S

Sunflower1

Gast
  • #1

Kind ja oder nein ?

Guten Morgen Ihr Lieben! Ich wollte mal wissen, wie Ihr es seht. Wir sind beide 40 und nicht sicher, ob wir noch ein Kind wollen. Ob wir uns die Verantwortung auch mit der Schule des Kindes, Erziehung usw... zu trauen, ob wir noch die Nerven dafür haben. Oder bereut man später etwas ? Mit 30 wollte ich, auch mein Freund Kinder haben. Jetzt denken wir beide gleich darüber, ob wir der Aufgabe wirklich gewachsen sind, so schön Kinder sind... Wir geniessen unser Leben, Reisen viel, mit Kindern macht man anders Urlaub. Wir lieben beide Kinder. Haben auch Nichten und Neffen. Die Beziehung läuft sehr gut. Wir lieben uns sehr und wollen nach 3 Jahren nächstes Jahr auch heiraten. Ich weiß nicht, ob wir in 1 oder 2 Jahren anders denken? Aber eigene Kinder ? Wie seht Ihr das ? Bitte nehmt mich nicht gleich auseinander. Viele Grüße Sunflower
 
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  • #2
Achtung: hier gibt es gleich was auf den Deckel! Nicht von mir. Das ist doch Eure Entscheidung. Ich wollte Jahrzehnte lang keine, bin relativ viel gereist (Ökoschwein) und war zufrieden ohne Kinder. Jetzt hab ich eines reise immer noch recht viel (doppeltes Ökoschwein) und liebe mein Kind über alles.
Ich hätte mir ein Leben ohne Kinder bis zum Tod gut vorstellen können. Jetzt ist es da und ich möchte es nicht mehr missen. Die Urlaube waren anders. Ab und an anstrengender, dafür oft lustiger - der Mensch ist aber auch erst 5. Keine Ahnung wie das wird, wenn wir Urlaub in den Ferien machen müssen...
 
  • #3
Guten Morgen Sunflower,

wenn ihr beide schon mit 30 Kinder wolltet, warum habt ihr dann in den letzten 10 Jahren keine bekommen?

Kinder sind etwas tolles, aber auch sehr anstrengend. Wir haben zwei von der Sorte ;-)
Man muss die ersten Jahre sehr viel zurückstecken und seine Bedürfnisse hintenanstellen.
Trotzdem würde ich sie nicht missen wollen.

Das man mit der Erziehung und Schule überfordert ist, denke ich nicht, so lange man sein eigenes Leben im Griff hat. Wir haben kein bestimmtes Konzept, sondern erziehen und leben das vor, was wir für richtig halten.

W37
 
  • #4
Ich wollte nie Kinder, angeblich hätte ich auch keine haben können.....das es anders kam habe ich niemals bereut.
Ich kann nur eines sagen: man weis nicht wie man damit umgeht, bevor man es tut. Alles wovor ich Angst hatte kam völlig anders. Dinge, die mich heute anstrengen hatte ich nie auf dem Schirm. Es gibt viele anstrengende und überfordernde Momente. Kinder fördern das beste und das schlechteste in einem zu Tage. Sie geben aber auch so viel und diese Liebe zu fühlen, ist etwas wahrhaft wundervolles.
Nur du weist, wie wichtig euch eure Freiräume sind. Mit Kindern ist das vorbei und man muss oft zurück stecken.
Ich kenne ein paar Menschen, die in meiner Wahrnehmung besser keine Kinder bekommen hätten. Einfach weil sie ihr Leben sehr genossen haben. Als das wegen der Kinder vorbei war, war auch die Beziehung vorbei. Die Männer wollten keine übernächtigten Frauen, die ihre Leichtigkeit verloren und selber eigentlich auch keine Windeln wechseln, über Spielzeug stolpern und den Brei von den Oberflächen kratzen. Urlaub mit Kindern ist deutlich anderes, vor allem wenn man in den Ferien fahren MUSS. Die Frauen merkten, das Familie eben auch abstriche bedeutet und es selten so romantisch ist, wie sie sich erhofft haben.
Was mein 1. Gedanke war als ich deinen Text gelesen habe. Ihr wolltet eigentlich immer Kinder. Augenscheinlich waren andere Dinge wichtiger, sonst hättet ihr vermutlich einfach welche bekommen. Jetzt mit 40 hinterfragt ihr das. Kennst du den Grund? Ist es, weil sich das Fenster dafür schließt?
Stelle dir einfach die Frage, ob Kinder in dein heutiges Leben passen würde. Was würde sich ändern und was würde das mit eurer Beziehung und eurem Leben machen? Dann frage dich, will und KANN ich das wirklich. Auch die ehrliche und aufrichtige Frage, wie stabil eure Beziehung ist und ob der Partner ein Vater wäre, wie du ihn dir vorstellst sind wichtig.
Aber wie schon geschrieben, all das weist du erst, wenn es so weit ist.
 
  • #5
Ich wollte nie Kinder, angeblich hätte ich auch keine haben können.....das es anders kam habe ich niemals bereut.
Ich kann nur eines sagen: man weis nicht wie man damit umgeht, bevor man es tut. Alles wovor ich Angst hatte kam völlig anders. Dinge, die mich heute anstrengen hatte ich nie auf dem Schirm. Es gibt viele anstrengende und überfordernde Momente. Kinder fördern das beste und das schlechteste in einem zu Tage. Sie geben aber auch so viel und diese Liebe zu fühlen, ist etwas wahrhaft wundervolles.
Nur du weist, wie wichtig euch eure Freiräume sind. Mit Kindern ist das vorbei und man muss oft zurück stecken.
Ich kenne ein paar Menschen, die in meiner Wahrnehmung besser keine Kinder bekommen hätten. Einfach weil sie ihr Leben sehr genossen haben. Als das wegen der Kinder vorbei war, war auch die Beziehung vorbei. Die Männer wollten keine übernächtigten Frauen, die ihre Leichtigkeit verloren und selber eigentlich auch keine Windeln wechseln, über Spielzeug stolpern und den Brei von den Oberflächen kratzen. Urlaub mit Kindern ist deutlich anderes, vor allem wenn man in den Ferien fahren MUSS. Die Frauen merkten, das Familie eben auch abstriche bedeutet und es selten so romantisch ist, wie sie sich erhofft haben.
Was mein 1. Gedanke war als ich deinen Text gelesen habe. Ihr wolltet eigentlich immer Kinder. Augenscheinlich waren andere Dinge wichtiger, sonst hättet ihr vermutlich einfach welche bekommen. Jetzt mit 40 hinterfragt ihr das. Kennst du den Grund? Ist es, weil sich das Fenster dafür schließt?
Stelle dir einfach die Frage, ob Kinder in dein heutiges Leben passen würde. Was würde sich ändern und was würde das mit eurer Beziehung und eurem Leben machen? Dann frage dich, will und KANN ich das wirklich. Auch die ehrliche und aufrichtige Frage, wie stabil eure Beziehung ist und ob der Partner ein Vater wäre, wie du ihn dir vorstellst sind wichtig.
Aber wie schon geschrieben, all das weist du erst, wenn es so weit ist.
Ich glaube, die beiden sind erst seit drei Jahren zusammen - sie schrieb "Wir lieben uns sehr und wollen nach 3 Jahren nächstes Jahr auch heiraten." Der Kinderwunsch war wohl nur schon bei beiden seit/mit Anfang 30 unabhängig voneiander da. SO hab ich es jedenfalls verstanden :).
 
  • #6
Ich glaube, die beiden sind erst seit drei Jahren zusammen - sie schrieb "Wir lieben uns sehr und wollen nach 3 Jahren nächstes Jahr auch heiraten." Der Kinderwunsch war wohl nur schon bei beiden seit/mit Anfang 30 unabhängig voneiander da. SO hab ich es jedenfalls verstanden :).
Ah, jetzt ja ;-) Das habe ich tatsächlich so nicht Verstanden. Danke für den Hinweis.
 
  • #7
Guten Morgen Ihr Lieben! Ich wollte mal wissen, wie Ihr es seht. Wir sind beide 40 und nicht sicher, ob wir noch ein Kind wollen. Ob wir uns die Verantwortung auch mit der Schule des Kindes, Erziehung usw... zu trauen, ob wir noch die Nerven dafür haben. Oder bereut man später etwas ? Mit 30 wollte ich, auch mein Freund Kinder haben. Jetzt denken wir beide gleich darüber, ob wir der Aufgabe wirklich gewachsen sind, so schön Kinder sind... Wir geniessen unser Leben, Reisen viel, mit Kindern macht man anders Urlaub. Wir lieben beide Kinder. Haben auch Nichten und Neffen. Die Beziehung läuft sehr gut. Wir lieben uns sehr und wollen nach 3 Jahren nächstes Jahr auch heiraten. Ich weiß nicht, ob wir in 1 oder 2 Jahren anders denken? Aber eigene Kinder ? Wie seht Ihr das ? Bitte nehmt mich nicht gleich auseinander. Viele Grüße Sunflower
Im Zweifel aus meiner Sicht: nein. Aber es werden auch andere Antworten kommen und letztlich ist es ja eine sehr persönliche Entscheidung.

Kinder verändern das Leben gravierend. Wenn das nicht zentrales Lebensziel ist, würde ich keines bekommen. Die Art, das Leben zu geniessen ist sicher anders, wie Du das am Beispiel Reisen schon selbst schreibst. Für die nächsten 20 Jahre verändert sich der Lebensinhalt. Dazu kommt das mit 40 höhere gesundheitliche Risiko.
 
  • #8
Ich bin auch 40, mein Sohn wird nächsten Monat 16, meine Tochter ist 14. Jetzt noch ein Baby könnte ich mir wirklich nicht vorstellen. Ich genieße die Ruhe und den entspannten Alltag mit vernünftigen, rationalen, liebevollen Menschen.
Kleinkinder sind süß, aber anstrengend.
Aber wenn man noch keine hat, warum nicht. Man muss aber wollen. Mir ist Urlaub überhaupt nicht wichtig, das wäre für mich gar kein Kriterium. Ich würde gar nicht auf die Idee kommen das zu berücksichtigen. Aber da ist halt jeder anders. Und Kinder sind halt mindestens die nächsten 20 Jahre dann „da“ bevor sie eigenständig sind. Das sollte man schon gut überdenken. Ich würde aber nicht ohne Kinder leben wollen auch wenn es anstrengend war und ist.
 
  • #9
Mit 30 wollte ich, auch mein Freund Kinder haben. Jetzt denken wir beide gleich darüber, ob wir der Aufgabe wirklich gewachsen sind,
Dann kennt ihr euch doch schon 10 Jahre??? Oder war das ein anderer Partner?
Jetzt denken wir beide gleich darüber, ob wir der Aufgabe wirklich gewachsen sind,
Eher ja, ihr kennt euch schon 10 Jahre..
Wir lieben uns sehr und wollen nach 3 Jahren nächstes Jahr auch heiraten.
Nach drei Jahren ab HEUTE? Ach so, nächstes Jahr?! Kannst Du Dich mal klarer äußern? Da stellt sich wirklich die Frage, warum ihr so lange mit dem Kind gewartet habt...oder wie oder was?
 
S

Sunflower1

Gast
  • #10
Hallo Heidi,
nein, meinen Partner kenne ich erst seit 3 Jahren und vor 10 Jahren, da waren wir beide 30 hätten wir uns unabhängig voneinander Kinder vorstellen können.
 
  • #11
Ich denke da ganz gleich wie @Lebenslust: Wenn es nicht ein wirklicher Herzenswunsch ist, lasst es bleiben.
Oder ihr schaut, was die Natur zu dem Thema sagt, also Verhütung absetzen und schauen, was passiert. Denn immerhin seid ihr offen für ein Kind und schließt es nicht kategorisch aus.
ErwinM, 53
 
  • #12
Ich habe auch erst spät Kinder bekommen. Als ich verheiratet war, änderte sich das Verhalten meines Mannes leider zum Negativen. Anfangs wollte er unbedingt heiraten und Kinder, als dies erfüllt war, ließ er mich mit der „Arbeit“ Kindererziehung und Haushalt ziemlich alleine. Plötzlich war ich für alles verantwortlich.
Ich hoffe nicht, dass dies bei Dir passieren könnte.
Jetzt würde ich sehr auf den Charakter des Mannes achten; ist er zuverlässig, ehrlich, treu, großzügig, kann mit anpacken etc. ? Dann Kinder ja.
Wenn er diese Charaktereigenschaften nicht besitzt, dann lass es lieber.
 
  • #13
Mein Rat - ist es mehr ein vager Wunsch, eine Idee .... dann lasst es sein.
Ansonsten - genau auflisten, was sich in eurem Leben ändern würde ..... und so eine Entscheidungsgrundlage schaffen.
Ausserdem - es klappt nicht immer, dass Kinder auf Wunsch entstehen.
 
  • #14
Kinder sind etwas tolles, aber auch sehr anstrengend. Wir haben zwei von der Sorte ;-)
Man muss die ersten Jahre sehr viel zurückstecken und seine Bedürfnisse hintenanstellen.
Trotzdem würde ich sie nicht missen wollen.
Da kann ich nur voll zustimmen.
Wenn man im Hintergrund noch jemanden hat der auch mal unterstützt ist das natürlich eine große Bereicherung.

Ein befreundetes Paar ist auch Ende 30 und sie bereut es, nicht schon viel früher Kinder bekommen zu haben, sie geht in ihrer Rolle total auf und ärgert sich nun da sie nächstes Jahr 40 wird und das zweite nun zeitnah folgen sollte. Bei ihr sind nun auch gesundheitliche Aspekte hinzugekommen die es nicht unbedingt leichter machen.

Ich würde auf mein Herz hören und den Verstand aber mehr auf das Herz und danach handeln, es ist eine total individuelle Entscheidung. Für den einen sind Kinder total toll und sie gehen in ihrer Elternrolle total auf und für andere eben nicht, das ist doch ok - man muss keine Kinder bekommen.

Ich habe einen fast dreijährigen Sohn und möchte ihn nicht missen, auch wenn es manchmal nicht so einfach ist mit dem kleinen wilden Jungen, es gibt auf der anderen Seite so viele schöne Momente.

Ich denke ihr hättet ein gutes Fundament mit einer intakten Beziehung um Kinder zu bekommen, doch wenn kein großer Wunsch vorhanden ist, würde ich es sein lassen, Kinder brauchen viel Zeit und Aufmerksamkeit und die Beziehung wird auch nicht mehr so sein wie sie vorher war, man hat weniger Zeit füreinander, für sich.
Manchmal soll man Phasen oder Dinge die gerade schön sind, nicht abbrechen oder verändern, einfach genießen..

W 28
 
S

Sunflower1

Gast
  • #15
Vielleicht ist es auch dieses: Du bist doch schon 40. Jetzt aber .... Nein, ich muss gar nichts. Wir möchten erstmal geniessen.
 
  • #16
Vielleicht ist es auch dieses: Du bist doch schon 40. Jetzt aber .... Nein, ich muss gar nichts. Wir möchten erstmal geniessen.
Wenn ihr erstmal genießen wollt und das Kind nur so ein Gedanke ist, weil "man das halt so macht", dann lasst es besser. Dann aber in dem Bewusstsein, dass das Kinder-Thema vermutlich erledigt ist. Oder kommt der Gedanke mit 45 dann nochmal, wenn ihr genossen habt?

Ich halte es für vernünftig, sich zeitnah bewusst für oder gegen Kinder zu entscheiden oder alternativ bewusst die Verhütung abzusetzen und zu schauen, ob es auf natürlichem Wege sein soll, es also bewusst dem Schicksal zu überlassen, jedenfalls bewusst und aus Überzeugung zu handeln. Dieses "eigentlich schon gerne Kinder, aber wir wollen erstmal genießen" ist in dem Alter etwas schwierig und birgt die Gefahr, dass ihr eure Entscheidung vielleicht später irgendwann einmal bereut, denn noch wäre es möglich, später nicht mehr.

Meine Mutter (Goldschmiedin) hatte unter ihren Stammkundinnen immer viele alleinstehende (teils verwitwete), vermögende, ältere Damen, die einsam waren und für etwas Gesellschaft immer zum Friseur oder Schmuck kaufen gegangen sind, um beim Geldausgeben eine Stunde zu plaudern mit jemandem, der zuhört, sie haben viel aus ihrem Leben erzählt und viele haben es im Alter bereut, keine Kinder bzw. keine Familie zu haben, das ist ihnen aber erst später aufgefallen, als sie nicht mehr so viel gearbeitet haben und nicht mehr so viel gereist sind und der Partner vielleicht auch weg war und Freundschaften sich auch verlaufen haben oder weggestorben sind. Man sollte natürlich nicht nur Kinder bekommen, weil man sich mit sich selbst langweilt und vor Einsamkeit schützen will, aber trotzdem kannst du ja mal überlegen, wo du dich in zwanzig Jahren siehst und ob sich an deiner Einstellung etwas ändern würde, wenn Mann oder Job weg wären oder du weniger reisen würdest.

Erfahrungsgemäß sind die am zufriedensten, die sich bewusst für oder gegen Kinder und das entsprechende Lebensmodell entschieden bzw. ihren Frieden mit einer bestimmten Situation geschlossen haben, dann gibt es später auch nichts zu bereuen.
w27
 
  • #17
Man sollte natürlich nicht nur Kinder bekommen, weil man sich mit sich selbst langweilt und vor Einsamkeit schützen will, aber trotzdem kannst du ja mal überlegen, wo du dich in zwanzig Jahren siehst und ob sich an deiner Einstellung etwas ändern würde, wenn Mann oder Job weg wären oder du weniger reisen würdest.
Die Frage lautet eher: wo sehe ich mich für die nächsten 20-25 Jahre. Und die Antwort ist dann mit Kindern: ich sehe mich mit dem wesentlichen Lebensinhalt Kinder großziehen mit allen schönen und weniger schönen Aspekten, die das enthält.
Erfahrungsgemäß sind die am zufriedensten, die sich bewusst für oder gegen Kinder und das entsprechende Lebensmodell entschieden bzw. ihren Frieden mit einer bestimmten Situation geschlossen haben, dann gibt es später auch nichts zu bereuen.
Absolut, das ist entscheidend. Ich finde, mit 40 ist es allerhöchste Zeit, zu dem Thema wirklich eine Entscheidung zu treffen.
 
  • #18
Du bist doch schon 40. Jetzt aber .... Nein, ich muss gar nichts. Wir möchten erstmal geniessen
Wenn Du diese Einstellung hast, ist die Entscheidung doch bereits gefallen. Rein theoretisch musst Du nichts, rein biologisch aber schon - wenn Du denn noch ein Kind möchtest.

Urlaube sind in meinen Augen ein ganz schlechtes Argument fürs "Nicht- Kinder" Bekommen. Man kann wunderbar mit Kindern Urlaub machen.

W 57 ( mit 40 gewollt Mutter geworden und nie bereut. Ich kenne aber auch niemanden, der es bereut hätte).
 
  • #20
Es gibt über 8 Mrd. Menschen auf dieser Erde . Nicht jeder muss ein Kind zeugen. Und aus Langeweile oder „weil man es halt so macht“ oder damit man im Alter nicht einsam ist, würde ich es nicht zeugen. Da wird man dem Lebewesen, dem Kind überhaupt nicht gerecht. Jedes Kind sollte Eltern haben, die sich bewusst darauf freuen und es best möglichst erziehen wollen. Das Ego sollte in den Hintergrund treten für diese Entscheidung.
 
  • #21
Wir sind beide 40 und nicht sicher, ob wir noch ein Kind wollen
Dann macht euch klar, dass es eventuell auch gar nicht mehr klappt.
Und Kinderwunschklinik müsstet ihr selbst bezahlen.
Allerdings kenne ich auch eine Frau, die völlig unerwartet mit 42 im 4 Monat eine Schwangerschaft feststellte obwohl sie seit 6 Jahren nicht verhütete .
Will sagen: so gut planbar, wie man oft meint ist, weder das Kinder bekommen noch der Nachwuchs selbst.
 
  • #22
Ich werde dieses Jahr 38 und habe vor 4 Monaten mein erstes Kind bekommen. Ich wollte immer eine Familie haben (bin selbst in einer sehr großen Familie aufgewachsen, was ich geliebt habe). Jedoch war der Kinderwunsch nicht existentiell wichtig für mich. Auch eher kann, aber muss nicht, und anbetracht meines Alters jetzt oder nie. Noch ein paar weitere Jahre "genießen" hätte ich mich nicht gewagt.

Wir haben es ohne Verhütung dem Schicksal überlassen. Eine Kinderwunschbehandlung wäre für mich nie in Frage gekommen. Hätte es natürlich nicht geklappt, hätte es eben nicht sein sollen, auch ok. Ich war sehr zufrieden mit meinem Leben, ein Kind wäre schön, aber kein Muss gewesen.

Jetzt ist unsere Tochter da und ich liebe sie über alles! Ich bin regelrecht süchtig nach ihrem hübschen Gesicht und dem süßen Quietschen und wie sie mit großen Kulleraugen neugierig die Welt bestaunt.

Aber körperlich und psychisch hart ist die Säuglingzeit auf jeden Fall. Das muss man schon wirklich wollen. Nachts will sie alle 2h gestillt werden, dazwischen ist sie sehr unruhig und um 5 Uhr dann wach. Seit 4 Monaten habe ich nicht mehr länger als eine Stunde am Stück geschlafen, kein Wochenende, keine Pause, und Paarzeit ist gerade nicht viel. Auch nichts mit Ausgehen, Sport oder Hobbies. Viel Schreien und stundenlanges in den Schlaf trösten. Gefühlt täglich 12 h Schlafzimmer und 12h Wohnzimmer im Wechsel seit Monaten alleine (unterbrochen von kurzen Ausflügen). Könntet ihr das?

Ich mache es gerne, weil ich in ihr die junge Frau sehe, die sie werden wird und das erfüllt mein Herz mit so viel Glück und Liebe.

Warte nicht zu lange mit einer Entscheidung.

W37
 
  • #23
Nachdem du so lange gewartet hast und es nicht zum Thema wurde, schätze ich das bei dir so ein, dass es besser kein weiteres Thema werden sollte, es ist schon eine sehr, sehr große Umstellung auch für die Beziehung, in den 20er Jahren steckt man das wesentlich leichter weg, als in den 40er Jahren!
 
  • #24
Jetzt ist unsere Tochter da und ich liebe sie über alles! Ich bin regelrecht süchtig nach ihrem hübschen Gesicht und dem süßen Quietschen und wie sie mit großen Kulleraugen neugierig die Welt bestaunt.
Wenn ich mich in deine Lage hineinversetze - in diesen schönen Momenten vergisst man alles Negative um sich herum. Auch die Streitereien im Forum, fiese Spitzen, die treffen sollen oder können - in solchen schönen Momenten ist gerade nichts mehr wichtig. Vor allem dieser ganze fiese Sch .... nicht.
 
  • #25
Liebe Sunflower1, mich beschäftigt gerade dasselbe Thema und ich hatte auch schon überlegt, einen Thread zu eröffnen, um möglicherweise mithilfe der Erfahrungen anderer mehr Klarheit in dieser Angelegenheit zu bekommen.
Ich bin jetzt 38, jedoch sind die Umstände bei mir ein bisschen anders, da ich keinen Partner habe. Da ich nach einer Pause aber wieder anfangen möchte auf Partnersuche zu gehen, wäre es gut, wenn ich genau wüsste, ob ich Mutter werden will oder ob ich mich bewusst dagegen entscheide. Das innendrin zu erspüren finde ich extrem schwer und ich verstehe dich deshalb sehr gut. Mein größter Zweifel ist, ob ich es energiemäßig packen würde. Ich bin hochsensibel, hatte lange Jahre mit einer Angsterkrankung zu kämpfen und brauche regelmäßig Ruhephasen und Zeit für mich, um wieder genügend. Energie zu tanken. Mit Kind ist das natürlich schwierig bzw. im ersten Jahr so gut wie gar nicht möglich und ich stelle mir v.a. den Schlafmangel sehr anstrengend vor. Genau wie ihr liebe ich Kinder aber, ich arbeite sogar beruflich mit kleinen Kindern und habe auch sehr große Angst davor, mal zu bereuen, wenn ich keine Kinder bekomme, auch wenn ich nie einen riesengroßen Kinderwunsch hatte. Ich sehe während meiner Arbeit mit den Kindern neben den schönen Seiten natürlich auch die herausfordernden Seiten, wo ich mich dann frage, ob ich dem tatsächlich für 24 Stunden am Tag (energiemäßig) gewachsen wäre. Bei mir ist es aber die Konstitution, die mich weniger belastbar macht, das spielt bei euch vielleicht keine so große Rolle.
Das mit dem Genießen ist auch ein Gedanke, denn wenn ich in den kommenden 2 Jahren jemanden kennenlernen sollte, mit dem es wunderbar passt, würde ich auch gern noch eine zeitlang das Zusammensein als Paar genießen wollen, v.a. da ich noch nie eine richtig schöne Beziehung hatte. Das würde dann knapp werden.
Ich habe in den letzten Monaten viele Bücher und Artikel zu diesem Thema gelesen, bin aber leider noch zu keinem klaren Ja oder Nein gelangt (wobei es bei mir natürlich auch sein kann, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, wenn ich dem Richtigen nicht rechtzeitig begegne). Mir hat es mehr Klarheit gebracht, mich mit den Konsequenzen, die bei der Entscheidung dafür oder dagegen folgen würden, auseinander zu setzen. Ich hab mir auch eine Pro- und Kontra-Liste gemacht. Vielleicht würde euch das helfen. Sehr hilfreich fand ich den Rat eines Bekannten, mich zu fragen, ob ein Kind zu meinen Bedürfnissen und Wünschen passen würde und, ob ich bereit bin den Preis dafür zu zahlen (sowohl was Nachteile in die eine als auch die andere Richtung anbelangt). Ich bin noch mitten im Entscheidungs- und Bewusstwerdungsprozess und hab deswegen noch kein abschließendes Urteil für mich selbst gefällt, aber vielleicht können euch diese Fragen bei der Entscheidung unterstützen.

Vielen Dank auf jeden Fall für dieses Thema! Ich wünsche uns beiden, dass wir bald zu einer bewussten Entscheidung für oder gegen Kinder gelangen können.
 
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  • #26
Vielen Dank auf jeden Fall für dieses Thema! Ich wünsche uns beiden, dass wir bald zu einer bewussten Entscheidung für oder gegen Kinder gelangen können.
Letztlich habe ich mich für Ja entschieden, bzw dafür, dem Leben eine Chance zu geben. Ich fand die Entscheidung aber auch richtig richtig schwer und bin viel hin und her gewankt. Manchmal hätte ich mir gewünscht, die Entscheidung wäre mir von außen abgenommen worden. Also dass mir entweder ein Arzt attestiert, dass ich komplett unfruchtbar wäre. Oder aber dass ich aus Versehen schwanger würde... Aber diese Frage bewusst selbst entscheiden zu müssen - sehr schwer. Ich verstehe eurer Hadern.
 
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Sunflower1

Gast
  • #27
Liebe Melodia. Vielen Dank für Deinen Post. Ich habe mich auch wieder erkannt. Natürlich sind da auch Aengste (Vielleicht weil ich selbst ein Frühchen 6 Monat war) Meine Eltern schreckliches mitmachen mussten und ich mich aber super entwickelte. (Job und mitten im Leben). Wird das eigene Kind gesund sein ? Ist 40 nicht zu alt? Da denkt man einfach doppelt nach. Da ich meinen Verlobten erst vor 3 Jahren kennenlernte, habe ich auch das Gefühl die schönen Dinge mit ihm in der Beziehung bald Ehe erstmal nach holen zu wollen. Wir denken beide gleich über das Thema und egal was ist, er steht immer zu mir, auch wenn wir keine Kinder mehr wollen.
 
  • #28
Na ja, bei Euch scheint es etwas Halbgares zu sein: Eigentlich sind Kinder toll, aber ohne geht es auch. In Eurem konkreten Fall würde ich meinen, dass Ihr auch die nächsten 10, 15 Jahre leibliche Kinder in Eurem Leben nicht missen werdet. Also: Lieber nicht.

By the way … Ich lese in Foren immer wieder von Leuten, die meinen, es gäbe niemals den richtigen Zeitpunkt für ein Kind. Jedes, aber wirklich jedes Mal wundere ich mich dann, wie man nicht wissen kann, ob und wann ein Kind in die eigene Lebensplanung passt. Für uns war klar: mindestens paar Jahre Berufserfahrung, gemeinsame Wohnung und Angespartes, und ab geht’s ins neue Abenteuer! (Und ja, es hat sich sehr gelohnt, auch wenn die ersten paar Jährchen irre hart waren und ich offenbar eine Erkrankung verschleppt habe, die chronisch geworden ist. Aber das ist allein meine Schuld.)

Wenn man natürlich erst alle Kontinente bereist und ein Haus komplett abgezahlt haben will, dann findet man selbstverständlich nie den richtigen Zeitpunkt für ein Kind. Denn das Leben steckt voller Herausforderungen auf dem Weg zum Ziel, wie z. B. dem Abbezahlen der Immobilie.

w, 36
 
  • #30
Also, ich bin nun auch 40 und bin mittlerweile sehr froh, dass der Kelch des Kinderkriegens bisher erfolgreich an mir vorbeigegangen ist. Zwischen 30 und 35 habe ich schon den Wunsch gehabt, welche zu bekommen, hatte aber damals leider keine stabile Beziehung. Dann habe ich mich natürlich an den kinderlosen Zustand angepasst und mich ganz viel damit beschäftigt, dass ich ja auch für immer kinderlos bleiben könnte, wenn ich nicht aktiv was dagegen unternehmen würde. Hab ich aber nicht. Mir gefällt mein Leben ohne Kinder sehr gut, ich habe Neffen und Nichten und andere verwandte Kinder um mich drumrum, mit denen ich mich gerne umgebe, die reichen mir völlig aus. Wenn ich nett zu denen bin, werden die mich auch im Alter immer mal besuchen, wenn auch nicht so oft, wie ihre eigenen Eltern. Ist doch nicht so schlimm. In meiner Familie bleiben die ja trotzdem. Auch meine Arbeit mit Kindern kompensiert das Bedürfnis, mich mit Kindern umgeben zu wollen.
Das Bedürfnis nach Mutterliebe habe ich nicht. Liegt sicher auch am Verhältnis meiner Mutter zu mir. Ich kümmere mich sowohl beruflich als auch noch ehrenamtlich um schwerst verhaltensauffällige Kinder, und für die habe ich alle Kapazitäten und Mitgefühl, mehr als jede/r Kolleg/ in der/die Kinder hat. Hätte ich eigene, wäre das so nicht mehr möglich, ich setze aber genau an der Stelle meine Prioritäten. Wäre eines der mir anvertrauten Kinder in Not, ich würde ohne mit der Wimper zu zucken meine Familie stehen lassen. Das geht mit eigenen Kindern aber nicht.
Wegen meines Alters und später bereuen mach ich mir null Gedanken. Ich werde einfach die alte, unausstehliche Vettel im Pflegeheim🤷‍♀️.
Ich helfe so vielen kleinen, hilflosen Menschen in ein hoffentlich erfülltes und selbstständiges Erwachsenenleben, es werden sich schon noch ein paar an mich erinnern und mich im Altenheim besuchen. Den Rest füll ich mir mit Spielenachmittagen, Musik und Gesprächskreisen, so ich denn körperlich noch kann. Mein Leben wird auch im Alter wunderbar werden, weil ich es mir schön machen werde. Ob ich was bereuen werde?
Klar: zu irgendjemandem ein A*loch gewesen zu sein, ungerechte Entscheidungen getroffen zu haben, jemandem geschadet zu haben, oder was auch immer. Aber ansonsten hoffe ich, nichts bereuen zu müssen, da ich mich viel mit mir auseinandersetze und meistens hinter meinen Entscheidungen stehe.
 
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