• #1

Kind als Trennungsgrund, Traum einer Familie?

Viele Paare geben an, dass in ihrer Beziehung oft erst Probleme nach der Geburt eines Kindes auftauchten und teilweise sogar zur Scheidung führten.

Wie sind eure Erfahrungen: verbindet ein Kind die Partner oder entfernt man sich eher voneinander? Was sind die Probleme (wenig Zeit füreinander etc.) und was gibt es für Lösungsansätze?
 
G

Gast

  • #2
gestern hatte ich gerade das Thema mit einem Arbeitskollegen. Er hat einen Sohn und meinte, dass sich seit dessen Geburt das Verhältnis zwischen ihm und seiner Frau total geändert hat. Vorher waren sie 7 Jahre ein Paar. Seine Frau hätte nachher den Sohn zum Mittelpunkt ihrer Lebens gemacht und mein Kollege hat sich ausgeschlossen gefühlt.
Er wird sich jetzt scheiden lassen!

m
 
  • #3
Ein Kind kann verbinden - oder die Beziehung überlasten -> Trennung.
Kommt auf die innere Einstellung beider Partner zur Elternschaft und dem Kind an.

Paar, Mitte 30, 1. Kind = gemeinsames Wunschkind.
Erst bei der Geburt merkte der werdende Kindsvater, daß er mit einer Vaterschaft überfordert ist.
Das Paar trennte sich kurz darauf. Regelmäßige Unterhaltszahlungen und Besuch des Kindes.
Aber auch bei den Besuchen zeigte sich, daß er mit seinem Kind (heute 12 J. alt) überfordert ist.

Kind/er sind eine Bereicherung, aber auch Änderung und Belastung einer Beziehung.
Beide Partner müssen sich vorher darüber klar werden. Um dies dann zu meistern, statt scheitern.
Oder sich andere Partner für Kinderwunsch suchen. Oder sich gegen Kinder entscheiden.
Die Kinder sollen nicht die Leidtragenden sein.
 
G

Gast

  • #4
Das Kind ist nicht der Trennungsgrund, aber die Frau und was die Geburt aus ihr gemacht hat schon.
M
 
  • #5
Wenn die Partnerschaft OK ist, ist ein Kind kein Trennungsgrund. Jeder auch nur halbwegs mit einem irgendwie funktionierenden Gehirn ausgestattete Mann weiß ganz sicher daß er seine junge knackige Frau nunmehr mit dem Nachwuchs teilen wird und daß eine Schwangerschaft und Geburt schon gelegentlich Spuren am Körper seiner Frau hinterlassen könnten.
Na und? Das renkt sich wieder ein und die meisten Paare schweißt die nunmehr gemeinsame Verantwortung für Ihre Kinder noch mehr zusammen!
 
G

Gast

  • #6
Wenn beide sich sehnlichst ein Kind wünschen, ist ein Kind wohl kein Trennungsgrund.
Wenn sich nur einer ein Kind wünscht, ist es sehr wohl ein Trennungsgrund.

Oftmals überwiegen jedoch diese Fälle:

- falsches Verhältnis zum Kind (Kind wird zum Partnerersatz)
- falsches Verhältnis zum Mann (Mann wird zur 2. Geige)
- falsches Verhätnis zu sich selbst ( Selbstaufopferung für Kind und Familie - aus sich selbst nicht mehr machen, nur noch als nachgeifernde Mutti existieren und damit Kind und Mann auf die Nerven fallen, so dass man kein Respekt und Verständnis mehr vor dieser Person haben kann)

Diese drei Beispiele sind höchst ungesund und bringen das gewünschte Familiengeflecht ins Ungleichgewichtun und letztendlich sind das auch die häufigsten Scheidungsgründe.

Gott sei Dank, gibt es schon viele gute Bücher von cleveren Leuten darüber. Eine clevere Frau, wird diese lesen.
 
M

Mooseba

  • #7
Man liest immer wieder, dass sich Männer trennen, weil die Frauen das Kind plötzlich über alles stellen und dem Mann auch gern mal den Zugang zum Kind versperren. Der Physiker und Schriftsteller hat das in seinem Buch "Das entehrte Geschlecht" für sein Beispiel gut beschrieben. Mitreißend war die Szene, wo sein kleiner Sohn ihn nicht in der Küche haben wollte und die Mutter natürlich für das Kind Partei ergriffen hat. Als Schriftsteller konnte er sich die Zeit besser einteilen und so hatte er einfach viel mehr Zeit mit seinem Sohn verbracht, bevor es dafür zu spät sein könnte, dass sich noch eine gute Vater-Sohn-Beziehung einstellt. Was will die Mutter auch sagen, wenn der Mann sich mehr um das Kind bemühen möchte als bisher. Nach der Trennung bekam er auch das Sorgerecht. Das ist sicher ein einseitiges Beispiel, aber das empfinden viele Männer bei kleinen eigenen Kindern sicher: Sie spielen nur die zweite Geige, sowohl bei der Frau als auch beim Kind. Dass sie nicht immer die erste spielen können, ist mir völlig klar, aber oft stimmt sicher nicht die Verhältnismäßigkeit. Männer sollten auch wissen, dass sie am besten nur über das Kind wieder zu ihrer Frau finden. Oft steht aber ein Beruf mit festen Arbeitszeiten dem stark im Weg.

(m,31)
 
  • #8
Die Geburt eines Kindes ist für eine Frau ein großer Wendepunkt. Spätestens jetzt muß sie erwachsen werden, sein und erwachsen reagieren, muß fähig sein, ihre Wünsche zurückzustellen um sich um die Elementarbedürfnisse eines kleinen Wurmes zu kümmern. Frisch gebackene Eltern müssen einen radikal anderen Lebenswandel und Alltag etablieren als den, den sie gewohnt sind. Sie müssen sich in vielen Dingen mehr zusammenreißen (mehr Wohnung putzen, nicht mehr fluchen, nicht mehr bei Rot über die Ampel gehen, mehr Pflichten übernehmen, zu denen man keine Lust hat).
Da meist diese Aufgaben von der Frau übernommen werden, welche die ersten Monate zuhause bleibt, findet bei der Frau auch am ehesten der Reifeprozess statt. Möglicherweise gibt es Männer (Väter), die diesen Reifeprozess eben nicht durchlaufen und daher die sinnvolle Prioritätensetzung der Mutter nicht nachvollziehen können.
Siehe die Debatte um Sex nach der Geburt im Nachbarthread. Da hilft nur, vorübergehend mal die Aufgaben zu tauschen und dabei zu sehen, welche Erkenntnisse einem das beschert.
 
M

Mooseba

  • #9
@ Constanze
Der Ernst des Lebens ist der Sinn des Lebens. Allerdings sollte sich auch die Frau nicht beschweren, wenn der Mann nach der Geburt nicht auf Sex aus ist. Das findet man auch viel im Internet, komischerweise nicht hier. Und sie sollte ihm auch Umgang mit dem Kind gewähren, zur Not dazu verpflichten. Leider ging das bei dir voll in die Hose, wofür du nichts konntest.
 
G

Gast

  • #10
Die Geburt eines Kindes ist für eine Frau ein großer Wendepunkt. Spätestens jetzt muß sie erwachsen werden, sein und erwachsen reagieren, muß fähig sein, ihre Wünsche zurückzustellen um sich um die Elementarbedürfnisse eines kleinen Wurmes zu kümmern. Frisch gebackene Eltern müssen einen radikal anderen Lebenswandel und Alltag etablieren als den, den sie gewohnt sind. Sie müssen sich in vielen Dingen mehr zusammenreißen (mehr Wohnung putzen, nicht mehr fluchen, nicht mehr bei Rot über die Ampel gehen, mehr Pflichten übernehmen, zu denen man keine Lust hat).
Lässt ja tief blicken, wenn man dazu ein Kind braucht. Ich habe all das gelernt als ich noch selbst ein Kind war.

Da meist diese Aufgaben von der Frau übernommen werden, welche die ersten Monate zuhause bleibt, findet bei der Frau auch am ehesten der Reifeprozess statt. Möglicherweise gibt es Männer (Väter), die diesen Reifeprozess eben nicht durchlaufen und daher die sinnvolle Prioritätensetzung der Mutter nicht nachvollziehen können.
Siehe die Debatte um Sex nach der Geburt im Nachbarthread. Da hilft nur, vorübergehend mal die Aufgaben zu tauschen und dabei zu sehen, welche Erkenntnisse einem das beschert.
Die es nicht nachvollziehen können, dass man die unglaubliche Reife hat, nicht bei Rot über die Ampel zu gehen, die Wohung zu putzen und nicht wie Rumpelstilzchen zu fluchen, sollten vielleicht besser gar nicht erst drüber nachdenken, ein Kind in die Welt zu setzen.
Eine solche Erklärung ist doch wirklich an den Haaren herbeigezogen.

Ich glaube, ein Kind kettet die Eltern zwangsweise aneinander und genau deshalb wirkt es trennend. Die Beziehung ist zu einem "Muss" geworden - dem Kind zuliebe.
Biologisch gesehen ist der Auftrag der Fortpflanzung erfüllt, also kann es jetzt nur noch um die Aufzucht des Nachwuchses gehen. Ist doch völlig normal, dass von Romantik nichts mehr übrig bleibt. Schließlich ist Romantik nur ein Anreiz zur Fortpflanzung und nach erfüllter Funktion nicht mehr erforderlich.
 
  • #11
#9: Waren meine Ausführungen so schwer zu verstehen? Natürlich wird man erst richtig erwachsen wenn man ein Kind in die Welt setzt. Genau deswegen wollen ja viele keine Kinder - keine Parties mehr, keine Weltreisen für die nächsten Jahre, kein musevolles Rumhängen.
Natürlich hat man mit Kind mehr Arbeit im Haushalt als ohne. Das wird ja wohl außer dir niemand anzweifeln
 
M

Mooseba

  • #12
#9: Waren meine Ausführungen so schwer zu verstehen? Natürlich wird man erst richtig erwachsen wenn man ein Kind in die Welt setzt. Genau deswegen wollen ja viele keine Kinder - keine Parties mehr, keine Weltreisen für die nächsten Jahre, kein musevolles Rumhängen.
Natürlich hat man mit Kind mehr Arbeit im Haushalt als ohne. Das wird ja wohl außer dir niemand anzweifeln
Trotzdem nennst du das Kind nicht beim Namen.
 
G

Gast

  • #13
#9: Waren meine Ausführungen so schwer zu verstehen? Natürlich wird man erst richtig erwachsen wenn man ein Kind in die Welt setzt. Genau deswegen wollen ja viele keine Kinder - keine Parties mehr, keine Weltreisen für die nächsten Jahre, kein musevolles Rumhängen.
Natürlich hat man mit Kind mehr Arbeit im Haushalt als ohne. Das wird ja wohl außer dir niemand anzweifeln
Das zweifle ich gar nicht an. Aber erwachsen wird man sicher nicht durch ein Kind.
Oft ist es erwachsener, keine eigenen Kinder zu haben.
 
G

Gast

  • #14
Das zweifle ich gar nicht an. Aber erwachsen wird man sicher nicht durch ein Kind.
Oft ist es erwachsener, keine eigenen Kinder zu haben.
Ja, so sehe ich das auch. Mütter denken sie sind durch die Geburt zur Wissensen mit Heiligenstatus geworden. Dem ist aber nicht. Ich mache einen großen Bogen um schwangere Frauen oder eben diese Mütter.
Trennungsgrund: sie ist schwanger geworden ohne Absprache mit mir. Ich wollte nicht, dass sie die Mutter meines Kindes wird, sie war nur eine Affäre. Sie wollte Familie, ich auch, aber eben nicht mit ihr. Außerdem wollte ich noch ein paar Jahre warten. Da sie immer dicker wurde, bin ich gegangen. (Ich meine nicht den Babybauch)
Sie ist total überfordert und aus meiner Sicht eine grotten schlechte Mutter die überhaupt kein Händchen für Kinder hat.
 
G

Gast

  • #15
Liebe FS

Familientherapie soll helfen.

Es gibt auch Paare die scheitern daran dass sie keine gemeinsamen Kinder kriegen können, nebenbei. Einem der beiden ist es todernst damit. Damit ist ein Drama vorprogrammiert. Ficierung auf ein einziges Ziel ist immer schlecht. Man soll sein Boot nie an einem Anker festmachen.
 
G

Gast

  • #16
#9: Waren meine Ausführungen so schwer zu verstehen? Natürlich wird man erst richtig erwachsen wenn man ein Kind in die Welt setzt. Genau deswegen wollen ja viele keine Kinder - keine Parties mehr, keine Weltreisen für die nächsten Jahre, kein musevolles Rumhängen.
Natürlich hat man mit Kind mehr Arbeit im Haushalt als ohne. Das wird ja wohl außer dir niemand anzweifeln
Doch ich zweifle das auch an. Ich hab keine Kinder und lass mir nicht erzählen ich wär deshalb nicht erwachsen. Beim Putzen- und Kohle aus dem Kellerschleppen hab ich mit 12 schon nicht geflucht und meinen Großeltern mit 5 erklärt das sie nicht bei roten Männchen über die Ampel dürfen. Heißt: Deine Ausführungen sind auch für mich nicht schwer zu verstehen, sondern überhaupt nicht. Der Meinung das man derartige Dinge wie aufräumen oder über Grün gehen und mal eine Party auslassen vorher geschafft haben sollte schließe ich mich an. Diese nebenherlaufenden Selbstverständlichkeiten als erwachsener Mensch anzuführen ist für mich vollkommen wertlos. Klar hat man mehr Arbeit, aber mit scharfem Denken und guter Organisation hält sich auch das in Grenzen. Ein Grund weshalb meine Oma auch heute mit 90 trotz einer Vielzahl von schmerzhaften Einschränkungen noch einen voll ordentlichen Haushalt hat und immer noch nicht über rot geht.
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