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  • #1

Kinder des verwitweten Expartners.... wie reagieren?

Mein verwitweter Partner jammert mir (und auch anderen Aussenstehenden) über seine furchtbaren jugendlichen Kinder vor. WENN ich dann aber mal Tipps zur Erziehung gebe, dann passt es ihm auch nicht. Dann vermittelt er mir indirekt, ich will ihn von seinen Kindern vertreiben, seine gute Beziehung aus Eifersucht zerstören, wäre nur neidisch, etc.

Wie Frau es macht, ist es scheinbar verkehrt. Langsam bin ich mit meinem Latein am Ende.
Ich will am liebsten gar nichts mehr zum Thema Kinder hören, weil es nur in Mißverständnissen ausartet.Wie meistert ihr solche Situationen?
 
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  • #2
Liebe FS,
hast du selbst Kinder? Ansonsten könntest du mit der Bemerkung, dass du von Eltern-Kinder-Problemen nichts verstehst, das Thema beenden. Er habe dir dies ja bereits bestätigt. Ihm hatten deine Antworten bisher nicht gepasst.
 
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  • #3
Ich habe das Thema so gelöst, dass ich AEs mit Kind(ern) die noch beim AE leben, kategorisch von der Suche ausschließe. Das von Dir geschilderte Problem ist typisch und m.E. unlösbar.
 
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  • #4
Es gibt Menschen, die immer jammern. In Deinem Fall über die Kinder, andere jammern über ihren Job, den Stress, ihre Krankheiten etc.. Jammerer suchen sich Menschen, die ihnen immer wieder zuhören und Du kannst mittelfristig nur selbst entscheiden, ob Du so leben möchtest. Evtl. kannst Du ihn guten Sachbüchern zum Thema Rhetorik o.ä. ein paar Hinweise finde, wie man mit solchen Leuten umgeht. Ich mache es mittlerweile so, dass ich den Kontakt zu ihnen begrenze, weil ich es irgendwann einfach nicht mehr aushalte.

Mit einem Dauer-Jammerer als Partner zu leben, kann ich mir nicht vorstellen.

Selbstverständlich geht es nicht um Leute mit echten Problemen, die ihre Probleme lösen wollen und denen ich/man selbstverständlich hilft und zur Seite steht.

w/50
 
  • #5
Er möchte über seine Probleme reden und seine sorgen teilen, dass heißt nicht auch, dass Tipps und Hinweise auch erwünscht sind. Das ist offensichtlich nicht der fall. Warum hörst du nicht einfach zu und zeigst Mitgefühl und gut.
 
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  • #6
Natürlich hatte ich ein Ohr für ihn. Er möchte nicht nur reden und seine Sorgen teilen, sondern zugleich auch die Bestätigung haben, daß er es richtig(er) macht, als alle anderen.

Psychologische Beratung der Kinder (nach dem Tod seiner Frau) hat er z.B. abgebrochen, weil er die nötige Kompetenz des Beraters anzweifelte.
Er sieht sich als Vater am besten geeignet, seinen Kindern zu helfen.

Dann kommen wieder Phasen in denen er sich mit den furchtbaren Kindern überfordert fühlt und es findet ein Kreislauf statt, den ich zu Beginn bereits beschrieben habe.

Ich will am liebsten gar nichts mehr zum Thema Kinder hören, weil es nur in Mißverständnissen ausartet und ich dann (ersatzweise - statt seiner Kinder ??) "die Böse" bin.

(FS - kinderlos)
 
  • #7
Wer seine Probleme wirklich LÖSEN möchte, der jammert nicht. Wenn man etwas ändern will, dann findet man Wege - wenn nicht, dann findet man Gründe.
Heranwachsende junge Menschen stellen nun einmal eine Herausforderung dar - aber vielleicht will Dein Freund ja gar keinen RAT, sondern einfach nur vom Tagesgeschehen erzählen?
Wenn Dir das zuviel ist, dann sag ihm doch, dass Du keinen Nerv dafür ist.
Wenn er der Meinung ist, Du würdest ihn "von seinen Kindern vertreiben wollen", dann muß ich ehrlich sagen: Was für ein komischer Kauz!
Erst erzählt er Dir vom Tagesgeschehen - dann sagst Du etwas dazu, und das paßt ihm auch nicht? Na, dann soll er es doch einer Parkuhr erzählen! Die unterbricht ihn nicht und sagt auch nix dazu...
 
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  • #8
Moment mal! Du kennst seine Kids gar nicht? Dann würde ich aber darauf stehen, ihm vermitteln (ich weiß ja nicht, wie Du das kannst), dass ich sie gerne kennenlernen würde - hej, bei Euch noch kein Thema gewesen?? - als TEIL seines Lebens, das Du jetzt mit ihm teilst.
Jeder "jammert" auf seine Weise, doch das "Gescheiteste" ist doch, die Kids zu treffen, kennen zu lernen, es wenigstens versuchen.
Kam Dir das noch nie? Wieso, frage ich mich, fragst Du UNS?

Also, versuche mal diesen Weg, auch wenn er nicht ganz einfach ist (die Kids, je nach Alter, sind dann u.U. "biestig"), aber es ist DEIN Weg, etwas aus dem Leben Deines Partners besser zu kennen, denn das ist doch von ihm nicht "abzuschneiden", auch wenn er "jammert" - es SIND seine Kinder.
Etwas merkwürdig, dass Du Dich hier über sein Verhalten auslässt, aber selbst seine Kids (offenbar)noch nie kennenlernen wolltest - oder habe ich was falsch verstanden?
Selbst wenn Dein Partner Dir Bretter in den Weg wirft: Du magst doch einen Teil von ihm, auch wenn es schwierig aussieht, kennen lernen?

Alles Gute dabei!
 
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  • #9
Vielleicht will er tatsächlich keine Ratschläge von dir, sondern die Bestätigung von dir, dass er alles ganz toll macht. Oder sogar deine Bewunderung, dass er das alles alleine so gut bewältigt. Das Bedürfnis der Männer bewundert zu werden, ist ziemlich verbreitet. Sie wollen als tolle Kerle wahrgenommen werden. Falls es aber auch das nicht ist (und dass er keine Ratschläge suchst, hast du schon festgestellt), musst du mit ihm sprechen und ihm zu verstehen geben, dass es nicht interessant ist, mit einem Berufsjammerer zusammen zu sein.
 
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  • #10
@7
Natürlich kenne ich seine Kinder! (FS)
 
  • #11
Vielleicht will er einfach nur etwas bemitleidet werden - Erziehungstipps will doch kaum jemand wirklich vom neuen Partner, weder als Mutter, noch als Vater.
Pubertierende Kinder können Eltern wirklich den letzten Nerv rauben, und wer dann noch als außen Stehender meint, es besser machen zu können, holt sich keine Pluspunkte.

Liebe FS, lass ihn jammern, bedauere ihn und wechsle das Thema...
 
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  • #12
Warum regst du dich auf? Dein Partner will jammern und bemitleidet werden, will hören, dass er alles richtig macht. Und wenn du das weißt, warum machst du es dann nicht so? Wenn du es nicht so machen willst, dann sag ihm klipp und klar, er darf dich gerne um Rat fragen, wenn er wirklich welchen hören möchte. Ansonsten weißt du nicht, wie du reagieren sollst. Und er möge sich die Situation einmal umgekehrt vorstellen - wie er sich verhalten würde. Du würdest dich ja dann gern so verhalten, wie er es sich wünscht...
Sein Verhalten tatsächlich zu interpretieren ist schwierig, denn sehr viele Eltern (!) - nicht nur AE - sehen sich als allein kompetent an, was Kindererziehung betrifft.
Oder als vergleichbares Verhalten: oft ist es in einer Beziehung so, dass die Frau sich über eine Situation im Beruf etc. bei ihrem Partner auslässt und eigentlich gar keine Ratschläge hören will sondern sich lediglich darüber auslassen möchte. Wenn Frau dann Ratschläge bekommt, ist sie eigentlich eher vor den Kopf gestoßen. Dies als Anregung, wie dein Verhalten bei ihm wirkt...
w-45, 2 Kinder
 
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  • #13
mal zusammengefasst: Du bist die neue Partnerin - kinderlos. Er ist verwitwet und lebt mit seinen Kindern zusammen. Du kennst die Kinder, aber du teilst nicht dein Leben mit ihnen. Er jammert dir vor, wenn er mal bei dir ist, was aufgrund der vorhandenen Kinder nicht so oft sein wird. Aber Ratschläge mag er nicht annehmen, du darfst sicherlich auch nichts zu den Kindern sagen. Extrem schlechte Ausgangsposition für dich. Denn ich vermute, wenn du ihm nun zustimmst, wie toll und richtig er alles macht - dann fühlt er sich zwar jetzt bestätigt. Jedoch!, wenn etwas schief läuft, wird er DIR die Schuld geben, denn immerhin hast du es ihm ja bestätigt, dass es der richtige Weg ist.

Bleib bei deiner Meinung, kusche nicht. Wenn er jammert, sag ihm, dass du anderer Meinung bist und frage ihn, ob er deinen Rat haben möchte. So eben, wie du als kinderlose Frau deinen reinen Menschenverstand einsetzt und Situationen möglicherweise auch mal emotionsbefreit sehen kannst. Wenn nicht, wechsel sofort das Thema. Immer nur Mitleid und Mitgefühl sind hier auf Dauer fehl am Platz, denn du wirst es nie richtig machen können. Am Ende bist IMMER Du schuld. Zuhören ja bedingt, wenn es nicht immer die gleiche Leier ist, Mit-Leiden: nein! Dafür solltest du dir zu schade sein!

Willst Du dir das auf Dauer antun? w/42
 
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