• #1

Kinder ja, Ehe nein - für den Mann völlig unattraktiv?

Immer öfter höre ich von Frauen, dass sie zwar Kinder möchten, jedoch keine Ehe.

Als Mann bin ich im Falle einer Trennung ohne Ehe meine Kinder los. Selbst mit Ehe habe ich nur eingeschränkte Rechte.

Wieso sollte ich mich also auf Kinder einlassen, wenn die Frau nicht bereit ist sich klar zu mir zu bekennen auch mit rechtlichen Konsequenzen?

Ich verstehe weder Frauen die diese Erwartungshaltung haben noch Männer die sich darauf einlassen. Würde hier gerne mal die Meinungen anderer lesen.
 
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  • #2
Prinzipiell magst Du Recht haben, in Wahrheit hilft Dir die Ehe aber nicht wirklich weiter, wenn sie es darauf ankommen lässt. In Deutschland bist Du Deine Kinder trotzdem los, mit gerichtlichem Segen.

WARUM will sie nicht heiraten?
 
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  • #3
Fragesteller, Dein Wissen ist nicht auf der Höhe der Zeit.

Es gibt eine Neuregelung bezüglich des Sorgerechts bei unverheirateten Paaren. (Initiiert 2010)

Im übrigen habe ich (w), die mit Familien und ledigen Müttern/Vätern arbeitet, bisher noch nicht gehört, dass diese keine Ehe wollen (das ist eher selten und die Gründe dafür nachvollziehbar).
 
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  • #4
...
Als Mann bin ich im Falle einer Trennung ohne Ehe meine Kinder los. Selbst mit Ehe habe ich nur eingeschränkte Rechte.
...
Ich bin kein Experte, aber hat Sorgerecht unbedingt etwas mit Ehe zu tun? Ein Ausflug in die Weiten des Internet sagt mir, dass der Mann nicht pauschal das Kind los wird, genauer: nicht mehr ausschließlich von der Zustimmung der Mutter abhängig ist.
 
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  • #5
Finanziell ist es gleich ob verheiratet oder nicht. Im Falle einer neuen Beziehung der Mutter ist der Ex-Mann sogar schlechter gestellt als der Vater ohne Trauschein.

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[Mod.= Bitte kommen Sie ALLE zur Frage zurück! Dies ist kein Thread über das Sorgerecht, Gerichtsurteile etc., sondern es wird nach der Meinung zu Kindern ohne Ehe gefragt. Sagen Sie einfach hierzu Ihre Meinung.]
 
  • #6
Wieso sollte ich mich also auf Kinder einlassen, wenn die Frau nicht bereit ist sich klar zu mir zu bekennen auch mit rechtlichen Konsequenzen?
Mal andersherum gefragt: Wieso sollte sich eine Frau darauf einlassen, dich zu heiraten, in dem Wissen, dass du bereits jetzt an Trennung, Umgangsregelung oder vielleicht sogar Sorgerechtsregelung für die noch nicht entstandenen Kinder denkst?

Ähnlich verhält es sich mit der Forderung nach einem Ehevertrag, der dazu dienen soll, den Mann vor größerem finanziellen Verlust bei einer Ehescheidung zu bewahren.

Wenn ich sehe, wieviel Elend heutzutage alleine durch das gemeinsame Sorgerecht, das Gezerre um Umgangszeiten, richterlich angeordnete "Gutachten", Mediationen usw. entstanden ist, und vor allem: wie diese Kinder darunter leiden, psychisch vollkommen am Boden sind, dann würde ich mir die guten alten Zeiten zurückwünschen, worin Männer wenigstens nicht so taten, als seien Kinder nun plötzlich ihr ganzer Lebensinhalt. Denn das hat schon vor der Scheidung nicht gestimmt und nach der Scheidung genauso wenig. Vielmehr ist es so, dass Männer bei einer Trennung, die von der Frau initiiert wurde, den Machtkampf dann doch noch über den Rücken des Kindes gewinnen wollen.

Da darf Mann sich nicht wundern, wenn es stets mehr Frauen gibt, die sich bewusst für ein Leben als Alleinerziehende entscheiden und den Erzeuger erst gar nicht in ihr Leben hineinlassen wollen.
 
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  • #7
Du hast Glück, wenn sie dich nicht heiraten will. Denn nach wie vor, wäre sie besser abgesichert, wenn du sie heiratest, insbesondere wenn sie dann nicht mehr arbeiten will. So bist du nur für die Kinder verantwortlich und unterhaltspflichtig. (außer in den ersten drei Lebensjahren des Kindes) Danach musst du bei einer Trennung weder Versorgungs- noch Zugewinnausgleich zahlen, du zahlst nur Kindsunterhalt. Hinzu kommt, dass gemeinsames Sorgerecht ganz normal ist, daher freue dich, wenn sie nicht heiraten will. Du wirst es nochmal zu schätzen wissen.
 
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  • #8
Kommt drauf an, warum die Frau nicht heiraten will. Wenn es den Anschein hat, dass sie Väter als sekundär und austauschbar (und den Mann sozusagen nur als Samenspender und zeitweiligen Liebhaber) ansieht, hätte ich (m) durchaus ein Problem damit.

Ebenso wäre ich skeptisch gegenüber alleinerziehenden Müttern, die anscheinend schnellen Ersatz für den "entsorgten" leiblichen Vater suchen - weil ich ja davon ausgehen müsste, im Falle gemeinsamer Kinder nach einer Trennung in gleicher Weise entsorgt zu werden.

Ich weiss, dass klingt jetzt, als ob ich den Scheidungskrieg schon in der Kennlernphase im Kopf durchspiele. Aber es gibt eben die Fälle, wo geschiedene Väter ihren Kindern komplett entfremdet wurden, und das stelle ich mir sehr traurig vor.
 
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  • #9
Ebenso wäre ich skeptisch gegenüber alleinerziehenden Müttern, die anscheinend schnellen Ersatz für den "entsorgten" leiblichen Vater suchen - weil ich ja davon ausgehen müsste, im Falle gemeinsamer Kinder nach einer Trennung in gleicher Weise entsorgt zu werden.

Es ist traurig, dass Männer so ein Vorurteil gegenüber AE-Mütter haben. Das würde ja auch bedeuten, dass Frau bei einem AE-Vater sehr vorsichtig sein muss, weil dieser die Frau ja auch schnell wieder entsorgen könnte.

Es mag sicherlich einige wenige AE-Mütter geben, die so unreif waren, aber die meisten und ich kenne einige davon haben halt nicht den Kindesvater entsorgt. Dafür sprechen auch die Zahlen, dass mehr als die Hälfte aller AE-Mütter auf H4-Niveau leben. Welche Frau bzw. welcher Mensch tut sich sowas freiwillig an?

w
 
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  • #10
Es ist traurig, dass Männer so ein Vorurteil gegenüber AE-Mütter haben. Das würde ja auch bedeuten, dass Frau bei einem AE-Vater sehr vorsichtig sein muss, weil dieser die Frau ja auch schnell wieder entsorgen könnte.

Theoretisch hast Du Recht, praktisch gibt es diesen Fall nur sehr selten, da ja i. d. R. das Kind bei der Mutter bleibt.

Ich unterstelle das nicht pauschal, aber jede/r wird aus dem eigenen Umfeld Fälle kennen, wo der Mann nach der Trennung auf einmal nur noch als "Erzeuger" tituliert wird und auffallend oft gesagt wird, dass das Kind "den auch gar nicht besuchen will" (als wolle die Mutter sich das selber einreden). Da würde ich als potentieller neuer Partner mit eigenem Kinderwunsch dann schon etwas hellhörig werden.

Dieser Zitat aus einem Beitrag weiter oben fasst die Väter-entsorgen-Einstellung, die ich meine, gut zusammen:

Wenn ich sehe, wieviel Elend heutzutage alleine durch das gemeinsame Sorgerecht, das Gezerre um Umgangszeiten, richterlich angeordnete "Gutachten", Mediationen usw. entstanden ist, und vor allem: wie diese Kinder darunter leiden, psychisch vollkommen am Boden sind, dann würde ich mir die guten alten Zeiten zurückwünschen, worin Männer wenigstens nicht so taten, als seien Kinder nun plötzlich ihr ganzer Lebensinhalt. Denn das hat schon vor der Scheidung nicht gestimmt und nach der Scheidung genauso wenig. Vielmehr ist es so, dass Männer bei einer Trennung, die von der Frau initiiert wurde, den Machtkampf dann doch noch über den Rücken des Kindes gewinnen wollen.

Da darf Mann sich nicht wundern, wenn es stets mehr Frauen gibt, die sich bewusst für ein Leben als Alleinerziehende entscheiden und den Erzeuger erst gar nicht in ihr Leben hineinlassen wollen.
 
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  • #11
Informiere Dich doch mal welchen Unterhaltsanspruch sie hat (nicht das Kind). Der Kindesvater muss der Mutter nämlich denjenigen finanziellen Nachteil ersetzen, den die Mutter erleidet, weil sie wegen des Babys nicht oder nur noch in geringerem Maße als vor der Schwangerschaft erwerbstätig sein kann. Unterhalt muss also grundsätzlich in Höhe des Einkommensverlustes gezahlt werden.
Ohne Ehe ist diese Versorgung der Mutter sogar ch besser als mit Scheidung. Ihre Alimentierung endet als Geschiedene wenn sie wieder mit einem Mann zusammenzieht. Ohne Ehe kann sie mit einem neuen Partner Zusammenziehen und Du zahlst trotzdem. Deshalb ist es für sie ohne Ehe besser.
 
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  • #12
Ich bin solch eine Frau. Und weißt du, ich möchte überhaupt nicht heiraten, völlig unabhängig ob mit Kind oder ohne. Warum? Weil mir die Ehe nichts gibt, weder finanziell noch emotional. Derzeit verdiene ich einiges mehr als Partner, was sich aber durch Kinder schnell ändern könnte. Aber auch der Versorgungsaspekt reizt mich überhaupt nicht.

Natürlich könnte man nun mutmaßen, dass ich meinen Partner schnell austauschen oder über den Tisch ziehen möchte in finanziellen Angelegenheiten. Hätte ich dieses jedoch im Sinn, würde ich meinen Freund jetzt nicht finanziell unterstützen wegen einer Weiterbildung. Aber wer prinzipiell etwas Böses in dieser Einstellung finden möchte, der wird es sicherlich tun. Mein Freund weiß, dass ich nicht heiraten möchte und möglicherweise wird daran irgendwann auch einmal unsere Beziehung kaputt gehen, wenn er dies als Grundbedingung sieht. Das muss ich dann akzeptieren, auch wenn die Trennung dann sehr, sehr schmerzvoll für mich sein wird.
 
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