menschentypen umzugehen. Es gibt Ruhigere, es gibt präsentere Gesprächspartner, dem muss man sich eben anpassen. Wenn der andere wenig von sich erzählt, dann muss man halt auch mal selbst nachhaken. Ein interessierter Mann sollte dich trotzdem mögen so wie du bist. Auch zu einem guten Gespräch gehören immer noch zwei. Für mich heißt das einfach, du hast einfach noch nicht den richtigen Partner für dich gefunden. Schaue dich unter gleichaltrigen Männern um. Ein zu alter Kerl könnte dich schnell unter den Tisch reden oder wenig Verständnis für deine Art und Zurückhaltung aufbringen.
 
G

Gast

  • #11
ich bin die FS

# 8: aber wenn sich die Herren erst mal einige Telefongespräche wünschen? Dann will ich ja auch nicht nein sagen.

# 4: Und was ich erwarte: Ich erwarte lediglich, dass ich nicht beim 5. oder 6. Telefonat dort hocke und mir denke: "was frage ich als Nächstes, damit kein schweigen entsteht?" Es gibt durchaus Menschen, bei denen ich so etwas noch nie denken musste. Aber wenn ich Männer übers Internet kennen lerne, ist das irgendwie immer so. Und das seltsame ist ja auch, dass das nur mich zu stören scheint. Die Herren wollen ja dann trotzdem weiterhin unbedingt mit mir telefonieren.

# 9: ja mit dem Alter hat das sicherlich zu tun, bei mir läuft das jetzt auch schon viel besser als vor 7 Jahren oder so.
 
G

Gast

  • #12
Dann stimmt die Chemie zwischen den Gesprächspartnern nicht. Die Mentalität, der Stil oder Statusunterschiede sind zu groß etc. Schau dir mal an, mit welcher Sorte Mensch du dich am Tag, im normalen Leben gut verstehst und wo ein Gespräch fließt bzw. Pausen keine Katastrophe sind.
Das sind die Menschen, die zu dir passen.
 
G

Gast

  • #13
# 8: aber wenn sich die Herren erst mal einige Telefongespräche wünschen? Dann will ich ja auch nicht nein sagen.
Geht es nur um die Wünsche der Herren oder auch um Deine? Fang an, zu vermitteln, was Du möchtest. Sag, dass Du Dich lieber triffst und mit Telefonaten nicht so viel anfangen kannst. Man lernt sich doch sowieso nur live wirklich kennen. Du wirst feststellen, dass eine Menge Männer erleichtert sein werden, weil sie selbst nicht so gern telefonieren.
 
G

Gast

  • #14
Ich, W/43, hab grundsätzlich keine Lust, vor einem richtigen Date zu telefonieren. Ich finde das komisch. Nur, wenn der Mann mich überredet, es schafft, mich zu überzeugen, mach ich sowas. Ich würde aber zu 90 % immer direkt treffen machen.

Ich war auch immer sehr schüchtern und bin es in Teilbereichen auch noch. Früher, so vor 15, 20 Jahren dachte ich, dass ich nicht der Smalltalk Typ bin. Inzwischen habe ich vor sowas kaum noch Angst und könnte mir vorstellen, mit fast jedem eine gewisse Zeit sowohl belanglos zu smalltalken, also auch tiefergehende Gespräche zu führen, wenn es denn passt.

Ich habe diese Sicherheit gewonnen, weil ich seit langer Zeit in einem Internationalen Konzern arbeite, man wird mit vielen, sehr unterschiedlichen Menschen konfrontiert, viele Nationalitäten, da muss man das lernen, Und auch der Umzug aus der Provinz in die Gross-Stadt hat mir geholfen.

Das hilft Dir jetzt gar nicht, ist nur so eine Erfahrung von mir.

Also diese Telefongespräche würde ich vermeiden, wenn es geht. Und dann vielleicht nicht im Café oder so verabreden, sondern irgendwas anderes machen, was besichtigen, in den Zoo gehen, ein berühmtes Gebäude besichtigen, irgendwas mit Sport oder Action, wo man beschäftigt ist und sich dabei kennenlernen kann. So die klassische Café-Gegenübersitz-Situation lässt mich manchmal auch in eine Anspannung und Unsicherheit verfallen.
 
  • #15
Es steht dir immer frei zu sagen das du dich lieber gleich treffen möchtest ohne herum zu telefonieren.
Ich persönlich mache das auch immer so und habe damit noch nie Probleme gehabt.
5-6 Telefonate sind mMn. definitiv zu viel bevor man sich mal so getroffen hat, da ist es vollkommen klar das man irgendwann einfach nichts mehr zu sagen hat.

Ansonsten solltest du immer mit einer gewissen Lockerheit an die Sache rangehen, im Endeffekt ist der Mann immer noch ein "Fremder" und wenn es nicht klappt dann ist es letztlich egal. Versuche nicht großartig darüber nachzudenken wie etwas gerade beim anderen ankommt sondern rede einfach so wie du auch mit einem Freund reden würdest.
Wenn du bei der ganzen Sache verkrampfst dann merkt man das und das ganze ist praktisch automatisch zum scheitern verurteilt. Das ist zwar eine Sache die idR. leichter klingt als es ist, aber das muss man im Endeffekt einfach üben, mit der Zeit geht das dann automatisch.
 
G

Gast

  • #16
Hallo FS,

eine gute Strategie ist, sich wirklich für den anderen zu interessieren und tiefer in das Gespräch einzusteigen! Das geht so, in dem man zu einer Sache, die der andere Erzählt weitere Fragen stellt. Also wenn die Frage z.B. gelautet hat: "hast du noch Geschwister?" und der andere sagt z.B. "ja, noch eine jüngere Schwester" - dann könnte man z.B. nachfragen... . "und, war das anstrengend mit 'ner jüngeren Schwester:)?" Und /oder "wie viel jünger? Habt ihr euch gut verstanden als Kinder? Wie ist es heute - steht ihr euch nahe?" Und schwupps, entwickelt sich ein Gespräch, man kann selbst eigene Episoden einstreuen (aber erst, nach dem man einige Zeit beim anderen geblieben ist!).

Ich nehme an, dass DU das auch zu wenig machst. Denn eigentlich reicht es schon, wenn einer das macht, um das Gespräch in Gang und um es einigermaßen interessant zu halten. Allerdings sollten es langfristig beide tun - wenn sich alle Gespräche nur um die Belange einer Person drehen und der andere gar nie genauer nachfrägt, dann ist etwas faul.
w,40
 
  • #17
Mir ist sowas auch schon passiert, obwohl ich nicht als ausgewiesen maulfaul gelte. Wenn mich mein Gegenüber so gar nicht inspirieren kann, werde ich im Laufe des Gespräches immer einsilbiger. Den Alleinunterhalter will ich nun auch nicht spielen.

Wenn man sich nicht gegenseitig zu inspirieren weiß, läuft es auf solche abgehackten "Abfrageunterhaltungen" hinaus. Es sollte mindestens ein Thema vorhanden sein, z. B. eines, welches man in eMails bereits angeschnitten hatte. Wenn nichtmal das nützt, empfindet man füreinander nichts.
 
G

Gast

  • #18
Wieso telefonierst du mit den Männern vorher groß?
Was hat man sich schon zu sagen, wenn man sich nicht kennt??
Und wenn man toll reden kann und sich dann live nicht mag, ist es auch enttäuschend.
Besser nur kurz telefonieren, wo man sich trifft und dann live ein urteil bilden.
Und es ist sowieso laut Studien relativ egal, WAS man so sagt- entscheidend ist die Körpersprache!
 
M

Mooseba

  • #19
Das kenne ich. Liegt stets an mir. Was soll man sich auch groß unterhalten? Ich interessiere mich für Politik, Geschichte, Philosophie und Sport --- und hasse Small-Talk. Sind alles nicht die besten Gesprächsgrundlagen für Unterhaltungen mit Frauen.
 
  • #20
Wenn man ein normales Gespräch führen will, dann muss man etwas von sich erzählen und zwar ungefragt, der andere kann dann darauf einsteigen.
Wenn man nur Fragen stellt wird das nie was.

Viele Frauen haben das Problem, dass sie mit Männern scheinbar nicht normal reden können. Fragt die Freundin "Wie gehts?" erzählen sie 2 Stunden wie ihr Tag war aber wenn ein Mann fragt "Wie gehts?" dann ist die Antwort einsilbig "Gut!" Na wie soll man da ein Gespräch aufbauen.
 
G

Gast

  • #21
Viele Frauen haben das Problem, dass sie mit Männern scheinbar nicht normal reden können. Fragt die Freundin "Wie gehts?" erzählen sie 2 Stunden wie ihr Tag war aber wenn ein Mann fragt "Wie gehts?" dann ist die Antwort einsilbig "Gut!" Na wie soll man da ein Gespräch aufbauen.
Das liegt aber daran, dass der Mann nicht nachhakt, sondern dann nur noch zuhört. So kenne ich es von Männern. Zwischen Frauen ist das anders. Die eine fängt an, die Andere hakt nach, fragt was, die Andere antwortet, fragt zurück und so geht das hin und her.

Mit Männern erlebe ich sowas ganz selten.

In deinem Fall könntest du ja fragen, wie Gu?, oder was heißt gu?, oder ich freue mich für dich, hast du oft solche guten Tage? usw. und schon geht das Gespräch weiter. Zu schwer für Mann?

w 49
 
G

Gast

  • #22
Gerade habe ich einen Mann in einer Mail gefragt: "Wie war dein Wochenende?" - Antwort: "Bunt". Das ist schon die erste Stelle, an der das Gespräch ins Stocken gerät. Da ich mich für die Qualität des Gesprächs verantwortlich fühle, frage ich "Was kann ich unter einem bunten Wochenende verstehen?" Daraufhin kam gar nichts mehr. Super ...
 
  • #23
In deinem Fall könntest du ja fragen, wie Gu?, oder was heißt gu?, oder ich freue mich für dich, hast du oft solche guten Tage? usw. und schon geht das Gespräch weiter. Zu schwer für Mann?
Ja, denn wenn ich eine einsilbige Antwort bekommen, dann denke ich mir, sie will nicht mit mir darüber reden, vor allem wenn ich sie noch nicht kenne, kann ich nicht einschätzen ab wann ihr die Fragen nach ihrem Privatleben unangenehm werden.
Mir mach es keinen Spaß mit einer Frau zu reden wie mit einem Kind, das gerade von der Schule heim kommt. Da läuft es auch sie ab: Wie gehts Dir--> gut Was habt ihr gemacht --> nichts ...ich will ja nicht ihr neuer Papa werden der ihr ständig alles aus der Nase ziehen muss. Wenn sie interessiert ist, dann muss sie sich ein wenig Mühe geben. Ich gebe mir ja auch Mühe ihr Gelegenheit zu geben irgendwo einzuhaken.
 
G

Gast

  • #24
Um das zum umgehen versuche ich möglichst ein paar mal vorher zu chatten..

Den wenn da die virteulle Unterhaltung nicht gut läuft spar ich mir eine reale Unterhaltung.

genervt zu sein hat aber etwas mit deiner Erwartungshaltung zu tun..

Einfach locker reingehen...Und wenn Dir der gesprächsstoff vom Mann nicht gefällt, einfach das Gespräch in eine Richtung lenken die Dir zusagt oder alternativen anbieten..

Nur das Gesicht zu verziehen und dann kaum noch was sagen ist natürlich völlig destruktiv und bringt keinem was..

M
 
G

Gast

  • #25
Hallo,
Wenn eure Einträge auch schon etwas her sind, so möchte ich dazu auch noch etwas schreiben:
Ich bin von Natur aus eher ruhig und wirke beherrscht, zurückhaltend. Ich kann gut zuhören und auf mein Gegenüber eingehen. Meine familiären Erfahrungen sind der Grund, warum ich nicht oft das Gespräch mit „fremden“ Menschen gesucht habe und mich nicht so viel ausgetauscht habe – ich gebe nicht viel von mir selber preis. Soetwas müsstet ihr bei eurer Interpretation des Gegenübers in Betracht ziehen.

Da ich meine Gesprächs-Knappheit im Laufe der Jahre (bin jetzt 30) gut erkannt habe, versuche ich dies zu ändern und bringe auch immer öfter meine eigene Meinung und Erfahrungen ins Gespräch ein. Aber nach wie vor muss ich mich dazu aktiv ermutigen und mich im Gesprächskreis sicher und wohl fühlen.

Nun stehe ich jedoch vor dem Problem, dass ich mit meinem eigenen Partner keinen so schönen, mitreißenden Gesprächsfluss aufbauen kann. Wir sind nun 2 Jahre zusammen, wohnen seit 1 Jahr zusammen und es fällt mir manchmal bis oft einfach schwer mich mit ihm zu unterhalten. Er ist jemand, der gerne redet und den Kontakt mit Menschen liebt. Er lässt sich gerne mitreißen und liebt kreative, ironische Gespräche. Das fällt mir nicht nur schwer, wenn ich abends von Arbeit komme und einfach nur kaputt/ genervt/ müde bin - auch sonst- ich bin einfach nicht locker genug. Ich habe nun schon ein paar Mal mitbekommen müssen, wie er mit anderen Frauen sehr gut reden kann und auf einer Wellenlänge schwebt. Zuletzt, wie ihn seine Ex mit ihrer Art im Gespräch mitgerissen hat. Es tut so weh soetwas zu sehen… und ich frage mich, ob ich mit ihm einfach nicht auf einer Wellenlänge bin – ob ihm/mir etwas fehlt. Ich wünschte, ich könnte mit ihm auch so schön reden und alles um uns herum vergessen. Aber ich kann meine Persönlichkeit nicht ändern :(
 
G

Gast

  • #26
Hallo!

Du bist genervt vom Fragenkatalog, das kann ich verstehen. Warum wendest du dich nach dem Abfragen der Eckpfeiler im Leben nicht einfach echten Themen zu? Politik, gesellschaftliche Themen... oder vielleicht Reiseziele, Diskussionen über Interessen?

Ich lese heraus, dass es offenbar zu den tiefergehenden Gesprächen nicht kommt. Fang DU sie an!

w35