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  • #1

Kennt ihr eure Schwächen ?

oder glaubt ihr tatsächlich, daß ihr selbst so toll seid, daß euch auch nur ein fast perfekter Partner zusteht ? Manchmal wundere ich mich über die Anspüche so mancher hier z.B. bezüglich dem Aussehen. Liegt da nicht eine Verzerrung der Selbstwahrnehmung vor, wenn ich von meinem potentiellen Partner viele sehr positive Eigenschaften erwarte ? Als ich selbst kenne von mir so einige Schwächen, die ich natürlich nicht in meinem Profil kommuniziere, aber wäre es vielleicht nicht sinnvoller, genau auch das zu tun. Eine Rubrik, die Raum für die Andeutung solcher Schwächen lassen würde. wäre ja vielleicht nicht so verkehrt. Jeder Personalchef einer firma fragt bei einem Vorstellungsgespräch nach den Schwächen. Und Schwächen sind schließlich menschlich und ich mag es, wenn es menschelt...
 
  • #2
1) Natürlich kenne ich meine Schwächen -- zumindest die meisten. Ich würde sie aber nicht in meinem Profil erwähnen.

2) Die Frage nach Schwächen in Einstellungsgesprächen ist kein Anlass, wirklich ernsthafte Schwächen zu offenbaren. Sie zeigt eher Deine gute Vorbereitung auf solche Fragen.

3) Sicherlich ist das Anspruchsdenken vieler Teilnehmer ganz allgemein sehr hoch -- das hat mit Selbstüberschätzung, unrealistischen Selbstbild und Katalogmentalität zu tun. Auf der anderen Seite sind einem nun mal nur wenig Menschen so sympathisch, dass sie als Partner in Frage kommen -- Sympathie kann man ja nicht rational beeinflussen und sich schönreden. Sie ist da oder nicht. Erst wenn wir Personen über längere Zeit kennen, z.B. im privaten oder beruflichen Umfeld, können innere Werte wie Humor und Verläßlichkeit äußere Werte ersetzen.

Ich suche zumindest nicht nach einem perfekten Partner, sondern nach einem, der sehr gut zu mir passt. Das ist legitim.
 
  • #3
Schwächen sind relativ, da es nicht darauf ankommt, was ich für eine schwäche halte sondern darauf was das objekt der begierde für eine schwäche hält.
zb. ist logik und organisieren gut funktionierender abläufe einer meiner stärken, von frauen jedoch eher als schwäche beurteilt.

Über mich zu urteilen überlasse ich anderen.
 
  • #4
O ja!, meine Schwächen und schlechten Eigenschaften wurden mir von meinem Ex- Mann sehr gern vorgehalten! Am unangenehmsten war es ja in den Fällen, wenn ich genau wusste, dass er Recht hatte!!
Allerdings habe ich in meiner neuen Beziehung festgestellt, dass so manche Schwäche inzwischen ins Nirgendwo verschwunden ist! Erstens kann man offenbar doch noch dazu lernen und Dinge verbessern, und zweitens wandelt sich mit der veränderten Umgangsform auch das eigene Verhalten.
Angela
 
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  • #5
Warum sollten wir unsere Schwächen preisgeben, wenn wir alle wissen, dass wir sie haben? Das merkt der andere sowieso. Und wenn einer wirklich eine Macke hat, wie die Bindungsangst, dann wird er es kaum offen sagen.
Ich hatte mal ein Date da kam das Thema zur Sprache und wurde kurze Zeit später von ihm als Munition verwendet - was soll das? Danach wusste ich, dass er als Partner nicht taugt, weil er sofort gegen mich agiert.
Daher sage ich mir, meine Schwächen sind bei dieser Art Präsentation meine Sache.
 

hanjo58

Gesperrt
  • #6
Recht vertraut mit meinen Schwächen (unter anderem durch mir nicht überwiegend übelwollende Menschen), neige ich dazu, Schwächen anderer eher sympathisch zu finden als meiner Finger in deren Wunden wert. Anders sieht es aus, wenn Schwächen als vermeintliche eigene Stärken herausgeputzt werden.
So habe ich vor geraumer Zeit einem als Macho, Jungfrauenheld und Fremdwörterschleuder gleichermaßen bekannten Sprachwissenschaftler durchaus mit persönlichem Genuss zu einem Gemisch aus Zornes- und Schamröte verholfen: ,,Ja - das erleben wir Journalisten häufig, dass sich Spezialisten in Dinge verrennen und dabei die einfachsten Grundlagen ihres Faches völlig übersehen. ,Partnerin' beispielsweise ist ein Hauptwort und kein Besitz anzeigendes Fürwort."
Allein schon durch ihr eigenes schallendes Gelächter war die Großgemeinde daran gehindert, meinem Opfer nach Anstandsregeln beizustehen.
Ansonsten versuche ich - wie wohl alle - eher, Schwächen anderer zu erkunden als eigene zu Markte zu tragen. Beim Überziehen eigener Erwartungen ertappe ich mich allerdings noch seltener als beim Überziehen des eigenen Kontos.
 
  • #7
Schwächen? Hab ich selbstverständlich keine, bin doch perfekt.....

Diese machen doch menschlich, perfektion ist langweilig. Aber das gleich am Anfang einer möglichen Beziehung "herauszufinden versuchen"? Was soll das denn?

Macht hier tatsächlich jemand eine +/- Liste? Derjenige sollte Ihr das mit der Liebe ganz schnell vergessen. Ist es nicht besser die Stärken auszubauen und beim Partner zu finden? Find ich jedenfalls.

Und was ist eine Schwäche? Was der eine als Vorteil empfindet stört den anderen.
 
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  • #8
Jeder kennt seine Schwächen. Es ist doch etwas für die Kennenlernphase, diese bzw. besser die Stärken des Partners herauszufinden.
Für diejenigen, die ihren potentiellen Partner gern katalogmäßig zusammenstellen würden und keine Zeit haben, sich auf einen anderen Menschen einzulassen, wäre die Angabe Stärken/ Schwächen im Profil vielleicht ein wichtiger Punkt.
Frau, 41
 
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  • #9
Wienerin

Nun, zu Beginn einer Beziehung, wie ich sie mir vorstelle, steht doch die Verliebtheit. und da heben doch ALLE die sog. rosarote Brille auf. Und dann, wenn dieser Sturm ein wenig flacher wird zeigt sich doch erste WIE liebes-und beziehungsfähig wir sind.
Schon vorher hier die "Schwächen"(was ist das eigentlich, können für einen anderen ja Stärken sein) genauso wie Hobbysund Größe anzumerken finde ich jatotal unangebracht. außerdem weiß doch eh kein Mensch mehr, was in dem Profil gestanden hat. Hoffe ich zumindest, weil das ja komplett fern jeglicher Bezihungsrealität wäre.
 
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  • #10
ach du meine güte...
natürlich kenn ich meine schwächen...
und natürlich hab ich jede menge davon
und natürlich geh ich damit "hausieren" - kann keiner nachher sagen, er hätt von nix gewußt...
ich bin ja hier net aufm basar oder bei ebay, wo man meistbietend und unter sämlichen winkelzügen der beschönigung verkaufen will...
 
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JoeRe

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  • #11
Persönlich fand ich gerade die Frauen interessant, die nicht nur Stärken zeigten, sondern eine komplexe Kombination aus Stärken und Erfahrungen, wo sie auch mal schwach waren und eben nicht "perfekt" waren -- und das auch im richtigen Moment zugaben. Der richtige Moment ist aber dann selten "offen", es ist ein persönlicher Vertrauensbeweis.
Frauen, die überall immer nur eine perfekte Seite zeigen, finde ich total uninteressant.

Um die ursprüngliche Frage zu beantworten: Ja, ich kenne meine Schwächen. Zu gut.
 
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