• #1

Kinder ignorieren meine neue Partnerin. Wer hat Erfahrung und Tipps?

Hallo,
ich bin seit 4 Jahren getrennt und seid 2 Jahren geschieden.
Trennungsgrund war: Ehe schon seit einigen Jahren gescheitert,
16 Jahre verheiratet, also nur Zweck WG. Kinder habens nicht gemerkt. Wahrscheinlich wie bei 2/3 aller langjährigen Ehen.
Ein weiterer Grund war, dass ich meine neue Partnerin kennengelernt habe. Meine Kinder studieren beide in BA, sind 21,23 m/w wohnen aber noch in meinem Haus bei meiner Ex.
Meine Kinder ignorieren bis heute komplett meine jetzige Partnerin und Lebenssituation. Am Anfang hab ich natürlich Verständnis gehabt aber mittlerweile bin ich ziemlich verzweifelt.
Zumal das auch gegenüber meiner Freundin repektlos ist.
Ich glaube eigentlich dass wir unsere Kinder tolerant und offen erzogen haben aber diese Situation überfordert mich.
Grundsätzlich hab ich eine gute Beziehung zu den beiden,
aber meine neue Beziehung ist tabu.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen und Tipps ?
Danke und Gruß
 
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  • #2
Deine Kinder sind keine Kinder mehr sondern junge Erwachsene. Sie waren bei der Trennung aber auch keine kleinen Kinder mehr und sie haben garantiert etwas mitbekommen. Sie haben ganz sicher gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Vielleicht halten sie dir (und der Neuen) auch vor, dass du erst dann gegangen bist, als eine andere Frau da war, vorher war wohl die Bequemlichkeit der Bleibegrund.
Egal wie auch immer. Sie scheinen deine neue Partnerin nicht zu mögen und dieses Recht haben sie auch. Sie sind erwachsen und können frei entscheiden, wieviel Kontakt sie zu dir und deiner Partnerin haben. Warum sollen sie Respekt vor ihr haben? Sie ist eine fremde Frau und wird so gesehen.
Du schreibst, dass du ein gutes Verhältnis mit ihnen hast. Dann sprich mit ihnen wie mit Erwachsenen und sie werden wie Erwachsene antworten.
 
  • #3
Hast Du mal offen mit Deinen Kindern geredet? Warum Deine Exfrau und Du sich getrennt haben, und dass Du gerne hättest, dass Deine Kinder die neue Frau akzeptieren? Man sollte solche Probleme offen ansprechen. Auch Deine neue Freundin sollte mitwirken. Geht doch mal zusammen essen. Die Kinder haben vielleicht Berührungsängste. Daher "ignorieren" sie.
 
  • #4
Lieber FS
Die Kinder wohnen bei deren Mutter, deiner Ex Frau und wollen sich loyal ihr gegenüber Verhalten. Wenn deine neue Freundin (mit) ein Grund war für das scheitern eurer Ehe, dann kannst du davon ausgehen, dass deine Ex ihr Bestes tut um dich und deine Partnerin nicht gut aussehen zu lassen. Sonst würden sich deine erwachsenen! Kinder anders verhalten. Aber ich denke das weißt du selber.
Man sollte meinen erwachsene Kinder, vernünftiges Verhalten. Ist leider nicht so. Du bist gegangen (nehme ich an), du bist der Buhmann für deine Kinder.


Was kannst du tun?
Ersteinmal aufhören dich schlecht zu fühlen! Deine Kinder sind erwachsen und du warst nicht mehr glücklich und hast den Schritt in ein neues Leben gewagt.

Was kannst du noch tun?
Du kannst mit deinen Kindern mal ein Gespräch darüber führen, was eigentlich das Problem ist und warum sie deiner Partnerin keine Chance geben? Hast du ihnen mal deine Sicht der Dinge zur Trennung gesagt? Kennen sie deine Version oder nur die der Mutter? Auch was du alles getan hast um die Trennung für alle so gut wie möglich zu gestalten- zB. Ex und sie wohnen noch in deinem Haus. Das würde ich nochmal klar kommunizieren und auch dass auch du als Mensch ein Recht darauf hast glücklich zu sein und das nun bist und du dich freuen würdest wenn sie sich für dich freuen könnten.
Mehr kannst du nicht tun! Und mehr macht auch keinen Sinn.
Lebe dein Leben und lass sie ihres Leben...
 
  • #5
Hast du mit den Kindern einmal richtig darüber gesprochen? Wirklich RICHTIG, nicht nur immer mal wieder das Thema kurz angerissen. Wenn ja, wie haben sie sich diesbezüglich geäußert? Erst dann können wir hier etwas Zielführendes beitragen.
 
  • #6
Lieber FS
Deine Kids sind 21 und 23 Jahre alt. Warum konfrontierst du sie nicht mit deiner Frage ? Oder wie genau fühlst du, dass sie deine Lebensituation ignorieren ? Kann schon sein, dass du denkst, du/ihr hättet sie tolerant erzogen.....aber vielleicht auch ein bisschen verklemmt und ohne offene Kommunikation. Frage sie einfach die beiden, dass weisst du warum.
 
  • #7
Erfahrungen nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Kinder entweder noch in der Traumwelt Mama-Papa-Kind leben und es einfach nicht wahrhaben wollen, dass ihr getrennt seid, oder sie geben Deiner Partnerin die Schuld, dass die Familie kaputt ist, denn sie ist ja anscheinend ein Grund, dass Du Dich getrennt hast. (Halte ich immer für einen Fehler, versteh es aber auch, dass man solange "eingeschlafen" sein kann in einer Ehe, bis ein anderer kommt, bzw. denkt "wozu Staub aufwirbeln mit einer Scheidung, wenn es sich so auch leben lässt".)

Die Kinder sind alt genug, dass man mit ihnen mal ein Gespräch führen könnte über persönliches Glück. Du bist ja glücklich mit Deiner Partnerin, das wollen sie nicht sehen. Sie soll die Böse sein, und wenn Du nicht zu ihr stehst und sie ausklammerst, damit es keinen Stress gibt, wird sich das Bild nicht ändern. Deine Kinder müssen begreifen, dass DU es wolltest, dass die Familie auseinander geht, weil Du unglücklich warst. Und dass Du es auch gewesen wärst, wenn die neue Frau nicht dagewesen wäre.
 
  • #8
Deine Kinder sind etwa so alt wie meine.
Also erwachsen.
Genauso würde ich mit ihnen reden.
Klartext.

Dass Du sie lieb hast, dass sie Dir wichtig sind.
Dass Deine Ehe vorbei ist.
Dass Du eine Partnerin hast, diese genauso zu Dir gehört, Du sie liebst, sie Dir wichtig ist.
Wenn sie irgendwann eine/n Partner/in mitbringen, dann erwarten sie auch Akzeptanz. Und die möchtest Du auch.

Zwingen kamst Du es nicht, aber klar positionieren.
Tabu ist es nur, wenn Du auch mitmachst.

Ggf. würde ich hier mit einer Mediation arbeiten, ich denke, da sind auch einige Verletzungen dabei.
 
  • #9
Meine Kinder ignorieren bis heute komplett meine jetzige Partnerin und Lebenssituation. Am Anfang hab ich natürlich Verständnis gehabt aber mittlerweile bin ich ziemlich verzweifelt. Zumal das auch gegenüber meiner Freundin repektlos ist.

Lieber FS,
vielleicht solltest Du zur Abwechslung nicht verzweifelt sondern mal empört sein über das Verhalten Deiner erwachsenen Kinder. Das wäre wohl angemessener.
Zum einen: es sind keine Kinder mehr. Beide sind seit mehreren Jahren volljährig und somit erwachsen. Also führe mit ihen ein Gespräch wie mit erwachsenen Menschen, statt Dich durch spätpubertäre Zickigkeit beeindrucken zu lassen.

Ansonsten hilft: Verhalten spiegeln. Sie ignorieren Deine Partnerin, dann ignoriert ihr sie beide im Gegenzug. Sie sind groß, sie leben nicht in eurem Haushalt, sie brauchen keine Papa-WE mehr - da ist das machbar.

Der Versuch, zur Toleranz zu erziehen hat ja wohl nicht geklappt, wie Du siehst. Zur Toleranz kann man nur erziehen, wenn man ehrlich ist. Das wart ihr nicht. Ihr habt den Kindern eine heile Welt vorgegauckelt. Das rächt sich jetzt.
 
  • #10
Das ist einer der Hauptgründe, warum ich inzwischen Männer meide, wo es Exfrauen und Anhang gibt ...
Ich hatte seit meinem 20 LJ 3 feste Beziehungen mit geschiedenen Männern die Kinder hatten. Die Ehen waren nicht durch mich gescheitert, sondern längst vorher auseinander.
Meine Erfahrung:
In 2 Beziehungen spielte die Exfrau noch eine 'dramatische Rolle' ...
in der dritten lebten die Jungs sogar beim Vater. Und dennoch sorgte eines des Kinder (12) dafür, dass jedesmal wenn ich zu Besuch war, die Mama auch noch kommen musste ...
z.B. um irgend etwas zu bringen, dass er bei ihr vergessen hatte und ach so dringend brauchte ...
Nach einigen Monaten war das Spiel klar: Jedes mal, wenn ich dort war, tauchte aus einem albernen Grund auch die Exfrau auf, und zwar weil das Kind es so wollte.
Der andere Junge war älter und ignorierte mich stur. Anfangs dachte ich es wären Pubertätslaunen, aber irgendwann lernte ich dass es Konzept war.

Ich lernte es bei den systemischen Familien-Aufstellungen:
in fast allen Familien wo die Eltern geschieden sind, übernehmen die Kinder (Alter egal) auch Rollen des jeweils fehlenden Elternteils.
Das tun die nicht bewußt, sondern es sind Muster und Rollen aus dem Sippengewissen.

Vaiante 1:
Neue bzw. fremde Partner werden durch mindestens 1 Kind oder alle Kinder abgelehnt oder angefeindet, wenn es im Energiefeld der (geschiedenen) Elten noch offener oder verdeckter Groll gibt.
Variante 2:
Sind mehrere Kinder vorhanden, ist es oft möglich dass manche Kinder zum Vater und manche Kinder zur Mutter halten.
Auch in diesem Fall werden neue Partner der Mutter bzw. des Vaters verdeckt oder offen abgelehnt oder angefeindet.
Während manche der Kinder mit dem neuen Partner der Mutter bzw. des Vaters sympathisieren.

Die einzig sinnvolle wirksame Lösung besteht darin, dass in einer systemischen Aufstellung
1. die Eltern einander die Ehre geben und sich dann freigeben und die Beziehung energetisch öffnen.
Dies vor den Kindern welche ebenfalls in der Aufstellung repräsentiert sind.
2. Die Eltern den Kindern in der Aufstellung klarmachen, dass sie immer die einzigen und wahren Eltern dieser Kinder sein werden und zwar zeitlebens dieser Verbindungs nichts genommen werden kann.
3. Jedes Elternteil in der Aufstellung symbolisch einen neuen Partner an die Seite nimmt und diesem seine Liebe gesteht.
Und diesen Partner dann sowohl der Experson zeigt, mit dem Hinweis 'Dies ist meine neue Liebe, bitte schau freundlich auf mich wenn ich mir wieder eine Beziehung gönne! Auch du kannst dergleichen tun!'
4. Die alten und neuen Partner einander in Respekt würdigen.
5. Die Kinder dies alles genau mitanschauen können.
Und aus der eigentlich sehr belastenden 'Rolle' entlassen werden, neue Sippenmitglieder anzufeinden.
 
  • #11
Ich finde auch: frag sie!
All die Gründe, die hier genannt werden können zutreffen, müssen aber nicht...sie sind aber alt genug es auszusprechen.

Sag doch, dass Du immer wieder alle Möglichkeiten überlegt hast, warum sie deine neue Beziehung ( die Freundin würde ich ersteinmal nicht persönlich erwähnen) ignorieren.
Du keine wirkliche Antwort gefunden hast, weil Du nicht in ihnen drin steckst und nicht für sie denken und fühlen möchtest.
Warum? Bitte erklärt es mir!
 
  • #12
Dein Problem ist, dass du in deinen Kindern etwas Negatives siehst! Die Tatsache ist aber: Es gibt weder gutes noch schlechtes Verhalten, sondern nur verschiedene Arten, mit diesem Problem umzugehen. Für deine Kinder ist es eine Art Selbstschutz, es ist ihre Art, wie sie mit dem Schmerz und der Enttäuschung umgehen, die ihr beide als Eltern verursacht habt. Eure Kinder müssen deine Beziehung nicht akzeptieren.
Für dich ist es vielleicht respektlos, für deine Kinder ist es genauso respektlos, dass du ihnen jetzt eine neue Mama vorsetzt, die sie gut finden müssen.
Die Wahrheit ist aber: Man muss nicht jeden im Leben mögen. Damit musst DU klar kommen.
Verwechsel das ja nicht mit fehlender Toleranz! Tolerant sein heißt nicht, dass man alles tolerieren muss, was gegen die eigenen Bedürfnisse oder eigene Existenz spricht. Die Kinder wohnen bei deiner Ex, also sind die Fronten sowieso klar, dass sie sehr mutterbezogen sind. Es ist ihre Heimat bei der Mutter, und die verrät man nicht für eine neue, bessere Mutter. Das würde nur ein Irrer tun.
Deine Kinder sind ja nicht so jung und du scheinst noch sehr fit zu sein, wenn du nochmal ein neues Glück wagst, daher solltet ihr alle recht modern sein und du solltest deine Kinder damit nicht mehr zwingen, bei euch am Tisch zu sitzen und heile Patch-Work-Familie zu spielen.

Lösung: deine eigene Erwartungshaltung an die Kinder zurückschrauben. Es ist deine Beziehung, die Kinder haben nichts mehr damit zu tun. Du wolltest das so. Aktionen dieser Art sind immer mit gewissen Risiken verbunden.
 
  • #13
Deine beiden Kinder sind ja eigentlich junge Erwachsene - klar, für dich bleiben die beiden immer deine Kinder.
Frag dich doch mal, ob die beiden vielleicht einen Grund für ihr Verhalten haben?
Hier sind ja 5 Personen beteiligt - und meine Erfahrung ist die: Können 5 Personen Fehler machen, dann machen auch 5 Personen Fehler.
Deine ziemlich eindeutige Schuldzuweisung ist für mich ziemlich realitätsfern. Hast du noch eine rosarote Brille auf, was deine neue Partnerin betrifft? Oder was deine frühere Frau betrifft?
Es ist ziemlich einfach, den beiden jungen Menschen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Wie immer - alles redet von Problemkindern, kaum jemand von Problemeltern. Respekt kann man einfordern, aber so bekommt man diesen nicht. Und gerade junge Menschen sind oft ehrlicher in ihrem Verhalten als die älteren, die sich der "Diplomatie" öfters verpflichtet fühlen. Sei stolz, dass du 2 Persönlichkeiten deine Kinder nennen darfst .
 
  • #14
Ein weiterer Grund war, dass ich meine neue Partnerin kennengelernt habe. ... Meine Kinder ignorieren bis heute komplett meine jetzige Partnerin und Lebenssituation.
Zumal das auch gegenüber meiner Freundin repektlos ist.

Die Kinder waren bei der Trennung alt genug, um grundsätzlich zu sehen, was passiert. Mag gut sein, dass für sie Deine neue Partnerin der Grund ist, dass ihr Zuhause plötzlich nicht mehr so war wie vorher. Das hättest Du ihnen in dem Alter erklären können.

Respekt? Hätte ich eher vor einem Vater, der sich irgendwann konsequent trennt, weil die Ehe nicht mehr funktioniert.

Andererseits: Deine "Kinder" sind erwachsen. Ein offenes Gespräch solltet ihr also führen können. Sie haben aber auch das Recht, sich mit Deiner neuen Partnerin nicht zu verstehen.
 
  • #15
So am Rand,

Meine Jungen hatten nie irgendwelche Probleme mit neuen Partnern.
Bei uns herrschte immer Offenheit und Klarheit.
Mama, Papa sind getrennt. Punkt. Die Elternrolle hat damit nichts zu tun.
Aber - die Eltern haben das Recht, auch Mensch zu sein, und sich neu zu verpartnern.

Wenn ich jemanden kennen lernte, wussten sie es immer. Und wenn es sich abzeichnete, es könnte etwas werden, lernten sie diese auch zeitnah kennen.
(Ich hätte nur nie einen Partner in Erwägung gezogen, wo es gar nicht geht.)
Und jetzt sind sie eben erwachsen - hier ist jede/r Freund/in, Partner/in willkommen. Ob von meiner Seite oder von ihrer
Das steht gar nicht zur Diskussion.

Gezicke würde ich nicht dulden.

Und dieses "diplomatische" Rumgeeiere gab es nie - Warum nicht zur Realität stehen?
 
  • #16
Wie äußert sich denn das Ignorieren? Kannst Du es näher beschreiben. Hat es etwas agressives oder etwas gleichgültiges?
Wollen Sie deine neue Partnerschaft crashen?

Ich würde das Gespräch in einer ruhigen einander zugewandten Atmosphäre suchen. Ohne Schuldzuweisung, sondern deinen Eindruck schildern. Dann mal gucken was sie sagen.
Ich halte es für möglich, dass die Kinder unausgesprochene Gefühle plagen mit denen sie nicht zurecht kommen. Ihnen fehlt noch Lebenserfahrung, deshalb ist ihnen das vielleicht auch gar nicht wirklich bewußt.
Es kann sein, dass sie sehr dankbar sind, dass sie eine Gelegenheit finden zu sagen was sie quält und warten darauf.
Nach meiner Erfahrung löst man tiefere Konflikte auch nicht in einem Gespräch. Das muss man immer wieder noch mal "anfassen". So haben alle die Möglichkeit nachzudenken und sich neu zu positionieren.

Meine Kinder waren bei der Trennung auch alle erwachsen und haben völlig unterschiedlich reagiert. Von brachialer Wut, dass ich so lange in der Situation geblieben bin (was für mich eher von tiefer Liebe und Sorge zeugt) bis Hilflosigkeit und Zerrissenheit. Das zu spüren tat mir so weh und ich war ja selber noch mit meiner Aufarbeitung beschäftigt. Es ist für niemanden einfach und ich habe mich sehr gescheitert gefühlt und auch schuldig meinen Kinder dieses Leid angetan zu haben - zu müssen.
 
  • #17
Lieber FS,
vielleicht solltest Du zur Abwechslung nicht verzweifelt sondern mal empört sein über das Verhalten Deiner erwachsenen Kinder. Das wäre wohl angemessener.
Zum einen: es sind keine Kinder mehr. Beide sind seit mehreren Jahren volljährig und somit erwachsen. Also führe mit ihen ein Gespräch wie mit erwachsenen Menschen, statt Dich durch spätpubertäre Zickigkeit beeindrucken zu lassen.

Ansonsten hilft: Verhalten spiegeln. Sie ignorieren Deine Partnerin, dann ignoriert ihr sie beide im Gegenzug. Sie sind groß, sie leben nicht in eurem Haushalt, sie brauchen keine Papa-WE mehr - da ist das machbar.

Der Versuch, zur Toleranz zu erziehen hat ja wohl nicht geklappt, wie Du siehst. Zur Toleranz kann man nur erziehen, wenn man ehrlich ist. Das wart ihr nicht. Ihr habt den Kindern eine heile Welt vorgegauckelt. Das rächt sich jetzt.

Die Kinder sind erwachsen und können selbst entscheiden, mit wem sie Umgang pflegen und mit wem nicht. Anscheinend wollen sie keinen Umgang mit der neuen Partnerin des FS. Das ist ihr gutes Recht und hat auch nichts mit Toleranz zu tun. Ich würde auch kein Techtelmechtel meines Vaters kennenlernen wollen.

Und auch nicht mit schlechter Erziehung. Mit diesem Vorwurf bist du ja gern dabei, was angesichts deiner Kinderlosigkeit ein gewisses "Geschmäckle" hat. Kinder werden heutzutage so erzogen, dass sie ihre eigene Meinung und eigene Bedürfnisse haben dürfen und diese auch äußern können, erst recht wenn sie dann erwachsen sind. Die gute alte preußische Erziehung von Klappe halten und anstandslos alle vorgegebenen Regeln zu befolgen, ist eben vorbei.

Das mit dem Zurück Ignorieren ist Kindergarten große Gruppe und außerdem wahrscheinlich sinnlos. Die Kinder des FS haben ja keinen Leidensdruck. Der FS wünscht sich ja dringend ein besseres Verhältnis zwischen den Kindern und der neuen Partnerin. Das wird er so bestimmt nicht erreichen.
 
  • #18
Ich schließe mich der Frage an, wie sich das Ignorieren denn genau äußert? Der FS schreibt nichts darüber, sodass wir mal wieder in die Glaskugel schauen müssten...
Man kann erwachsene "Kinder" nicht dazu zwingen, dem neuen Lebenspartner z.B. zum Geburtstag zu gratulieren, ihn oder sie zu eigenen Sachen einzuladen oder mit ihm oder ihr auf gemeinsamen Veranstaltungen lange Gespräche zu führen.
Wenn aber z.b. die erwachsenen "Kinder" bei Euch zu Besuch sind und eine(n) der Gastgeber, also Deine Lebenspartnerin, beim Essen und den Gesprächen konsequent ignorieren dann zeugt das einfach von schlechter Kinderstube, für die Du, Lieber FS, mit verantwortlich bist durch die Erziehung.
Wir brauchen da mehr Informationen, sonst können alle nur spekulieren
W51
 
  • #19
Hallo,
Als Freundin eines Mannes mit bedeutend jüngeren Kindern (und zu Beginn viel Ignoranz) kann ich dir nur den Tipp geben, die Sache möglichst offen anzugehen.

Erstens: die Kinder sind erwachsen und sollten Grundregeln der Höflichkeit einhalten. Sind die Schnittstellen begrenzt, dann ist das umso wichtiger. Geburtstage, Familienfeiern, etc. (Außer sie wohnen noch teilweise bei dir?) Da ist oft eh zu wenig Zeit mit den Kindern, dann auch noch Probleme durch Ignoranz ist unnötig.

Mach Ihnen ganz konkret klar: Das will sich keiner antun. Du nicht, deine Freundin nicht und wenn sie ehrlich sind deine erwachsenen Kinder selbst wahrscheinlich auch nicht - werden sich damit ja auch nicht wohl fühlen.

Trotzig unhöflich sein ist kindisches Nullsummenspiel. Geh mit Ihnen auf Kaffee (Kakao?) und (Lieblings-)Kuchen und lege Ihnen die Situation dar. Wenn Sie weiter mit dir als glücklichem Menschen Kontakt wollen, dann müssen sie auch dein Privatleben respektieren, damit konstruktiv umgehen - leben und leben lassen. Oder klar dazu stehen, dass sie das vielleicht - derzeit - nicht schaffen. Dann kann man sich professionelle Hilfestellung suchen, denn dann reicht das Problem weiter und wird auch die eigene Beziehungsfähigkeit deiner Kinder belasten. Was nicht geht ist seinen eigenen Frust auf Kosten deiner Freundin auszuleben.

Und sie sollten mal davon ausgehen, dass du dir vielleicht sogar einen netten Menschen (?!?) in dein Leben geholt hast, der es nicht verdient, auf Basis früherer Geschichten unhöflich behandelt und in unangenehme Situationen gebracht zu werden. Deine Kinder waren bei der Scheidung am Familienleben beteiligt (...) deine neue Partnerin nicht. Sie kann nichts dafür und verdient ihren Platz an deiner Seite.

Zudem wirst du dein weiteres Leben nicht als Einsiedler verbringen und deine Kids werden wohl auch mal Partner haben. Da ist zumindest Akzeptanz wenn nicht sogar Offenheit angesagt. Sonst verlierst du deine jetzige neue Freundin. Und die nächste, falls Sie denn dann kommt, wird wieder aus Egoismus vergrault?

Die systemische Analyse oben gefällt mir da sehr gut. Also. Reden. Klarstellen. Auch mal fordern. Das Leben ist nicht immer ein Ponyhof.
 
  • #20
Anscheinend wollen sie keinen Umgang mit der neuen Partnerin des FS. Das ist ihr gutes Recht
Es gibt immer wieder Menschen, die wir aus verschiedenen Gründen nicht in unserem näheren Umfeld haben würden, wenn es nach uns ginge.
Wir können uns trotzdem eine gewisse Höflichkeit abringen, und das ist in den meisten Fällen auch angemessen.
Eine Ausnahme würde ich bei Menschen machen, die mich persönlich sehr verletzt haben, bei Kinderschändern und Tierquälern. Hier gestatte ich mir Ignoranz und niemand kann mich zu Höflichkeit zwingen.

Die Kinder meinen wohl, durch die neue Partnerin verletzt worden zu sein, und wir hier wissen nicht, ob dem so war.
Hat sie den Vater becirct, ihn der Mutter abspenstig gemacht? Oder wäre die Ehe auch so gecrasht, und sie würden nun eine andere neue Partnerin ignorieren?
Der FS hat zwar eingeräumt, dass die Ehe zuvor schon am Ende gewesen sei - aber hat das die Mutter auch so gesehen? Oder ist ihre Perspektive, dass die neue Frau ihr den Mann ausgespannt hat?
In diesem Fall wäre die Reaktion der Kinder verständlich.
Anstatt ihrem Vater zu grollen, projizieren sie den Kummer über die Trennung der Eltern halt auf die Frau.
Oder finden sie die neue Partnerin einfach als Mensch doof?

Und was heißt überhaupt "ignorieren"? Senden sie keinen Blumengruß zu ihrem Geburtstag, oder behandeln sie sie auf Familienfeiern unhöflich und wie Luft?
Was für ein Verhalten wünschst du dir denn von den Kindern?

Lieber FS, du solltest ein Gespräch mit ihnen führen. Ihre Motive hinterfragen. Mich wundert, dass dies noch nicht geschehen ist.
 
  • #21
16 jahre verheiratet und seit 4 Jahren geschieden, beim angegebenen Alter der Kinder werden diese noch mitten im Schulabschluss gewesen sein oder noch praktischer ggf. im Schulaustauschjahr .
Die neue Dame ist definitiv Anlass zum Warmwechsel gewesen, ohne sie wäre der FS noch in der bequemen Ehe WG.
Der FS hat in keinerweise Rücksicht auf die Lebenssituation seiner Kinder genommen und erwartet jetzt für sich Vollkomfort.
Für die Kinder wird es nie wieder ein Elternhaus geben.
Sie hatten/haben keinerlei Bedürfnis eine neue Frau an der Seite ihres Vaters kennenzulernen.
Wenn jemand etwas akzeptieren sollte, dann der Vater den Wunsch der Kinder .
 
  • #22
Es gibt immer wieder Menschen, die wir aus verschiedenen Gründen nicht in unserem näheren Umfeld haben würden, wenn es nach uns ginge.
Wir können uns trotzdem eine gewisse Höflichkeit abringen, und das ist in den meisten Fällen auch angemessen.
Wir können höflich sein, müssen es aber nicht!
Warum sollte ich zu jemanden höflich sein, den ich absolut nicht ausstehen kann, vielleicht sogar hasse und von dem ich nicht in irgend einer Weise abhängig bin? Weil "es sich so gehört"? Weil "Leute" dieses oder jenes meinen? Weil es angemessen ist? Nein!
Ich entscheide am Ende selber, was "angemessen" ist- ganz unabhängig was "Leute" von mir vielleicht denken könnten und von dem was "sich so gehören" müsste.
Immerhin ist ignorieren immer noch besser als beleidigen, attackieren, herabsetzten, über den Mund fahren, etc.
Wenn es einen bestimmten Grund gibt, der abgeschafft werden kann, warum die Kinder so sind. Gut.
Wenn es nicht so ist und die Kinder in keinem Abhängigkeitsverhältnis sind, wird der FS es wohl oder übel akzeptieren müssen, genau wie die Kinder die Tatsache, das er eine neue Freundin hat.
 
  • #23
Hallo,

Ich kann dem letzten Post nur zustimmen. Man kann sich natürlich dafür entscheiden, unhöflich zu sein und andere zurückzuweisen und zu belasten.
Der Vater fragt ja nur, was man dagegen tun könne. Denn er möchte die Situation entspannen und sich nicht einfach damit abfinden.

Das sich manche Personen dann dieses Verhalten halt nicht antun werden ist nämlich die Folge. Und die möchte er verhindern. Und da hilft nur reden.
 
  • #24
Lieber FS,
du kannst deine Kinder nicht zwingen und ihr Verhalten hat mE auch nichts mit Intoleranz oder Respektlosigkeit zu tun, auf der Schiene kommst du nicht weiter.
Eine Chance sehe ich darin, dass du aufhörst dich selbst zu belügen und dir die Trennung und ihre Umstände schönzureden. So wie du es schilderst, war es nämlich sicher nicht. Das sind, sorry für die harten Worte, nur Ausreden von demjenigen, der den einfachen Ausstieg wählt und dabei in Kauf nimmt, dass er drei Menschen verletzt zurücklässt. Ihr seid keine Zweck-WG gewesen sondern eine Familie und für die hat man Verantwortung und steht für sie ein. Das hast du nicht gemacht, sondern du bist warmgewechselt und begründest das auch noch damit, dass du ja eigentlich nichts zerstört hast, da deine Familie ja schon vorher nicht mehr existiert habe. DAS ist respektlos, deiner Exfrau und deinen Kindern gegenüber.

Probiere mal folgendes: Bitte deine Kinder um ein Gespräch, nur ihr drei und entschuldige dich bei Ihnen. Erkläre ihnen, dass du nicht glücklich warst in deiner Ehe und dass dies nichts mit ihnen zu tun hatte. Zolle deiner Exfrau Respekt und dass sie eine tolle Frau ist, in die du dich einstmals verliebt hattest, so sehr, dass du mit ihr eine Familie gegründet hast. Aber dass ihr es leider nicht geschafft habt, wie so viele andere Paare auch, eure Beziehung glücklich zu erhalten. Was auch deine Schuld war, aber du hast es leider nicht besser hinbekommen. Irgendwann war es aus deiner Sicht zu spät und du hast keine Möglichkeit gesehen, die Beziehung wieder zu beleben. Und dann hast du dich neu verliebt, in deine neue Partnerin und da war es dann wirklich zu spät. Sag, dass dir bewusst ist, dass dies für deine Exfrau und deine Kindern unfair war und dass dir das leid tut. Aber dass dir, auch wenn es vielleicht die letzten vier Jahre nicht immer so gewirkt hat, wichtig ist, dass es deinen Kindern und deiner Exfrau gut geht. Sag ihnen dann, dass es für dich traurig ist, dass sie deine neue Partnerin ignorieren und dass du es dir sehr wünschen würdest, wenn sie ihr eine Chance geben könnten. Sei demütig, du hast viel kaputt gemacht, du bist nicht in der Position zu verlangen, sondern du kannst nur bitten.
 
  • #25
ich kann dir hierzu nur sagen: Kinder werden immer die Hoffnung haben- egal was ihre Eltern ihnen angetan haben, das beide Elternteile wieder zusammen kommen. Deine Kinder zeigen Loyalität zu ihrer Mutter und das muss auch so sein. Warum sollen sie die neue Frau akzeptieren wenn sie ihr Leben lang eine Mutter hatten und die "NEUE" ihnen die Familie kaputt gemacht hat. Denn so sehen es Deine Kinder mit Sicherheit.
 
  • #26
ich kann dir hierzu nur sagen: Kinder werden immer die Hoffnung haben- egal was ihre Eltern ihnen angetan haben, das beide Elternteile wieder zusammen kommen.
Das sind aber keine kleinen Kinder mehr, die waren auch bei der Trennung schon halbwüchsig. Kinder in diesem Alter merken sehr wohl, ob die Ehe ihrer Eltern stimmt oder nicht und raten durchaus auch manchmal selbst dazu, das Drama doch endlich zu beenden.
Meine, aber auch Kinder von Bekannten, haben bei der Trennung ganz klar geäußert, was sie davon halten. Aber das war nie "versucht euch wieder zu versöhnen". Das machen nur kleinere Kinder, die das Gefühl haben, dass sie selbst Schuld an der Trennung haben.
Kann natürlich auch sein, dass die Ehe doch nicht so zerrüttet war, wie uns der FS beteuert und dass die Neue Grund und Auslöser für die Trennung war. Dann sind aber die Kinder nicht nur auf die Neue sauer sondern auch auf ihren Vater. Ob dann das Verhältnis der Kinder zum Vater wirklich so gut ist wie er schreibt? Vielleicht ignorieren sie die Frau um dem Vater weh zu tun, wie er ihrer Mutter weh getan hat.

Auf jeden Fall haben sie das Recht zu mögen wen sie wollen und der einzige Tipp, dem man geben kann: Rede mit den Kindern wie mit Erwachsenen und nimm aber dann auch Kritik an.
 
  • #27
Hallo,
zuerst einmal vielen Dank für die Tipps, auch kritischen Anmerkungen und offenen Worte.

Eins muss ich mal klarstellen: Meine Partnerin will und wird natürlich nie ein Mutterersatz sein. Die Eltern werden immer die Eltern bleiben.

Es war auch beiden Elternteilen klar, dass die Ehe gescheitert ist. Nur meine Ex hätte die Ehe zum „Wohle“ der Kinder fortgesetzt um sich danach irgendwann zu trennen. Das wollte ich ganz klar nicht.
Das habe ich Ihnen auch erklärt.
Meine Kinder kennen meine Freundin noch nicht, sie wollten bis jetzt kein Treffen und blocken das ab. Ich hab Ihnen auch gesagt, urteilen kann man erst wenn man jemanden kennengelernt hat, dann würde ich das natürlich auch respektieren.
Sie sagen Sie sind noch nicht soweit. Das muss ich wohl respektieren. Obwohl 4 Jahre…
Ich glaube mittlerweile, dass das zwangsläufig mit der Wohnsituation (sie wohnen beide bei meiner Ex) zusammenhängt.
Kinder, auch erwachsene tendieren immer zu dem mutmaßlich schwächeren, also verlassenen Elternteil.
Also wird trotz oder mit offen reden und diskutieren, die Zeit wahrscheinlich die Wunden heilen.
 
  • #28
Es ist nicht gut, wenn Menschen äußerlich 'heile Familie' erzwingen wollen ... auch Kinder haben da kein 'Recht' dazu.
Man muss die Eltern annehmen, wie sie tatsächlich sind.
Ebenso wie man Kinder so akzeptieren sollte, wie sie tatsächlich sind.
Aus der Sicht der Natur, sind beide Kinder längst geschlechtsreif und könnten bereits eigenen Familien haben.
Die Eltern haben Ihre Sache gut gemacht, und diese Kinder sind gut und sicher groß geworden. Mehr zu verlangen wäre vermessen.
Nur weil es in vielen anderen Familien so ist, dass die Eltern länger oder immer bei einander bleiben ... können erwachsene junge Menschen daraus keinen Anspruch oder Vorwurf ableiten.
Auch sie selbst haben das Recht, ihre Sexualität und Zuneigung selbstbestimmt zu leben.
Es ist ja 'Wahn-Sinn' welche Dogmen die Menschen einander auferlegen, im Namen der 'Liebe' und der 'Familie'.
Auch der Stress und das schlechte Gewissen welches hier dem Vater gemacht wird, ist eine Art Körperverletzung.
Es ist ja schon ein großer Unterschied, ob jemand sich absichtlich der Familie und den Unterhaltsverpflichtungen entziehen will ... oder ob jemand sich fair und in Frieden trennen will, weil er sich neu verliebt hat.
Die Frau und die jungen Leute wohnen weiterhin im Haus.
Soviel Mangel scheint ihnen die Scheidung sicherlich nicht bereitet zu haben.
Und mit 16 kann man erwarten, dass auch Jugendliche das Thema Trennung und Scheidung verstehen können.
Die meisten haben ja in diesem Alter bereits selber Beziehung oder sogar andere sitzengelassen.
Inzwischen sind sie über 20 Jahre alt!
Es ist ein Thema unserer Gesellschaft, neue Beziehungsformen und Toleranz zu lernen.
4 Jahre rumzuzicken ist keineswegs vorteilhaft für spätere Erbteile.
Ich, als Vater und Vermögensbilder würde mir sowas merken ...
 
T

Toi et moi

Gast
  • #29
Ich habe bei meinem Onkel eine ähnliche Erfahrung gemacht, wobei er die Familie nicht wegen einer anderen Frau verlassen hat. Seine Frau und er haben sich getrennt und JAHRE danach hat er eine neue Frau kennengelernt und sie geheiratet. Seine erwachsene Kinder haben aber diese Frau niemals akzeptiert, obwohl sie wirklich eine sehr liebe Person war. Aber die Mutter der Kinder war krank und die Kinder fanden es sehr herzlos, dass der Vater sie fallen ließ und letztendlich sich eine andere Frau nahm. Theoretisch und auf dem Papier hat er nichts falsch gemacht aber letztendlich von der emotionalen Ebene betrachtet, hat er sich für sich selbst und gegen die Familie entschieden. Damit kamen seine Kinder nicht klar. Ich denke, dass passiert instinktiv und nicht böswillig. Vielleicht ist die neue Frau der endgültige Beweis dafür, dass die Ehe der Eltern gescheitert ist und sie keine Familie mehr sind, es ist sehr hart und schwierig. Manche brechen den Kontakt zum Vater komplett ab. Sei froh, dass deine Kinder noch mit dir sprechen, es kann sich auch anders entwickeln. Ich würde an deiner Stelle deren Entscheidung akzeptieren. Deine Kinder sind erwachsen und müssen nicht dabei sein, wenn du und deine Frau zusammen unterwegs seid.
Von der anderen Seite lesen wir auch Tagtäglich in diesem Forum wie die Frauen sich über die Kinder der Partner aufregen, sie nicht dabei haben wollen. Der Mann sitzt immer zwischen den Stühlen und muss allen recht machen, muss immer und überall für die neue Partnerin da sein und wehe die Kinder tauchen alle paar Wochen mal auf. Von daher ist auch verständlich, dass deine Kinder keine Lust auf so etwas haben. Es ist besser so alles zu trennen. Du bist gegangen und hast ein neues Leben aufgebaut. Du hast aber keinen Anspruch darauf dass alle andere es auch mittragen, damit es dir besser geht. Wenn jemand egoistisch handelt, darf er auch keine Solidarität von anderen erwarten. so sehe ich das.
 
  • #30
Deine Kinder waren bei der Scheidung am Familienleben beteiligt (...) deine neue Partnerin nicht. Sie kann nichts dafür und verdient ihren Platz an deiner Seite.

Einspruch. Wir haben hier einen "Warmwechsler". Einerseits auf trautes Familienleben machen (so empfinden es wenigstens die Kidner) und dann abhauen, wenn sich eine Gelegenheit bietet, ist nicht die feine englische Art.
Kinder haben auch ein Recht darauf, eine neue Partnerin zu mögen oder nicht. Speziell, wenn sie der Grund dafür ist, dass ihr Vater sich trennt. Das hat er verbockt und nicht die Kinder. Da ist wirklich eine ausführliche Entschuldigung und Erklärung fällig statt irgendwelcher Forderungen oder Vorgaben.
 
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