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  • #1

Kinder mit dem Zug zum Vater?

Liebe Forumsgemeinde!

Schon lange lese ich hier in wenig mit und möchte heute gern selbst eine Frage stellen:

Genau wie ich ist mein Lebenspartner geschieden mit Kindern aus erster Ehe. Diese leben bei ihrer Mutter, also seiner Ex-Frau. Bei gemeinsamem Sorgerecht sieht mein Freund seine Kinder regelmäßig - jedes zweite Wochenende und die Hälfte der Ferienzeit.

Nun geht es um die Frage, ob die Kinder alt genug sind, freitags am späten Nachmittag alleine mit dem Zug zu ihrem Vater zu fahren, der sie sonntags mit dem Auto wieder nach Hause bringt. Die Kinder sind 14 und 11 Jahre alt, die Strecke beträgt ca. 60 km, einmal Umsteigen von der S- in die Regionalbahn mit 15 min. Umsteigezeit. Mein Freund würde sie dann am Bahnhof abholen.

Die Mutter der Kinder lehnt das mit der Begründung ab, die Zeit zum Umsteigen sei zu kurz und die Kinder seien nicht in der Lage, sich allein eine Fahrkarte zu ziehen.

Meine eigenen Kinder sind heute 17 und 15 Jahre. Ich hätte ihnen diese Fahrt vor 3 bzw. 1 Jahr durchaus schon zugetraut.

Was meint Ihr?

w/49 J.
 
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  • #2
Mal wieder typisch der Fall von Helikopter-Mutter, die nicht in der Lage ist, den Kindern - das Alter ist völlig ok - beizubringen, wie man ein Ticket zieht oder umsteigt.

Dein Partner soll mit den Kids an besagten Bahnhof fahren, ihnen zeigen, wie und wo alles ist und funktioniert.

Beim nächsten Mal fahren die Kinder dann einfach mit der Bahn - ein Einverständnis der Mutter ist bei beidseitigem Sorgerecht nicht notwendig. Es ist eine Entscheidung des erziehungsberechtigten Vaters, dass die Kinder mit dem Zug zu ihm fahren. Ganz gleich, was die KM denkt, fühlt oder sagt.

Sie möchte die Oberhand und damit die Macht über den Vater behalten, lasst es euch nicht gefallen und traut den Kindern etwas zu. Es klappt!

w/45 - ein Kind, das schon alleine in diesem Alter in Europa per Flieger unterwegs war, inklusive Wartezeit und Umsteigen! Es kommt immer darauf an, was man dem Kind zutraut und es machen lässt.
 
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  • #3
Meine Meinung dazu - das ist lächerlich und ein Vorwand!

Die Tochter meines Mannes fährt seit sie 8 Jahre alt ist alleine 2 Std Zug - hin- und zurück! - die Karte kaufen wir oder die Mutter vorher.

Mittlerweile (sie ist 10) auch mit alleine 15 Minuten Umsteigezeit + S-Bahn, Karte kann sie im Notfall auch alleine ziehen, noch machen wir es.

Es gab nie Probleme, Ängste oder Vorfälle. Man kann Kinder zur Selbstständigkeit erziehen oder eben nicht..

w/38
 
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  • #4
In der Regel sollte man die Wünsche der Mutter akzeptieren.
In dem Fall könnte man aber auch mal die Kinder fragen, ob sie sich das zutrauen.
Außerdem kann man die Tickets für die Regionalbahn schon vorher kaufen - sogar online.
Sind sie die Strecke denn jemals vorher gefahren?
Mit 14 kann man das!


w,40
 
  • #5
Auf überfüllten Bahnhöfen sind Kinder oft überfordert! Gerade freitags, um diese Zeit, herrscht Chaos auf Bahnhöfen. Dazu kommt, dass Züge sehr oft Verspätungen haben, und die Anschlusszüge deshalb nicht erreicht werden können. Da fühle ich mich sogar selbst oft unsicher, obwohl ich erwachsen und regelmäßige Zugnutzerin bin.

Was spricht dagegen, dass die Mutter die Kinder mit dem Auto hinbringt? Schließlich fährt sie ja der Vater auch wieder zurück.

Ich kann die Mutter verstehen!
Ich selbst hätte meinen Kindern, in diesem Alter, eine solche Strapaze auch nicht zumuten wollen.
 
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  • #6
Ich finde die Kinder rein vom Alter her alt genug, jedenfalls solange der/die 14jährige dabei ist, um allein die Strecke mit der Bahn zu fahren. Nur, was nützt dir das jetzt? Wenn die Mutter der Kinder anderer Meinung ist, ist es ziemlich egal, was andere denken.
 
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  • #7
Klar können Kinder in dem Alter das. Ich bin mit 9 bereits regelmäßig mit dem Zug in die Schule und am Wochenende 80km zu meinem Vater gefahren. Mir wurde 2-3x erklärt wie ich das Ticket ziehe und wo ich umsteigen muss und ab da konnte ich das selbst.
Mit 13 hatte ich meinen ersten Ausflug alleine in eine Großstadt, in der ich bei einem Medienprojekt für Kinder und Jugendliche organisatorisch mitgeholfen habe. Allein, 200km Bahnfahrt und dann in der Stadt noch mit U- und Trambahn zum Ziel.
Hat Problemlos geklappt.
Ich versteh nicht warum kaum jemand seinen Kindern irgendwas zutraut aber dann kommt in ein paar Jahren ein Jammerthread von Mutti (wie ja gerade aktuell), dass das Kind im Leben nichts auf die Kette bekommt.
Langsam wundert echt nichtsmehr.

w25
 
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  • #8
Das kann man ihnen zutrauen. Und im Notfall haben sie ja wohl ein Handy dabei? Sie sind ja auch zu zweit und etwas ohne Erwachsene zu machen, macht selbstbewußt.

Sie werden das schaffen. Klar. Und dann sind sie auch stolz darauf.

Mein Sohn ( 10 Jahre) sitzt jeden morgen in der Straßenbahn, um in die Schule zu kommen.

Man muss nur etwas zutrauen und nicht immer den Überbeschützer spielen. So viele Verbrecher sind auch nicht unterwegs, nur in den Medien.

LG
 
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  • #9
Also jedes Kind, jeder Mensch ist anders.

Würdest Du Dein 17 Jahre altes Kind alleine von Hamburg nach New York fliegen lassen? Du meinst es ist was ganz anderes? Nein ist es nicht, in noch nicht mal einem Jahr ist dieses Kind volljährig und es darf alleine alles kaufen was es will.

Eine Strecke ohne Umsteigen ist sicher kein Problem. Aber bei Kindern die nie groß Bahn fahren mit umsteigen, das könnte schief gehen.

<mod>
 
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  • #10
Das Wichtigste ist nicht, was Ihr oder die Mutter denkt, sondern was die Kinder dazu sagen. Wenn sie es sich zutrauen und im Notfall per Handy den Vater anrufen könnten, damit dieser sie z.B. am Umsteigebahnhof abholt falls ein Zug ausfällt ist es kein Problem.
Rein vom Alter her sollte das aber keine grosse Sache sein, zudem sind sie ja zu zweit. Es gibt Kinder die solche Strecken jeden Tag zurücklegen um z.B. in eine bestimmte Schule zu fahren.
Also - sprecht mit den Kindern und handelt entsprechend. Und wenn sie regelmäßig fahren, wäre ein Mehrstreckenabo wahrscheinlich sowieso günstiger, das könntet Ihr ja dann schon vorher besorgen, damit keine Fahrkarten gelöst werden müssen.
 
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  • #11
Die Kinder sind durchaus in der Lage in dem Alter schon mit dem Zug zu fahren. Ich habe den Eindruck da macht eine Mutter mal wieder ein bisschen Theater und spielt mit der Macht.
Das Ganze wird dann immer getarnt unter "zum Wohle des Kindes". Was oftmals genau das Gegenteil ist.

Wenn man heute bedenkt dass manche mit 14 schon in der Lage sind die Pille zu nehmen oder zu qualmen dann dürfte das Zugfahren ja eher ein Klacks sein oder?

w46
 
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  • #12
Meine Meinung dazu - das ist lächerlich und ein Vorwand!

Die Tochter meines Mannes fährt seit sie 8 Jahre alt ist alleine 2 Std Zug - hin- und zurück! - die Karte kaufen wir oder die Mutter vorher.

Mittlerweile (sie ist 10) auch mit alleine 15 Minuten Umsteigezeit + S-Bahn, Karte kann sie im Notfall auch alleine ziehen, noch machen wir es.

Es gab nie Probleme, Ängste oder Vorfälle. Man kann Kinder zur Selbstständigkeit erziehen oder eben nicht..

w/38

Das sehe ich aber völlig anders. Wie kann man denn bitte eine 8(!!!)Jährige alleine 2(!!!) Stunden mit dem Zug fahren lassen?! In Zügen und auf Bahnhöfen treiben sich oft seltsame Gestalten, Besoffene, Randalierer usw herum, manchmal ändern sich auch plötzlich Zugverbindungen oder Gleisangaben und da lasst ihr ein kleines Mädchen einfach allein?! Ich fasse es nicht, das grenzt ja schon an Verletzung der Aufsichtspflicht...seid ihr Erwachsenen nicht in der Lage, das Kind zu fahren oder zu begleiten?
 
  • #13
Mein Sohn ist 13 und hatte in den Sommerferien seine Premiere - eine Fahrt, zwei Stunden ohne Umsteigen. Am Bahnhof sollte er abgeholt werden. Es hatte mich allerdings einige Überredungskünste gekostet, dass er das auch tut. Naja, war eher Erpressung :)
Er hatte das Pech, das sowohl auf Hin- als auch auf Rückfahrt nichts so lief, wie geplant. Auf der Rückfahrt wurde der Zug sogar umgeleitet, so dass er wider Erwarten umsteigen musste - mit Fahrrad! Aus dem Zug bekam ich noch per SMS mitgeteilt, dass er NIE WIEDER Zug fahren würde. Natürlich standen wir per Handy telefonisch in Verbindung, und natürlich gab ich ständig alle möglichen Hinweise, Ratschläge, Gleise und Zugverbindungen durch. Mein Sohn war irgendwie total genervt von mir. Das Ende vom Lied: Nach langer Fahrt stieg er hier freudestrahlend aus und erklärte mir weitschweifend, wie er alles so gemanagt hatte. Und ein kleines bisschen Geld gab es auch noch zurück :)
Ich habe daraus gelernt: Eigentlich kann nichts passieren. Selbst wenn sie mal auf einem anderen Bahnhof landen, geht die Welt nicht unter.
Die Fahrkarten würde ich vorher lösen, ansonsten die Kinder fragen.
 
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  • #14
Au weia! In dem Alter nicht allein Zug fahren können? Da sollte die Mutter aber mal gründlich über ihre Erziehung nachdenken. Ich kannte mit 7 Jahren das Berliner U-Bahnnetz in- und auswendig. Und heute sollen 14-Jährige nicht in der Lage sein, 60 km allein zu fahren?
 
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  • #15
Kommt auf die Gegend drauf an. In NRW würde ich kein Kind in dem Alter
im Berufsverkehr fahren lassen. Fernzüge mit Schaffner an Board sind noch
was anderes.
Mach mal selbst den Test, Schau Dir das Gedränge an und auch das Publikum.
w
 
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  • #16
Mein Gott, die Mutter soll sich nicht so anstellen! Dann muß sie den Kindern halt zeigen, wie man eine Fahrkarte löst. Die Zeit ist jedenfalls nicht zu kurz zum Umsteigen. Und falls sie den Anschlußzug wirklich nicht schaffen, kann sie der Vater immer noch vom Umsteigebahnhof abholen. Ein Handy werden sie ja wohl dabei haben.

Wann sollen es die Kinder lernen, wenn nicht jetzt? Wenn ich überlege - meine Tochter war in dem Alter kaum noch zu halten. Die wäre am liebsten noch ganz woanders hingefahren, wenn ich sie gelassen hätte. Umsteigen und Fahrkarte lösen war da nie ein Problem. Sie hat's einfach gemacht. Fertig.

Und wenn's der Mutter nicht paßt, soll sie die Kinder halt mit dem Auto bringen. Ist ja wohl nicht zu viel verlangt. Aber offensichtlich geht es ihr nur darum, den Kontakt zu sabotieren. Typisch. Ganz tolle Mutter.

M 49
 
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  • #17
Bei vielen Anbietern dürfen Reisen von unter-15-Jährigen nicht ohne entsprechende Begleitperson gemacht werden, und das hat wohl auch Gründe.
Außerdem ist es doch nicht zu viel verlangt, wenn er alle zwei Wochen mal die Wegstrecke in Kauf nimmt. Verstehe solche Väter nicht.
 
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  • #18
Ich finde es lächerlich, so werden Kinder zur Unselbstständigkeit erzogen. Beim ersten Mal soll der Vater einfach mit Ihnen fahren. Wenn es wirklich ein Chaos Bahnhof sein sollte dann eben 2-3 Mal. Aber oft sieht es schlimmer aus als es ist. Sie können selbstständig dabei die Karten kaufen. Wahrscheinlich schaffen sie das schneller und besser als die Mutter. Nur zum Vergleich ich bin ab 7 Jahren selbstständig Straßenbahn gefahren. Mit 15 Jahren die erste große Reise von einer Großstadt via Berlin! in die Province zu meinen Großeltern mit 4x umsteigen. Heute wird vieles verkompliziert und als schlimm dargestellt. Vor 19 Jahren war es doch nicht viel anders, nur das es im Notfall noch keine Handys gab...w34
 
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  • #19
Die Kinder kennen die Strecke, weil sie da schon x Mal gefahren sind?

Ich würde anfangs die Fahrkarten vorab für die Kinder kaufen. Ansonsten sollte das für die 2 gemeinsam am späten Nachmittag gut möglich sein.

Ich kenne es hier aus dem Umland einer Großstadt, dass Kinder ab der 5. Klasse Gymnasium täglich 60 km alleine mit öffentlichen Verkehrsmittel und Umsteigen in die Schule fahren. Nach einer begleiteten Eingewöhnungszeit können die das.
 
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  • #20
Ich bin mit 10 Jahren täglich eine solche Strecke gefahren.

Man kann ja eine Testfahrt machen, wo der Ältere die Verantwortung übernimmt, und beim nächsten Mal bis zum Umsteigen mitfahren, die Kids in den zweiten Zug setzen und das andere Elternteil holt sie vom Bahnhof ab. Das ältere "Kind" darf in zwei Jahren Moped fahren, da wird er doch in der Lage sein eine Fahrkarte zu kaufen!
 
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  • #21
Das sehe ich aber völlig anders. Wie kann man denn bitte eine 8(!!!)Jährige alleine 2(!!!) Stunden mit dem Zug fahren lassen?! In Zügen und auf Bahnhöfen treiben sich oft seltsame Gestalten, Besoffene, Randalierer usw herum, manchmal ändern sich auch plötzlich Zugverbindungen oder Gleisangaben und da lasst ihr ein kleines Mädchen einfach allein?! Ich fasse es nicht, das grenzt ja schon an Verletzung der Aufsichtspflicht...seid ihr Erwachsenen nicht in der Lage, das Kind zu fahren oder zu begleiten?

Reg Dich ab, was für ein engstirniger Quatsch. Bis 8 ist sie mit Kids on Tour mit Begleitung gefahren, dann hatte sie keine Lust mehr dazu. Bis heute wird Sie von uns bis ans Gleis begleitet und von der Mutter wieder abgeholt. Ich weiss nicht wo Du wohnst, es gab noch nie einen Randalierer auf dieser Zugverbindung/Strecke.

Heute fährt Sie sogar 4 Std alleine zu anderen Verwandten - nicht das Du jetzt einen Herzinfarkt bekommst! Sie hat ein Handy, kann damit umgehen und ist sehr stolz auf ihre Selbstständigkeit.

DU bist eindeutig angstbesetzt, also projeziere das bitte nicht auf Andere.....
 
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  • #22
<mod>

Lieber FS,
wenn Deine Kinder nicht allein Freitagmittag von Berlin Hauptbahnhof in einen überfüllten Zug steigen müssen, dann ist das kein Problem und ein 14-jähriger sollte das nach 2-3 mal mit Support hinbekommen. Dann kann er den kleinen Bruder mitnehmen und nach ein paar Mal mitfahren, hat er das selber drauf und beide sind wahrscheinlich stolz auf neu gewonnene Selbstständigkeit und Bewegungsraum.

Kann mir hier mal jemand erklären, warum vermutlich beide Kinder Smartphones mit Dutzenden Funktionenung Unmengen an Apps bedienen können, aber an einem Fahrkartenautomaten scheitern? Versucht es nicht, das könnt Ihr nicht. Zur Not erklärt man es einmal und das langt. Die kommen zusammen besser klar inklusive Handyticket loesen, als ihre unfähige Mutter.

Ich bin als 10-jährige 35 km jeden Tag allein zur Schule gefahren, weil es in unserem Dorf kein Gymnasium gab. Da würde die Basis für Selbstständigkeit, Mut und Erfolg gelegt. Niemand wäre auf den Gedanken gekommen, dass das eine Zumutung wäre - es war normal.

Setz Dich einfach durch und fertig ists. Wenn es Deiner Ex nicht passt, soll sie die Kinder bringen und abholen.
w, 50
 
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  • #23
Vermutlich schreien die selben Leute, die hier meinen, "die Mutter solle sich nicht so anstellen" und "man muss Kinder zur Selbstständigkeit erziehen", wie "verantwortungslos die Mutter ist", wenn den Kindern doch was passiert.
 
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  • #24
Zu 17
Stimmt vor 19 Jahren gab es keine Handys für den Notfall.
Vor 19 Jahren wurden deshalb auch Kindern auf offener Straße keine Handys geklaut.

Mein Vorschlag anstelle Bahnfahrten plus Umstieg (Leichtsinn in meinen Augen):

Vater und Ex treffen sich auf halber Strecke mit ihren Pkws, macht für jeden 60 km am
besagten Freitag zwecks Übergabe. Das müsste einem doch die Sicherheit der Kinder
wert sein. Wenn die Kids in irgendeinem, nicht so seltenen Bahnchaos für Std. verloren
gehen, wird das Geschrei groß sein.
Und die FS hat auch was davon, ansonsten sind es ja nicht ihre Kinder.
w
 
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  • #25
Mit 14 nicht in der Lage sein, mit dem Zug zu fahren und einmal umsteigen? Wie traurig ist das denn? Es gibt Gegenden, da müssen die Kinder das jeden Tag machen auf dem Weg zur Schule und zurück.
Wir müssen uns echt nicht wundern wenn die jungen Leute später völlig lebensunfähig sind und bei der kleinsten Hürde zusammenbrechen, die Eltern sind schuld weil sie ihnen immer alles abnehmen, die vor allem beschützen und irgendwann steht der junge Mensch alleine da, muss seine Leistung erbringen und es läuft nicht alles glatt. Und dann?
Sorry, aber wenn es schon an einer Zugfahrt mit einmal umsteigen scheitert, dann weiß ich auch nicht. Statt die Kinder zu Selbständigkeit zu erziehen und ihnen auch einfach mal ein Erfolgserlebnis zu verschaffen, worauf sie stolz sein können wenn sie es gut gemeistert haben und das ihnen Selbstbewusstsein verschafft, bremst man die bei jeder Kleinigkeit aus. Und wenn es nicht glatt läuft, dann lernt man eben daraus und weiß es beim nächsten Mal besser. In keinem ist es nicht besser, etwas zum ersten Mal zu machen was man nicht kennt, aber man muss gelernt haben, auch mit stressigen Situationen umzugehen. Und statt diese Situationen den Kindern abzunehmen sollte man die GERADE sogar herbeiführen, solange man als Eltern in der Situation für das Kind da sein kann wenn es Hilfe braucht, auch wenn es nur eine Nachricht ist, dass man nie wieder mit dem Zug fahren möchte. Pille besorgen mit 14, Führerschein und Überlegungen wegen Wahlrecht mit 16 ist OK aber Zug fahren mit 14 nicht??? Null Verständnis für diese Art, mit Kindern umzugehen.
 
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  • #26
Liebe FS,

genau aus diesen Gründen, als Next mit wesentlich älteren Kindern interessant für einen Mann zu sein, der jüngere Kinder hat, und es zu solchen "Problemen" kommt, nimmst du dir deine wenige Freizeit und schreibst hier solche Fragen. Ich habe auf solche Männer keine Lust und wenn ich so einen kennenlerne gebe ich immer höflich einen Korb, dass mir seine Kinder zu jung sind und ich mein Leben jetzt geniessen will. Es gibt genug jüngere Frauen, die mehr zu ihm passen.

Weisst du, was mir einige antwortetetn? Die Frauen hätten doch selber kaum Zeit für ihn, weil ihre Kinder ebenso klein wären, wie seine....

Zur Frage, ob die Kinder mit dem Zug zum Vater fahren könnten, sage ich ja. Wir wohnen in einer Grosstadt und mein Kind (jetzt fast 19) konnte/musste schon mit 12 Jahren alleine zu Schulveranstaltungen hin- und zurück fahren, was vorher aber auch durch die Schule und durch mich trainiert und durch ein Handy begleitet wurde. Unabhängig davon kann ein wirklich interessierter Vater seine Kinder aber auch abholen, denn wird es erst halt Freitagabend was, wenn es vorher nicht geht.

w 50
 
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  • #27
Hier nochmals die FS.

Vielen Dank für die vielen Antworten.

Und vielleicht kurz zur Ergänzung: Die Kinder fahren regelmäßig (nämlich täglich) mit öffentlichen Verkehrsmittel zur Schule. Und wir haben den Weg von zu Hause zum Vater einmal mit ihnen "geübt" - inkl. Fahrkartenkauf und Umsteigen.
 
  • #28
Vermutlich mussten sich Einige hier noch nie am Freitag Nachmittag durch das Chaos überfüllter Bahnhöfe und Züge quälen, sonst würden sie ganz anders argumentieren!

Ich weiß das schon, aus vielen Jahren leidiger Erfahrung beim Zugfahren - und zwar genau um diese Zeit! Da wird gedrängelt, geschubst, geklaut. Dazu gibt es regelmäßig Verspätungen, so dass nicht selten der Anschlusszug verpasst wird. Manchmal wird unvorhergesehen auf ein anderes Gleis verwiesen, so dass eine Herde Zugreisender eilig das Gleis wechseln muss. Für Kinder ist das eine Zumutung!

Es geht doch nicht darum, dass Kinder ihre Tickets nicht lösen könnten - klar können sie das!
Sie können natürlich auch problemlos täglich mit dem Zug, mit dem Bus, oder mit sonst etwas zur Schule fahren, das tun viele Kinder! Selbst ein Flug von Berlin nach New York ist für Kinder einfacher, als eine Zugfahrt plus Umsteigen an einem Freitag Nachmittag.

Die hier viel bescholtene Mutter verstehe ich also sehr gut, was ihre Bedenken anbetrifft. Nur, warum sie sich nicht selbst ins Auto setzt und ihre Kinder zum Vater fährt, kann ich nicht nachvollziehen. Der Vater leistet diesen Beitrag schließlich auch!

Vermutlich spielen da ganz andere Empfindlichkeiten eine Rolle, und die Zugfrage ist lediglich ein Nebenschauplatz.
 
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  • #29
Ich bin in München aufgewachsen und für uns war es normal, mit 8 in der S-Bahn oder mit Tram/Bus irgendwohin zu fahren. Das waren Strecken mit umsteigen. Es wurde uns ein- bis zweimal gezeigt, wie das geht und dann hat man das gemacht. Mit 11 oder 14 waren solche Sachen wie mit dem Zug fahren ganz normal und nicht mehr der Rede wert. Ich hätte es auch gar nicht anders gewollt, denn Unselbstständigkeit bei Kindern ist wirklich etwas, was deren Selbstbewusstsein untergräbt.

In meinem Ort gibt es eine Bäckerei, wo viele Schulkinder einkaufen. Morgens kam vor ein paar Jahren ein kleines Mädchen im Kindergartenalter, das auf die Theke gestiegen ist und sich irgendwas gekauft hat. Da habe ich mir auch gedacht: man ist das früh. Das Mädchen ist jetzt in die Schule gekommen und für sie ist es ganz normal, zum Bäcker zu gehen, um sich selbstständig etwas einzukaufen. Sie hat jetzt ihren kleinen Bruder dabei und der kann das mittlerweile auch.

Kleine Herausforderungen sind für Kinder und Jugendliche spannend und sie sind sehr stolz darauf, wenn sie es schaffen. Mein erster Flug alleine war mit 8 und das war sehr aufregend. Als ich dann gelandet bin und dort abgeholt wurde, hab ich mich gefreut, dass ich das kann. Beim dritten Mal war das für mich nichts besonderes mehr, da ich wusste, wie das geht. Traut euren Kindern etwas zu. Die können wirklich mehr, als ihr euch vorstellen könnt. Und es steigert ihre Selbstinitiative, sich ein bisschen auszuprobieren. Mit 12 bin ich z.B. schon selbständig von Mönchengladbach mit Umsteigen in Köln nach München gefahren. Das Lustige war, dass ich dann im Zug nach dem Umsteigen eine Klassenkameradin durch Zufall getroffen habe. Die konnte das also in dem Alter wohl auch. Und alles ohne Handy. Gabs noch nicht.
 
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  • #30
Und vielleicht kurz zur Ergänzung: Die Kinder fahren regelmäßig (nämlich täglich) mit öffentlichen Verkehrsmittel zur Schule. Und wir haben den Weg von zu Hause zum Vater einmal mit ihnen "geübt" - inkl. Fahrkartenkauf und Umsteigen.

FS, mache dir nicht so viele Gedanken, lass das den Vater regeln, nutze deine Zeit lieber damit, es dir gut gehen zu lassen. Es sind nicht deine Kinder und du bist nicht die Mutter. Lerne dich abzugrenzen, oder suche dir einen Mann ohne jüngere Kinder. Wozu sich das Leben schwer machen?

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