• #1

Kinder die ohne Vater aufwachsen. Welche Folgen für die Kinder?

Welche Verhaltensdefizite könnten Kinder haben die bei alleinerziehenden Müttern aufgewachsen sind, fehlt ihnen ein männliches Vorbild (für Jungen) und zeigen sie sich später als verhaltensauffällig oder lässt sich das nicht so verallgemeinern ?

gruß
 
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  • #2
Heutzutage wachsen Kinder meistens nicht mehr ohne ihren Vater auf, auch wenn die Eltern getrennt sind.
Alleinerziehend heißt nicht, dass die Kinder niemals bei ihrem Vater sind, oft ist es sogar so, dass die Väter sich intensiver um ihre Kinder kümmern, wenn sie sie sehen als in nicht-getrennten Familien.
Also wenn beide Elternteile da sind, dann kümmern sich auch beide.
Wichtig ist nur, dass die Kinder wissen, dass beide Elternteile sie mögen und für sie da sind.
Wenn der Vater gestorben ist, mag das etwas anderes sein, aber ich denke, dass es für Kinder nur dann schlimm ist, wenn sie das Gefühl haben, sie sind für ein Elternteil unwichtig geworden.
Weil sie sich dann wertlos und ungeliebt fühlen.
Ob der Vater nun jeden Tag anwesend ist oder nur einmal die Woche, und dafür richtig ist glaube ich ziemlich egal. Kinder gewöhnen sich daran. Davon bekommen sie keinen Beziehungsschaden.
Eher von unterschwelligen Feindseligkeiten und ständigen Streits zwischen den Eltern.
Ein männliches Vorbild brauchen Jungen und Mädchen, aber das muss nicht nur der Vater sein.
Ich bin getrennt von meinem Mann und er kümmert sich seit der Trennung viel besser um seine Jungs.
Meine haben aber auch noch ihren Onkel als männliches Vorbild, der viel netter und entspannter und cooler ist, als ihr Vater.
Trotzdem sollen sie ihren Vater natürlich toll finden dürfen - so dass ich mich ihnen gegenüber sehr zurückhalte.
Viele Väter sind nicht wirklich wichtig für die Kinder, weil sie sich sowieso nur peripher um ihre Kinder kümmern - traurig, aber wahr. Liegt aber an den Vätern und nicht an der grundsätzlichen Rolle des Vaters. Viele Väter meinen doch, wasweißchwietoll sie seien, nur weil sie einmal im Monat mit ihren Kindern ins Kino, in den Zoo oder ins Theater gehen. Ansonsten glänzen sie durch Abwesenheit, sind beim Abendessen nicht da, lesen selten etwas vor, schmusen selten mit den Kindern, schauen nicht beim Sport zu, kennen die Freunde kaum und frühstücken auch nicht mit ihnen. Väter machen sich doch oft selber zu Randfiguren, einen Schaden bekommen die Kinder dadurch sicherlich nicht.
 
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  • #3
Ein überfürsorglicher Vater ist genauso schädlich wie ein komplett abwesender oder einer, der im Streit mit der Mutter liegt oder einer, der nur arbeitet. In vielen "intakten" Familien liegt die Erziehung such komplett in den Händen der Mutter und der Vater tritt Sonntag Mittag zum Essen auf und ist sonst immer arbeiten.
Vorbilder suchen sich Kinder eh allein, das können auch Nachbarn, Fußballer, Lehrer sein.
 
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  • #4
Ein Kind hat immer Vater und Mutter. Auch ein getrennt lebendes Paar sind Eltern und sollten sich um die Kinder kümmern.
Die einzige Situation, die ich als problematisch sehe, sind verwaiste Kinder. Der Mann einer Freundin ist von heute auf morgen verstorben, die Kinder waren gerade in der Pubertät. Ich merke, dass die Tochter es problemlos verkraftet, sie hat ein sehr enges Verhältnis zur Mutter und inzwischen auch einen Freund. Aber der Sohn (inzwischen 19) hat ein Problem, weil ihm einfach der Vater fehlt. Da sind die beiden Frauen im Haushalt, die sich gut verstehen und er hat keinen "Verbündeten". Ihm fehlt der Mann, mit dem er mal Fußball spielt, vor dem PC sitze oder am Auto schraubt.
Ob das nun bleibende Schäden hervorruft? Keine Ahnung. Aber es wäre eben schön und er wäre glücklicher, wenn er einen Mann im Hause hätte. Er hat keinen Onkel und der Opa ist schon sehr alt.
Die Mutter gibt sich wirklich Mühe, aber irgendwie muss der Junge halt auch mal die Rolle des Mannes übernehmen (PC, schwere Gartenarbeit usw.)
 
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  • #5
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Scheidungskinder nicht die geeignetesten Menschen für eine Beziehung sind. Sie sind eigentlich ständig auf der Suche nach einer Ersatzfamilie und nicht nach einer Partnerschaft an sich. Außerdem weisen sie bei Problemen innerhalb der Beziehung kindliche Verhaltensweisen auf, indem sie für mehrere Stunden einfach so das Haus verlassen.
Ich hatte zwei Partner, die Scheidungskinder sind, und daher kommt nur noch ein Mann in Frage, der aus einer intakten Familie stammt. So kann man wenigstens eine Beziehung auf Augenhöhe führen.

W32, kein Scheidungskind
 
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  • #6
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Scheidungskinder nicht die geeignetesten Menschen für eine Beziehung sind. Sie sind eigentlich ständig auf der Suche nach einer Ersatzfamilie und nicht nach einer Partnerschaft an sich. Außerdem weisen sie bei Problemen innerhalb der Beziehung kindliche Verhaltensweisen auf, indem sie für mehrere Stunden einfach so das Haus verlassen.
Ich hatte zwei Partner, die Scheidungskinder sind, und daher kommt nur noch ein Mann in Frage, der aus einer intakten Familie stammt. So kann man wenigstens eine Beziehung auf Augenhöhe führen.
Na dann viel Spaß beim Sammeln der Erfahrung, dass auch andere Männer sich kindisch verhalten.
Wenn die Mutter allerdings sehr viel mehr an der Erziehung beteiligt ist als der Vater, werden solche Jungs später "das Männliche" suchen, weil sie es zu Hause nicht ausreichend hatten. Gilt vor allem für Männer, die nur mit Mutter und Schwester aufwuchsen.
Ein Junge, der nur mit Vater und Bruder aufwächst, wird Frauen tendenziell besser behandeln und auch interessanter finden.
 
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  • #7
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Scheidungskinder nicht die geeignetesten Menschen für eine Beziehung sind. ...

Ich hatte zwei Partner, die Scheidungskinder sind, und daher kommt nur noch ein Mann in Frage, der aus einer intakten Familie stammt. So kann man wenigstens eine Beziehung auf Augenhöhe führen.

W32, kein Scheidungskind

Da beide Ex Partner, warscheinlich auch Wein getrunken haben und Käse mochten, würde ich an deiner Stelle auch niemanden mehr nehmen, der Wein und Käse mag.
So könnte ihr euch dann auf Augenhöhe begegnen ^^

Sorry, aber das ist mir wirklich zu pauschalisierend nur aufgrund 2er Erfahrungen.

Ich denke nicht, dass man irgendetwas verallgemeinern kann.
Jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen- ob das jetzt eine Scheidung ist oder etwas anderes.
Was der Mensch dan daraus macht, steht auf einem ganz anderen Baltt Papier.
 
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  • #8
Außerdem weisen sie bei Problemen innerhalb der Beziehung kindliche Verhaltensweisen auf, indem sie für mehrere Stunden einfach so das Haus verlassen.

Simple Betrachtungsweise, wirklich! Ich verlasse das Haus um in Ruhe über Probleme / Diskussionen nachzudenken. Das hat nichts mit kindlichem Verhalten zu tun. Man nennt es Deeskalation. Man zieht sich für einen Moment zurück, damit sich erhitzte Gemüter etc. abkühlen können, damit man nichts Unüberlegtes sagt oder tut, was man später bereuen würde. Das ist EIN Ansatz zur Problemlösung und hat nichts mit Scheidungskind (ja/nein) zu tun. Lächerlich!

Ich hatte zwei Partner, die Scheidungskinder sind, und daher kommt nur noch ein Mann in Frage, der aus einer intakten Familie stammt. So kann man wenigstens eine Beziehung auf Augenhöhe führen.

Ergo, bedeutet für Dich ein nun erwachsenes Scheidungs"kind", per se charakterlich defizitär und nicht auf Augenhöhe mit einem erwachsenen "Nicht-Scheidungskind" in der Beziehung. Wow, was für eine Schwarz-Weiss-Perspektive! Ich hoffe, Du erwähnst das vorzeitig, wenn Du einen Partner suchst. Am besten schreibst Du es schon im Profil hin.

Ich selber bin kein Scheidsungskind, aber so einen Unsinn habe ich noch nie gehört. Alle Eltern machen Fehler in ihrer Erziehung der Kinder, egal ob getrennt oder nicht. Keine Eltern sind perfekt. Hat man deswegen als Scheidungskind / Nicht-Scheidungskind einen "Defekt"? Wohl kaum. Mittragend ist doch auch das Umfeld, in dem man aufwächst, der Einfluss der Schule/Vereine (allgemein das soziale System) etc. Wichtig in der Kindheit sind (stabile) Bezugspersonen.
 
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  • #9
Fakt ist, dass Scheidungskinder in stressigeren Verhältnissen aufwachsen als Nicht-Scheidungskinder. Dieser Zustand hat nun mal einen starken negativen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung des Scheidungskindes. Zudem laufen die meisten Scheidungen nicht unproblematisch ab und die Kinder bekommen das auch alles mit. Diese Erlebnisse sind auch nicht förderlich!
 
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  • #10
..... wenn sie keinen Kontakt zum Vater haben und keinen engeren Kontakt zu einem anderen Mann - Opa, Lebensgefährte der Mutter, Trainer... - kann es passieren, dass sie die "Sprache der Männer" nicht so gut sprechen. D.h. sie lernen typisch männliche Durchsetzungsstrategien und das Herstellen der Hackordnung nicht ganz, was im Berufsleben ein Nachteil sein kann. Das kann man aber auch als Erwachsener lernen - sogar als Frau....

w
 
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  • #11
Erziehungsratgeber, die ich geleben habe, tendieren dazu, dass Mädchen von der Mutter und ohne den Vater zu übermuttert werden (können sich schlecht abnabeln) und Jungen werden zu mutterbezogenen Machosöhnchen.

Der Vater erzieht anders als die Mutter. Mütter sind ängstlich und ziehen das Kind vor Gefahren zurück. Väter fördern dagegen das Kind, die Leistung, den Wettkampf, sich durchsetzen, Fussballspielen, Freizeitspaß, Aktivität, Rangeleien. Deswegen wäre es schon richtig, dem Kinder nicht die Vaterrolle auszuspannen.
 
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  • #12
FS, bitte beantworte folgende Fragen:
1) Welche Defekte haben Kindern, die in einer zwei-Lesben-Familie aufwachsen ?
2) Welche Defekte haben Kindern, die in einer zwei-Homo-Männer- Familie aufwachsen ?
3) Welche Defekte haben Kinder, die alleine mit ihrem Vater aufwachsen ?
?
4) W3lche Defekte haben Kinder, die bei den Omas / Opas aufwachsen ?
5) Welche Defekte haben Kindern, die in einer zwei Erwachsenen-Familie mit Vater/Mutter aufwachsen ?
5 a) Vater prügelt Mutter
5) b Mutter ist alle zwei Jahre in der Psychiatrie wg. Schiziophrenen Schüben
5 c) Vater geht Fremd - Mutter wird depressiv
5d Harz IV Familie in der viel geraucht und gesoffen wird
Damit kannst du dir schon mal vorstellen, wie gut es für ein Kind sein kann, wenn es bei einer Mutter, die mit beiden Beinen im Leben steht, ihren Beruf und Haushahlt wuppt, mit dem Kind Schularbeiten macht, ist.
Entschuldisgung die Wortwahl - aber die Frage ist derart hinverbrannt blödsinnig - da fällt mir wirklich nichts weiter dazu ein !
 
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  • #13
...ganz einfach, nach einer Trennung ist das Kind beim Vater und wenn das Kind bei der Mutter bleibt dann hält er den regelmäßigen Kontakt zum Kind. Wenn er für sein Kind kein Vater sein möchte.....dann ist es wohl besser keinen Vater zu haben. (Ausgenommen natürlich die Väter, die möchten aber nicht dürfen).
Übrigens bin ich ohne Vater aufgewachsen ( Er wollte kein Vater sein) und mir fehlte überhaupt nichts. Im Gegeteil, dadurch das meine Mutter keine Mann hatte, gab es keine Geschlechterrollen. d.h. meine Mutter hat natürlich alles alleine gemacht......Sie hat uns erzogen, mit uns gespielt, uns ein Baumhaus gebaut, unsere Wohnung umgebaut, die Küche aufgebaut......den Weihnachtsbaum aufgestellt und und und.
 
  • #14
@8 Fakt ist, dass meine Kinder in stressigeren Verhältnissen aufgewachsen wären, hätte ich mich nicht getrennt. So sind sie aber zu rücksichtsvollen und sozialen Persönlichkeiten herangewachsen. Hätte ich die Ehe zu ihrem Erzeuger aufrecht erhalten, wäre das nicht geschehen. w52
 
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  • #15
Hilfe. Wenn ein Kind zwei intelligente Elternteile hat, wird es gut aufwachsen, weil beide verstehen, dass ein Kind ein männliches und ein weibliches Vorbild braucht und es friedliche Formen des Zusammen oder Getrenntlebens kennt. Ist auch nur ein Elternteil wenig intelligent oder egoistisch und benutzt die Kinder als Waffe gegen den Anderen und für die eigene Wunscherfüllung, wächst ein Kind nicht gut auf, egal, ob der Unfriede unter einem Dach oder unter getrennten Dächern wohnt. Das sieht man doch überall.
 
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  • #16
@ Gast 11

Du bringst es wunderbar perfekt auf den Punkt! Ein herrlicher Beitrag. Danke!

@maddog8427

Pauschale Fragen bringt hier niemand weiter. Hast Du ein konkretes Beispiel, dann bring das. Immer diese Verallgemeinerung, Stereotypisierung. Wenn X so, dann Y so. Was für ein Quark!
 
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  • #17
Meist gibt es ja auch sowas wie einen Ersatzvater - den Opa, den Onkel, den großen Bruder, den Sporttrainer oder sonstwen. Ich denke, irgendein positives männliches Vorbild hat jedes Kind. Zumal ein Vater auch nicht zwingend ein positives männliches Vorbild sein muss. Meiner war es zB nicht.
 
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  • #18
Meist gibt es ja auch sowas wie einen Ersatzvater - den Opa, den Onkel, den großen Bruder, den Sporttrainer oder sonstwen. Ich denke, irgendein positives männliches Vorbild hat jedes Kind.

Ich denke auch, dass sich Kinder männliche Ersatzvorbilder suchen können. Allerdings stellt sich mir die Frage, ob ein männliches (oder weibliches) Rollenvorbild ein väterliches (oder mütterliches) ohne Weiteres einfach so ersetzen kann? Ich habe da ernsthafte Zweifel.

Die Auswirkungen auf das Kind können meiner Meinung nach je nach Trennung oder Grund der Vaterlosigkeit (die Mutter kann ja auch verwitwet sein) vollkommen unterschiedlich ausfallen. D.h. ob und in welchem Ausmaß Verhaltensauffälligkeiten auftreten können, müsste von Fall zu Fall betrachtet werden.
 
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  • #19
Hier ist das Problem sehr gut beleuchtet und es hilft auf jeden Fall diese Frage zu beantworten:

http://www.hoppsala.de/index.php?menueID=21&contentID=1294

Und es ist wesentlich mehr dran, als hier einige so denken!
 
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  • #20
Hier reden fast alle an der Frage vorbei.... Hätte, Sollte, Könnte....

Wenns nunmal so ist. Es sollten nur die Antworten, die die Situation hatten und einschätzen können in ihrem speziellen Fall.

Meine Tochter hatte bis sie 11 war Kontakt zum Vater danach nicht mehr.

Die Folge ist eine ewige Sehnsucht nach einem "guten" Vater. Das ist ein klares Defizit.
Das zieht andere Defizite nach sich.

Wie sich das fürs spätere Erwachsenenleben auswirkt mag ich mir aktuell nicht wirklich vorstellen.
 
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  • #21
Wieso sollten Kinder alleinerziehender Mütter Defizite haben? Bei der Anzahl alleinerziehender Mütter in Deutschland würde es ja dann kaum noch gesunde, altersgemäß entwickelte Kinder geben. Und Gerhard Schröder ist ja auch ein Bundeskanzler geworden, obwohl seine Mutter alleinerziehend war, also sogar beruflich kann was auf ihnen werden.
 
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  • #22
Einen Vater kann keine andere Männerfigur ersetzen.

Wenn ein Junge ohne Vater aufwächst, wird er es später sehr schwer in seiner eigner Beziehung haben. Er wird sich seine Frau nicht "teilen wollen", jede männliche Figur wird als Bedrohung gesehen, er wird nicht fähig sein, eine gesunde Dreierbeziehung zu führen. ZB wenn er selbst Kinder bekommt, wird er nicht in der Lage sein , parallel Vater und Mann zu sein. Beziehungen werden versucht, exclusiv gestaltet zu sein, was zur sozialen Isation führt.

Um ein soziales Wesen zu werden, braucht ein Kind Mutter und Vater.

w32
 
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  • #23
Das kann man alles nicht pauschalisieren. Es kommt auf so viele Faktoren an.

Bei einem Kind, das schon 10 Jahre alt ist, wenn sie die Eltern trennen ist es sicher anders als bei einem anderen, das seinen Vater nie kennenlernt.

Es kommt auch darauf an, ob die Mutter wieder einen neuen Partner hat, wie das Verhältnis ist, ob der Kontakt zum Vater weiter besteht, wie das Umfeld ist usw.

Ich habe jemanden im Freundeskreis, dessen Eltern sich schon vor seiner Geburt getrennt haben und dessen Mutter seitdem nie wieder einen Partner hatte. Sie fokussiert sich total auf den Sohn, das ist auf jeden Fall ungesund. Aber so muss es nicht immer laufen.
 
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  • #25
Da beide Ex Partner, warscheinlich auch Wein getrunken haben und Käse mochten, würde ich an deiner Stelle auch niemanden mehr nehmen, der Wein und Käse mag.
So könnte ihr euch dann auf Augenhöhe begegnen ^^
Sorry, aber das ist mir wirklich zu pauschalisierend nur aufgrund 2er Erfahrungen.

Ich denke nicht, dass man irgendetwas verallgemeinern kann.

Einer meiner Freundin ist eine ganz liebe, aus normalen Verhältnissen, in fast perfekten Familien-Verhältnissen aufgewachsen. Mutter war Hausfrau, Vater Beamter.... alles klar.

Das Resultat: Meine Freundin wurde verlassen und ist geschieden, weil sie zu langweilig war, hat zum Glück kein Kind, wie sie heute sagt, kann bis heute wenig kochen, ist in vielen Dingen passiv, wartet immer darauf, dass man ihr den Weg zeigt, bemüht sich auch nicht, mal selber den Kopf einzuschalten....

Sie ist ne ganz liebe, aber manchmal wie ein Kind, was nicht erwachsen werden durfte.

Man soll also nicht pauschalisieren, dass Kinder aus guten Elternhäuser später besser im Leben klarkommen, als Kinder die nur mit einem Elternteil bzw. ohne Vater aufgewachsen sind.

Ich bin praktisch ohne Vater aufgewachsen, aber habe von ihm einiges mitgenommen, bzw. ihn später wieder gesehen. Warum sich meine Eltern trennten, weiss ich nun. Es war gut so. Ich habe mich mit dem Thema sehr intensiv auseinandergesetzt, ich kann heute nichts mehr ändern, mein Kind hat es viel besser als ich, dafür kann sie andere Defizite haben, die ich jetzt noch nicht sehe, oder die sich erst später zeigen.

Allerdings glaube ich, dass Jungs viel schlimmer negativ betroffen sind, wenn sie ohne ein guten, sich um den Sohn kümmernden Vater aufwachsen sind. Das bedeutet nicht immer, dass der Vater mit in der Familie leben muss.

Ich habe beim Daten einige verkorkste Männer kennengelernt, die alle mit Vater aufgewachsen sind, aber es müssen katastrophale lieblose Väter gewesen sein.

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  • #26
Fakt ist, dass Scheidungskinder in stressigeren Verhältnissen aufwachsen als Nicht-Scheidungskinder. Dieser Zustand hat nun mal einen starken negativen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung des Scheidungskindes. Zudem laufen die meisten Scheidungen nicht unproblematisch ab und die Kinder bekommen das auch alles mit. Diese Erlebnisse sind auch nicht förderlich!

Es gibt genug schreckliche Familienverhältnisse, wo es keine Scheidung gibt, die hier aber sinnvoll wäre, damit die Kinder zur Ruhe kommen.
 
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  • #28
Es gibt genug schreckliche Familienverhältnisse, wo es keine Scheidung gibt, die hier aber sinnvoll wäre, damit die Kinder zur Ruhe kommen.

Sehe ich auch so. Ich würde da selbstverständlich auch nichts pauschalisieren.

Ich habe mir zur Abwechslung immer mal einen Partner aus Scheidungsfamilie gewünscht. Mich nervt bei Männern aus pseudoharmonischen Familien, dass die Fehler der Familien gar nicht gesehen werden, und sie sie auch als richtig widerholen wollen. Familien sind irgendwo ein geschlossenes System, und auch wenn dieses System für sich genommen "funktioniert", können die Regeln für eine außenstehende Person gänzlich schräg sein, und sie kann unwillig sein, sich in so ein System zu integrieren. Das kann dann auch bei Kindern aus "intakter" Familie zu Problemen führen, wenn sie versuchen, dieser schräge Familienabläufe als "Normalität" zu verkaufen.

Natürlich muss das auch nicht immer so sein... Eine Emanzipation aus dem Elternhaus und Reflexion desselben ist dennoch wichtig. Ich brauche jedenfalls niemanden, der sich von den seit Ewigkeiten verheirateten Eltern irgendwo reinreden lässt.

Es ist auch klar, dass, wenn eine Ehe so lange funktioniert, dass die Partner und die Familie sich auf Schrägheiten der Ehepartner eingerichtet haben. Diese Schrägheiten sollte man niemals als die perfekte Familie sehen, die man einem Partner mit anderem Hintergrund einredet. Man sollte sich auch davon distanzieren können. Scheidungskinder können DAS vielleicht zumindest besser.
 
  • #29
... oder lässt sich das nicht so verallgemeinern ?
Doch, es lässt sich verallgemeinern: Defizite bei der Erziehung des Kindes, sind Defizite und Versäumnisse des Erziehungsberechtigten, denn es lässt sich ganz allgemeingültig feststellen: - Es gibt ganz normale Erwachsene, die als Kind in intakten Familien aufgewachsen sind. - Es gibt ganz normale Erwachsene, die als Kind bei alleinerziehenden Müttern aufgewachsen sind. - Es gibt ganz normale Erwachsene, die als Kind bei alleinerziehenden Vätern aufgewachsen sind. - Es gibt ganz normale Erwachsene, die als Kind in Patchwork-Familien aufgewachsen sind. - Es gibt ganz normale Erwachsene, die als Kind bei Pflegeeltern aufgewachsen sind. - Es gibt ganz normale Erwachsene, die als Kind in Kinderheimen aufgewachsen sind. Für mich gibt es keinen Zweifel, die Erziehung des Kindes ist im wesentlichen vom anwesenden Erziehungsberechtigen abhängig, und nicht vom fehlenden.
 
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Mooseba

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  • #30
Wenn die Mutter allerdings sehr viel mehr an der Erziehung beteiligt ist als der Vater, werden solche Jungs später "das Männliche" suchen, weil sie es zu Hause nicht ausreichend hatten. Gilt vor allem für Männer, die nur mit Mutter und Schwester aufwuchsen.
Und wie ist es, wenn der Vater den Löwenanteil an der Erziehung hatte? Was wird dann aus den Männern? Gibt es darüber irgendwelche Studien?
 
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