• #31
Ich musste mir also immer gut überlegen welche Konsequenzen mein Ungehorsam haben könnte.
Das klingt furchtbar :eek: ich fasse es immer nicht, was es für schreckliche Eltern gibt. Das mit den Meerschweinchen… wie kann man sowas machen?
Ich habe so ein Glück mit meinen Eltern gehabt. Keine Regeln, keine Strafen, aber dadurch hatte ich auch nie das Bedürfnis auszubrechen und war so brav, denke ich. Gab ja keinen Grund, auszuticken. Daher hänge ich auch so an ihnen. Als Kind ist einem gar nicht klar, was für ein riesiges Glück liebevolle und ausgeglichene Eltern sind… meine Mutter ist auch kein einfacher Charakter, aber meist alles im Rahmen. Mein Vater ist einfach der beste Vater der Welt. Ich merke, dass mir das bei Beziehungen auch wirklich hilft, dieses Urvertrauen in andere Personen.
 
  • #32
Das klingt furchtbar :eek: ich fasse es immer nicht, was es für schreckliche Eltern gibt. Das mit den Meerschweinchen… wie kann man sowas machen?
Ich habe so ein Glück mit meinen Eltern gehabt. Keine Regeln, keine Strafen, aber dadurch hatte ich auch nie das Bedürfnis auszubrechen und war so brav, denke ich. Gab ja keinen Grund, auszuticken. Daher hänge ich auch so an ihnen. Als Kind ist einem gar nicht klar, was für ein riesiges Glück liebevolle und ausgeglichene Eltern sind… meine Mutter ist auch kein einfacher Charakter, aber meist alles im Rahmen. Mein Vater ist einfach der beste Vater der Welt. Ich merke, dass mir das bei Beziehungen auch wirklich hilft, dieses Urvertrauen in andere Personen.
Mein Mann war auch so ein Kind, das nie rebelliert hat. Das, so muß ich sagen, ist ein Problem. Ein bisschen auf dem Tisch tanzen und die Eltern böse beschimpfen hat ehrlich gesagt entwicklungsmäßig wirkliche Vorteile. Man positioniert sich dadurch und findet seinen eigenen Weg. So sehr ich meinen Mann liebe, da gibt es durchaus nötige Reisen in die Vergangenheit.
 
  • #33
Unglaublich, wie lieblos manche Eltern sein können. »schwierig« ist ein gnädiger Rückblick von dir, liebe RoseBlack!

Da werden doch ganz schnell die eigenen »Hürden«, die man als Kind bzw. Jugendliche hatte, ganz klein. Ich fand meine Mutter zwar auch »schwierig«, aber das war dann doch eher der übliche Mutter-Tochter-Kram, den ich völlig überflüssig fand.

Die wundervollen Vorlesezeiten, die tollen von ihr gebackenen Torten für eine 3 in Mathe (das war ja schon super in ihrem Verständnis), das gemeinsame Frösche-Fangen ... unvergessen.

Es tut mir sooo leid, liebe Rose, dass du das nicht spüren durftest. Das Gute: vermutlich erleben deine schon vorhandenen oder auch noch zu erwartenden eigenen Kinder in dir eine ganz andere, wundervolle Mama!
 
  • #34
Man positioniert sich dadurch und findet seinen eigenen Weg.
Das mag ja für deinen Mann gelten. Aber ich hab auch nie das gemacht, was meine Eltern wollten - weil sie mir das nie vorgegeben haben. Ich habe studiert, was ich wollte, mir danach überlegt, was ich will, bin weggezogen. Ich habe einfach eine gute Bindung zu meinen Eltern, aber keine unnormal enge. Ich glaube nicht, dass man da deine Sicht verallgemeinern kann. Wenn man nicht rebellieren muss, weil sie Eltern Künstler sind und einem eh alle Freiheiten lassen, warum soll das schlecht sein? Von meinem Charakter bin ich eh introvertiert und mag weder Partys, Saufen noch extreme spontane gefährliche Aktionen; auch daher hab ich kein Bedürfnis nach Rebellion. Dass ich meine eigene Meinung habe und auch recht rabiat sein kann, bekommt man ja hier schon mit 😅 Mit meiner Mutter gestritten hab ich auf jeden Fall genug, nur ging es da nicht um Regeln oder Strafen...
 
B

Blume94

Gast
  • #35
Oh nein, aber so ähnlich war das bei mir auch. Einmal wollte ich mein Zimmer nicht aufräumen und mein Vater hat dann alles aus dem Fenster geschmissen was rum lag, hab auch mal eine geklatscht gekriegt, meine Freundin von ihrem Vater auch mit dem Gürtel. Eigentlich hatte ich es dann so gesehen ganz gut, dass ich meinen Vater nach der Trennung meiner Eltern seltener gesehen habe, er war definitiv strenger als meine Mutter. Meine Mutter war sehr mit sich selber und ihren Männern beschäftigt, deshalb wohnte ich auch eine Zeit bei meinen Großeltern als kleines Mädchen bis sie wieder zurück gezogen ist in den Ort wo ich zur Schule gegangen bin. Als meine Mutter zu ihrem Freund gezogen war hat sie unseren Hund abgegeben, weil er diesen nicht wollte (meine Eltern hatten sich diesen zusammen ausgesucht aus dem Tierheim (spanischer Straßenhund)), ich kam nach Hause, sie hat mich ins Auto gepackt gesagt wir ziehen zu ihrem Freund und ich hab sie dann gefragt wo der Hund ist, da meinte sie sie hat ihn abgegeben. Ich war so traurig und sauer, hab sie beleidigt gesagt „ich hasse dich“ erstmal weit wegziehen von meinen Freunden und dann gibt sie noch den Hund ab. Jedenfalls bin ich dann irgendwann zu meinen Großeltern gezogen und mein Opa hat mitbekommen wie traurig ich war und hat den Hund wieder rangeschafft, ich war bei meiner besten Freundin spielen und Opa hat dann bei meiner Freundin angerufen und zu mir gesagt „Komm nach Hause, ich habe eine Überraschung für dich“ und als ich wieder zuhause war war er wieder da 🐶😍 mein Mann hat den Hund sogar ganz knapp noch kennen gelernt bevor er altersbedingt (16) verstorben ist.

Meine Mutter hatte irgendwann keine Kontrolle mehr über mich und ich bin auch froh nicht an die falschen Leute geraten zu sein, ich denke es hätte sehr wohl sich schief gehen können. Ich finde das ja total erstaunlich das manche Menschen so eine starke Bindung zu ihren Eltern haben, alle Ängste und Sorgen mit den Eltern teilen können, würde mir im Traum nicht einfallen mit meinen Eltern über sowas zu sprechen.

Meine Mum hatte auch ständig Streit mit ihrem Freund, da sind ordentlich die Fetzen geflogen, er hat ihr mal eine verpasst und sie ihm auch einmal ne Backpfeife, da bin ich noch dazwischen (da war ich schon volljährig). Die haben fast täglich gestritten.
W 27
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #36
Ich finde das ja total erstaunlich das manche Menschen so eine starke Bindung zu ihren Eltern haben, alle Ängste und Sorgen mit den Eltern teilen können
Das hat mit Vertrauen zu tun.
Vertrauen zu den Menschen, die dich nicht absichtlich täuschen, die immer für dich da sind dir vermitteln, dass du und deine Loyalität ihnen wichtig ist.
Wirklich immer konnte ich mich auf meine Eltern verlassen und habe so auch meine Freunde ausgewählt.
Ein grosser Teil meiner Kraft beruht genau auf diesen wenigen Menschen.
Viele Jugendliche haben damals schlecht von ihren Eltern gedacht und geredet - ich habe nie dazu gehört. Und bei all dem Blödsinn, den ich angestellt habe - nie hat sich dieser gegen meinen Inneren Kreis gerichtet.
Das hat nichts mit brav zu tun - du hast auch bis zuletzt loyal zu deiner Oma gestanden. Und deiner Oma vielleicht Fehler verziehen, die du anderen Menschen nie verzeihen würdest.
 
  • #37
Ich finde das ja total erstaunlich das manche Menschen so eine starke Bindung zu ihren Eltern haben, alle Ängste und Sorgen mit den Eltern teilen können, würde mir im Traum nicht einfallen mit meinen Eltern über sowas zu sprechen.
Also ich habe sicher ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter. Mein Vater ist schon vor 30 Jahren verstorben.
Aber meine Ängste, Sorgen und Probleme teile ich nur sehr bedingt mit.
Meine Mutter ist eine absolute Schwarzseherin. Sie kann aus der kleinsten Mücke einen Riesenelefanten machen.
Ich habe seit Jahren Probleme mit dem Darm. Das würde ich ihr nie sagen.
Letztens hatte ich meine (Ersatz)Brille verlegt. Ich erzählte ihr dies am Telefon. Es kam gleich, "Die teure Brille." und ein Schwall von Ermahnungen. Die Brille ist 25 Jahre alt und hat damals 50 DM gekostet.
 
  • #38
@mokuyobi, @Amytan
Ich danke euch für eure lieben Worte. Aber es war bei mir Zuhause ja auch nicht nur alles "schlecht".
Meine Eltern waren halt viel mit sich selbst beschäftigt, waren weniger liebevoll und hatten eigene Probleme und in manchen Bereichen halt Erwartungen, die ich erfüllen musste.

Die Erziehungsmethoden dahingehend waren halt fragwürdig. Das fing wohl schon als Kleinkind an. z.B. Ignorieren, die ganze Nacht ausweinen lassen, kalt abduschen oder auch den Mund mit Seife auswaschen, bei Widerworten oder "bösen Wörtern". Die Ohrfeige oder der Klaps auf den Po waren auch "normal". Habe ich ohne ersichtlichen Grund geweint oder weil ich angeschrien wurde, dann wurde mir halt ein Grund geliefert.

Andererseits durfte ich z.B. ab 13/14 Bier trinken. Ich durfte nur nicht betrunken sein oder Hochprozentiges trinken.
Ich durfte mit merkwürdigen Leuten abhängen, die in meinem Zimmer geraucht haben. Ich durfte nur nicht selber rauchen.
Ich durfte auch mit Leuten abhängen die wesentlich älter als ich waren (ü18) und von denen bekannt war, dass diese Drogen konsumieren (zumindest wusste mein Vater da sehr gut Bescheid in was für Kreisen ich unterwegs war, weil er selbst in dem Bereich tätig war). Ich durfte nur selber keine Drogen konsumieren. Es durften auch immer Leute bei mir übernachten. Es durfte nur nicht aus dem Haus wegkommen.
Ich durfte auch auf Partys gehen oder in Clubs (wenn ich reinkam, was so ab 13 kein Problem war, weil ich deutlich älter aussah und nie nach einem Ausweis gefragt wurde) und bis 0, 1Uhr oder noch länger an den Wochenenden unterwegs sein. Aber ich durfte keine Minute zu spät nach Hause kommen.
Gelegentlich schickte mein Vater auch heimlich zwei seiner Bekannten los, die unauffällig ein Auge auf mich haben sollten, was ich so mache und ob ich da bin wo ich angegeben habe zu sein. Das kam aber eigentlich nur vor, wenn er mit irgendwem aus seiner "Branche" Stress hatte...

Aber alles in Allem würde ich mir, sollte ich vielleicht mal Kinder haben keine Erziehungsratschläge meiner Eltern bzw. meiner Mutter geben lassen.

Ich finde das ja total erstaunlich das manche Menschen so eine starke Bindung zu ihren Eltern haben, alle Ängste und Sorgen mit den Eltern teilen können
Naja, diese Menschen konnten zu ihren Eltern auch Vertrauen aufbauen oder hatten Personen, denen sie sich anvertrauen konnten. Das war bei uns leider nicht der Fall.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #39
Ich war ein braves Kind bis ca. 13.

Ich habe nie geraucht, nie Alkohol getrunken und war Drogen stets fern.

Jedoch habe ich oft die Schule geschwänzt, die Fächer die ich nicht mochte, sogar jede Woche. Ich habe Lehrer angelogen und auch vor Prüfungen geschwänzt. Je nachdem wie ich Lust hatte.

Ich habe Geld geklaut (von Eltern) und auch im Laden ein paar kleinere Dinge geklaut.

Mit Mobbing hatte ich leider auch zu tun. Ich selber wurde von Jungs gemobbt, nicht immer, aber manchmal. Selber habe ich mit Mädchen zusammen andere Mädchen gemobbt. Fies, aber auch nicht immer. Mit Mädchen hatte ich es allgemein immer gut. Ausser mit Jungs, sie haben mich oft gehasst.

Mit 17 hatte ich einen komischen Typen und mit ihm Partys anderer ruiniert. Auch hatte ich eine Phase, wo ich jedes Wochenende rausging und Männer traf und viel ausprobierte (sexuell gesehen).

Mit 16 war ich auch mal 1 Monat alleine in Paris. Bin dort meinen Gasteltern abgehauen um länger an einer Party zu sein. Allgemein wollte ich oft ins Ausland. Während dieser ganzen Zeit habe ich mich aber immer strikt von Alkohol und Zigis und Drogen ferngehalten.

Ansonsten bin ich noch alleine nach Dubai, Frankreich und Chile gereist um Typen zu treffen (lustige, crazy Stories-->gingen aber gut aus).

Ich bin recht brav, da eben Zigis und Alkohol nie ein Thema waren. Auch nicht kriminell. Nur die kleinen Ausreisser, aber ja, vor allem war ich unheimlich frech zu den Eltern.
 
Top