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  • #1

Kinder ohne Unterstützung der Großeltern bekommen

Bei uns stellt sich die Frage nach Nachwuchs.

Ich sehe ein ganz großes Problem in der der Betreuung des Kindes. Unsere Eltern sind nicht greifbar, wohnen 500 km weit weg. Da kann keiner mal eben einspringen wenn das Kind krank ist, oder früher aus der Kita abgeholt werdebn muss. Wie regelt ihr das? Habt ihr eine Tagesmutter für sowas? Oder einen Babysitter? Ich denke einen Babysitter werden wir ab und zu mal brauchen. Man möchte ja auch als Paar mal was unternehmen, zu Geburtstagen gehen oder ins Kino.
 
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  • #2
Liebe FS,

ich kenne nicht wenige Ältere, die keine Kinder haben, oder wo die Kinder wegen den Jobs weggezogen sind. Es gibt Initiativen, wo Senioren, die noch relativ jung und richtig fit sind, gerne aktiv Grosseltern werden wollen. Google doch mal danach in deiner Stadt.

Sollte ich später nicht Oma werden, kann ja passieren, werde ich mir überlegen, für ein anderen Kind, eine gute Oma werden zu können. Es gibt so viele AE-Mütter, bin ja selber eine, aber mit volljährigem Kind, die Unterstützung einer erfahrenen stabilen AE-Mutter brauchen bzw. wollen.

Es ist nicht einfach ohne Grosseltern, aber machbar. Wichtig sind andere passende Mütter, zum gegenseitigen helfen und gute Nachbarschaft.

Ü50
 
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  • #3
Nein, wir haben keine Tagesmutter und keinen Babysitter, ich wurde mir aber einen wünschen. Meine Eltern wohnen 900 km weg. Meine Schwiegereltern, die zwar in der Nähe wohnen, aber schon älter sind und gesundheitliche Probleme haben,uns leider auch nicht helfen können, das heißt: keine Unterstützung und kein Kino, Restaurant und änliches. Also ein Babysitter ist in jedem Fall empfehlenswert.
 
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  • #4
Es wäre mir nicht in den Sinn gekommen, meine Eltern oder Schwiegereltern von vorn herein bei der Betreuung mit einzuplanen.
Sie haben ja auch ihr ausgefülltes Leben.

Zunächst mal war für uns (beide) klar, wir wollen ein Kind und auch zeitlich etwas von dem Kind haben.
Das hieß für uns: drei Jahre ganz zu Hause.
Später: vormittags Kita und ich habe vormittags gearbeitet (von zu Hause, da hat es nichts gemacht, wenn das Kind mal nicht in die Kita konnte).
Für kleinere Unternehmungen gibt es Babysitter und später durch Bekanntschaft mit anderen Eltern auch hier Möglichkeiten (Kind hat dann ab und zu auch mal bei Freunden übernachtet und diese im Gegenzug auch mal bei uns).
 
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  • #5
Also in den Großstädten ist das die regel, dass die Großeltern nicht in der Nähe wohnen.
Ich bin alleinerziehend und gehe trotzdem aus.
Und zwar nicht nur zu Geburtstagen oder mal ins Kino! :)
 
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  • #6
Ich beneide jedes Elternpaar mit fitten Großeltern, die mithelfen. Das ist ein Vorteil den man gar nicht zu hoch wertschätzen kann!

Bei uns gab es das leider nicht. Die Großelterngeneration bestand aus Persönlichkeiten, die bereits eine oder mehrere Scheidungen hinter sich hatte und größtenteils mit sich selbst beschäftigt war. Da wurden Therapien gemacht oder sich der Kirche zugewandt. Jeden zweiten Tag in den Gottesdienst oder der Adventsbasar in der Gemeinde waren wichtiger.

Da unterhältst du dich mit anderen Eltern, die stöhnen, dass die Großeltern die Kinder mit Geschenken überhäufen oder hier und da mal gerne die Kosten des Familienurlaubs übernehmen möchten, und hast selbst eine Elterngeneration, wo der Schwiegervater es noch nicht einmal schafft, seiner Enkelin ein Päckchen zu Weihnachten zu schicken. Und ich rede hier nicht von Hartz IV Leuten, sondern promovierten Akademikern mit entsprechenden Jobs.

Eine Tagesmutter kostet ab 500 Euro aufwärts. Die betreut das Kind. Babysitter geht nur nach Absprache. Wenn die KiTa anruft, weil es dem Kind nicht gut geht und es abgeholt werden muss, führt kein Weg daran vorbei, auf der Arbeit alles liegenzulassen und das Kind abzuholen. Das sollte nicht allzu häufig vorkommen, aber die Kollegen müssen das akzeptieren.

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  • #7
Eine Tagesmutter kostet ab 500 Euro aufwärts. Die betreut das Kind. Babysitter geht nur nach Absprache. Wenn die KiTa anruft, weil es dem Kind nicht gut geht und es abgeholt werden muss, führt kein Weg daran vorbei, auf der Arbeit alles liegenzulassen und das Kind abzuholen. Das sollte nicht allzu häufig vorkommen, aber die Kollegen müssen das akzeptieren.

m

Klar, so duster kann nur ein Mann schreiben. Übringes gibt es noch Au-Pair-Mädchen, die nicht so viel kosten.

Es wäre wirklich sinnvoll, wenn sie die jungen Mütter gegenseitig mehr unterstützen würden. Baut Netzwerke auf, jeder braucht mal Hilfe, das ist auch gut für die Kinder.
 
  • #8
Nehmt Euch gelegentlich einen Babysitter, ganz nach Euren Wünschen. Das tut Eurer Paarbeziehung gut. Es sind schon Ehen daran gescheitert, dass sie nicht mehr jenseits der Elternrolle zelebriert wurden... Gut, dass Du hier gefragt hast!

Alles Liebe
 
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  • #9
Bei dieser Entfernung könnte es auch eine Alternative sein,die Großeltern in die Ferienbetreuung mit einzubeziehen. Dann hättet Ihr mal eine Auszeit ganz für Euch. Habe das als sehr konstruktivfür alle erlebt. Ein Babysitter wäre für den Alltag sicher trotzdem empfehlenswert.
 
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  • #10
Übringes gibt es noch Au-Pair-Mädchen, die nicht so viel kosten.

Au-Pairs kosten viel. Sie brauchen ein eigenes Zimmer = größere Wohnung und mehr Miete. Sie bekommen Taschengeld, einen Sprachkurs bezahlt und wahlweise eine Fahrkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel oder ein Auto.

Dafür bekommt man theoretisch jemanden, der maximal 6 Stunden am Tag in Haushalt und Kinderbetreuung mithilft.
Praktisch kann man aber auch einen Teenager bekommen, der keine Ahnung von kochen und Haushalt hat und nur Party machen will.
 
  • #11
Hi FS,

die Grosseltern wohnten auch bei uns ziemlich weit weg, taugte mal für ne Woche Ferien aber sonst nicht.

Dennoch, schafft Euch Eure Freiräume, Paarzeit ohne die Kinder. Ist ganz wichtig damit der Liebevolle Blick für den Partner nicht flöten geht.

Klar, ein Babysitter ist das eine. Unabdingbar einen pool von 2-4 zu haben damit auch mal ein kurzfristiges gemacht werden kann.
Die zeite Säule waren bei und die anderen Eltern mit Kindern in ähnlichem Alter (krabbelgruppe und Co. Da sich die Kinder da auch zügig angefreundet hatten hat man sich dann Reihum freie Wochenenden verschafft.

Die Tagesbetreuung wenn Beide nach einiger zeit wieder voll arbeiten ist davon unabhängig. Da muss auch jeder für sich selbst entscheiden was er möchte und bezahlen kann. Das kann von reduzierter Arbeitszeit bis zur Tagesmutter gehen. Ich hatte das Glück einen Job mit Home-Office zu haben, Ihr Ag hat Ihr das ebenfalls ermöglicht so dass wir fast immer einen zuhause hatten wenn die Kurzen aus dem Kindergarten oder der Schule kamen.
 
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  • #12
Meine Eltern haben mich während der 2 Schwangerschaften und durch die ersten Jahre aktiv unterstützt. Somit konnte ich mein Hauptstudium samt Pflichtpraktikum (1 Kind war knapp 1 Jahr und ich wieder schwanger) absolvieren. Seit 2 Jahren pausiere ich mit dem Studium und warte bis beide Kinder ab August einen 45 Std Platz bekommen. Meine tochter (4 J) hat bisher nur einen Halbtagsplatz und der Kleine (2 J) gar keinen Kita-Platz.

Ohne meine Eltern hätte ich keine Chancen gehabt, mein Hauptstudium bis auf die Diplomarbeit zu beenden. Meine Tochter musste auch öfter bei ihnen übernachten. Natürlich bezahle ich meinen Eltern die Fahrtaufwendungen und Betreuungsgeld. Dennoch ist es allemal günstiger als eine private Tagesmutter für 2 Kinder zu engagieren. Die privaten Stundensätze waren bis letztes Jahr horrent. Ein Riesenvorteil war die Nähe und Flexibilität meiner Eltern, da ich nebenbei noch arbeiten gegangen bin und mein Mann sehr oft auf Geschäftsreisen war.

Für mein Studium haben meine Eltern sich noch geopfert aber fürs Ausgehen, nein - das wäre zuviel des Gutens. Wir gehen selten aus, aber werden uns in Zukunft einen Babysitter dafür engagieren.
 
  • #13
Es gibt wohl nicht mehr viele Großeltern, die nicht selbst berufstätig sind.

Selbst wenn sie am Ort wohnen würden, könnten sie dennoch nicht jederzeit einspringen, wenn die Eltern mal verhindert sind. Also ist das Problem ein allgemein gültiges, und betrifft fast alle Eltern gleichermaßen.


Also traut euch ruhig, andere Eltern schaffen das auch!
 
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  • #14
Räumlicher Abstand zu den Großeltern hat auch Vorteile, dann mischen sie sich nicht in alles ein. Warum macht ihr euch denn jetzt schon darüber Gedanken? Das regelt sich schon alles, wenn es so weit ist. Oder sollten die Großeltern euer Kind erziehen?
 
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  • #15
Hmmm .. nachdem es ja Deine und Deines Mannes Kinder werden, verstehe ich irgendwie sowieos nicht so ganz, warum ihr Euren Nachwuchsplan von den Grosseltern abhängig macht. Die Erziehung Eurer Kinder ist Eure Aufgabe und nicht die der Grosseltern. Ganz ehrlich, mein Mann und ich wären nicht bereit uns ständig um die Enkelkinder zu kümmern, obwohl wir nur ca 10 km weiter weg wohnen. Entschuldigung aber wir haben unseren Part getan, als wir unsere eigenen Kinder grossgezogen haben. Wer sich zeitlich und finanziell keine Kinder leisten kann, soll sich entweder keine oder nur eines anschaffen. Erziehung und um den Nachwuchs kümmern ist Elternsache NICHT Grosseltersache.
 
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  • #16
Meine Eltern haben mich während der 2 Schwangerschaften und durch die ersten Jahre aktiv unterstützt. Somit konnte ich mein Hauptstudium samt Pflichtpraktikum (1 Kind war knapp 1 Jahr und ich wieder schwanger) absolvieren. Seit 2 Jahren pausiere ich mit dem Studium und warte bis beide Kinder ab August einen 45 Std Platz bekommen. Meine tochter (4 J) hat bisher nur einen Halbtagsplatz und der Kleine (2 J) gar keinen Kita-Platz.

Hier ist natürlich fraglich, ob man als junge Frau mit 2 Kindern nebenbei studieren muss, bzw. Kinder vor/währende des Studiums bekommen muss, wobei der Kindesvater viel unterwegs ist und nach dem Diplom dann pausiert.

Wäre es dann nicht sinnvoller gewesen, das Kinderkriegen auf später zu "verschieben"? Auch im Interesse der Kinder?

w50
 
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  • #17
Wir haben auh keinen Babysitter oder Großeltern. Die Großeltern leben in Spanien.
Es geht, man muß sich eben seine Zeit anders einteilen.
Klar wäre es schön wenn sie in der Nähe wohnen würden, aber so ist es nun mal. Jeder hat doch letztendlich sein eigenes Leben was er auf die Reihe bekommen muß.
 
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