• #61
Aber ich langweile mich zu Tode, wenn ich sie betreuen muss. Ich kann dann mein Unglück dann kaum fassen. Hundertmal anschieben auf der Schaukel. Nur ein beispiel.Ich bereue es sehr, ich denke, wenn ich das Kind groß habe, werde ich einfach vor Erschöpfung sterben. Es ist einfach zu spät,
Hut ab Phenacetin. So ehrlich habe ich das noch nie gelesen, auch nicht in diesem Forum, oder gehört. Aber selbst Phenacetin schreibt nicht, dass sie ihr Kind an sich bereut ( was ich wirklich schräg finden würde), sondern, dass sie es rückblickend früher hätte bekommen sollen.
@mokuyobi ich glaube, Du und Dein Freund, da haben sich die Richtigen gefunden und zwar in Bezug auf Eure Unentschlossenheit. Es gibt einfach Menschen, die haben mit 60 nie geheiratet, keine Kinder und noch nicht mal eine Immobilie. Versteht mich nicht falsch, es gibt kein Gesetz, was das vorschreibt und ich möchte einen Immobilienkauf nicht mit dem Kinderkriegen vergleichen, aber für eine Heirat brauche ich einen Verbindlichkeitswunsch, auch wenn man sich wieder trennen kann, für den Kauf einer Immobilie ebenso, auch wenn ich diese wieder verkaufen kann, bei einem Kind ist dies noch ungleich höher, da lebenslang.
Sich in befreundete Familien mit Kindern einzuquartieren um das Leben mit Kindern zu testen, bringt m.E. gar nichts, egal, ob das Experiment positiv oder negativ verläuft, da es sich nicht um die eigenen Kinder handelt. Wie oben beschrieben, spiele ich sehr ungern, war nach meinem Abi ein Jahr als Au-pair-Mädchen tätig— der reinste Horror, aber ich bin ziemlich gut organisiert. Trotzdem fand ich mein Elternzeitjahr klasse und hätte es gerne verlängert, ich fand da gar nichts langweilig. Na ja, ich wiederhole mich, meine ( zugegebenermaßen tolle) Tochter langweilt mich bis heute nicht. Dafür habe ich dann doch gerne die auch mir verhassten Schaukeleinheiten eingelegt.
W,54
 
  • #62
Hi
Ich habe früher auch kein Interesse an Kindern gehabt, auch heute interessieren mich fremde Kinder eigentlich null. Aber die eigenen sind einfach soooo krass! Haben seit kurzem das Zweite, und ich merke, jedes Kind ist ein Glück für sich, könnte mir auch noch eins vorstellen.
Vorher weiß man nicht, wie komplett sich die Welt für einen ändert: eine völlig andere Perspektive, Rücksichtnahme auf andere, Zukunftsängste, man wird verantwortungsvoll und richtig spießig und pingelig, was mögliche Gefahren angeht. Eigene Kinder bringen unendlich viel Freude, das kannst du dir nicht vorstellen, alle Worte sind dagegen total lahm.
Dass ich meine Hobbies "aufgeben" muss oder zurückschrauben - interessiert mich einfach nicht. Ja, ich kann abends nicht einfach mal raus, aber das ist mir so was von egal!
Mit 36 hast du auch schon genug erlebt - ich denke mir, wird das nicht irgendwann langweilig, was soll da noch groß kommen, bis du 60 bist? Also für mich war das so: die zigste Reise, noch ein Konzert, ein neues Projekt, man kennt dann doch schon alles in den Grundzügen, es ist halt nur noch mal das Gleiche in Grün. Natürlich übertreibe ich grob, es gibt immer mal wieder neue Aspekte im Leben ohne Kinder, aber Kinder bringen halt so viel Neues in der Persönlichkeitsentwicklung, dass die o.g. Dinge nichts sind im Vergleich.
Wenn ich dir sage, dass das Lächeln oder die blöden Quatschsachen meiner Kinder eine unglaubliche Bereicherung sind, reißt das einen Kinderlosen bestimmt nicht vom Hocker, das muss man selbst erlebt haben. Natürlich kann man die Kinder nicht wieder zurückgeben, aber ich finde, man muss sich einfach darauf einlassen.
 
  • #63
Teil 2
Das komplett durchplanbare und optimierte Leben ist einfach sooo langweilig, und Kinder zwingen einen, die Kontrolle abzugeben. Du wolltest gerade eine Reise nach London starten, schwupps wird das Kind krank und man muss zu Hause bleiben. Und wenn schon, London läuft nicht weg. Aber ein Wesen, das komplett von dir abhängig ist im Guten wie im Schlechten, und das dir freiwillig Küsschen schenkt, das hat man nur ein Mal, und jedes Kindesalter bringt neue Perspektiven zutage.
Man kommt an seine Grenzen und weiß nicht, wie Erziehung funktioniert, das bringt einem niemand bei. Ich hab mich nie so dumm gefühlt wie mit meinen Kindern, aber auch nie so eine Lernkurve gehabt.
Zum Glück waren unsere zwei Kinder beim Thema Elternschlaf sehr pflegeleicht, d.h. diese jahrelang durchnächtigten Elternzombies waren wir nie. Aber wir kommen auch immer wieder an unsere Grenzen auf andere Weise. Und auch wenn ich gerade wieder austicke und schimpfe, spüre ich auch in diesen Augenblicken, wie toll diese kleinen Wesen sind, die mein Körper selbst hervorgebracht hat. Das "Wunder der Natur" ist für Nichteltern einfach nicht nachvollziehbar.
Seid nicht so ängstlich, macht einfach mal, wir leben in einem megaabgesicherten Land mit viel Unterstützung, man hat einfach zu hohe Ansprüche heute, was man haben und erreichen will, das braucht man alles gar nicht.

Mit Kindern merkt man erst, was wirklich wichtig ist.

w35
 
  • #64
Das Schönste am Mutter- oder Elternsein ist, dass ich bedingungslos lieben und immer wieder verzeihen kann.
Das hat meinen kleinen Horizont unglaublich erweitert und macht mich dankbar.
(Drei geplante Wunschkinder, davon ein chronisch krankes Kind, zwei Ehen.)
Viel Glück
 
  • #65
Nachtrag:
(Davon - leider - die meiste Zeit alleinerziehend, aber glücklicherweise mit sehr gutem Beruf und engagiertem Vater).

Ich glaube, nachdem ich deine Beiträge aufmerksam gelesen habe, dass ihr gute, liebevolle Eltern werdet.
 
  • #66
Nachtrag:
(Davon - leider - die meiste Zeit alleinerziehend, aber glücklicherweise mit sehr gutem Beruf und engagiertem Vater).

Ich glaube, nachdem ich deine Beiträge aufmerksam gelesen habe, dass ihr gute, liebevolle Eltern werdet.

Vielen Dank :)
Mein Freund hat gestern gemeint, dass er doch langsam denkt, es wär sicher eine tolle Erfahrung und wir bekämen das auch hin. Wahrscheinlich dauerts einfach noch etwas, bis wir uns da hineingedacht haben und wahrscheinlich brauch ich da länger als er. Er hört sich schon an, als wär er in zwei Wochen dafür.

@Silly Mit Immobilienkauf (können wir uns hier in der Region einfach eh nicht leisten ^^) oder Heirat hätte ich z.B. überhaupt gar kein Problem. Zusammengezogen sind wir auch nach ein paar Monaten, ohne da viel drüber nachzudenken. Eben WEIL, sollte man merken, das war das falsche, man das rückgängig machen kann. Beim Zusammenziehen wussten wir einfach beide, es fühlt sich richtig an - so würde ich mir das bei der Kinderentscheidung auch wünschen. Ich glaube, ich mach mir einfach zu viel Sorgen, aber mir ist eben klar, dass ist eigentlich die größte Entscheidung im Leben, die man treffen kann. Die meisten um mich herum wollten entweder schon immer Kinder oder nie Kinder. Beide bereuen ihre Entscheidungen nicht, wussten es vorher aber eben genau. Es ist ja auch nicht so, dass das Leben ohne Kinder langweilig ist @Hammel. Natürlich vorausgesetzt, man wollte keine haben; ungewollt kann das sehr furchtbar sein. Öde ist das Leben der 50-70-jährigen ohne Kinder, die ich kenne, jedenfalls nicht. Die haben sich alle auf Dinge konzentriert, die sie lieben und auf ihren Freundeskreis. Meine Patentante und ihr Mann (Mitte 70) reisen durch die Gegend, haben drei Patenkinder, tausend Freunde und keine Sekunde Langeweile und sind sehr glücklich. So wie meine Eltern, die mich haben, auch. Einen Unterschied sehe ich da nicht, es sind einfach verschiedene Lebensentwürfe.
Ich finde es von beiden Seiten her doof, wenn man auf die runterschaut, die sich anders entschieden haben.
 
  • #67
Mir ging es wie dir. Ich war nie so der Kindermensch. Fand es unvorstellbar, wie meine Freunde, die Eltern wurden, so gefordert zu sein und um fünf Uhr morgens Lego spielen zu müssen. Das musste ich als Mutter zum Glück noch nie machen. Mir war klar, ein Kind gehört zu meinem Lebensentwurf. Nur war ich sehr lange Single in meinen 30ern und genoss meine Unabhängigkeit auch sehr. Direkt nach meiner Hochzeit wollte ich dann aber mit der Kinderplanung loslegen, da war ich schon 37. So sehr ich die Zeit vorher zu zweit genossen habe, so heftig überfiel mich dann auch der Kinderwunsch - nämlich, als es nicht sofort klappte. Jetzt kann ich sagen: Ein Kind zu haben, eröffnet eine neue Dimension, die es nur mit Kind gibt. Zum Glück weiß man nicht, was einem entgeht, wenn man keine Kinder hat. Die Liebe und die neuen Erfahrungen sind überwältigend schön und gleichzeitig bist du so verletzlich wie noch nie. Du veränderst dich, aber das geht ohne sich zu verbiegen. Ich finde andere Kinder immer noch nicht so interessant und toll. Ich gehe nach wie vor gerne aus und pflege einen gesunden Egoismus. Aber ich möchte niemals dieses Geschöpf missen. Und das, was es mit mir macht. Es ist ein einziges Abenteuer, es lässt dich über dich selbst hinauswachsen. Niemals hätte ich gedacht, dass Kinderhaben so viel Fülle bedeutet. Für mich gesprochen könnte kein Reisen oder Ausschlafen diese neue Qualität des Lebens ausgleichen. Aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.
 
  • #68
Ich liebe meine Tochter. Meistens. Aber ich langweile mich zu Tode, wenn ich sie betreuen muss.
WANN liebst Du denn dann Deine Tochter? Das ist nicht böse gemeint, es klingt für mich nur so nach "wenn sie im Kindergarten ist", "wenn sie bei der Oma ist", "wenn sie schläft", also quasi "wenn sie weg ist".

Ich hab zu solchen Dingen eine andere Einstellung bekommen, wenn ich mich gefragt habe, ob ich es jetzt wirklich gern so hätte, dass das Problem aus meinem Leben verschwunden wäre. Z.B. mich ganz auf jemanden aus der Familie einzustellen, der lange Jahre Probleme hatte. Das war wahnsinnig kräftezehrend, aber ich hab die Situation nie in Frage gestellt, also "weg wäre mir lieber". Es gab den Menschen ja nur MIT Problem.

Ich finde, mal mit dem Schicksal hadern und jammern, ist was anderes, als die ganze Sache in Frage zu stellen. Mir würde nie über die Lippen kommen, dass ich diesen Menschen lieber nicht hätte, weil das trotz allem Energiezehrenden einfach nicht wahr ist. Die Sache ist nun anders als beim Kind, weil die Mutter ja weiß, dass SIE entschieden hat, dass es den Menschen gibt. Aber unterm Strich ist es dann doch dasselbe, wenn man nicht im Hadern steckenbleibt. Jemand, der immer wieder über dasselbe Problem klagt, dem sagt man ja auch: Finde dich damit endlich ab, dass du so entschieden hast, nimm das Schicksal an, sieh das Positive, mach was draus.

Ich überlege gerade, ob es verschiedene Typen Zweifelnde oder Nicht-Kinder-Wollende gibt. Die einen waren als Kind schon gefordert, schnell erwachsen zu werden, Aufgaben eines Elternteils zu übernehmen, weil ein Elternteil überfordert war oder faul, also z.B. die Betreuung der jüngeren Geschwister abgewälzt hat auf das älteste Kind. Ich könnte mir vorstellen, dass das später versucht, die Kindheit nachzuholen, also dass es endlich mal um es und sein inneres Kind geht und nicht darum, Bedürfnisse anderer zu erfüllen. Also dieser Mensch könnte keine Kinder wollen. Oder er klammert sich an und dreht es um, wie seine Eltern es auch machten.
Dann gibt es die, die immer das Kind waren, mit einer Kindheit, wo es sich nur um sie drehte, alle Wünsche wurden möglichst erfüllt. Und nun soll das schon erwachsene Kind was tun, was ihm dieses Leben kaputtmacht: Sich selbst für wen anderen aufopfern. Denn ein Kind verlangt ja nun mal viel Lebensumstellung und es geht um ES, nicht mehr um die Erwachsenen.
Ich würde auch noch die Verkopften hinzunehmen, die immer alles richtig machen wollen und denken, dass sie das bislang auch ganz gut schaffen würden, die kein Risiko eingehen wollen, meinen, dass man alles vorher planen und durchdenken kann. Ich denke, da überstrahlt der Kontrollwunsch den eigentlichen biol. Wunsch.
 
  • #69
Noch ne Sache: Ich könnte mir auch vorstellen, dass es von der eigenen Mutter abhängen kann, wie man Kinderhaben sieht. Also dass wenn man merkte, man war ihr eine Last, sie wär lieber woanders und sie sorgte dafür, dass sich möglichst andere um einen kümmern, man selbst aufwächst damit, dass Kinderhaben sehr belastend ist.
 
  • #70
Noch ne Sache: Ich könnte mir auch vorstellen, dass es von der eigenen Mutter abhängen kann, wie man Kinderhaben sieht. Also dass wenn man merkte, man war ihr eine Last, sie wär lieber woanders und sie sorgte dafür, dass sich möglichst andere um einen kümmern, man selbst aufwächst damit, dass Kinderhaben sehr belastend ist.
In manchen Fällen ist das zutreffend. Eine allgemeine Erklärung ist das aber nicht. Es gibt schließlich genug Fälle, in denen Kinder ein liebevolles Zuhause hatten und die Eltern später gerne Großeltern werden würden, die erwachsenen Kinder aber eben kein Interesse an Kindern haben. Das können die Eltern dann meist nicht nachvollziehen.

Das ist bei mir so und auch die FS hat ja geschrieben, dass sie (bislang) nicht viel Interesse an Kindern hat - obwohl sie aus einem liebevollen Zuhause kommt - wohingegen ihre Mutter das fehlende Interesse nicht nachvollziehen kann.
 
  • #71
Ich wollte nach meiner Pubertät keine Kinder, davor war ich zumindest offen dafür.
Die gesellschaftliche Erwartung ist leider immer noch Kind, Familie, Haus. Das ist heut aber finanziell nicht unbedigt immer bei jedem möglich. Und obwohl ich es kann: Ich hab den Wunsch nicht. Punkt. Und fühle mich trotzdem weiblich. :) Ich lasse mich von solchen Sprüchen wie "Ihr seid sooo lange zusammen... und wollt nichtheiraten?!" nicht verundichern. Liebe braucht für mich weder ein Schmuckstück noch ein Stück Papier. Der Alltag ist die größte Herausforderung. ;-)

Ich kann mir aber vorstellen, dass man bei einem extremen Kinderwunsch durchaus strategisch vorgehen muss, weil man sonst eben ohne da steht.
Das machen dann aber sowohl Männer als auch Frauen. Frauen sicherlich aber aktiver.

P.S.: Für meine Mutter war Kinderkriegen DAS Lebenselexier (mehr als ein Partner). Und nein, ich bin nicht adoptiert. ;-)
 
  • #72
Die FS macht es schon richtig ...sie muss es für sich entscheiden und nicht für andere.

Letztendlich ist es doch leider so, dass Frau eher mit Kindern alleine steht, als der Mann
(Ausnahmen gibt es natürlich)

Und natürlich gibt es immer Überlegungen: was ist wenn?

Zb was ist wenn der Mann ein paar Jahre später doch Kinder will und Frau ist Alterstechnisch raus?

Kann niemand vorhersagen, auch nicht ob man für immer zusammen bleibt, nicht mal ob jemand dann noch unter den Lebenden weilt.

Als ich schwanger wurde, gab es bereits Anzeichen, dass die Ehe dann vielleicht nicht hält.
Obwohl mein Exmann völlig Happy war, nur nie sehr Verantwortungsbewusst.

Ich habe mich dennoch für die Kinder entschieden, weil ich persönlich dachte: wenn ihr schon da seid in mir, freu ich mich und schaff es auch.

Wäre es anders gewesen, wären sie nicht da aber auch das wäre legitim.
 
  • #73
Die FS macht es schon richtig ...sie muss es für sich entscheiden und nicht für andere.

Letztendlich ist es doch leider so, dass Frau eher mit Kindern alleine steht, als der Mann
(Ausnahmen gibt es natürlich)

Und natürlich gibt es immer Überlegungen: was ist wenn?

Zb was ist wenn der Mann ein paar Jahre später doch Kinder will und Frau ist Alterstechnisch raus?

Kann niemand vorhersagen, auch nicht ob man für immer zusammen bleibt, nicht mal ob jemand dann noch unter den Lebenden weilt.

Als ich schwanger wurde, gab es bereits Anzeichen, dass die Ehe dann vielleicht nicht hält.
Obwohl mein Exmann völlig Happy war, nur nie sehr Verantwortungsbewusst.

Ich habe mich dennoch für die Kinder entschieden, weil ich persönlich dachte: wenn ihr schon da seid in mir, freu ich mich und schaff es auch.

Wäre es anders gewesen, wären sie nicht da aber auch das wäre legitim.

Für Frauen ist die Entscheidung für oder gegen Kinder schwerwiegender als für Männer. Die Gründe beschreibst du. Für mich ist das nachvollziehbar und für mich ist es daher auch akzeptabel, dass eine Frau allein über Abtreibung o.ä. entscheidet, wenn sie denn allein entscheiden will.

Alle Risiken die mit einer solchen Entscheidung verbunden sind können leider nicht ausgeschlossen werden. Ich muss ins Risiko gehen wenn ich mich entscheide.

Dass Menschen den bereichernden Aspekt durch Kinder nicht sehen verbinde ich aber mit der Beobachtung, dass sich viele solcher Menschen später aber kleine Hunde o.ä. anschaffen oder doch noch versehentlich auf den letzten Drücker schwanger werden.

Kein Verständnis habe ich für jene die Kinder grundsätzlich als Störung empfinden. Haben sie sich selbst als Kind für andere auch schon als Störer empfunden? Auch Projektionen, dass mit Kindern, dass schöne Leben, die Freiheit endet sind für mich zu absurd als, dass ich sie kommentarlos lassen kann. Das Leben mit Kindern ist anders schön.
 
  • #75
Auch Projektionen, dass mit Kindern, dass schöne Leben, die Freiheit endet sind für mich zu absurd als, dass ich sie kommentarlos lassen kann. Das Leben mit Kindern ist anders schön.
Das schöne Leben endet nicht, aber die Freiheit. Das hatte @Mon Chi Chi mal sehr ausführlich und gut begründet, vielleicht schaltet sie sich noch ein. Die Freiheit endet, weil du dann für ein Kind und sein Wohlergehen verantwortlich bist und für alles, was dazu gehört. Das sollte gut überlegt sein, und das macht die FS auch, ich finde das gut.

Was mir noch son bisschen fehlt ist das Einlassen auf tiefere seelische Aspekte. Optimal ist es, wenn man nicht groß Rumgrübeln muss. Man spürt, es geht einem seelisch und wirtschaftlich gut, die Voraussetzungen für ein Kind sind optimal, das sieht der Partner auch so, und dann legt man los. Erfüllt sein könnte man auch ohne Kinder.

Grübelt man sehr, dann sind vielfach andere Lebensthemen dahinter versteckt. Dass man viel hier im Forum schreibt, ist ja auch kein Zufall, sondern eine Art arbeiten an den Themen - Themen, die sich noch nicht richtig aufgelöst haben.
Ich würde mal in der Richtung weiterdenken.

Ich gehöre auch zu denjenigen, die ihren Kinderwunsch nie bereut haben - er war bei mir klar und eindeutig - und trotzdem hab ich meinen Kindern allerhand zugemutet - einfach, weil Mutterwerden und selbst eine reife Persönlichkeit werden nicht kongruent gingen. Ich fand es zum Beispiel wichtig, eine Familie zusammen zu halten, auch wenn sie Probleme hat, und dann zu versuchen, die Probleme zu lösen. Für ein Kind sind Vater und Mutter wichtig und am besten hat es zu beiden einen guten Draht. Klingt nach wie vor gut für mich. Aber ich konnte bestimmte Dinge gar nicht lösen - erst nach der Trennung vom Vater. Und solche Sachen belasten auch Kinder. In meinem Fall weniger die Trennung, sondern die inadäquaten Lösungsversuche in einer Beziehung, in der ich die teils doch sehr verblendete Kümmerin war.

Das ist jetzt wie es ist, und es tut sich auch noch viel Gutes für meine Kinder und mich. Aber weil ich weiß, dass Kinder Schwierigkeiten bekommen mit Eltern, die nicht mit sich im Reinen sind, hier mein Appell genauer zu gucken, wo GENAU die Zweifel denn herkommen. Das muss man auch wagen, aber es lohnt sich, und es zahlt sich auch aus.

Wenn ich mir eines wünschte, dann dass ich mich diesbezüglich eher auf den Weg gemacht hätte. Ich habe zwar nicht am Kinderwunsch gezweifelt, aber doch mit vielen anderen Dingen innerlich gehadert - und dann natürlich auch immer wieder damit, was denn der richtige Umgang mit den Kindern ist. Und fängt Mutterschaft mit Zweifeln an, geht das nicht unbedingt weg. Das auch so meine Beobachtung anderer Mütter. Selbstsichere Mütter haben die sicheren Kinder!
 
  • #76
ich weiß dass das jetzt keine "Lösung" ist, aber wie war es denn bevor es Verhütung gab?! Schwanger "passierte" sehr häufig einfach und was war: entweder die Eltern waren fähig sich mit der neuen Situation zu arrangieren oder halt nicht. Und wie ist es heute: da wird geplant und dann wenn das Kind da ist, sind einige glücklich und andere unglücklich... was ich sagen will: man kann es vorher in der Regel nicht wissen.
 
  • #77
Das schöne Leben endet nicht, aber die Freiheit.

Das hatte @Mon Chi Chi mal sehr ausführlich und gut begründet, vielleicht schaltet sie sich noch ein. Die Freiheit endet, weil du dann für ein Kind und sein Wohlergehen verantwortlich bist und für alles, was dazu gehört.

Was genau (Un)Freiheit ist, ist eine Frage von persönlicher Definition und Bewertung. Das Spektrum ist breit und die Definition des einen kann diametral der Definition des anderen widersprechen.

Beispiele für Dinge die für den einen Unfreiheit für den anderen aber genau dies nicht bedeuten sind Steuern, Schulpflicht, Verkehrsregeln, Religion, Verbot von Drogen, Monogamie, Immobilien usw.

Manches wird einem als Zwang durch die Gesellschaft auferlegt. Bei anderen habe ich eine Wahlmöglichkeit. Ein Kind gehört zu den Dingen für die ich mich freiwillig entscheide. Entweder es ist ein Wunschkind oder ich entscheide mich gegen eine Abtreibung.

Im Grunde ist dies aber alles egal. Diejenigen die in Kindern Unfreiheit sehen entscheiden sich ohnehin meist gegen ein eigenes Kind.

@Mon Chi Chi bezeichnet sich selbst als hochsensibel. Hochsensible Frauen entscheiden sich öfter als andere gegen eigene Kinder. Hochsensible Menschen haben mehr als andere Menschen mit sich selbst zu kämpfen. Da fehlt dann die Kraft für Kinder.
 
  • #78
Im Grunde zeigt sich hier eines:
Wer für sich ganz klar weiss, ob Kinder oder nicht - hat die wenigsten Probleme. Die Sicherheit, seinen Weg zu kennen - unbezahlbar.
Wer sich unsicher ist, Zweifel hat - muss versuchen, diese Zweifel aus dem Weg zu räumen. Und hier wirds schwierig. Wenn sich dann 2 gefunden haben, die beide unsicher sind ......
Egal wie, im Zweifel besser keine Kinder planen. Denn diese sind die Leidtragenden, wenn die Eltern unzufrieden sind. Auch eine Entscheidung gegen Kinder kann mit grosser Verantwortung - auch gegenüber den ungeborenen Kindern - getroffen werden.
 
  • #79
Ich war sehr kritisch in Bezug auf die Kindfrage und habe eineinhalb Jahre mit meinem Freund hin- und herüberlegt. Trotzdem wurde ich mit Mitte 30 nach dem ersten Versuchs-Zyklus schwanger. Ich hatte sehr realistische Erwartungen und wurde daher vor allem positiv überrascht - oh, das Kind schläft doch in der Regel ab zwei durch, nach dem ersten Kitajahr reduzieren sich die Infekte drastisch und Paarzeit stellt sich wieder ein. Vor allem aber hat mich diese Liebe umgehauen, die man zu diesem kleinen und immer größer werdenden Wesen empfindet. Ich denke, realistisch zu sein ist nur hilfreich: Ja, es wird extrem anstrengend, ja, du wirst sehr wenig schlafen, ja, du gibst deine Unabhängigkeit am Anfang auf, ja, das erste halbe Jahr ist heftig. Aber - du gewinnst alles Schritt für Schritt wieder zurück... und angereichert. Neugierig zu sein, fand ich sehr hilfreich: Ich wollte es erfahren, ein Kind zu haben, aber für mich war und ist immer klar gewesen, dass es bei einem Kind bleibt. Es ist ein Abenteuer, wie ein Trip durch den Urwald. Es bringt einen an seine Grenzen, aber es trägt auch darüber hinaus. Ich würde auf mein Bauchgefühl hören. Entscheidend fand ich für mich auch, dass mein Partner sich voll einbringt. Ich habe daher deutlich früher als viele Mütter meine Nischen zurückgewonnen. Die Aufgabenverteilung (wer nimmt wie lange Elternzeit? wie handhabt ihr die Nachtschichten? Kita - ab wann oder gar nicht? wer arbeitet wann wie viel?) würde ich klar absprechen. Dann konkretisiert sich der Kinderwunsch oder wird aufgegeben. Viele Mütter machen die Erfahrung, dass alles an ihnen hängenbleibt und sie daher massiv einschränkt. Ich bin sehr glücklich, dass mein Partner wirklich 50% übernimmt. Daher bereue ich es ganz und gar nicht. Was hab ich mir ausgemalt, und es lief deutlich besser als gedacht.
 
  • #80
... Erstens wurden nicht alle Kinder Söhne - zweitens waren die alle einfach klein und haben rumgeschrieen. Drittens konnte man nix damit anfangen. Viertens haben sich die dazugehörigen Mütter sehr oft verändert - nicht wirklich in Richtung attraktiv und sexy. Und fünftens waren auch die Männer in Hobby und Beruf etwas eingeschränkt .....
....ch mag sie - aber eben auch deshalb, weil sie eine sympathische Persönlichkeit ist. Und kein schreiendes Bündel im Frotteeanzug ....

Meine Güte @Tom26!?
Du hattest niemals Vatergefühle und weißt nicht, wie ein Vater sich fühlt. Du hast dir deine eigene Wahrheit zurecht gelegt, weil es eben für dich nun auch so passt und nicht rückgängig zu machen ist.
Aber ich sehe viele Väter. Und allen gemein ist, ganz egal ob die Ehe nun gut oder schlecht läuft, sie getrennt sind oder noch ihre Hobbies haben:
Sie lieben ihre Kinder und würden alles für sie tun. Die Liebe zu einem Kind ist viel größer als alle Lieben, die man zwischen Mann und Frau jemals erlebt. Das ist wirklich überwältigend.
Und Väter verbringen sehr gerne Zeit mit ihren Kindern und für die meisten ist ihr eigenes Kind auch kein schreiendes Frotteebündel.
Wenn DU Vater bist, dann bist du der schlauste und tollste Papa der Welt, niemand strahlt doch so an und niemand bewundert dich so uneingeschränkt.
Ich verstehe definitiv, wenn sich jemand gegen Kinder entscheidet - es gibt viele andere Wege, gut zu leben.
Aber deine Argumente sind keine wirklichen. Außerdem wird das Kind auch zum Hobby. DU erlebst eine völlig neue Patallelwelt.

Der FS würde ich auch nicht unbedingt zum Kind raten, denn Frauen, die ihre Partner zum Kind überreden oder gar zwingen, sind am Ende immer die Verliererinnen.
Aber dass Väter ihren Status nicht genießen stimmt einfach nicht.
Und gerade die Mädelspapas sind völlig verknallt in ihre Töchter.
 
  • #81
Ich war sehr kritisch in Bezug auf die Kindfrage und habe eineinhalb Jahre mit meinem Freund hin- und herüberlegt. Trotzdem wurde ich mit Mitte 30 nach dem ersten Versuchs-Zyklus schwanger. Ich hatte sehr realistische Erwartungen und wurde daher vor allem positiv überrascht - oh, das Kind schläft doch in der Regel ab zwei durch, nach dem ersten Kitajahr reduzieren sich die Infekte drastisch und Paarzeit stellt sich wieder ein. Vor allem aber hat mich diese Liebe umgehauen, die man zu diesem kleinen und immer größer werdenden Wesen empfindet. Ich denke, realistisch zu sein ist nur hilfreich: Ja, es wird extrem anstrengend, ja, du wirst sehr wenig schlafen, ja, du gibst deine Unabhängigkeit am Anfang auf, ja, das erste halbe Jahr ist heftig. Aber - du gewinnst alles Schritt für Schritt wieder zurück... und angereichert. Neugierig zu sein, fand ich sehr hilfreich: Ich wollte es erfahren, ein Kind zu haben, aber für mich war und ist immer klar gewesen, dass es bei einem Kind bleibt. Es ist ein Abenteuer, wie ein Trip durch den Urwald. Es bringt einen an seine Grenzen, aber es trägt auch darüber hinaus. Ich würde auf mein Bauchgefühl hören. Entscheidend fand ich für mich auch, dass mein Partner sich voll einbringt. Ich habe daher deutlich früher als viele Mütter meine Nischen zurückgewonnen. Die Aufgabenverteilung (wer nimmt wie lange Elternzeit? wie handhabt ihr die Nachtschichten? Kita - ab wann oder gar nicht? wer arbeitet wann wie viel?) würde ich klar absprechen. Dann konkretisiert sich der Kinderwunsch oder wird aufgegeben. Viele Mütter machen die Erfahrung, dass alles an ihnen hängenbleibt und sie daher massiv einschränkt. Ich bin sehr glücklich, dass mein Partner wirklich 50% übernimmt. Daher bereue ich es ganz und gar nicht. Was hab ich mir ausgemalt, und es lief deutlich besser als gedacht.

Das klingt wirklich gut. Ich denke, so würde mir das dann (hoffentlich) auch gehen. Mein Partner wäre jemand, der auf jeden Fall 50% der Zeit übernehmen würde; auch sonst teilen wir uns im Haushalt alles auf und für ihn wäre es selbstverständlich, Elternzeit zu nehmen. Ich freue mich auf jeden Fall, dass es bei dir so gut klappt :)
 
  • #82
Der FS würde ich auch nicht unbedingt zum Kind raten, denn Frauen, die ihre Partner zum Kind überreden oder gar zwingen, sind am Ende immer die Verliererinnen.
Aber dass Väter ihren Status nicht genießen stimmt einfach nicht.
Und gerade die Mädelspapas sind völlig verknallt in ihre Töchter.

Nochmal: Ich denke, mein Freund wäre im Endeffekt eher der, der sich da begeisterter zeigt. Überreden würde ich sowieso niemals irgendwen; schon gar nicht zwingen; ich fände das als Mann absolut schrecklich, dass mir das Mitspracherecht verlorengeht, da wäre meine Liebe gleich futsch.

Ich kenne durchaus Väter, die nicht gern Väter sind. Also, Tom ist hier ein Sonderfall, bei vielen seiner eher ausgefallenen Meinungen. Aber genau wie es schlechte Mütter gibt oder Mütter, die das Muttersein bereuen, gibt es auch Väter (und da vielleicht noch mehr), die nicht gern Vater sind. Sogar unabhängig davon, dass sie sich kümmern. Ein Freund wurde mit 23 ungewollt Vater, seine da schon Ex wollte das Kind bekommen. Er hat sich total gekümmert und gemacht und getan, weil er im Hinterkopf hat, er muss das eben, er ist moralisch verpflichtet. Er hatte den Jungen wirklich sehr häufig bei sich, ist mit ihm in den Urlaub usw. Zu dem Kind (jetzt Jugendlicher) hatte er lange gar keine emotionale Beziehung außer "eine Last", und nach einer Therapie auf beiden Seiten hat sich das jetzt gebessert, wird aber nie so eine enge glückliche Beziehung werden. Auch der Stiefvater meines Freundes hätte niemals Vater werden sollen, das weiß er selbst auch ganz genau, und gebracht hat das niemandem in dieser Familie was. Es ist eben nicht so auf der Welt, dass immer alle Frauen und Männer glückselige Eltern werden. Die meisten, so hoffe ich! Aber eben nicht alle.
 
  • #83
Ich wollte nie Kinder.
Und habe mich von meinem Ex irgendwann breitschlagen lassen.
War einen Monat später schwanger und hab die Panik bekommen.
Aber die Liebe zu dem Wurm und, mindestens ebenso wichtig, dass mein Ex ein sehr engagierter, liebevoller Vater war, haben mich so angefixt, dass das zweite bald darauf folgte.
Und nein, meine Freiheit war gar nicht vorbei.
Ich bin sehr rasch wieder berufstätig gewesen und habe weiter studiert, Hausfrau und ausschließlich Kinderbetreuung wäre nichts für mich gewesen.

Und immer, wenn ich ausgehen (kam nicht wahnsinnig oft, aber doch vor, zugegebenermaßen) oder mal eine Freundin besuchen fliegen wollte, gab es den Vater, die supere Babysitterin oder, wenn wir Eltern etwas ohne Kids vorhatten, die gute Freundin, die einsprang.

Ja, es war immer wieder anstrengend.
Und immer wieder großartig, nicht zuletzt für meine eigene Entwicklung:
Die postpubertäre Nabelbeschau war plötzlich uninteressant, es gab jemanden, der über Jahre wichtiger war als ich.
Und ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie so viel Spaß gehabt wie mit meinen beiden Jungs damals.

An düsteren Wochenenden (draußen kalter Regen, die Wahnsinnigen streiten wie die Affen und ich freu mich auf Montag, wenn ich wieder ins Büro gehen darf) hab ich trotzdem drei-, viermal daran gedacht, wo wäre ich jetzt, wenn ich sie nie bekommen hätte (Ärztin in Afrika), ich würde ihnen gerade gerne die Haut in Streifen abziehen - ich hoffe, die Übermutter-Fraktion steinigt mich nicht ;)

Auch solche Momente gibt es, klar.

Aber Kinder machen auch ein warmes, weiches und unmittelbares Leben, wenn man sich darauf einlässt.
Für mich war es, im Nachhinein betrachtet, ein Segen, weil ich ja schon eher zur schnoddrigen Toughness neige.

Ich bin meinem Ex bis heute dankbar, dass er damals nicht locker gelassen hat - heute sind die Burschen erwachsen, jeder lebt sein Leben, aber wir haben weiterhin ein sehr enges Verhältnis.

Wenn ihr beide unsicher seid, würde ich es dennoch lassen, zumindest jetzt.
Ma kann auch sehr gut ohne Kinder leben, anders halt.

Mach dir keinen Stress.

w, 52
 
  • #84
Ich wollte nie Kinder, bin dabeigeblieben und weiss jeden Tag das es die richtig Entscheidung für mich ist und war.
2 Beziehungen scheiterten daran dass die Männer unbedingt Kinder wollten.
Ich finde sie furchtbar, ich sehe es bei Freunden und Familie.
Jeden Tag dieselbe Leier mit "nicht mit vollem Mund reden, Zähne putzen, Schuhe ausziehen, Hausaufgaben gemacht, leg das Handy weg"und diesen ganzen Mist und abends dann zum 10000 mal dieselbe Geschichte,
Ich denke, ich würde dabei komplett verblöden.
Dann Ferien zur Ferienzeit, Hotels mit schreienden Kindern mit Pampers im Pool, kinderfreundlich essen gehen und abends Kinderdisco mit Ententanz????
ich arbeite in einem solchen Hotel und sehe täglich völlig entnervte Eltern weil die Kinder sich gegenseitig ärgern bis einer schreit, stundenlang im Pool um Kinder aufzufangen, zig mal den Eimer mit Sand füllen und umkippen weil der 2 jährige das lustig findet und streitende Paare weil alle aufeinander hocken, TV bringt nichts, Zimmer zu klein und dafür hat man dann das ganze Jahr gebuckelt????
Ich habe mehrere Freundinnen die bereuen, Kinder zu haben da Karriere und Mann irgendwann weg sind aber Kinder nun mal immer bleiben.
Lass es wenn ihr unsicher seid, ihr werdet es bei jedem Problem bereuen.
 
  • #85
Liebe Kommentatoren,
vielen Dank für die verschiedenen Meinungen, Ratschläge und Erfahrungen. Das war sehr spannend.
Fazit für mich: Es gibt einfach Menschen, die schon immer sicher waren, dass sie oder eben nicht Kinder wollten und dabei dann auch bleiben und wohl meist glücklich sind. Dann gibt es Leute, die sich für einen Weg entscheiden und dem anderen etwas hinterhertrauern (die "Wackler" :) ). Ich denke, es ist statistisch wohl wahrscheinlicher, dass eine Frau es bereut, keine Kinder zu haben, also andersherum, rein hormonell. Aber wohl nur, wenn sie sich nicht sicher war oder sich eher noch nach äußerem Umständen gerichtet hat. Meine persönliche Entscheidung mache ich davon aber natürlich nicht abhängig.
Es wär schön, wenn die verschiedenen Extreme füreinander da etwas mehr Verständnis entwickeln und entspannt mit der jeweils anderen Gruppe umgehen. Ich denke, dass es biologisch durchaus Sinn machen kann, dass nicht alle Frauen Kinder wollen; diese helfen dann vielleicht "bei der Aufzucht anderen Jungen" oder übernahmen evolutionär andere Rollen in der Gruppe. Wenn hier jemand Frauen vorwirft, dass sie daher unnormal oder psychisch geschädigt sind, finde ich das unverschämt. Ich kenne genügend Frauen mit guter Kindheit, die eben einfach keinen ausgeprägten Mutterinstinkt haben (so wie ich selbst), und die sich da sicher sind (das bin ich eben noch nicht).
Ich freue mich sehr für alle Mütter (und Väter), die im Elternsein ihr Glück gefunden haben, so sollte das sein und es ist schön, das zu lesen :) Das Glück bei meinen Freunden mit ihren Kindern ist immer wunderbar zu sehen.

Ich versuche ein Update zu geben, falls ich mich endgültig entschieden habe; ich finde es immer schade, wenn man hier nicht liest, wie es für den FS ausgegangen ist. Ich denke, da ich Entscheidungen bisher nie bereut habe, sondern nur Probleme habe, sie zu treffen, dass ich mit beiden Wegen zufrieden sein werde.

Vielen Dank an alle!
 
  • #86
Ich denke, dass es biologisch durchaus Sinn machen kann, dass nicht alle Frauen Kinder wollen; diese helfen dann vielleicht "bei der Aufzucht anderen Jungen" oder übernahmen evolutionär andere Rollen in der Gruppe. Wenn hier jemand Frauen vorwirft, dass sie daher unnormal oder psychisch geschädigt sind, finde ich das unverschämt
Falls Du meinen Beitrag damit gemeint haben solltest - ich hab niemandem was vorgeworfen. Ich habe überlegt, woran es liegen könnte, dass jemand keine Kinder will, und ich kenne auch Beispiele, wo es direkt so begründet wird. Die Mütter haben extrem geklammert und wollten von ihren jeweiligen Töchtern bemuttert werden, oder jüngere Geschwister mussten bemuttert werden, schwache Eltern, die es zwar nicht bewusst wollten, dem Kind aber doch die Kindheit weggenommen haben, weil sie mit ihrem Leben oder der Beziehung nicht klarkamen und Hilfe vom Kind zogen, statt Unterstützung zu geben. Ich kenne auch ne Frau, die sich vom Sohn emotional das alles geben lässt, was der Partner nicht bringt.

Wenn eine Frau keine Kinder will, ist das ihr Ding. Ich finde Fragen danach, wie es manche junge Frauen erleben müssen, übergriffig. Wenn es jetzt einmal aus Interesse passiert und die Frau allgemein antwortet, dass es noch nicht Thema ist oder gerade nicht Thema ist, und dann ist es gut, finde ich es in Ordnung. Aber nachbohren oder Kommentare zur Entscheidung "gegen Kind" abzugeben, geht gar nicht, weder von Leuten, die einen nur als Bekannte kennen, noch von Verwandten, die bei jedem Besuch nerven. Vor allem: Was sollen dann Menschen sagen, bei denen der Partner unfruchtbar ist, oder wenn die Frau ne Krankheit hat und keine Kinder kriegen kann, schon 3 Fehlgeburten hatte usw..
 
  • #87
Liebe Kommentatoren,
vielen Dank für die verschiedenen Meinungen, Ratschläge und Erfahrungen. Das war sehr spannend.
Fazit für mich: Es gibt einfach Menschen, die schon immer sicher waren, dass sie oder eben nicht Kinder wollten und dabei dann auch bleiben und wohl meist glücklich sind. Dann gibt es Leute, die sich für einen Weg entscheiden und dem anderen etwas hinterhertrauern (die "Wackler" :) ). Ich denke, es ist statistisch wohl wahrscheinlicher, dass eine Frau es bereut, keine Kinder zu haben, also andersherum, rein hormonell. Aber wohl nur, wenn sie sich nicht sicher war oder sich eher noch nach äußerem Umständen gerichtet hat. Meine persönliche Entscheidung mache ich davon aber natürlich nicht abhängig.
Es wär schön, wenn die verschiedenen Extreme füreinander da etwas mehr Verständnis entwickeln und entspannt mit der jeweils anderen Gruppe umgehen. Ich denke, dass es biologisch durchaus Sinn machen kann, dass nicht alle Frauen Kinder wollen; diese helfen dann vielleicht "bei der Aufzucht anderen Jungen" oder übernahmen evolutionär andere Rollen in der Gruppe. Wenn hier jemand Frauen vorwirft, dass sie daher unnormal oder psychisch geschädigt sind, finde ich das unverschämt. Ich kenne genügend Frauen mit guter Kindheit, die eben einfach keinen ausgeprägten Mutterinstinkt haben (so wie ich selbst), und die sich da sicher sind (das bin ich eben noch nicht).
Ich freue mich sehr für alle Mütter (und Väter), die im Elternsein ihr Glück gefunden haben, so sollte das sein und es ist schön, das zu lesen :) Das Glück bei meinen Freunden mit ihren Kindern ist immer wunderbar zu sehen.

Ich versuche ein Update zu geben, falls ich mich endgültig entschieden habe; ich finde es immer schade, wenn man hier nicht liest, wie es für den FS ausgegangen ist. Ich denke, da ich Entscheidungen bisher nie bereut habe, sondern nur Probleme habe, sie zu treffen, dass ich mit beiden Wegen zufrieden sein werde.

Vielen Dank an alle!
Viel Glück, FS
Und mach was du für richtig hälst...

Ich gehöre übrigens auch zur Kategorie gute Kindheit, alle meine Geschwister haben Kinder und alle sind Happy.
Probleme braucht mir also keiner nachsagen - und ja, mir wurde schon gesagt dass es meine Pflicht als Frau ist, Kinder zu bekommen!
Bin Gott sei dank sehr bei mir mit meinen Entscheidungen...
Euch alles Gute
 
  • #88
Wenn ich noch was zu dieser Diskussion beitragen darf:
Ich wollte irgendwie schon immer Kinder. Aber nicht so sehr, dass ich dafür den Status „AE“ in Kauf genommen hätte. Eine Zeitlang liebäugelte ich mit der Idee, mit den Männern welche zu bekommen, mit denen ich gerade was hatte. Aber so richtig groß war der Wunsch nicht. Im Hinterkopf hatte ich immer den Gedanken, dass ich als „Mum“ meine Freiheit und Freizeit aufgebe, mein Haushalt mit Kindern immer etwas unordentlich sein wird, und ich „Hello Kitty“, „Prinzessin Lilifee“ usw. absolut nicht ausstehen kann. Das Spiel „Vater-Mutter-Kind“ konnte ich schon als Kind nicht ausstehen.

Dann lernte ich meinen Partner kennen. Benebelt von den Hormonen war mir sofort klar: Wenn Kinder, dann nur mit diesem Mann! Zwei Jahre später ist der Bann nicht gebrochen. Die Hormone sind immer noch sehr aktiv. Mehr als ein halbes Jahr lang haben wir uns im Alltag auf die Probe gestellt und das Zusammenleben als Langzeitsingles in den Griff bekommen und werden uns ins nächste Abenteuer stürzen.

Ein Leben mit Baby / Kleinkind ist sicher sehr anstrengend, aber auch spannend! Es ist eine vollkommen neue Erfahrung, die wir unbedingt machen wollen. Wir werden liebevolle, verschmuste Eltern sein. Außerdem, die Zeit verfliegt, die Kinder werden – rückblickend betrachtet - schnell erwachsen. Ehe man sich versieht, wollen sie nur ihre Ruhe nach der Schule. Und dann sind sie irgendwann außer Haus.

Ich habe für mich beschlossen, dass ich mich sterilisieren lasse, wenn ich zwei gesunde Kinder bekommen habe. Ich will nur von ihm Kinder, weil er der Richtige ist. Kinder vom, für mich „falschen“ Mann zu bekommen …? – So groß wäre mein Kinderwunsch dann nun doch nicht.

Deutlich mehr als den Alleinerziehendenstatus fürchte ich natürlich, wenn das Kind mit schweren Behinderungen auf die Welt kommt. Aber ich glaube, so geht es fast allen, die mit dem Gedanken, Eltern zu werden, spielen.

P.S. @Ejscheff: Ein schöner, kritischer Post (#19)!

w, 33
 
  • #89
Falls Du meinen Beitrag damit gemeint haben solltest - ich hab niemandem was vorgeworfen. Ich habe überlegt, woran es liegen könnte, dass jemand keine Kinder will, und ich kenne auch Beispiele, wo es direkt so begründet wird. Die Mütter haben extrem geklammert und wollten von ihren jeweiligen Töchtern bemuttert werden, oder jüngere Geschwister mussten bemuttert werden, schwache Eltern, die es zwar nicht bewusst wollten, dem Kind aber doch die Kindheit weggenommen haben, weil sie mit ihrem Leben oder der Beziehung nicht klarkamen und Hilfe vom Kind zogen, statt Unterstützung zu geben. Ich kenne auch ne Frau, die sich vom Sohn emotional das alles geben lässt, was der Partner nicht bringt.

Wenn eine Frau keine Kinder will, ist das ihr Ding. Ich finde Fragen danach, wie es manche junge Frauen erleben müssen, übergriffig. Wenn es jetzt einmal aus Interesse passiert und die Frau allgemein antwortet, dass es noch nicht Thema ist oder gerade nicht Thema ist, und dann ist es gut, finde ich es in Ordnung. Aber nachbohren oder Kommentare zur Entscheidung "gegen Kind" abzugeben, geht gar nicht, weder von Leuten, die einen nur als Bekannte kennen, noch von Verwandten, die bei jedem Besuch nerven. Vor allem: Was sollen dann Menschen sagen, bei denen der Partner unfruchtbar ist, oder wenn die Frau ne Krankheit hat und keine Kinder kriegen kann, schon 3 Fehlgeburten hatte usw..

Nein, dich meinte ich nicht :) Wobei ich wirklich Leute kenne, die einfach keinen Kinderwunsch haben, ohne dass da ein Grund auszumachen ist, und daher glaube ich nicht daran, dass das immer an schlechten Erfahrungen liegt. Wie auch bei mir. Ich denke, früher hatten Frauen nicht die Wahl und heutzutage gibt es dann eben welche, die einfach diesen Drang nicht verspüren. Es gibt ja auch asexuelle Menschen, und das scheint auch angeboren zu sein.
 
  • #90
Wenn ich noch was zu dieser Diskussion beitragen darf:
Ich wollte irgendwie schon immer Kinder. Aber nicht so sehr, dass ich dafür den Status „AE“ in Kauf genommen hätte. Eine Zeitlang liebäugelte ich mit der Idee, mit den Männern welche zu bekommen, mit denen ich gerade was hatte. Aber so richtig groß war der Wunsch nicht. Im Hinterkopf hatte ich immer den Gedanken, dass ich als „Mum“ meine Freiheit und Freizeit aufgebe, mein Haushalt mit Kindern immer etwas unordentlich sein wird, und ich „Hello Kitty“, „Prinzessin Lilifee“ usw. absolut nicht ausstehen kann. Das Spiel „Vater-Mutter-Kind“ konnte ich schon als Kind nicht ausstehen.

Dann lernte ich meinen Partner kennen. Benebelt von den Hormonen war mir sofort klar: Wenn Kinder, dann nur mit diesem Mann! Zwei Jahre später ist der Bann nicht gebrochen. Die Hormone sind immer noch sehr aktiv. Mehr als ein halbes Jahr lang haben wir uns im Alltag auf die Probe gestellt und das Zusammenleben als Langzeitsingles in den Griff bekommen und werden uns ins nächste Abenteuer stürzen.

Ein Leben mit Baby / Kleinkind ist sicher sehr anstrengend, aber auch spannend! Es ist eine vollkommen neue Erfahrung, die wir unbedingt machen wollen. Wir werden liebevolle, verschmuste Eltern sein. Außerdem, die Zeit verfliegt, die Kinder werden – rückblickend betrachtet - schnell erwachsen. Ehe man sich versieht, wollen sie nur ihre Ruhe nach der Schule. Und dann sind sie irgendwann außer Haus.

Ich habe für mich beschlossen, dass ich mich sterilisieren lasse, wenn ich zwei gesunde Kinder bekommen habe. Ich will nur von ihm Kinder, weil er der Richtige ist. Kinder vom, für mich „falschen“ Mann zu bekommen …? – So groß wäre mein Kinderwunsch dann nun doch nicht.

Deutlich mehr als den Alleinerziehendenstatus fürchte ich natürlich, wenn das Kind mit schweren Behinderungen auf die Welt kommt. Aber ich glaube, so geht es fast allen, die mit dem Gedanken, Eltern zu werden, spielen.

P.S. @Ejscheff: Ein schöner, kritischer Post (#19)!

w, 33

Ja, diese Ängste haben wohl die meisten werdenden Eltern, aber meist geht ja alles gut. Ich freue mich für euch!
Ich kann mir auch nicht vorstellen, mit irgendwem Kinder zu haben, aber wenn jemand einen sehr sehr großen Kinderwunsch hat, nimmt er sicher alles in Kauf. Für mich wäre es auch wichtig, dass es der (zumindest in dem Moment) richtige, verlässliche Partner ist. Es gehen natürlich aber auch Beziehungen auseinander von Leuten, die das niemals gedacht hätten. AE kann man außerdem immer werden, auch durch Unfall, Krankheit o.ä. Das Restrisiko nimmt man eben in Kauf.
Ich möchte nochmal hinzufügen, dass auch ich denke, mit meinem jetzigen Freund wäre das Elternsein doch nicht so schlecht; wir passen einfach sehr gut zusammen, er wär ein toller Vater und ist für mich der beste Mann der Welt. Daran hängen unsere Bedenken wirklich nicht.
 
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