• #1

Kind oder Karriere oder beides?

Laut einer Studie sind Unternehmen mit Frauen in der Führungsriege erfolgreicher als ohne. Welche Bedingungen müssen Unternehmen schaffen, damit die weiblichen Spitzenkräfte sich nicht explizit zwischen Kindern und Karriere entscheiden müssen? Welche Rolle spielt dabei der jeweilige Partner (oder fehlt der möglicherweise, siehe dazu auch diesen Artikel im Magazin)?
 
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  • #2
Die Erfahrung zeigt: beides zusammen geht nicht. Eines kommt zu kurz - eine Karriere erfordert so hohen Einsatz, dass das Kind/Familie zurückstehen müssen, die Zeit einfach nicht mehr ausreicht. Ich will aber gerade am Leben meines kleinen Kindes intensiv Anteil nehmen und nicht nur über Betreuungspersonen.

Mein Mann hat das genauso gesehen. Für uns lautete die Lösung: warten, bis die Kinder nicht mehr so klein sind!
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  • #3
Kinder UND Karriere geht! Es ist ein Zeichen von fehlender Stärke, wenn man als Frau meint, es nicht zu schaffen. Natürlich muss man gut organisiert sein. Ob Partner oder nicht, spielt nicht die große Rolle.
WILL eine Frau Kinder UND Karriere, geht es auch.
Ich sehe es als ein Armutszeugnis an, sich von einem Mann, einem Sozialsystem o.ä durchfüttern zu lassen. Außerdem ist man ein schlechtes Vorbild für sein Kind/seine Kinder.
 
  • #4
WILL eine Frau Kinder UND Karriere, geht es auch.
Gewiss geht das -- aber eines von beiden kommt dann zu kurz. Leider meistens die Kinder, die in Krippen abgeschoeben werden und wo dann "Qualitätszeiten" als Ersatz für Fürsorge schöngeredet werden.

Nein, man kann im Leben eben nicht alles haben. Das ist einfach Fakt. Man muss Prioritäten setzen und Karriere und Familie sind zwei sich gegenseitig ausschließende Prioritäten.
 
  • #5
Wir haben 4 Kinder und Arbeiten beide - Ich komme aus dem Rettungsassis. Bereich und habe mich bzgl. meiner Kinder für die Nachtschicht einteilen lassen - somit habe ich auch was von meinen Kindern - Natürlich würde ich Lügen wenn ich sagen würde alles einfach - NEIN Natürlich nicht aber dennoch können wir unseren Kindern was Bieten was auch sehr wichtig ist - Urlaub Fliegen 2 Auto´s etc und man muss Abstriche machen - von nichts kommt nichts und ausserdem mal so als reine Mutter - man kommt raus und verdient Geld - was will man mehr !? Letztendlich kann Dir keiner die Entscheidung abnehmen. Trotzdem Viel Erfolg ;) W31
 
  • #6
Liebe Frederika. Sicher kann man im Leben nicht alles haben. Das geht nie!
Aber man kann vieles haben! Und oft kann man viel erreichen.
Es ist nun mal eine deutsche Einstellung, dass viele Frauen die Haltung haben, Kinder und Karriere zu vereinen ginge nicht. Woanders in Europa geht es sehr wohl, ohne dass die Kinder versäumt werden. Im Gegenteil tun auch kleinen Kindern der soziale Kontakt in Kindergärten etc. gut. Vorausgesetzt natürlich, die Fürsorge ist gut, liebevoll und kompetent gemacht. Kinder aus Ländern, wo die Mütter arbeiten gehen, lernen eher soziales Verhalten als hier in Deutschland. Das ist durch Forschungen nachgewiesen!
Eine Mutter ist ohne Zweifel für ein Kleinkind ganz, ganz wichtig! Aber sie braucht nicht die einzige Bezugsperson zu sein! Kinder lernen durch vielfältigen Kontakt auch gute Verhaltensweisen und soziales Benehmen. Egoismus und Egozentrizität werden durch soziale Kontakte eher vermieden.
Kinder werden nicht notwendigerweise in Krippen abgeschoben, sondern Familien und Kinderbetreuung ergänzen sich. Gute Normierungen, gut ausgestattete Kindertagesbetreuungen, gut ausgebildete Pägadogen etc. - dann funktioniert das System. Ich denke hier nicht an das Vorbild DDR, wo die Kinder im Sinne des Staates indoktriniert wurden.
Dazu müsste auch gehören, dass der Staat den Familien mehr Möglichkeiten gäbe, auf die Bedürfnisse ihrer Kinder einzugehen. Ich denke hier an das Recht, voll bezahlte Freitage im Fall von Krankheiten zu bekommen, ohne schlechtes Gewissen dem Arbeitgeber gegenüber. Familienfreundliche Arbeitszeiten, die einem rechtlich zustehen, sowie die gesamte Einstellung der Gesellschaft der Familie gegenüber ist wichtig.
Deutsche Frauen gebären ca. 1,5 Kinder. Das ist wenig! In Skandinavien gebären Frauen - je nach Land etwas unterschiedlich - über 2 Kinder! In Island 2,4 Kinder pro Frau. Warum wohl?! Weil die staatliche und gesellschaftliche Einstellung gegenüber Kindern freundlich gestaltet ist, und weil Kinderfamilien sehr viele Rechte auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft haben.
Man sollte mal über den Tellerrand schauen!
 
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  • #7
Hallo,

warum müssen sich denn die Frauen allein die Frage stellen? Zum Kinderkriegen gehören doch zwei. Ich finde es geradezu erschreckend das hier im Forum von Frauen solche Dinge geschrieben werden.Einer muss sich entscheiden? Die Kinder werden abgeschoben? Also ich muss mich doch sehr wundern.

Um auf die gestellte Frage zu antworten:

Also ich denke es muss ein gesellschaftliches Umdenken stattfinden. Dazu gehört vor allem, dass alle Beteiligten, (Vater, Mutter,Staat, Firma, Ausbildungsstätte) Verantwortung übernehmen. Das ist in vielen anderen europäischen Staaten wirklich nichts Neues. Nur hierzulande gilt eine Frau als schlechte Mutter wenn sie Betreuungsangebote in Anspruch nimmt.

@ Frederika Nicht zu fassen was du da schreibst, mich würde übrigens interessieren wie du zu dieser Einstellung kommst. Hast Du Kinder? Oder wie bist Du aufgewachsen, dass Du hier in so einer Art und Weise auftrittst?

LG w
 
  • #8
Bei dieser Frage geht es nicht darum ob Kinder und Arbeiten zusammen geht. Das ist kein Problem, aber zwischen arbeiten und einer beruflichen Kariere liegen Welten. Bei einer Karriere wird weit mehr von einem erwartet als seine Arbeit zu tun. Oft ist die Arbeitszeit nicht so berechenbar wie man es als Mutter brauche würde um die Betreuung sicher stellen zu können. D kommen spontane Termine rein, man muss ausfallende Mitarbeiter ersetzten, Kunden besuchen. Was auch immer. Führungspositionen zeichnen sich eben oft dadurch aus, dass der Tag nicht sehr berechenbar verläuft und man vieles sehr spontan regeln und entscheiden muss. Dies ist mit Kind eben deutlich schwerer. Man macht in Deutschland eben nicht Karriere wenn man von Mo- Fr von 8.00-16.00 Uhr arbeitet. Normale Vollzeitarbeit ist damit nicht vergleichbar
 
  • #9
Es geht beides, selbstverständlich!

Und zwar OHNE dass die Kinder leiden. Es ist einfach ausgemachter Blödsinn dass Kinder zu seelischen Krüppeln werden sollen wenn Sie im Rudel sozialisiert werden. Das sind sie nämlich mit ausnahme der letzten 150 Jahre immer. Im Gegenteil- die 1- Kind Familie mit Helikopter-Mutter und der 24h Rundum Pflege ist nicht gerde förderlich für den Charakter. Es gibt genügend Länder in denen das zu beobachten ist.

Es ist richtig dass dies in weiten Teilen der Bevölkerung, Arbeitgebern und auch den Vätern noch nicht angekommen ist. Erschreckend, aber bezeichnend daß auch Mütter in diesen Chor mit einfallen.
Ich vermute mal das sie das Gefühl haben dass Ihr Muttersein damit nicht mehr so auf den Marienmässig daherkommt.

Die Vorraussetzungen dafür sind klar: Es muss zum einen die geeigenete Infrastruktur geschaffen werden (Ganztagsschulen, Krippen etc.), es muss bei der Arbeitsplatz- und Arbeitszeitgestaltung umgedacht werden, die Politik muss weg von der Herdprämie hin zu GUTEN Betreuungsmöglichkeiten und das Selbstverständnis der Väter und Mütter muss sich ändern, man muss lernen auch Dinge wie putzen etc. von anderen machen zu lassen.

Aber ich sehe uns da auf einem guten Weg, Firmen wie Trumpf (Weltmarktführer in Laserschneidmaschinen) machen es vor. Mit einem Modell das so attraktiv ist dass der Fachkräftemangel dort kein Thema ist. Unglaublich viele Firmen in der Region haben sich das schon angeschaut und basteln an ähnlichen Modellen. Die Chefin ist übrigens 4-fache Mutter. Selbst die jungen Männer sind Heute sehr viel mehr darauf aus Ihre Kinder aufwachsen zu sehen.

Wir können es uns als Volkswirtschaft schlichtweg nicht leisten junge Menschen teuer auszubilden (Studium) und dann dieses Wissen und Erfahrung Brachliegen zu lassen. Schaut man nämlich genauer hin sind es nicht die Firmen mit Frauen in den Führungsetagen die so erfolgreich sind sondern die mit den Müttern!

Ich bin mir sicher daß langfristig nur die Firmen überleben können die es den Familien ermöglichen Kinder UND Karriere zu machen. Nur die werden sich auf Dauer die wichtigen Fachkräfte sichern können.
 
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  • #10
Bravo Kalle, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Wer will der findet Wege, wer nicht will, schmeisst den Job freudestrahlend und wird schwanger! Oft genug erlebt, wird deshalb aber trotzdem nicht besser!

Und die meisten Frauen wollen sowieso keine Karriere machen, scheitert am Engagement und/oder am Intellekt. Trotzdem und witzigerweise wird dann den Männer vorgeworfen, Frau hätte immerhin IHRE Karriere geopfert - ha, lachhaft!
 
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  • #11
Nein, man kann im Leben eben nicht alles haben. Das ist einfach Fakt. Man muss Prioritäten setzen und Karriere und Familie sind zwei sich gegenseitig ausschließende Prioritäten.

Ich (w) bin auch der Meinung, dass eine Frau, die eine Führungsposition hat und jeden Tag von früh morgens bis abends in der Firma ist, nicht gleichzeitig eine gute Mutter sein kann. Ich meine, wann bzw. wie viele Stunden am Tag bekommt sie ihre Kinder überhaupt zu Gesicht? Wer erzieht denn ihre Kinder? Doch nicht sie selbst!

Ich habe mal in einer privaten Kindertagesstätte gearbeitet, in der viele Kinder von Akademikern waren. Und bei den meisten war es immer dasselbe Bild: Die Mutter hat sie morgens gestresst abgeliefert und kam abends noch gestresster und mit Handy am Ohr und Terminplaner in der Hand zurück und dann hieß es ständig: "Jetzt beeil dich doch, du weißt doch, ich habe morgen den und den Termin/Kongress/Abschluss/..., wir müssen noch deine Schwester vom Klavier abholen, jetzt mach doch schneller, ich muss zu Hause noch das und das vorbereiten usw.".

Ich bin ansonsten kein Fan von Eva Herman und sie hat damals auch viel Unsinn geredet, aber in diesem Punkt gebe ich ihr Recht: Familie und eine Top-Karriere (also kein Teilzeit-Job) ist nicht möglich! Und Eva Herman hatte ja nun wirklich eine Karriere, die diesen Namen auch verdient.
 
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  • #12
Gewiss geht das -- aber eines von beiden kommt dann zu kurz. Leider meistens die Kinder, die in Krippen abgeschoeben werden und wo dann "Qualitätszeiten" als Ersatz für Fürsorge schöngeredet werden. .

Es ist fast nicht zu fassen!!! Genau diese Einstellungen sind es, die verhindern, dass junge Frauen sich trauen, ja ich will Karriere machen, zu sagen. Die "Mütterfraktion" wird dafür sorgen, dass sie gesellschaftlich ins Abseits geraten.

Zu meinem großen Glück war es für meinen Mann selbstverständlich, dass ich mich beruflich ebenso weiterentwickeln konnte wie ich es gerne wollte. Unsere beiden Kinder waren gewollt und geliebt. Wir waren keine 24 h Fürsorgeeltern, das nicht, aber die qualitative Zeit mit unseren Kindern war immer für alle ein Genuss. Unsere Kinder sind in einer Welt groß geworden, wo Liebe, Arbeiten und Leben groß geschrieben wurde. Heute, wir haben einen Sohn und eine Tochter, bekommen wir oft zu hören, dass sie ihre Kindheit sehr genossen haben. Die Tatsache, dass nicht ich das Mittagessen gekocht habe, nicht ich die Wäsche gewaschen, nicht ich den Fahrdienst zum Musikunterricht übernommen habe, hat nicht zu seelischen Defekten geführt. Im Gegenteil, sie haben gelernt, was es bedeutet in einer glücklichen Beziehung zu leben, wo Mann und Frau sich respektieren, Spaß haben, Umarmungen, Zärtlichkeiten eine Selbstverständlichkeit sind.

Ich werde es nie vergessen: In der Nähe unseres Hauses gab es einen Spielplatz den meine Tochter liebte. Wenn ich mit meiner Tochter dort war, wurden wir derart missgünstig beäugt von diesen Sandkastenmüttern, dass meine Tochter irgendwann meinte, da gehen wir nicht mehr hin, diese Mütter gehen mir auf die Nerven mit ihren Tupperdosen :)
 
  • #13
Ich (w) bin auch der Meinung, dass eine Frau, die eine Führungsposition hat und jeden Tag von früh morgens bis abends in der Firma ist, nicht gleichzeitig eine gute Mutter sein kann. Ich meine, wann bzw. wie viele Stunden am Tag bekommt sie ihre Kinder überhaupt zu Gesicht? Wer erzieht denn ihre Kinder? Doch nicht sie selbst!
Eben, das geht realistischerweise gar nicht. Alles andere ist politisch-ideologisch motivierter Selbstbetrug.

Ich habe mal in einer privaten Kindertagesstätte gearbeitet, in der viele Kinder von Akademikern waren. Und bei den meisten war es immer dasselbe Bild: Die Mutter hat sie morgens gestresst abgeliefert und kam abends noch gestresster und mit Handy am Ohr
Exakt so läuft es ab. Schrecklich und keinesweg ach-so-positiv für die Kinder.
 
  • #14
Genau diese Einstellungen sind es, die verhindern, dass junge Frauen sich trauen, ja ich will Karriere machen, zu sagen.
Das, was Du als "diese Einstellungen" abtust, nennt man Wahrheit und Fakten. Karriere und Familie sind nicht kompatibel.

Die "Mütterfraktion" wird dafür sorgen, dass sie gesellschaftlich ins Abseits geraten.
Und zwar zu recht! Eine Frau, die ihre Mutterschaft auf das bloße Verwandschaftsverhältnis reduziert, aber gar nicht für ihre Kinder da ist, verdient nicht einmal den Ausdruck Mutter!

Im Gegenteil, sie haben gelernt, was es bedeutet in einer glücklichen Beziehung zu leben, wo Mann und Frau sich respektieren, Spaß haben, Umarmungen, Zärtlichkeiten eine Selbstverständlichkeit sind.
Ach ne, und Mütter, die sich selbst um ihre Kinder kümmern, sind nicht zärtlich und die Eltern respektieren sich nicht gegenseitig? Es wird ja immer absurder.
 
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  • #15
#11: Muss man nicht auch differenzieren, wie die Kinder dann untergebracht sind, während die Eltern arbeiten? Deine Schildung klingt eher nach Nanny oder Au Pair und weniger nach Kindergarten. Diesen Luxus können sich dann doch nicht alle leisten. Die Kinder gehen in den Kiga, aber trotzdem schmeißt die Mutter die Waschmaschine dann selber abends an, hat also keine Entlastung beim Haushalt. Ist auch ein wichtiger Faktor im Zeitmanagement.
 
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  • #16
@13 - Mütter, die nicht 24 Std. verfügbar sind, verhätscheln die Kinder nicht, vermitteln wichtige Werte wie Zuverlässigkeit, Engagegment im Beruf und damit für die Gesellschaft und geben den Kindern die Möglichkeit der Selbstentfaltung und sozialen Reifung mit und durch andere Personen. Kinder, die nur auf die Mutter fixiert sind, haben es schwerer in Kindergarten und Schule, wissen sich selbst nicht zu helfen und hoffen oftmals auf Hilfe durch die Mutter bis hin zum Erwachsenenalter. Eigeninitiative, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein werden blockiert, damit die MAMA ihre Daseinsberechtigung hat. Dein Satz: ...Und zwar zu recht! Eine Frau, die ihre Mutterschaft auf das bloße Verwandschaftsverhältnis reduziert, aber gar nicht für ihre Kinder da ist, verdient nicht einmal den Ausdruck Mutter!.. ist ein Frechheit und ein Schlag ins Gesicht aller Mütter, die eben andere Werte als Glucke und Trautes Heim, Glück allein vermitteln möchten! Wirtschaft und Gesellschaft sollten diesen arbeitenden Mütter dankbar sein, statt dessen müssen wir uns mit solchen infamen Angriffen abwatschen lassen!
 
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  • #17
#13: Eine Frau, die arbeitet und ein Kind erzieht, reduziert das Kind auf ein reines Verwandschaftsverhältnis? Vielleicht habt ihr eine andere Definition von Mutter! Wenn ihr meint, dass nur die Frau den "Aufdruck" Mutter verdient, die 24 Stunden das Kind an die Hand nimmt und ihm zeigt wie die Welt sich dreht, dann tut ihr mir wirklich leid.

Du kannst 100 mal schreiben, Karriere und Familie sind nicht kompatibel, deswegen wird es noch lange nicht wahr! Es amüsiert fast, wie vehement hier versucht wird, Frauen, die beruflich höher als eine Sachbearbeiterstelle zu steigen, zu diskreditieren, nur weil sie trotzdem gute Mütter sind.
Aber in einer Sache gebe ich Dir Recht: Hinter jeder erfolgreichen Frau und Mutter steht ein erfolgreicher Mann!

Fast wundert es mich, dass Du nicht noch schreibst, wenn sogar eine Haushälterin angestellt werden muss, kann man gar keine gute Mutter sein, nur die Mutter kann die Hemdchen des Kindes richtig waschen...
 
  • #18
Aber in einer Sache gebe ich Dir Recht: Hinter jeder erfolgreichen Frau und Mutter steht ein erfolgreicher Mann!
In der Sache kannst Du mir gar nicht Recht geben, weil ich so eine bekloppte Behauptung niemals aufstellen würde. Was sollen solchen Unterstellungen?

Natürlich gibt es alleinerziehende Frauen, die keine Hilfe von einem Mann haben, und dennoch arbeiten und Kinder erziehen -- selbstverständlich mit den entsprechenden Einschränkungen, aber immerhin.
 
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  • #19
. Kinder, die nur auf die Mutter fixiert sind, haben es schwerer in Kindergarten und Schule, wissen sich selbst nicht zu helfen und hoffen oftmals auf Hilfe durch die Mutter bis hin zum Erwachsenenalter. Eigeninitiative, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein werden blockiert, damit die MAMA ihre Daseinsberechtigung hat.

Wenn die Mutter in den ersten drei Jahren für das Kind da ist, bedeutet das nicht, dass diese Kinder bis ins Erwachsenenalter "auf die Mama fixiert sind!" Spätestens mit drei Jahren geht jedes Kind in einen Kindergarten und lernt dort automatisch, sich an andere anzupassen und in einer Gruppe zu agieren. Und später in der Grundschule dann sowieso!

Dein Satz: ...Und zwar zu recht! Eine Frau, die ihre Mutterschaft auf das bloße Verwandschaftsverhältnis reduziert, aber gar nicht für ihre Kinder da ist, verdient nicht einmal den Ausdruck Mutter!.. ist ein Frechheit und ein Schlag ins Gesicht aller Mütter, die eben andere Werte als Glucke und Trautes Heim, Glück allein vermitteln möchten! Wirtschaft und Gesellschaft sollten diesen arbeitenden Mütter dankbar sein, statt dessen müssen wir uns mit solchen infamen Angriffen abwatschen lassen!

Ich finde auch, dass eine Frau, die nicht für ihre Kinder da ist, den Ausdruck Mutter nicht verdient hat! Weil sie nämlich ANDERE (Nanny, Kita-Betreuerin) die "Mutter" ihrer Kinder sein lässt!
 
  • #20
I
Natürlich gibt es alleinerziehende Frauen, die keine Hilfe von einem Mann haben, und dennoch arbeiten und Kinder erziehen -- selbstverständlich mit den entsprechenden Einschränkungen, aber immerhin.

wie gnädig Frederika ;)

43, selbständig (erfolgreich und nicht mit einem Hausfrauenhobbyjob), 2 Kinder nahezu über 10 Jahre alleine großgezogen (emotional UND finanziell), beide auf dem Gymnasium (eine jetzt Abi), beide! 1 Jahr Auslandsaufenthalt (von mir höchstpersönlich erarbeitet und finanziert). Phantastische Kinder und das sage ich nicht nur, weil ich die Mama bin, es ist so. Aber wir haben eben Werte gelebt und leben sie und halten zusammen und seit ich denken kann arbeite ich GERNE und es hat den Kindern niemals geschadet. Natürlich war das nicht immer einfach als sie klein waren, aber Dein Bild von Müttern die arbeiten beschränken sich scheinbar auf Halbtagsjobs beim Drogeriemarkt um die Ecke oder verbeamtete 20 Stunden Jobs (ohne das abzuwerten). Das ist in hohem Maße fern der Realität.
 
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  • #22
Ich bin Ossi und habe als Kind das volle Programm gehabt: Kinderkrippe, Kindergarten, Hort. Soweit ich zurückdenken kann, waren meine Eltern beide voll berufstätig. Ich kann nicht sagen, irgendetwas etwas vermisst oder mich vernachlässigt gefühlt zu haben. Warum vorwiegend in den alten Bundesländern der Widerstand gegen Kinderbetreuung außerhalb der Familie so massiv ist, ist für mich leider nicht verständlich. Die Kosten für Kindergärten und ähnliche Einrichtungen sind auch der blanke Wahnsinn. Es hat schon alles etwas von einer Strafsteuer auf Kinder, auch wenn im internationalen Vergleich Deutschland bei den Geldleistungen für Kinder nicht so schlecht dasteht.

Trotzdem frage ich mich, ob der Verzicht vieler Frauen (bzw. Partner) auf Kinder, wirklich nur auf die mangelnden Betreuungsangebote zurückgeführt werden können. Ist es wirklich die école maternelle und vielleicht die vielleicht höhere Flexibilität von Unternehmen bei Frauen mit Kindern, die dazu führt, dass z.B. in Frankreich die Geburtenrate fast 50 % höher liegt als hierzulande (2,0 zu 1,4 Kinder pro Frau). Das kann ich mir nicht vorstellen. Das muss doch auch mentale Ursachen haben.
 
  • #23
Ich möchte noch mal sagen, ene Berufstätigkeit ist nicht gleich zu setzten mit einer Karriere. Natürlich haben Frauen die Karriere machen Hilfe im Haushalt und setzten die Kinder nicht einer Krippenerziehung aus, sondern sorgen für eine Bezugsperson. Und das schon, weil eine Krippe oder Kinrgarten gar nicht die zeitliche Flexibilität bietet, die man bei einer Karriere benötigt. Kinder benötigen keine 24 h Anwesenheit, aber jemand der ihnen Mittagessen nach der Schule auf den Tisch stellt und sich mit ihnen dabei über ihre Erlebnisse in der Schule unterhält, ihnen bei den Hausaufgaben hilft. Wenn man selbstständig ist kann man seinen Arbeitstag vielleicht so planen, dass man mittags zu Hause sein kann und wenn man die ganzen Haushaltspflichen abgenommen bekommt, dann braucht man sich eben außerhalb der Arbeit nur noch mit den Kindern beschäftigen. Tatsache ist und bleibt aber ja, man kann nicht an zwei Orten gleichzeitig sein.
 
  • #24
Kalle, das war mal wieder wunderbar formuliert. Genau so ist es.

Bevor wir die Frage beantworten können, müssen wir zwingend definieren, was hier unter Karriere verstanden wird.
a) einfache Angestellte Teilzeit
b) einfache Angestellte Vollzeit
c) Abteilungsleiterin Vollzeit
d) erfolgreiche Freiberuflerin mit flexiblen Arbeitszeiten
e) Geschäftsführerin im Anstellungsverhältnis
f) Geschäftsführerin in eigener Firma
g) oberes Management,
h) Aufsichtsratsmitglied im Dax-Konzern

Je nach persönlicher Ausgangslage, Lebensplanung, Ehrgeiz und anderer Faktoren wird jede Frau etwas anderes ankreuzen. Für mich ist "Karriere" eigentlich nur Punkt g) und h).

Desweiteren muß man das auch noch vom Lebensalter der Frau und der Kinder abhängig machen. Ein Dreijähriges braucht eine andere Betreuung als eine Fünfzehnjährige. Und im Alter wenn Frauen Kinder bekommen sind sie in der Regel auch nicht die Kandidatinnen für den Aufsichtsratsposten, sondern erst einmal in den Beruf ein und tummeln sich auf den unteren Rängen. Und die unteren Ränge sind durchaus mit Familie vereinbar - man muß es nur wollen.
 
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  • #25
Du kannst 100 mal schreiben, Karriere und Familie sind nicht kompatibel, deswegen wird es noch lange nicht wahr! Es amüsiert fast, wie vehement hier versucht wird, Frauen, die beruflich höher als eine Sachbearbeiterstelle zu steigen, zu diskreditieren, nur weil sie trotzdem gute Mütter sind.

Hier besteht wohl ein Missverständnis. Also die meißten verstehen unter einer Karriere einen arbeitsintensiven Zeitvertreib. Wenn ich also annehme, dass ich 60 Stunden die Woche arbeite, Sonntag nicht arbeite, dann sind das 10 Stunden täglich. Von 8 bis 18 Uhr (1h Mittagspause). Kleinkinder gehen um 19 Uhr ins Bett. Wenn ich um 18 Uhr pünktlich losfahre und direkt nach Hause fahre kann ich meine Kinder ins Bett bringen. Das wars dann mal mit Qualitätszeit.
Es geht gar nicht darum, dass arbeitende Frauen von Grund auf schlechte Mutter sind, sondern schlicht darum, dass, wenn sie wirklich Karriere machen wollen, sie keine Zeit haben werden eine Gute zu sein. Das bedeutet ja nicht, dass die Kinder nicht gut versorgt sind. Aber der größte Beitrag von seiten der Mutter wird das Geld sein.
 
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  • #26
du übersiehst etwas wesentliches: Karriere macht man nicht von 8-18 Uhr! Karriere macht man auch bei Veranstaltungen am Wochenende, bei Abendveranstaltungen - und abends ist das Kind im Bett. Die Mutter kann sich bswp. morgens Zeit nehmen, das Aufstehen, Kuscheln, das gemeinsame Frühstück mit dem Kind als festen Bestandteil des Lebens zu haben und ist trotzdem spätestens um 9 Uhr im Büro. Damit ist ein Grundstein bereits gelegt. Wer auch am Wochenende unterwegs sein muss, nimmt sich dafür einen anderen Tag/Nachmittag frei. Selbständige sind flexibel in ihrer Zeiteinteilung, das ist alles eine Frage der Organisation. Und machen wir uns doch nichts vor: Vollzeitmütter sind auch nicht 24 Std. nur fürs Kind da. Da kommt normalerweise Putzen und Waschen sowie der Garten nebst Hund hinzu, dann das persönliche Fitnessprogramm mit den Freundinnen, die ebenfalls zuhause sind. Dann Tuppernachmittag, Nagelstudio und Einkaufen/shoppen gehen. Die Qualitätszeit beschränkt sich nach einer Studie bei Vollzeitmüttern auf gerade mal max. 1,5 Std. pro Tag MEHR, als bei einer berufstätigen Mutter. Wenn von 24 Std. freier Zeit nur 1,5 Std. mehr für ein Kind übrig bleibt, dann ist das Zuhausebleiben in keinster Weise gerechtfertigt. Der Rest ist freie, persönliche, von anderen finanzierte Zeit! w/42
 
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  • #27
Das Problem "Kind oder Karriere" besteht ja in Deutschland auch deshalb so massiv, weil Frauen heute aus verschiedensten Gründen so furchtbar spät erst Mütter werden - was ich nicht abwerten will.
Wer aber mit Anfang Zwanzig Kinder bekommt, kann das mit einem Studium noch gut vereinbaren (nicht jedoch mit Partyleben und Gammelei). Dann sind die Kinder bei Antritt des ersten Jobs schon aus dem Gröbsten raus und mit zunehmender Selbständigkeit der Kinder können auch nach und nach die Stufen auf der Karriereleiter erklommen werden. Mit Anfang 40 kann Frau sich ganz auf die Karriere konzentrieren.
 
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  • #28
Es schließt sich überhaupt nicht aus. Ich habe mit 23 mein erstes Kind bekommen, nun wird er in diesem Jahr 21 und ich bin GF in einem großen Unternehmen, promoviert und sehr viel unterwegs auf Tagungen und Kongressen.
Meine Kinder sind in dieser Zeit sehr gewollt empfangen worden, haben nie einen Mangel gelitten und sind inzwischen sehr höfliche gut erzogene und erfolgreiche junge Erwachsene. Ich habe oft mit ihnen darüber gesprochen, ob ihnen etwas gefehlt habe, denn sie hatten ja den Vergleich mit den Müttern, die 24 h am Tag anwesend waren und immer kam die Rückmeldung, sie geniessen die Situation so wie sie gestaltet ist. Was aber auch bedeutete, dass ich und ihr Vater in vielen Dingen zurückstecken mussten. Wir haben unsere Freizeit immer den Kindern gewidmet und als Familei viel unternommen. Wichtig ist eine klare Einteilung der Zeit und auch das Zurückstellen des eigenen Egos. Aber so ist das Leben, wenn man Kinder hat, verändert sich eh der Blick auf die Welt und nachdem sie aus dem gröbsten heraus sind, kann man sein Ego problemlos wieder wachsen lassen! Jetzt bin ich 43 und meine Kinder sind fast selbstständig, das Leben ist schön. Ich habe Kinder und Karriere gemacht und kann es nur empfehlen!
w43
 
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  • #29
#16: Für mich gibt es einen Unterschied zwischen Karriere machen und Lebensunterhalt verdienen!
Ich war auch ganztägig berufstätig, habe aber um 16.30 Uhr Feierabend gehabt und mußte nicht jeden Abend den Kindern beim Schlafen zuschauen, nur um sie einmal am Tag zu sehen.

Dieses Mal stimme ich Frederika voll und ganz zu, die Kinder bleiben auf der Strecke.
 
  • #30
#28 Woher willst Du wissen ob die Kinder auf der Strecke bleiben, Du hast es doch nie gelebt!

Mir ist es z.B. möglich gewesen die Schwimmbetreuung in der Schule mitzumachen. Die ging von 11 bis 12 Uhr. Hab die Termin im Büro geblockt, kein Problem. Meine Tochter fand das riesig, dass ich dabei sein konnte. Wenn ich Mittags zum Essen nach Hause komme um mit meinen beiden Kindern und unserer Haushälterin zu essen, erzählen wir uns viel, ich erfahre alles von der Schule und was sie vorhaben.
Und stell Dir vor, ich habe glückliche, zufriedene Kinder. Nich immer gelingt es mir die Kinder in der Woche ins Bett zu bringen, finde ich auch oft schade, dafür werden meine im Urlaub nie in den MiniClub abgeschoben, weil ich meine Ruhe haben will. Und zumindest an einem Wochenendtag, ist ausschließlich Kinderzeit, die von uns sehr wertgeschätzt wird.

Was mich immer amüsiert ist, mir ist es herzlich egal, wenn eine Frau lieber zu Hause bleiben will und Hausfrau und Mutter sein möchte, wenn das ihr Wunsch ist, soll sie. Anders herum können diese Mütter allerdings nicht akzeptieren, wenn man für seine eigene Familie einen anderen Weg will.
 
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